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Wiener Morgenzeitung · 1926-09-14 · Heft 2714 (14.9.1926) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2714 (14.9.1926)
Date
1926-09-14
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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4 Ce«, 4 _Wien, Siwitefl_Me«e- _M. s-pi-mkr 1989 "H Bühne und Kunst. Theatergemetnde der Bnratdeat«». Di« jüdischen Abonnenten, deren Serie aus Jom Kippur fällt, erhalten Karten für eine Ersatzvorstellung. Me uns die Direktion des Burgtheaters mitteilt, haben jüdische Mitglieder der Theatergemeinde Beschwerde geführt, daß die nächste Borstellung ihrer Serie auf den 17. September (Freitagl, den K o l - N i d c e A b e n d fällt. Die Direktion des Burgtheaters ersucht uns, mitzuteilen, daß sie selbstverständlich bereit ist, den jüdischen Mitgliedern der Theatergemainde die für diesen Abend bestimmten Eintrittskarten gegen solche für eine Ersatzvorstellung u m z utouschen. Daher gibt die Direktion folgendes bekannt: Jene Mitglieder der Theatergemeinde des Burgtheaters, Serie B (blaue Mitgliedskarten), die am 17. d. von ihren Karten keinen Gebrauch machen wollen, können bis Freitag, 12 Uhr mittags, an der Tageskasse oder durch Postkarte unter Angabe der Mitgliedsnummer und Gruppe davon Mitteilung machen und gleichzeitig bekanntgeben, ob sie am 20. oder 28. d. zur Borstellung von „Peer Gyn t" eingeteilt zu werden wünschen. FranMfches Gastspiel in Den Kammerspielen. Heu:r beginnt in den K^mmerspielen bas Gastspiel d:s Pariser Theatre de Montmartre LAtelier. In ainer gesteru abgehaltenen Pressekonferenz gab ein Vertreter des Leiters dieses Theaters Mr. Charles Dullin Ausschlüsse über die Entstehung, das Wesen und die Bedeutung des Theaters innerhM des künstlerischen Lebens von Paris. Charles Dullin, der fri'cher Schauspieler war, sammelte unmittelbar nach dem Krieg eine Schar junger Dilettanten um sich, mit denen er die Inszenierung alter und moderner Stücke aus eine neue Art versuchte. Aus diesem Studio, mach Art Stanislawskis, entstand im Jahre 1921 das jetzige Theater LAtelier, das jetzt in einem Kammertheater am Montmartre, das schon vor 100 Jcchren, im Jahre 1826, erbaut wurde, untergebracht ist. Charles Tullin legt besonderen Wert .auf vollkommene Ensemblekuust, in seinem Theater gibt es aber auch bedeutende künstlerische JnvividuäLitäteu, wie Simon und Madame Jullin. Im Theater LAtelier, das mit Mol! er es ,/L'Avarc" eröffnet tarnte, fand die Uraufführung vieler Stücke Piraudellos statt und es ist ein großes Verdienst Dullius, den jungen französischen Dichter Marcel Acha rd entdeckt zu haben, mit dessen Mick „Je ne vcus arme pas", das die 'Liebe eines geistreichen, aber häßlichen Künstlers zu einem jungen Mädchen schildert und voll zarter Lyrismen ist, das Wiener Gastspiel eröffnet wird. Das Wiener Gastspiel, das vorläufig fünf Abende umfaßt, kam als Resultat sinor Aktion zum internationalen Klustausch literarischer Stücke uns literarffchrr Theater zustande. Im Frühling w:rd das Ensemble der Wiener Kammerspiele in Paris gastieren. Als Weites Stück des Wiener Gastspieles wurde „Irma", die Geschichie ,der Liebe esn-er alt ernten Frau, von R oche, angesetzt. Reue Daten über die jüdische Literatur. In der Rosch-Haschanah-Nummer des „Hajnt" zeichnet Nachman Meisl die Umrisse der jüdischen und hebräischen Literatur im vergangenen Jahre mit belonderer Berücksichtigung Polens. Wir entnehmen dem Aufsatz folgende Daten: Die allgemeine Krise im jüdischen Leben hat, wie borauszusehen war, auch auf die jüdische Literatur zurückgewirkt. Ueberdies hat die besondere Krise auf dem jüdischen Büchermarkt den jüdischen Verleger zu der größten Vorsicht in der Herausgabe neuer Bücher veranlaßt. Trotzdem ergibt auch eine Zusammenfassung der literarischen Erscheinungen des vergangenen Jahres manches Erfreuliche, und es ist sogar die Meinung aufgetaucht, daß die herrschende Arbeitslosigkeit und der Stillstand in den verschiedenen Produktionszweigen zu einer Intensivierung des jüdischen Buchhandels geführt haben. Es ist bemerkenswert, daß das Zentrum der jüdischen Literatur sich wiederum nach Polen verschoben hat. Vor einigen Jahren glaubte man schon, daß Deutschland Polen in der Herausgabe jüdischer Bücher besiegen wird. Trotz der viel höher entwickelten deutschen Buchtechnik waren die Kosten des Buchverlages in Berlin viel geringer. Dieser Umstand hat auch bewirkt, daß Berlin durch eine kurze Zeit die Metropole der jüdischen Literatur war. Jetzt sind aber schon dre meisten jüdischen (und auch die hebräischen) Verlage in Berlin emgegangen und Polen (Warschau) ist wiederum zum Zentrum des jüdischen Buches geworden. Sogar das reiche jüdische Amerika ist nicht imstande, die Konkurrenz mit dem armen jüdischen Polen aufzunehmen. Die bedeutenderen jüdischen Schriftsteller Anierikas sind gezwungen, Verleger in W«1schau zu suchen. Das jüdische Polen hat insgesamt viel mehr Bücher herausgegeben, als alle anderen Länder zusammen. Während in Amerika, Lettland, Deutschland und Litauen zumeist nur einzelne Bücher und im Verlag des Autors erscheien, sind in Polen auch viele Bücher von allgemein jüdischer Bedeutung herausgegeben worden. Hier sind im letzten Jahre die gesammelten Werke von Dr. Schlomo Ettinger, Schalom Alejchem, I. L. Perez (neue sechs Bände), Schalom A s ch (zehn Bände), I. Opatoschu, S. Segallowicz und viele andere erschienen. Es befinden sich jetzt unter anderen die Werke von Mordechai Spektor im Druch. Ferner sind erschienen: Salman Reifens „Lexikon der jüdischen Literatur und Presse", Schriften des jüdischen wissenschaftlichen Instituts, drei bedeutende Werke von Dr. I. Schipper, und zwar über die Kulturgeschichte der Juden in Polen während des Mittelalters, die Wirtschaftsgeschichte der Juden in Polen und ein zweiter Band seiner Theatergeschichten. In jiddischer Sprache erschien auch eine große Zahl origineller Werke und Uebersetzungen, die eine Bereicherung der jüdischen Literatur darstellen. Hier kommen in Betracht: Leon K. ob rin: tNeu eingerichtet! TTTTTttTTtttT! Bücherschwemme! Werke bester Autoren zu S. 1.20, 1.60, 1.80, 2.40 Bücherstube M. Rach Wien, ll., Taborstraße 20A innerungen eines jüdischen Dramaturgen"; Max Erik: „Ueber den altjüdischen Roman und die Novelle"; A. L i twak: „Was war?" (Erinnerungen und Studien); Serubabel: „Berl Borochows Leben und Schaffen"; Fische! S ch n e i r s o h n: „Chaim Grawitzer" (zwei Teile); Mosche K o l b a k: „Montag" u. v. a. Eine rege jüdische Verlagstätigkeit wird in Sowjetrußland entfaltet. Es gibt dort nur staatliche oder halbstaatliche Verlage. Es werden zumeist Lerllbücher und Bücher politischen Inhalts und schließlich Werke über die jüdische und allgemeine Arbeiterbewegung herausgegeben. Die Bücher in Sowjetrußland erreichen sehr hohe Auflageziffern. Die wissenschaftlichett Werke werden meist in einer Auflage von 20.000 Exentplaren gedruckt, während belletristische Bücher, obwohl sie sehr gesucht werden, in einer viel kleineren Auflage gedruckt werden. Was Polen in der letzten Zeit für das jiddische Buch wurde, ist Palästina für das hebräische. Vor einigen Jahren bestanden noch in Deutschland einige hebräische Verlage, die vor kurzem nach Palästina übertragen wurden. Chaim Nachman Bialik hat. seinen Verlag Moriah-Dwir nach Palästina übersiedelt und der Frankfurter Kunstverlag Omanuth ist jetzt auch in Palästina. Von den letzten bedeutenden literarischen Erscheinungen seien die Briefe Achad Haams genannt, die sehr interessantes literarhistorisches und geschichtliches Material enthalten. In Jerusalem erscheint die bibliographische Zeitschrift „Kirjath S e f e r", die von der Bibliothek der Jerusalemer Universität herausgegeben wird. Die hebräischen Werke finden im allgemeinen den größten Absatz in Palästina, so sind zum Beispiel vom Gesamtwerk Bialiks in Palästina über tausend Exemplare verkauft worden, während in Amerika und in Polen zusammen nur wenig über hundert abgesetzt wurden. In Palästina erscheint jetzt eine hebräische Wochenschrift „Ketubim". Im vorigen Jahre sind einige Werke von Doktor Jakob Klatzkin erschienen. Besonders soll die von ihm herausgegebene Anthologie der hebräischen Philosophie erwähnt werden. Aus de» Theatern. Burgtheater. Morgen, ‘/„S Uhr abends, rn weißenRößl" (Abonnement V. Gruppe). A k a d e m t e t h e a r e r. Morgen. l/,8 Uhr abends, „M ä d e l v o n h e u t e* (Abonnement H. Gruppe). O p e r n t t> e a t11. Morgen. 7 Uhr abends, «Die Afrikanerin" (Theatergemeinde Serie A, weiß). Modernes T h e a r e r. Das Programm des russischdeutschen Grotesktheaters, welckes am 17. d. zum ersten Male in Wien gastiert, besteht aus zehn Bildern, betitelt «Rundum die W e l t." Kammerspiele. Heute beginnt das Gastspiel deS Pariser literarischen TtieaterS „A t e l i e r." Als erstes wird daS tot Parts über hundert Mal sa Buite gegebene Schauspiel „Je n e v o u b airne pas“ (Ich liebe Sie nicht) aufgeführt. Gerichtrsaal. zehn Monat Arrest für einen Totschlag. Ludwig Heigner, der in früheren Jahren in Salzburg eine Fleischhauerei betrieb und jetzt in Wien von dem Ertrage feines Schrebergartens lebt, wohnte feit dem,15. März als Bettgeher bei dem Tischlernieistex Joses Hei Merl in Ottakring. Mit seinem Quartiergeber hatte er öfter Differenzen, weil dieser ihm eine Schuld von 660 Schilling nicht ablzahlen wollte. Am 1. Juli kam es zwischen teilten wegen des Darlehens zu einem Stroit, m dessen Verlaus der Tischler seinem Bettycher einen Schlag aus das linke Augenlid versetzt. Hai-merl erstaunte noch am gleichen Tage die Anzeige, daß oer Bvttgeher ihn mit einem Dolchmesser bedroht habe. Me PMzei kam ins Hans und bejchilagnahmte aus dem Schrank Heigners e'm M a n n l i ch et r g e w eh r, einen Dolch und einen Totschläger. In der Nacht zum 2. Juli kam es Wischen Heiguer und Heimevl abermals zu einont Streit, Heigner fragte seinen Quarliergeber, wo sein Geivchr ssai und ails er erfuhr, daß.hie Polizei es beschlagnahmt habe, stach .er aus d en im Be-tt^ liegenden Heimeirl wild los. Bon den drei Stichen war einer in den Bauch tödlich und Hrime.rl st a r b, ohne das PlewußtMn wieder erlangt zu halben. M; . Gestern hatte sich .Heiguer vor einem Schwurgericht wegen Totschlages zu verantworten. Er gab an, daß e>r vor der Tat in seinem Kasten Nachschau gehalten und alle sle'ine Schuldscheine vermißt ha'be. Darüber sei er so in Wut geraien, -aß Äe den rm Bette skietzenten Heimvrl zur Rede stellte. Heime r'l habe ihn angegossen lind in Notwehr hate er ihn erstochen. Die Geschworene« schenkten dieser Verantwortung Glauben und sprachen .den Angeklagten nur der fahrlässigen Tötung durch UÄberschreitung der Notwehr schuldig. Aus Grund dieses WerWlqs verurtviltte der Gerichtshof den AngMgten zu zehn Monaten str en gien A r«e st, verschärft durch .ein hartes Kager nwnat'tich. In die StraMt wurde die Untechrchungsihaft vom 2. Juli bis zum gestrigen Tage jeingerechnet. Der BeWjMte nahm hi« Atraje gn, ' | Solfsttrfrt. [ Lestemlchs passive HandesMmni Dl« Ergebnisse des ersten Halbjahres 1026. Nach der amtlichen Handelsstatistik betrug im Jnni 1626 der Wert der Einfuhr nach Oesterreich 224,3 Millionen Schilling, der der Ausfuhr 143,2 Millionen Schilling, so daß das Passivnm der Handelsbilanz im Monat Jnni rund 8,1 Millionen Schilling betrug. Sonlit liegen nun die Ergebnisse des österreichischen Ein- und Ansfnhvhandels für das erste Halbjahr 1926 vor. In diesem Zeiabschnitt betrug der Wert der Einfuhr 1836,9 Millionen, der Wert der Ausfuhr 809F Mllionen Schilling, so daß das Passivum der Handelsbilanz im ersten Halbjahr 1926 626,4 Millionen Schilling beträgt. Im gleichen Zeitraum des Jahres 1926 war der Einfuhrüberschuß 319,4 Millionen. Die Ausfuhr ist weit stärker im Werte als in der Menge zurückgegangen. Die Einfuhr hat sich nm etwa 4,8 Prozent erhöht. Insgesamt ist das Bilanzpassivnm dieses Halbjahres um rund 60 Prozent höher als das des ersten Halbjahres 1926. Bon den Einfuhrländern Oesterreichs steht nach wie vor die Tschechoslowakei mit 19,1 Prozent an der Spitze. Sodann folgt das D e u t s ch e R e i ch mit 16 Prozent (was gegen das Vorjahr eine nnwesenkliche Steigerung von 0,2 Prozent bedeutet). Die nächsten Stellen nehmen Polen mit 10,6 Prozent und Ungarn mit 10,4 Prozent ein. Die Importe aus diesen beiden Ländern haben sich gegenüber dem ersten Halbjahr 1926, wo die diesbezüglichen Zahlen 8,9, beziehungsweise 8,6 betrugen, nicht unwesentlich vermehrt. Dagegen sind die Importe aus den Vereinigten Staaten von 9,2 auf 6,2, aus Italien lind Großbritannien znrückggangen. Die Einfuhr aus Rumänien hat sich von 3,8 auf 4,6 Prozent der Gesamteinfuhr erhöht. Auch unter den Ausfuhrländern steht die Tschechoslowakei mit 12,6 Prozent der Gesamtausfuhr Oesterreichs an der Spitze. Sie hat heuer das Deutsche Reich überflügelt, das im ersten Semester des Jahres 192-5 16,6 Prozent der Gesamtausfuhr Oesterreichs hatte. Die Exporte nach Deutschland sind heuer stark z u r ü ck g e g a u g e n und betragen nur 10,7 Prozent des österreichischen Gesanitexports, wodurch das Deutsche Reich erst an dritte Stelle nach Italien rückt, das 11,1 Prozent der österreichischen Ausfuhr aufnahm. Der Export nach Polen ist um mehr als 70 Prozent g e s u n k e n. Er macht jetzt nur 3,3 Prozent gegenüber 10,4 Prozent im ersten Halbjahr 1925 aus. Dagegen hat sich.der Export nach Ungarn im ersten Semester d. I. auf 8,8 Prozent (gegenüber 7,1 Prozent im gleichen Zeitraum des Vorjahres) erhöht. Die stärkste Zunahme weist der Export nach R u ß l a n d, der sich verdoppelt hat, sowie der nach den Vereinigten Staaten aus. Einführung der neuen Banlose in den Börsenverlehl. Gestern wurden die 1926er Baulosr in den Verkehr erngesührt. Der Eiilführungskurs war 27 Schilling. Die Schlußeinheii beträgt 50 Stück. Die Lose werden im fließenden Handel des Schranbnrs gehandelt. Zur einstwetligen EtstU'.ung der Geschäfte in den neuen Baulosen sind bis zu deren Erscheinen nur Bons der Shndikatsmitglieder verwendbar. Die Schittingnotterung der Aktien. Wie die Wiener Börsenkammer mitteilt, erfolgt von Samstag den 26. d. an die Notierung der Amen der Hauser u. Sobotka A.-G. und'der Aktien der Felten u. Guillaume, Fabrik elektrischer Kabels Stahl- und Kupferwerke A.-G. im amtlichen Kursblatt in Schillingen. Bei allen vom gleichen Tage angefangen abgeschlossenen Geschäften in diesen Papieren sind ausschließlich die aus 10, bezw. 30 Schilling überstempelten Aktien lieferbar. Verlängerung der Fatierungsfrist für die Einkommen-, Erwerbs- und Körperschaftssteuer. Amtlich wird verlautbart: Die Steuerbehörden werden angewiesen, jenen Steuerpflichtigen, die eine Betriebsstätte im Deutschen Reiche ode^ in Ungarn besitzen, über Ansuchen eine weitere Erstreckung der Frist zur Einbringung des Gukommen-, Erwerbs- oder Körverschaftssteuerbekenntnisses bis Ende September 1926 zu gewähren. i Der Weizenzoll. Für die Zeit vom 16. bis 30. September 1926 beträgt der gleitende Weizenzoll 1,40 Goldkronen für 100 Kilogramm. Gemäß der Verordnung über die gleitenden Getreidezölle und dom Zolltavifgesetze' hat dieser Zoll auch bei Berechnung des Zolles für Roggen, Gerste und Hafer sowie für Malz, Mehl und andere Minevalerzeugnisse, Brot. Teigwaren und WoizenstärNe smnentsprechend Anwendung gefunden. Die Hlüzausstlhrabgabe. Laut Verordnung des Finanz-, andels- und Landwirtichaiftsmittisteriums vom 8. September 936 wird die Abga'be für die Ausfuhr von Holz aus dem osternchischen Zollgebiet wie folgt feistgesetzt: Für Nadolblock- und tadellangholz 34 Goldheller, für Schloifholz, Grubenholz, Teleravhenstangen 27 Goldheller, für Rotbuchen-, Blockholz 20, ir Weißbuchen- und sonstiges LanWockhölz 60 Goldheller für > angofangeue 100 Kilogramm. Bei Ausfuhr in ganzen Waggonwungen beträgt die Ausfuhrabgabe für jede Waggonladung ohne iücksicht auf das Ladegewicht, für NadMockholz 51 Goldkronen, Ir NadeAangholz 102 Goldkronen, für Schleifholz. Grubenvk. und Telsgraphenstangen 41, für Rotbuchen'hblz 30, für Weißbuchen- und sonstiges Lanbblockholz 90 Goldkronen. Nach ix Schweiz ■ gelten spezielle erhöhte Abgabetariife. Brennholz, »auititi) Nutzholz, das längs gesägt, gespalten, fertig bchanen oer gehobelt ist, ferner Eisenbahnschwellen und imprägnierte elegvaphenstangen unterliegen der Abgabe nicht. Heilanstalten für Kausleute. Um den Kaufleuten einerseits ne sachgemäße und erstklassige Heilbehandlung zu sichern und sie aderersens vor übermäßigen Kosten zu bewahren, hat das Gvetiunt der Wiener Kaufmannschaft, bic gesetzliche Vertretung der wiener Kausleute, eine Reihe von Heilanstalten errichtet. Anr .ichtigsten sind für Kaufleute das Sarlatoriuin für, Erkrankungen ller Atrnungsorgane, vor allem für Lungenkranke, in Aflenz, und is Sanatorium der Wiener Kaufmannschaft,, welches besonders ir interne, chirurgische und urologische Fälle in Betracht kommt, k Wien, Wrkenschanze. Nähere Auskünfte erteilt das Gremium rr Wiener Kaufniamtschaft, Wieii, 4. Bez., Schwarzenbergplatz 16. Insolvenzen. Das A u s g l e i ch s v e r s ah r e «wurde ete ffnet bei: Wi trofsky Karl, Handel mit Mvidern. Wasche und Schuhen, Wien, 16. Bez.. Abelegasse 25: M o l k e r e i ,,S t y r i a", snhaoer Irene PeiritD, Graz, Marschallgasse 14;- Etiinger )erta u. Leibi sch, Tertilwarenhandel, Wien, 2. Bez., Stuwer--, ratze 31: Halber Michael, Konfektionstoarenerseuger, Wien, . Bez., BeMasfe 16; Kantner Anna, Kleider- und Blusen-. -Mugmig, Wien, 17. Bez., Wvißgasse 25; Klein Franz, Fleischiner, Men, 5. Bez., Schönbrunnerstraße 27; Kopriwa Karl, r., Kaffeobausbesitzer, Wien, 4. Bez., Medner Hauptstraße 105; _.itzer, Wien, 4. Bez., Medner i ... . „ . i a'b e k'ck i d Anton. Kamm-. Bürsten- und Nadlertaaven. Wien.

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