Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2711 (9.9.1926)
- Date
- 1926-09-09
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 2711 Wien, DonnerStag t'illllllllllllllllllllllllllinilllllllllllHIIIIUIIIIIIHIIIHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIItllllllHIIIIIIIHIIIIIIIIIIIIHIIIIIIIIIIIIHIIIIIHIIIIII^ ICASALI-LIKORII I die führende Quelitäismnrke i 761 ä tische Arbeit für ihre Brüder in Südserbien geleistet. Es ist zu hoffen und zu wünschen, daß dieser Mangel abgestellt wird. Aus der hier nur skizzenhaft geschilderten Lage erhellt, ivas zu tun wäre. Vieles braucht die isüdseribische Judenischaft in kultureller, Wirt» schaftlicher und nationaler Hinsicht als Menschen sowohl und als Juden. Am meisten aber braucht sie jüdische geistige Organisatoren und akademisch gebildete Führer. Die Mische Jugend Südserbiens muß an die Hochschulen geschickt werden. Mer che eine Generation ansgebildet sein wird, müssen aus anderen jugoslawischen Gegenden jüdische Akademiker planmäßig sich in Südserbien ansiedeln und sich mit allen Kräften der Arbeit unter ihren Brüdern widmen. Diese Pflicht ist schwer, aber sie muh getan werden und dies so bald als nröglich. Die fertigen jüdischen .^Akademiker und besonders die junge akademische Generation der feiphardischen Juden hat hier die Möglichkeit, die Ideen ihrer Weltorganisation, dir sie ideologisch angehören will, praktisch durchzuführen. Dies ist eine Notwendigkeit für die Judenschaft in Südserbien, aber auch für Jugoslawien n»d besonders für die zionistische Bewegung als der Bewegung der nationalen Wiedergeburt und des menschlichen Fortischrittes. F. A j n a l. zum Abschied beschert uns der scheidende Sommer eine ganze Reihe herrlich schöner Sommersonnentage . , . wie einst tm Mai. Es ist, als ob er uns für das trübe Däuevwetter oer letzten Monate entschädigen wollte. Und doch gemahnt schon eine oft recht empfindliche Morgen- und Abendkühle dgran, daß der Sommer bald zur Rüste acht und Herbst uüd Winter nicht mehr ferne sind. Die letzten schönen Tage verlocken zu einem Spaziergang. Seyen wir uns dabei zur Orientierung die Kaufläden der Laborstraße an, da wir ja bald für die kühle Jahreszeit einkaufen müssen. Vor allem werden uns da die mit wahrhaft künstlerischem Geschmack arrangierten Schaufenster des dominierenden Leopoldstädter Warenhauses Brüder Schiffmann, 2. Bez., Taborstvaße 48, angenehm ins Auge fallen. Wir gewinnen Lei deren Ansicht einen erschöpfenden Ueberblick über dre herrschende Mode in Beklerdungsarttkeln jeder Art für die Dame und den Herrn, und müssen übet die herrlichen Modedessins und die wunderbaren Favbenharmonien der Stoffe ebenso staunen, wie über die auffallend billigen Preise. Brüder Schiffmann, als verläßlichste und billigste Einkamsquelle allgemein bestens bekannt, übertreffen sich selbst. Seide, Wollstoffe, Santte, allerneueste Herbstware, Teppiche, Vorhänge, Bettdecken, Wäsche, Stückwaren usw. werden jetzt als „sensationelle Herbstokkasion" zu billigen Vorsaisonpreisen angeooten. Besonders billig sind die Einführungs- Preise für sämtliche Schneider- und Modistenzugehöre. Niemand unterlasse diesen lohnenden Spaziergang, um sich aus eigener Wahrnehmung von der Richtigkeit des hier Gesagten zu überzeugen. _ E Der Vereist Jüdische Kinderfreunde wünscht seinen' Mitgliedern und Gönnern zum Jahreswechsel- PD1B3 n^nni rQYD und bittet, seiner Schützlinge bet Ttioramnrni zu geoent'en. * Filzhüte — die große Mode! Anläßlich der Wiener- Messe hat die seit 60 Jahren bestehende, allgemein beliebte Hutsirma Karl C e s ch k a u. Söhne, 7. Bez., Kaiserstratze 123, ihren Kunden die allerneuesten Hutmodelle für Damen und Herren vorgeführt. Die herrschenden Modefarben find — wie aus Paris gemeldet wird — Modebraun für Herren- und Bordeaux für Damenhüte. Wir empfehlen unseren Lesern, vor Deckung ihres Bedarfes die Schaufenster und Lagerräume der Firma Karl Ceschka zu besichtigen. Die zwelllassiae Privathandelsschule Ernst Deutsch, Wien 9. Bez., Hövlgasse 12, 2. Stock, Fernruf 17-2-36, eröffnet Mitte September das 19. Schuljahr. Wir verweisen auf das heutige Inserat (Seite 1) dieser renommierten kommerziellen Lehranstalt, deren Besuch wir bestens empfohlen können. Grund ihrer Zahl gewonnen hatten^ oder ob die anderen nichtdeutschen Juden das Wort „ghectus" übernahmen, weil es ihnen besser als das italienische Wort „Seraglio" gefiel, kann ich nicht sagen; jedenfalls haben sie es von den deutschen Juden übernommen, mit anderen Worten, das Wort ist ein altdeutsches. Im Jahre 1562 hatten die Juden bereits ihre ersten jüdischen Bücher gedruckt: die Bibel Augsburg 1644, Konstanz 1646, CreMona 1560, die Psalmen Venedig 1545, Mantua 1562 usw. Unter „ghectus" versteht man im Deutschen „gehecktes", „geheckter" Ort, also ein umzäunter Rallm, von der Wuvzel „hegen" oder „Hecken"-abzäunen. Im Mittelhochdeutschen finden sich Formen, wie folgt: Gehecke, Gehege, gehegede, gehegde. Diese Worte bedeuten dasselbe, wie. Seraglio. Unter anderem bezeichneten die Inden ihre Wohnviertel statt mit „Seraglio" mit „gehegde" oder „geheckter Ort" und diese Bezeichnung wurde so alltäglich, daß die Stadtregierung offiziell den jüdischen Namen verwendete und die frühere, rein italienische Bezeichnung „Seraglio" verwarf.- Daß in dem Wort „ghectus" das „e" von gehege, gehegede fehlt, ijt eine allgemeine Erscheinung jüdischer Phonetik. Die mittelhochdeutschen Worte gereit, gelücke heißen im Jüdischen „greit", „glücke". Der Autor des Artikels „Ghetto" in der „Jewish Encyclopedia" bestritt, daß das Wort vom hebräischen „Get" stammt und daß es zuerst von den Inden und dann erst Pikst den anderen gebraucht worden ist. Recht hat er nur bezüglich der Abstammung, unrecht dagegen in seinen: Schlüsse! „und doch will es uns nicht eingehest, dnß das Wort von einer kleinen gehaßten Gruppe von Menschen ist per Literatur übernommen worden sein soll". Me wir gesehen habet:, ist gerade das letztere das Zutreffende. Das Port ,,'Wdish" stcunmt von diesem kleinen gehatzten Häuflein und doch hatte es nach dreihundertsechzig Jahren das Wort „jeivish" aus einer Sprache verdrängt, welche zweihundertfünfsig Millionen gebrauchen und ist in die Literatur eingedrnngen. Warnet MorgenzettuM 9. September IM -eite 8 Für wen? Bon % Schyfmqn. Der einzige, der an den Liabekeien seiner Kreisenicht toilnahm, war Bisko, ein bejahrter Junggeselle. Er stand untätig beiseite und sah dem hastigen, brausenden Leben zu. Wie jene armfeliige Station, in der der Schnellzug nicht hält. Dar war auch kein Wunder. Dmn Bitzko war ein farbloser Mensch, der Wochentagslangeweile ausströmte. Sein Anzug sah stets alt apS, selbst wenn er ihn eben vom Schneider bekommen hatte, und war stetmit einer mehligen Staubschicht bedeckt. Auf der Krempe foines schwarzen steifen Hutes lag immer eine Kruste alten Staubes. wissi so niedrige Gehälter böiiehen' gewShnllöh nur dum Zeugnis .— - ...Zeugi nach «sehr gut* stenographieren und masctilnschreibeVi und außerdem keine,“ .. ~ . spar« keine Abnung von den einfachsten Oirgen Im Gesohfiftsleben haben, fr* >4« Este efeh «In Jahr des^arten^^d^s^al^r^shuii^^uro^ den Besuch eines kurzfristigen, LEHR/VMST ALT LOW. Wien. Vtlt. Joeef Städter alraBe 36 * Referat für Kulturarbeit der Womens International Zionist Organisation (W. I. Z. O.) in Wiest. Gemäß dem Beschlüsse des Councils der W. I. Z. O. wurde ein Kulturreferat ist Wien errichtet und Fra-n Dr. Ddartha Hofylann mit der Leitung betraut. Das Bureau befindet sich. Men, 2. Bez., Untere Augartenstraße 26. Telephon 46-3-79. Bnreaustuwden Dienstag und Donnerstag von 3 bis 6 Uhr nachmittags (äußer an fttdifchen Feiertagen). Biskos Lebenselement waren fremde Wellen. Ihre Atmosphäre bildet« seine Atemluft. Er kannte aller verborgenen Reibungen, alle Geheimnisse, sowie sie sich nur zu spinnen begannen, alle Siege und Niederlagen, alles stille Glück und Unglück. „Mag sein, daß s i e in i h n verliebt war, aber es war klar: Der Mittelpunkt ihres Lebens bist du, nicht er..." — das war BiskoS Art, dem zu schmeicheln, dem das Glück lächelte; dabei bohrten sich seine ruhelos-glänzenden Augen in den anderen. Oder: „Wie kann man nur so viel Macht über eine Frau haben? Jedes Wort, das du mit ihr auf dem Spaziergang sprachst, hat sie schier getötet..." Der andere blickte Bisko an, als sähe er ihn jetzt zum ersten Male, und dachte: Er ist doch ein lieber Mensch; wieso habe ich ihn eigentlich früher nicht bemerkt?! Und plötzlich erwachte der Wunsch, Bisko von seiner Macht und seinem Glück zu erzählen, von den Siegen, dje er noch gar nicht kannte. Bisko schlürft durstig jedes Wort, seine falschen Augen werden feucht und er ruft: „Das habe ich wirklich nicht erwartet! Das nenne ich einen glücklichen Menschen!" In diesem Augenblick empfand der andere, daß er wahrhaft glücklich war. Biskos Ekstase und der Funke des Neides in seinen Angen ergänzten des anderen Glück und machten es zur Gewißheit. ReithoWKinderseise Ueber&ll erhältlich! 133 Dafür war Bisko hart und herb, wenn das Blatt sich wandte und jemandem etwas Böses zustieß, Da erlosch der Neidfunke in seinen giftgrünen Augen und ein übler Glanz trat an seine Stelle, der Glanz der Schadenfreude. Keine Verstellung half — Bisko wußte stets die Wahrheit. Unbarmherzig hänselte er dann den anderen und sprach mit schlecht verhehlter Freude: „Da bist du auf dem Holzwog. Sie liebt Herrn N., das ist sonnenklar. Warum willst du dich selbst betrügen?" In solchen Momenten enthüllte sich Bisko in seiner ganzen Häßlichkeit. Wieviel Gift lag in seinen stechenden Angen! Wieviel Abscheulichkeit auf seiner Nase, auf seinen Lippen! — Der andere bebte vor Zorn und warf hin: „Was qeht das dich an? Alles weiß er! Glaubst du — jeder ist v 'Ticfrd) wie du?!..." Wie bereute er jetzt die intimen | die er Bisko anvertrcmt hatte. Er selbst hatte dem Scheusal eine Waffe in die Hand gedrückt. Aber von jetzt an — Schluß! Nur nicht mehr zu tun haben mit diesem Subjekt! Doch Bisko läßt den Mut nicht sinken. Er weiß, daß sein Feind ihn noch suchen wird. Er lauert bloß auf eine gute Stunde seines Feindes — und dann genügt es, das Bisko eine freundliche Miene auffetzt, und der andere zappelt im Netz; wieder steht ein Glücklicher vor ihm, schüttet in hungrigem Verlangen alle Heimlichkeiten und intimen. Geheimnisse vor ihm aus — und weiß doch, daß er es später bereuen wird. Aber er erzählt doch, willenlos, wie man einen Berghang hinunterrollt. So war kein Glück vollkommen, wenn Biskonicht davon wußte; und das Unglück war erst dann schrecklich, als dieser farblose Mensch davon erfuhr. Es kam vor, daß ein Liebespaar sich zerstvijt upd anseinanderging. Da lief e r zu Bisko und bemühte sich mit aller Kraft, ihn zu überzeugen, e r habe seine Geliebte verlassen; und sie kam ebenfalls und suchte Bisko eingureden, sie hätte ihren Geliebten verlassen. Aber e r und s i e hatten schließlich Angst, Bisko glaube ihren Beteuerungen nicht — und versöhnten sich. So verlor das Leben dieses Kreises allmählich seinen wahren Sjnn. Biskos Schatten begleitete es ans Schritt und Tritt, bis er zu einer Apt Schreckbild wurde, das auch außerhalb der Welt der Liebe Angst einflößte und sich auch in die Todesfurcht hineinstahl. Kranke kurierten sich heimlich, in der Stille... und faßte jemanden ans der Straße der Schwindel und es wurde ihm dunkel vor den Augen — so sah er das Schreckbild „Bisko" vor sich... Indessen aber wurde Bisko selbst frank und starb einsam nutz verfassen in seinem Zimmer. Alle seine Bekannten schienen zu erwache n. Die Schwachen, vom Leben Besiegten fühlten sofort, daß ein schwerer Stenn ihnen Pom Herzen gefallen lvar: Jetzt ist es doch anders, wie immer es sein mag; es gibt nichts Böses, keine Sorge, feine Furcht. Aber die Glücklichen — sie hatten das Gefühl, als fehlte ihnen mit einem Male die Würze ihres Lebens: Wer wird jetzt von unseren Siegen wissen, von unserer Kraft, von unserem Glück? Für wen sollen wir jetzt leben? Für wen? Wien, 9. September. * Das Wetter. Gestern trat das angekündigte Schlechtwetter ein. Nachmittags begann es ziemlich -heftig ‘ zn regnen. Die Folge dqvpn war eine mevkliche Abkühlung. Die Voraussage . lautet: Keine wesentliche Aenverung des W e t te r ch a r ak te r s. * Jeder Tänzer, jede Tänzerin liest die neu erschienene Zeitschrift „Der Tanz" In jeder Trafik und bei den Kolporteuren erhältlich oder durch den Verlag, 8. Bez., Erdbergjtraße 3. * Professor Askanasy 60 Jahre alt. Gestern den 8. d. vollendete Professor Dr. S. A s k a n a s y in Königsberg in Preußen sein 60. Lebensjahr. In Stallupöhnen (Ostpreußen) geboren, kam er früh nach Königsberg, wo er nach absolviertem Gymnasium an der Albertina Medizin studierte. Gleich nach dem Staatexamen trat er als Assistent in die medizinische Klinik von Gehennrat L i ch t h e i m - ein, in der er acht Jahre lang wiMe. Erwähnt sei die Arbeit „Studie über den Wassergehalt des Blutes bei Nierenkranbheiten". Am wichtigsten und am meisten zitiert sind aber S. Askanasys Beiträge zur Pathologie des Blutes und namentlich der Anämie. Askanasy hat sich 1896 als Privatdozent für innere Medizin habilitiert, wurde dann zum Titularprofessor und später zum außerordentlichen Professor ernannt. Seine ferneren Arbeiten betrafen die Nierenblutungen und therapeutische Fragen verschiedener Natur. * Eine ganze Hochzeit in den Keller gestürzt. In Wussow (Kreis Stettin) ist Dienstag abends bei einer Hochzeit während des Tanzes im Festsaal eines Gasthauses der Fußboden zusammengchrochen rnd die ganze Hochzeitsgesellschaft mit der Zimmereinrichtung in den Keller gestürzt. Durch die mit in die Liefe gerissene Lanrpe brach ein Feuer aus, das sich rasch ausbreitete.' Sieben Personen erlitten lebensgefährliche Brandwunden, die übrigen wurden leichter verletzt. * Ein wutkranker Hund in der Roßau. Gestern früh versuchte ein großer, maulkorbloser Schnauzer in der Alserbachstraße beim Liechtensteinpark Passanten zu beißen. Ein Rayonsrnspektor der Sicherheitswache gab auf den wutverdächtigen Hund einen Schuß aus der Dienstpistole ab. Das Tier entkam jedoch in der Richtung gegen die Rotenlöwengasse. * In den Eisbrüchen der Zillertaler Ferner verunglückt. Wie die Innsbrucker Blätter melden, sind in den Zillertaleralpen die beiden Lehrer Erich Lichte mann und Willi Lorentz aus Stauden bei Halle a. d. Saale tödlich v e ru n g l ü ckt. Sie hatten am 8. August ihren Verwandten mitgeteilt, daß sie am 10. August vom Furtschagil-Haus auf die Berliner- Hütte gehen wollten. Seither fehlte rede Nachricht von ihnen. Eine Expedition fand die Leiche Lichtemanns in Eisbvüchen zwischen der Mösele- und der.Furtschagelspitze. Auch die Etspickel und die Mütze des Lore n.tz wurden an dieser Stelle gefunden. Seine Leiche dürste unter den Eisbrüchen, die erst in der letzten Zeit eingetreten sind, begraben sein. * Mit zehn Jahren BraMeger, mit> dreizehn Jahren Mörder. Aus Graz wird berichtet: Am 27. Juli 1924 wurde der 13jährige Bevgmannssohn Raymaier nächst dem Dorf Mannig tot aufgefunden. Man vermutete, daß an dem Kind ein Verbrechen begangen worden war. die Nachforschungen blieben jedoch vollkommen erfolglos. Nach nunmehr zwei Jahren findet die Tat ihre grauenhafte AuMärung. Der ans dem Minningergut in Walding bei Thomasroit bedienstete 15jährige Johann Stein Hub er, das außercheliche Kind eines Bergmannes, hat nunmehr gestanden, daß er sowohl vor,sün^ Jahren — also als Zehnjähriger — einen Brand im GeMeimdegebiet von Ottnang gelegt habe, als auch gemeinsam mit zwei noch jüngeren Kameraden den Bergmannssohn Raymaier im April 1924 in den Bach gestoßen, erdrosselt und er-, stickt habe. Die Namen ^der beiden-.anderen an dem Mord be-' teiligten Knaben sind noch nicht, ^apnt. Steinhuber würde verhaftet. ' ' " * Wie viele Insekten tötet ein Vogel? Die sebensreiche ' Rolle!der Vögel als Jnsektentöter wird in unserer B eit, die sich der Bekämpfung der Schädlinge so eifrig zuwendet, immer mchr anerkannt. Zur Vernichtung der lästigen und gefährlichen Mücken und Fliegen sind sie die besten HelferHelfer. Man hat nun, wie Dr. Kumke im „Naturforscher" mitteilt, ausgerechnet, wie viele Insekten ungefähr von den Vögeln vernichtet werden. Man brachte zur Brutzeit an verschiedenen Nestern elektrische Kontakte an, die sich beim Anflug des Vogels schließen. Hierdurch entsteht' auf einer Kveisscheibe, die nach der Art einer Uhr die Zahlen 1 bis 24 enthält, jedesmal ein Punkt. Aus der Zchl der Punkte kann man die Menge der Insekten ablesen, die ein Vogel seinen Jungen bringt. Man fand dcwei, daß ein Vogel von morgens '3 Uhr bis abends 6 Uhr etwa 500mal zur Fütterung seiner Jungen ans Nüst flog. Die beiden Alten bringen bei ),edem solchen Nestbesuch mindestens zwei Insekten, wie Fliegen, Mücken, Schmetterlinge, RMpen usw., mit, so daß ein emziges Paar etwa 1000 Insekten täglich vernichtet. E Meister Schirocky, der renommierte HäaMnstler, gastiert gegenwärtig im Graben-Grisievsalon, 1. Bez., Gvaben 12. Beraten Sie sich mit ihm. Er schafft Ihnen eine moderne leichte Perücke, weilche der neuesten Haartracht entspricht. Ein Riese in der Leistuim, ein Zwerg im Verbrauch ist die neue Kronprinz-Petrolgasmaschine. Mit dieser kann gekocht, gebraten oder gebackeir und Ihre Schlafstädte gewärmt werden. Ein Liter Flüssigkeit kocht in 6 Minuten bei ernem^ Petroleumvevbrauch von einem Liter in 6 bis 9 Stunden, je nach angewandtem Modell, zum Preise von S. 16.— aufwärts. Verlangen Sie Preis- und Referenzliste von der Spezialsabrik der Kronpvinz-Petrol-Gasmaschinen Kimpink, Guntvamsdorf bei Wien. Koch-, Brat- und Backvorfübrnngen in den Wiener Niederlagen jeden Dienstag 1. Bez., Seilerstätte 15,.und jeden Donnerstag 7. Bez., Westbahrfftraße 50. E Reisebureau der Hamburg-Amerika-Lime. Verkauf von Schiffs-, Eisenbahn- und Schlafwagenkavten ffir In- und Auslarm, Flugscheine, Auskünfte über Hotels, fachmännische Vemnstaltungen von Gesellschafts- und Vereinsfahrten. Geldwechsel. Bureaustunden ununterbrochen von 9 bis 5 Uhr nachmittags (Samstag von 9 bis 3 Uhr), Wien, 1. Bez., Käminerstraße 38. * Der Weg zum Erfolg wird durch gewinnendes Aenßere geebnet. 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