Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2707 (5.9.1926)
- Date
- 1926-09-05
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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«*. 2707 Wn. Zonniag 2öUntt Morüeüzettirns 5. September 1926 &ette % AWWMÜ/ Wien, 5. September. * Trauung. Am DonNsrstag hat hier sie Traunna des Fräulein Helene Weitzel 6'e rger, Tochter dcS Senators Doktor «alo Weißelberger in Czernowitz, mit dem Bankprokuristen Herrn Alois Robert stattgefunden. * 70. Geburtstag eines zirnistifchen Beamten. Der seit Jahren im Keren Kajemeth und seit Zusammenlegung aller zionistischen Bureaus in diesen beschäftigte Beamte Joses Platsche! feierte vor einigen Tagen seinen 70. Geburtstag. Aus diesem Anläße veranstalteten gestern die zionistischen Beamten in Anwesenheit von Vertretern der Präsidien der Institutionen eine interne Feier. Hierbei wurde durch die, Vertreter der Präsidien und der Beamtenschaft besonders hervorgehoben, daß Herr Platsche! trotz seines Alters seine Obliegenheiten in geradezu mustergültiger' Weise erfüllte. * Das Wetter. Das Schönwetter hielt auch gestern an. In der Frühe gab es Trübung, später wieder Ausheiterung. Die Voraussage lautet:- Veränderliche Bewölkung, stellenweise Niederschlage. Temperatur' nicht wesentlich verändert. * 15. österreichische Klassenlotterie. Der Erueuerunastermin für die vierte Klaffe endet am Abend des 6. September 1926. Die Ziehungen dieser Klasse finden Dienstag den 14. d. llnd Donnerstag den 16. d. im Ziehungssaale, Wien, 3/ Bez., Marxergässe 1, ebenerdig statt und beginnen um 3 Uhr nachmittags. * Unterricht in englischer Sprache an Wiener Schulen. Um den Wiener Schulkindern Gelegenheit zu geben, schon in ihrer normalen Schulzeit eine fremde Sprache lernen zu können, hat der Gcmeinderatsausschuß für allgemeine Verwaltungsanaelegenheiteu beschlossen, an zehn Wiener Bürgerschulen Kurse für englische Sprache'einzurichten. * Bon morgen ab Hundebefördcvnna auf der Stadtbahn. Boil.morgen ab dürfen versuchsweise Hunde auf der Stadtbahn mitgenommen werden. Die Mitnahme ist auf solche bis zu einer Schultcchöhe voil 60 Zentimeter : beschränkt^ größere Hunde dürfen .lur mitgei nnen werden, wenn sie Polizei-, Führer- oder Jagdhunde, sind. Sie müssen einen Maulkorb tragen und an der Lerne geführt werdest.-Hunde, die augenfällig krank sind oder-ein eikelerwaelldes Aussehen haben, sind vost der Beförderung ausgeschlossen. An Werktagen ist in den Stunden des stärksten Verkehrs, nämlich vom'.Betriebsbeginn bis 9 Uhr vormittags.und von 16 Uhr bis K Uhr die Beförderung von Hunden.-ausgeschlossen. Ein Hundefahrschein kostet 24 Groschen: er berechtigt aber nicht zur Mitnahme. des Hundes -auf die' Straßenbahn.Die Hunde dürfen nur aus desvorderen Plattform der Raucher-Wagen der Stadtbähn- Mr mitgenommen werden. - .* Das^ größte Unternehmen der Welt. .Mit Zustimmung des Bürgermeisters .von New-Aork ist gegen die Amerikanische Telephon- und-Telegraphen-Compäny ein Prozeß eröffnet, worden, in ivßlchem, gestützt auf die Antitrnstgesetzgchung, . We Stuflöifun-.q dieser. Geisellschaft.gefordert wird^ die mit einem Aktienkapital von 1,5 Mlliarden' Dollar das g r ö ß t e U n t e r n eh m e n der W e l i darstellt. Die Gesellschaft hat ihre. Monopolstellung dazu benützt. um eine- Erhöhung der Mieten für ihre Installationen nn Staate -New-Aork. um 14 Millionen Dollar jährlich zu fordern. * Goldsunde am Rotey Meer. In den Berberprovinzen, an der Küste des Boten Megres, die zu oem englischen Sudangebiet gehören, sind, einer. Meldung aus Kairo zufolge, erhebliche Goldfunde, gemacht worden. Das 'Gold, findet sich in dem Höhenzuge zwischen Hosh-el-Dalanr und Jebel-el-Mowali. -Der Höhenzug selbst.ist, nach Ansicht der Geologen.vulkanischen Ursprungs, auch finden sich dort erloschene Krater. Die englische Regierung hat von Kairo aus eine Expedition ausgerüstet,-die die Goldfunde näher untersuchen soll. * Eine Wiener Lehrerin in Steinamlanger von einem Auto überfahren. Aus Steinamangesc ->wivd ■- gemeldet:, Die Wiener. Lehrerin Leopold ine R.esi b e l, Hie auf ihrem Fahrrad die Straße überqueren wollte, wurde durch ein von der Gräfin Henriette Szechenhi gelenktes Automobil überfahren. Sie wurde mit schweren-.V.erletzungem-inseSPi-tal.gebracht^ . . . - * Direktor Tauber der Rothmüller Ä.-G. tödlich verunglückt. Ans Innsbruck wird berichtet: Der Direktor der Rothmüller A.-G. und pensionierte Oberrevident der Bundesbahnen, Johann Heinrich-Tauber, ist gestern'in Streng en in Tirol tödlich verunglückt. Er hat in Wien, Grinzinger Allee, gewohnt. Direktor Tauber ist vor etwa zehn Tagen ans Urlaub nach Tirol gegangen. * Ein Athener Arzt in Graz tödlich verunglückt. Aus Graz wird gemeldet: Der 77 Jahre alte Arzt Philippides ans Athen ist-gestern von einem Automobil überfahren worden. Er erlitt, hierbei Verletzungen,^ denen er, bald darauf erlag. * Selbstmord.-Freitag nachts, wurde > die 28jährige Private Else Ham bürgen Sobieskigasse, in ihrer mit Leuchtgas erfüllten Wohnung iü der Küche tot anfgefnnden. . Das Motiv des offenkundigen Selbstmordes ist noch unbekannt. * Der verschwundene Chauffeur heimgekehrt. Wie berichtet, ist feit dem 26. August der 23iährrge Chauffeur Franz Andrer, 17. Bez., Pezzlgasse 30, mit seinem Autotaxi vermißt gewesen. Am 29. August, nachmittags, wurde das Auto herrenlos von der Sicherheitswache nächst dem Heustadltyasser stehend aufgefünden. Im Laufe des vorgestrigen Tages ist nun der junge Mann wohlbe^atlen; im Elternyause eingetroffen. ..Ueber seinen achttägigen Verbleib.verweigerte er jede Auskunft. * Auf der Spur des Mörders von der Tabcckregie. .Freitag nachts wurde in der Leopolidstadt Am Tabor ein Mann wegen Be-' denklichkeit auaehdlten Er flüchtete - und feuerte auf seine Verfolger mehrere RevMerschüsse äb. Er - wurde von Passanten eiwaeholt und schwer mißhandelt. Der Revolverheld i!st der 24jährige Schwssergehilfe Rudolf H o l z e r.. 'Er war in Gesellschafk Zweier Männer, dir gleichfalls f-estgsn-ommen wurden. Ter eine, der 21jährige Hilfsarbeiter Konrad Schneider,- hatte einen scharfgeladenen Twmm-olrsvo'lver sowie eine komplette Garnitur von Einbvuchswerkzeugen bei sich. -Holzer wurde vor zwei Jahren bei einem Einbmchsversuch, in der N'nßdorferstvaße verhaftet. Auch damals' hatte er einen scharf geladenen. Revolver bei sich. Holzer, der schon viermal wegen Einbruch abgestrast und einmal aus Wöllersdorf entsprungen ist, wird auch mit dem Mord in der Tabakregie in Zusammenhang gchracht. * Ein neuer Raubüberfall im Zentrum Warschaus. Nach dem große» Banküberfall auf -dem Theater-Platz wird aus Warschau wieder ein verwegener Raub gemeldet. Gegen 1 Uhr nachts drangen vier Verbrecher in eine Hausbsorg'erwoihnung und raubten sie mit oorgchaltenew Revolver aus. Die Verbrecher konnten maskiert entkommen und erst ein zufälliges Zusammentreffen mit Polizeilenten führte zu einem mehrfachen Kugmvechsel, in dessen Verlauf ein P o l i z ist getötet wurde. Die Pölizei vermutet, daß die Verbrecher zur Bande des berüchtigten Zielt u s 'k i gehören, bezichungsweise daß er selbst vielleicht einer der Täter war. * Neuerliche Verhaftung des Faiseurs Wetz. Anfangs Februar 1923 hatte die Verhaftung des damaligen Oberbeamten der Lombard- und Eskoinptebank, Friedrich Wilhelm .Wetz, großes Aufsehen erregt. Er stand unter der Beschuldigung, seine eigene Bank und eine Reihe von Privatpersonen durch Veruntreuung, und-Begebung von Schecks, der nicht existierenden Rio de la Plata Bank in Brasilien um mehr als eine Milliarde geschädigt zu haben. Es stellte sich nachträglich heraus, daß Wetz mit dem König der Scheckfälscher, Melchior H o r v a't h, und seiner Bande in Bervindnng gestanden-hat. Nun ist Wetz abermals wegen Betruges verhaftet worden. Er hat der Union-Bersichernngsgesell- 'chast unter falschem Namen 400 Schilling herausgelockt. Er mnrde gestern dem Landesgericht emaelieferp * Enorm billige Teppiche bei Orenbi. Aufsehen erregt die enorme Billigkeit . in der Teppichschwemme des weltbekannten Teppichhauses Orendi, Wien, 1. Bsz., Rotenturmstraße 20. Attersbeschwevden e wird durch Radiosclerin vorgebeugt und gelindert. Das radiumhaltige, frei verkäufliche Radio sc l er in evhält die Arterien elastisch, es bewirkt eine Verdünnung des Blutes, verhindert Kalkablagerungen in den Blutgefäßen, befördert die Blutzirkulation und erhält daher die unverminderte Arbeitsfähigkeit bis ins hohe Alter. Hauptdepot: Apotheke Bayer, Wien, 1. Bezirk, Wollzeile 13. * Benützte Teppiche, fast wie neu, um die Hälfte des Preises. Nene Velours- und echte Persbrteppiche sowie Vorhänge, Decken nsw. enorm billig und ohne Preiserhöhung, auch gegen Teilzahlungen. Teppichhaus Orendi, 1. Bez., Rotentnrmstraße, Ecke Fleischmarkt. ' Fschias-öchnellkuren (Italien. System) auch gegen Hexenschuss und Annneuratgien. Gaqen Rheumatismus und Cleht, Schlamm- und Moorbäder, Packungen Diathermie, Heissluft, Höhensonne, Kohlensäurebäder, Kaltwasserkuren, täglich 8 bis 6 Uhr im „Thermia“- Institut, Bezirk. Pranz Josefskai 1. Teepnon Nr. 7&.1.37. * Schwarzbrot ist viel gesünder und nahrhafter als Weißbrot oder Weißgebäck. Leider herrscht noch immer eine vollkommen unbegründete Abneigung gegen schwarzes Brot. Viele Nnterernährungskrankheiten, schlechte Zähne, Blutarmut, Bleichsucht sind auf diese Unsitte znrückzufüyren. Das gesündeste Brot ist das vitaminreiche schwarze Simonsbrot, das nicht nur ausnahmsweise, sondern täglich genossen werden sollte. Erhältlich ist es in den bessern Delikatessengeschäften und Bäckereien. Heilwasser jä) Tafelwasser iaTkalischer SAUERBRUNN * Jnvalidenlotterie. Diese vom' Zentralverband der Kriegsinvaliden in Wien, 7. Bez., Lerchenfelderstraße 1, veranstaltete Lotterie, deren Reinerträgms zur Fürsorge für die Opfer des Weltkrieges dient, ist bereits in vollem Gang; und macht sich eine starke Nachfrage nach den Losen bemerkbar. Mit einem Los erwirbt sich jeder die Aussicht auf einen schönen Gewinn. Wir-kommen gerne dem Wunsche des veranstaltenden Vereines nach, unsere Leser und Abnehmer zur Beteiligung an diesem Hilfswerk aufzusor-dern und verweisen auf das Inserat in dieser Nummer. W0 FASS« ICH DICH, UNENDLICH £ NATUR? Euch Brüste, wo? Ihr Quellen alles Lebens, An denen Himmel und Erde hängt? Indem man mit Huber-Likör sich tränkt! Überall erhälilidt. E Unschädliches Etttfettungsmittel. Man Mufe sich in der nächsten Apotheke vier Dekagramm F n c -a b o h n e n, davon nimmt man zwei Wochen 'hindurch'.Meimäl täglich. je 'eine Bohne..nach der Mahlzeit, hernach drei..Wochen dreimal--täglich je zwei' Bohnen nach der Mahlzeit, sodann wiederum zwei Wochen dreimal täglich eine Bohne nach der Mahlzeit. Der Erfolg ist ein üb erhäschend er. . . , .. i ., ./; .- Schulnachvrchten. E Handelsakademien und Handelsschulen hes Gremiums der Wiener Kaufmannschaft, 1. Bez., Mademiestraße 12, Telephon 51-3-06, Handelsakademie für Knaben. 2. Bez., Holland- .straße 4, Telephon 42-2-05, Handelsakademie und Handelsschule für Mädchen. 3. Bez., Uchatiusgasse 9, Telephon 92-1-36, Handelsakademie für Knaben und Handelsschule für Knaben und Mädchen. 8. Bez., Hamerlingplatz 6-6, Telephon 21-2-36, Handelsakademie und Handelsschulefür Knaben und Mädchen. Ferner. Ablturientenkurse und einjährige- Kurse. .Einschreibungen täglich von 8 bis 2 Uhr. E Oeffentliche Handelsschule Allina. Prospekte und Aufnahme in die zwei- und einjährigen Tageskurse des 79. Schulj-cchres 1926-27 in der Schulkanzlei, 1. Bez., Rauhensteingasse 5. Unterricht für Schüler nur vornnttags, für Schülerinnen nach Wahl, vor- oder nachmittags. Tel. 77-0-77. E Neue Stenographiekurse, kaufmännisches Maschinschrei-ben.. Schule Weizmann, 1. Bez., Wollzeile' 5. Vereine. Vorträge und Versammlungen. I üd t s ch e r. T u r n o e r e i n M a k k a b i,. X. Dienstagden 7. v. wricht Herr Adolf T a q l i ch t. Turnwart deS . volnticken Kreiies. über die M, a k k a b i b e w e g u n g tu Polen. Ort: Hoffmanns R o s e'n s ä l e. 10. Bez.. Favoritenstraße ,89. 1. Stock (Klubzinnner. Beginn 8 Uhr abends. Gästwillkommen! Eintritt frei. - Verband der Zionisten- R e v i i i o n ' st e n O e st e r r e i ch s. Rioruag den 6. d. findet in unserem neuen BerbandShenn 1. Bez., Schottenring (Cafe Müller, Klub aal) ein Vortrag von Dr Paul Diamant über .N e u e Z i e t e d e 8 N e v t 1 i o n i 8 m u 8" statt. Gäste willkommen l Sekretartatsstunden daselbst jeden Montag von 8 bis 10 Uhr abends. - Zionistische S e k t t o n P r a t e r Die Einschreibunge'' in die unter väbagogiicher Leitung von Meier C h artin e r neu err chtete dreiklasnge h e b r ä t i ch e Schule mit täglich z w e i st ü n d t g e m Unterricht finden täglich (mit Ausnahme von Samstag) von b bis 9 Uhr.nachmittags im Sektionshetm, 2. Bez, J'-ngstraße 8. statt. Zion st t s ch e S e ktton Zwischenbrücken. Die hebräische Schule der zionistischen Sektion Zwischenblücken eröffnet auch Heuer Kurie für Anfänger und Fortgeschrittene. Für die bereits bestehenden Kur'e werden noch Schüler und Schülerinnen ausgenommen. Einschre'bungen Montag und Dienstag von 7 bis 8 Uhr «kp* Hebräische Kurse. Die FrauengrupPe der zionist i i ch v n B e g i r t s ' e k r i o n v e s 9 B e z i r t e s Uat am 1. d. Kurie für Anfänger und Fortgeichrittene. für Kinder und Erwachsene eröffnet Einschreibungen finden täglich von 6 bis 7 Uhr abends und Sonntag von 11 bis 12 Uhr vormittags un Sektionslokal. 9 Bez. Liechtenitxinstrabe 11/13. statt. . Ein ehemaliger Kaufmann, derzeit Platzvertreter, der für Frau und zlvei Kinder zu sorgen hat, bittet ihm zur Anschaffung einer Nähmafchiue für seine Frau, die das Meist- 'recht besitzt, behilflich zu sein. Die Bedürftigkeit und Würdigkeit wird von informierter stelle bestätigt. Bühne und Kunst. ßröffnung der Kammersviele. Die diesjährige Spielzeit wurde in den Kammevspiekeu für die der Kulturbund für Heuer ein bemerkenswertes literarischel Programm entworfen hat, mit einem Ensemblegastspiel des Thea, ters in der Josefstadt eröffnet. Das Theater ist angenehin ins Helle renoviert und besonders onmuti'g wirken die zarten, €$o» tischen, leicht expressionistischen Wandmalereien im Vestibül. Anöh in dieser neuen Umgebung errang Mosers große Eharqfterkunsi im sinnreichen Schwank „Der Igel" von Toni Impekoven und Hans R e i m a n n (von Hans S a ß m a n n ins Wienerische übertragen), den verdienten Erfolg. An dieser reifsten Leistuno Mosers ist ganz besonders die Unaujdrin-g'lichkcit und Natürlichkeit seiner Darstellung hervorzuheben. Sein ergötzlicher Kampf mit dem Staat, der nur eine Teilevschei,u.np seines Kampfes mit sich selbst und der ganzen Welt ist, sitzt fest in jeder Zelle seines körperlichen und geistigen Seins. Dieses Nichtübertrciben des Markanten, dieses allzu Menschliche des Igel-Haften wirkt weit über das Lächerliche hinaus — ins Unheimliche. Ten anderen Mitwirken-den gelingt die ganze Reihe der um den Igel sich bew-egenocn Typen, von den K-egelik-lnbgenossen bis zu den verschiedenen gerichtlichen Spezies, gut. Premiere im Apollotheater. Im Mittelpunkt des neuen Programmes des Apollotheaters, das sich für die Messezeit wirklich sehr bemerkenswert^ Barietekünstler gesichert hat, stehen die überraschenden Kunststücke des Indiers Linga-Singh. In exotiischer Aufmachung und mit unvergleichlicher Br-avoux exequiert der „Meistermagier des Vizekönigs von Indien" seine Fa-kirzaubereien, wie man sie in solcher Vollendung in Wien noch nicht gesehen hat. Eine schlanke junge Dame liegt gemütlich auf den Spitzen unheimlich krästi-ger, senkrecht ausgerichteter Krummschw-ert-er. Ein Schwert wird wegg-ezogen, das zweite — den Nacken auf eine einzige Schwertspitze gestützt, schwebt das zarte Fräulien in -freier Luft. Wi-e wohl diese Täuschung gelingt? Dann wird nach alter grter indischer-Sitte eine Witwe vor -den Angen des Publikums in einer Art Ofen' tzerbräunt, um frisch und -gesund aus einer Base wieder anfzutauchen. Er jagt uns von einer Ueberr-aschnng in die andere, der wohlgenährte, in bunte Seide gehüWe Inder. Starken Beifall fanden auch die ganz hervorragenden acht A -lih a m b r a - G -i r l 8 in Ensembletänzen, Duetten und Solos, ferner die ebenso kühnen wie urdrolligen Faßspringer und das sehr'bemerkenswerte Exzentrik-duo Ada -undEddy Da ros. Insbesondere Ebdy gewinnt ihr PMikum druck) C-Harme und Grazie. Aus dem übrigen Programm seien noch die vier amerikanischen Reckturne rinnen hervorgehoben, deren Leistungen Aussehen machen, und die „Lebenden Bijouterien", sckr 'deren Herstellung vier junge Damen von.tadelloser Kyrperbildung verwendet werden. Ein voller und verdienter Erfolg.- ' -°... .. Aus den Matern, V u r g t h e a t e r. Morgen. */,8 Uhr abends „W e n w d e r j u u g e W e i n b l ü h t". (Theatergemeinde, Serie A weißu Akademtetheater. Morgen. .*/, 8 Uhr abends. „DieKinde r". (Abonnement, V. Gruppe). Kammerspiet e. Das Gastspiel des Josefstädtertheater- Ensembles mit „D e r I g e l" wird bis inklusive Mittwoch fortgesetzt. Operntheater. Morgen, 7a8 Uhr abendst, „D e r C o r r e g i d o r". (Theatergemetnde, Serie L, gelb.) Dienstag „A r d a". Volksover. Die. vom^ 4.'bis inklusive 10. d.. anberaumten P a s s i o n s f e st s p i e l e müssen infolge techni'cher Schwierigkeiten entfallen. Das Ge-d für die tm Vorverkauf gelösten Karren wird morgen (Montag) von 9 Uhr vormittags bis 1 Uhr mittags im Theatergebäude (Tageskasse) zmückerstattet. Theatertn derJorefstadr. Das Lustspiel „Gefalleue Enget" gelangt nur noch beute, morgen und Mittwoch zur Aufführung. Dienstag den 7. d. geht «Der Diener z w e i e r H e r r e n" in Szene. Bürgertheater. Unter der künstlerischen Leitung des Oberregisseurs Karl Kneidin ger gelangen jeden Mittwoch nachmittags Kindermär chenvor st etlungen zur Aufführung. Jeden SamStag nachmittags werden literarische Werke für die höheren Schulen und jeden Sonntag nachmittags AuMhrungen von B o l k 8 st ü ck e n und Possen gegeben. Die Reihe der volkstümlichen Vorstellungen wird Sonntag d e n 12. d. um 3 Uhr nachmittags mik dem Wiener Volksstück «G eb i l d e t e M e n f ch e n" von Viktor Leon beginnen. ModernesTheater. Heute Erstaufführung der Tragikomödie «Die ewig l ä ch e l n d e Frau" vonDenys A m t c l und AndrS O b e y, deutsch von Otto E i s e n s ch i tz Voiher gebt der Einakter «Die Schöne am F e n st v r". Lustspiel nach einer Novelle Guy de . Maupasfants von Otto E t f e n s ch i tz. in Szene. Apollotheater. Heute, 3 Uhr. Nachmittagsvorstellung mit vollständigem M e f f e f e st p r o g r a m m bei k l e i n e n P r e t f e n. Die neue,Laust"-Auffichrung des Deutschen Volkstheaters» „Faust", in der dramaturgischen Einrichtung Paul M e d e r o w s lheide Teile an einem Abend, Premiere nächsten Freitag), wird sich im Rahmen 'einer Einteilung in sechs Akten -abwickeln, die folPn-de 30 Schauplätze umspannen: 1. Mt: Himmel. Fau-stens Stüdierzimmer, Dorftviese. Einsame Gsgen-d, Studierzimmer. 2. und 3. Akt: Straße, Margaretens St-ude, Andere Straße, Martens Garten. — Hohle im Wald. Bor Margaretens Haus, Donk. Pl-at>ear im Harzgeibirge. Kerker, Anmutige Gegend. 4. und 5. Akt: Festlicher Saal in: Schloß des Kaisers, Fmstere Galerie, Saal zum Schauspiel gerichtet, Thessallsche Ebene. Höhle der Phorkyade», Felsentempel der Manto. — Bor ein-em altgriechischen Palast, Got'hischer Burghof, In Arkadien, Hochgebirge in Tenbschland. 6. Akt: Ossen-e Gegend, Hochgelegen-e Palastt-ervasse, Bor Faustens Tür, Ziminer im Palast. Gegend v-or '^em Palast, Himmel. Ermäßigte Lustbarkeitssteuer — ermäßigte Preise. Infolge der Answirknng der von -Dt-adträt Breitner ermäßigten Lustbarkeitssteuer hat Direktor M-arSschka die Eintrittspreise im Theated' an der Wien und im Raimundcheater ermäßigt. Folgen die anderen Theater?