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Wiener Morgenzeitung · 1926-09-05 · Heft 2707 (5.9.1926) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2707 (5.9.1926)
Date
1926-09-05
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Mene* Mo*senM««n 6. SeplemVer 1SS6 WM S Nr. 2707 ÄMew, Sonntag Wer all« m 6 g 11 c h « n durchgcmacht hat und trotz großer diatischef Ent* behrungen keine Qewiclitsabnahme erzielet) konnte, verauch« Or. Hdffbaueri Entfettung« febfeifefti die vor altem keine Aenderung der fewohnten Lebensweise verlangen und in kürzester eit Gewichtsverminderung bewirken. Depots Apotheke H. BAYER, Wollselfe Nr. 13 die Krimkolonisation in Wirklichkeit zum Sammelpunkt alles Antizionistischen geworden ist. Offenbar liest er nicht einmal die Presse der Jewsekzia. Die niederträchtige Propaganda, die jetzt im Zusammenhang mit der Krim geführt wird, dreht sich weniger um die russische Kolonisation als um die Bekämpfung der Palästinakolonisation. Herr Brainin hat anscheinend keine Kenntnis von den Deklarationen Kalin i n s, obwohl er sie hätte früher lesen können, als wir hier in Amerika. Inmitten des Krimdrives, als an die Juden Amerikas für einen Krimkolonisationsfonds appelliert wurde, hatte Moskau die Unverschämtheit, mit einem Aufruf an die jüdischen Schriftsteller Amerikas hervorzutveten, der nicht nur für die Krimkolonisation, sondern offen und direkt in echt provokatorischer Weise gegen Palästina auftrat. Jetzt versucht Moskau, die jüdischen Lehrer und anderen Kreise Amerikas gegen Palästina zu gewinnen und so wird systematisch im jüdischen öffentlichen Leben Amerikas und überall die Propaganda gegetl den Palästinagedauken fortgesetzt. Jedermann weiß, daß nicht die jüdischen Massen, sondern daß es die Jewsekzia — das Unglück und das größte Verbrechen gegen das ganze jüdische Volk — ist, die mit der Krimkolonisation steht und fällt. Ist denn die Idee der Jewsekzia etwas anderes als der Kampf gegen Palästina? Hat sie eine andere Aufgabe? Tut sie etwas anderes? Hat Herr Brainin wirklich die oti.il erwähnten Worte gesagt, dann weiß er einfach nicht, ivas er spricht. Indem wir unseren schärfsten Protest gegen das leichtsinnige Hervortreten des Herrn Brainin einlegen, müssen wir doch bemerken, daß das, was wir hier darlegen, zur Voraussetzung hat, der Mvskauer „Kabcldienst" sei nicht „frisiert" und gebe wirklich die Ansicht und das Handeln des Herrn Brainin wieder." Her zusammenbkuch der Völkischen. Konstatierungen auf dem höllischen Parteitag. X. Berlin, 4. September. Der Parteitag der BAkischen, der heute durch den Abgeordneten Graefe eröffnet wurde, zeigt deutlich die Zerklüftung und den Zusammenbruch der völkischen Bewegung. In seiner Eröffnungsrede Gezeichnete Graefe freilich die rückläufige Bewegung nur als vorübergehend. Tie Schuld an der Zerrissenheit der Partei gab 'ihr Vorsitzender, der es ja wissen muß, dem Adolf Hitler. „Adolf' Hitler", so charakterisierte Graefe den Hakenkreuzheros, „ist aus lder Front ausgebrochen; Mn e^er Gang nach seiner Haftentlassung war zum bayrischen Volts Partei ler, dem Ministerpräsidenten Held." Damit charakterisierte Graefe deutlich genug die Politische Ehren Hastigkeit seines Part-Helden, der jetzt in Meineidsuuterfuchung steht. Generalissimus Ludendorff war auf dem Parteitag nicht zu sehen; dagegen hat Prinz O s k a r von Preußen ein Begrüßungsschreiben gescr>et. Tagesbericht. Sin jüdischer Bankier will dem belgische« Staat helfe«. Anbot eines Kinsenfeeien Darlehens von 60 Millionen Dollar. * Brüstet, 4. .September. Ter hiesige Bankier L ö w e n st e i n hat durch die Presse der belgischen Regierung das Angebot gemacht, ihr 50 Millionen Dollar zünsenfrei für zwei Jahre zur VerfüKmg zu stellen. Das Angebot, das die Jnslationsschwierigkeiten Belgiens mit einem Schlage beenden könnte, hat größte Sensation erweckt. Aus «dem Umstand, daß das Angebot LÄvensteins durch die Zeitungen, jedoch bisher noch nicht offiziell erfolgte, Witt man manchersaits folgern, daß es sich Löwenstein darum handle;, die öjiserrtl'iche Meinung für die Annahme seines Projekts zu beeinflussen, damit er unter i>hrem Druck die Regierung gewissen Bedingungen, die er an das Angebot knüpft, gefügig mache. Unter den vielen Vermutungen, welche Motive Löwenstein wchl für das großartige Angebot haben möge, ist die häufigste, die Hauptbedingung Lrwensteins sei, daß ihm die Regierung die ausschließliche Konzession für die Elektrifizierung der belgischen Bahne n ü>bertrage. Keines dieser Gerüchte ist irgendwie bestätigt. Fest steht nur das in breitester Oeffentlichkeit gemachte Angebot Löwensteins an den Staat, das -ein Unikum darstellt. Sie Hebung der Seidenindustrie in Srer Israel. Der Besitzer der Tel-Awiwer Seidenfabrik, Max Delfiner, reist nach Amerika. Wie wir erfahren, begibt sich der Chef der Seidenfabrik Delfiner in Tel-Awiw, Herr Max Delfiner, nach Amerika. Er schisst! sich am 17. d. ein und wird am 24. d. in New-Uork landen. Wir haben seinerzeit aus Anlaß der Wiedereröffnung von Delfiners Seidenfabrik in Tel-Awiw in unserem Blatte ausführlich über die Bedeutung der Seideuindustrie für Erez Israel sowie darüber berichtet, daß dieser Fabrik eine neue Abteilung für künstl e r is ch au s g e f üh r t r A t h a : a s (die aus Go'.d- und Silbersäden goivobene Auflage für Talessim) errichret hat. Nach zwei Jahre währenden Vorstudien und Versuchen in der Schweiz ist es gelungen, im Wege eines bereits patentierten Verfahrens, diese Atharas in bisher unerreichter Vollkommenheit der Ausführung fabriksmäßig herzustellen. Dieses neue Produkt palästinensischer Industrie muß nun seinen Absatzmarkt finden und zu diesem Bvhufe unternimmt Herr Delfimr seine Reise nach Amerika. Von der Erkenntnis geleite:, daß die Produkte palästinensischer Seidenindustrie in be>zug auf das Muster charakteristisch und in bezug auf die Qualität unvergleichlich sein müssen, wenn sie den Markt erobern und der wirtschaftlichen Hebung Palästinas dienen sollen, wurde nichts unterlassen, um ein künstlerisch wertvolles, qualitativ erstklassiges Probuk: zu erzielen. Die Athara, vor bereu Herstellung die berufenen Fachmänner, Künstler und Historiker zu Rate gezogen wurden, stellt die uralten Symbole der zwölf Stämme Israels dar. Die nettesten Ergebnisse der Technik kamen in Anwendung. Die Bedeutung des neuen Industriezweiges besteht vor alleiy darin, daß sie zweifellos im Lande selbst die Konkurrenz Hervorrufen und beleben wird. ß Werbet Aüormentenfiir die t I „Wiener Morgenzeitung" I ::;; | Dienstag den 7. September 1916 um 6 Uhr abends findet; Im Ktabtokale Cat« Atlashof, t„ Aspernplatt, eine; VERSAMMLUNG : Referent t Hr. Hahum Samonsky ans Tel-Awiw lp«is,tlsi) < :: über: „KOLONIALPOLITIK und MANDATSSYSTBM.« Um pünkülchet Ertcfcelnen wird gebeten.; Von. Klttbmitclledern einoe'.flhrte, im 0*terreldkisdiea Lende«. I;• verbende orrenUierte Zionisten sind ei» Glste willkommen.; Semonftratiou gegen einen antisemitischen Hetzlaplan. Aus Oradea Mare (Großwardein) wird berichtet: In 9« hiesigen Pfarrkirche hielt am vorletzten Sonntag der Kaplan Ortvay von der Kanzel herab eine Predigt über die Vorgänge in 'Mexiko, die in der Beschuldigung ausklang, daß der jüdische Weltbund die Verfolgung der katholischen Kirche angezettelt habe, weshalb es Pflicht jedes gottesfürchtigen Katholiken sei, den schärfsten Kampf gegen das Judentum aufzunehmen. Als der Kaplan bemerkte, daß mehrere seiner Zuhörer mit seiner Rede unzufrieden seien, wurde er nervös und unterbrach die Predigt, indem er seine Gläubigen anschrie: „Ich aber sage euch, wer mit Juden Freundschaft hält, der entferne sich gleich aus der Kirche!" Diese Worte blieben nicht ohne Wirkung. Ein großer Teil der Anwesenden erhob sich und verließ die Kirche. Am nächsten Sonntag war die Pfarrkirche überfüllt. Als aber Kaplan Ortvay wieder die Kanzel bestieg, erhob sich fast die ganze Gemeinde und ging lautlos zur Kirchentür hinaus. Ortvay verlegte sich aufs Bitten, aber ohne Erfolg. Die Kirche blieb leer. Sar Tagebuch der Massenmörders. Karl Böttchers Aufzeichnungen über 14 Verbrechen. . Aus Berlin wird berichtet: Das weitere Verhör nut Karl Böttcher, der als Mörder der Gräfin Lambsdorf verhaftet wurde und dann außer diesem Verbrechen auch einen Lustmord an dem Schulmädchen Ecker eingestanden hat, brachte ein sensationelles Ergebnis. Die Kriminal-. Polizei hat bei Böttcher in einem Taschenkalender Tagebuchnotizen gefunden, aus denen hervorgeht, daß er nicht weniger als v i e r z e h n V e r b r e ch e n verübt hat; über diese hat er sorg« . faltige Aufzeichnungen in seinem Kalender gemacht. Außer den schon erwähnten zwei Morden betreffen die Auf- . Zeichnungen Böttchers drei Mordversuche an Frauen,, sieben Raubüüerfälle und zwei Diebstähle. Als dem Böttcher diese Notizen vorgehalten wurden, gab er ohne Um- ', schweife alle vierzehn Verbrechen zu. Die Polizei nimmt an, daß Böttcher noch weitere Verbrechen auf dem Gewissen hat und setzt ihre Nachforschungen in dieser Richtung fort. Böttchers verbrecherische Tätigkeit weist in ihren Motiven. nach zwei Richtungen: Die beiden Morde (und wohl auch die drtzj' Mordversuche) sind anscheinend perversiertem Sexualtrieb entsprungen, überdies tritt die Gewinnabffcht deutlich hervor, da Gräfin Lambsdorf von Böttcher auch beraubt wurde und der Vagant, der sich in der Umgebung von Berlin herumtvisb, außerdem noch mindestens sieben Raubüberfälle begangen hat. Alle diese Verbrechen geschahen, wie aus Böttchers Tagebuchnotizen hervorgeht, in einem verhältnismäßig kurzen Zeitraum, von März bis August dieses Jahres. Die ganze Psychologie des jetzt gefaßten Verbrechers hat eine gewisse Ähnlichkeit mit der des Massenmörders Haarmann, nur sind die Linien des Bildes weniger scharf, weil Böttcher, der nicht wie sein berühmterer Kollege sozusagen unter dem „Schutz der Behörden" stand, sein Handwerk nicht so lange Zeit ungestört ausüben konnte. Jüdische Ehmen im Trentiao. Von Dr. Phul Steiner. Es ist etwas eigenes, in Gegenden, die heute von Juden unbewohnt sind, den Spuren einstiger jüdischer Gemeinschaften pachzugehen. Ein solches Land ist das Treniino, das frühere Herrschaftsgebiet der Fürstbischöfe von TrieNt. Heute weiß man dort kaum, was ein Jude ist. Und doch gab es hier früher ansehnliche jüdische Niederlassungen. Gleich 'die Hauptstadt, Trient oder Trento, wie sie italienisch genannt wird, zeigt uns Erinnerungen an eine der ungerechtesten und grausamsten Judenverfolgungen. Verhältnismäßig nicht weit vom Bahnhof befindet sich eine der Hauptstraßen der Stadt, die Via Roma, in der Zeit vor dem Kriege Via Larga genannt, und in dieser steht ein einfacher Renaissaneepalast, der Palazzo Salvadori, der mit zwei medaillenfövmigen Reliefs geschmückt ist; das eine stellt eiuen Knaben dar, der von bärtigen Männern gehalten und mit einem Messer geschlachtet wird; in dem anderen Relief sehen wir den gleichen Knaben, von Engeln umgeben und auf Wolken in den Himmel schwebend, gleichsam ‘feine Apotheose. Die lateinische Jnschrift des ersteren Reliefs besagt, daß an dieser Stelle Vormails die Synagoge der Juden ,stand, die den Knaben Simon gemartert und getötet hätten, während die Inschrift des anderen Reliefs in lateinischen Distichen ein Gebet an den unter die Seligen versetzten Knaben Simon enthält. In einer Seitengasse, der Bia S. Pietro, enthält die gleichnamige Kirche eine dem Knaben Simon geweihte Kapelle, wo dessen als Reliquie verehrter Leichnam ausgestellt ist. Ich will nicht die Geschichte des Prozesses wiederholen — man kann sie bei Graetz Nachlesen —, sondern nur auf einen lvenig 'bekannten Umstand Hinweisen; die Ursache dieser Katastrophe, von der die Inden Trients im Jahre 1475 betroffen wurden, 4var wirtschaftlicher Natur und die Juden waren ein Opfer des Gegensatzes zwischen Italienern und Deutschen. Trient ivar vermöge seiner Lage an der Brennerstraße und vermöge der Nähe Venedigs eine bedeutende Handelsstadt, und der Zuzug von Lewen, die hier in Glück versuchten, war aus Norden und Süden st'hr stark; hier trafen sich deutsche Elemente, die ans demdeutfchen Tirol, aus Bozen und Innsbruck, sowie aus den süddeutschen Städten kamen und vom Trientiner Fürstbischof, der selbst meist deutschen Stammes war, gefördert wurden, mit Jtallienern aus den Städten der Lombardei und Venetiens, aus Brescia, Bergamo, Verona, Vicenza; die beiden Elemente stießen än dieser Stad: heftig gegeneinander, doch gegen die Deutschen -ließ sich nicht aüfkommen, sie wurden vom Bischof gefördert yyd hatten einen guten Teil des Stadtregiments in ihrer Hand. Nun!gab es noch ein drittes Element in der Stadt, die Juden, die gleichfalls der blühende Handel angelockt hatte. Sie bereiteten Lurch ihre Tüchtigkeit den italienischen Kauflemen nicht minder scharfe Konkurrenz als die Deutschen; und in dieser Zeit konnte man sich der Juden leicht entledigen, indem man einen Ritualmordprozeß inszenierte Es ist wahrscheinlich, daß der Knabe Simon von den Italienern getötet und dann sein Leichnam derart in die Etsch geworfen wurde, daß er durch die Hctlzrechen eines bestimmten tjüdffchen Hauses aufgefangen werden mußte. Als dann die Juden den Leichnam dem Bischof üiberbrachten, hetzten die beteiligten titalienischen Kreise gegen die Juden, daß diese den Knaben erlmordet hätten; der wertere Verlauf der Tragödie, die mit der Verbrennung der Juden endigte, ist bekannt; die italienischen Kaufleute wurden derart von der jüdischen Konkurrenz befreit. «Um der Wahrheit die Ehre zu geben, sei übrigens 'bemerkt, daß einer' der Richter, der aus dem krientinischen Patriziergeschlecht >der N e g r i stammte, für die Unschuld der Juden eintrat und «gegen ihre Verurteilung »var; als ihm seine Kollegen vorhielten, daß doch die Juden das Verbrechen eingestanden hätten, entgegnet« er, daß er dieses Geständnis nicht anerkennen könne, da es durch die Folter erpreßt sei; deshalb wurde er, der einzige Gerechte, von den anderen beschuldigt, er habe sich durch jüdisches Geld bestechen lassen. Einige wenige Juden retteten sich durch Annahme der Taufe vor dem Feucrtode; cf scheint auch, daß das -trientinische Geschlecht Salvadori, dem der gleichnamige Pailast, der in der Folge an Stelle der Synagoge gebaut wurde, gehört, von einem dieser getauften Juden abstammt und daß der Name eine Uebersetzung von Selig ' oder Seligmann, ist. Jedenfalls durfte seit diesem Zeitpunkt kein Jude mehr in Trient wohnen. . Der Leichnam des Knaben Simon wurde aber als der eines heiligen Märtyrers von der Geistlichkeit verehrt und dieser Kult fand großen Anllang in Trient; immerhin dauerte es hundert Jahre, ehe der Papst den Simonino, wie Simon in Trient genannt wird, selig sprach; die Renaissancepäpste des ausgehenden fünfzehnten und beginnenden sechzehnten Jahrhunderts ‘waren nicht dazu zu bewegen, den Knaben selig zu sprechen und -damit eine Unwahrheit, wie den Rituaitmord, anzuerkennen; es 'mußte der Geist der Gegenreformation in der katholischen Kirche seinen Einzug halten, ehe Simon seine Anerkennung von Men des Oberhauptes der Christenlheit fand; und heilig hat ihn die Kirche nie gesprochen, er gilt bloß als Seliger. * Ein anderer Ort mit jüdischen Spuren ist Riva am Gardasee, berühmt -durch seine herrliche Lage. Das stattliche, am Hafen befindliche Municipio (Rathaus) ha: malerische Arkaden, in denen sich verschiedene alte Jnschrifttafeln 'befinden und darunter auch ein hebräischer Grabstein; er wurde für ein Mitglied-der Familie Meschullam gesetzt und die Inschrift lautet in Uebersetzung folgendermaßen: Sein Lohn ist verdoppelt, Der Gerechte lebt auch im Tode, Ein guter Name kleidet ihn, Siehe, der Gerechte wird auf Erden belohnt. Seine Ruhe ist im Himmel. -Seine Seele wird mit der Schar der Seligen vereint, Zum Lobe des Gerechten heißt es: Möge das Andenken an den Gerechten gesegnet werden Von der reichen und frommen Familie Meschullam, Sein Verdienst kommt gleich dem Verdienst der Gerechten. Am 25. Tage des Tamuz (19. Juli) des Jahres 5390 (1630) oder 5309 (1549)? Dazu ist noch zu bemerken, -daß die Anfangsbuchstaben aller Zeilen nebeneinandergostellt den Namen „Meschullam" ergeben, also ein Akrostichon. Und in Riva befand sich im se^chnten und zu Beginn des siebzehnten Jahrhunderts. .eine bedeutende hebräische Druckerei, begründe! 1559 durch den Gelehrten Jakob von Malaria; sehr verbreitet waren die aus dieser Offizin hervorgegangenen Merke unter den Juden Italiens und Deutschlands; alle diese Bücher tragen am DiteMatt den Verwert:

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