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Wiener Morgenzeitung · 1926-09-04 · Heft 2706 (4.9.1926) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2706 (4.9.1926)
Date
1926-09-04
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr.2706 Men, SamStäg M FakMtrlu» IKk Wischt Einwanderer in Kanada. Aus Toronto wird uns geschrieben: Allem Anscheine nach wird dis nächste Zeit eine stärkere jüdische Einwanderung nach Kanada bringen. Es werden hier Zuwanderungen aus Polen, Litauen und auch aus Oesterreich erwartet, wobei es sich zum teil nw Personen handelt, die bereits Verwandte in Kanada haben. Kanada als agrarisches Land bevorzugt bei Erteilung von Einreisebewilligungen vor allem Personen, die den Witten und die Fähigkeit besitzen, in Kanada Landwirtschaft zu betreiben. Darum errichtete der Perband jüdischer Farmer in Ontario eine große jüdische Farmerschille» in welcher Inden z n Für m ö r tt y e r a n g e b i l d e t werden. Diese Farmerschnle die seit April d. I. in Betrieb ist, ist für die Altsnähme von mehreren hintdert Schülern eingerichtet nnd hat bereits solche Erfolge erzielt, daß die Regierung die Schule als staatswichtige Anstalt anerkannt und ihr eine Konzessionsurkunde ausgestellt hät, in der der folgende Passus enthalten ist: „Dein jüdischen Emigranten, -der sich vor seiner Einreise Verpflichtet, in der jüdischen Farmerschule einen zwölfmonatigen Kurs durchzustiacheu, wird die Einreisebewilligung ohne jedes Hindernis erteilt." Nunmehr hat eine allgemeine Aktion unter den Juden in Kanada eingesetzt, damit die Existenz nnd Vergrößerung der jüdischen Farmerschnle finanziell gesichert werde. 250 jüdische Emigrauttu ans Polen nach Palästina. 250 jüdische Enligranten aus Polell haben sich über Koustairza nach Pälastina begeben. UeVersiedluttg des Jerusalemer Gdud Awodah nach Talpioth, Die seit ihrer BegrütiLuuä vot sechs Jahreil in RcmWoitii bei JekNsälSM ansässige Jerusalemer Mteilnng des GöUtz Aivobah lÄr-- beiterbataillon) soll btnllen krttMt irr die Nähe voU Tälpröth überführt werden, wo ihr der Nationalfonds ein Stück. Land zUr dauernden Niederlassung überläßt. Die Zionistische Exekutive hat den Antrag des ArbeitsbeparteMeNts aNgeilomMeN. eisten Betrag von 6Ö0 PsuNd aus beit Mitteln des KereN Hajessod für die Errichtung eines Gebältdes zur UiltötbringNttä 8er Kinder der Gdüd- Mitgtieder zur Verfügung zu stellen. Die Arbeiter selbst werden vorläufig, bis zur Botteudung der Danerwvhnhäuser, tu den vörhändenen Baracken kampieren. Knibörsitätsptöfessor Dr. Vittotlo Aseotl, einer der angeseheiistm Internisten in Italien, wurde von der italienischen Regierung damit betraut, an der Spitze einer Delegation italienischer Aerzte.am kommenden Aerztekongreß in Buenos Aires teilzunehmen. Der Gelehrte, der schon seit mehreren Jahren ordentlicher Professor an der römischen Universität ist, wird eine Vortrags- und Studienreise durch Brasilien unternehmen und auf den, in Washington stattfindenden Kongreß zur Tuberkulosebekämpfung das Hauptreserat halten. Vierzig Jahre Pöstdirektokj Ans Köln a. Rh. wird uns berichtet: Mr einzige Jude, der im ReichspostweseN eine höhere Stellilng bekleidet, Postdirektor Karl Philipp s o h n in Köln, feierte vor kurzem sein vierzigjähriges Dienstzubilcium als Postdirektor. Bet dem Jnbilär liefen aus diesem Anlaß Glückwunschtelegramme vom Reichspräsidenten H i n d e n b u r g, Rcichspostmtnister Stingl und zahlreichen arideren Persönlichkeiten und Behörden ein. Der Kölner Berband der Postbeamten „Postalia" ernannte Direktor Philippsohn zu seinem Ehrenmitglied. Selbstmord des Musikprokessors David Krein. Wie aus Moskau berichtet wird, hat oer Professor am dortigen Konservätor-ium und Sologeiger an der Moskauer grüßen Oper, David K r e i tt, Selbstmord verübt. KteiN galt als hervorragendex Musiker und Musikpädagoge. Vor kurzem wurde er in Anerkennung seiner großen. Verdienste auf deni Gebiete der Kunst mit b-.'iu Ehrenzeichen für künstlerische Verdienste ausgezeichnet. Ein Raböinär beraubt. In Bayeux wurden, wie „Petit PörlsieN" meldet, vier rumänfsche Erzarbeiter verhaftet,., die den Rabbiner Michael NeNtttann im Schnellzug Patis-^GheMnpg beraubt.hatten. Die Verhafteten leugnen jedoch,' den Rabbiner M! t C H l 0 r 0 f 0 r m betäubt ztr haben, sondern eNkläreu, sie hätten ihn, als er schlief, beraubt. Das Gepäck des Rabblnsrs Ivurde wieder gefunden. Zsraetltischer Gottesdienst im Olympiäsaäl. Der Vorstand der israelitischen Kultnsgenieinde veranstaltet an den kom- •itenbe.1 hohen Feiertagen im OlyiNPicisüal, 1 Bez., Rotgasse 4 einen Festgottesdienst. Karten ab.1d. von 9 dis 1 Ahr vormittags aN der. Kassa der israelitischen Kultusgemeinde, 1. Bez., Seiteilstettengasse 4. Areein», ißotitose uttD ietfamminngen. . . Z t 0 n i st i s ch ö Kttlttttgruvve XX, KärftMeiW Straße 5/1. Heu'e Samstag um 7 Uhr abends X.- 0 r d 6 nt l i ch» G e i> e r a i i> e r s a m m l n n g. Zutritt hüben nur Mitglieder. Er cheinen Ast cht! — I ü d i s ch e 8 I u g ö tt d k ö t p 8 Ä k i t tili n - Z o f i nn Morgen Sonntag Wanderung mit G e° l ü " d e t v i e l. Direktion r R a m b e r g. Treffpunkt der Zofatb r st Uhr iiii Keim. Dilböscheih 1 — Z ü d i,s ch e r.T u r ny erein M tt k k a b t X. D t e n 8 t tt ü 8 e tt 7. d. lprtcht Hötr Adolf Daglicht, TttrmsM des polnischen Kreises. Mer die Mark ü b i» b e iv e g » n g tu Polen. Ort: HoffmanNS R ö s e tt f ä. l ö, 1<>, Bei., .Favoritknstraße 89, 1. Stock (Klubzimmer). Beginn 8 Uhr. Ghsie wiÜkoNitNdn! Eintritt ftfet. — Veto tt tt d dör Ztonttzen- R s v , t t o ,! t st k N O e st e t r e i ch S.. Motttäg den 6. o. findet ni ttttteteM neuen BerbanösheiM, 1. Bez-, SchütteNriNg (Ettfe Müller, Klub aal) esu V o r t r tt g vott. Dr. PaNl D t a m am t übet Jl eue Zte! ebe. s R e v i s t o.n i s nt U s" statt, Gäste willloiiiutcu! Cekr'etttriütsstuNden oüseibst jeden MöNtttg vott 8 bis 1Ö uhr nbrNds. U r tt n i a. Rechtsanwalt Dt.. Nta^imilittN K ö ß l t i spricht nirt 7. b. «fff 7,8 Uhr abends ittt kleinen Sttttle Vst Urtttttü üdik ,.D»e Blutprobe als gerichtliches Beweis» m ' ' i c i'\ * Hebräische Kttrfe. Dili FrünöttgrNppo der zionift t ch c it B e ^.l r t s s e k t t v II o e S 9. B ö z t r k k s littt mit i; o. Kurls für Anfänger und Jottgetchtittene. für Kinder und Eiwawsene eröffuet. Einschreibungen fitzdett täglich von 0 biß 7 Uhr abends uNd Sonttlflg von 11 his 12 Uhr vormittags im SsktionslKttt. 9. Bejs.. Liechten,testistMe 11/13, statt. Die bobräische Sprach- und Bibelfchtüe der isrüelitifchett Killtttsgemeino«, 20. Bez., Othmaraasse 46, Saal A eröffnet auch in diesem Jahre einen.AnfäNgetkNrs für Bölksschulrinoob der 1., 2. uttd st. Klasse. IN die VtzrStts bsstchenHm Kitrse für Forigeschrittoue werden noch Schüler attWNVM.MsN Einschreibungcn Montag von 5 bis 7 Uhr abends und Sonntag von 10 bis 12 Uhr vormittags. Der unentgeltliche Unterricht beginnt Montag den 16. d, Wetter MorgLnzertunü 4. September 1996 Seit, L W i e n, 4. September. * Das Wetter, Dis Wchssmmsitsse Wien an. Gestern war es drückend schwül- DiS BdrSnSsäge kantet: Im allgemeinen noch nicht tvöseNtkich gSättdSkk, stellemveise stärkere Trübüng, längere Ausdauer des Schönwetters nicht gesichert. * FeflbökeuchtNNg SeS HdMkahlStttttttSNs. Anläßlich der elften Wiener intSkttationalsn Mssse wird der Hschsttaylbtunnett auf dem Schwarzettbergplatz am 5. und 8. d. von 20 Uhr 80 Min. bis 21 Uhr 80 Min. und am 13. d. von 21 Uhr 30 Mn. bis 32 Uhr 30 Min. festlich beleuchtet, werden. E Das Präsidium der Zionistischen Sektion für die westlichen Bezirke Wiens gratuliert seinem PräfidialiNitglieöe Herrn Med. Ehättina Berstätttzig anläßlich seiner BerlobitNg mit Fräulein Grete Länzer. * Sikektök Moses Schtvüger feierte jüngst im engsten FanMennnd FreNndeskreise seinen vierzigsten Geburtstag. Herr Schwager, ist Direktor einer der bedeutendsten Wiener Filialen der.Bersicherungsanstalt Phönix. Er hat diese verantwortliche Skellitng durch unermüdliche Arbeit Und Organistttionskrast erlangt. Diese hät er als guter Jude auch dem Jüdischen Nationalfonds znr Berfügnng gsstelitr denn er war es, der die Bersichernngsabteilnng beim Keren Kajemeth inauguriert und eingerichtet hatdie dem jüdischen Volksschatz eine große EinnahMsauelle erschloß. Aber auch eine große Reihe anderer jüdischer Jttstittttionett natianaler und sozlÄcharitativer Art stellt Ditektör Schwager stets, 0'yne viel Aufheben zu machen, ,eine hilfsbereite und tatkräftige Arbeit zur Berfügnng. Seine FreNnoe haben den 40. GeoNrtstag Direktor Schwagers gern zum ANlaß genommen ihm die Wertschätzung, die er überall genießt, zuni Ausdruck zu bringen. * Die neue Äbteilung bes Keren Kajmeth. Der neugeschafseiteit R a b a t t s e k t l o n des Keren Kajemeth sind Vis uttit zkrka 1st0 Firmen beigetreken. Die Aufnahme vott Mitgliedern erfolgt in den gewöhnlichen AMtsstilnden im Bureau des Keren Kajemeth, Wien, 1. Bez., Kärntnerstraße 28. T a Fe 1 wasseren Hejjy/^p^ IWIMIHPIHW1WIW Sparverein Altah- Ueber Ailregung von Mitgliedern des Vereines Erez Israel ist ein Spavberetn in Bildung begriffen, der das Ziel verfolgt, Menschen zitsaMMettzufchließen, die durch nlonatliche Zahlungeil das Geld zurücklegen wollen, um nach Ab- Ictitf etiler gewissen Zeit eine Reise nach Erez Israel antreten zu können. Die. Verwaltung soll dem Keren Kajemeth in Q e st erreich übertragen werden, welcher auch vor Antritt der Reise durch Dermittlimg des HauPtbllveaNs in JörÜsalöM dafür sorgen wird, daß die Reisegesellschaft in die Lage kommt, P al ä st i n a allseitig kennen zu lernen. Bis nun sind 15 Personen dielem zu gründenden Sparverein deigetreten. AM Montag den 0. c>., halb 7 Uhr' abends, findet in -den zionistischen BureäNs, 1. Bez., Kärntnerstraße 28, eine Besprechung derjenigen Personen statt, die sich diesem Sparverein anschließen wollen. * Todesfall. Gestern ist hier im 69. Jahre seines arbeitsreichen, dem Wähle des Judentums gewidmeten Lebens Herr Na hum Taubes gestorben. Der Verblichene, der einer alten Rabbinerfamilie entstammt, war dürch 25 Jahre Sekretär des Hilfsvereines, welcher den B'nai-B'rlth-Logen angegliedert ist und hat in früheren Jahren von Handarbeitswerkstätten in zahlreichen Orten Galiziens, später in der sozialen Fürsorge für bedürftig Frauen sehr ' Ersprießliches, geleistet. Das Leichenbegängnis des gebildeten, schlichten, stets hilfsbereiten Mannes, der sich der Wertschätzung weitester Kreise erfreute, findet Sonntag, 10 Uhr, am Zentralfriödhof (3. Tor) statt. * Eine Leiche in einem Pratertümpcl. Gestern vormittags wurde in einem Wassertümpel nächst dem Heustadlwasser im Prater der leblose Körper einer etwa 36- bis 40jahrigen Frau, der att der Oberfläche trieb, geborgen.. Die Rettungsgesellschaft könnte nllr Mehr den Eintritt de sTodes' feststellen. Den bisherigen Feststellungen zufolge scheint es sich um einen Selbstmord ztr handeln. Die Leiche, die JetnerM Verletzungen aufweist, dürfte zirka ein bis zwei Lage im Wasser gelegen sein. * Selbstmord. . Der Budapester Eifengroßhändler Jakob Düvibövies hat sich mit BetoNal Vergiftet und ist gestern mittags gestorben. * Ein tödliches Automobrlunglück auf der Landstraße. Bon der Gendarmerie in Atzenbrugg wurde gestern früh das Sicherheitsbureätt in Kenntnis gesetzt, daß in den Morgenstunden das ANto A1 961 ans der Nach Wien führenden Reichsfiraße in der Nähe V0N Atzenbrugg den Bauer F e l tz e r m a y e r, der mit seinem Schnbkarreil auf der. Straße giNg, überfahren und getötet habe. Der Lenker des Antos, neben dem eine Dame saß, fei näch dem Unfall, ohne anzuhalten, weitergefahren. Das Auto würde um etwa 10 Uhr vornlittags vonr Kommandanten des Wachzimmers Kahlenbergerdorf äNgehälten- Der Lenker des Wagens war der Reisende der Schokoladefabrik Heller/ Leo Genset 20. Bez., Wexstraße 17 wöhtthttft. Seine Begleiterin war feine Gattin. Genfer versicherte, er habe nnmöglich glauben können,.baß der,Unfall an dem der Verttttglückte schüldtragend sei, so schwere Folgen gehabt hübe. Da . von den benachbarten Mdern BäNern, drohend herveigeeilt seien, sei er ans Angst davongefühten- Dem Mann wurde der Führerschein äbgeNommen, das Auto zur Ueberprüfnng der Beschädigungen bem BerkehrsttMt der Polizeidirektion überstellt. * Falsche Einschillingstücke-, Nach einer Mitteilung der GeNdarnlerie sind in der letzteil Zeit am Semmering sowie auf den Bahnhöfen der Pöttendorserstrecke yoii bisher unbekannten Perfoneil fqlsche Einschlllingstücke in Umlauf, gefegt worden. Die FttlWküttz sind dön echtest Keinlich ähnlich, Möch in der Farbe etwtts düstklet, im Gewicht leichter und ittl Klänge dutnpfer. * Eins RiittbSrbanötz böi Uzhötöd. Ist der Nacht vom 27. auf den 28. August drangen, wie aus Uzhorod geweidet wird, sechs Räuber in das Haus des Jankel S m o l o v i e in der Gemeinde Sös BäniNkä elit und nötigten den Besitzer, ihnen alle Geldbeträge in der Höhe von 6 0.0 0 0 K r tz n L n heiänszugeben- Die Tochter des Smolovic ntttchte ihren Brüder, der auf dem Boden schlief, auf die Räuber aufmerksam.- Als der Knabe MchvärN llw Hilfe rief, wurde et Voll eitlem der Räuber angeschösseü, wotäilf diese spurlos verschwändest. * Tagesausflug “gwf den Höchschnseverg zu ermätzigtett Preise«. Anläßlich der in der Zeit vom 9- bis 12. d. in Wen stljttfkndenden Hörbstmefse wird von der Eisenbahn Wien— Aspang den nach Wien kommenden Fremden dnrch ANsgabe vott besonders ernlätziaten Ausflugskarteu die Möglichkeit, geboten, die Gegend des Hochschsteeberges zu besichtigen. Der Fahrpreis sür die Hin» tlNd Rückfährt von Wien, Aspattgbtthnhös, bis HochschNesbetg beträgt! 2. Kläffe 80.05 S., 3. Klasse ls.20 S. FähvkEenanshabestellöNr Bahnküssen, ist Wien AspangbahNtzof Und Sittunevlng Aspangbahnhos: Oesterreichisches VerkehrsbiitcaU, Wien, 1. Bez., Frieörichstraße 1; SReifobiireau Klea, Wien, 6. Bez., Altariahilferstraße 85, inw GottNeb Kantor, Wien, 1. Bez., Helferstorferstraße 4. Sühne trab Knust. Ermäßigung d« LustdaMtisteNtt ISr die Jheater. Die Sommsksätzs bkstbrn dis Jayretzfchsttß. In der gestern stattgesnndsnen BottvsksciMMlNNg der sozialdemokrätischen Gemeittdetäte der Stadt Wien wttvde Ülttk Attträg des Stadtrates BreikNet beschllofiett, die tk» mäßigte Lnstbarkeitsäbgabe für die EheätSt, die bisher in den Sommermonaten (vom 1. Mäl biS 31. August) in Geltung war, bis Ende 1926 beiznbehalten. Es weiden also weiter von Prosauttd Opernausführungin fünf Prozent, von Operetten- und Revneaufführungen zehn Prozent der Tageseinnahmen als LUstbar'« keitsstener eingehoben (vor der Ermäßigung betrug der Abgabensatz sieben, beziehungsweise fünfzehn Prozent). Ueber die wertere G e st a l t u n g der Lustbarkeitsabgabe für die Theater wird im Zusammenhang mit der Beratung des Boranfchk«» g e s sür 1927 entschieden werden. Der Finanzreferent wird den' diesbezüglichen Gesetzentwurf sofort im Wiener Landtag einbringen. »Sa« Schwalbennest." UräNfsühruttg im N«iMUN»»TMttr. Ein Alt-Wiener Singspiel aus dem Jahre 1926, in dem Ländler Nnd Shimmy Miteinander äbwechseln, ZiehyätmoNikä nnd Säxaphon, Johann Strauß Nnd Oskar Strasts znsammenfinden. „ZU ebener Erde und im ersten Stock", im Fürstinschtoß Und in der DieNerwohNrlNg die gleiche MischNng von Rosenrot und HiMMelblaN, Vott SeNtimeNtälität und Humor, aus die sich Bruno Grattichstaedten so güt versteht, als Dondlchter freilich viel besser deNn als Textdichter: In seinem im Bunde mit Ernst M a r i s ch k a reichlich gezuckerten Libretto, welches ein „Zweimäderlhans" zunt „Schwalbennest" Umbäut, heiratet bet Prinz, nachdem seine fürstliche Braut am Hochzeitstag mit ldem Liebhaber durchgegangen, seine Jngendgeliebte ans dem Volke» weil sein kleines Kind ans erster Ehe sich nach einer schönen Mama sehnt. (!) Wer diese fcharfsinnige Motivierung dem Textdichter Nicht glaubt, der glaubt sie der Karins ch, die zwischen Lachest Und Weineil mit all ihrem WieNet Charme das kleine, süße, spitzbübische Mädel spielt. Ihr Exbräütigam ist Herr DäUtetth a y n, der schnellste Wiener ÄrabeNfiäker, der ein famoseS Fiakerlied singt, zugleich einer der feinsten Charakterfpieler zwischen Girardi und Pallenberg. Den feucht-ftöhlichett Äeittbeißer verkörpert Herr G l a w a t s ch äks KäMMeVdkeNer. MäN traut ihm ohne weiteres seine gesungene und gejodette Lebensweisheit zu, daß er mit dem Wein per du sei, auch mit den. Schrammeln, die ihm zu Chrdn sich ans der Bühne prüdüziereN.- Echt wienerisch ist auch Margit K ü n l äls tanzendes und singendes verliebtes Mädel, Herr Egger W vertrottelter, in EMNtrickklnst erfahrener Göneräl und Sieger von Obkrläa, Herr Fleming als verliebter Prinz. Er schwärmt von dem SchNbettscheN „Lindenbaum" itnb ganz leise kommt änch „km Vogerl" geflogen. Sonst Noch eine überreiche Menge alter und ältester, ntz« gewendeter volkstümlicher Melodien und Zupfgeigen und Flügslhörn, SchrämMelN und Spieluhr, bald großvätertsch bedächtig, bald Modern draufgängerisch, kurz alles, wonach sich düs Wiener Herz in einer Operette sehnt. Daher ein Bombenerfolg, der sich bis zur MittsknachtssiuNde steigerte. -lg Burgtheater. MorM, V&8 Ilht ttbestd-, „§ a b ij WinverwereS Fächer"- A t a d S m i e t h e tt r 4 t. Morgen, li$ llhr dD<Sftö8. „Mädel von heut e"- Deutsches Bolkstheater. Nächsten Freitag aelancit G o e t b e s »Fan st" (erster und zweiter Teil) zur eistest Aufführung. Die Vorstellung beginnt um 6 Uhr. R a i m u n o - T h e a l e r...Die 1Ür Sonntag den 5. d. augekündigte Vorstellung von „R o t k ä p v ch s n" wurde auf Sonntag den 12. d. verschoben. Die gelösten Karten behalten ihre Gültigkeit. Jüdisches Knnstlerkttbarett (2. Dez., Präterstrüße 60). Heute Sanlstag und morgeti Sonntag gelangt außer reichhaltigem Programm das Drama „Da s Ende e,i,n es ch.r i f tstellers" von Är. Herz mit Bernhard Wittler 'in der Titelrolle z-rrr Aufführung. Vortrag Marti« Bubörs ittt Mittet KültürtzUttb. Für die muß Vortrags,äifon des Kttttmömides, ddt östtzttetchischbil Gsstppe des Veibandes für kulturelle Zusammenarbeit, wtttvk unter anderem MäM B tt b e r gewonnen. Am VöriragSpnlte des Kulturbuudes werden ferner erscheinen: Prof. Mttx S ch e l i i (Wln) .Dr.-Lsidipra Klages (Zürich), Hermann Graf K e y s e r l i n g. der Schöpfet der modemen Biologie R. H. Fra n,ir e;. der Genfer . Philosoph Charles Bau d ö u j n, Hüdölf v. D e.l i u S. (München) r von Ä i ch t e r tt r Heinrich . M tt tt tt. der frästzöstsche Lhriker Päisl V ü l e r y, der französische Noistanöidr PieW B e tt v 1 t, die Elsäfsertn Attxtie Kolb.. Waldemät B ü tt s e i K: vbtt T y e ö» logen: Friedrich G o g a r t e n .(Jena),, Obstrübbiner Leo B a e.ck (Berlin), der Führer der katholischen, Jttaendbeweaung Professör Nöwttttd G u ä t d i tt if vön Politikern) NetchStagsntltglied H ö e tz sch (BeSlitt), dtt Führer d.er fränzöstschett NeMli Cömte Wladimir H.'O i m e f s o n, der itültstttsche DSptttiSkte utti» betsitätSp.rofestär E. ’-öobtejo (Padtta)z fettter Max Kd W m e 11 4 Fkettjerr ,v. Str y ni e r -'R e i ch e n b a ch uns P. b. Ä t tt e tt e tö a k d t (Müttchöttj. Heinrich Heller, Ver bekänNie jüdische MnsWaVagoge in WttMätt, hat ein Büch itttter deni Mil „Die Theorie der d o p p e l t e n 11a g e o l e t t e" geschrieben, Vüß in der. gäiizen musikalischen Welt großes, Aussehen hervorrief. Heller schuf in diesem Buch ein neNes System Per doppelten Flageolette, tzaS sowohl dem BtoliNsPieler als arsch dem Komponisten eS ermöglichest Mpd, von dieser neuen RitaNce der nun Technik GsbtttNch zu machen. Ein größer Verlag, der Mr klassische Werke der Musik herausgibt, hat das Werk Hellers angenommen. Unter anderem haben sich über das neue System die Virtuosen Kübel Ik Und HugelittaNn sehr lobend geäußert. L DüS Hüktzühorchester schreibt für die attl 19. d. beginnende Saison 1926^-27 die Stelle eines Dirigenten aus. Schristliche Bewerbungen d. find an das Sekretariat des SportkiäßI Hakoah, 1. Bez.. WlvPlinaerÜraL« L4. m richten

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