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Wiener Morgenzeitung · 1926-09-04 · Heft 2706 (4.9.1926) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2706 (4.9.1926)
Date
1926-09-04
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 2toc Mn. gamm Wiener Mokftenzetlung 4. September 1926 -eit« f Tagesbericht. Sine tnmtige Maßnahme der Magensneter Nultnsaemeinde. ZU der unter dieser Ueberschrift vor einigen Togen besprochenen Haltung des Vorstandes der Klagenfurter Kultus« gemeinde gegen mittellose jüdische Durchwanderer erhielten wir mehrere Zuschriften, in denen unsere Stellungnahme Zustimmung findet. Besondere Achtung verdient die Aeußerung des Herrn Kamillo Gaus-Schiller in Linz, der mit Recht darauf hinweist, daß solch bedauerliche Vorfälle, wie sie in Klagenfurt zutage traten, unmöglich wären, wenn der österreichisch-jüdische Gemeindebund bestünde und seine Aufgaben erfüllte. Herr Gans« Schiller schreibt hierzu: „Ich mutz den Kultusgemeinden hu allgemeinen, der Wiener aber ganz besonders den Vorwurf macken, daß sie das sehr wichtige Problem des Gemeindebundes (ein alter Programmpunlt unserer zionistischen Fraktion!) nie verwirklicht baden, ja nicht einmal das nötige Interesse oder Verständnis .für die Wichtigkeit dieses Bundes anfbrachten. Kleine, finanziell schwache Gemeinden können oft beim besten Willen nicht allein die nötigen Mittel aufbringen, um dort Hilfe zu schaffen, wo sie wirklich not tut. Das wäre eine der vörnebmsteu Aufgaben eines Gemeindebundes, und ich wage zu behaupten, daß diese wichtige Frage nur durch einen Bund gelöst werdeü kann. Und gerade die Kultusgemeinde Wien, die berufen sein sollte, die Vereinigung zu führen, hat iinmer am wenigsten Verständnis dafür gezeigt. Hoffentlich wird der Fall Klagenfurt ber all seiner Bösartigkeit doch eine gute Folgeerscheinung zeitigen: den Genreindebund." Da« Miel von Heiligenkreuj. Der Bankbeamte Bur begeht Selbstmordversuch am Grabe seines Freundes. Dem Drama von H e i l i g e n k r e u z wurde ein neuer Akt hinzugefügt. Donnerstag abends fand man auf dem frisch aufgeworfenen Grab des Selbstmörders L a u m a n n auf dem Heiligenkreuzer Friedhof einen jungen Mann, der sich aus einem Trommelrevolver angeschossen hatte. Der junge Mann hatte sich eine Kugel durch die rechte Schläfe gejagt und war bewußtlos. Neben ihm fand man einen Brief, der an seine Eltern adressiert war. Der Bewußtlose wurde in schwer verletztem Zustande in das Badener Krankenhaus überführt und konnte bisher nicht einveruommen werden. Der Lebensmüde wurde als der 22jährige Bankbeamte Heinrich Bur agnosziert, der in dieser Affäre bereits vielfach genannt wurde. Bur gehörte zu den intimsten Freunden des Laumann. Ws Laumann den Doliner kennen lernte, soll er den Bur stark vernachlässigt haben. Wahrend der Untersuchung gegen Doliner wurde Bur oftmals polizeilichen Verhören unterzogen. Donnerstag gegen 1 Uhr mittags erschien Bur in der Wohnung des Schwagers und der Schwester Laumanns und erzählte, daß er bei der Polizei „alle s" gestanden habe. Weiters deutete er an, daß Laumann und er schon vor einigen Wochen den Plan gehabt hätten, gemeinsam in den Tod zu gehen. Laumann sagte damals: „Du mußt mich zuerst erschießen und dann dich selbst." Bur lehnte jedoch ab, da für ihn kein Grund vorlag, Selbstmord. zu begehen. Bur sagte weiter: „Hätte ich gewußt, daß alles herauskonrmt, so wäre ich schon damals mit Ewald gegangen." Mit den Worten: Hetzen Sie wohl und denken Sie nichts Schlechtes von mir," eilte er zur Türe hinaus. Dann ist er nach Heiligenkreuz gefahren und hat dort den Selbstmordversuch verübt. Der Tempelsänger Georg Doliner, dem zur Last gelegt wird, bei dem gemeinsamen Selbstmordversuch Laumann erschossen zu haben, befindet sich noch immer in Haft. Er leugnet nach wie vor, an dem Tode des Laumann schuld zn sein. Ueber sein Verlangen wurde er dem Kreisgericht Wiener- Neustadt überstellt, weil er sich dort eine raschere Erledigung seiner Untersuchung erhofft. Me Lohnbewegung unter den Mnoangeftellten. In den Lohndifferenzen zwischen Kinoangestellten und -Unternehmern ist bisher noch keine Annäherung erfolgt. Die Unternehmer wollen einen Abbau der Löhne um 16 bis 20 Prozent erzielen und finden bei einer neuen Angestelltenorganisation, die zumeist aus Arbeitslosen besteht, einen gewissen Anklang, obwohl sie sich zum großen Teile auch aus Sozialdemokraten zusammensetzt, steht sie zur Union der Kinoangestellten in einem Gegensatz. Die Bezüge der bestbezahlten Kinoangeestllten, vor allem der Operateure und Primgeiger, bewegen sich um rund 100 S. pro Woche. Die Billeteure verdienen bei einer vierstündigen Arbeitsleistung im Durchschnitt 40 S. die Woche. Die Kinoinhaber wenden sich u. a. auch dagegen, daß sie entgegen den Bestimmungen des bisherigen Kollektivvertrages auch Vertrauenspersonal von der Union beziehen müssen. Gestern hielten die Kinomusiker eine Versammlung ab. Es wurde eine Resolution beschlossen, in der die Verlängerung des Kollektivvertrages bis zum 31. Oktober gefordert wird, .um die Verhandlungen über einen neuen Vertrag bis dahin zu beenden. Ueberfall auf einen zu» bei Wilna. Eine ganze Bande von E i s e >n b a h n r L u b e r n, die die Wilnaer Gegend unsicher machte, wurde dort vor einigen Tagen verhaftet. Die letzle Tat der Verbrecher war ein ll e b e r f a l laufden Lokalzug zwilchen W a s s i l i S k o und G r z y w t c e. Die Banditen hatten den Zug aufgehalten und allePasfagierevollstandigauSgeraubt. Sie erbeuteten sehr wertvollen Schmuck, eine bedeutende Dollarsumme und einige hunderttausend Zloty. _ Der Warschauer Bankraub. Oeffentlichle Hinrichtung im Falle eines Todesurteils? Aus Warschau wich uns gemeldet: Im Laufe der Untersuchung des kürzlich vorgefallenen Bankraubes tauchte in den maßgebenden Kreisen der Vorschlag auf, ein eventuelles Todesurteil über den Verhafteten Zaboklieki öffentlich, auf einem Platz in Marschau, zu vollstrecken, um ein abschreckendes Exempel zu statuieren/ Der Staatsanwalt des Appellationsgerichtshofes, Hübner, äußerte sich über diese Frage dahin, daß eine öffentliche Justifizierung nur im Falle der Uebergäbe der Angelegenheit an die ordentlichen Gerichte in Betracht käme, «denn das Standgericht kann nur zum Tod.durch Erschießen verurteilen. In diesem Fall werden die Milrtävbchörden mit der Urteilsvollstreckung betraut. CLUSIUSBAD l(öeorgsbad) WIEN, IX. CLUSIUSQASS112 (Oeorgsbad)l Siainschwitz- // Damofw/ WannenbAdn!» Sitte neue Mordtat Michers. Böttcher, der Mörder der Gräfin Lambsdorff, hat, wie die „B. Z. am Mittag" meldet, heute das Geständnis abgelegt, daß er am 8. Juni vorigen Jahres die zehnjährige Lyzealschülerin Senta Eckert zwischen Blankenburg und Karow ermordet habe. Die Nachforschungen der Polizei ergaben, daß das Geständnis Böttchers auf Wahrheit beruht. Wie iveiters berichtet wird, erwartet die Polizei, daß es ihr gelingen wird, Böttcher zu weiteren Geständnissen zu bringen und zweifelt nicht daran, daß Böttcher auck) zwei weitere bisher ungeklärt gebliebene Frauenmorde verübt hat. Es handelt sich um den Mord an dem 18jährigen Dienstmädchen S r a n g w e r s k i, die im Juni vorigen Jahres erdrosselt aufgefunden wurde und um einen Mädcheninord H ü n e f e l d. Marihall — Sieger im amerikanischen Schach» Inrnier. Chikago, 3. September. (Reuter.) Der amerikanische Schachchampignon Marshall hat im Landesschachturnier den ersten Preis gewonnen. T o r r e und M a r o c z y besetzten den zweiten Platz. Sie auriöndischen Fnden in Paris. Die in Paris erscheinende „L'Universe Jsraelite" beschäs tigl sich in ihrer letzten Nummer mit dem Problem der ausländischen Juden in Paris im Zusammenhang mit dem jüngst im von Juden bewohnten Viertel Belleville stattgefundvnen antijüdischen Au s s ch r e i t u n g e n. Es besteht durchaus ein Problem der ausländischen Inden in Paris, sagt die Zeitung. Aber die Pariser Bevölkerung ist im allgemeinen intelligent und gutartig, es würde möglich sein, sie darüber aufzuklären, wer die jüdischen Emigranten sind; sie würden sodann diesen gegenüber Mitgefühl und Sympathie bekunden. Dies ist die Pflicht der Presse. Insbesondere müsse sich die zwecks Herbeiführung einer Annäherung zwischen französischen und ausländischen Juden vor kurzem gebildete Gesellschaft Trait-d'Union eine Aufklärung d-" Oefftntlichkeit zum Ziele setzen. Schwarzbarts Verteidiger geht nicht in die Ukraine. Aus Paris wird uns berichtet: Die Kanzlei des Der« teidigers Schalom S ch w a r.z b a r ts, Henry T o r r e s, erhielt von diesem aus Moskau eine telegraphische Mitteilung, daß er in Abänderung seines ursprünglichen Planes, von einer Reise durch die ukrainischen Pogromgebiete absehe und in den nächsten Tagen von Moskau direkt nach Paris zurückkehren werde. Die Reise Torres nach der Ukraine ist deshalb überflüssig geworden, weil die Sowjetregierung ihm ein überaus reichhaltiges und alle Phasen der verschiedenen Pogrome erschöpfendes Archivmaterial zur Verfügung stellte. Stunden in Mich. Nur zw -ei. Augen. £ c.n der Landesgrenze, die man mit Spannung Übertritt, trug nrich der ungestüme, ach, niemals verweilende Zug. an den ernsten, dunklen Wallensee vorüber. Dann kam, er ist wirklich ein Gegenstück, der heitere, lichte Zürichersee. Aus dem leicht ümschleierten Morgen tauchen an den Gestaden des himmelblauen Wassers dicht geschart die Wohnstätten von Menschen auf, deren Schicksal mir fremd ist. Ein Bild des Wohlbefindens, Behagens, und der frohen Betriebsamkeit. Alles sieht feiertäglich aus. Kaum anzunehmen, daß in diesen blitzblanken, freundlich gegicbelten, reich umgrünten Häusern und frisch gestrichenen Häuschen, in diesen Villen und Gehöften, Schlössern und Arbeitsstätten durchaus glückliche, zufriedene, harmonische und ehrenwerte Menschen wohnen. Der Blick bleibe an dieser gewinnenden Oberfläche haften. And wäre cs nur süßer Trug.— ich will ihn für die Züricher Stunden wahren. In Thalwil, der letzten Station vor Zürich, begrüßt gar den Reisenden das Jahrmarkttrerben einer Volksbelustigung mit Praterbuden, Ausrufern, Ringelspielen, Schießstätten, Zirkuskünsten und festigt die Absicht, diese erste Begegnung mit Zürich keinem gedruckten Führer M'schichtserimlcrttngen und Stadtplan, einfache und doppelte Sternchen bei diesem oder jenem historischen Gebäude enthaltend), sondern bloß der Schaulust und dem Zufall zu überanttvorten. Rieseuspielzeug Zentralbahnhof. r stinkt nicht und qualmt nicht. Weit wölben sich die Bogen der Eisenkonstruktion, Licht und Luft haben chne Perronkarten allenthalben Zutritt. Mit den flink und lautlos ankommenhen und abgehenden Zügen, mit den ungehemmt ab- und zuströmenden Massen — der Nervöseste, Ungeschickteste (nämlich der. Unterzeichnete) hat alles sofort zur Hand, fügt sich in die angenehme, ungezwungene, jedem förderliche Ordnung —, mit seinen Gepäcksträgern im weiten, solide», kräftig-blauen Atbeitsmantel, bunt uniformierten Hoteldienern, dunkelgewandeten, würdigen, bärtige.» Auskunftspersonen, mit seinen Lichtsignalen, Schaltern, Kiosken. Reklämetafeln, Schaukästen, Kaufläden wäre dieses erstaunuchc Durchhaus ein prachtvoll lebendiges, farbiges Spielzeug für das Riefensräulein — „Burg Nieder ist im Maß.der Sage Wohl bekannt..." —, und es fiele ihr kein Stäubchen Schmutz auf Hände und Kleid, wenn sie das bunte, wimmelnde Ding m d'e ungeheure Schürze täte. . ■2>o sauber und woh'lgeMen ist. dieser höchst' strapazierte Bahnhof, A l a F r e g o l i. Die Geschäftsstraße, modisch-großstädtisch ausgemacht, aber mit Geschmack und Kultur, vom Bahnhof in langer Zeile zum See führend, gibt in dieser Morgenstunde dem Obst- und Gewüsemarkt Raum, um die hoch beladenen Stände mit Früchten, Grünzeug, Eierkörben, Blumen sammeln sich die Käufer, auf dem Bürgersteig -dahinter schlendern die Touristen. Die Züricher Berufsmenschen aber, Ladenmädchen und Tippmamsellen, Austräger und Beamte, Kaufleute und Handwerker eilen ihren Arbeitsstätten zu. Ein eigenartiges, ungewohntes Bild, dieser Naschmarkt auf der Kärntnerstraße, dieser Früheinkauf für den Mittagstisch vor den eleganten Restaurants, Konditoreien, Kaffeehäusern, Hotels, Modeauslagen, Bankpalästen. . Um die elfte Stunde, als uns hier der Weg zurückführte, war das Marktgetriebe bis auf das letzte Kchkblättchen abgeräumt, mit Peinlicher Sorgsamkeit fortgeputzt, als hätte ein Heer von Dienern -den Salon für die heimkchrende Herrschaft instand gesetzt. Die erwartete Herrschaft sind hier die neuen Massen der Fremden, die mit den Bormittagszügen eintrafen und Zürichs Nobelboulevard in bester Berfaffung anzutreffen haben. Bon guter Konstitution und wohldiszipl-inierten Nerven muß diese Stadt sein, deren Hauptverkehrsader so prompt, elastisch und verläßlich Toilettenwechsel vornimmt. Linde nHof. Und nichts im Sinne als die Neugier des Reisenden, der in möglichst kurzer Zeit möglichst ausgiebig den Anblick einer unbekannten Stadt genießen möchte, kamen wir über bemooste Stiegen auf einen hoch gelegenen, von geborstenem Mauerwerk umfriedeten Platz. Das Gassen- und Dachergewirr Alt-Zürichs mit Türmen und Türmchen, grünen Fensterläden und Laubengängen, tveiterhin auf dem Berge gegenüber das Staffelwerk eines Stadtbezirkes, aufgebaut so hoch da droben, boten sich dar als das Antlitz dieser wunderschönen Stadt, ganz plötzlich dem überraschten Neuling enthüllt. Liebe auf den ersten Blick. Ich weißt jetzt, daß ich am Lindenhof stand, dem einstigen römischen Refugium, der später-en kaiserlichen Pfalz und Gerichtsstätte. Die Burg zerfiel, kein Stückchen Ruine blieb, die lhistorische Stätte ist ckbgeräumt, ein Plateau als unvergleichlicher Aussichtspunkt über hie Stadt blieb zurück und Linden spenden -dem Beobachter Schatten.; Das Herzstück. Wer am Lindenhof stand,-hat ohne Bädecker oder Grieben fei AMS ZürW entdeckt und Führer H ForW dtz grüne, bis auf den Grund durchsichtige, die temperamentvoll rauschende Limmat. Gefährliche Konllrrrenz für den Zürichersee, dieser Strom mit den malerischen Häu.sergrUppen längs der Ufer, mit unvergleichlichen Aspekten auf Gothik, Renaissance und Barock, auf Rathaus und- Großmünster, Zunfthäuser und Wasserkirche, Pfahlbauten und Kähne — eine Stück venezianischer Buntheit (ohne das südliche Leben), auf die kühlere Schweizer Erde gestellt. Man überquert den Fluß, so oft es Brücken gestatten, verliert sich hier und dort, verweilt im mittelalterlichen Winkelwerk der ,/Schipfe", entdeckt die ganz entzückende „Stüssi-Hofftadt". Der angejahrte Brunnen auf -diesem angejahrten Platz läßt sich nicht.übersehen, auch wenn man kindisch-unvernünftig im Gewaltmarsch die Stadt abläuft. Da steht ein blau-güldener Ritter, riesenhaft und wchlgewappnet, und um fein vorgestrecktes Bein hat ein Hündchen die Vorderpfote gelegt. Ter Racker hat sich „eingehängt", wie ein Stadtfräulein in den Arm des Galans. Mit dieser heiteren Pointe blieb mir das Bi'd der Altstadt Zürich im Aug' und im Gemüie haften. Bezirk der Jugend. Wer sich zum erstenmal in fremden Gassen mniut, pressiert, weil die Schweizer Züge pünktlich -sind, mit den Blicken Fassaden auf- und abklettert, bemerkt höchstens noch, daß die -Wagen der Elektrischen durchaus frisch lackiert sind, weiß und himmelblau, daß die Schaffner niemals in ein Horn blasen, Sirenenpfiffe von sich geben oder einen Glockenstrang ziehen, sondern (glückliche Passanten und Fahrgäste) dem Motorsührer ein lautloses elektrisches Lichtsignal geben — aber die Maschen und ihre Besonderheit fallen ihm nicht auf. Klimmst du aber über -die Rämistrcche den Berg zur Universität und zum Polytechnikum hinan, an denkantonalen Schulen und Instituten vorüber, dann haben die prachtvollen Zweckbauten rechts und links -nicht mehr die Kraft, den Beschauer zu fesseln, weil massierte Jugend beiderlei Geschlechts und jeglichen Alters stärker ist und dich eindringlicher anspricht. Höchst -lebendige Sportplätze, Stafettenläufe, Reckturnen, ein herrlicher Kindergarten, Harmoniumklänge, Gesang, kleine Mädchen zeichnen nach -der Natur, Unterricht im Freien und herzerquickendes Gelächter. Der Hügel der Jugend in der Stadt Pestalozzis. Der Züricher Meister hat über diesen Hügel -hiyaus gewirkt — bis in die Kin-derrepublik im Emek, in die Schulen am Karmel und ™ den Seestrand von Tel-Awiw. Zum Bahnhof zurückeilend, in einer prächtigen Gartenanlage sehen wir sein Denkmal. Man sollte ihm auch eines in Erez Israel errichten. > ÄK Abeles

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