Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2704 (2.9.1926)
- Date
- 1926-09-02
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 2704 Wi«n, DmmerSM Miener Morgenzertimg 2. Septencher 18W Teil« k m M pjaM us der DMWWMÜWWMjWDMMMUW iiüiiii -MMMM WZMMSMZUI gakab Les«Ml«»N Ms,lg ga-re alt. Bor eingen Tagen beging in Berlin der bekannte Nattonalökonom Jcckob Leschtschinski seinen 60. Geburtstag. Leschtschinski hat seinen Namen hauptsächlich durch die große Zahl seiner Arbeiten auf dem Gebiete der jüdischen Statistik bekannt gemacht. Auch in Berlin, wo der Jubilar seit einigen Jahren wohnt, befaßt sich der Jubilar außer mit publizistischen Arbeiten vornehmlich mit wisienschaftlichen Forschungsarbeiten auf dem Gebiete der Nationalökonomie und Statistik. Herrn Leschtschinski sind anläßlich seines Geburtstages zahlreiche Glückwünsche zugekommen. Eia Führer der ukrainische« Sozialisten über Prtljura. Der Führer der ukrainischen Sozialisten, Wladimir Danczenko, äußerte sich einem Vertreter des „Moment" über die ukrainischen Pogrome wie folgt: „Wir ukrainischen Sozialisten waren nie zufrieden, daß gerade Petljura das Haupt der ukrainischen Freiheitsbewegung geworden ist, die wir verherrlichen. Kein einziger Führer des ukrainischen Sozialismus konnte mit den Methoden Petljuras einverstanden sein, mit Methoden, deren Ausdruck eine Flut a n -t i j ü d i s ch e r Pogrome in einer ganzen Reihe von Städten und Stäbchen war. Wir waren lejder nicht in der Lage, uns dieser brutalen Gewaltregierung entgegenzusetzen, deren Synonym Petljura war. Ich h^bc persönlich einige Male bei den Generalen und Offizieren Petljuras interveniert. Ich habe sie gewarnt und sie auf die Resultate dieser blutigen Spiele aufmerksam gemacht, denn cs ist ja klar, daß man durch Massenschlächtereicu keine Freiheit erringen kann, deren einziges Fundament die Menschlichkeit und Gerechtigkeit sein muß. Aber weder meine Stimme noch die meiner Freunde wurde gehört, die P og r o m c w urdc u i m Gegentei l i m nt c r wilder und wir Sozialisten waren m unserer Bewegungsfreiheit gehennnt. In Kamen ee-Podolski zeigte, mir ein Freund, der im Heer Petljuras diente, Plakate, die er aus ProÄnrow und Du'l'vwa erhielt, mit der Aufschrift: ,/Schlage die Juden, räche Ukraine!" Ich berief den Bezivksrat der sozialistichcn Partei in Kamenec zu einer Sitzung, um über die Situation zu beraten. Zwei Intentionen haben mich bestimmt: zunächst wußte ich, daß diese Plakate im Einverständnis mit dem G eu e ra lstab Petljuras und vielleicht sogar seiner selbst verteilt werden und zweitens wollte ich die Gelegenheit ausnützen, dch Petljura zu jener Zeit in Kamenee-Podolski weilte. Nach einer längeren Diskussion beschloß die Versammlung, eine Delegation zu Petljura zu senden und ihn zu bewegen, die Pogrommethodeu zu äuderu, beziehungsweise seine Ansicht i" dieser Angelegenheit zu hören. An dieser dreigliedrigen Delegation nahm auch ich teil. Petljura hat uns sehr kühl empfangen und er schien zu missen, in welcher Angelegenheit wir ihn, sprechen wollen. Wir haben unseren' Standpunkt klar gelegt und sagten, daß, obwohl uns der Frciheitskampf mit Freude erfülle, wir doch dessen Methoden für ,schädlich, ja sogar für gefährlich für die ukrainische UnabhängiglkcitsHdee betrachten. Petljura spazierte die ganze Zeit hindurch nervös im Zimmer, auf und ab und murmelte: „Schädlich, schädlich . . ." Als er aber an den Tisch trat und das vorgelegle Plakat sah, geriet er in einen furchtbaren Zorn, schlug mit der Faust aus den Tisch und schrie mit unmenschlicher Stimme: „W a s w o l l 1 ihr e i g e n 1I1 ch?" „Wir wollen, daß Sie ein Verbot weiterer Schlächtereien erlassen. Unseren Befreiungskampf darf nicht das Blut von hnnderttansenden Pogrom opfern beflecken." „Habt ihr noch etwas zu sagen?", ftagte Petljura mit einem haßerfiillten Blick. In diesen! Augenblick trat ein General ein und meldete etwas Petljura. Petljura befahl uns in das nächste Zimmer einzutreten und zu warte«. W.r warteten zirka vier Stunden und dann erst kam ein Adjutant und meldete, daß „Seine Hoheit" uns heute nicht mehr sprechen könne. „Wann denn?" — fragte.ich den dldjutauten. Dieser ging heraus und kam bald mit der Nachricht zurück. ema ls!" Diese Antwort machte aus uns einen sehr unangenehmen' Eirrdruck. Jetzt war es klar, daß Peiljura selbst die Verantwort n n g für die Schlächtereien i x a ge. > ,/Sind Sie überzeugt, daß Petljura von allen Pogromen wußte?" — fragte der Vertreter des Moment". ,^Ob von allen, weiß ich nicht — daß aber die Aufrufe und Dekrete, di»zum Pogrom anfeuerten, eine nahe Beziehung zu ihn! hatten, war nicht nur für mich klar, sondern für jeden Menschen, der damals in der Ukraine lobte." „Konnte Petlijura die Pogrome verhindern oder sie eindänmten?" - „In der ersten Zeit konnte er es sicherlich, dann schon nicht mehr, denn die Pogrome nahnien einen Alassencharakter an und entstanden in vielen Orten fast spontan, unorganisiert . . . Wer nur ein Gewehr, eine Hacke nud einen Sack hatte, ging einen' Pogrom machen und rauben." Durozenko beton: zuni Schluß, daß Petljura die ukramische F^eibeitSidee befleckt, besudelt und entMiHt habe. Sokolow in PalSstlna. Jerusalem, 1. September. Sckkolow besuchte verschiedene neue Siedlungen in Judäa, von denen einige noch nicht existierten, als er das letzte Mal in Palästina war. In Magjdiel, Herzlia und Bne Brak wurde ihm ein sehr herzlicher Empfang bereitet. Bei seinem Besuche in Rechoboth besichtigte er auch die Kwuzah Darom und konferierte mit deren Mitgliedern über die Lage des Arbeitsmarktes. Nach seiner Rückkehr nach Jerusalem hatte er Besprechungen mit den Mitgliedern der Exekutive und.anderen Vertretern. In Tel-Awiw leitete er «in« Versammlung von Bertrrtern» di« von der zionistischen Palästinaexekutive einbewfen worden war, um über die Maßnahmen zur Vergrößerung der ArbeitSmöglichlkeiten, zu beraten. Außerdem sprach Nahum Sokolow in einer öffentlichen Versammlung im Beth Haam, der über viertausend Personen beiwohnten. In dieser Rede befaßte er sich mit den Schwierigkeiten der augenblicklichen Situation und hinterließ einen tiefen Eindruck bei der Zuhörerschaft. Diktat nach fließender Rede aufnehmen kfinnen, heißt 200 SILBEN In der Minute stenographieren, es bedau'et aber auch: doppelt soviel verdienen als eine Durohsohnlttakraft, Verlangen Ile den Prospekt Uber die kurzfristigen Kurse der Lehranstalt Löw, VIII., Josefstädterstraße 35 Lemolratisieruug der Wischen Gemeinden In Polen. An8 Warschau wird uns berichtet: In einer Konferenz der jüdischen Gemeinden der Nowogrodeker Woiwodschaft wurden die folgenden Beschlüsse gefaßt: 1. In die Kompetenz der jüdischen Gemeinden haben nicht nur die Befriedigung religiöser Bedürfnisse, sondern alle Fragen nationaler und kultureller Nat u r, vor allem aber die Schulangelegenheiten, zu fallen. Zu den Aufgaben der jüdischen Gemeinden gehören aber auch soziale Versicherung, produktive Hilfe usw. 2. Die Wahlordnung einer jüdischen Gemeinde muß nach dem Muster der Wahlordnung für den Sejm demokratisiert werden, so daß keine Gruppe der jüdischen Bevölkerung vom Wahlrecht ausgeschlossen bleibt. 3. Die Wahlen in die jüdischen Gemeinden der Randgebiete müssen noch in diesem Jahre (1926) durchgoführt werden. Die verlassenen jüdischen Frauen. Wir berichteten seinerzeit, daß der Kalischcr Oberrabbiner Jecheskel Lipschitz über Einladung des amerikanischen Rabbinervrrbaudes nach Amerika reifte, um dort u. a. auch die Frage der „Agunoth". der verlassenen jüdischen Frauen, die ohne Scheidebrief sich nicht wieder verheiraten können, zur Sprache zu bringen, lieber die Ergebnisse dieser Verhandlungen teilte er einem Vertreter des Warschauer ..Moment" olgendes mit: „An eine Aenderung der geltenden religiösen Vorschriften ist nicht zu denken. Hingegen wurde vereinbart, daß der amerikanische Rabbinrrverband ein eigenes Bureau errichte, dessen Aufgabe es sein wird, auf die Männer, die ihre Frauen in Europa verlassen haben, cinzuwirken. daß sie ihren Gattinnen die Mittel zum Lebensunterhalt einschickcn. sie nach Amerika bringen, oder ihnen zumindest den Scheidebricf übersenden. Gleichzeitig wird beim polnischen Rabbinerveriband in Warschau mit Zweigstellen in anderen Städten ein Bureau errichtet, das .sich mit dem Schicksal der wirklichen Agnnoth, deren Männer' im Kriege gefallen find, befaßt. Die wichtigste Arbeit dieser Bureaus wird' darin bestehen, auf Grund von amtlichen Dokumenten und einwandfreien Zeugenansägen den Tod der betreffenden Ehemänner festzustellen und die Wioderverchelichung der verlassenen Frauen zu ermöglichen. Ein dreihundertjähriger Thorahälter in der Pretzburger Ausstellung. Bor einigen Tagen wurde in Preßburg die historische Ausstellung eröffnet. Als das wertvollste Stück der Zlusstellnug vom kunsthistorische!! Gesichtspunkte gilt ein aus ziselierten! Silber herzestejlter Thorahälter, der dreihundert Jahre alt ist und von der liesigen Kultusgemeinde der Ausstellung überlassen wurde. Die Uebevlassung erfolgte aber erst, nachdem die Veranstalter der Anstellung einen Hqftungsrevers über 320.000 tschechischen Kronen unterfertigt hatten. Kolonie Nordia bei Haifa. Die American Zion Commonwealth beschloß die Errichtung einer dem Andenken Nordaus gewidmeten Kolonie Nordia, zwölf Kilometer von Haifa entfernt. Mit den Arbeiten wird anfangs 1927 begonnen. Ae neue Spielzeit des Sperntheaters. Direktor Schalk hat für das neue Spieljahr folgende Premieren angesetzt r Pnecinis „T u r a n d o 1", Verdis ,D i e M a ch t d e s Schicksals", Ryvels »Das Zauberwort", Hindemiths „(£ a t b i 11 a c" und Korugolds ,D a s Wunder der H s l i a n $\ Als erste Ballettpremiere ist Salmhofers „D a S l o ck e n d e P h a n t o m" in Aussicht genommen. Es werden Reprisen folgender Werke staltfindenr Glucks »Iphigenie in A u l i S" und »O rp h enS", Weber: „Euryanthe" (Neubesetzung). Marschnerr „Hans Helling*. »Vampyr" (in der Neubearbeitung von Hans Pfitzner und unter dessen persönlicher Leitung), Saint-Saöns: „Samson und D a l i l a", Gounod: „Der Gaukler unserer lieben Fra n". Richard Strauß: ,DieFrau ohne Schatten" und „Elektra" (neu eiustudiert). Franz Schmidt: „di o t r e - Q a m e“, HanS Pfitzner: »D t e Rose vom LiebeSgarten" und „P a l e str t n a". Verdi: „Falstaf f", Adam r „D e r P o st i l l o n v o n L o n j n m e a u", Donizetti; „Die R e g i m e n t S t o ch t e r", Ignaz Brüll; »Das g o l d e n e K r e «z", Smetana: althor", Tschatlowsky t ,En g e n Oneg in", Bittaer:'..R o s e n g ä r t le i n". Die Werke Mozarts. Wagners und Richard Strauß' werden in z y N i s ch e r F o r m aufgefülnt. Zum 70. Geburtstage Dr. Wilhelm Kienzls wird eine Aufführung eines seiner Werke vorbereitet. »Lheatergemelnde der Wiener Kammerlvlele.' Ein« Gründung des Kulturbundes. Die Dheatersektion des Kulturbundes erläßt einen be» merkenswerten Aufruf zur Bildung einer Theatergemeinde, i» welchem es heißt: „In einer Zeit, da uns jeder Tag neu« Ausblicke von dramatischer Bewegtheit eröffnet, gibt es kaum etwas Sinnloferes, als seichtes und langweiliges Theater zu spielen. Ueberall drängt es zu neuer Gestaltung: Zwischen den Geschlechtern, zwischen Jugend und Alter, einzelnen und Menschheit. Für das geistige Erlebnis ist die Welt weit und großartig wie nie! Wie könnte man unmittelbarer zu diesem Erlebnis der Zeit gelangen, als durch ein lebendiges Theater der Zeit?" Me Anreger wollen, auf das ,Mecht des schöpferischen Zn. hörerS" gestützt, Wandel schaffen, und zu diesem Zweck ungefäh, 10.000 Menschen sammeln, die nicht durch ein ,Mrtenabonnement" miteinander verbunden sind oder eine „Knnftstelle" bilden sondern eine Gemeinschaft des Publikums. Den Spiel, plan ist die Theatersektion des Kulturbundes so zu bilden destrebt, daß (wie es in dem Aufruse heißt) Werke der Gegenwarl zur Darstellung gelangen, ,^die geistig fruchtbar und theatralisch stark das Theater zu einem Erlebnis, zu einer unmittelbaren Angelegenheit des Hörers zu machen wissen" u»d jene Werke der Vergangenheit, „die auch der neueren Zeit ihre besondere Deutung geben." Die erste Liste führt folgende Abende an: Lenaus „Faust", Shakespeares ,/Der verlorene Söhn von London", Kistenmaekers ,^Die Nacht ist unser" und MIan Begovichs „Der Abenteurer vor dem Tor", durchaus UrauMhrungen, zumindest ^deutsche Uraufführungen. Auch eine Reihe interesianter Gastspiele rusiischer, französischer, englischer, italienischer Theatertruppen wird angekündigt. Wer der Theatergemeinde als Mitglied beitrttt, genießt beinl Besuch der Wiener Kammerspiele eine Löprozenttgc Ermäßigung des (übrigens recht ansehnlichen) Platzpreifes an zwei Menden des Monats. Die Mtglieder der Theatergenremde wird der Kulturbund allmonatlich zu einer Versammlung «nberufen. in welcher gemeinsam mit der Direktton der Kammerspiele Theaterangelegenheiten besprochen werden sollen. — In der Stadt der Operettenindustrie, der Libretti mit Schubert, Beethoven und nun auch Goethe als handelnden Personen ist *!'" solches Unternehmen als Erziehungswerk gewiß zu begrüßen. Ans den Theatern. Bnratveater. Morgen. Va8 Mr abends, „I » weißen Röß l". (Abonnement HI. Gruppe) Akademtetheater. Morgen, 7*8 Uhr abends, ,.M ädel von heute". Deutsches Volkstheater. Heute, SamStag und Sonntag „D r. I u c t S a a B o". Montag ,V e r o n i k a" mit Leopoldine Konstantin. Die Rolle des Verteidigers spielt Haus M o s e r. — G a l 8 w o r t h y s neues Drama »Escape" (Flucht), dessen Londoner Aufführung von größtem Erfolg beglÄtet war, winde in der llebeisetzung durch Leon Schalit zur deutschen Uraufführung erworben. Raimund-Theater. Heute, 7 Uhr abends, Uraufführung teS Alt-Wiener Singspieles »Das Schwalbenn e st" von Ernst M a r t i ch k a und Bruno Granichstadten. Kammer spiele. Morgen beginnt ein Ensemble des Theaters in der Josef st adt ein kurzes Gastspiel mit fem Schwank »D er I g e l" von Reimann und Imp efco*tu, HanS Moser spielt die Titelrolle. Im „Theatron Erez Jisraeli" in Tel-Awiw, das jetzt von & it e f s t it ttetr organisiert wurde, gelangen in nächster Zelt zur Erstaufführung: „Das Heimchen am Herd" von Dickens, „Sabbaten Zwi" in einer neuen Bearbeitung nach verschiedenen Quellen und „Jsbel", ein vieraktiges Drama von Edmond Flag. Eine Weltpresseausstellung in einem flämischen Dorf. In W ü st w e z e l, einen! Dorf der Provinz Anttvevpen, ist jetzt eine sehr bedeutende Zeitungsausstellung zu sehen, nämlich die Sammlung D n p o n t §, der durch fast fünf Jahrzehnte alle Raritäten aus den! Gebiet der Tagespreise zusammengetragen hat. Man sieht ein Exemplar der ersten europäischen in Antwerpen gedruckten Zeitung und frühere Zeitungsdrncke aus ganz Europa, AfviLo und Asien. Staunenswert reichhältig ist die Sammlung von Frontzeitungen und Flugblättern aller kriegführenden Länder, ferner die vertraulichen Publikationen der Belgier während der Besetzungszoit. „Die Kunst in China." Aus Anlaß der Tagung des dentchen Chinainstitutes in Frankfurt a. M. wird am 28. Oktober eine reichhaltige Ausstellung chinesischer Kunst eröffnet werden, ferner eine Sonderausstellung „Chinesische Baukunst." Im Frankfurter Schauspielhaus gelangen anläßlich dieser Tagung die chinesischen Dramen: „Das Spiel vom Schmetterlingstra«»»^ und „Der gespaltene Sarg" zur Äusfichrung. Berxine. BortrSge unv Bersammlunse«. Zionist e n-R e v i l i o n i ft e n O e sterrvichS. DaS n e u e H e i m befindet sich 1. Bez., Schvttenrtng (Cafe Müller. Klubsaal). SekrelariatSstnnden jeden Montag von 8 bis 10 Uh-r abends. __ Serichtssaal. „Mim ich dir uittreu werde, darfst d« mich veranstalten/' Bor oiueul Schwurgericht irnter Vorsitz des Hofrates R amsauer hatte sich gestern 'der ehemalige Bureaudiener Viktor T u s e l, ein als Gewalttäter übel beleumundeter Mensch, wegen Totschlages und versuchter schwerer Körperbeschädigung zu verantworten. Tufel lebte mit der Schneiderin Maria Ja ros in geineinsamem Haushalt und hatte oft mit ihr Streit. Am 3. Mai zechten beide in einer Branntweinschenke in der Dunklergasse in Meidling gemeinsam mit dem Kaufniann Albin Titz. Nachher ging die Gesellschaft in ein Kaffeehaus und auf dem Heimweg verschwanden Ditz und die 88, , empsuülkn. UNttlo««nlnch bk'vührt. Pa«k«na S 1.25. — chkLen