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Wiener Morgenzeitung · 1926-09-01 · Heft 2703 (1.9.1926) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2703 (1.9.1926)
Date
1926-09-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 2705 Wien, Mittwoch Wiener? MsrAen-ettM'.. 1. September 1986 «** s * Jfraelitifch-thaslosisch« Lehranstalt in Wien. Das Rektorat teilt mit, daß die Anfnahmsyxüfungen, zu welchen nur die rechtzeitig schriftlich Änaemeldeten Melassen werden ' " " 8. Oktober stattfinden. Die Vorlesungen beginnen!0. Oktober. am 7. und Sonntag den * Der Vorstand der Israelitischen Kultn-gßmeinde veran sta-ltet an den kommenden Feiertagen im Olympiasaal (1. Bez. Rotgasse 8) einen Festgottesdienst für die reifere Fugend veiderie Geschlechts im Aster von 16 bis 20 Jahren. Der Zutritt erfolgt Grund unentgeltlich ansgegebener Karten. Die AnsgaLe soll tunlichst im Wege der Jugendorganisation erfolgen. Die Verteilung der restlichen Eintrittskarten erfolgt am Sonntag den 6. d. zwischen 10 und 12 Uhr im Bureau des Jugendreferates (1. Bez., Seitenstettengassö 2, 2. Stock) gegen Vorweisung einer Legitimation. * Vicht abspringen! Gestern attin Julie P l a u. MH gegen 8 Uhr wollte die r*»„, Scheugasse 7 wohnhaft, am serplatz von der rückwärtigen Plattform des Trieb-! Wagens eines Straßenbahnzuges der Linie 6 abspringen, ' kam zu > Fall und geriet unter die Schutzvorrichtung des Beiwagens. Sie i wurde dort derart eingeklemmt, daß die Feuerwehr ansrircken! und die Verunglücke unter dem Wagen hervorholen muhte. Sie 1 wurde in schwer verletztem Zustand in äw8 Spital überführt. * Ein schwerer Aufzngsnnfall. Gestern mittags hat sich im -Gebäude der Direktion der städtischen Elektrizitätswerke in der! Marianengasse 4 ein schwerer Unfall im Mlfznghans ereignet. Der 49jährige Wärter Johann Hausner geriet gegen Mittag mit 'dem rechten Arm zwischen ern Zahnrad und das Lager der Anf- * Zugmaschine. Auf seine Hilferufe kamen Arbeitskollegen herbei, : die den Aufzug sofort abstellten. Die Feuerwehr mußte geholt werden und den.Verunglückten befreien. Er wurde in schwer verletztem Zustande auf die Unfallstation gebracht. * Zusammenstoß zweier Stratzenbahnzüge. Gestern um ■ 0 Uhr 50 Minuten vormittags fuhr ein Straßenbcchritzug der Linie „118" bei der Haltestelle Ecke der Arbe-itergasse und des Gürtels in einen Straßeubahnzirg der Linie „18 G" mit solche- Wucht, daß drei Puster des «ersten Zuges verbogen wurden, Bes Sem Msammenstoff wurtze die Mahrlge Hilfsarbeiterin Marie Sanermann, Oltakriugerstraße 78, die ans der Plattform des Zuges der Linie „13 G" stand, am Hinterkopf leicht verletzt * @!tt Soldat ertrunken. Am 88. August um halb sechs Uhr nachmittags ist der Währige Pionier der Vereinigten Brnüenzüge, Alfred Schwarz, der anher Dienst im Donau stroni unterhalb der Kremser Schiffsstation gebadet hat, ertrunken. Seine Leiche konnte nicht geborgen werden. * Tu den Tod gekollert. Ans Graz wird berichtet: In Untertal, südlich von Schladming, kollerte Sonntag der 16 Jahre alte Maschinenmeisterssähu Josef G r t e n e r aus Schladming währender Mittagsrast an einer ganz ungefährlichen Stelle am Steinkar ab uns blieb tot liegen. * Ein vermißtes Mädchen. Die 18jährige arbeitslose Hilfsarbeiterin Anny P l a s ch o f s k f, Bln'nberggasse 17, ist seit 2Q. Juli früh spurlos und ohne jeden Grund verschwunden. Dai Sn war am 20. Jul! früh mit -em Bemerken von der fortgegangen, daß es nur in die ABeitslofennachwc stelle beim Wimberger gehe, um seine Karte abstempeln zu lassen. Seither ist sie nicht mehr zurückgekehrt und hat kein Lebenszeichen von sich gegeben» Die Eltern erklärten, daß ihre Tochter nie Selbsttnordabstchten geäußert habe. *Berhaftung eines Kaufmannes. Die Korr. Wilhelm meldet: Auf Anzeige einer hiesigen TextWrrna wurde am 30. August in einer« Hotel im ersten Bezirk -er 39jährige Ka mann Siegmund Jszak, zu Trsgafüred geboren, wegen B -achtes des Betruges verhaftet. Er hatte arn 26. August bei der Firma Textilwaren um 7000 Schilling auf Kredit bezogen und zur Deckung ein Einlagebnch aus 300.000 Lei eines Grohwar deiner Haukes übergeben. Auf Grund telegraphischer Anfrage der Firma bei der Bank wurde darin festgestellt, daß das Einlagenbuch keinen Wert besitzt, und daß Jszak überdies vou früher her polizeilich gesucht ist. . elt der m Eine traurige Mahnahme der Kuttmgemelude Klagensurt. Sie fordert Negierungsmaßnahmen gegen arme fitdische Tnrchreisende. — Ein Appell des Triester Palästinaamtes an die jüdische Oeffenflichkeik Das Palästjnaamt in Triest kommt leider himfig in die Lage, mittellose, unglückliche jüdische Familien, hei welchen die Bedingungen für eine Immigration in Palästina nicht vorliegen oder die auf dein Wege Wer Triest in ihre polnische Heimat gehracht lverden möchten, durch Zuhilfenahme österreichischer israelitischer Kultnsgemeinden etappenweise weiterzubefördern. Es ist nun der schr traurige Fall eingetreten, daß hie israelitische K u l t u s g e m e i n d e .i n K l a g e n f u x t, welche, im selbstverständlichen Vertrauen auf jüdische Hilfsbereitschaft für die Acrmsten der Armen, von dein Triester Palästinaamt wie ans dem tieferstchendell Schreiben hervorgeht — ganz ausnahmsweise in Anspruch genommen wurde, folgende „energische Maß uahmen" traf: 1, Sie erstattet^? die Anzeige hei der Landesregierung und forderte die Fernhal« t u u 0 dieser Unglücklichen. I, Sie bewirkt«, daß in der Grenzstation Arnoldsteui „derartige Leute, die mit einer Fahrkarte bis Klagensurt abgefertigt' wurden und mittellos sind, nicht d U r ch g e l y s s e n, resp. nach Triest z u r ü ck g e s ch i ck i werden. Dem Triester Palästiuaamt aber lasen die Lkilltusvorstande von Klagensurt in einem merkwürdig schroffen Brief hiß Leviten. Es erübrigt sich für uns, das Vorgehen der Kisttusgßmeiude Klagenfirrt zu kritisieren, wenn wir das nachstehende Schreiben des Triester Palästinaamtes wichergegeben. Es lautet: 33. August 1930. An di? Isradlitische Kulttlsgemeintze Klagensurt. In Beantwortung Ihres Schreibens vom 10. Aiigust d. I. müssen wir Ihnen,unser tiefes Erstaunen und B e d a u c r u über dessen Inhalt Mitteilen. Vorerst müssen wir fofifteUcn, daß wir Ihnen keine Antwort schuldig waren, da wir nie pon Ihnen ein Schreiben erhalten hatten. So weit es uns bekannt ist, haben wir Sie nur zweimal nt Anspruch genommen, und zwar zuletzt wegen zwei armen, hilfsbedürftigen Familien. Alle anderen Emigranten, die Sie ausgesucht haben sollen, siurrde» nicht voll uu@ an Sie gewissen. Diese Unglücklichen, vori der Not getrieben, haben Ihre Kultnsaemeinde tn ihrer Not genau so wie unsere und v<ele aridere jüdischen Gemeinden mit Hilfe angegangen. Es wird Ihnen sicherlich bekannt sein, daß unser Sfomilce eigentlich am meisten von tzwsöN "uMMckieu Gestraiideterr anfgosucht wird, da sie doch alle Triest passWWluch wir besitzet: die nötigen Mittel nicht, UNI diesem PhäWKn'der Hilfeleist-nng gerecht zu werden, jedoch ist es uns wie eiugefalleli, einensolchenBeschlilß w k e d e n I h r i g e n zu fassen, nämlich die Tore vor den unglücklichen durch Regiernngsmaßnahmen zu s ch ließen. Stellen Sie sich die unabsehbaren Folgen vor, wenn jede jüdische Gemeinde, Ihrem bedauerlichen Vorgang folgend, der Umwelt sin Beispiel solcher jüdischer Solidarität und Nächstenliebe zeigen würde. Sie hätten, wie wir es getan, an die Hilfe größerer jüdWr Wohlfahrtsgefellschasten appellieren nnd die ffasftmg von Beschlüssen vermeiden Men. die wahr* scheinlich den Behörden selbst, deren Schutz Sie gegen Ihre armen Brüder angernsen haben, nicht sympathisch geschienen sind. Wir behalten uns öpv d'e öffentliche stützjsche Nt e i >i >1 li g ü h e r I h r herzloses Borg e h e n i ii f o r nt ie r e n.^ Was hierniit durch Wiedergabe dieses exnsten rvärdig'ttl Schreihens geschieht. Es enthält noch eine Nachschr st. den Hinweis auf einen Ukas des österxeichisch e li Gene ralko n su!ats in Triest an das dortig e P g l ä st i n a a ni t nnd den bitteren Sch'luhsah: „D ' e können ans die s y f v r i > g e n R e s u l t a t e Ihrer I n t e r v e n t i o n wirklich stolz s e i n." - zu und Mischer aus Ingoflawien. Die jugofl<rw«rscste Siedlung in Pirläsiiim. — Die Jrriden und die Gemoindelvahste;r in Sevliieu. — Bor dom Paotoiiag dev jugoslawischen Iionisten. (Von unserem Korrespondenten.) Soeben stntz die Verhandlungen mit dem Kereii Kajemech l'Jsrael über die Siedlung jugoslawisch e r Juden in Erez Israel (nher die wir schon früher berichtet haben) zilm Abschluß gekommen. Der Boden von D j e d a (unweit von .Haifa ans der Straße noch Nazareth) in der Nähe von Nahalal ist den jugossowischen Chalnzint iibergeben worden. Sie haben beu Boden bereits übernommen und mit dent Aufbau der Sledlniig begönnert. (Der Boden wurde votn Keren Kajcmeth l'Jsrael tn Pacht genommen, das Geld ftir die Siedlungsinvestitionen haben die jugoslawischen Inden gesammelt.) Ter Djedaboden ist nach dent Urteil der ntaßgebendert palästinenstschen Fachleute gut und auch schön gelegen.!»> Bor Llrzer Zeit haben m Serbien und in Montenegro Gemein b o «w a h len siattgefundön. - Für die Juden dieser Gegenden bestand nicht die Notwendigkeit (wie zmn Beispiel in einigen Städterr Kroatiens)^ eigene Listen aufzustjellen, sondern sic haben sich an den Listen der anderen politischen Parteien beteiligt. In Belgrad hatten drei Parteien (Demokraten, offizielle Radikale und selbständige Demokraten) auf ihren Listen Judetk kandidiert, nnd es wurden auch ztvei Inden gewählt: Sc nr o j a de Ma j o, Advokat (Radikaler) und Dr. Bukic- P i j a d e (Demokrat), beide Nationaljnden. In Südferbien, wo es vielleicht notwendig wäre, daß die Jllden, zum Beispiel in Mona sti r und in N esküb (in jedem dieser Orte wohnen gegen 3500 Juden) selbständige Listen aufftellen und sich nicht ins Schlepptau der Reglernngsr oder Oppositionsparteien nehnten fassen, haben die Inden einige Mandate bekommen. Für die Anfstellnng eigener jüdischer Listen sind die Inden Südserbiens bis jetzt fast übexhaupt nicht politisch geschult. * Im Oktober wich der diesjährige Kongreß des j\[ g os l'awi scheu Zionisteuve r ba iid e s wahrscheinlich in Zagreb stattfinden, der sich mit sehr wichtigen Angelegenheiten der jugoslawischen Zionisten wird befassen müssen, Die o x g a n i s a t o r I s ch e il Angelegenheiten, auf die von der jetzigen Leitung großer Wert gelegt wurde, iverden ans dem Kongreß dnrchheraten werden muffen und für alle Ortsorganisationen bindende Beschlüsse gefaßt werden, um die Organisation zu stärken. Die einjährige Arbeit der s e p h a r d i s ch e n W e l io r g a n s a t i o n und besonders ihre A n s w i r k n n g e n nnd Resültate in der zionistischen Arbeit in Jtigoslawien werden objektiv nnd sachlich beilrteilt werden müssen. Es wird ferner mehr Aufmerksamkeit der Franeribelvegung zn iwbmeu sein, die in ein Shstem gebracht tverdetl maß. Auch die Situation in der zionistischen Jugendbewegung nach dem letzten Jugendkongreß in Sarajcho (über den wir berichtet haben) muß mit großer Aufmerksamfeit vom Kongreß behandelt lverden. Noch viele andere sehr ernste Fragen, nicht zuletzt die Zusammenstellung der neuen Leitung, werden den Kongreß beschäftigen. Die letzten zionistischen Kongresse in Jugoslawien waren nicht basoiiders gut beschickt, der diesjährige Kongreß wird ivohl diesen Fehler bcheben. Die Exekutive der Zionistischcri Westorganifaiio« hat die Entsendung eines Delegierten zngesagt.' ■_ F. Ajna l. Selbstmord in der Shnaaoge. In it s t in Galizien wurde dieser Tage der itriverheiraete 73 Jahre alte Gedatte in der Synagoge erhängt aufgefnlwen. Der Selbstmörder wttrde während des Weltkrieges von Kosaken nach der Erstürtiinng von Bus! derart mißhandelt, daß er arbeitsunfähig wurde. Er hat seiwenr Nnter- Ppttfl bezogen. In.der letzten Zeit hörte diese jedoch ans, so daß der Hiingernde beschloß, Seldstniord zu begehen. Früh morgens begab erffich in die Sytragogc, stiudel- '.wei Kerzen an und erhängte sich mit einem Handtuch. Mlnjan. Die Zionistische Bezirksseküon Leopoldstadt verEtsttet 2t lies vi' -nwrt »tn Feierliche Ccottesdiensie mit (Qhor im neurenovierten Zentral-Kino, 2, Bezirk. Tajapratraße 8a Der bekannte vorzügliche Oberkantor A. MarguÜos fungiert als Vorbeter / Karten sind bei der Kassa des Zentral-Kinps, 2. Bezirk, Taborstraße 8 a, im Warenhaus Brüder Schiffmann, 2. Bezirk, Taborstraße 48, Josef Singer, 2. Bezirk, Taborstraße 86, Bücherstube Rath, 2. Bezirk, Taborstraße 20a, und bei der Zionistischen Bezirkssektfon. 2. Bezirk, Zirkusgasse 33, zu haben Bühne tmb Kunst. Lar Programm de« hoseWdter lkhealerr. Die Direktion der Wiener Neinhardt-Bühne hat für die neu« Spielzeit nachstehendes Programm festgesetztr Das Theater in der Jpiefstadt beabsichtigt Milte September zur Ehrung Berpard Shaws 'ein Lustspiel „F a n n y s e r st e s S t Ü ck^ herauszubringen. Es folgen sodann dje Erstaufführungen des Schauspieles Rege ii" bott C o l t o n und N a n d o l f mit Ltlli Dgrvas und Friedrich Kayßler in den Hauptrollen nnd des Lustspieles „D e r Revisor" von Gogol mit Hermann Thimig und Oskar Homolka. lNegier Iwan Schmtth.) Als zwelle Klassikeraufführung wird Goethes «Iphigenie ans Tauris" mit Helene Th mig geplant. Max Reinhardt inszeniert Ende Oktober B i k t o r t a" von M a u g h a m sowie die deutsche Uraufführung von Frantisek Langers .Peripherie". In der ersten Saison-, Hälfte wird noch die Kpmödte „Nickel und die 86 Gerechte;i" von N e h f i s ch sowie das Lustspiel „D e r M a n n hne Moral" von FlerS und Caillavet herausgebracht. Helene Thimig kehrt Ende November au? Berlin zurück, um die Rolle der Marianne tn „Robertund Marianne" von G ä r a l d y zn kreieren. Ein junger österreichischer Autor, Alexander L e r n e t - H o l e n t a, kommt mit zwei Merlen zu Wort» „O l l a p o t r i d g" und „O e st e r r e i ch i s ch e K o m ö d i e\ In der zweit-n Sastonhälfte sollen folgen: Hauptmann: Dorothea A n g e r m a n n", Sternheimr «Die S ch u I e v o n U z n a ch*. Shaw: ,,Z u r ü ck z n M e t h ua l e mBrecht: „Leben G d u a r d 8. II. v o n E n stand", ll n r u h r „B o n a p a r t e", D y m o w; »Die etzteGeltebte", Sulc: „Mannequins", Adler nnd Frank: „D i e D a m e i n W e i ß", M e d e r a f t und Mitchell: „I n g e n d l i ch e h a b e n Z u t r t t t" u. q. m. Die Matineen im Rahmen doö „T h e q t e r s des. U e u e n" werden fortgesetzt. Als erste Vorstellung ist das Schaupjel „D i e W u p p e r" von Else LaSko-Schüler in Aussicht genommen, ew Werk, das zeitlich zwar nicht der jüngsten Gegenwart angehört, jedoch in Wort nnd Bedeqtnng an der Spitze!)tzr jungen Generation steht. We»ke von B i l l i n g e r, B r e ch t C s y k g r, H e r r n st a d t u. a. sinh für später in Aussicht geuommen. Aus de» Theatem. Burgthealer. Morgen. V,8 Ubr absndß, „Casar Cleopatra^. (Abonnement IV. Gruppe.) Akademietheqter. Morgen, ft,8 Uhx abends, „C a n v t d a". Raimund-Theater. Morgen, 7 Uhx ahends. Uraufführung des Alt-Wiener Singspieles „Das Schwalhenn e st" von Ernst M a r i 1 ch k a und Bruno G r a n i ch st ä d t e n. Theater an der Wien. Heute, ft,8 Uhr abends, 17ö. Ausführung der Operette „D i e Z i r k n s p r i n z e s s i n" von Emmerich Kalman. Johann-Strauß-Theater. Sonntag. 3 Uhr nachmittags. „Adieu, Mimt!" L u st f p i e l t h e a t e r. Heute Premiere der Novität „E v a B o n h e n r" von Hermann Heyermans, dent ch von El>e O t t e n. _ Burggarten. Ein volkstümlich Spiel von Ferdinand Leopold Soeser wurde als Freilichtansführüng im nächtlichen Burggarten geboten. Es ist ein Mysterienspiel, heißt „Gevatter Tod" und zeigt tzen Sensenmauil als Freund, Erzlcher untz Erlöser des Menschen. Die Perse sind leider nicht bloß schlicht, sondem hänsig auch überflüssig. Man übte Wohltat an Werk und Wirkimg, iynrtze mau eine hübsche runde Zahl von Reimen ausrupfen. Einige trHffllche schauspielerische Leistungen, der Mutter der Frau Btttnvr, tzer Jüngling Liedbergs (Düsseldorfer Stadttheater), der frische Hanswurst Eybners und ganz besonders tzer Lasiergreis Schumanns. Hingegen diesmal der begabte Rodend erg, ider verdiente Spielleiter des Mends, als Darsteller des Gevatters Tod uterkwürdig matt. Bescheideil, wohltiiend warn: und vESlleÄhaft die milsik-alische NntermaliMgS p ö r r s. Reue Mitglieder des Burgtheaters. Wie die Direktion des Bnrgtheaters mitteilt, treten mit 1. d. Herr Wohs-gan-g Alb ach und tzw Damen Maria Korten npd Elisabeth Wieland er in das Ensemble ein. Das Gastspiel des Jofefstädter Theaters in den Kammerspielen beginnt Freitag. Zur Aufführung gelangt der Schwank „Der Igel" mit Hans Moser in der Titelrolle. APollothrater. Für die Herbmesse hat Direktor Eckhardt ein großes internationales Programm zusannneugestellt, welches heute Mitttooch -yr Erstaufführung gelangt. Der Meisterntagier des Bige-königs von Indien, Lirrga-Gingh, proditziert sich auf tzem Gebiete der Illusion, es wirken ferner mit; Äe Mano-Btzdics, Marta Westerns „Lebende Bijauterien" irntz die Alhambragirls in ihrem Gesangsnntz Tauzpotponrri. Außerdem reichhaltiges Barietepryaramm. ArttstenPrÜfung. Bei der letzten Arttstetrprüfung, einer Institution, die ininter größerem Interesse begegnet, gajh es wieder bemerkenswerte Leistungen, Unter andorsm fies hm Syrost, eine begabte junge Sängerin ans, der schon beute eine erfolgreiche Karriere vorauSgesagi werden kmw und

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