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Wiener Morgenzeitung · 1926-09-01 · Heft 2703 (1.9.1926) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2703 (1.9.1926)
Date
1926-09-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 2708 Men, Mittwoch Wiener Moraenzettirng 1. September 1926 6*1 Tagesbericht. Set Sag von Tannenberg. Erinnert man sich noch des großen Jubels, der vor zwölf , Jahren in Deutschland und Deutschöfterreich ausbrach, als man von Tannenberg hörte? Die Extrablätter schrien einander in Grund und Boden, die Zeitungen nahmen mit Erlaubnis der Zensur die fettesten Typen: 200.000 Russen ertrunken! In die Masurensümpfe gejagt! Hindenburg! Ludendorff! Unbesiegbar! Die größte Schlacht der Weltgeschichte! Die katalaunischen Felder die Schlacht von Cannae ist ein elender Schmarrn! Alle Hinterlandsstrategen legten ihr Gold in Stecknadeln und bunten Fahnchen an. Die Buben spielten unentwegt innere Linie. Menschen, die entsetzt tvaren bei dem Gedanken, daß zlvcimachunderttausend Menschen im Sumpf ersticken mußten, wurden gescholten oder anonym der Staatsanwaltschaft angezeigt... Es war eine große Zeit. Dieses Tannenbcrg hat, wie inzwischen festgestellt worden ist, nicht stattgefundcu, wenigstens nicht in dem Umfang, der die Lyriker begeistert hatte. Es starben ja immerhin Menschen genug, u»b Tannenberg ist der Ausdruck der Politik des Siegfriedens geworden, die später Deutschland und seine .Verbündeten ins Unglück gerissen hat. Aber der Lorbeerkranz der großen Feldherren ist durch die Kritik der sachverständigen Mitmetzger zerpflückt worden. Die so ungemein charakteristische Mär von Hindettburg, der scholl Jahre vorher die Masurensümpfe studiert habe, erwies sich als unlvahr. Insbesondere schlecht kommt aber Ludendorff lvcg, denl seine Genossen stümperhafte Befehlsgebung und schließlich sogar das Plagiat zum Vorwurf machten, indem er die Anlage der Operation von dem plötzlich entlassenen General Prittwitz abgeschriebcn habe. Darauf aber kommt es in unserer Zeit weniger an als auf die Tatsache, daß von dieser Schlacht her das politisck)e Ucbergcwicht Lndendorffs datiert und daß von Tannenberg ans der Geist gegangen ist, der dann in Versailles triumphierte. Nach dein Tag von Tannenberg kam — erinnern wir uns nur — der Tag von Lemberg, von PrzemysI, von Väljcwo, kam die lartge dünne Reihe von Tagen voll Brand und Mord, voll Spitzeltums und Not, voll des großen Sterbens und über diesen Tagen wehte die Fahne Ludendorffs, den sein Kritiker, der General Hossniann, einen größenwahnsinnigen Kadetten nennt. Dieser Kadett hat Macht über Menschen gehabt, die er zu Millionen zwischen Nordsee mtb Mittolmeer hin und her warf. (Rochieren hat das im Rotwelsch .;es Militarismus geheißen.) Als dann 'der Luder-,dorff seme Fahne niederholte, als sein Kaiser davonlief mtb die Sa-ii pp cf in ihrem tobenden Zorn alles in Trümmer zu schägen drohten, öa krähte der größenwahnsinnige Kadett: Die Juden! Die Juden. Sy ist Tannenberg auch — -n die jüdische Geschichte gekonunen. Die neuen Steuern für Bier und Wein. '.hu den Gemeinden den Mehraufwand für ihre Zuschüsse zu den Kosten der Notstandsunterstützung für die ansgesteuerlen Arbeitslosen zu ersetzen, hat die Regierung im Nahmen einer Novelle zum Abgabenteilungsgesetze eine Neuregelung der B i e ru u d Weinste u e r in beit Ländern in Vorschlag gebracht. Das Gesetz wurde gestern im Nationalrat eingebracht und wird heute der ersten Lesung unterzogen. Danach bekommen die Länder die Ermächtigung, Verbrauchsabgaben für Bier bis znm Höchstbetrage von vier Schilling und für Wein von 12 Schilling Uro Hcktolster einznhebeu. Kr den Hansdnlt noNvendige Artikel bringt zu unglaublich billigen Preisen das Inserat der Firma Gerngroß auf Seite 8. Sehenswerte Herbstneiiheitenschau in allen Abteilungen. Sie bebende Crve. Erdstöße aus den Azoren. London, 31. August. (Reuter.) Ans Horta wird gemeldet, daß auf den A z o r e n i u f c I n, insbesondere auf der Insel Fayal, ein sehr schweres Erdbeben stattgefunden habe. Nach den bisher vorliegenden Meldungen wurden in Horta zahlreiche Personen getötet und verletzt. Weitere Einzelheiten über den Umfang der Katastrophe fehlen. In Italien. Rom, 31. August. Gestern mittags wurden in Bari und Ancona leichte Erdstöße in der Dauer von einigen Sekunden verspürt. Nach einer iveiteren Meldung war auch in der Umgebung von P o n t a D e l g a d a ein Erdbeben. Schaden wurde keiner angerichtct. In Gvkechenland. London, 31. August. (Tel.-Komp.) Wie uns aus Athen gemeldet lvird, war das gestern in einem Teile van Griechenland verspürte Erdbeben besonders heftig in den Städten Theben und Piräus, wo mehrere Häuser cinstürzten. Verluste an Menschenleben wurden nicht gemeldet. Die Katastrophe im Haken von Petersburg. Aus Moskau wird gemeldet: Die Zahl der bei dem am Sonntag in der Nähe von Leningrad erfolgten Untergang des Dampfers „B u r e n w e st n i k" ums Leben gekommenen Personen wird nach den letzten Angaben mit 15 0 beziffert, jedoch wird eine genaue Feststellung erst nach Durchsuchung des Dampfers möglich 'sein. An Bord befanden sich 5 63 Fahrgäste. Die Rettungsmannschaften konnten 285 Personen retten. Außerdem'konnte sich eine Reihe von Passagieren durch Schwimmen in Sicherheit bringen. Die Mehrzahl der Fahrgäste waren Kronstädter Einwohner, die sich auf einem Ausflug befanden. Dank dem H e ld e n m u t d e r Seeleute wurde eine Explosion der Dampfkessel verhütet. Die Katastrophe erfolgte in 30 Fuß tiefem Wasser unweit des Ufers. Ta eine Panik entlaub, war es unmöglich, die Rettungsboote des „Bnremvestmk" herunterzulassen. Unter den ums Loben -gekommenen Personen befinden sich auch die Gattin nnd die Kinder des Kapitäns sowie der Chef der politischen Abteilung der Kron- 'tädter Marinestation. Ein zärtlicher Liebhaber. Der Kunstnialer und gewesene H u s a r e n o b e rl e u t n a n t Alexander N e m e t h, der seit mehreren Jahreil die Tochter einer Kaufmannssamilie namens W i s i n g e r mit Liebesanträgen verfolgt, aber stets abgewiesen wilrde, überfiel, wie aus Budapest berichtet wird, Montag das Mädchen, das in einem Kanditengeschäft als Verkäuferin angestellt ist, und richtete sie durch Prügeln und W ü r g e n derart zu, daß das Mädchen in schwer verletztem Z ust a n d e bewußtlos in Rochnsspital überführt werden mußte. Da zitr kritischen Zeit niemand im Geschäft anwesend war, gelang es dem rasenden Liebhaber, zu fluchten. Nemeth wilrde heute auf die Anzeige der Familie Wisinger festgenommen und der Staatsanwaltschaft eingeliefert. Der Zustand des Mädchens ist e r u st, aber nicht lebensgefährlich. zionistisches fianhestomitee für SeRemitf). Heule um 8 Uhr abends findet im Zionistischen Bureau, i. Bez., Kärntnerstraße 28, die O b m ä n n.e r k o n f e r e n z statt. Die O b in ä n n e r ■ werd e n mit Rücksicht a u f die Wichtigkeit der Tagesordnung ersucht, p ü nktlich und zuversichtlich zn e t sch e inen. — .— ...*-•—*- Feinste Herrengarderobe nach Maß liefert z« müßigen Preisen in tadelloser Ausführung (auch auf Teilzahkuugl Rudolf Toldstein, Zivil- und Uniformschneider Gegr. 1866 Wien, 2. Bez.. Taborstratze 54 Tel.45-6-29 Kultus« und Iustiz.Taiare sowie Barette l35 Ser „ungekrönte König von Arabien". Th. E. Lawrence wird wieder englischer Sowat. Eine eigentümliche Nachricht ruft die Erinnerung an Th. E. L a w r e n c e wach, der als Mittler zwischen Arabern und England einen so entscheidenden Anteil an der Aufrichtung der arabischen Unabhängigkeit gehabt hat: Lawrence, der als Oberst dem britischen Kolonialamt zugeteilt war, hat seine Stelle liiedcrgelegt und seinen Rainen geändert, um als gewöhnlicher Jnfantrist in einem Londoner Regiment Dienst zu tun. Seinen eigentümlichen Entschluß begründet Lawrence mit seiner Freud'' a'.n Soldatenleben, den: er in seiner bisherigen hohen Stellung nicht nachgehen konnte. Er versichert, daß er sich in seiner neuen Umgebung zufrieden und glücklich fühle. Bei Kriegsausbruch war Lawrence, ein junger Archäologe, an den Ausgrabungen des Britische» Museums am Euphrat mittätig. Ms Kriegsfreiwilliger wurde er 1915 dem Arabischen Bureau in Kairo zugeteilt. Freude am ungebundenen Leben und Abenteurerlust hatten ihn den Beduinen nähegebracht. Ihre Art und ihre Sitten sagten ihm zu. Ein Urlaub im .Herbst 1917 führte ihn mit Emir Feisäl zusammen. Kurze Zeit zuvor hatte dessen Vater, Scheris Hussein, nach langem Zandern das Signal zum Abfall der Aräber von der Türkei gegeben. Diesen Widerstand zu organisieren nnd dem britischen Angriff auf Palästina nutzbar zu machen, war Lawrences Werk. Bei dem großen entscheidenden Angriff Allenbys auf Palästina im September 1918 bildeten die Aräber unter Lawrenaes Führung den rechten Flügel der britischen Arme, dem die Eroberung Transjordaniens oblag. Lawrence betrat als erster Damaskus. Für seine Verdienste wurde er, damals kaum dreißigjährig, zum Oberstleutnant befördert. Groß war feine Liebe für arabisches Wesen. Die Araber lohnten ihm mit grenzenloser Verehrung. Er galt als. der „ungekrönte König der Araber", offiziell wurde ihn: der Titel eines Prinzen von Mekka verliehen. Aus dem Friedenskongreß in Paris 1919 vertrat er die Interessen der Araber. Seine Memoiren, die für die jüngste Geschichte des jüdischen Volkes von Interesse sind, werden zu Beginn des kommenden Jahres in deutscher und en§> lischer Sprache erscheinen. Dr. A. No s e n b c r g Tödliche PserLefleischvergistunseu. Ans Hannover wird berichtet: In den letzten Tagen find in mehre»en Deister-Ortschaften zahlreiche Fälle von Fleischvergiftungen vorgekommen, die auf den Genuß von P f e r d e f l e i! ch zurückzuführen sind Bisher sind drei Todesfälle zu beklagen. Das Pferd, von dem das v'e rd o r b e n e F l e i s ch stamnit, war am Mittwoch geschlachtet und das Fleisch nach der Untersuchung freigegeben worden. Berhasinng eines Budapester Bankiers in Wien. . Ter Budapester Bankier Engest H er ma ny i-He rzm a n n wurde auf Grund einer Budapester Anzeige Sonntag hier auf offener Straße verhaftet. Wie „Esti Kurir" meldet, "hat Hermanyis Familie beschlossen, den Schoden von siebzig Millionen, die Hermanyi der Frankfurter Lebensversichernngsgesellschaft unterschlagen hat, zu ersetzen. In der Budapester Wohnung Hermanyis, der von seinem Vater ein großes Vermögen g e e r b t, in kurzer Zeit aber verschwendet hat, wurde gestern wegen 25 Millionen, die er in Budapest schuldet, eine Versteigerung vorgenommen. Zer Jude im englischen Lrama. Bon Henriette Nappaport. Tie Stellung, die die Menschen einer bestimmten Zeit- «poche den Zeitereignissen, lteueit Gedanken und Reformen oder einer Gruppe ihrer Mitbürger gegenüber entnehmen, spiegelt sich mit besonderer Deutlichkeit in ihrer Literatur. Bon allen Zweigen der Literatur aber ist es das Drama, dgs in erhöhtem Maße ans dein wirklichen Leben emporwächst uni) am unmittelbarsten zunt Leben spricht, weshalb cs auch das Zeitbild am eindringlichsten und getreuesten wiedergibt. Es ist daher mit selbstverständlich, daß es für uns Inden von besonderem Interesse ist, 511 beobachten, welche Gestalt der Jude in den Dramen der europäischen Völker annimint. Ein vor kurzem erschienenes Werk von I. L. Ca rdvz 0 beschäftigt sich mit dem Indem im Drama der E l is a b e l h i n.is ch e n Z e i t e P 0 ch e.*) Um die Rotte der Juden in der englischen Literatur der zweiten Hälfte des 16. und der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts richtig zu erfaffeu, gilt es vor allem, festzustellen, ob Juden in der Zeit seit ihrer Vertreibung aus England im Jahve 1290 bis zu ihrer Wiederaufnahme in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in England lebten, und inwieweit sie mit der einheimischen Bevölkerung in lebendigem Kontakt standen. Die alte Schule (Prynne, Green, Schaible u. a.) war der Ansicht, daß England in den fraglichen dreieinhalb Jahrhunderten von keinen Juden bewohnt war. Erst zu Ende des 19. Jahrhunderts wurde von Sir Sidneh Lee uub Lucien Wolf die Ansicht vertreten, daß Inden trotz der Vertreibung in England lebten; wenngleich ihre Existenz offiziell nicht zur Kenntnis genommen wurde, *) I. L. Cord 0 z 0: „The Contemporary Jew In The Elisabethau Drama". Amsterdain, 1925 so waren sie doch für die einheimische Bevölkerung eine wohlbekannte und selbstverständliche Erscheinung.*) Cardozo hingegen ist der Ansicht, England sei zu Ende des Mittelalters und Anfang der Neuzeit von Juden völlig unbewohnt gewesen. Er beweist, daß die Fälle, in denen Juden in der englischerl Geschichte oder Literatnr jener Zeit erwähnt werden, für die Annahme ihrer Existenz in England keineswegs beweiskräftig sind. In einigen dieser Fälle handelt es sich um Marannen, die sich nur so lange in England ailshalteit konnten, als sie dem Judentunt fern blieben und sich als katholische Spanier oder Portugiesen ausgaben; andere Fällc> ivie zunt Beispiel der des Kronprätendenten Penkin Marbeck, der angeblich von jüdischen Eltern abstammtc, erweisen sich bei einer eingehenderen Untersuchung als Jrrtüiner, die auf einer mißverstandenen und ungemutett Neberliefcrnng beruhen. Charakteristisch dafür, daß den Inden, mit einigen wenigen Ausnahmen, wie zum Beispiel Aerzten und Professoreil der hebräischen Sprache all den Universitäten, der Aufeirthalt in England völlig unmöglich war, ist die Tatsache, daß die Ritualinordanklagen seit der Zeit der Vertreibung völlig aufhörten, wenngleich die Erinnerung daran fortlebte. Wie fremd die Inden den Engländern des späteren Mittelalters waren, geht mit aller Klarheit schon daraus hervor, daß der bedeutendste englische Dichter jener Zeit, Geoffrey Chaneer, die Ritualmordgeschichte, die er in seinen „Canterbury Tales" erzählt, nach Asien verlegt. Wenn die Bezeichnung „Jude" in der dramatischen Literatur der elisabethinischen Zeit hällfig vorkommt, so hat das darin seinen Grund, daß das Wort „Jude" ganz allgemein als Bezeichnung für Pfandleiher, Wucherer, Kleiderhändler, aber auch für Sektierer, ausländische Protestanten und Ausländer überhaupt, vielfach auch als Schimpfwort verwendet lourde. Diese Ansdrucksweise konnte rtm so we- Diese Ansicht wurde neuerdings cm tu von I. Landa in seinem Buche „The Iew In Drama", 1925, »erstem * Niger zu Mißverständnissen führen, als doch wirkliche Juden im Lande nicht Vorhänden waren. In der Auffassung des Juden machte sich also eine feststehende Tradition geltend, die denl Juden bestimmte, unveränderliche Eigenschaften zuschrieb. Ans all dem ergibt sich, daß die Judengestalten, die wir im elisabethinischen Drama finden, keineswegs als realistische, bent täglichen Leben entnommene Menschen cmzusehen sind. Wirkliche Juden kannte man nur aus den oft tendenziös gefärbtell Erzählungen von Reisendelt, die den Jltden ans dent europäischen Kontinent begegnet waren. Daß der Aufenthalt von Juden in England als etwas Unlnögliches angesehell wurde, zeigte sich auf fast drastische Weise darin, das; von den neun Dramen jener Zeit, die ohne jeden Ziveifel Jtldeitgestalten enthalten, sämtliche Stücke oder doch wetrigstens jene Szenen, irr detten Juden vorkoinineit, nicht in' England selbst, sondern irr Italien, der Türkei oder einent anderen Lande der von Inden dichtbevölkerten Mittelineerküste spielen. Der .Jtlde wurde also als eine fremde und fremdartige Gestalt aufgesaßt, der man mit einem gewissen Mißtrauen gegenüberstand. Eine sympathische Jndengestalt ans die Bühne zu stellen, war ungünstig, weil sie der herkönnnlichen Anschanirng von beit Eigenschaften der Inden zuwiderlaufen würde. So erklären sich z. B. die abstoßendetk Züge des jüdischen Wtrcherers Jariph in „Dhree English Brothers Sherleg" von John Day, William Rowley und John Wilkins 1607 und des blutrünstigen, gransanten Inden in „A Christian Tnrned Türke" voll Robert Daborne 1612. Was John Fleischers Stück „The Cnstorn of the Eountry" 1620 anbetrifft, so handelt es sich hier um eine zienilich genaue Anlehnung an den Roman „Persiles und Sigismunda" von Cervantes, dem als spanischen Katholiken der Haß gegen die jüdischen Scheinchristen und die Verunglimpfung der Juden selbstverständlich war. Sehr aufschlußreich für die Beurteilung all dieser Jndengestakten ist folgende Tatsache: Ntn die Mitte ^»es 18. Jahrhunderts schrieb Colley Cibber (1671 bis 1757)

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