Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2702 (31.8.1926)
- Date
- 1926-08-31
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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-M 2 Me«, DienSkag Wiener MorMnzetttM«* 81. Augnst 1926 Kr. SM Die Ramek>Krise. Ae MMeranklage. Da Bundeskanzler Dr. Ranrek an, 4. September zur Völlerbnndtagung nach Genf reist, will er sich ein Vertrauensvotum des Parlaments mit auf die Fahrt nehmen, das ihn für die in der Zentralbankaffäre unternommenen Negierungsverhandlungen wenigstens gegenüber den Parteien, die ihn gewählt herben, deckt. Der vorzeitige Abbruch der Sommerfeffion hat die Schwierigkeiten, die im Parlament bestanden, nicht gelöst. Sie wurden nur vertagt und bestehen nach wie vor in unverminderter Stärke. Es ist der Regierung Ende Juli nicht gelungen, vorn Parlament das Einlagenfondssicherungsgesetz zu erhalten, das die Rückerstattung der für die Zentralbank deutscher Sparkassen lüugegebenen 70 Millionen Schilling ermöglichen sollte, llebevdies hatten die Sozialdemokraten wegen der ohne jede parlamentarische Ermächtigung verpulverten Riescusunnne den Antrag gestellt, gegen die Bundesregierung die M i niste r a n k l a g e zn erheben. Der Antrag war vom Vcrfassungsausschuß abgclehnt worden und soll nun in der heutigen Nationalratssihung vor das Haus kommen. Er wird wohl auch hier von den Mehrheitsparteien abgelehnt werden und Dr. Rnmek kann daun, wenn er will, diesen abgelehnten Anklageantrag als Vertrauensvotum der Mehvheitsparteien betrachten. Ob dieses Vertrauen der Majorität zu Dr. Ramek über die Völkerbundtagung hinausreichen wird, wird, jetzt im Parlament sehr angezweifölt. Auf diese Zweifel sind auch die mehr oder minder fundierten Gerüchte über einen bevorstehenden Rücktritt des G e s a m t k a b i n c t t s zurückzuführen. In einem uns aus Ungvar -»gehenden Brief werden Besch,oerven über die Heimatsrechtspraxis in K a r p a t h o r u ßl <r n d erhöben, die dringend nach Abhilfe verlangen. Es ist anzunöhmen, daß hier nur Uebergrisie untergeordneter Organe vorliegen, von denen die Prager Regierung nichts weiß. Wenn es sich so verhält, dann hoffen wir, daß die öffentliche Erwähnung genügen wird, dem Skandal, der -gegen Wehrlose verübt wird, ein Ende zu machen. Es handelt sich um jüdische Bürger, die im Rahover Bezirk, in Ja-sino, feit 30 bis 60 Jahren ansässig sind. Die Eltern sind aus Galizien emgewandert zur Zeit der Monarchie, als noch niemand die heutigen Zustände ahnte. Sie wohnen seit dieser Zeit in dem weltvergessenen Gebiet, waren gute Bürger des Staates und haben ihre Stuern und Abgaben geleistet. Sie haben Familien gegründet, >üre Söhne mutzten im Kriege mit den anderen bluten, viele sind nicht mehr zu-'ückgskehrt, viele leisten jetzt ihre Dienstpflicht in der tschechoslowakischen Armee. Aber nach der Auffassung der Verwaltungsbehörde sind diese Leute „F r e m -d e." Sie haben kein Staatsibürgerrecht und werden mit der Aufforderung schikaniert, sich p o l n i s ch e Pässe zu besorgen, widrigenfalls ihnen die Ausweisung nach Polen, das die meisten von ihnen gar nicht kennen, droht. Erstreckt sich der Friedensvertrag, der alle Einwohner des abgetretenen Gebietes automatisch als Bürger erklärt, nicht auch aus diese Leute, deren Bodenständigkeit nicht bestritten werden kann? Das neue Staatslmrgergesetz blicht sich, wie csscheint, nur aus gewesene ungarische Staatsbürger. Weshalb wurde an diese Leute, die mehrere hundert Seelen zählen, vergessen? Diese Staatenlosen haben sich das Recht erworben, als vollberechtigte Bürger zu gelten und es ist befremdlich, daß in der tschechischen Republik eine solche Sekkatur wehrloser Menschen noch möglich ist, daß man Leute, die niemals einen Grund zur Klage gegeben haben, als Frenrde deha-lldett, ja sogar auch ihre bereits im Lande geborenen uns ausgewachsenen Kinder als Fremde ansrcht. Wir besprechen dies öffentlich, um die Aufmerksamkeit der Prager Zentralregierung aus diesen Unfug zu lenken. An Anschlag ans die Skoda-Werke? Wie aus Pilsen gemeldet wird, bemerkte dort Samstag gegen 11 Uhr nachts der Wächter der Munitionsfabrik der Skoda-Werke bei Nürschan, daß bei dem großen Pulvermagazin etwas vorgehe. Er schlich sich heran mtb sah dort zweiMänner, die sich bereits innerhalb des Zaunes befanden. Ein Alarmschuß verscheuchte die Verdächtigen. Durch den Schuß wurden die übrigen Wachmannschaften herbeigerufen und es wurde festgestellt, daß die Flüchtigen nicht nur den Zaun in ziemlicher Breite durchschnitten, sondern auch die vor dem Pulvermagazin angebrachten komplizierten Drahthindernisse bis aus einige Meter Entfernung von dem Magazin mit Drahtscheren beseitigt hatten. Es handelt -sich offsnsichtlich um ein der s u ch t e s Attentat auf das Merck. Bon Pilsen wurde ein Polizei- Imub angefordert, der die Fährte aufnahm und sie über Felder und Wiesen bis zur Kolonie Mexiko verfolgte, wo die Spur jedoch verloren ging, so daß die Nachforschungen nach den Tätern bisher erfolglos Meben 3tt Spanien. Die Unruhen werden dementiert. Madrid, 30. August. (Havas.) Die Gerüchte, wonach in Madrid U n r » h e n ausgebrochen wären, werden aus zuständiger Quelle aß» P* B^-rL-stdung entbehrend bneidinet — Sie leeren Kaffen. Jedenfalls wird der Kanzler in Genf diesmal sehr vieles aufklären müssen, ehe das Finanzkomitee sich zn einer weiteren Freigabe von Kreditrateu entschließen wird, hat doch zunt Beispiel die parlamentarische Opposition, die bisher unwidersprochen gebliebene Behauptung aufgestellt, daß im Zuge der Aktion für die Zentralbank nicht nur die ganzen Kassenbeständc aufgebracht, sondern noch darüber hinaus Teile der Kreditreste, die für Investitionen bestimmt waren, für die Zentralbank verwendet worden sind. Bei dieser Sachlage erscheint es nicht leicht möglich, daß Dr. Ramek mit überwältigenden Erfolgen aus Gerts zurückkehrert wird, es ist vielmehr zn erwarten, daß das Finanzkomitce die weitere Freigabe von Kreditresten von Bedingungen abhängig machen wird, deren parlamentarische Durchführung auch bei den Meyrheitsparteicu wenig Freude, bei der Opposition jedenfalls nur Schadenfreude erwecken kann. Die Sozialdemokraterr, die seit dem Schnlkonflikt jeden Verkehr mit dem Bundeskanzler abgebrochen haben, haben es nun in der Hand, Platz für den Nachfolger Rameks zu machen. Als solche nennt mein Dr. Seipel und den gegenwärtigen Unterrichtsurinifter Dr. R i n t e l e n, dem ja schon bei seinem Eintritt in die Bundesregierung das Streben nach der Kanzlerschaft nachgesagt worden ist. Vor der Genfer Tagung werden die Anwärter ans beit Kanzler- Posten kaum die Lust verspüren, die Regicrnngsqcschäftc zu übernehmen. Nach Genf dürste allerdings die Krise aktuell werden. Das offizielle Ungarn feierte am Sonntag, mit großem Klimbim den Tag von M o h a c s, jene Schlacht, in der .unter den Augen des ungarischen Adels der rechtmäßige König Ludwig mit 24.000 Söldnern von den Türken abgeschlachtet worden war. Dieses Ereignis, das sich am 29. August 1526 zngetragen hat, gilt in der Geschichte als die Gebnrtsstunde. der österreichisch-ungarischen Monarchie, indem Ungarn nach der Erbfolge an die Habsburger kam. Allerdings vorerst nur auf dem Papier. Denn nach der Schlacht — der König, ein zwanzigjähriger junger Mann aus dem Jagellonerchaus, ertrank in einem Sumpf — überschwemmten die Türken unter Soliman dem Großen dos ganze ungarische Land. Drei Jahre -später belagerten sie unter starker Unterstützung des magyarischen Adels die Stadt Wien. Durch volle 160 Jahre blieb Ungarn türkischer Besitz und erst 1687 gelang es der deutschen Reichsarmee unter Karl von Lothringen - den Erbanspruch der Habsburger vollends zu realisierend . Weshalb das heutige Ungarn gerade dieses Datum zum Anlaß einer Feier nimmt, erklärt sich zwanglos erstens aus dem Rcklamebedürfnis, zweitens aus dem Revanchebestreben. Es wurde mit viel Aufwand von Geschichtsklitterung eine Verbindung von Mohacs und Trianou hergestellt, um nur das „arme, -zerstückelte", zusammengeraubte Großungarn wieder einmal hochloben zu lassen. Die ungarischen Grasen und' Barone waren während der Schlacht von Mohacs mit ihren Kontingenten ungerührt in der nächsten Nähe des Gemetzels gestanden. Sie ließen den König sich verbluten, we.il sie im Einvernehmen mit den Türken waren und außerdem ihre Kräfte schouen wollten, um nachher über die schwierig gewordene Bauernschaft herzufallen. Dies geschah freilich gründlich und der Bauernführer Dozsa wurde bald ein Opfer der Ritterlichkeit: Man hat ihn in Temesvar auf einem eisernen Thron gebraten. Und feine Standesgenossen bekamen die homagialeu Empfindungen fürchterlich zu fühlen. Aber die Mohacser Schlacht besagt doch nicht das geringste für ein besseres Verständnis der Situation von heute. Es sei denn, daß Horthy in Mohacs an den Kaiser Karl sich erinnern mußte, mit dem er ein Geschäft hatte-machen wollen. Als es mißlungen war, ließ der Verweser den letzten Habsburger im Stich. Der Vergleich mit Trianou stimmt schon gar nicht. Die Mohacser Schlacht war ein Verrat des Adels an Ungarn. Trianou dagegen war die Antwort auf den vermessenen Angriff desselben Adels auf den Weltfrieden. Nach Mohacs wurden die Bauern erschlagen, nach Tvianon die Juden, und die einzige Aehnlichkeit liegt im Keller des Britanniahotels zu Budapest. Dem Kinizsi ist der Hejjas gefolgt. Wenn man will, ist auch das ein Anlaß zur Feier, der Beweis, daß diese Sorte von Magyarentum ihr staatsbildendes, bauendes und schöpferisches Talent ungeschwächt bewahrt hat. ArilijavariW« Kundgebungen in Schanghai. Schanghai, W. August. (Havas.) Die antijapanis ch e u Kundgebungen dauern fort und werden namentlich v o n d e n S t n d e n t e n g e s ch ü r t. In den japanischen S p t n n e r e i e n ist e i n n e u e r l t ch e r A u s st a n d ausgebrochen. Mehrere Studenten sind verhaftet worden. _ * Radio im Zug. Ab 1. bis einschließlich 12. September wirb ein Radio w ag e u auf der Strecke M i e n- P a s J a u und zurück bei den Zügen D 55 (Wien-Weslbcchrihof ab 9 Uhr 05 Min.) und D 54 (Men-Westbahnhof an 21 Uhr 30 Mi».), ferner ei« zweiter Radiowagen ans der Strecke Wien-Graz und zurück bei den Zügen D 181 lWieir-Südbahnhof ab 8 Nhr 15 Min.) und £) oa> 2J J)ipof> Lu >h'hr iuL'&t Ae Politik des Seaerals Aderesru. (Bon unserem rumänischen Dr.-A.-M.--KorresPvnÄente-n.) B n k a r e st, 27. August- Trotz der Parlaments- und politischen Ferien geht durch die Reihen aller Parteien eine starke Bewegung, die auf entscheidende Vorkommnisse in allernächster Zeit schließen läßt. Insbesondere deuten die aus dem Lager der oppositionellen Gruppen vernehmbaren Stimmen ans eine starke Gärung. Durch die int Frühjahr erfolgte Berufung des Generals Averescu und seiner Volksjmriei wurden einerseits die Nationalen zur Zersetzung getrieben, andererseits auch die Bauernpartei heftig erschüttert. Diese Zerklüftung und Zerrüttung der Opposition weiß die Negierung des Generals Averescu sehr wohl auszunützen. Der« Volkspartei, die frsiher eine kleine und unscheinbare Gruppe war, sind seit dem Regierungsantritt des Generals viele und wertvolle Kräfte zugestoßen, die, wie die Oppositionspresse ironisierend sagt, vom „Geruch des Bratens" angelockt, ans den verschiedensten Lagern und Richtungen kalne.il, um das Heer der Althänger Avereseus zu vergrößern und zu verstärken. Die bisherigen Umbildungen der Regierung zeugen von der bedeutenden Anzahl gewichtiger Persönlichkeiten, die dem General ihre Dienste an bieten und von ihm in entsprechender Weise verwende! Zverden müssen. Freilich hat diese heterogene Zusammensetzung der Volkspariei auch große Unannehmlichkeiten für die Rcgierltng lnil sich gebracht. Aber inzwischen ist es der Regierung gelungen, nach außen hin an Prestige und Stabilität zu gewinnen und namentlich durch einige die Minoritätenp o l i t i k betrcffen'dc Maßnahmen sogar eine günstige Presse im Westen zu erlangen. Bon Wichtigkeit wird es sein, ob die Rcgierung Averescu die notwendige Kraft ausbringen wird, die Regelung der Staatsbürgerschaftsfrage, in der so viel Unrecht geschehen ist, jn der von denl jüdischen Bevöllernngsteil geforderten Weise dnrchzuführen. Erst dies wird ein endgültiges Urteil ermöglichen. Je mehr sich die Lage der Regierung konsolidiert, desto entschiedener widmet sie sich den fundamentalen Fragen der inneren und äußeren Politik. Obwohl es als ausgemacht galt, daß die Regierung Averescu die liberale Gesetzgebung unange- - tastet lassen wird, fängt mall jetzt an,. sich in grundsätzlichen Fragen von den Liberalen mehr, als es diesen erwünscht, sein kann, zu entfern». So wurde zum Beispiel im. letzten Ministcrrat, der am 24. August in Sinaia stattfand,, beschlossen, sogar gewisse Bestimmungen des Privatschulgesetz es abzuändern und den über dieses Gesetz sehr ungehaltenen Minderheiterl größeres Entgegenkommen zu zeigen. Es ist anznnehmen, daß auch die jüdischen Schulen, welche durch das Gesetz des Dr. Augelescu in die schwierigste -Lage versetzt worden sind, durch die beschlossenen Erleichterungen ein wenig aus der Klemme kommen können. (Wie berichtet, 'haben inzwischen die jüdischen Schulen in Siebenbürgen das ihnen von den Liberalelt weggenommene Oefsentlichkeitsrecht erhalten. — Red.) Auch in bezug aus die F i n a n z s r a g e n sticht das neue. Kabinett von den liberalen Vorgängern ab, und die Erfolge, die es bis jetzt erzielt hat, lasten auch eine Fortsetzung der selbständigen Finanzpolitik Vorallssehen, obwohl gerade hier von seiten der Liberalen der heftigste Widerstand geleistet wird. A u ß e npolitisch bedeutet der jüngst abgeschlossene Vertrag mit Frankreich einen entschiedenen Erfolg, wenn« auch seine Grundznge schon -unter der früheren Regierung fostgelegt worden waren. Olk es nun General Averescu gelingen wird, die zwei großen Probleme, die heute für die Geschicke Rumäniens voll größter Bedeutung sind — Anerkennung der Einverleibung Bestarabiens durch Italien und dadurch Abschtvächung der russischen Drohung und' Erlangung einer großen ausländischen "Anleihe fiir die Konsolidierung der Valuta und den Ausbau der Eisenbahnen —, in einem für Rumänien günstigen Sinne zu lösen, ist eine Frage, auf die schon die nächsten Atonale eine bestimmte Antwort geben dürften. Gegenwärtig werden alle .Hebel in -Bewegung gesetzt, um eine Anleihe von dreißig Millionen Pfund Sterling zu erlangen, die eine Rettung aus der Finangnot bedeuten würde. Eingeweihte behaupten, Taut „Adeverul", daß diese Anleihe zum Teil mit. Hilfe Deutschlands, welches sich mi Bukarest wieder gut stellen will, sogar noch vor dem Zusammentritt des Parlaments tzn Her'bst, abgeschlossen werden wird, und daß dies der Regierung ermöglichen wird,, den ersten tatsächliche» Schritt zur Konsolidierung der Landwirtschaft zu tun, nämlich eine Agrarkreditbank ins Löben zu rufen-und die von den Liberalen bis zur Virtuosität ausgebWeten Exporttaxen gänzlich aus dem Budget ausznmerzen. Sollten diese Erwartungen in Er- . füllung gehen, dann kann die Regierung Avercscus, entgegen den verschiedenen Prognostiken, mit cirrer Amtsdaucr von einigen Jahren rechnen. Las Ateste Parlament Ser Welt. Das isländische Parlament, Althing genannt, wird am 29. Juni 1930 1000- Iah re bestanden haben. Es ist die älteste gesetzgebende Versammlung der Erde und hat unter wechselnden Bedingungen die Jahrhunderte hindurch bestanden, als es sich das erste Mal auf der Th rngvalla ebene versammelte, bis jetzt. Das 1000-Jahr-Jübiläum soll nun durch eine Reihe großer Feste, mit deren Voribereitung begonnen ist, gefeiert .werden. Die ganze Dh'mgvallaebene soll zu einem eurgesriedeten isländischen Nationalpark umgeschafsen werden. Gleichzeitig will man Islands Hareptstadt RetMavik zu einer modernen Hauptstadt untgestaltsn, indem neue öffentliche Gebäude errichtet und neue Biertejl angelegt werden. Die Jubiläumsfestlichkeiten seW sMn eus der Thingvallaebeu-e stattifiuden. Jüdische Staatenlose in rutztand