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Wiener Morgenzeitung · 1926-08-28 · Heft 2699 (28.8.1926) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2699 (28.8.1926)
Date
1926-08-28
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Rr. S6W Mn, SamsW Wiener Morgenzeiiuna 28. August 19S6 Keiie 8 Savld Same. Zu seinem 180. Todestag. Die geistige Welt feiert jetzt den 16C Todestag von David ^Hume (1776—1926). England hat der Menschheit diesen Philosophen geschenkt, dessen Philosophie geNtlemanlike ironisches Lächeln soivohl dem Leben als auch dem analysierenden Geist widmet. Der Diplomat, Beamte und Sekretär Hume war ein gediegener und scharf sehender Denker, seine Beschäftigung mit der Philosophie hat aber trotzdem immer den Schein einer Lieblingsspielerei des Maharadscha. . Er philosophiert, weil es ihn dazu treibt; aber doch entbehrt seine Philosophie nicht des diplomatischen Anstriches: bei aller Schärfe -seines revoltierenden Geistes, bei aller Wucht seiner Götzenstürmerei bleibt ein Rest: die letzte geistige Barrikade. Hume hat den Seelenbegriff der dogmatischen Philosophie zu stürmen versucht. Das Ich des Menschen sei nur „ein Bündel" von Empfindungen und Vorstellungen, keinestvegs etwas Einheitliches, etwas Substantielles, das Träger der Persönlichkeit sein könnte. Dieser Schlag gegen die Grundlage kirchlicher Philosophie war aber viel zu gefährlich, als daß man konsequent dabei beharren könnte. Was also im Jahre 1739 in die „Abhandlung über die menschliche Natur" Aufnahme fand, fehlt gänzlich in den im Jahre 1751 erschienenen „Untersuchungen über den menschlichen Verstand". In diesem zweiten Werk berührt nämlich Hume mit keinem Wort das im ersten angeschnittene Problem. Tort hat er aber so viel gesagt, daß es genügte, dem wirklich großen Stürmer Kant Ausgangspunkt seiner Untersuchungen zu sein, deren Ergebnis die umstürzlerische und grundsätzliche Kritik der menschlichen Verstandesorganisation toar. Während Hume an der großen Gefahr — die andererseits sein großes Verdienst lvar —, an der Ucberschätzuug der Erfahrung scheiterte, indem er dadurch verleitet wurde, überhaupt c t w.a 8 über die Seele anszusagen, nämlich daß sie eben nur „ein Bündel" voir Empfindungen und Vorstellungen sei, drang Kain viel tiefer, setzte menschlicher Erkenntnis eine Grenze und wies das Seelenproblem überhaupt in den Bereich des Glaubens. Tas Problem ist bis heule nicht gelöst (trotz Mach, Hartmanu, Wcininger und vielen anderen!) und wird so lange nicht gelöst werden, als es das Zwitterdiug Mensch geben wird, das zwischen Verstand und Gefühl, zwischen Wissenschaft irnd Glauben gesetzt wurde. An Hume aber, der als erster eigentlich den substantiellen Seelenbegriff zerstöreit wollte, wird der Menschheit innner wieder offenbar werden, daß der Kampf gegen diesen Dualismus selbst nur eine Teilcrschcinnng dieses ewigen kosmischen Konfliktes ist, bedaigt durch Lcbensbedingungen und Stimmung. Der-Weisheit letzter Schluß muß immer das sokratische Nichtwissen bleiben... Denn was die Philosophen daneben wissen und sagen, hat nur Sinn nnb Bedeutung als Stcinchcn in der großen, vielfarbigen Mosaik der prometheischcn Bemühung, des Nichtwissens. Humes dogmatischer Empirismus ist auch nur ein Irrlicht in der dunklen Nacht des Suchens. Das Licht? Gibt cs das in der Philosaph'e? _ Leopold Thaler. Der Kaü Lkfsing. Das Urteil der Kulturwelt. Ter „Manchester Guardian" schreibt über den Fall Le!- fing: .Die ganze Angelegenheit ist ein besonders s k a n d alö'esBeiiviel antisenritischer Schurterct, obwobl es als Symptom keineswegs v e r e i n z e l t daftebt. Die Schwäche der preußischen Behörden hat alle Exzesse dieser Art begünstigt. Nun kann der gemeine K a m v s gegen d t e I u d e n mit re'at'ver Straflosigkeit fortgefühlt werden. Dcr deutsche Antiskmitikmus. der immer wieder die e m i n e n t e st e u u n o ehrenwerte Ft en P e r s ö n l i ch k e i t e n im heutigen deutschen Leben nr leinen Opfern wählt, icheint sich urr Lame der >,eit zu v e r s ch t i m m e r n statt zu,bessern". Mensch und Schmetterling. Skizze von Karl Baum. In einer jener illustrierten Zeitungen, die wie große bunte Bilderbücher sind für das ewige Kind „Mensch", stand von einem Forscher zu lesen, dem es gelungen ist, an Schmetterlingen eine Operation zu vollfüthren. Man denkt, liest man dies flüchtig und tiit Titel, in erster Reihe daran, es sei ein Weg gefunden worden, Verbrechen gut zu machen, wie sie die Menschen seit jeher an Tieren begehen: Etwa ausgerrssene Flügol der Schmetterlinge oder Käfer tviedcr einzuisetzen, zarte Farben neu anszutragen, die ein glücklich der Merrischerrjagd entkommener Falter abgestreift. Die Entwicklung der Menschheit begnügt sich aber hiemit nicht mehr. In steilem Fluge geht es dem Unendlichen und Unmöglichen entgegen, dem Transzendentalen: Sie köpft. Da stand zu lasen: Versuchsobjekten, lebenden Schmetterlingen, wurde der Kopf abgetrennt, und es hat sich erwiesen, daß sie (oder ihr Rumps) nicht nur iveitevlebeu können, sondern daß sie gut, körperlich gesünder, weiter bestehen, weil der Kräfteverbranch, von denr der Kopf einen Teil für sich in Anspruch ninmrt, unr diesen Teil sich für den übrigen Körper erhöhen darf. Allerdings, stand wenige Zeilen tiefer, fliegen die Tierchen nicht und kriechen den Boden entlang . . . Sie sind ihres Augenlichtes beraubt . . . Eben noch über luftige Wiesen geflattert, farbenspielerisch im Sonnenschein geträumt. Tautröpfchen genippt aus den Kelchen duftender Blumen, die sich dir des Nachts aufschließen ud dich in Freundschaft und Sicherheit rlmfangen, bis der Morgen graut ins neue Spiel des Lebens. Watte, grün dampfende Grashalme emporgeklettert, die Flügel mit den Fühlerchen geputzt, vorsichtig, den Favbenschmelz nicht abgustreifen, unter ein Laubblatt gekrochen vor dem Vogel in der Lust. Naher das gelbwogende Aehrenseld hin in den dunkelnden Wald, um von Himbeersträuchern zu naschen und sich des Mends im Sonnenschein zu baden, der über dem Bächlein liegt, mit Libellen im Tanz vereint. Ms du, schlaf- und lusttrunken, sonnenvergoldet im Dämmer der rmtevgehenden Sonne auf einer Glockenblume in einsamer Halde eingenickt, hat grünes Netz sich über dich geschlagen und verzweifelt flogst du gegen die Wandung sinnlosen Kerkers an . . . Bis man dünne Nadeln in deine Flügeln spießte, die längst ihre strahlenden Farben gelassen hatten an klebriger Glaswandung (ehedem haben sie noch einen heute schon toten, dafür aber im Museum ausgestellten zwicklnstigen Hirschkäfer beherbergt). 13) Ta fei Wasser diHeilwasser fr/_ [ „ randorm. ll X\1>. ■. . SAUrRRRÜNN Und dir empfindest, harmloser Falter, über dir etwas kalt Wehendes, in der Weiße der spitalgernchbehafteten Gelehrtenstube Glitzerndes . . . Hättest du Dostojewski gelesen, dn würdest es mit jenem Fallbeil vergleichen, das dem znm Tode Verurteilten über seinem Haupte schwebt bis zunr letzten Tausendstel seiner letzten Sekunde irdischen Lebens, die ihm immer noch eine Ewigkeit scheint, Ewigkeit, in der er alles irdische Glück arrszukosten vermag und alles Leid durchlebt, das von vergoldeter Kirchturmspitze ihm in den Richtplatz schimmert: Zu wenig Menschlichkeit. So aber befällt dich, kleine Schmetterlingsfeele, der Schauer eines Großen, das außerhalb deines kleinen Jchs ist, kalt weht dir das Messer gegen den Nacken . . . ein Frösteln . . . du willst den Gedanken: Weh! zu Ende denken . . . und du spürst nichts mehr als eine tiefe Dunkelheit .,. . Man hat dich wieder in deine Wiese gesetzt, in einen kleinen Grasfleck aus dem Garten deines Mörders. Du weißt nicht, wo du bist. Alles ist schwarz »m dich. Du hörst kein Ranischen mehr in den Gräsern, wenn sie der Aiberrdtvind bestreicht, nicht mehr dos Zirpen melancholischer Grillen zur Dämmerung der Nacht. Du sichst nicht Gräser, bunte Blumen, Vögel im blauen Reiher. Nur deine, kleinen Beinchen haben sie dir gelassen und mit ihnen gleitest dn über die Erde; dampfende, feuchte Wiesenerdc scheint sie dir nnb unendliche Mirkterckrust, an der dn, unglückliches Kind, geborgen bist. Und wie du dich fort* betvegst, in sic einzugehen, spürst dn in der Nacht deiner Tage, wie auch dein Innerstes verdüstert, und eine große Traurigkeit kommt über dich. Wenn dn noch einmal leben dürftest und ein klein wenig denken könntest, ohne vergessen zu haben, im Wissen, daß dn einmal warst und nicht denken konntest, würde dir sein, als sei es natürlich gewesen, als sei es gewollt von einem Höheren über dir . . . man nennt es Mensch; würde dir sein, als sei es natürlich, weil du es nicht zu ändern vermagst . . *• Aber tröste dich, mein kleiner Falter. Es gibt auch rmter ihnen, den Menschen, die du nicht verstehst, weil du begreifst, daß man nicht alles verstehen kann, solche Seelchen, wie du eines warst. Unbeschwert, oft auch mit weniger Gedanken als du sie hattest, deshalb aber doch mit dom Recht auf ihr Leben, flattern sie durch die Walt. Bis das Große, das über ihnen ist, anfstcht und sie köpft. Es nennt sich Vaterland, hat Viole Namen, fein Henker heißt stots Krieg. Nicht am Versuchstisch geschieht dies, nicht auf spiolerische Art, nicht so einzeln, wie bei dir; oft auch zur Blindheit, meist doch zum Tode. Und sie morden dich und uns und alle... im Namen der Menschlichkeit, diüser armen, getretenen, an die die Menschheit nicht glaubt, weil sie sich noch zu schwach fühlt, hier zu ändern. Es scheint ihr natürlich, daß nran sie mordet. Denn bis znm allerletzten Augenblick hat sie Hoffnung. Und dann ... die Bitterkeit einer Ohnmacht, die schmerzt, der Ohnmacht des Ansrichtigen, Ehrlichen, aber Wehr- und Machtlosen. Wie du, mein toter Falter ... Sie Fra« aks Jelekliv. Hierüber wird aus Amerika geschrieben: Die Ansichten darüber, ob sich die Frau für den Tetektiv'beruf eignet, sind geteilt. Einige Urteile gehen dahin, daß es ihr an Ausdauer fehle. Eine Frau könne auch nicht in allen möglichen Lokalen verehren, die der Adann betreten kann, ohne aufzufallen usw. Wieder andere erklären dagegen, mit weiblichen Detektiven geradezu glanzende Erfahrungen gemacht zu haben. Ihre weiblichen Talente, wie Anpassungsfähigkeit, Verstellungskunst, die Gabe, intuitiv zu kombinieren, machen sie in hervorragender Weise geeignet, Ausgaben zu'lösen, bei denen ein Mann versagt oder aus bestimmten Gründen, nicht in Frage kommt. Leicht ist die Tätigkeit der Detektivin nicht. Ausgesprochene Berussbegabung ist Voraussetzung, »veil guter Wille urrd Ardeitsfreudigkeit allein noch keine Goivähr für erfolgreiches Arbeiten bieten. Geistesgegenwart, ein gutes Gedächtnis, rrchiges Auftreten für den Fall einer Vernehmung als Zeugin sind,ebenfalls unerläßliche Forderungen. Zunr äußerer: Rüstzeug gehören robuste Gesundheit, scharfe Augen rrnd körperliche Elastizität. Eine kleine, unscheinbare Gestalt ist vorteilhaft.. . Die Dinge, mit denen sich die Privatdetektivin zu beschäftigen hat, stehen durchwegs auf de-c Schattenseite des Lebens zu Buch. Ehescheidungen, Kisdesentführungen, verschlungen aller Art bilden den Ausgangspunkt von Begebenheiten, die der Hilfesuchende dem Detektivinstitut meist nur in höchster Not und Verzweiflung preiLgibt. Zer gestohlene Esel. Von Liam O'Flaherty. Ter Angeklagte Patrick Haughy trat auf den Zeugenstand ttnd wurde vereidigt. Gerede crts er seine Aussage machen wollte, unterbrach ihn Amtsrichter Murnihan und fragte: „Wie ist doch Ihr Name?" Dcr Angeklagte war ein verbummelter Kesselflicker mit rvteni Haar und einem spitzen Kinn. „Patrick Haughy. Herr Amtsrichter", sagte er. „Oh!" sagte der Richter. „Ich meine, wie buchstabieren Sie ihn?" „Bei Gott," sagte der Kesselflicker und zuckte die Achseln, „ich Hab' ihn mein Lebtag noch nicht buchstabiert." „Lachen im Gerichtssaale. Polrzeimspektor Clarke teilte dem Richter mit, daß der Name H—a—u—g—h—y buchstabiert würde. ,>OH! fegte der Richter.' „Da sollte ich meinen, daß die korrekte Aussprache Aw—Hee wäre." „Der Name wird meistens .Haw—Hee ausgesprochen", sagt: Clarke. „Oder sollte es Och—ee sein?" sagte der Richter. „Es gab 'irische Könige dieses Namens." „Herr Amtsrichter," sagte der Allgeklagte, „ich wurde mit der Aussprache Haw—Hee verhaftet. Mehr Lachen :m Gerichtssaale. Der Angeklagte begann feine Aussage. „Es war so. Herr Amtsrichter", sagte er. „Mit einer schwarzen Eselin zog ich von Krlmaeshanahan aus, um nach Kilnamaramapagull zn gehen. D e Eselin hatte von einem Hinterfuß ein Ersen verloren und fing an zu lahmen, und bei Gott, ich hatte Angst, aufgegriffen zu werden, wenn ich sie lveiterkrieb, bei den Gesetzen heute über Grausamkeit gegen d'e Tiere. Da traf ich einen anderen Esel, es war ein Esel mit einem breiten Streifen über feinem Hinterviertel, als ob ihn jemand mit einem heißen Eisen geschlagen hätte, vielleicht ein Schmied oder ein Teufel von Frau, die ihn in ihren Kohlköpfen weidend fand. Ich sagte mir also: Ich borge mir diesen Esel und geb' drsür meine Eselin. Sehen Sie, Herr Richter, meine Eselin war ein viel 'besserer Esel und ich ließ sie nur da, um sie-ans dem Rückweg wieder mitzunehmen." ,Mo war das?" fragte der Richter. „In Ballysarnagaoran, Herr Richter." „So," sagte der Richter. „Also Sie stahlen einen Esel in B.'.lly—er—so und so?" „Nein, Herr Richter", sagte der Angeklagte. „Ich habe ihrr nicht gestohlen, ich habe ihn nur geborgt." Lautes Lachen im Gerichtssaale. Der Angeklagte fuhr fort: „Ich war noch nicht weit gegangen, da traf ich einen Marrn mit einem anderen Esel, ein räudiges Tier, das schlug 'mit den Hinterbeinen zusammen und hatte die Nase an' der Erde und blies bei jedem Schritt den Staub auf und hustete sich das Eingeweide aus dem Leihe, mit Erlaubnis zu sagen. Ich und dieser Mann unterhielten uns ein Weilchen und dann schlug er mir vor, die Esel zu tauschen; 5 Schilling wollte er ■mir noch dranfgebeu. Nun, ich dachte bei mir, daß ich einen besserer Esel für diesen Esel, den ich mir geborgt hatte, stehen ließ und daß ich doch verlieren würde, wenn ich den Esel von dem anderen Mann diesem Mann geben würde . . ." „Welcher andere Mann?" fragte der Richter. „Der Mann, von dem ich den Esel nahm?, sagte der Angeklagte. „Aber Sie sagten.doch, Sie hätten ihn auf der Landstraße gefunden?" „Nurr, wissen Sie, er mrrß doch irgend jemand gehört haben, und wenn er das tat . . Hier kratzte sich der Kesselflicker den Kopf, legte sein Gesicht in Falten und sah bekümmert aus. „Was ist nun los?" fragte der Richter. „Ach, mein Gott," sagte der.Angeklagte, Sie halben mich ganz wirr gemacht, Herr Richter, mit diesem Mann und dem anderen Mann, die gar nicht zu der Geschichte gehörten, nur vergleichsweise." „Was roden Sie jetzt für Unsinn?" fragte der Richter aufgebracht. ,My sind wir nun?" In diesem Augenblick erscholl lautes Gelächter im Gerichtssaäle. Der Richter verlor vollständig die Fassung und drohte, den Saal räumen zu lassen. „Wo waren wir? frage ich", sagte er zu dem Angeklagten.. „Ich dulde ke'inen Unsinn mehr!" „Ich traf ihn in Ballymorgnttery, Herr Richter", sagte der Angeklagte ruhig. „Wen trafen Sie da?" schnaubte der Richter. ,-Es war nicht gerade im Dorfe, aber dicht dabei", sagte der Angeklagte. „Ich meine den Mann mit dem alten Krüppel von Esel." „Großer Gott!" sagte der Richter, ,/welch außerordentliche Geschichte. Fahren Sie fort!" „Nun," sagte der Angeklagte rrnd wischte sich Arik dem Aerrnel über den Mund, „nachdem ich dm Mann verlassen hatte, zog ich weiter mit dem alten Esel, den ich von ihm gekauft hatte, oder besser, mit dem Esel, >derr er von mir gekauft ■hatte. Nein, aber nachdem ich ihm meinen Esel überlassen hatte, den er nur geborgt hatte für meinen eigenen Esel. Sehen Sie, er gab mir doch 5 Schilling und 5 Schilling sind 5 Schilling, nrnd wenrr der Esel nicht auf dem Wege stevben 'würde, könnte ich mir doch immer meinen eigenen Esel wieder nehmen auf denr Rückwege »ach Ballysarnagaoran. Aber wirklich, ich hätte ebenso gut auf eine Blechkanne einschlagen können wie auf den alten Esel, ■der nicht rveiter ävolste, und wach ein Paar Meilen legte er sich einfach auf die »Straße. Ich brachte ihn wieder auf die Beine, weil ich ihn am Schwänze hochzog, und er ging dann auch noch eine Meile, bis wir nach Kilnamaramaragull kamen. Und da sah ich einen Esel auf dem Felde und ich sagte mir: Ich werde den Esel nehmen und diesen Esel dalassen. Sehen Sie, so hätte jeder seinen Esel gehabt, weil ich doch diesen alten auf dem Felde lasserr wollte für den, den ich mitnahm, und dann wollte ich den wiederbringen, den ich nach Ballysarnagaoran nehmen wollte, wo ich meine eigene schwärze Eselin wiederfinden würde, und dann würde ich den Esel, den ich vom Felde genommen hätte, statt ihr dalassen und mit meinem eigenen Esel nach Hanse gehen." ,Minen Augenblick!" sagte der Richter. ,-Welchnr Esel meinen Sie?" Man hörte ein Kichern im Saal, aber der Richter sah sehr streng aus. Der Kesselflicker verlor vollständig die Herr-

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