Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2695 (24.8.1926)
- Date
- 1926-08-24
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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Ar. SSW Mn» DknStag Wien, I., Wippiingerstresse iS / Tel. 67307, 69292 TNiS-FpiK m*phon 69*1-23 Tehphon 6S-U29 H. Rnisbactier & Söhne, Wien, IrWentertsrgaise 3 BW’jejyT’t uik ■'j'snyi ör’jny 1 x p o r t Mach allen Slaalanl Tagesbericht. Vrainin, der Krim-Enthusiast. Der hebräische Schriftsteller Nicken Vrainin lebt seit Jahren in Amerika, wo er unter gewiß sehr sch-veron Bedingungen bemüht war und ist, der hebräischen Kultur den Weg Ml ebnen. Als Historiker und als politischer .Kritiker hat Vrainin niemals dauernden Erfolg finden können, weil er zu leicht enthusiasmiert wird, der Mann der Superlative ist und sich vom Glanz der auf der Oberfläche schimmernden Ereignisse beeinflussen läßt, ohne den Dingen auf den Grund zu gehen. Bor einigen Monaten verließ Vrainin die amerikanischen Gestade, unternahm eine Tournee durch Palästina, West- und Osteuropa bis hinüber nach Sowjeirußland und sendet seitdem von seinen Reisestationen an das in New-Nork erscheinende jüdische Dagblait „Der Tog" seine Berichte. Und da geriet der alte, auch sonst leicht begeisterte hebräische Schriftsteller in einen Zustand ständigen Entzückens. So waren denn seine Berichte aus den Ländern, die er besuchte, eine Serie höchster BegeisternngsemSbrüche. In Palästina überschlug sich jeden Tag seine Stimme. So riies er in Tvl-Aw'rw aus, diese erste echte ruck wahrhaft jüdische Stadt, sei „voll von Spinozas, Einsteins" und dergleichen mehr. Als Vrainin nach Sowjetrußland kam, tonrde er natürlich in die Krtmkolonien geführt, wo gerade eine Anzahl I o i u t d e l e g ie r t e r ans Amerika beisammen war. Brainin wurde gefeiert.mnb er geriet wieder in Verzückung, hiefi eine fulminante Rede, in der er sich glücklich pries, daß seine Augen dieses Werk sozialistischer Selbstlosigkeit den Juden gegenüber schauen durften; er telegraphierte dem New-Aorker „Tog", daß das Judentum der Sowjetrcgierung dankbar sein müsse fiir das' jüdische Kolonisatiottswerk in der Krim. Und die R eklameautomalen des Agrojoint nützen den Begeisternngsantomaten Vrainin, das Mitglied der Leitung der Zionistischen Organisation in Amerika, weidlich aus... Die p a l ä st i n e n s li s ch e Presse weiß mit diesen Eskapaden Brainins nichts anderes anznfangen,' als sie ironischgütig zurückznweisen. „Haarez" macht sich über Vrainin lustig und stellt seiner Begeisterung den in der „Wiener Morgenzeitung" wiedergegebeneil nüchternen Artikel des Sowjetpräsidenten Kalinitt gegenüber, der ehrlich genug ist, zuzugeben, daß der den Juden in der Krim überlassene Boden minderwertig ist und nur mit vieler schwerer Arbeit und mit Hilfe des reichen ausländischen Kapitals in fruchtbare Landstriche verwandelt werden könne. Ironisch schließt „Haarez" seinen Verweis: „Wie wir sehen, hält sich Brainin fiir einen kompetenteren Fachmann in russischen Kolonisationsfragen als der Präsident Kalinin. Jedenfalls dürfte man vom hebräischen Schriftsteller und einen der Führer des amerikanischen Zionismus erwarten, daß er seinem Blatte auch etwas über die Lage des Zionismus tlnd der hebräischen Literatur berichten und — einen Gruß all jener, die wegen ihrer zionistischen Gesinnung und ihrer Anhänglichkeit an die hebräische Sprache in den Sowjetgefängnissen schmachten, übermitteln wird." Es wird übrigens noch albzuwarten sein, ob der Siedegrad des Brainlnfchen Enthusiasmus auch anhalten wird, wenn er sich jenseits des Fangberelichcs der Tscheka befinden wird. Mer der Berge. T--Ss«Iiq«. Nach dem „Tiroler Anzeiger" ist im Benedigergebiet oer Sohn des Obmannes der Sektion Wien des Deutschen und Oesterrcichifchen Alpenvereines, Schattane r, durch Sturz in - eine Gletscherspalte tödlich verunglückt. Er ging mit seinem Vater und einer Dame angeseilt aus den Mulwitz-Kees, als plötzlich alle drei In eine 90 Meter tiefe Gletscher'palte stürzten. Eine nachfolgende Partie konnte das Unglück sofort in der 30 Minuten entfernten Defregger-Hütte melden, so daß man rasch an die Rettungsarbeiten schreiten konnte. Schattauer sen. und die Dame konnten mit Hilfe von Strickleitern mit ganz unbedeutenden Verletzungen geborgen werderr, während Schatrauer jun. infolge S ch ä d e l b r u ch e s bereits.tot war. Der 60jährige Graveur William Hartwig aus Berlin ist, wie die Blätter melden,;m Glöckner gebt et tödlich verunglückt. Beinl Uebergang vom kleinen zum großen Glöckner ist er im weichen Schnee ausgerntscht und 700 Meter tief abgestürzt. Die Leiche, wurde von einer Führerexpedition völlig zerschmettert aufgefunden. Wie die Innsbrucker Blätter melden, ist in den Kannser Bergen im Gebiete des Gepatsch ferners der AWcige Betriebsleiter der Firma Gebrüder Hetzky München), Bank«8» r e I: e r, tödlich verunglück. Der Realschüler H a n t k e aus Bonn, der bei einem ArtSflug auf den 2614 Meter hohen Pihappa während der Rast feines .Kameraden auf eigene Faust eilte Exkursion unternahm, ist tödlich abgestürzt, Wiener Moraenzeiknik« ». M«»fl rsro MM 8 I An „patriotisches" Anbrecherpaar. »Um den SchMag r« heben." — Baler und Söhne. Die Polizei hat zwei Einbrecher verhaftet, die im Stile des berüchtigten Moranözky gearbeitet zu haben scheinen. In der Nacht zum 31. Mai d. I. war in Lausanne das Geschäft des Juweliers Längle erbrochen worden, wobei den Tätern Schmuck im Gesamtwerte von etwa 96.000 Schweizer Franken in die Hände gefallen waren. Auf dem Tatort waren u. a. ein altes österreichisches Bajonett und ein Hemdkragsn der Größe 38 sowie die Nummer einer Wiener Zeitung vom 26. Mai zurückgeblieben. Es wurde vermutet, daß es sich um Wiener Einbrecher handle. Die gefundenen Gegenstände wurden auch tatsächlich als österreichischer Herkunft festgestellt. Nach langen Erhebungen wurden die beiden Hilfsarbeiter, die VrÜder Rudolf und Karl S a m s i n g e r, 26 Md 29 Jahre alt, zwei polizeibekannte Gestalten, die keinem Erwerb nachgingen, aber sehr flott lebten, verhaftet. Mit ihnen wurde auch ihr der Mitschuld verdächtige Vater, der 68jährige pensionierte städtische Laternenanzünder Karl Samsinger sen. in der gemeinsamen Wohnung, 3. Dez., Apostelgasse 27, in Gewahrsam genommen. Die Hausdurchsuchung ergab schwer belastendes Material. Unter den Dielen des Fußbodens versteckt tmttbe eine große Anzahl Juwelen in hohem Werte gesunden. Samsinger kam mit dem M ä r ch e n, er habe die Juwelen von einem Schmuggler erhalten, der sie aus England und Frankreich nach Wien gebracht habe. Er habe die Uebernahme der Goldsachen als ein hochpatriotisches Werk betrachtet, weil durch die Einfuhr von Gold der Schilling eine Wertsteigernng erfahre. Den Namen des Schmugglers wollte Herr Samsinger freilich nicht nennen. Die fortgesetzte Hausdurchsuchung ergab weitere überraschende Resultate. Im Ofen wurden unter 200 Preiszetteln auch einige mit einer Plombe gefunden, die die Initialen des Namens des Juweliers Längle aufweisen. Auch im Klosett der Wohnung wurden Juwelen entdeckt. Dort kamen auch Einbrüchswerkzeuge zum Vorschein. Auch ein Kragen der gleichen Halsweite und mit der nämlichen Marke, wie der in Lausanne, fand sich vor. Es wurde erhoben, das der alte Samsinger sich wiederholt vom Hause entfernt hat und mit beträchtlichen Summen znrückgekommen ist, die wahrscheinlich aus der Verwertung von Beutestücken in Pfandleihanstalten stammten. Aus den Pässen der Brüder kann man aus noch andere und ausgedehnte „Geschäftsreisen" nach der Schweiz, nach Italien und Frankreich schließen. Sie haben in den letzten Monaten einige Male Wien verlassen. Am 18. September des vorigen Jahres haben sie dem Vater aus Paris eine Ansichtskarte geschickt. Ende Mai dieses Jahres sind sie von Wien abgereist. Am 28. Mai haben sie bei Buchs die Grenze nach der Schweiz passiert und sich dann vom 28. bis 29. Mai in Bern aufgehalten. , Die Rückkehr dürste anfangs Juni dieses Jahres erfolgt sein. Offenbar sind sie damals m i t d er B e u t e des Lansanner Einbruches <mf Schleichwegen über die Grenze gelangt. Ans ihren Pässen geht hervor, daß sie aus getrennten Wegen h e i m g e k e h r t sind. . * Auf einer Ansichtskarte, die das Datum des 4. Juli trägt, teilen di« braven Sohn« dem Vater mit, daß sie ift Monte Carlo 300 Millionen gewonnen. . hätten. Hinter dem „Gewinn" von 300 Millionen verbarg si» wahrscheinlich die Kunde von einem großen Einbruch, dessen Schauplatz und Opfer hier noch nicht bekannt sind. Auf der Suche nach Straftaten, die ihnen zuznschreiben wären, stellte man im Sicherheitsbnreau fest, daß am 3. Mai dieses Jahres in L u« gano ein Einbruch in einem Jnwelierladen verübt worden ist, bei dem u. a. 51 Ringe, Uhren, Anhänger llisw. in hohem Werte gestohlen worden sind. Verdächtig erschienen zwei Männer, deren Beschreibung auf die Brüder Samsinger zutrifft. In Lugano ist auch am 24. März dieses Jahres bei einem Juwelier ein Einbruch verübt worden, bei dem Schmucksacheu im Werte, von mehr als 3000 Schweizer Franken gestohlen worden sind. Es ist nicht unmöglich, daß auch in diesem Falle die Brüder Samsinger die Täter sind. Di« Brüder Samsinger sind, wie schon erwähnt, berüchtigt e und v o r b e st r a f te Einbrecher. Die weiteren Erhebungen sind im Zuge. Der Kotastrophensommer. Ein Zyklon in Berlin und Budapest. Aus Berlin wird berichtet: Berlin wurde Sonntag von einem zyklonarttgen Sturm und schweren Regengüssen heimgesucht, der Materialsschaden anrichtete. In der Nähe der Pfaueninsel kenterte ein mit drei Personen besetztes Boot. Einer der Insassen könnte von einem vorüberfahrenden Motorboot gerettet werden, während die beiden anderen in den Wellen verschwanden. Ueberdies sind etwa 16 P e x s o n e n, die Sonntag Ausflüge und Segelpartien gemacht haben, leider nicht zurückgekehrt. Uvber Budapest ging Sonntag. abends nach 8 Uhr ein großes Unwetter nieder, das von einem orkanartigen Sturm begleitet war. Erdstöße ln Kinnpartien. Mailand, 23. August. Heute morgens wurden in Ad eilt o n in Kampanien heftige Erdstöße verspürt. Die Bevölkerung wurde von einer Panik ergriffen. Unfall eines Zeppelins. Friedrichshafen, 23. August. Gestern vormittags stieg vom Zeppelinban Friedrichshofen der Freiballon „Friedrichshofen" auf. An der Fahrt nahmen drei Person e n als Passagiere teil. Der Ballon tvurov bet Landsberg a m L e ch in 1500 Meter Höhe von einer Gewitterbö« erfaßt undniedergedrückt. Der Ballon wurde g e g e n einen Baum geschleude r't, wodurch die I n s a s s e n zumTeil erheblich verletzt wurden. NeueEiHe HochwasserschÄven im Burgenland. Aus Sauerbrunn wird gemeldet: Ueber das ganze Bnrgenland gingen in den letzten Tagen schwere Gewitter nieder, die einen ziemlich großen Schaden anrichteton. In der Gegend von Güssing wurden die Fluren vollständig überschwemmt. In der Gegend von H e i l i g e n b r u n n wurde durch das Hochwasser die gesamt« Grnm'm et ernte vernichtet. Auch in Jennersdorf und im Gemeindegebiot von R a k s wurden an den Kulturen, Häusern und Kommunikationen schwere Schäden angevichtet. In der Gegend von K ö n i g s d o r f überschwemmte der Lasnitzfluß ein ziemlich großes Gebiet. Drei Personen im Plattensee ertrunken. Ans dorn Plattensee ereignete sich Sonntag nachmittags bei Balaton-Boglar ein schweres Bootunglück. Sechs Budapvster Ausflügler hatten ans einem mir dreisitzigen Boote eine Ruderpavtie unternommen. Das überfüllte Boot kippte ztvei Kilometer von; User entfernt um und seine Insassen stürzten t n 8 Wasser. Drei von ihnen, darunter zwei Frauen, sind e rtrunken. Die übrigen konnten von herbeigeeilten Fischerbooten gerettet werden. Bisher wurde eine Leiche geborgen. Die Wettervoraussage lautet: Bei wechselrrder Bewölkung stellcMoeise kurze Strichregen nicht ausgeschlossen, nordwestliche Winde, an Stärke abnehmend, mäßig warm, dann wieder Besserung wahrscheinlich. La« Geheimnis des Schnerbergmorde». Enthaftung des zweiten verdächtigen, Wergitter. Ans Wiener-Neilstadt wird gemeldet: Wie bereits berichtet, wurden Samstag, spät nachmittags, der Förster Neugebauer nnd der Holzarbeiter W e r g i t t e r aus Schwarza« im Gebirge unter dem dringenden Verdacht vechcvftet, den Word cm den Jägern Peter Berger und Florian Spanriegl am Knhschnevberg bezatMl zu haben. Mertzitter konnte sei« Alibi stWandfrai Mr die Movdnacht Nachweisen, so daß er wieder ans freien Fuß gesetzt werden mußte. Auch Neitgelbaner gab an, in der fraglichen Mordnacht zu Hause gewesen zu sein, doch kann er nur seine Familienmitglieder hiefür als Zeugen anführen. Die Verdachtsmomente gegen ihn sind derart erdrückend, daß sich die Gendarmerie genötigt sah, den Verhafteten dem Bezirksgericht Gutenstein zur weiteren Untersuchung zu überstellen. In Schivarzau im Gebirge war es allgemein bekannt, daß sich Neugebauer in seinem Dienste verschiedene Verfehlungen zuschulden kommen ließ, nnd da Nengebauer wußte, daß die beiden Jager Berger und SpannriogÄ genaue Kenntnis davon hatten und Spanriegel sich über diese Verfehlungen Neugebäners genaue Ans-' schreib ungen machte, ist der Verdacht nicht von der Hand zu weisen, daß Nengebauer schon ans diesem Grunde den Mordplan gefaßt halte. Neugebauer, ein gebürtiger Schlesier, ist seit zirka sechs Jahren als Förster in Schwarzau im Gebirge tätig. Er ist 47 Jahre alt, verheiratet nnd hat zwei Kinder. Bei seiner Verhaf«' tung war Neugebauer auch nicht sonderlich überrascht,, doch leugnet er bis zur Stunde noch immer, mit der Tat In irgend welchem Zusammenhang zu stehen. Wien, 24. August. * Selbstmordversuch im Polizeikommissaviat. Im 15. Bezirk wurde gestern abends der 20jährige Eisendreher Viktor /Schaffer wegen bedenklichen Besitzes einer Autodecke, die er zum Berkauif angeboten batte, angchalten. Während er ans den: Kornmissariat Schmelz visitiert wurde, zog er aus der Tasche einen Revolver und jagte sich eine Kugel in die rechte Schläfe. Schwer verletzt wurde er in das Misabech-Spital gebracht. * Ein Fluchtversuch mit tödlichem Ausgang. Vor einiger Zeit wurde hier ein junger Mann, der sich Bela Kiß nannte, ohne Unterstand und Ertvavb war, zur Feststellung seiner Identität in Schubhast genommen. Eines Tages hatte er erklärt, er sei in Wirtlichkeit der Gärtnergehilfe Johann S ch o I t e s, 1908 zu Kecstemet geboren. Wie andere Hftlinge, war auch er damit beschäftigt, ans dem flachen Dache des Polizeigefangenhauses Decken zu klopfen. Unter dem Vorwand, daß er aus den: Dache seinen Kamm und seine Zahnbürste verloren habe, bat er nach der Arbeit, nochmals hinanfgehen zu dürfen. Die Bitte wurde ihm gewährt. Gestern um etwa 2 Uhr nachmittags eilte der Bursche an den Rand des Daches, schwang sich, che der Inspektor ihn erreichen konnte, über das. Gitter und sprang ifti Bogen aus das darunter liegende Glasdach einer im Hanse nebenan befindlichen Tivglvarenfabrik, wo er schwer verletzt liegen blieb. Die Feuerwehr mußte ihn bergen. Aus der Unfallstation erlag der junge Mann seinen Verletzungen. * Tödlicher Unfall auf, der Stadtbahn. Sonntag um 11 Uhr nachts wollte eine etwa 35jährige Frau in der Stadtbahnstation Westbahnhof-Mariahilsevstraße ans einen gegen Hütteldors fahrenden .Stadtbahnzug oer Linie GD anffteigen. Sie glitt in dem Augenblick aib, als sich der Zug in Bewegung setzte und wurde zwischen Bahnsteig und Trittbrett eingerlenunt. Der Zug wurde zum Halten geibracht. Man barg die Verringlückte Die ReUungsaesellschast konnte nur den Eintritt des Todes feststellen. Die Beriinglückte ist die Hausgehilfin Gusti K o l l a r z, 13. Bez., Hadikgasse, wohnhaft. — Ebenfalls durch Selbstverschulden wurde um 9 Uhr 50 Minuten ein Mann schwer verletzt. Ein Fahrgast sprang 20 Schritt« vor der Haltestelle Lerchenfelderstraße von oer hinteren Plattform des Triebwagens eines Zuges der Linie 6 ab und stürzte. Er kam mit dem rechten Fuß rinter den Beiwagen, wobei ihm der Fuß beim Oberschenkel abgetrennt wurde. * Selbststrllung eines Berliner Verlegers. SoMtag hat: der gewesene Inhaber des Berliner „Mavbu"-L-evlages, der Wjährige Max Buchüol^ in Bevlin-Lichtenborg, KanMraße 19 wohnhaft gewesen, beim Komlnissariat Innere Stadt nrn der SeWanzeige gestellt, daß er 1600 Mark, die er vor drei Monaten Von seinen Angestellten als Kaution übernommen, ohne Wiffen der dlngeftellten für das Geschäft verwertet habe. Er fügte hln-u» daß er das Geschäft später yabe cmfgeben müssen. Bnchhotz wurde dom KcmdeLMrW oiagoWevt,