Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2695 (24.8.1926)
- Date
- 1926-08-24
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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e-Il« r - W!i». DIsiiM M««er M»rsrnzett««kg 21 1886 3!t. 359Sr Rach der Tagung des Zionistischen Aktionskomitees. Mn Avtikel des Londoner „Haolanr". Das Londoner zionistische Zentralorgan ,Haolam" veröffentlicht an lettenbet SteNe den folgenden mit „W" gezeichneten Artikel unter dem Titel „Was nun?" * Das Aktionskomitee hat in seiner letzten Tagung flute Arbeit geleistet und das Verantwortungsgefühl, das alle seine Mitglieder erfüllte und über alle Gegensätze der Parteien das ■ Gemeinsame hervortreten liest, hat eine gute und fruchtbare Stimmung geschaffen, die die Voraussetzung für die Erfüllung der schweren Aufgaben bildet, die uns im kommenden ' Winter erwarten. Es ist daher am Platze, sich an der Hand der Ergebnisse der Aktionskomiteesihnng die heutige Situation des Zionismus zu vergegenwärtigen. Die politische Lage des Zionismus ist in der letzten Zeit in eine gewisse Stabilität eingetreten. Das Festhalten der britischen Regierung an der Politik der Balfour-Dcklaration ist über jeden Zweifel erhaben, und die Interpretation, die England dieser Politik tn dem bekannten Chnrchillschen Weißbuch gegeben hat, zeigt ungefähr die Richtung an, in der sich die englische Politik bewegt. Bei der Durchsi'chrung dieser Politik geht England allerdings vorsichtig und langsam vor, langsamer als die wachsenden Bedürfnisse des aufstrebenden jüdi- . scheu Nationalheimes zulassen. Ohne in eine Diskussion über die letzten Ziele des Zionismus einzutreten, muß klar gesagt werden, daßöieheutigeHaltungderMandatarmacht in wichtigen Einzelfragen weder die Erleichterungen gewährt, von denen das Mandatspricht, noch das im Weißbuch f o r m ulierteZiel einer wachsenden jüdischen Einwanderung fördern bilft. Die zionistische Politik wird sich daher, so wie schon bisher, auch in der nächsten Zukunft vor allem darauf konzentrieren müssen, die Mandatarmacht zu größerem Entgegenkommen in Einzelfragen zu veranlassen. Es handelt sich dabei vor allem um wirtschaftliche Probleme. Auf politischem Gebiet hat, wie wir anerkennen müssen, die Mandatarmacht durch ihre Sicherstellung von Ruhe und Ordnung im Lande die Voraussetzung für unsere Arbeit geschaffen. In wirtschaftlicher Hinsicht jedoch beginnt jetzt erst langsam das Verständnis bei der Mandatarmacht, daß anch in dieser Hinsicht eine aktive Unterstützung der jüdischen Kolonisation nicht nur im Interesse der Juden, sondern im Interesse des ganzen Landes liegt, wie die, großen Ueberschüsse der Regierungsfinanzen in den letzten zwei Jahren erwiesen haben. Mit vollem Recht hat das Aktonskomitee 'bie Meinung ausgesprochen, daß die Periode der Vorbereitung jetzt beendet ist, und die Regierung nunmehr im Sinne des Mandates bei der Entwicklung des Landes mit der Jewish Agency kooperieren muß. Sache der Zionistischen Exekutive wird es sein, der Mandatarmacht klar zu machen, daß die Regierung etwas tun muß zur Milderung der jüdischen Arbeitslosigkeit, die nur die andere Seite der jüdischen Einwanderung darstellt, aus der die Negierung so großen finanziellen Nutzen zog. Ferner muß immer wieder darauf .hingewiesen werden, daß in allen Ländern der Welt — auch . ohne Mandat — ländliche Kolonisation von den Regierungen gefordert wird, durch Steuerbefreiungen und Erleichterungen aller Art, insbesondere auch durch Zuteilung von Staatsboden. In Rußland hat die Regierung den Juden Boden gegeben und dadurch unleugbar die Sympathien eines Teiles der reichen amerikanischen Juden gewonnen, deren Kapital die Russen auf diese Weise ins Land ziehen. Palästina könnte, dieses Kapital zu einem großen Teile auch für sich gewinnen, wenn die Regierung den Kolonisten ebenso entgegenkäme wie die Sowjetregierung. Das Projekt, osteuropäische Inden, die zur Auswanderung gezwungen sind, in Palästina mit Hilfe ihrer amerikanischen Verwandten anzusiedeln, verdient die größte Aufmerksamkeit und könnte durch Zuteilung von Staatsboden als Landreserve seiner Verwirklichung näher gebracht werden. Auf diesen und ähnlichen Gebieten muß sich hie politische K l e i n a r b e i t des Zionismus in - der nächsten Zeit bewegen, ohne daß große politische Sensationen oder Parolen zu erwarten wären. Der politische Apparat der Exekutive wird dabei reichlich zu tun haben. Gleichzeitig darf die politische Propaganda, Gewinnung der öffentlichen Meinung, in England und anderen Ländern, keinen Augenblick außer acht gelassen werden. Zur Stärkung unserer politischen Position und gleichzeitig zur Verwirklichung unseres Zieles gibt es nur e i n sicheres Mittel: die Vergrößerung unserer kolonisatorischen Arbeit. Der Zionismus hat keine politischen Machtmittel wie andere Völker. Unsere Machtmittel sind vor allem der Wille und die Arbeit unseres Volkes beim Aufbau der nationalen Heimstätte. Dieser Wille muß sich zeigen in der Ausnützung der Möglichkeiten, die uns heute gegeben sind. Wir haben noch lange nicht von dem Möglichkeiten Gebrauch gemacht, die uns durch das Weißbuch e i n g e r ä u m t wurden. Der Wille unseres Volkes, in Palästina seine Heimat aufzubauen, beruht nicht auf politischen Ereignissen, die von außen gekommen sind, sondern auf dem tiefen nationalen Bedürfnis, das sich in unserer Geschichte stets manifestiert hat. Die Erweckung der Herzen im Sinne Achad Haams und die Organisierung - des Volkes im Sinne Theodor Herzls sind daher noch immer unsere wichtigsten Aufgaben, um den Faktor zu schaffen, dessen Witte und Tat Palästina jüdisch machen kann. Das Aktionskomitee war sich dieser Notwendigkeit wohl bewußt. Es hat die Pläne zur Erweiterung und Vergrößerung unserer Machtmittel mit großem Ernst beraten. Zn diesen . Plänen gehört' das Projekt der Erweiterung der Jewish . Agency, das auch die außerhalb der Zionistischen Organisation ^stehende/k für die AaWtrrasiedlung interessierte« Lrsise hirÄt und verantwortlich mit dem Aufbauwerk verbuchen will. Aber auch abgesehen von diesem Projekt, dem die Tätigkeit Doktor Weizmanns, vielleicht unter Mitwirkung von Herbert Samuel in Amerika gewidmet sein wird, das jedoch durch den bekannten Streit um die Krimkolonisation erschwert worden ist, besteht die Notwendigkeit der Schaffung größerer Mittel, um die Kolonisation in größerem Maßstab in Angriff zu nehmen. Es ist nicht zuviel gesagt, wenn man die Bchattptung aufstellt, daß dieser Gedanke im Mittelpunkt der AktionSkomiteesihuttg gestanden hat. Bei der Beratung des Budgets waren alle Teile darin einig, daß die Frage der Aufbringung der Mittel das wichtigste Problem bildet, da jedes Budget sinnlos ist, wenn es nicht gedeckt wird. Die Vertreter aller Länder waren sich klar darüber, daß im neuen Jahre äußerste Anstrengungen gemacht werden müssen. Denn nur wenn es endlich gelingt, die bis jetzt begonnene Kolonisation selbsterhaltend zu machen und die bisherigen Einwanderer im Lande wirtschaftlich zu vevwurzeln, kann an eine Erweiterung und Vergrößerung unserer Operationsbasis geschritten werden. Das Referat von Ruppin hat bewiesen, daß auch die Frage einer Anleihe wichtige Fortschritte gemacht hat, und daß sich auf diesem Gebiete Arbeitsmöglichkeiten ergeben, vorausgesetzt allerdings, daß die Arbeit des Keren Hajessod nicht stocke und die Kontinuität unseres Werkes nicht unterbrochen wird. Unser wirtschaftlicher Fortschritt in Palästina ist nicht nur unsere stärkste politische Waffe, sondern auch das stärkste Argument in der Verhandlung mit jenen Faktoren, mit denen wir wegen einer Anleihe oder anderweitiger großer Geldbeschaffung zu tun haberu . Hand in Hand aber mit dieser Sorge um den Fortschritt unserer Arbeit im Lande muß die Sorge um unsere Bewegung gehen. Der Zustand der zionistischen Bewegung ist nicht befriedigend, weil der materielle und geistige Zustand unseres Volkes nicht befriedigend ist. Die durch den Krieg bewirkte Zerrüttung unseres Volkes und die schwere seelische Krise der ganzen Welt haben ungünstige Bedingungen geschaffen für eine Bewegung, die einem großen Ideal zustrebt und von dem einzelnen große Anstrengungen verlangt. Die Gedankenwelt des Zionismus entstammt einer anderen Zeit, mtb sie muß sich heute weiter entwickeln und mit den Zeitströmungen auseiuaudersetzen. Die jüngste Generation hat innerhalb des Zionismus noch nicht ihren eigenen charakteristischen Ausdruck gefunden. Unmittelbar nach dem Kriege glaubte die gesamte zionistische Jugend, daß ihre sofortige Uebersiedlung nach Palästina bevorsteht. Heute erkennen wir, daß die Entwicklung Palästinas ein allmählich fortschreitender Prozeß ist und daß das Land nicht in einem Ansturm chaotisch alle Kräfte aufnehmen kann. Dies hat eine gewisse Enttäuschung bei der jüngsten Generation hervorgerufen, und es ist Sache der verantwortlichen Faktoren im Zionismus, diesen Nachwuchs wieder stärker geistig mit der Bewegung zu verbinden und die Jugend auf der einen Seite mit den großen Energien' verlangenden Realitäten Palästinas, auf der anderen Seite mit der tief innerlichen und umstürzenden Bedeutung des Zionismus als des Strebens nach jüdischer und menschlicher Wiedergeburt bekannt zu machen. Von diesem Äasichtse Punkt aus ist es sehr zu begrüßen, daß das Aktionskomitee sich diesmal auch ernsthaft mit dem Zustand der Bewegung beschäftigt hat, und daß die Notwendigkeiat anerkannt wurde, einen organisatorischen Apparat zu schaffen, der das Zentrum stärker als bisher mit der Peripherie verbindet und für eine Belebung nd Durchblutung des zionistischen Organismus Sorge trägt. , Das Aktionskomitee hat also auf den wichtigstem Gebieten neue Richtlinien gezeigt, und nicht nur durch seine Stimmung nationaler Verantwortlichkeit, sondern auch durch seine praktischen Maßnahmen die Voraussetzungen für eine starke zionistische Arbeit im nächsten Winter geschaffen. Die Exekutive bedarf zu ihrer Durchführung nicht nur eine „aktive Politik der Mandatarmacht", sondern auch eine aktive Unterstützung der zionistischen Welt, die unsere größte Macht ist. ' .' -i- , (Die hier wiedergegebenen Ausführungen stellen die vollkommene, fast lückenlose Annahme des seit jeher von der „Wiener'Morgenzeitung" vertretenen Standpunktes dar. Cs ist zu begrüßen, daß die Wichtigkeit der politischen Tätigkeit wieder ihre Anerkennung findet.^—Die Red.) Mische Amerikawanderer von der Sevortation gerettet. Dev vevtraftslose Zustand zwischen R-uskland und den Vereinigten Staaten. ll. Berlin, 23. August. Eine große Zahl der aus Rußland ohne EinreiseorLaubnis nach Amerika eörigeiwanderten Juden, die bereits zur Deportierung nach Rußland bestimmt waren, wird wahrscheinlich doch in Amerika verblelhen dürfen, weil Rußland ihre Austrahme verweigert. Da zwischen den Bereinigten Staaten und Rußland keine diplomatischen Beziehungen bestehen, existiert auch kein Vertrag, der die Frage der Rlickilberstellnng von StaatsangehörixiLn regeln würde. Den Emigranten wird auch das Gesetz zugute kommen, daß Personen, die bereits fünf Jahre in Amerika leben, nicht ausgewiesen lverden können. Folgen der amerikanischen Ginwanderersperre. Infolge der andauernden Beschränkung de « Einwanderung in den Vereinigten Staaten, befürchten, wie die Politische Korrespondenz berichtet, die amerikanischen Bahnen, schon in naher Zukunft nicht nuchr über die zur Bahnerhaltung notwendigen Arbeitskräfte zu verfügen. Die Bahnen haben bisher ihren Bedarf an derartigen Arbeitskräften hauptsächlich aus den Einwanderern gedeckt. Das geringe Anbot von Arbeitern hat bereits dazu geführt, daß Arbeiten, die normal mit in den günstigeren Jahreszeiten durchgeführt, wurden, ohne Rücksicht auf die Saison auch -Zn den ungünstigen Jahreszeiten fortgesetzt werden. Fapans neue Au3hmvbctnngspolikik. Tokio, 23. August. Bei der Ankündigung der Eröffnung der Süd-Pacific^Handelskonferenz, die am 11. September erfolgen wird, erklärte ein Mitglied des japanischen Außenamtes, Japan habe seine g c s a nt t c A n s wa n de r u ng s p ol i t i k umgestoße n, nachdem es die Zwecklosigkeit und die Torheit seiner früheren Bemühungen, feine Bevölkerung dorthin zu senden, wo sie nicht gewünscht wird, eingesehen habe. Japan beabsichtige. in Zukunft Hokkaido, Formosa und seine übrigen Besitzungen zu kolonisieren. Es beabsichtige jedoch nicht, Auswanderer nach Australien, Kanada oder andere Länder zu entsenden, da es erkenne, daß seine bisherige Politik viele Schwierigkeiten und viel Verstimmung verursacht habe.- Die Zrrlehre der nationalen Haffes. Eine Rede des Berliner Ntmtins auf dem deutschen Katholllentao. K. Berlin, 23. August. Der päpstliche Nuntitts in Berlin, Kardinal Pa c el 1t, nahm auf dem jetzt in Breslau stattfinde nlden Katholikentag in scharfer Weise gegen den nationalen Haß Stellung, den er als eine Irrlehre bezeichnete. Während die ganze Rede lautlos angehört wurde, .setzte stürmische Zustimmung ein, als der päpstliche Legat gegen den nationalen Haß Stellung nahm. Der Grundgedanke der Rede war die Proklamierung des Rechtes, der Freiheit, der Eintracht, des Friedens und der Ordnung. Die Tagung brachte dem päpstlichen Nuntius nach seiner Rede lebhafte Ovationen dar. Die Warschauer Kriminalvolizei. Sensationelle Enthüllungen des Pilsudski-Organes. L. Warschau, 23. August. Die letzte Nummer des Organes Pibsudskis „Glos prawdy" bringt sensationelle Enthüllungen über geradezu unglaubliche Verhältnisse in der Warschauer Kriminalpolizei. Das Blatt behauptet, daß die ganze Tätigkeit der Warschauer Expositur der Kriminalpolizei auf der Mitarbeit von Di eb s b a n>den beruhen sott. Die Bediensteten seien ehemalige Sträflinge und ihre Tätigkeit zeitige.unerhörte Zustände; unter anderem würden gegen internationale Diebe, auch wenn von ihrem Eintreffen die Kriminalpolizei -unterrichtet sei, nicht die entsprechenden Maßnahmen getroffen. Wie >das Blatt weiter behauptet, kaufen die Beaitnteu der Kriminalpolizei ttt Fällen, wo sie ihren besonderen Diensteifer erweisen wollen, durch Vermittler gestohlenes Gut auf. Das Blatt erwähnt auch, daß die Kriminalbeamten besonders bei jüdischen Kaufte uten Erpressungen in der Form verüben, daß sie deren Handelsbücher und Korrespondenz beschlagnahmen uttd erst nach Zahlung eines entsprechenden Entgeltes den Kaufleuten wieder zttrückstelleu. Diese Mitteilung des „Glos prawdy" haben ttt Warschau starken Eindruck gentacht und die Bevölkerung sieht mit Spannung auf'klärenden amtlichen Darlegungen entgegen. _ 3ritnng»seberstreik in Warschau. L. Warschau, 23. August. Int Zusammenhang mit dem bereits sieben Wochen dauernden Buchdruckerstreik hat heute in Warschau ein eintägiger Setzerst r e i k eingesetzt. Es sind bloß zwei Blätter, auf photochemifch-grapihischem Woge hergestellt, erschienen. krmabigte Transitvisa in Polen. Warschau, 23. August. Nach einer Mitteilung der Presse wird vom 1. September an die Gebühr für Tranfitvisa durch Polen von 10 auf 2 Goldfranken ermäßigt. Die Ermäßigung gilt sowohl für die Hinals auch für die Rückreise. Der Kisenbahnanichlag bei Lehrte. Ente wichtige Verhaftung. Ä.r5 H a n n o b r r w'ro gemeldet' In G r u s f \ n g p ,t (Kreis Gifhorn) ist im Z lsamüici Hang m » dem Eisenbahnnngllck bei Lehrte gestern abends der frühere Händler W. N. f c;t j en o in nt c n wurden. Er w:rd mm einent Ai beiter namens Modle aus Essen, der selbst sein Alibi Nachweisen konnte, bezichtigt, das E i s e n b a h n a t t e n t a t v e r it.b t zu haben. Er konnte sein Alibi nicht einwandfrei Nachweisen und behauptet, in der fraglichen Nacht bei seinen Eltern in Hannover gewesen zu sein. Die beiden Genannten kennen sich vom Zuchthaus her. vom österreichischen Ratlonalrat. Ter Präsident des österreichischen Nationalrates, Miklas, hat das Parlament für Dienstag den 31. d. einbernsen. Auf der Tagesordnung der ersten Sitzung steht der Bericht des Vcrfassungsausschusses' über dm sozialdemokratischen Antrag auf Erhebung der Anklage gegen die Regierung Ramek. Berichterstatter ist der christlichsozlale Abgeordnete Dr. D r e x e l __ Belgiens Bevölkern««. Räch dem soeben veröffentlichten Ergebnis der letzten belgischen Volkszählung liatte Belgien am 31. Dezember 193b 7,811.87t; Einwohner. Die Beoöllernng bat sich eiiüchlleßllch des Zuwachses durch die Einverleibung von E n p e n und M a l m e d y leit der verflossenen Zählung um 6 7.617 Köpfe oder 8,7 P r omtllevermehrt. _ Ar brotlosen Künste. Eine Elendsstatistik ans Berlin. Aach dem Stande vom 6. d. sind in B e r l i n bet der E t> werbSlosenfürsorge unter anderen eingetragen r 684 Schauspieler, 393 Opernsänger, 892 Kunstmaler, 101 Bildhauer, 64 Graphiker und Kunstgewerbler. 31' Kapellmeister. 7 Komvonlsten, 7 Theaterdirettorvn, 87 Schriftsteller trnd 71 Tonkünstler. Eine traurige StattM!