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Wiener Morgenzeitung · 1926-08-22 · Heft 2693 (22.8.1926) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2693 (22.8.1926)
Date
1926-08-22
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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«Se«e8 Wien, Sonntag Wiener Morsenzeitung 22. August 1926 Nr. 2699 Stntfitftigtr Amerikanismus. Amerika, das Land dex unbegrenzten Möglichkeiten, hat in den letzte» JDke«, namentlich im Darenhausbetcrch, eine ganze Reihe von UHatzsMgerrrngen zll verzeichnen, die für europäische Begriffe geradezu mrfaüdar >ind. Einzelne, erst vor lvenigen Jahren 'ent stasSen» WarmWufsr. gewannen einen enormen Knnvenftock und er -röete« einen vielen Milliarden Dollar betragenden Jahresumsatz Mchör anacheure Erfolg wurde durch Anwendung folgender praktijHtt Gefchafksprmffpisn erreicht. Die Leiter dieser Warenhäuser — durchaus neuzeitlich orientierte, großzügige Busineßmänner — verstan- Ven es vor allem, die denkbar billigsten EinkanfSquellen anfzufpiiren Sie kauften Veim Erzeuger in großen Mengen ausschließlich gangbave. erprobt verläßliche Quautätsrvären, kalkulierten bei Einschränblng der Regien aus das MinirmÄfte mit einem seyr geringen Nutzen.' urch waren so in der Lage, wirklich besonders billig zu verkaufen und -Via gesamte Konkurrenz zu schlagen. Das vorMlich geschulte Ber- Küferpersonal hat strenge Weisung, dem Publikum nicht etwa alle Ladenhüter auszrrschwatzen, sondern nur erstllaMge und für den vormsetzenen Zweck Eignete ArtikÄ $u empfehlen und im übrigen vie Wahl dem Geschnmck und Wunsch'des Kmrftrs zu überlassen. Der Erfolg bewies, wie richtig so die Psychologie des Käufers einee'chatzt wurde. Die mit dem praktischen und billigen Einkauf zu» srrebenen Kunden kamen immer wiever, empfahlen das Oeichcht ihren Freunden, und die Reklame von Mund zu Mund bewirkte ein rresenhäfteS Anwachsen des Kundenkreises. Diese vernünftige Berkausstechnik, bei welcher Kaufmann und KvN'ument gleicherweile aus ihre Rechnung kommen, wird in Wien vom populären Leopoldstädter Warenhaus der Brüder Schissmann, 3. Bezirk, Ta borst ratze 48. geübt und hat sich auch hier -r'önzend bewährt. Die dauernde Zufriedenheit der zahlreichen Kunden kewrrlt eure mrmerwährende Steigerung des Untfatzes, welcher immer wieder neue PreisreLuktionen ermöglicht. Jneinandergreisen von Ursache und Wirkung ist es. das das glänzende Renommee des SSft1 uchauses Brüder Schiffmann immer von neuem bestätigt und Bühne und Kunst. „Heuchler." Thaw-Fsiir iw Deutsche» NoWtheater. Sie .heucheln alle in dem Stück, das ernst „Die Häuser des Herrn Sartorius" betitelt war. Der Vater Sartorius, der durch rücksichtslosesten Zinswucher in zuscrmmensallenden Elend^uar tieren, wo die Aermsten der Armen für jeden Kubikmeter Raum den letzte« Groschen hergeben werden müssen, ein Vermögen er-, wirbt, das ihm ermöglicht das Leben eines englischen Gentleman i« Wohlibehagen und Luxus zu führen und seine Tochter zu einer Lady zu erziehen. Die Tochter Blanche, die genau Bescheid weiß, woher das Geld des Vaters kommt und den Unschuldsengel spielt. Der junge Arzt Harry Trench aus aristokratischem Hause, der zurüch'chrickt, als er erfährt, woher das Vermögen des Vaters seiner Brauk kommt, wieviel Wucher und Schweiß der Roboter an ihm klebt, der aber, äks er hört, daß auch die Rente von seinem Vermögen von einer Hypothekawla-ge auf diesen Häusern stammt, dieses Einkommen als nicht unfair betrachtet, weil es nicht direkt von ihm heraus geschunden wirb und schließlich unter dem Vovwande der Verschönerung der Häuser den Weg zur Be gehrten und dadurch zu den Reichtümern des Papa Sartorius wiederfindet. Sein Verwandter William heuchelt Takt und Vor nechmheit, bereit, für Geld jedem zu dienen und alles zu verraten. Auch das Stubenmädchen heuchelt Anhänglichkeit, wo es haßt. Die einzige Gestalt, die nicht heuchelt, ist der entlassene Beamte des Zinswucherers, Lickheese, der seine Schurkereien, durch die er reich wurde und die er im Reichtum s-ordsetzt, nicht bemäntelt. Ein Erstlingswerk Shaws, doch ein echter Shaw. Das Geld, direkt und indirekt erworben, erscheint schmutzig, hat ja Reich tum immer dunSeln Ursprung. Er ist unerbittlich gegen die Ab hängigkeit der Menschen vom Geld, rückfichtÄos im Hineirvleuchien in die Zusammenhänge und Wege, die zum Geld führen. Die Komödie, eine politische Satire der Verhältnisse um die Neunzigerjahre des vorigen Jahrhunderts, ist oft mehr Dialog als Leben, mehr politische Tendenz als Kunst. Dem Stück, in Szene gesetzt zu Shaws 70. Geburtstag, gab Beer ein mehr wienerisches als englisches Gesicht. Der stramm konservative Jensen, lebensgetreu, äußerlich Gentleman dom Schieitel bis znr Sohle, der seinen Werdegang, die dunkle Herkunft und die Schmutzereien auch selbst vergessen möchte und die Ruhe bei Feststellung seiner großen Gaunereien nicht vertiert. Echt in der Liebe zu seiner Tochter. Cs ist gut, daß dieser Künstler wiederum eine Bühne gesunden hat, er wird für das Deutsche BoRstheater gewiß eine Bereicherung bedeuten. Ausgezeichnet Forest, der Arme, Gedrmübigte und der dick gewordene Reiche * eine wirkliche Gestalt. Sima, jung und burschikos, mehr deutscher Student als englischer Arzt. Frau Lvovsky, die gleiche wie immer. Stets verläßlich Herr Eh mann, diesmal als englischaristokratischer. Vermittler. Gut das Stubenmädchen von Frl. Loos. Nach jedem Akt wurde sehr stark applaudiert, Herr Forest Satte zweimal starken Beifall bei offener Bühne. Ae Thratersemelnde der Buudestheater. Da für die Theatergemeinde der Bundestheater zahlraiche Milgliedsanmeldungen vorliegen, die bisher nicht berücksichtigt werden, konnten, hcrt sich die Generaldirektion entschlossen, eine weitere Serie z« eröffnen. In dieser Serie werden vor allem dir schon bisher Borgemertten ausgenommen. Darüber hinaus wird es jedoch auch möglich sein, noch eine beschränkte Anzahl welterer Mitglieder aufzunehmen. Entsprechende Anmeldüngen such mündlich oder schriftlich au die General direttion der Bundesiheater, 1. Bez., Reitschulgasse 2, bis längstens 3. September zu vichten, da auch die neue Serie wie die anderen schon mit September beginnt. Für Parteien, die sich zur Zeit der Anmeldung noch aus dem Lande befinden, wird eine postalisch« Einzahlung des ersten Beitrages ermöglicht werden. * Di Theiotergemeinde hri% im September folgende Vorstellungen umkasten: Serie A: 6. September (Barächeater) Björnfon: „Wenn der junge Wein blüh:". l'3. September Dper) Meyeckeer: „Asrckaner.n^. 29. September (Buvglheater) Ibsen: „Peer Gynt". Serie B: 7. September (Buvgcheater) Björnson: „Wenn der junge Wein blüht". 31. September DurgHeam) Ibsen: Gywt". 27. Septenwer (Opet) Ämtanar „Die verkaufte Bratti". Berte Cr 3. Aep'embex (Oper) Mozart: „Cosi san 11. Ksp.'tzMbes MebarÄrs". 20. Septemf.iyi«., „Jet Mnge September (Durgtyeäter) Jbien: „Peer Gynt". A« tzebrAsche Lv« ta «hilSSins. Aus Jerusalem wird uns berichtet: Die Palestine Oper« Company Ltd. hak soeben ihren ersten Jahresbericht heraus gegeben. Die hebräische Oper in Palästina ist, wie aus früheren Berichten bekannt, der Initiative des ehemaligen Regisseurs G o l i n k i n der russischeir Oper in Odessa entsprungen. Gs hat große Mühe gekostet, bis die ersten Mittel zur Anschaffung der not wendigen Kulissen, Dekorationen und Theatergarderoben für die Künstler aufgebracht wurden. Es wurden sieden ins Hebräische übertragene Opern m fünfzig Vorstellungen ausgesührt. Außer diesem Repertoir veranstaltete die Oper drei Festvorstellungen zu Ehren Lord B a. l f o u r s, Sir Herbert Samuels und Sir Alfred Monds. Für die Arbeiter wurden vier Vorstellungen,zu ermäßigten Preisen gegeben. Die Gesamteinnahmen der Oper im Berichts jahr betrug 7018 ägypt. Pfund. Präsident der Palesting Opera Company Ltd. ist Kvkonel Kisch. Lu Sen Ämtern. Vurggarte«bühne. Mon/ag: Bunter Abends Dienstag: Symphoniskonzert. Mittwoch: Sommerover: „Srvadella". Donnerstag: Schubert Strauß-Abend. Frsftag: SymMmeümzert. Damstag: Sommeroper ,Iieflcmd". Dorm tag: „Cavalleria vnftioaroa^, ,/Der Bajazzo". Mon'ag: Mystermmftirtzl „Gevatter Tod". Dienstag: Mysteriumsprei ,,Gevatter Tod". Deutiches VoltSt'heater. Als nächste N«cheit das dreiaktige Lustspiel „Figuranten" von Andre Biraveau in der deutschen Nebersetzung von Julius Elsas, inszeniert von Karl Forest. In der weMichen Hauptrolle wite Margarete Duvinage ihr Engagement an. Die Erstaufführung ist für Samstag, 8 Uhr, cmgefetzr. ' Theater in der Jvsefstatzk. „Monsieur Hole»«" lich abends. 8 Uhr, bis einqchLietzlich Tonuerstag. Frertag. A Uhr, zrtm ersten Wale Vas LustjprÄ „Gefallene Engel" von Coward. Rena!'saueevuhn e. »ans Schmeikart tritt nur noch an drei Abenden in der RenaiffancMchne in dem Drama „Das Grabuval des uufcefartroten Soldaten" am. Raim«n--Tbeatrr. Morsen gelangt der Schßvank „Liebe un>d Trompstenhüven" zur 25. Au"'" I o^h ann-S^rauß-Theater^ „Adieu Minli '" von Ralph Benatzky chruug. T^lich bis aus werteres Neves Abonnement in den Bnndestheatern. Mit 1. Sep tember 1926. bis Ende Dezember 1935 tritt ein neues MsnnemeM auf Logen, Parkett- und Parterrejitze im Bu rgthea ter. m Kraft, auf das acht Vorstellungen entfallen. Das Mynnement im Burgcheater ist mit einem Abonnement im Akademiecheqter verbunden. das sich auch auf acht Vorstellungen erstreckt. Auch für das Operntheater tritt ein neues Abonnement in Kraft, das im Falle eines Biertelabonnements 16. im Falle eines hakben 82 und im Falle eines ganzen Abonnements 64 Vorstellungen umfassen wird. Anmeldeformulare sind bei der Generaldirektion der österreichischen Bundestheater (Abonnementschalter), 1. Bez., Reit schulgaste 2, in der Zeit von 10 bis 2 Uhr erhältlich. Keine Freilichtaufführung mehr aus der Hohen Warte. Aus technischen Gründen fimneit vorläufig keine OpermmWhrungen mehr ~ Halten werden. Die Ersatzvorftelllung für „Cavalleria ruftioana^, Mmzzo". findet daher im Theatergebmide der Wiener Bdbksoper, 'Samstag, 28. d.. statt und wenden die für die Hohe Warte gelösten Karten ab Mittwoch, 26. d., an der Tages-kassa im Bolksoperngebäude nmgetauscht. Die,^Lannhärffer"-V<wsteklang muß endgültig abgesagt werden. Die für diese Vorstellung gMten Karten können an der Tageskassa der Boilksoper für die Samsbag stattfindende „Cavalleria"-,M.ajazzo"-Vorstellung umgetausche oder bis Samstag, 28. d.. nachmittags, 3 Uhr, vückKköst werden. Die Theaternot. Rach den „Innsbrucker Nachrichten" befindet sich das Innsbrucker Stadttheater in Zcchlungs chwierrgkeiten. Eine Mussolini-Komödie. Ernst Gläser hat ein Lustspiel geschrieben: „Musfo-bini und sein napäleonisches Jahr", das am Reuen Theater in Frankfurt a. M. zur Uraufführung kommt. veber ... ismen in der Kunst. Unter diesem allgemeinen Titel fand Donnerstag den 19. August im Saale des Warschauer Verbandes >der jüdischen Schriftsteller und Journalisten eine Reche von Borträgen statt. Es sprachen unter anderem Heinrich Verls vr über den Konstruktivismus, W. W e i n t r a u h über den Formiswus, I. Lichten stein über den Kubismus, Mesech Ra wiez über den Expressionismus Neumann i'cher Jungjiddisch!smtts und schließlich K a r l i n i u s über ..Ohne ... ismen . Aleich^eitig fand auch ,'ine einmalige Ausstellung der Arbeiten des jüdischen Graphikers Harzte Goldschlag statt. Ein Shelley-Fund. In der Bibliothek der Harvard-Universität in Boston liegt feit 1902 ein Notizbuch Shelleys, das diesem Institut von Edtvard Srlsbee vernkachf wurde, her es tzon Elaive Glalrmant. der Stiefschtyester der zweiten Gattin des Dichters, erhalten hatte. Erst jetzt haben die Bostmec Wdhrten estgestellt. daß dieses Buch zwei völlig unbekannte G!>rchte Shelleys eutWt. wovon das eine eine Uebersetzung eines in der Apologie des Apukejus zitierten Epigramms von Plato in Vier Berten, das andere ein 72 Verse umfassendes Schmähgchicht gegen Mords Worth ist. dessen Name ireistck nicht genannt wird. Shelley wirft darin Wardsmorch den Brrrat an feiner früheren republikanischen Ueberzeugnng mit Yen bittersten Attsdrücken vor. Die Schreibmaschine im Orchester. Vor einigen Tagen wurde n England ein Ballett des vor einigen Jahre» verstorbenen Komponisten Epie Sathie anfgeführt. Die Annäherung an den Rythmns der modernen Zeit tvurde dadurch besonders veranchanlicht, daß eine S ch r e i b m a s ch i n e i m O r ch e ft e r das für .jeute so unentbehrliche Tick-Tack nwrkterte. So viele Töne des mechanisierenden Lebens sind bereits in die Welt der Mnsik herübergenommen worden, aber es scheint das erste Mal, daß der Schreibmaschine diese Rolle zugewlesen wurde. Eerichtssaal. Sin -nur «m 26 Schilling. Ist die Goldkrone -- Ui Schilling? Anläßlich des Verkaufs eines Hauses in der Apallogasse im Jahre 19S0 nchn der Magistrat den seinerzeilissn EkwerbKrvskt im Jahrs IM mit Sll B ch i i 1 i n @ an. während der Verlauf wrrt mir 62.000 Schilling beziffert wurde. Danach Worbs ie Wertjuwachsabgachtz mit zirka 0000 Schilling xrechttet. Die Hankver'äuserinnen schoben gegen bisse Wertftstsstzung Protest und wissen daraus hin. daß selbst in der Vorkriegszell sin io großes HW nlxgegdZ UM SO Schilling zu hchsn Mgx. Sie perlangten, baß NeuJahrsaratulatloitei» Im „Wiener Mer|«niali«ifig“ Gratulieren Sie Ihren Verwandten, Freunden, Oästen, Kunden In der der „Wiener Morgenxeltung“ vorn 9. September 1920 Sie sparen Geld, Zeit u. Mühe! Die Neuj[a!«sgratulatlQiien der „Wiener Morgenzeltung" haben sich sei» Jahren beim jüdischen Publikum bestens eingelührt. Um die gro&e Fülle der eintnufenden Oratumtlonen ußterbiingen und günsUgst placieren zu kbnnen^ empfiehlt es sich, den anliegenden Bestellschein sofort aus2?uschneiden und umgehend an die Verwaltung der „Wiener blorgenrettung" einausenden. Dar Preis für das Glnheltslnserat (20 mm) betrügt: Schilling 7 — Für da* Auslands entsprechender Gegenwert ln der Landeswährung. Muster J. M. Prost und Frau 2. Bezirk, Große Mohrengasse Nr. 47 gratulieren allen Verwandten, Fieunden und Bekannten zum Neuen Jahre! Hier ausschnddcn l Bestellschein An «He Verwaltung der „Wiener Morgenzeitunga Wien, 2. Bezirk, Tabarstrqße 7—3 Ich bestelle für die Rosch’Haschaueh*Nummer der »Wiener Morgenzeitung" . Neufahrsgratulation(en) zum Preise von und sende den Betrag gleichzeitig mit diesem Bestellschein ein. Text (deutlich ausftillen): Name Adresse den 1926 als Erwerbswert im Jahre 1903 der Betrag von 260.000 Goldkrom'n oder, On dir Goldkrone gleich 1.44 Schilling sei, der Betrag von 374000 Zchi.'ltng an zu nehmen sei, als PeränßernnBpreis aber enlsprechend dem Verkaufspreite 55.2QQ Schilling. Daraus müwe atfo «in Verlnst von mehr als 800,000 Schilling n»d nichr ein Wettzuwachs resultieren. Da der MagWat auf Viesen Umrechnn'.tgsschlüstel nicht emtzlvg, wandten sich di« PvschwerdesL'chrerinnelr an den Verwalumgsgerlchtshaf. Dieser hat nun hie Befchüverbe als rr n h e g r ü übet äbgewiese». In den EntfchsidnNgsgründ-en wich folgendes hervargehobe»: Ms di« Umrechmmg in Schittmg betrifft, so ist Visse durch die Paragraph' 2 und 4 des Schillhngrechnungsgesetzes vorgMen. tzs handelt sich um eine sinsache Rechnungsapergti-an, ohne daß auf eine Untevscheidnng Mischen Voftpiegskrone uch später entwerteten Kronen Bedacht Monmzen IVUM. Es kommt daher agch das Verhältnis de? Porkriegsfton« und des Schillwgs zum Golde bei FMtellgng des scheinbaren Wert^nyachses nicht weiter in Vetrachr. Daß aber, so stmge nicht eine Aenderung mr Gssetzbuchv einrritt. nichts anderes i'Xbrlg bleibt, ms jeden mix scheinbaren Weri^ Zuwachs als einen Gegenstand der AbgabebUnessn-ng anzuschen, hu: der Verwaftungsgerichtshof in mehreren Erkenntnissen bereits ansgesprochen. „Ich bi» Bajazzo," Der stellenlose HiMcheiter WiHelm R>. der einst als Privachoamter bessere Tage gesehen hatte« mrcde vor einigen Tagen im Wurstelprater von einem Wachmnne arretiert. wrSl er unter eigenartigen, geradezu Aufsehen erregen«d«n UnMnden die Mildtätigkeit der Prorerbesucher in Anspruch genoknmen hatte. Er machte, rvährend er im Prater promenierte, den Passanten cinau Wurstel und schnitt allerlei Grimassen. Ein Wachmann arretierte ihn wegen Benelns. E. wurde dem Strafbszirksgerichte 1 ttberstellr und aus der Haft dem Beziyksrichter Dr. JetNnek oorgeführt. Er gab ohne weiteres zu, ans die evmqhnts Weise im Wurstelprater M* bsltel: gu haben, doch tel vr datzu durch große Not gezwungen gsvsten. Richter: „Wie sind Sie aus die Idee gekommen, dsn Passanten einen Wurstel vovzumschen?« Anyaklagter (wchmlitig): „Herr Richter, ich sage Ihnen nur das einte: ,»Jch Kio Bajazzo" Der bereit* wrysn Bettelns vordostraste Angeklagte wurde diesmal m f teaf lagen $ stuft tzexurteA.

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