Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2693 (22.8.1926)
- Date
- 1926-08-22
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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SM 5 ©fett, Wiener Morgenzeikung LS. August IM «r. SKS ^iiiiiiiiiiiiiiimiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiKfifiiiiimiiiiiiiiiiiifiiiimiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiHiiiiiiiiiiimiiiiiimf Iilllllillillllllllllllllllfllllll I iiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiii Wüm mftXutXtlluX iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii TilUllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllilllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllilllllllllllllllllllllllllllllllllllllll ®r. Adolf Bachrach: „Recht, Gesellschaft, KKe". . . »®>° R-«««« es«««! j« -oMi Akten. Als. Hager-Berlag, Berlin. Nicht der stärkste Pirandello. Ein Schauspiel zarter seelischer Vorgänge, von denen man selten weiß. ^Jft es so? so ist es." Der Dialog, die Handlung schreitet lange Zeit nur wie in der Dämmerung fort. Eigentlich erst in der letzten Szene weiß man, was der Dichter will und warum drei Akte hindurch heruuMsprochen wurde. Die Nackten zu kleiden ist schwer, denn jeder will schöner dastehen als er in WirCichkeit ist. Die Lüge wird aus der Sucht nach Schönheit und Wahrheit geboren. Das etwa soll das gedankliche Gerippe einer ziemlich verworrenen, fadenscheinigen Handlung sein, die vielmehr novellistischen, als dramatischen Charakter trägt. Aus geführt würde das Stück kaum einen Erfolg haben. Die Hauptheldin, ein zerbrechliches Wesen, das an der Welt und der eigenen Unsicherheit, die ein wenig an Hysterie gemahnt, zugrunde gcht. könnte für so In einer Anzahl kleiner, ungemein flott geschriebener, geist reicher Aussätze nimmt der bekannte Wiener Rechtsanwalt Justizrat Dr. Bach rach zu zwei brennenden Problemen des Rechtes Stellung. Angeregt durch das Galsworthysche Drama „Gesellschaft", das am Josefstädter Theater ausgeführt wurde, untersucht zunächst Jüstizvat Bachrach die Grenzen der Bertretungspflich: des RcchtscmtvalteS, beziehungsweise die Frage, wie weit erin der Jnteressenwahälng seines Auftraggebers gehen darf, und kommt zum entgegengesetzten Schluß als der Dichter, daß nämlich der Rechtsanwalt dem Rechte und der Moral nur daun dient, wenn er die von ihm auszuübcndcn Funktionen nicht mit denen des Richters oder Staatsanwaltes verwechselt und bei voller Wahrung der gesetzlichen Bestimmungen und der für ihn geltenden Standespstichten nach dem Grundsätze handelt: „Treue dem Klienten." Der größte Teil der vorliegenden Broschüre ist sodann dem Probleme der Ehe und da vornehmlich der Dispeusehe gewidmet. Infolge der widersprechenden Judikatur unserer oberen Gerichte ist dieses Problem derart verwirrt worden, daß heute Wohl schwerlich anders ein Ausweg gefunden werden könnte, als durch ein Durchschneiden des gordischen Knotens. Auch, in diesen Fragen ist die Ansicht des Autors die einzig richtige, daß dieses Problem vornehmlich nichts anderes bedeutet als die Frage, ob die Gerichte berechtigt sind, De'rfivgünKu! oder Entscheidungen der Berwaltungsbehördeu zu überprüfen, oder ob diese Feststellung außerhalb ihrer Kompetenz gelegen ist. Wohl nicht in den Rahmen der obenangeführteu Probleme gehörend, aber doch fesselnd in der Art der Darstellung, sind die beiden letzten Abschnitte über das „Recht des Briefes" und! den Zusammenhang von „Recht und Poesie", in welch' letzterem er auf die merkwürdige Erscheinung hinweist, daß die bedeutendsten Dichter dem Juristenberufe angehörten, dr. l. g. stto Rung: „Ser Engel mit den Eselsohren". Gebr. Enoch Verlag, Hamburg. . ' Ter Roman eines Findlings. Aber nicht diese Eigenschaft des Haupthelden ist das Wesentliche des Buches. Die Entwicklung des.Zungen Mannes Eygil könnte die gleiche oder zumindest eine ähnliche sein, wäre er in Obhut eines wohlgeordneten Elternpaares gewesen. Die vom Dichter angedentete Gefühlsnuance in seinem Charakter, die Einstellung zum Weibe gleich der -Sehnsucht nach der entbehrten Mutter würde wohl das Thema eines Rornänes sein können, ist aber hier nur nebenbei gestreift. ‘ Wesentlich an diesem Buche ist die Fortsetzung des tradstione!- len Stils des nordischen Romans. Hier wurden die besten Muster nich^kopiert, aber sich zü eigen gemacht; ihre stilgerechte Fortentwicklung; wird mit Erfolg Mrsuchk. -Die Errungenschaften des psychologischen und des Milreuromans werden züsammengetai? und ergeben die knapp und gut formulierte Schilderung des Jneinandergreifens von Mensch und Milieu: Eygil und feine wechselnden Pflegeeltern, seine Arbeitsstätten (Schule, Gericht), die reife, verblühende Frau Faber, Krinh, Kopenhagen, Paris. Das Dramatische der Geschehnisse tritt gegenüber dem Jmpressionistisch-Bilderartigen zurück. Dennoch wirkt der Roman nirgends monoton. ' h. manche Schauspielerin zur Bombenrolle .werden, am Stück selbst würde aber das PrLÄkum kalt vovbeigcheu. Für nackte Seele eignet sich die Bühne nur dann, wenn auch ein sinn-fälliger Körper als Hülle vorhanden ist. l. th. Das gewerbliche und häusliche Arbeitsrecht. (1. Teil, Hilfsarbeiter uno Hausgehilfeu.) 20i.it Entscheidungen und Erlautcruuaeir von Dr. Richard Po ko ruh (Wien. 1920. Tagblatt- Bibliothek dir. 360-359). Das Haupt-bestrebeu des Autors war, ein für die weitesten Interessentenkreise geeignetes Hand- und Nachschlagcbuch zu schaffe». Ein solches ist um so notwendiger, als dieses Rechtsgebi-el für alle Kreise einschneidende Bedeutung hat und eine brauchbare Zusammcufassuug bisher nicht existierte. An den vorliegenden ersten Teil, der das Arbeiterrecht nur» das Hausgchilsenrecht in großer Vollständigkeit (mit Hin Weglassung * der Spezialgesetze aus der Landwirtschaft, des Schauspieler- und des Pharmazeurengesetzes) behandelt, wirs sich ein Teil über das Augestelltenrecht anschließeir. Republikanischer Bolkslalcnder 1927, Verla gscmstalt Th. Lauge, Dillingeu-Tonau. Tie Kraft, den Sinn und die geschichtlichen Daten der deutschen Republik will dieser schwarz-rot-goldene Aalender vermitteln. Er enthält eine ganze 3icM>e politischer,'rechtshistorischec, philosophischer und belletristischer Beiträge, die alle als Randbemerkungen zum Wesen der deutschen Republik gelten können. Unter den, Autoren sind Minister a. D. Koch. Renner, General D e i m I i it g, Otto Krille und andere Führer des republikanischen Deutschland vertreten. Das Heit enthält zahlreiche Portraits. „Literarische Blätter", Nr. 120, Versag B. Kletzkiu. Warschau. Aus dem Inhalt: Mosche Nadir: „Mir, gas mir'a bißl * Todesfall. Herr Benedikt P e r u h, Seniorchef der gleichnamigen Firma m Wien, ist am 20. nach kurzem Leiden rn seinem 80. Lebensjahre verschieden. Die Beerdigung findet heute Sonntag den 22. d. um viertel 12 Uhr vormittags am ZentralfriÄchof, 1. Tor, statt. * Opfer der Badezeit. Der 55jährige Briefträger Jecha«» B e r e s geriet beim Baden im Jnnunoatronsgebiet oberhalb der Reichsbrücke an eine tiefe Stelle und sank, da er des Schwimmens nicht kundig war, unter. Leute, die in der Nähe badeten, konnten ihn erst nach einiger Zeit tot aus dem Wasser ziehen. — Im Badener Dhermalstrandbad sank, wie aus Gaden berichtet wird, die Sausgehrlfin Barbara Loninger, die sich zu weit in den für chwimmer reservierten Teil des Badebassins vorgewagt hatte, unter und wurde bewußtlos ins Spital gebracht. Gesichtsneuralgien. m Dem Bedürfnisse nach einer Spezialabteltung für schmerzhafte Gesichtsneuralgien entsprechend, hat die Heilanstalt „Thermia" eine solche Abteilung mit allen neuzeitlichen Behelfen eingerichtet und unter die Leitung eines seit vielen Jahren aut diesem Gebiete tätigen Spezialarztes gestellt. Heilanstalt „Thermia“, Wien, I., Franz Josefs-Kal Nr. 1, Telephon 79-1 >37. ♦ * Zwei Kasseneinbrüche. Gestern nachts sind Einbrecher vom Kanal aus in die Räumlichkeiten der Seiden- und Garnhandlung Wohl u. Knöpflmacher, Peregringasse 3, eingcdrengen. Sie haben eine eiserne Kasse erbrochen und 4000 S. uno 10 Dollar erbeutet. Außerdem nahmen sie aus dem Lager 2,6 Kilogramm rotes und gelbes Seidengarn mit. Ein zweiter Einbruch wurde in den Bureauräumen der Weingroßhandlung Kornhauser u. Schmidl, Döblinger Hauptstraße 3, verübt, wo die Täter 430 S. und 420 tschech. K. sowie zwei Schreibmaschinen erbeuteten. * Straßenraub. Der beschäftigungslose Hilfsarbeiter Andreas R a d o st i t s ch hat vorgestern abends den Schneidermeister Josef Wokau n in der FranMsbrückcnstraße überfallen und ihm dir Uhr aus der Tasche gerissen. Auf die Hilferufe des ileberfallenen eilten Passanten herbei, die den Radostitsch fcstnahmen und der Polizei überstellten. * „Fettleibig mit watschelndem Gang." Ein falscher Inspektor wurde gestern ausgeforscht, der verschiedene Schwindeleien begangen hatte. In den Anzeigen war übereinstimmend als besonderes Merkmal Fettleibigkeit und watschelnder Gang" angegeben worden. Er - hatte unter anderem als „Polizeiiuspektor Weiß" in Schwimmk-loidung einem Bootbauer im Kuchel-auer Hafen ein Boot zum Ausprobieren herausaesoppt und war damit davongefahren. Der Bootsbauer wartet noch setzt. Der Schwindler wurde inzwischen als ein siebzehnjähriger Harrsierer namens Moritz W e i ß. Rauscherstr-aße 10. festgestellt und verhaftet. of kwurim". Zwei Lieber von Anatol S t c rn. „Ein französischer Reisender über Goldfadens Theater" von A. Gur st ein, Julius Adler über sich selbst und eiu Aussatz über George Sand von Dr. Jakob Schätzt in. „Hanoar w'ßaarez" (Die Jugend und das Land). Ein Zweimonatsschrift, herausgegcben von Elieser R i e g e r. Tel Awiw, 1. Jahrgang, Heft 2. August-September 1920. Auch das zweite Heft dieser, sehr -begrüßenswerten Zeitschrift ist sehr reich chaltig und steht sowohl in bezug auf den Inhalt als auch di. Sprache und die äußere Form auf einer. sehr bemerkenswerten Höhe. Bon den zahlreichen Aussätzen feien zwei Artikel über' die Boden frage von Tr. M. Granowski und M. M. Ussischkin genannt.- Ferner beschäftigt sich eine-ganze Reihe von Aufsätzen mit, der Frage der Mittelschulabiturienten im Lande, ihren Zukunfts- und Avbeitsmöglichkeiten. Schalom Spiegel analysiert das Wert des 70jährigen Achad Haam. Ferner enthält das Heft Gedichte junger palästinensischer Dichter, so unter anderem vpn Karn i, Awigdor Hnmeiri und W a l k o w s k i. In zahlreichen Bemerkungen and Artikeln wird die gegenwärtige Lage der jüdischen Jugend in Palästina und in vielen Ländern der Diaspora, ferner die Jugendliteratur und allgemeine Jugeudprobleme geschildert. Daran erkenn' Ich den gelehrten Herrn! Er prüft nicht nur die Schale, mehr gilt ihm der Kern} Gewichtigkeit ist nichts, wenn Gute, Feinheit fehlt — D’rurn trinkt er Huberbrand, der Qualität enthält, Ueberall erhältlich / 165 EonrteUnes Meinung. Tie „Literarische Welt" erzählt: Wenn eine Pariser Zeitung eine Rundfrage veranstaltet — fei es über die Schädlichkeit des Tabakrauchens oder den Fremdenverkehr oder sonst ein Thema, von dem die Schriftsteller besonders viel verstehen —, unterläßt man es kaum jemals, auch Georges Courteline um seine Meinung zu befragen. Für diese Fälle hat Courteline ein Formular drucken lassen, das also aussieht: Sekretariat G. Courteline Abteilung, für Interviews Paris, am . - Sehr geehrter Herr und Kollege'. In Antwort auf Ihr Schreiben vom . . ., in -ein Sie die Güte haben, mich um meine Ansicht über ... zu befragen, beehre ich mich, Ihnen mitzuteilen, daß mir dieses Problem unendlich Wurst ist. Ich bitte Sie, geschätzter Herr und Kollege, den Ausdruck meiner vollendeten Hochachtung entgegenzunehmen. Gez. Courteline. Wien, 22. August. * Verlobung. Herr Dr. Alois Heller, Wien, 2. Bez., Pralerstraße 42, hat sich mit Fräulein Renee Berdach, Tochter des Herrn Hugo Berdach, Vorstandsmitgliedes des Sportklubs Hakoäh, verlobt. * Unveränderte Arbeitslosigkeit in Oesterreich. Amtlich wird mitgeteilt: Mitte August wurden ip Oesterreich 138.610 unterstützte Arbeitslose gezählt, davon im Sprengel Wien-Stadt 70.040, Wien-Umgebung 5018. Zu der angegebenen Gesamtzahl kommen noch 14.067 ausgesteuerte Arbeitslose, die im Genüsse der Beihilfe sichen. Ueberdres sind noch jene Arbeitslosen, die bei deu Arbeitsnachweisstellen bloß zur Arbeitsvermittlung vorgemerkt sind, ohne eine Unterstützung zu beziehen, hinzuzurechnen; ihre Zahl beläuft sich ans etwa 20.000 Personen. Im Vergleich zur Zahl der Arbeitslosen, die mit Ende Juli gezählt wurden, ist keine wesentliche Äenderung eingetreten. * Revisionsuntersuchungen von tschechoslowakischen Kriegs« invaliden. Auf Grund der Reg.-Verd. vom 8. Juni 1922 werden bei allen tschechoslowakischen Konsulaten in Oesterreich und Deutschland m den Sommermonaten Revisionsuntersuchungen von tschechoslowakischen Kriegsvevletzten durch einen hiezu delegierten Amtsarzt vorgenommen, dessen Gutachten dann dem Prager Landesamt für Kriogsbeschädigtenfürsovge als Grundige zicr Bemessung des Jnvaliditätsgrades dient. Gegen die Ent organisationen ihre Vertreter haben. Mit der eventuellen No velliernny haben diese seit dem Jahre 1924 praktizierten Revi sionen nichts gemeinsam. Ihr Hauptzweck ist, bei Kriegsbescha digten, die im Auslande manchmal jahrelang nicht revidiert wurden, den jeweiligen gegenwärtigen Zustano, insbesondere bei inneren Krankheiten, festzustellen * Musikschutz und Regiebeitrag bei Konzerten müssen angeschrieben werden. Mit der im Landesgesetzblatt für Wien vom 18. d. enchaltenen Verordnung wurden die Gastwirte, Kaffeesieder und Kaffeeschänker verpflichtet, wenn sie bei Konzerten einen Musikschutz- oder Regiebeitrag einheben, dies durch einen im Lokal deutlich sichtbaren Anschlag und unter ausdrücklicher Nennung der Beträge zur Kenntnis des Publikums zu bringen * Vom Wetter. Die Voraussage meldet unsicheres Wetter und Trübung. * Nachsaison in Franzensbad. Aus Franzensbad wird uns geschrieben: In den letzten drei Jahren hat Franzensbad eine regelrechte Vor-- Haupt- und Nachsaison. Die Nachsaison, welche mit 1. September beginnt, unterscheidet sich von der Hauptsaison eigentlich nur durch vie bedeutende Ermäßigung' der Bäderprerse und der sonstigen Kuvbehelfe. Die Kureinrichtungen, Kurmnsik und sonstige Veranstaltungen bleiben im September gleich denen der Hauptsaison. Die Zimmerpreise, welche bekanntlich in Franzensbad ohnedies billig sind, werden im September trotzdem noch ermäßigt und bei bescheidenen Ansprüchen kann man mit 40 tschech. Kronen wobnen und sich verpflegen. Nach den za/blreichen Anftagen bei der K-urverwaltung zu schließen, dürfte -die Nachsaison m bezug auf Besucherzahl der Hauptsaison nicht viel nachstehen. Die neuen Heilfaktoren, besonders die Glauberquelle, welche bei chronischer Stuhlverstopfung wahre Wunder wirkt, zieht eine große Anzahl von neuen Kurgästen nach Franzensbad, desgleichen das berühmte Franzensbader Moor, der größte Heilsäktor bei Frauenleiden sowre Gicht und Rheuma, die natürlichen Kohlensäurebäder für Herzkranke und -die wohltuenden Ruhe- und Stahlbäder für Nervenkranke usw. Die Kurverivaltung -sendet kostenlos jedermann eine ärztliche Broschüre über die Heilerfolge und erteilt jedwede Auskunft über einen Kuraufenthalt. M. B. * Preisermäßigung im Palacesanatorium in Tatra-Reuschmecks. Vom 1. September bis 20. Dezember sowie auch vom 20. März bis 1. Juli wird den Gästen von den normalen Tagespreisen eine 20prozeniige Ermäßigung gewährt. Es ist bekannt, daß die Jahreszeit im Herbst und Fr Wahr in der Hohen Tatra außerordentlich günstig und für Mast- und Echolungskuren der geeignetste und billigste Zoitpun-kt 'ist. * Schwerer Unfall des Nattonalrätes Mdholz. Gestern nachmittags tvurde der 05jährige soziakdemokratifche Nationalrat Laurenz Widholz in seineni Schrebergarten in der Siedlung Flötzersteig von Plötzlichem heftigem Umvohlfein in der Magengegend befallen und mußte durch die Hietzin-ger Rettungsscheidttng des Landesamtes steht den Jnvaltiden das Recht des Regesellfchaft nach erster Hilfeleistung in seine Wohnung am Loguai kurjes an die Berufungskommission zu, m -welcher die Invalidenplatz 9 Überführt werden. * Wenn man das Götz-Zitat praktisch demonstriert. Die Innsbrucker Blätter berichten über folgenden verwickelten Rechtsfall: Die Bäuerin Aloisia L. ans einem Orte des Unterinntales war mit dem . weitschichtig verwandten.Bauern Peter--E., der ihr Nachbar ist, in Streit geraten. Dem heftig geführten Gespräch, ber dem es nicht ohne Schnnpfworte abgin-g, machte sie dadurch cc-n Endk, daß-sie ihm ihre Mißachtung durch Ausheben des Rockes — wobei sie ihrem Gegner ihre Reversseite zuwendete — zu verstehen gab. Der -immerhin harmlose Vorfall hatte nun ein gerichtliches Nachspiel, weil die Behörde in dem Umstand, daß eine Reche von'Schulkindern Zeuge des Vorfalls auf der offenen Straße war, und in dem weiteren Umstand, daß die Bäuerin L. unter ihrem Rocke keine weiteren Kleidungsstücke anhatte, eine unsittliche Handlungerblickte, -die geeignet sei, öffentliches Aergerms zu erregen. Alosia L., die den ^Vorfall in Llbrede stellte und sich nur nach einem auf dem Boden liegenden Messer gebückt haben wollte, durch Augeuzeugen sedoch überwiesen werden konnte, wurde vom. Bezirksgericht zu -einer bedingten Arreststrafe von drei Tagen verurteilt. Sie brachte -dagegen die Berufung ein. Vom Berufungsgericht wurde sie auch sreigesvrochen, weil dieses chre Handlungsweise als zur Erregung „ös-fentlichen Aergerncsses' mcht hinreichend betrachtete. Die Bevölkerung hon Odessa. Die Londoner „Trnth" veröffentlicht eine Aufstellung der Ergebnisse -der genauen VolkSzah- -kmg und Nationalitäteube-stimmung der. Bevölkerung von Odessa. „Man dürfte kaum/' so heißt es m der erwähnten Zeitschrift, „irgend eine bekanntere Nat-iona-Iität entdecken, die nicht zumindest durch ein Paar Einzelpersonen in dieser Stadt vertreten wäre. Die wichtigsten drei Gruppen stellen -die Russen, die Ukrainer und die Juden, die zusammen 91 Prozent der Bevölkerung von Odessa bilden. Eine absolute Mehrheit hat kerne dieser drei Nationalitäten, an erster Stelle aber rangieren die Russen mit 40,9, an zweiter die Juden mit 28 und an -dritter die Ukrainer mit 23 Prozent. Diese Angaben sind auf Grund der Nationalitätsbekenntmsse errechnet. Wenn nach dec von zedem einzelnen gesprochene Sprache geurteilt werden sollte, wurde sich dieses Bild einigermaßen verschieben. Von den ^3 Prozent Ukrainern sprechen nur 9,3 Prozent in ukrainischer Sprache, nur 11 P r o z e n t d e r I u b e n bedient sich des Jlddi,chen, wahrend die russische Sprache die wichtigste ist, da sie von 85 Prozent der Gesamtbedölkerung von Odessa gesprochen wird. » Wohnhäuser mit zentraler Radioanlage. In New-Aork sind jetzt Wohnhäuser mit zentraler Radioanlaae fertiggestellt. worden, die jedem Mieter zur Verfügung steht. Die Wohiiilngen besitzen alle Steckkontakte wie bei der Lichtleltung, wodurch mittels besonderer Vorrichtungen jedes gewünschte Radioprogamm abgehört -werden kann; die Lautsprecher oder Kopfhörer sind Prwateiaentum des Meters. Diese zentralen Radioalllagen schließen Beschädigungen der Außenteile des Hau^.^-aus, da nur Hochfregiienzapparate mit Rahmenantennen zur Verweiidlmg .ommen. Ein erstklassiges Fabrikat. Es ist bereits allgemein bekannt und wird sowohl von der Kaufnrannschaft als auch vom kon,umierenden PMikum anerkannt, daß die renonimrerten. „Lcs - Strümpfe zu den vorzüglichstell Erzeugnissen der Strumpswarenfabrikation zählen. Der großen Nachfrage wegen mußt« auch tu Wien eine eigene Vertriobsftelle errichtet werden. „Lev'-Etrinnpse sind ans einem ersMassigen. vierfach gedrehteii amerckanlschen Seideirslorgarn hergestellt, daher unverwüstlich, elegant, und trotz der Primaqualilät st-aurtend billig. Man verlangt bereits überall nur „Les"-Strümpfe. 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