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Wiener Morgenzeitung · 1926-08-17 · Heft 2688 (17.8.1926) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2688 (17.8.1926)
Date
1926-08-17
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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%<r 8888 Mene- Morgen-eitung 17. August 1926 Merk, MMKtz AeSte 3 ——* Llgerbericht. ^VuiTiiniy?Oir» Me AovZvser „Morning Post", das wett rechts stehende konfirrvaDe Organ dek englischen Hochtorh, kämpft mit finanziellen Schwierigkeiten «n«d ist vom Untergang bedroht. Seit 1»4 Jchren steht dieses einst einflußreichste englische Matt in der vordersten Kampfteihe, wenn es galt, freiheitliche Regungen im Keime zu ersticken oder» wenn st« an die Oberfläche drangen, niederzuschlagen. Als seinerzeit die „Times", um ihre wackelig gewordene Position zn stützen, sich an den Zarismus verkauft und sich zum Sprachrohr der Verteidigung der Judenverfolgungen in Rußland gemacht hatte, schob sich auch die „Morning Post" noch mehr nach rechts und nahm immer ein« unfreundlichere Stellung gegen das Judentum überhaupt ein. Auch in der Frage des Zionismus konnte sich die ,Morning Post" nicht zn einer ruhigen Objektivität gegenüber der Mischen Arbeit in Palästina aufschwingen. Die Erfolge im paläst inensischeil Mandatsgebiet stellte das Blatt niemals als das Ergebnis jüdischen Fleißes und Opfermutes, sonder« stets als die Folge der umsichtigen englischen Verwaltung hin. Schrieb die „ÄorUitig Post" jemals zur arabisch-jüdischen Frage, so stand sie immer auf seiten der Araber in einer völlig unobjektiven Weise, so daß die arabischen Nationalisten sich lange Zeit in ihren Widerstand gegen eine versöhnliche Politik auf die „Morning.Post" berufen konnten. Erst seitdem Sir Herbert Samuel sein Amt eines Oberkommissärs an Lord Plumer >i bergab und die Beschwerden über die, gelinde gesagt, Zurückhaltung der Mandatsregierung gegenüber dem wirtschaftlichen und kulturellen Aufbau des jüdischen Jischuw immer lauter wurden und ihre Berechtigung schließlich von der Zionistischen Exekutive zugegeben werden mußte, wurde auch „Morning Post" etwas zurückhaltender, da sie von der konservativen Negierung den Wink erhielt, daß eine zn offenkundige, judengegnerische Palästinapolitik letzten Endes dem Prestige des britischen Reiches abträglich sein und von einer Verhetzung der Araber in Palästina Nicht nur die Juden Schaden erleiden mußten. Aus den finanziellen Schwierigkeiten der „Morning Post" weitgehende Schlüsse aitf einen tieferen Gesinnungswechsel in den hochkonservativen Kreisen Englands zu ziehen, wäre unangebracht, wenn es auch gewiß nicht der Pikänterie entbehrt, daß das älteste konservative Blatt gerade unter dem konservativen Neginte vom völligen Untergang bedroht ist. Es ist höchstens ein Beweis dafür, daß die „Morning-Post"-Leute es nicht verstanden haben, sich rechtzeitig doN der äußersten rechten Ecke wieder mehr der Mitte zu zurückzuschieben, wo Man bei aller Wahrung de-., Prestiges nicht gezlvungen ist, Juden gegenüber objektiv zu . I. Kr. ßtekgerang der Ml der «rbrNrlose» k« Men. Der Stand der unterstützten Arbeitslosen Ist in der ersten pälste des MonaiS August' in Wien um 651 Mf 76.640 g e» fr t c o c «. In dieser Zahl find 7098 (9 weniger als anfangs AUgttst) im Bezug der außerordentlichen Beihilfe stehende Arbeitslose nicht eingerechnet. Gegenüber deni Vorjahr ist die Zahl der die Unterstützung Beziehenden um 10.8o1 gestiegen. Die Zahl der Beiöilfeempfänger ist um 8947 höher als int Vorjahre. Die Zahl der unterstützten Angestellten ist Sei unveränderter Lage dös Ärbeitsmarttes nur 61 auf 10.881 gestiegen Ein großzügiger Faffeur. Die Geschäfte des Otto Lauste Der 60jährige in Prag geborene Kaufmann Otto Taussig sicht im Mittelpunkte ein.w GrüNdungsge-chchite. Wie die Korrespondenz Wilhelm meldet, hatte eine groß» hiesige Naphthaunteruchmung, die in Boryslaw Petröleumgruben besitzt, die Absicht, eine Ak rie ng e>j rlls ch a ft zu gründest, au welcher sich cm englisches Syndikat beteiligen sollte. Otto Taussig, der in der Neithlegasse in Döbling eiste Sechszimmerwohnung inne hat, machte sich erbötig, mit Hilfe Gitter angeblichen Beziehungen zu englischen Fistanzleuten die Transaktion 'darchzufuhren. Er bekam wiedecholt Beträge für Reisenstd Advokatenspesen. Nach Monaten brachte er eine Art Prospekt, in dem schon die einzelnen Syttdikatstcilnehmer mit Namen angeführt waren. Er bezeichnet« sogar ein grrßes Londoner Bankhaus als dasjenige, -das das Untcruchnren finanzieren werde. Mehr Äs ein halbes Jahr zogen sich o e Unterhandlungen nrit London hin. Schließlich sollte am 16 v. M. c ue Zusammenkunft mit dem Londoner Anwalt der SYNdikatSteilhmer erfolgen, bei der das Finanzgeschäft perfektioniert werden sollte. Da schickre Taussig eine Depesche aus Paris des Inhalts. daß er infolge eines FingzeugUnfalleS nicht recht- Z'ilig erscheinen könne. Man begann hier schließlich Verdacht zn .schöpfen und es wurde festgestellt, daß die Geschichte mit dem Flugzeug erfunden üi- Zu dieser Zeit hatte Taussig an Spesen schon einen Betrag von '' 0 0 Pfund erhalten. Weitere 600 Pfund betrugen di« Kosten, aus dcn Verhandlungen Bor kurzem wurde Taussig gänzlich entlarvt. Er mußte sich verpflichten, die 1000 Psllnd in Raten zurückzuzahlen. Die erste Rate sollte am 13. d. in der Höhe von l.D Pfund fällig sein. Taussig mußte der Firma den Reisepaß abllesern und sich täglich dreimal telephonisch melden, da sonst die Strafanzeige erstattet würde. Am Tage vor dem Fälligkeitstermin mewew sich Taussig zum letzten Male. Dann vevs ch lv a n d ck. Der Mann ist schon tm Jahre 1904 tm Mittelpunkt einer s'usationellen Affäre gestanden., Im Oktober desselben Jahres hat sich ein Bruder Taussigs, der Textilgwßinduftrielle Viktor Taussig wegen verunglückter Spekulation erschossen. Zu!l elcher Zeit war Otto Taussig aus Wien geflüchtet. Man beschuldigt' Ihn, dem M Jahre alten Hause 700.000 Kronen veruntreut )ii haben. Otto Taussig wollte damals nach Südamerika flüchten, w^"de aber in Santg-Eruz ans Tegerissa verhaftet. Fast ein Jahr Das eiageftürzte Stiegenham. vier Aeascheu in Lebensgefahr. Es ist hinlänglich bekannt, haß ein Grvßtril der Wiener Häuser sich in einem Zustand befindet, der ein« arge Gefahr für di« Sicherheit der Bewohner und der Passanten bildet. Den Hausherren ist Mar fcte Möglichkeit gegeben, Reparaturkosten auf die Mieter zu überwälzen, doch wird von diesem Rechte nicht allzu hänftg Gebrauch gemacht, weil sich in den meisten Fällen zwischen Mietporteien und Hausherren Differenzen ergeben, die dann zu gerichtlichen Weiterungen führen. Um des lieben Friedens willen wird deshalb sehr oft das Leben von Menschen stuf das Spiel gesetzt. und die sprichwörtliche Wiener Gemütlichkeit „'s muaß scho so recht seist" und „da kann ma halt Nix mach'n", hätte gestern zu einer großen Katastrophe führen können. Nur einem fast unerklärlich scheinenden Zufall ist es zu verdanken, daß nicht vier Menschenleben zu beklagen sind. Das Haus Stroheckgasse 12, welches einer Familie gehört Und das unter der Aussicht des Verwalters Asttost Düringer steht, ist bereits dreißig Jahre alt und befindet sich in äußerst desolatem Zustand. Die seit längerem dringend gewordenen Reparaturen wurden bisher unterlassen. Es ist aber immerhin noch fraglich, ob auch eine Generalreparatur das baufällige -Haus hätte wohnbar machen könnnen. Im zweiten Stock des Hauses wohstt die Familie Groß selb, die bei dem Tischlermeister Boza einen großen Vorzimmer kästen bestellt hatte. Gestern gegen viertel 6 Uhr nachmittags kam der Tischlermeister, begleitet von seinem Gehilfen Adolf B o u r e k nttd von seinen beiden Lehrlingen Otto O t t und Alois D i e s st i n g e r, um den Kasten zu liefern. Der Sohn des Bestellers, Ernanuel G r o ß f e l d, ging den Leuten in die Hausflur entgegen und geleitete sie dann die Stiegen hinauf. Plötzlich vernahm die Hausbesorgerin Therese W e i l g u n y in ihrer Wohnung einen schweren» dumpfen Fall und ein fürchterliches Gepolter. Sie trat aus der Türe und sah, daß in einer Staubwolke eingehüllt, unkenntliche Gegenstände in die Tiefe stürzten. Als der Lärm Nachgelassen hatte, drangen Hilfeschreie ans der Hausflur. Die Leute waren in Schütt und Steinen förmlich vergraben. Polizei, Feuerwehr und Rettnngsgescllschaft wurden verständigt und rückten sofort Mit Hilfszügen aus. Die Feuerlochr befreite zwei der Vergrabenen, während tfc beiden anderen sich inzwischen selbst herausgearbeitet hatten. Ei stellte sich heraus, daß der Tischlermeister mit seinem Gehilfen uni den beiden-Lehrlingen beim Transport des leeren Holzkastens, ali er schon fast das ztveite Stockwerk erreicht hatte, samt dem Kaste» mit der Stiege in den ersten Stock und von hier, gleichfalls die Stiegen durchschlagend, m das Stiegenhaus gestürzt war. Es ist als ein wahres WurMl zu bezeichnen, daß der Meister und seine drei Leute mit verhältnismäßig geringfügigen Verletzungen davongekommen sind, wen« man bedenkt, daß Steinplatten bis zu zwei Quadrat« meter Größe in die Tieft gesaust sind. Sämtliche Verletzte« erlitten einen Nervenschock und mehr oder minder gcsährlicht Kontusionen. Sie würden nach erster Hilfeleistung ans die erste Unfallstation gebracht. Jnzwiftchn hatte sich die Feuerwehr unter riesigem Aust sehen der nach hunderten zählenden Passanten die R ä »r m u n g 8- Nttd S t ü tz u n g s a r b e i 1 e n vorgenommen. Die im ersten, zweiten und dritten Stock wohnhaften Parteien waren durch den Tveppenemsturz vollständig in &«tt Wohnungen eingeschlosseu und schauten verängstigt und einen netten Einsturz befürchtend, aus den Fenstern. Das plötzlich aufgetanchte Gerücht, daß der junge Großftld, der die Tischler begleitet hatte, vermißt werde und möglicherweise unter den Trümmern liege, verursachte «elterliche' Erregung, doch wurde bald feftgestelll, daß der junge Mann wohlbehalten in der Wohnung seiner Eltern weilte. Er war Nämlich den Männern, die den Kasten trugen, voransgeeilt, und befand sich schon vor der Wohnungstür, als der Treppeueiusturz erfolgte. Ein Gutachten über den Bauznstand des Hauses konnte zur StttNde noch nicht abgegeben werden. Die seit langem baufällige Treppe konnte die Last der vier Männer und des Kastens nicht anshalten. Für einen Passanten hätte ihre Tragfähigkeit gerade Noch hingereicht. Nachdem die Feuerwehr die entsprechenden i Räumungs- und Pölzungsarbeiten Vorgenommen hatte, wurden im Stiegenhause zum ersten und zweiten Stockwerk Feuerwehrleitern angelegt. Um den Parteien die Möglichkeit eines Verlassens der W oh n ltnge n zu geben. Die Untersuchrmg dauert Noch an. is=r war er in Untersuchungshaft. IM November 1906 wurde et.freigesprochen. Die Geschworenen hatten die Schulbftage mit sechs Ja und sechs Nem beantwortet. Taussig wird jetzt auf GruUd der erstatteten Straftuzeige verfolgt. Der Kamdf um den Alkohol. Washington, 16. August. Das Kongreßmitglied Tinkh g M.hat die- Staatsanwaltschaft aufgesötdert, die F ü h t e t de r P r o hib i t i o n s bew eg n ng wegen Verletzung der BuUdesgesetztz über Bestechung gerichtlich zu vevsotzeu. Der Antrag wird damit begründet, daß dce Änti-Saloon-Leagüe, die Mächtigste amerikanische Bevemigung von TeMpetenzlern, ftinfzig Millionen Dollar ansgewendet hat, um die Trockenlegung bet Bereinigten Staaten propagandistisch zu erkämpfen. >- Mehrere andere Kongreßmitglieder ftrdevn die Einsetzung einer sxrrlamentarischen IlniersUchlingskömMission, die die Methoden der maßgebenden Führer der ProWitionsbewegung, mit denen sie ihre Ziele erreichten, einer Prüfung unterziehen soll. . _ Wiener Kauflente in Markenbad verhaltet. ' In' Marienbad betreibt seit einer Reihe von Jahren der Wiener Juwelier Julius Bogyansky ein SaiisoNgvschäst. Ein« vor kurzem im Marienbader Geschäft abgehaltene Nachschau der Mnanzlandesdirektion förderte Umstände jntafTC, die darauf schließen lasserr, daß die Einfuhr v o n I u w e l e n von Oesterreich in die Tschechoslowakei unter nicht ganz einwandfreier Weise vor sich ging. Uvber Antrag der Fi n attzland es di rokt i o n wurde der Jnwolier in Haft genommen. Mit hiciftr Sache soll auch der Wiener Juwelier Alexander Herzka in Zusammenhang stehen. Bei ihm wrlrden zivei Pakete vorgesunden. In dom einen befand sich eine Reihe von Perlenschnüren und andere Inwslen, in dem zweiten eine Anzahl von Valuten im Betrage von rund 80.000 tschechischen Kronen'. Herzka wurde verhaftet, jedoch später gegen Kaittivn wieder f rei gela sse n. Eine Klnverepldemie in Schlehen. Berlin, 16. August. Die in der Grenzmark stark aiifttetende Kinderseuche wird nunmehr auch irr den nahegelegenen polnischen Ortschaften beobachtet nnd hat dort bereits zahlreiche Todesfälle zur Folge gehabt. Das staatliche bakteriologische Laboratorium in Landsberg a. d. Warthe stellt zclrzeit Untersuchungen über den Ursprung dieser Krankheit, die sich in spinalen Lähmungen äußert, an. Der Krankheitserreger konnte noch nicht gefunden werden. Die Kinder werden durch Rnckenmarklahmungserscheiliiingsn in kürzester Zeit dahingerafst. . Sobham iy Melbourne. Lyndon, 16. August. Bei der Ankunft des Mltslftgers C o b h a m iit M e l b o u r n e, dem „ Zdele seines Fluges, herrschte in der Stadt unbeschreiblicher Jubel. Der Andrang der Hunderttausenden von Menschen auf dem Flugplatz war so groß, daß die Polizei nicht imstande war, den Flieger m offiziellen Begrüßung Mn Bürgermeister zu geleiten. gm Faltboot von Wien «ach Kairo. unterwegs fiinf Insassen ertrmiftn. London, 16. August. Der Wiener Ernst Grünfeld, dev am 1. .JUlli mit zehn Gefährten von Wien im Faltboot abgereist war, ist in Kairo eingetrofsen. Die Fahrt führte vo» Wien Wer Budapest, Befgrab, Konstanza und Kon stau tiuopel in die Dardanellen, wo das Aegäische Meer erreicht und bis Alexandria überquert wurde, von wo die Fahrt nilaustvärts sveiterging. Wie die Londoner Blätter berichten, sind von den zehn Insassen des' Faltbootes unterwegs fünf ert.runken. , Wien, 17. August. * Gin Drama aus der Alten Dorr an. An der Alten .Donau Mieteten aM Sonntag um 2 Uhr nachmittaas "ein unbekannter Mann und eine unbekairttte Frau, die vermutlich Trailer getragen hat. je ein Boot. Sft ließen 'als Einsatz ihre Eheringe zurück. Zurückgetommen ist weder der Mann, noch die Frau. Das eine Boot wurde iwch am Sonutag abends, das andere Boot gestern früh unverschrl an verschiedenen Stellen am Ufer der Alten Donau gefurrden. Ob ein Unfall vorliegt, ob sich Mann und Frau gemeinsam getötet haben, oder ob die Sache vielleicht doch eine haruU-ose Lösung findet, ist Gegenstand von Erhebungen. * Schwere Touristenunfälle > im Gesäuse. Nach einer a« die Zentralstelle für alpine Unfälle eingelangten Meldung hat sich im Gesäuse am Hochtorzuge ein schwerer Touristeminfall ereignet. Die Mitglie-der der Sektion Wien des Deutschen irntz Oesterreichischen. Alpenvereines Hecht >;nd Toner unternahmen vom Haindlkar aus eine schwierige Partie auf >der Route im Zuge des H o chtores, d!e größtenteils aus Kletterpartien besteht. Das Seil riß ab und Tauer stürzte 250 Meter in die Tiefe. Sein Gefährte Hecht seilte sich ab, konnte jedoch nicht zu dem Unsallsort gelangen, glaubt aber kaum, daß Tauer am Loben geblieben ist. Hecht kehrte dann zurück rrnd verställdigte die alpine Rettungsstelle Admonts die sich sofort aus dm Weg machte. Weitere Meldimgon sind bisher nicht eingetroffen. — Vom Festkogel. der der- Hochtorgruppe augchört^ stürzten gestern gleichfalls zwei Touristen ab. Ihre Namen lind noch nicht bokannt. * Am Klavier gestorben. Eines in Wahöheit seligen Todes ist Sonntag der akademische Maler Adolf Schwarz, einer der wenigen Mariuemciiler 'des alten Oesterreich, in Pötzleinsdorf im 58,' Lebensjahre gestorben. In heiterster Stimmuna weilte er als Gast in der Erholungsstätte für Kinder in Pötzleinsdorf und stellte seine musikalische Kunst in den Dienst der kleinen Pfleglinge, denen er zum Tanze ausspielte. Sein -Klavierspiel erweckte Frohsinn. und die Schar der Kinder drehte sich im Kreise, als die Kleinen den „Spielmann" plötzlich wanken iahen. Das Spiel hörte jäh auf. Die Kinder l6U(fteu nach den: Klavierspieler und sahen ihn wanken. Die Größen eilten auf ihn zu und wollten ihrn Hilft bringen. Allein alle Wttihe blieb erfolglos. Maler Schwarz war. vom Herzschlag getroffen, eines jäherr Todes'gestorben. * Mn sehr angenehmes Erfrischungsgetränk wird in der heißen Jahreszeit durch Mengung des Krondovfer Sanerbrnnn mit einem guten weißen Wein, ftrner durch Zusatz von Zuckes Früchtsästen, Zitronensäure ichv. hevgastellt. Dr. Nahum Goldmann aus Berlin spricht am Donnerstag den 19. d. um 9 Uhr abends in einer vom Klub radikaler Zionisten geineinsam mit der zionistischen Bejirkssektion Leopoldstadt veranstaltetell öffentlichen Bersamnilung über die Ergebnisse der Londoner Tagung des Zionistischen Mtionskomttees. Die Versannuluttg, die allgemein zugänglich ist, findet m de« Olpurvtasälen Lt- Bezirk. Rotgaö« 5) statt-

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