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Wiener Morgenzeitung · 1926-08-17 · Heft 2688 (17.8.1926) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2688 (17.8.1926)
Date
1926-08-17
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Serie 4 Wien. Dienstag Wiener MorgenzeitnnH -.7. August 1926 Nk. 2688 DagEü EMaMM iitNsii NttiMiliMmfejiii mHinNm ail b| mrnm ilINlilNi fefllifegflll dt ülMiiMiliMlii NZiMWWü Hamamaiuai MUIMliMiliMlilM Slü t=4!H5=t Wt=Wi=NH=HII Der Keren Ha'effov. Das Hauptbureau des Keren Hajessod in London teilt mit, daß die Bareingänge beim Hauptbureau i.m Monat Juli die Rekordzisfer von 75.073 Pfund erreicht haben. Die höchste bisher erreichte Ziffer der Monatseingänge betrug 66.236 Pfund im Mai 1923. In den Eingängen des Juli ist der Beitrag von 25.000 Pfund des Herrn Bernhard Baron zu verzeichnen. Südafrika überwies 5000 Pfund und hat nunmehr schon die regelmäßigen Monatsüberweisungen auf Konto der in der Kampagne erzielten Zeichnungen ausgenommen, die Ende Juli schon über 906.000 Pfund betragen. Kanada überwies im Juli 3704 Pfund und macht alle Anstrengungen, um im Laufe der letzten Monate des Jahres noch die ausstehenden Zeichnungen im Betrage von 100.000 Dollar einzukassieren und zu überweisen. Deutschland führte im Juli 2233 Pfund an das Hauptbureau ab, Argentinien 2000 Pfund und Palästina 1661 Pfund, worin der Betrag von 1025 Pfund enthalten ist, die der Keren Hajessod aus der Hinterlassenschaft des verstorbenen M. E. L a n g e für die Universitätsbibliothek empfing. Gesamtpolen überwies im Juli 1065 Pfund, Gesamtrumänien 869 Pfund, Jugoslawien 769 Pfund und die Tschechoslowakei 676 Pfnnd, die anderen Länder erreichten mit ihren Uebcrweisungen nicht die Grenze von 500 Pfund. Der Beitrag aus Oesterreich betrug 288 Pfund. Diese hohe Ziffer darf nicht darüber täuschen, daß die Lage in Palästina keineswegs ohne schwere Sorge betrachtet werden darf. Bevor das neue Arbeitsjahr mit seinem neuen Budget beginnt, sind noch sehr große Verpflichtungen aus der lalifenden Arbeit zu erfüllen. Es muß mit allen Mitteln darauf hingcarbeiter werden, eine Erhöhung des Defizits zu vermeiden, zumal die A rb e rt slo.s e nz iffer in Palästina nicht gefallen ist, woraus sich die Notwendigkeit neuer Notstandsarbeiten ergibt. Die Forderungen der »Vierten A Aus Tel-Awiw wird uns berichtet: Dieser Tag§ fand km hiesigen Lokal der ,/Hitachduth Olef Poloni-a" ein Massenmeeting . der aus Polen stammenden Einwanderer statt, in tvelchem nach Anhörung mehrer Redner und eingehender Debatte, folgende Forderungen an die zionistische Le i tumg beschlossen wurden: ■ Die bisherige Wirtschaftspolitik der zionistischen Leitung muß zugunsten aller Volksschichten, so auch zugunsten der dem Mittelstände angehorenüen Einwanderer der vierten Alijah geändert' werden. Die zionistische Leitung in Jerusalem muß durch Einbeziehung von mit den wirklichen Verhältnissen, im Lande vertrauten Personen reorganisiert werden. In allen Institutionen' der Leitung, insbesondere 'im Departement f ü r Ha n de l und Industrie, sollen die verschiedenen Handelsuild Jndustriebranchen vertreten sein. Die Hypothekarbänk sei zu reaktivieren und die Jndustriebank so bald als r.v-lich ins Leben zu rufen. Das Budget müsse alle Schichten der neuen Alijah bedenken. Zum Schlüsse wird gefordert, daß innerhalb einer möglichst kurzen Frist ein außerordentlicher Zionistenkongreß nach Erez Israel einberufen und inzwischen eine Kontrollkommission eingesetzt werde, die mit allen Landsmannschaften in Kontakt zu sichen und alle Institutionen von den unfähigen Beamten zu befreien habe. Ja, At'entat aas Vere» Slela. K. Paris, 16. August. Der „Hajnt" will aus gut informierte« Quellen erfahren haben, daß das Attentat auf Per-oz Stein in keinem Zuismmnenhang mit der Schwa czlbarth-Affäre stehe. Der Charakter dieses Attentats ist bis heute noch ungeklärt. Sine KdMe Gewerbeaarftellang in Buvavelt. Aus B u d a p e st wird uns berichtet: Der Ungarische israelitische Handwerks und Ackerbauverein, der auf eine 84jährige Dauer zurückblicken kann, wollte schon vor vier Jahren, anläßlich des achtzigjährigen Jubiläums, eine eigene jüdische Gewerbeansstcllung veranstalten, mußte dies jedoch mit Rücksicht auf den Terror der Rassenschützler unterlassen. Auch jetzt noch wagt diese Organisation, die sich ein großes Verdienst auf dem Gebiete der gewerblichen Erziehung und Gewerbeförderung in Ungarn erworben hat, nicht, mit einer selbständigen Ausstellung hervorzutreten, sondern wird die Erzeugnisse der aus den Gewerbeschülern hervorgegangenen jüdischen Meister als eine gesonderte jüdische Gruppe der vom 28. August bis zum 19. September in der Budapester Jnbustriehalle zu veranstaltenden Landes- Gewerbeschau vorführen. Besonderes Interesse dürfte die auf viele Jahre zurückreichende Sammlung der Arbeiten der Lehrlinge der Anstalt sein, auf Grund deren sie freigesprochen wurden. Im Lehrliugsheim des Vereines sind gegenwärtig hundert Lehrlinge untergebracht. Die Zahl der selbständigen Meister, die aus dem Verein hervorgegangen sind, beträgt dreitausend. Die jüdische Legion im amerikanischen Befremagrtrieg. In der zur Feier des 150jähnigen Jubiläums der Befreiung Amerikas veranstalteten Weltausstellung in Philadelphia wurde aus den Archiven der Vereinigten Staaten alles zusammengetragen, was auf die Befreiungskämpfe neues Licht zu Wersen geeignet ist. Eines der interessantesten Dokumente ans jener Zeit ist das im Historischen Museum Amerikas ausbewahrte Tagebuch des Führers der aus 400 Mann bestehenden jüdischen Legion, Nanes, der im'Stabe Lafayettes diente und später dem Stabe Washingtons angehörte. Die jüdische Legion hatte sich, wie aus den Aufzeichnungen hervorgeht, besonders in den Kämpfen bei Camden in Südkarolina ausgezeichnet. Nanes schreibt hierüber unter anderem: „Wir schlugen uns in allen Känipfen, die in K a r o l i n a ausgesochten werden mußten und hatten unser gutes Teil an den furchtbaren, schweren Kämpfen in S a v a n n a h." Nanes war sehr stolz auf sein Judentum. Er erzählt, wie er einen Mann, der ihn deshalb, „weil er Jude, Republikaner und Hungerleider" sei, attackierte, geantwortet habe, daß er stolz auf sein Judentum sei und gar nicht daran denke, diesen Zustand z« ändern. „Ich bin Jude", schrieb er, „und eben deshalb bin ich auch ein freier Republikaner." Diese Antwort wurde dann in der „United State Gazette" veröffentlicht. Wien, I, Wlppilngerstrasse 15 / Tel. 67307, 69292 Klye Hetze gegen den tote» Heine. K. Hamburg, 16 August. Die „Hamburger Nachrichten", das bekannte doutschnationale Organ, können sich noch immer nicht über die Aufstellung des Heine-Denkmals und insbesondere über die Rede des Senatspräsidenten beruhigen, in welcher er den Schutz des Denkmals für die Stadt übernahm. Nach Ton und Inhalt kommt diese deutsch nationale Hetze der A u f f o rd e r u n g gleich, den öffentlichen Schutz des Denkmals nicht mehr zu respektieren. GalsworM-Vremiere in London. Im Londoner Ambassado-Theater wurde vor kurzem John G a l s w o r t h y s neues Stück „Escape" aufgeführt und hatte einen großen Erfolg. Galsworthy stellt m diesem Stück einen Mann dar, der abends durch den Hydepark geht und ein paar Augenblicke mit einem Mädchen spricht. Plötzlich taucht ein Detektiv auf, der das Mädchen verhaften will. Der Mann versetzt dem Detektiv einen Schlag, wodurch dieser zu Boden fällt und dabei unglücklicherweise mit dem Kopf an ein Ersenstück anschlägt und stirbt. Der „Mörder" erhält sechs Jahre Zuchthaus wegen Totschlages. Der übrige Teil des Stückes behandelt den Versuch des Mörders, aus dem Zuchthaus %\i Dartmoore zu entweichen. bis zu seiner Wiedergesangensetzung nach 48 Stunden. Das Problem, das den Verurteilten beschäftigt, ist, wieviel Gnade oder Verurteilung er von der Welt erfahren werde. Ist die Welt, der er während der kurzen Zeit seiner Freiheit wieder gegenübertritt, härter als das Gesetz? Am Schlüsse der Vorstellung kam es zu einem Zwischenfall, als eine Theaterbosucherin gegen die Propaganda für Mörder protestiert hatte. Anr den Theatern.. Theater ' n der Joietstadt. Das Lustspiel „len > ieur H e l ö n e" von S»egtr>ed Gever und Paul Iran' bleibt Die aiue Woche au» dem Spielvla'. " >»n 8 Uhr Hobe Warte. Heute */98 Uör. »eittchtauiführung der Opern .Cavalleria r u s t i c a n a" und «Bajazzo" Bei schiecht-m Weiter wird die Aufiümuna auf morgen ver'choben. Für die beutige Vorstellung haben auch die für „T a n n y ä u s e r" gelösten Karten Gült gieit. _ Ball im Salzburger Festspielhaus. In Anwesenheit des Bundespräsidenren' Dr. Michael Hainisch wird Montag den 23. d. in den Prunksälen des Festspielhauses in Salzburg ein Ball stattfinden. Mitglieder der Regierung, Diplomatie, Behörden sowie offizieller Körperschafteil haben ihren Besuch zuae- Als Tanzraum ist der prachtvolle barocke und von Professor Klemens H o l z in e i st e r rekonstruierte Stadtsaal, dessen Decke das monumentale Fresko von Rotimavr ziert, vorgesehen. Bei schönem Wetter wird ein Teil des Festes auch in der offenen Reitschule sich abspielen; die in den Felsen getriebenen Logen werden durch Fackeln beleuchtet sein. Paula Wessely, die ehemalige Schauspielerin des Deutschen Volkstheater, ist als Naive an das Neue deutsch? Theater in Prag engagiert worden. Sie wird die Hauptrolle im Lustspiel von Bernauer und Oesterreich er „Der Garten Eden" kreieren. Rudolf Valentina schwer erkrankt. Wie aus London gemeldet wird, ist der amerikanische Filmschauspieler Rudolf Valentino lebensgefährlich erkrankt. Er. nmßte aus seinem Hotel plötzlich in die Londoner Poliklinik geschafft werden, wo er am Blinddarm und an Magengeschwüren operiert wurde Theodor Dänblrrs 50. Geburtstag. Heute feiert der Hauptvertreter des deutschen Expreß ionismus, Theodor D ä u b l e r (17. August 1876 in Triest geboren) seinen 50. Geburtstag. Schon im Jahre 1910'schrieb Daubler, der in Berlin lebt, das Epos „Nordlicht", in dem er aus tiefem religiösen Erlebnis heraus den Welturivrung dichterisch deutete. Aus der langen Reihe seiner Gedichtssammlungen, die ihn als ausdvucks- und gesühlsstarken Lyriker beweisen, seien die Bände „Hesperien", „Das Sternenkind", „Der sternhelle Weg" und die „Hymne an Italien" genannt. Seine Schriften „Der neue Standpunkt" und „Lueidarium in arte musicae des Ricciotto Canudo aus Gioja del Solle" erläutern sein Verhältnis zur bildenden Kunst und zur Musik. In seinen letzten Prosaschriften „Der heilige; Berg Athos" und ,,Sparta" gibt Däubler seine in Griechenland empfangenen Eindrücke wieder. Ueber Griechenland bereitet der jetzt 60jährige Dichter ein umfangreiches Werk vor. Gerhart Hauptmann verfaßt den „Jaust"-Film. Gerhart Hauptmann hat es übernommen, die Texte für den großen „Faust"-Film der Ufa, der in der nächsten Zeit fertiggestellt wird, zu verfassen. Serlchtrsaal. Das Zentralbankgesetz vor dem Handelsgericht. Das am 12. Juni 'beschlossene-Zentralbankgesetz ibefagt in seinem § 4, daß vor Beginn der Wivksamkeit dieses Gesetzes (1. Juli 1926) egen die ZeMraNbank entstandene Forderungen bis einschließlich 1. Oktober 1926 gerichtlich nicht geltend gemacht werden können. Durch eine Verordnung des Finanzministeriums vom 1. d. wurde die Anwendbarkeit des Zentrallbankgesetzes auch auf die Indu st r i e- und Handelsbank ausgedchnt. Ans dieses Gesetz gestützt, begehrte die Oesterreichische Jndustrie- und Handelsbank die Zurückweisung einer Klage der Kommandit- Ssellschast Königer u. Sohn, lautend aus 528.514 S. Ein enat des Handelsgerichtes unter Vorsitz des Hofrates Dr. Erlach hat jedoch dieses Begehren mit der Begründung ab gewiesen, daß Klagen, die vor Wirksamkeit des Gesetzes eingebracht wurden, durch dasselbe in ihrem Laus nicht gehindert werden können. Zur Klagebeantwortung wurde eine Frist von 14 Tagen gesetzt. Das Risiko des Ratenhändlers. Der Beamte Felix Sch. kaufte beim Ratenhändler Bernhard K. Stofs für einen Damenmantel, wobei ihm der Händler einen Preis von 3 3 S. pro Meter anrechmte. Sch. fand ihm zu hoch und zeigte K. bei der Wirtschaftspolizei an. Im Zuge der Erhebungen stellte sich heraus, -daß der Ratenhändler den Stoff von seinem Lieferanten um 21 S. bekommen hatte. Die Angelegenheit wurde der PreisprüfungsstM unterbreitet und diese erklärte, der Ratenzuschlag von 50 ProzÄit des Einkaufspreises, den der Händler einhob. sei viel zu hoch.. Er hätte höchstens einen Zuschlag von 15 Prozent berechnen dürfen. K. hatte sich vor dem Strafbezirksgericht 1 w e g e n Preistreiberei zu veralltworten. Dort stellte er in Abrede, 33 S. als den endgültigen Preis für den Stoff begehrt zu haben....Er und der Käufer hätten sich nach längerem Feilschen aus eilten Preis von 2 0 S. geeinigt. Aber auch dieser.Betrag wurde von der Preisprüsungsstelle als offenbar übermäßig beanständet. Der Anzeiger mußte bei Gericht zugeben, daß er kein besonders prompter Zahler sei und mit den Raten längere Zeit im R ü ckstand geblieben war. Ter von Dr. Moritz Grad verteidigte Rateuhändler wurde trotz des Gutachtens der Preisprüfungsstelle mit der Begründung f r e i g e s p r o ch e n, daß auf seiner Seite die zitm Tatbestand der' Preistreiberei erforderliche Vorsätzlichkeit fehle. Der Beschnldigte sei vielmehr mit Rücksicht a u f d i e Saumseligkeit des K u n d e n berechtigt gewesen, einen höheren Gewinnziischlag -einzuheben. Gegen dieses Urteil berief der Staatsanwalt. Das Berufungsgericht unter Vorsitz des Hofrates Dr. Künstler hat die Berufung zurückgewiesen und den F r e i s p r u ch b e st ä t i g t. Scharfe Bekämpfung des Lebeusmittelwuchrrs in Polen. Aus Warschau wird berichtet: Vor dem hiesigen Strafgerichte würde der Inhaber einer Konditorei, Ladislaus Albrecht, wegen Preistreiberei zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt, weil er in seiner Konditorei für Sodawasser einen offenbar übermäßigen Preis gefordert hatte. Die Refnndiernng Ser zentratbankkredite. Der Stand der Verhandlungen. Zwischen der Regierung uu) den Banken und Sparkassen fanden in der vorigen Woche ununterbrochen Verhandlungen wegen einer Resundierung der der Zentralbank vorgestreckten'Kreoitd',-fin der Höhe von W,5 Millionen Schilling stau. Trotz des Scheilerns des E i n I a g e n s i ch? ru n gs ge s e tz e s hat die Regierung keinen Augenblick einen Hehl daraus gemacht, daß sie auf einem Rückersatz der Kredite aus den Mitleln der Volkswirtschaft bestcheu müsse. Sie vertrat die>en Standpunkt um, so nachdrücklicher, als sie .sich bewußt war. durch die rasche Hilfeleistung an die Zentralbank ben allgemeinen Interessen der Volkswirtschaft gedient zu haben. Darüber gehen die Me! ' am der Interessenten begreiflicherweise auseinander, um so mehr a.s gewisse Kreije. das heiß: in diesem Falle die Banken und Sparkassen, für bic ‘ Resundienülg der Zentralbankkrevile Opfer bringen müßten, die sie' sich gerne erspart hätten. Nach unseren Informationen hat der Widerstand der Banken und Sparkassen in den letzten Tagen wesemlich nachgelassen; sie haben sich zu der Ansich: bekehrt, daß die Zehtralbankkredite refunbiert werden sollen und daß man die Regierung nicht zur nächsten Genfsr Tagung ziehen lassen dürfe, öhne daß sie dem Völkerbünde detaillierte Angaben machen könnte, daß die aus Budgetmitteln vemvendten 62,5 Millionen Schilling wiedererstattet werden Würden. Die jüngsten Verhau dl ungeil mit den Banken und Sparkasseli bewegten sich nur darum, wie der Refundierungsplan gestaltet merdeil soll. Es bestcheu jetzt nur noch Schwierigkeite>l technisch"er Natur, die sich aus den Meinungsverschiedenheiten über - die Grundzü-ge des Planes erklären, Schtvierigkeiten, die an der prinzipiellen Geneigtheit der Banken und Sparkasseit, . der Regierung entgegenzu kommen, kaum etwas ändern dürften. Uebrigens handelt es sich dabei auch um Meinungsverschi'.denheiten zwischen den Banken und den Sparkasse untereinander, doch ist gar nicht daran zu zweifeln, daß btejc technisch.'!! Schwierigkeiten früher oder später bereinigt werden. In Regierungskreistn steh: man aus dem Standpunkt, das; bei den G e n»e r B e! h a n d! u n g e n auf keinen Fall irgend ein Eingriff des Völkerbundes in die künftige Gestaltung des Budgets zu befürchten ist Es sei allerdings Z'.l erwarten, daß der Völkerbund an die österreichische Negierung eine Anfrage richten werde, welche Folgen die Verwendung der 62,5 Millionen Schilling für die Zentralbank für das Budget haben könne Doch würde 'vgar eine solche Frage in dem Momente gegenstandslos werden, sobald die Banken und Sparkassen sich über den Rvfundierungsplan geeinigt haben werden. gft das internationale ki eniariell gescheitert? Es war vorauszusehcn, daß die rasche Beendigung der Pariser Eiseilkarteslkollfereiiz unb die Mitteilung, daß die Verhandlungen anl 11. Septenider wieder ausgenommen irerden sollen, Anlaß zu ungünstigen Kommerltaren geben werde, wonach das Zwrtell üiherhaM gescheitert sei. Die Urhober der u-n-

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