Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2686 (15.8.1926)
- Date
- 1926-08-15
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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r Steift 1(1 Wien, Sonntag Set Stotfnft. Bon Dr. Heinrich Schreiber. Man möchte gar nicht glauben, lvas ant Zinsfuß alles klebt. Aber dieses Mal wird es besonders plastisch vorgesührt, sapffagen faustdick aufgetragen. Zunächst schien es, als ob die 'Zinsschranbe überhaupt eingerostet wäre; sie ließ sich kaum drehen, und es machte ganz den Eindruck, als ob sie mit der Schraubennmtter unlöslich verwachst:: wäre. Die Nationalbank, deren Generalrat itvrederhoff zusammentrat, um die Schraube 41: lockern, mußte unverrichteter Dinge auseinaudergcherl-, immer kam etwas dazwischen, was den besten Borsah zunichte machte. Um die öffentliche Meinung, die schon darob ziemlich -ungehalten war, halbwegs zu beschwichtigen, wurde ihr verkündet, daß das Exekutivkomitee mit ausreichenden Vollmachten ansgestattet sei, um zu gelegener Zeit eine Herabsetzung der Rate im eigenen Wirkungskreis dorzunehmen. Indessen, diese Ermächtigung mochte recht fadenscheinig gewesen sein; sie ist in -nichts zerflattert' es ist nicht -dazu gekommen. Das böse Mzident, -das der Zentralbank der deutschen Sparkassen llnterlaufen war, fiel dem bereits angesetzten Schraubenschlüssel in die Arme und der Zinsfuß blieb wie angenagelt festgebannt; er konnte und durste sich nicht rühren. Freilich, nach laugen: Zögern, Harten und Bangen ist das Eis aufgetaut; die Nationalbank riß sich Mammen und faßte herzhaft den Entschluß, den Diskontsatz nn: ein halbes Prozent aus 7 Prozent zu senken. Die Geschäftswelt atnwt erleichtert aus; die Last der Schuldzinsen wird gemildert. Dies ist doch der natürlichste Effekt jeder Zinsermäßignng; sie macht die Geldbeschaffung wohlfeiler, Geld als Ware ist billiger erhältlich, der Kredit zu günstigeren Bedingungen anfzubringen. Allein, schon bei dem Worte „Bedingungen" stockt der Zinsfuß. -Das beginnt er zu wanken, der Weg holprig zu werden; dat wird -er durch die Rinne jener Gelder verlegt, die eine gute Verzinsung fordern müssen, (wenn sie niicht abgeschreckt - und abspenstig gemacht werden sollen. Senkt sich die offizielle Zinsrate, muß auch -der Satz, der für Einlagsgelder bewilligt wird, niedriger werden, was der kompakten Masie der Sparer nicht in den Kram paßt. Ohnedies ist diese Schichte etwas spießig und widerhaarig geworden; es ist ihr auch nicht zu verdenken, denn zu viel des Leides ist ihr angetan worden. Das Sparkapital hatte' durch den Geldsiurz und die. Inflation mit dem Spargute auch Glauben -und Vertrauen verloren; kaum aber hatten sich die Verhältnisse für die Spargelder wieder etwas konsolidiert, da ist i>cr Schrecken ob des Zusammenbruches -mehrerer Einiegeribanken, und zuletzt sogar der Zentralbank vieler Sparkasien, dazwischen gefahren und hat die Flamme des Mißtrauens wieder lichterloh angeblasen.; . Nun soll der Sparer, derart stutzig gemacht und verdrosien, selbst dort, wo er fein Geld für wchlgeborgen hält, in seiner Nützung gekürzt werden, soll ihm der Gürtel enger geschnallt, der Brotkorb hoher gehängt werden. Nichts leichter, als daß. er dem Geldinstitut unwillig den Rücken kehrt, sich von dieser Fruktifizierung aVwendet und seine Einlage zurückzicht. Der Sparer muß wie ein Weiches Ei behandelt und es darf ihn: nicht vor den Kopf gestoßen werden, sonst haben die Stellen, die aus -den Zustrom der Einlagen angewiesen sind, das Nachsehen. Denn der Effektenmarkt lockt und zieht nicht; er bleibt größtenteils noch gemieden und verödet. Diese Sorge läßt es bedenklich erscheinen, der Verbilligung des Zinsfußes auch in 'der Zinsrate für Einlagsgelder aus dom Fuße zu folgen und in diesem Geschäftszweig bei der Schablone zu bleiben. Ein solcher Entschluß siel um so schwerer, wenn man erwägt, daß er ein Opfer von den Banken und Sparkassen heischt; denn sie lausen Gefahr, bei -niederem Debetsatz und hohem Kreditzins draüfzuzählen, zumal das Bankgeschäft unter dem Drucke hoher Unkosten steht, die bei der Dürftigkeit anderer ausgiebiger Berdienstmyglichkeiten, wie sie das Gründungswesen, Emissions- und Syndikatsgöschäst bringen könnte, hauptsächlich im Geld- und Wechslergeschäft und im Zinsengenuß ihre Deckung suchen müssen. Jedes Quentchen, das da ahgeht, stört den geregelten Gang der belasteten Wage. Es hat immerhin seine Nisi, sich von der Zwangsläufigkeit der offiziellen Eskonträte durchaus -lenken und ins Schlepptau nehmen zu lassen. So gerechtfertigt eine Ermäßigung des Leihgeldes nach der allgemeinen Lage der Geldmärkte ist, so tief greift sie an den Nerv des Einlagegeschäftes, weil dieses in der dollen Nutzung der Zinsenspanmurg zwischen Soll und Haben, auf die es bei der jetzigen Struktur des Betriebes angewiesen ist, verzichten müßte. Es Ware unvermeidlich, -aß die Banken und Sparkassen, obschon sie^zu rechnen verstehen, nicht aus ihre Rechnung kämen. Der Zinsfuß' setzt sich also fühlbar auf ihren Nacken und meAwnrblgerweife um so havter, je kleiner und geschmeidiger er gebaut ist.;__; , Ae Fmnlendeviseu. Der französische Franken behauptete auch gestern eine ruhige Haltung.' Die Abschlüsse bewegten sich auf Basis der in den letzten zwei Tagen erreichten Kurse. Paris gegen Zürich 14,15, Mailand 17,05, nur Brüssel erfuhr eine Abschwächung auf 18,95. Der Ausweis der Bank von Frankreich. Der Ausweis der Bank von Frankreich vom 12. AtMst Zeigt eine wesenüiche Verbesserung des Status. Der Geldvorrat weist nur eine geringfügige Veränderung (ein Plus von 3000 Franken) aus und belieif sich aus 3^584.865.000 Franken. Die Vor sch ü s s e an den Staat sind um 550 Millionen auf 37.300 Millionen zurückgegangen. Der Notenumlauf hat sich um zirka eine Milliarde -auf rund 56,2 Milliarden vermindert. Bemerkenswert ist auch, daß der Eskompte um 1884 Millionen aus rund 5979 Millumen zurückgegangen ist. Dem gegenüber sticht eine Abnahme von rund einer Halden Milliarde an PrivatguchabuMN, ohne daß sie an der tvefenMchen Verbesserung des Status «was geändert hätte; die Abnahme der Privatguthaibungen ist offenbar lediglich auf die starke Kreditdrosselung, die die Bmck von Frankreich in: Interne einer StMisierung der Währung übt, zurückznfnhrep. ' SHeite« lö. August 1926 Rr. 2688 Abschl«- der infetnoiionalen 8i|entattefltiet« handluagra. Die Haltung Eiysands. Paris, 14. August. (Wolfs.) Wie die Blätter zun: Abschluß der inlerncitioimlen Porhiudluugeu der Eisenmdustriellen mitteiien, sind die Vertreter der englischen Eisenindustrie über die Verhandlungen nnterrich:et. Für das angeMick-liche Abseitsbleiben Englands werden Zwei Gründe genannt: Zunächst möchte England seine Exklusivität ans den Märkten seiner-Dominien sichern, außerdem könnte es im Augenblick wegen der Indnstriekrife in England nicht die seiner normalen Produktion entsprechendem Kontingente übernehmen. Anschluß Mitteleuropas. Bezüglich Polens, der Tschechoslowakei und Oesterreichs bemerken die Blätter, daß dtese Mächte in die zwinbination eintreten könnten. Neue Vevhandlungew tm September. 1 Paris, 14. August. (Wolfs.) Der „Temps" erlährt, daß sich infolge der bei den Verhandlungen über die Bildung eines Stahl- 'trusts von den französischen und belgischen Industriellen erhobenen Einwendungen die Urrterzeichnnng des Abkommens verzögert habe und nicht vor dem 11. September erfolgen dürfte. Berlin, 14. August. Wie das „Berliner Tageblatt" melde:, ist der Wiederzusanunentritt der Vertreter der deutschen und dar französischen Eisenindustrie für einen Tag in der zweiten Hälfte des September anberanmt lvoiden. Wie,:er Privatverkehr. Im gestrigen Privatverkehr herrschte einefeste Tendenz, ohne daß jedoch die Umsätze euren größereil Umfang angenommen hätten. Zrl dm Freitagschlußkurien waren gesucht: Alpine. Rima, Staatsbahn, Oesterr. Kredit, Oesterr. Gcldrenie, Ung. Kohle und Urrg.- Zrrckcr. Nachtragsverzollung der Zuckervorräte Die Finanzlandesdirektion verlautbart, daß gemäß einer Verordnung des Bnndesministcrium für Finanzen vom 9. August 1920 alle am 19. August 1926 im Zollinlandr vorhandenen Vorräte an Rüben- und Rohrzucker, die 300 Kilogramm übersteigen, ausgenommen Kandiszucker, sowohl inländischer als auch ausländischer Herkunft, einer Nachtragsabgabe im Betrage von 8 Schilling 64 Groschen für je 100 Kilogramm netto unterworfen werden. Die Anmeldung muß bei der Steuevaui'sichtsabteilnng spätestens am 20. August 1926 eingelangt sein. Die Unterlassung der vorgeschriebenen Anmeldung oder die Anmeldung einer um 10 Prozent geringeren als der vorhandenen Menge wird strenge bestraft.' Der Zchlnngspslichtige hat die entfallende Znckernachtragsabgabe spätestens anr 10. September 1926 zu entrichten, soweit nicht von der Finanzlandesdirektion über Ansuchen Teilzahlungen (zulässig höchstens vier Monatsraten zu mindestens je 1000 Schilling in berücksichtigungswürdigen Fällen) bewilligt wtlrden. Nach jeder Einzahlung hat die Partei den in ihren Händen befindlichen Abschnitt des Postsparkassrnerlagscheines unverzüglich der Steueranssichtsabtei(mlg, bei welcher die Anmeldung überreicht worden ist, zukomnren zu. lassen. Weitere Auskünfte erteilen die Dwuevauffichtsbchörden. Das österreichische Messehatls in Leipzig wird bei der vom 29. August bis 4. September l. I. stattfindenden Leipziger .Hevöstmesse wieder eine starke Beschickung seitens heimischer Firmen aufweisen. Bor allem sind Lederwaren, Rauchrequisiten, kunstgewerbliche Artikel, besonders Bronzen, Keramiken und Silberwaren, ferner.Herren- und Damenwäsche, Strick- und Wirkwaren, SPiälwaren usw.. durch Prominente österreichische Finnen vertreten. Das oberste Stockwerk des Messehauses, welches bei der Frühjahrsmesse geschlossen war, wurde von einer großen Kunstgewerbefirma gemietet, so daß wieder das ganze - österreichische Haus Messezwecken zugeführt ist. Um besonders den Gewerbetreibenden den Besuch -der Messe möglichst zu erleichtern, hat das Gewerbefördernngsinstitut der Wiener Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie eine besondere Aktion eingeleitet. De österreichische Ausstellerichaft wird die-Reise nach Leipzig in einem eigenen Soüderzug antreten, wobei für die Hin- und Rückreise wesentliche Fahrpreisermäßigungen und für die zur Versendung gelangenden Musterkollektionen Frachtbegünstigungen erwirkt wurden. Auskünfte erteilt der Außenhandelsdienst der Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie, Wien, 1. Bez., Stubenring 8, Zimmer 214. , Die Exportabteilung der Wiener Handelskamnrer macht aufmerksam, daß v e t m s p a n i i ch e n K o n s u l a l : n Wien, 2. Bez., Notensterngasse 21, die n e u e st e n amtlichen Bezug squellenverzetchnisse Mr Nahrungsmittel, Fleisch- und Flellchkonserven. Gemüsekonierven. Reis. Olivenöl. Früchte, frisches Gemüse,. Südfrüchte, Safran und roter Pavrtka zur E i ns t ch t n a h m e für Interessenten aufliegen. Die Adressen werden.a.n Werktagen zwischen 3 und 6 Uhr (auch an Samstagen) zur Abschrift zur Verfügung gestellt. Der Einlagenzinsfuß bei der Postsparkassa. Das Postsparkassaamt teilt mit: Das Postivarkassacmtt verzinn Sparguthaben von 1 S. und darüber vom 16. d. angefangen mit 5% für das Jahr. Insolvenzen. Das Ausgleichsverfahren wurde eröffnet Wer L)tto Bienert. Branntweinscheüker in Krems, über Johann '4SMc r, Uhrmacher in Aspang Nr. 56. Die siebente Internationale Neichenberger Messe Wwr-de gestern eröffnet und die elf Messehäuser um v Uvr vormittags dem Messeverkelir übergeben.- Zugleich erfolgte die Eröffnung der ersten Ausstellung des Werkbundes. Das deutsch-französischs Handelsabkommen. Paris, M. August. (Tel.-Komp.) Nach einer Ankündigung im „Journal Offiziell" tritt das deutsch-srauchsische .Handelsabkonunen am 20. Auflust um M i rternacht in 5kra!ft, jedoch nur unter der Bedingung, daß bis dahin der Reichsrat und die zuständige Konmrissiou des Reichstages das Abkomnwn ratifiziert haben tverben. Aber auch in diesem Falle werdeir die iir dm: Mkommen vorgesehenen neue::'Zollsätze erst ckm 25. August in Kraft treten. Der Konflikt bei der Brünner Maschinenfabrik. Brünn, 14. August. Gestern, nachnlittags scurd im Avbeiderhemt eine Versammlung der Arbeiterschaft statt, in der von den Gawevvsckiaftssekretären und den Vertrauensn:ännern die Erklärung abgegeben wurde/' daß die B e r h a n d l u n g e n mit der Ersten Brunner Maschinewfabriks-A.-G. s o. r t g e f ü h r t werden. Es. besteht die Hoffnuirg, daß bis Montag bereits ein Ergebnis vorliegen werde. t Werbet Abonnentenför die „Wiener Morgenzeitung" f Di« Beamtenschaft wurde gestern davon verständigt, daß mrt 1. September ein Abbau der Gehälter Platz greiM werbe, der »r manchen Fällen über 10 Prozent hinausgehe. . Ein Unternehmen KorfantyS zahlungsunfähig. Wie die Warschauer Blätter melden, erklärte sich ote „Polsipr^ , eine der größten Ilnternehmungen KorfanthS, zahlungsunfähiq. rminbSrse. Dgs Geschäft verlief bei Stimmung. Die Notierungen lauten 373.000 bis 374.000, Roggen 240.000 bis 241.000. Professor Kemmerer in Lemberg. Aus Lemberg. 14. d., wird uns geuieldet: Gestern um 8 Uhr früh ist hier Professor Kcunnerer angekonmren. Am Bahrihof erivartete ihn der Stadtpräsident Ne »mann. Am Mend gab die Stadt Lewber-g ein Ban'kett zu Ehren des Gastes. Heute empfängt Kemmerer die Vertreter der Industrie, des Handels, der Landwirtschaft und der Arbeiterschaft. Tonittag reist Professor Kemnrer-cr in das Naphthagcbiet ab. Die Finanzen der Stadtgemeinde Belgrad. In unserer Nummer vom 11. d. ist nt dem .Wirts i.aftsbrtes aus Jugoslawien" ein unliebsamer Druckfehler unterlaufen. Die Aktiven der Sladtaemeinde betragen nicht, wie es dort hieß. 1.462.450 Dinar, sondern 1 462,450.000 Dinar. Die Passiven betragen 109000.009 Dinar. Modell eines Donankraftwerkes. Auf der in Basel eingerichteteii internationalen Ansstellung für Binnenschiffahrt und Wasserkraftnntzung war von den F-rrn.en Jngenreure M a 1) t c b c t,‘ 5t v a u § u. C o., 11 u i v e t} a t c 39 « u a 11 i e n< aese lisch« ft unö O e.p rrreichische Siemens- Schltckert-Werke das Modell eines Großkraftwerkes an der Donau bei Strwden aufgestellt worben. Ter^ Entwurf, oer in einem Aussatz in der „Wasserwirtschaft" (Heft 111) airsfuhrlich besprochen wird, sicht von der Fühnrng ernes langem^ LLerivanergrabens ab und ctveit die Gefällsstufe durch den kräftrgcn^ AuMu der Donau. Die Vorteile der Anlage ko7.rwen auch der ischrsfcchrt zugute, deren Hindernisse durch die bekannten Stronnnschnellen be: Strllden mit Hilfe zweier Doppelschleusen beseitigt werden. Einführung des Clearingverkehrs in Rumänien. Mit 1. d. wurde bei der Rumänischen Nabioualbank ein Clearingverkehr nach den: Muster der ausländischen Postscheckämter eingerichtet. Bank Polski. Der Geirerxilrat der Bank Polski hat beschlossen, den Zinsfuß von 12 Prozent a:ff 11 Prozeui zu ermäßigen. Ernteschäden in der Tschechoslowakei. In dem von: Ackerbauministerium soeben veröffentlichten Saatenstandsbericht heißt es, daß die Ernte fast in der ganzen Tschechoslowakei durch die llngünstige Witterung gelitten bat. Nicht nur das Getreide, |oni>ei-u und) die Zuckerrüben und d:e Hülsenfrüchte hatten unter den Wettevilnbllden zu leiden. Uoberall hat sich die Ernte verspätet. Stroh wird in genügender Menge vorhanden sein. Die Gerste leidet durch Pilz, das Korn ist stellenweise leer, Sommergetreide hat in den trockenen Gebieten weniger durch den Regen gelitten. Den besten Stand weist wie im Vornwnat Hafer auf. 'In den Niederunaen wurde am meisten die Zuckerrübe beschädigt. Längs der Flnßlüufe blieben die Rübenfel-der lang unter Wasser, so daß die Rüben stellenweise verfaulen. Sie mußten daher auch oft eingeackert werden. In ähnlicher Weise haben die anderen Feldfrüchte, die eine Bcbäuselung erfordern, gelitten, da diese nicht überall, iurchgeiührt -werden konnte. Ter Regen hat auch schweren Schaden an Mohn und Hopfen verursacht. 3>jc Hopfen hat besonders durch Raupen gelitten. Die Futtermittel, die eine reiche Ernte versprachen, sind durch die Ueberschwemmuugcn sehr in Mitleidcnsdiast gezogen worden. Mit der Klecernle wird in einigen Gelbäeten erst zetzt begonnen. Budapetter mäßigem Verkehr in flauer in ung: Kr.: OktobeNveizen Die Diskonterhöhungen in Amerika. Die Erhöhung des Rediskontzinsfußes der Mew Bork Federal Reserve Bank von 3.5: auf '4' Prozent hat sine Erhöhung der Diskontrate m Lombavdstreet bewirkt und bedeutet, wie de „Times" 'glgüben, ein Element der Unsicherheit für die Zukunft. Die New-Aorker Zinsftlßerhöhung bewirkte die endgültige Erledigung jeder Hoffnung auf eine baldige Reduktion der Bankrate. Man glaubt, daß die Erhöhung derselben auf den Wunsch der Banken zurückzuführen ist, der in jüngster Zeit in Amerika stärker gewordenen Spekulationstätigkeit entgegen zu wirken. ' Ein neues ägyptisches Baumwollgesetz. Laut Meldung aus Kairo liegt der ägyptischen 5kammer ein Gesetzentwurf war, der die Mischung verschiooener Arten von Bairmwolle mit strengen Strafen und der Beschlagnahme eimes Teiles der Ware ahndet. Bau eines Biahnhofts in Tel-Awiw. Wie „Mischar wetaasia" melden, haben die Vermessungen zum Ban eines Bahndoisgebäudes in Tel-Awiw begonnen. Die bisherige Station soll weiterhin jilr Lastzüge beibehalten werden. Börse für landwirtschaftliche Prodrckte. An der gestrigen Börse war die.Stimmung sla:.. Nennenswerte Mschlüsse über den. momentanen Bedarf hinaus sind nicht zustallde -gekommen. ES notierten: Weizen: Inländischer neu 37.— bi« 39.—, Ungarischer Theiß neu 79/80 Mogrmnm 42.— bis 43.—. Ungarischer 78/79 Kilogramm neu 40.50 bis 41.60 Jugoslawischer 76 Kilogramm tie« 88.60 bis 39:50, Jugoslawischer 77/78 Kilogramm —bis —Roggen: Inländischer March seid er 26.25 bis 26 75 Bester Boden 26.— bis 26 60. Gerste: Brauware ml. neu Prima bis Ausstich 95.— bis 40.—. böhmische mährische —.— bis —Mais: Jugoslawischer 26.— Äs 26.—. Cinquantin 31.60 bis 33.—. Hakerr Inländischer — bis —.—. Reis: Italienischer 78.— bis 83.—, Burma 67.— bis 69.—. Mahlprodukte: Grieß inländischer 81.—r . bis 88.—, Weizenmehl 0 inländisches 79.— bis tO,— Kochmehl 2 inländisches 60.— bis 71.— Brotmehl inländisches 48.— bis 50.—; Berliner Börse. Die feste Grundstimmmvg vkieb gestern #ir erhalten, die! K-iirÄbewegiliig war aber nicht mehr eücheitl-ich nach oben gerichtet. An: Montannmrk-l-wurde die Nachricht von dem Abschluß dei» Wenpalkwechandlungen zwar günstig auisgonommer:. in ihrer Wirkung' ahrr beeinträchtigt durch die bis MM 31. August zu erledigender: LohnverhaMungen m:: den Bevgarbeitem. Nur Rhein. Bram:-- koWn wa-ven auf Gerüchte von einer AngKedemna an den Farde.:- konFern um ungefähr neun Pwzerrt höher. Farbi-ndustri« dehauhteten ungzefahr-ihren gestrigen Stand. Das Interesse für dieie Papiere hat etwas vack/gelassen. Elektrische Werte hatten i» E-warttbng ans der: Kommenden ElÄtrotrust 'bedeutendes Geschäft nril Kurssteigerungen von vier b s fünf Prozent für die führenden Pcipiere. Clektrcbaük stieg um nenn PrvMt.und Därmstädter- und Na''ona:- bank überschritten den Kurs von 300. , Me Leviknkmk!. gürtck», 14. August. rDeviseuktriv von 13 Uhr.) Varls 14.15 (14.16V4l rondo.. 25.137/8 (26.14»/»), New-Bork 617.50 (517.37) 'Brüssel 13.95 (14.18), Mailand 17.03»/, (17,-). Madrid 78.92'*/, (78,85. Holland 207.65 (207.60), Lettin 123 20 (:33.17'/,-. Wien 7310 (73.13*/*), Stockholm 188.67*/, (138.50), Oslo 113.50 (118.60) Kopenhagen 197.66 Sofia (3,78*/4), Prag 15.32*/, (15.82). Warschau 66.50nom. (-.-). Pndavest " ',07286 (0.007266), Belgrad 9.12»/, l9;l2»/,)/ Bukarest 2£6% (2.89»U mm» Aires 309.- (20L2Ü4 inx M SckMv»