Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2686 (15.8.1926)
- Date
- 1926-08-15
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 2886 Men, Sonntag Wiener Morgen-eitunfl io. August 1926 Sette 7 1H] mmim ÜMMWM niMtiiMüi IIPM'I m liiMÜMlllMlllMlii UiMlUMlHMIIi ctt Welt Sie jioniftiftficit Fnstitniionen. Zu den in der Tagung des Zionistischen Aktionskomitees dorgenommenen Ergänzungen in der Leitung der obersten Institutionen gehet, uns aus London noch die folgenden UW« teilungen zu: Herr Dr. Bertold Feiwcl, der bisherige geschäftsführende Direktor des Keren Hajessod, scheidet von dieser Stelle; er bleibt weiterhin in London als Mitglied des Finanz- und Wirtschaftsrates mit Sitz und Stimme ln der Exekutive und ist im Zusammenhang mit der Reorganisierung des Finanz- und Wirtschaftsrates mit der Leitung der Geschäftsstelle in London betraut worden, die in systematischer Weise alle mit wirtschaftlichen und finanziellen Aktionen zusammenhängenden Fragen zu studieren und zu beraten hat, die an, Sitze und in Verbindung mit der Londoner Exekutive behandelt werden müssen. An Stelle des Herrn Dr. Fe iw el sind, wie schon berichtet, die Herren Leib Jaffe uyd Dr. Artur Hantke zu Direktoren des Keren Hajessod bestellt worden. Beide Herren erhalten d i e gleichen Fun kt io en im Hauptbureau des Keren Hajessod, ^das bekanntlich nach Jerusalem ‘ verlegt wird. Weitere Ernennungen von Direktoren sind nicht, erfolgt. Zur Zusammensetzung der Palästinaexekubivc, die aus den ^Herren Dr. Eder, Dr. Felix Rosenblüth und Disengoff besteht,' ist noch zu erwähnen, daß Herr van Vriesland zum Schatzmeister bestellt wurde, aber nicht als Mitglied der Palästmaexekutive selbst. Die Misrachi-Konferenz. Die in Antwerpen abgehaltene Weltkonferenz der Misrachiorganisation war außerordentlich gut besucht. 150 Delegier Hamen aus den Bereinigten Staaten, England, Holland, Polen, Litauen, Lettland, Oesterreich, Belgien und Palästina. Die Eröffnungsrede hielt Rabbiner Amiel (Antwerpen) in hebräischer Sprache. NaMens der Jerusalemer Exekutive begrüßte Rabbi Meir Berlin die KorHerenz^ Zum Vorsitzenden wurde'Sejmdeputierter Farbstein (Warschau) gewählt. Dem Präsidium gehören ferner an: Hermann Struck (Haifa), Raw M. Amiel (Antwerpen), Rabbiner Dr. H o f m a n n (Frankfurt a. M.), Rabbiuner T e i t e l b a u m (New-Nork), Rabbiner O st r o w s k i (Jerusalem), Rabbiner De Vries (Amsterdam), Rabbiner F a i e n s (Bialystok), Rabbiner B r.o t (Polen), N e u f e l d (Warschau) und Dr. F e d e r b u s ch (Lembera). ' Sie Kultuswahlen in ßzernowitz. Die Czernowitzer Kultusgenrcinde wird gegenwärtig von einer Gerentschaft verwaltet, än deren Spitze der Abg. Dr. Mayer Ebner steht. Da die GerentschästGewicht darauf legt, die Führung der jüdischen Gemeinde in die. Hände eines aus demokratischer Gruüdlage freigewählten Kultusrates gelangen zu lassen,, hat sie eine Wahlvorbereitungskommission eingesetzt, die die Herren Moses Grünberg zum Vorsitzenden und Nathan B o r a l zum Stellvertreter wählte. Es wurde beschlossen, sich bei der Regierung um die Aendevung der Statuten nach der Richtung hin zu bemühen, daß das Klassensystem aufgchüben und nur ei n Wahlkörper gebildet werde, 1 Ein Pogrombuch. Ende September erscheint in Paris das vom Komitee der jüdischen Delegationen herausgegebene Buch über die Pogrome in der Ukraine. Das Buch wird in deutscher und französischer Sprache ausgegsben. . , , , Die Kommunisten und die Pogrome. In Berlin traf dieser Tage ein höherer Beamter der Sowjetregierung namens Bad ja n zu Erholungszwecken ein. Er erschien gestern, wie der ,Ft ul" mitteilt, bei dem Gesandten Krestinski und erklärte ihm, er scheide aus der kommunistischen Partei aus, weil sie ein Verrat an der russischen Arbeiterschaft sei. Er veröffentlicht im „Rick" eine Reihe von Beschuldigungen gegen die Kommunisten unh behauptet unter andreem, daß an den Pogromen in der Ukraine von 1919-SY eine bedeutende Zahl ukrainischer Kommunisten teilgenommen habe. Er könne gemeinsam mit anderen Kommnin'sten bestätige!?, daß in den Städten I e l i s a w e t h g ra d. N i k o l a j e w und C h e r f o n verantwortliche kommunistische Beamte sogar Mitglieder des Gouvernements mehrere hundert jüdische Familien a u s gep l ü nde r t haben. Er und seine Freunde hätten die Bestrafung defk^Schuldigen verlangt, jedoch ohne Erfolg. Eine der Pogromanstisier seien sogar noch befördert worden. Diese Darstellung klingt höchst unglaubwürdig und sie verfolat Wohl nur den Zweck, sich die Sympathien - der um 1 n „Rul" sich scharenden russischen Entigrantenkreise zu sichern. giae Mische BWiMei in Poris. Aus Paris wird uns berichtet: Die Renaissancebewegung unter der jüdischen Jugend von Frankreich, die von der Zentrale der Union universelle de la jeunnesse juive ausgeht, zeitigt immer mehr erfreuliche Ergebnisse. Die Jugend wird auch hier zur Er» ziehevin der Alten. Paris besitzt keine jüdische Bibliothek. Bor kurzem erließ nun die Zentralstelle der obengenannten Union einen Ausruf an die jüdische und nichtjüdische französische Oeffentlichkeit, die Schaffung einer jüdischen Bibliothek in der französischen Hauptstadt zu ermöglichen. Der Widerhall, den der Aufruf bisher erweckt hat, berechtigt zur Hoffnung, daß Paris bald eine stattliche jüdische Bibliothek besitzen wird. Die Zionistische Exekutive, Dichter, Schriftsteller und Politiker haben bisher mehrere hundert Bände gespendet und zugesagt, für die Errichtung der jüdischen Bibliothek Propaganda zu machen. Baronesse Henry Rothschild gestorben. Wie man uns aus Paris meldet. ist.anl Donnerstag in einem Kurort in Fran>kr e i ch. die Baronin. H e n r y d e Rothschild, geborene Mathilde Weißweiler, die Frau des bekannten Augenarztes und Dramaturgen Henry Rothschild (Pascal) gestorben. Sie war in der Pariser Gesellschaft durch ihre philanthropische Tätigkeit sehr bekannt. Während des Krieges hat sie als Pflegeschwcster in einem Spital in der Champagne Dienst getan äu einer Zeit, wo die Gegend von dem deutschen Artillerieseuer gefährdet war. Sie hat für ihre Tätigkeit das Kreuz der Ehrenlegion bekommen. Eine filnfköpfige jüdische Familie ermordet. Aus Kischen e w wird uns berichtet: In der Gemeinde T i g e s a n wurde vor. einigen Tagen die aus fünf Köpfen bestehende Familie des jüdischen Gastwirtes in bestialischer Weise ermordet. Die Mörder drangen um Mitternacht in das Haus des Wirtes und schlachteten buchstäblich den alten Rubin, seine Frau, deren zwei Töchter ab. Selbst die greise Mutter der Fron Rnbin wurde nicht verschont. Die Banditen raubten hierauf die Wohnung aus und entkamen. Trotz sofort eingeleiteter Nachforschungen fehlt von den Raubmördern jede Spur. Zerstörung der ältesten Synagoge in Philadelphia. Wie aus New-Aork berichtet wird, wurde die dortige Synagoge der „B'nei Abraham", die älteste Synagoge in dieser Stadt, am 7. d. durch Blitzschlag zerstört. Die amerikanischen Blätter hoben das mutige Verhalten des Synogogenmitgliedes Parker hervor, der unter größter Lebensgefahr die Thorarollen aus der brennenden Synagoge rettete. sein Geist über allem schwebt... Dieses Schauspiel ist eine Dichtung, iveil in den Seelen seiner Menschen das heilige Feuer der Leidenschaft brennt. Hier ist der Krieg im tiefsten Sinne dramatisch gestaltet: als Entfesselung der verborgensten Triebe und Gedanken, die er im Menschen bewirkt. Raynal macht aus Mann und Weib eine Retorte, in die er einen neuen Stoff, den Krieg, hineingibt, um die chemischen Vorgänge zu beobachten: es braust auf und schäumt und knickt in sich zusammen. Ein Rest bleibt, der nicht vergessen werden darf: das Grabmal des unbekannten Soldaten.. Manches, insbesondere im dritten Akt, könnte geitrichett werden. Die aus dom Opernrezitativ herü'bergenommenen Wort- und Satzwiederholungen sind auch ganz überflüssig: das Pathos läuft Gefahr, sich hier ins Lächerliche zu überschlagen. * Ausgezeichnet die Darstellung. Die seelenvolle Margarete W i tz m a n n vom Berliner Lessingtheater — eine Personifikation hingebungsvoller Liebe und zarten Frauenschmerzes. Ein gebrochenes Menschenkind, eine Soldatenfrau, eine lciddurchglühte Geliebte — eine würdige Figur im Grabmal des unbekannten Soldaten! Den Soldaten, der den Krieg haßt, die Frau abgöttisch liebt und die toten Kameraden zu seinem Hochzeitsfest lädt, spielte kraftvoll, eruptiv (vielleicht manchmal ein wenig zu eruptiv), mit leichter grotesker Untermalung Hans S ch w e i k a r t, der von den Kammerspielen in München kommt. Er bringt ein bemerkenswertes Talent mit. Daß Jarno den alten V^ter vollendet gab — muß Wohl nicht erwähnt werden. Daß mit ihm ein Hauch Strindbergscher Schicksaldynamik eindrang, dumpf, erschütternd, aus kleinlicher Allzumenschlichkeit zu. ewiger Verzeihung aufsteigend, habe ich schon vorhin bemerkt, zeihung aufsteigend, Hobe ich schon vorhin bemerkt. ' ' th. ' 0 Sic Salzburger Festsviele. Als neue' Veranstaltung im Programm der Festspiele werde» beuer eine Anzahl von Vorträgen geboten. ES haben bereits UniversilätSdozent Dr. Alfred O r e l, Professor Dr. Ernst D e c s e y und gestern Dr. R. F. A r n o l d über den .Stoffkreis, der Turandot" gesprochen. Anläßlich der „Ariadnes-Aufführung halt Professor Richard Specht einen Vortrag über Richard Strauß. Freitag den 20. d. behandelt der Direktor der Studieub'bttothek in. Klagensurt Dr. Max P i r k e r „Das burleske Theater in Men" und Salzburg". Musikichrtftsteller Robert Mayrhofer spricht Montag den 23. b. über den „harmonisch-melodischen Instinkt". Professor Dr. Lothar W aller st ein hält Mittwoch den 25. d. den Vortrag „Regieprobleme bei Mozart" und Schriftsteller Rudolfs H o l z e r am 27. d. den Vortrag mit vielen Lichtbildern „Die Landschaft Anton Bruckners". Mittwoch gelangt „Ariadne anfNaxos" (neue Bearbeitung) von Richard Strauß zur Aufführung. Die zweite Aufführung am 21. d. wird Dr. Richard. Strauß dirigieren. Regie Dr. W a l l e r st e i n. Am den Aeatern. Deutsches Volkstheater. Freitag nach vier-' wöchigen Ferien Wiedereröffnung. Als GebmtStagsfeier für Bernard Shaw gelangt die Komödie „Heuchler" in der deutschen f&e-i arbeitung von Siegfried T r e b i t s ch und in der Inszenierung^ durch Dr. Rudolf B e e r um 8 Uhr zur Erstaufführung. L. u st s p i e l t h e a t e r. Heute, 7*4 Uhr nachmittags, „DieGlatzeundderBubiko P f", 8 Uhr abends, „M i t Sophie m u ß e t w a 8 g e s ch e h e n". Rolandbühne. Dienstag fünfzig st eAuff ühr « n g von „C a f 6 E l e e t r i e, die Tragödie einer. Gefallenen," von Felix Fischer. : Auf der Hoh en Warte findet Dienstag um 7,8 Uhr abends eine Freilichtaufführung von „Caval* leriarust.icana“ und ,B a j a z z o" statt. Bet schlechtem Wetter wird die Aufführung ans Mittwoch verschoben. . Besondere LNafionen bei Gerngrob. In der W r «f ch st offabteii I >n n g: Volle tamine Jacquard «nt vorzügliche Qualität für Kleider 1.40 S. . pro Meter. Die während der letzten Wochen angesammelten Reste werden billigst verkauft. In der Lorhangabteilung: Spitzen- und Borhangrcffte bis zu 3 Meter Lauge und 1.50 Meter Breite (auchausgernustecte Reste) 'in allen Qualitäten aufwärts von —.00 S. pro Meter. Ein großer Posten Halbstores und Künstlervorhänge. «leicht verstaubt oder beschädigt,' wird bis zu W Prozent ermäßigten Preisen albgesetzt. Die Metropol - Filiale der LebensveHcherungsgeiellschast hat ihr. Bureau ab 15. d. von Bezirk. El i s a b e t h st r a ß e 2 -36 und 65-31. E Unschädliches Entfettungsmittel. Man kaufe sich in der nächsten Apotheke vier Dekagramm Fucabohnen, davon nimmt man zwei Wochen hindurch , zweimal täglich je eine Bohne nach, der Mahlzeit hernach «drei Wochen dreimal täglich je zwei Bohnen nach der Mahlzeit, sodann. wiederum zwei. Wochen dreimal täglich eine Bohne' nach der Mahlzeit; der Erfolg ist ein überraschender. * Was eilt das Volk, warum, drängt alles in das Haus 0. Bez., Porzellangasse 52? Die langersehnten Urlaubstage, die Badezeit sind gekommen. und die. Leute suchen das bestrenommierte Spezialhaus für Wirkwaren „Zum Löwen" auf, um dort ihren Bedarf an Badvkostümvn, Schwimmhosen, Sweaters, Westen, Badehanben und allerlei Wirk- und Wollwaren. zu. decken.; Da man.beim „Löwen" mir erstklassige Qualitätsware zu . faibelhast billigen Preisen erhält, bleibt jeder, der dort einmal lauft, ständig Kunde. Vereinsmitglieder erhalten Sonderrabatt. Ein erstklassiges Fabrikat. Es ist bereits allgemein bekannt und wird sowohl von der Kauftnannschaft als auch vom konsumierenden PMiikum anerkannt, daß die renommierten ,Les"-> Strümpfe zu den vorzüglichsten Erzeugnissen der Strumpfwarenfabrikation zählen. Der großen Nachfrage wegen mußte auch in Wien eine ecgeire Vertrie-osstelle errichtet werderc. „Les"-Strünrpfe sind aus einem ersMassigen, vierfach gedrehten amerikanischen Seidensilorgarn hergostellt, daher unverwüstlich, elegant und trotz der Primaqualität staunend billig. Man verlangt «bereits überall nur ,^es"-Strümpfe. Zentralvertrieb: .Leo Snßmann. Wien, 1. Bez.. Schwertgasse 2. , . Für den Sommerausentlhalt und die Reise findet man beim Schuh-,Aorn" öiefeschesten Schuhe in särntlichen Farben vom edelsten Material sowie auch von echten Eidechsen und Kroko dil in solider Ausführung, ebercsy Einzelpaare zu stararend billigen Preisen. Schuhhaus „Dorn". 2. Bez... Tckborstraße 8a. «Da» Grabmal des unbelanvten Soldaten." Renaisianeebühne. Frankreich liebt seinen unbekannten Soldaten, es hat ihm, als erstes Land, gleich nach dem Kriege, ein Denknml errichtet, um ihn als Kriegshelden zu ehren. Anders dieses dichterische „Grabmal" von Paul Raynal, das Hedwig Gerl ach ins Deutsche übertrug: Es ehrt das Leid des Krieges und feiert den Frieden. Es sollte richtiger heißen: Von: Seelenrand des Krieges, denn Seele gibt es immer nur am Rand des Krieges. An der Front wird geschossen... Nur eine halbe Nacht Urlaub, voll dem es nur eine Rückkehr in bcn fast sicheren Tod gibt, denn der Hauptnrann hat diesen Urlaub nur unter einer .schwerell, lebensgefährlichen Bedingllng erteilt. Jir diese wenigell Urlaübsstundell drängt der Dichter den ganzen Konfliktstoff des Krieges hinein. Zwischen den dreien: dem Soldaten, als dem, jungen starken Btann, dem Vater, als dem alten vereinsamten Mann, und der Geliebten, als dem Weib, erzeugt der Krieg in der Hauptsache zwei Konfliktglletten: die junge Geliebte, die wirklich geliebt hat, kämpft gegen den furchtbaren Gott des Krieges: die Trenn «ng die „lau"-machende Zeit an. Es gibt einen Frühsirng, Lachen, Scherze, obwohl „er" an der Front vielleicht in diesem Augenblick verblutet. Sein Leben hat er aufs Spiel gesetzt, unr sie zu besuchen, und sie nrllß zwei'el'n, b sie bestehen wird. Bestehen — den Kampf mit dem Alleinseiit, mit der jahrelangeil Aussichtslosigkeit Dem alten Vater hat der Krieg eigentlich genützt: die junge Braut zog, verwaist, auf das Gut ihres Bräutigams, des Soldaten; „die Alten wurden zu Männern", der Vater hat eine Lebensgefährtin. Vielleicht fürchtet er sogar das Ende des Krieges, das ihm die Freundin rauben könllte. Der Krieg als Schicksal, als Verdammnis lastet über allen; es schlägt jeden anders zu Boden. vüiniQe duinpfe Töne aus Strindbergs „Totentanz" klingen -ln dieser Dichtung durch;, besonders^ wenn Jarno mitspielt und Eine VLllerbundrevue. Ga-rvicks THscrtre in N e Iw - D o «r eröffnet die Saison mit einer Revue ,I)«er Völkerbund". Die, bekanmesten. Jazz-Synlphoniker haben muisAaUche Einlagen be^ gesteuerr. Der Gcorg-Büchner-Preis. Der Gsorg-Büchner-Preis. di!e Jahresgabe des heisischen Volkes an seine schaffenden Künstler, wurde . in Darmstadt am 11. d. M. an den Tondichter Wilhelm Peter-, sen und an „den Mitbürger Christilan Heinrich Kleukens «für sein bahnbrechendes und weithin wertlstrstendes Schaffen im . Dienste' des schönen Buches" derGchrn. WWhelm Peteysen ist durch Kvei.große .. Symphonien bekannt geworden, ditz auf dem Tonkünstlerfeste des - allgemeineu deutschen Musrkvevsines ausgesührt wurden. In.letzter . Zert schuf er A cappela-Chöre, größtenteils nach mittelalterlichen Texten und Hölderliüg-Vevtöimngen. Christian Heinrich Kleuk ens, seit 1907 an der Ernst Ludwig-Presse hervorragenid beteiligt, und seit 1807 an der Ernst-Ludwig-Presse herporralgend beteilgt, und schr bekannt. Für die nächste Kit plant Kleukrns eine dvewändi>Ae Büchner-Ausgabe, eine Ausgabe Hölderlins und em «Sammlung früher deutjscher Dichtung, Pie von Professor Neu ma nn besorgt wird. Ferner ist eine 60öändi>ge Goethe-Ausgab.e geplant. die sich den schon bestehenden als sogenannte Frankfurt er Ausgabe angliedern soll. Schmckpielerfiche PAiagogkk. Johannes Poulsen, dänischer HofschousPiÄer und Regisseur am Kopenhagener Hoftheater, ist ein Meister, wenn es gilt. Vergleiche zu finden, mn seine Schauspieler zu «belehren. Berühmt ist ein Ausspmch, den er zu seiner Frau tat, als er sie dazu bringen wollte, idaß ihr Gesicht Furcht über die rasenden Elemente ausdrücke: „Denke dir, dein kleiner Hund sei von einer Straßenbahn überfahren worden. Gut so! Nun denke an die vielen Hunde, die jedes Jahr überfchren werden. — So. ausgezeichnet!" Als er kürzlich eine FestsPielausMvung für das Jubiläum in Helsingör einstudiette. hatte er einen kleinen Schauspieler vor sich, dem es iricht gelingen wollte, steigendes Entsetzen auS-rdrücken. Johannes Poulsen nahm ihrr vor und sagte eindringlich: ,Me haben in Kopenhagen den Zug verpaßt.^ Um zur Vorstellungen Helsingör zurecht zu kmnnren, müssen Sie ein Auto nehnren. S>« müssen es selbst bezahlen. Und Sie haben bloß das, was Sie hier au Gage bekommen. Und nun sitzen Sie und scheu gespannt nach dem Taxameter, wie die Zatzl steigt und steigt.,. Danke, so ist es großartig!" Vereine. BortrSge und Dersammlunsen.. Zionistische Kulturgruppe XX Karl*ll'eißl« Straße 5/1. Heute um 7,8 Uhr a-endr Bortrag de» Ch. Sam. Steg über - „NeueArten vouKru-ivth". Morgen nm 7,9 Uhr vormittags Schekelaktwn. Erscheinen aller R.itglieder Pffichtl D'ensiag um '/,8 Uhrr Gejang (Lehrling-Heim. S. Bez., Grünetor. aaffv SS).