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Wiener Morgenzeitung · 1926-08-15 · Heft 2686 (15.8.1926) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2686 (15.8.1926)
Date
1926-08-15
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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mm % Men, Sonntchf Wkette« Morftenzeituits 16. August 1926 Nr. 2688 Seltsame Scheidungen. Der blinde Verführer. Eene Frau Marion Goodwin in Indiana wurde kürzlich boa «ihrem blinden Gatten geschieden und erlebte die Genugtuung, daß der blinde Gatte als schuldiger Teil erkannt Nmrde» weil er nachgewiesenermaßen mitderSchwester seiner Frau ein Verhältnis eingegangen tvar und mit dieser schließlich Las Weite gesucht hatte. Wie Frau Goodwrn vor Gericht erklärte, hatte sie sich im Jahre 1920 verheiratet und zwei Jahre später ihre Schwester in ihr Haus ausgenommen, weil sie der Liebe chres blinden Mannes sicher zu sein glaubte. Darin sah sie sich allerdings bitter getäuscht; denn der blinde Gatte war bal-d in heißer Liebe zu seiner Schwägerin entbrannt unb verschwand schon nach vier Wochen mit ihr aus dem Hanfe. Die Urgroßeltern. Bor einem kaukasischen Bezirksgericht erschien die Bäuerin Maria Radilow, um die Scheidungsklage gegen ihren Gatten einzureichen. Das Ungewöhnliche an dieser Begebenheit ist der Umstcnrd, daß die Ehemüde 84 Jahre alt und seit 61 Jahren mit dem Bauern Nikolas R a d i l o w verheiratet ist, der seinerseits 115 Lenge zählt. Bevor dieser seine angcbetete Maria an den Altar führte, war er beroits zweimal verheiratet, und er hatte in diesen ersten beiden Ehen nicht die angenehmsten Erfahrungen gemacht^ Umso - besser hoffte er bei einem dritten Versuch zu fahren, und es ging auch eine Zeitlang, d. h. 61 Jahre, ganz gut. Nun will aber die bessere Hälfte nicht mehr. Die Söhne und Enkelkinder haben sich vergeblich bemüht, die Urahne zur Vernunft zu bringen und zur Zurückziehung ihrer Scheidungsklage zu veranlassen. Der Eheherr hat seiner ehrwürdigen Lebensgefährtin die Versicherung gegeben, daß er alles tun werde, um sie auf den Händen zu tragen. Aber die Greisin bleibt verstockt. Wie sie vor dem Richter zu Protokoll gegeben hat, sind es dre unaufhörlichen Eifersuchtsszenen, die ihr Mann ihr bereitet, und von denen sie nunmehr endgültig genug hat. Die Ehe lntrb also geschieden werden, und der alte Herr Nikolas kann sich ein viertes Mal auf Freiersfütze begeben. Vielleicht geht es dann endlich, gut. Vernünftiger Amerikanismus. L Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, hat in den letzten Jahren, namentlich im Warenhausbetrieb, eine ganze Reihe von llmsatzfteigerungen zu verzeichnen, die für europäische Begriffe geradezu unfaßbarsind. Einze.ne, erst vor wenigen Jahren entstandene Warenhäuser, gewannen einen enormen Kundenstock und erzielen einen vielen Milliarden Dollar betragenden Jahresumsatz. Dieser ungeheure Erfolg wurde durch Anwendung folgender prak- Geschäftsprinzipien erreicht. Die Leiter dieser Warenhäuser — durchaus neuzeitlich orientierte, großzügige Busineßmänner — verstanbett es vor allem, die idenkbar billigsten Einkaufsqucllen aufzufpüren. Sie rausten beim Erzeuger in großen Mengen ausschließlich gangbare, evprobi ver.äßliche Qualitätswaren, kalkulierten bei Einschränkung der Regien auf das Minimalste mit einem sehr geringen Nutzen, und waren. so in der Lage, wirklich besonders billig zu verkaufen und dre gesamte Konkurrenz zu schlagen. Das vorzüglich geschulte Derkauserversonal hat strenge Weisung, dem Publikum nicht etwa alte Ladenhüter auszuschwatzen, sondern nur erstklassige und für den vorgesehenen Zweck geeignete Artikel zu empfehlen und im übrigen die Wahl dem Geichmack und Wunsch des Käufers zu überlassen. Ter Erfolg bewies, wie richtig so die Psychologie des Käufers e:ng?chätzt wurde. Die nrit dem praktischen und billigen Einkauf zufriedenen Kunden kamen immer wieder, empfahlen das Geschäft ihren Freunden, und die Reklame von Mund zu Mund bewirkte ein riesenhaftes Anwachsen des Kundenkreises. Diese vernünftige Verkaufstechnik, bei ävelcher Kausenann und .Konsument gleicherweise auf ihre Rechnung kommen, wird in Wien vom populären Leopoldstädter Warenhaus der Brüder Schissm a n n, 2. Bezirk, T a b o r st r a ß e 48, geübt und hat sich auch' hier glänzend bewährt. Die dauernde Znfriedenänt der zahlreichen Kunden bewirk', eine immerwährende Steigerung des 'Umsatzes, welcher iimner wieder neue Preisreduktionen ermöglicht.' Jneinandergreifen von Ursache und Wirkung ist es. das das glänzende Renommee des Warenhauses Brüder Schiffmann ünmer 'von neuem bestätigt und befestig:. _ Eine aufsehenerregende EchrnnggelassSre in Salzburg. Der Leiter der Paßkontrolle kompromittft Aus. Salzburg , wird berichtet: Dieser Tage wurde eine aufsehenerregende Schmuggelass äre aufgedeckt, in deren Mittelpunkt der Salzburger Polizeidirektor ft ellvertreter und Leiter der Paßkontrolle, Wilhelm Friedrich, steht. Der Verdacht von Zollhinterziehungen besteht schon lange gegen Friedrich. Seit einem halben . Jahre konnte konstatiert werden, daß er selbst sechs größere Warensendungen abgefertigt hatte. Bei der letzten Abisendung eines 100 $8. schweren Koffers verlangten,die österreichischen Zollbeamten vorn. Stellvertreter der bayrischen Paßbchörde Kerschba um er ein Einschreiten gegen Friedrich. Kevschbaumer verlangte rmn von Friedrich die Oeffnung des Koffers, Friedrich fand aber angeblich den Schlüssel nichts Er versprach, die Schlüssel von einem Sektionschef, denl der Koffer angeblich gehörte, und der sich auf einer Urlaubs.eise befinde, zu beschaffen. Stls sich nach drei Tagen der Polizewizediroktor noch immer nicht sehen ließ, wurde der Koffer von Amts wegen geöffnet. Man fand darin kostbare zollpflichtige Persertep piche.. Friedrich verantwortete sich damit, daß er von dem Inhalte des Koffc-s nichts wisse, da es sich um eine Gefälligkeit für einen Wiener Kaufmann namens Neumann handle. Friedrich wurde vom Dienste s-uspendierr. Von der gegen ihn eingeleiteten Disziplinar- -untevsuchung wurde.bisher offiziell noch nichts bekanntgegeben. Wie beJcnmt, wurde gegen Friedrich bisher keinegerichtliche Anzeige erstattet, da die Teppiche keinem österreichischen Ausfuhrzoll umerlicgen, sondern nur von bayrischer Seite zollpflichtig sind. Die Initiative zcr einer gerichtlichen Verfolgung könne daher nur von bayrischer Seite ausgchen. Die bayrische Behörde bereitet, wie es heißt, eine Untersuchung der im Lauf« der letzten ztvei Jahre von Füodrich gepflogenen Sendungen nach Deutschland ein. Bei der Salzburger Behörde soll die Absicht bestehen, Friedrich nicht zu esttliszen, sondern nur einem anderen Polizoirahon zuzutei'en Jriedr'ch befindet sich auf freiem Fuß und hält sich gegenwärtig in der Nähe von Prag auf, wo auch der tatsächliche Wiener Absender, ein tschechoslowakischer Staatsangehöriger, namens Siagmund Mete', wei'en wll. SIE wollen Ihre Wäsche sauber haben sollen Ihre Wäsche schonen müssen daher waschen lassen bei der PilNWASCHANSTALT BLANCA XII!., LINZERSTRASSE 299 TELEPHON 81-3-21 WIR holen und stellen jedes Quantum Wäsche kostenlos zu waschen Ihte Wäsche ganz separat, schonend und blütenweiß halten Ihre Wäsche gegen Jedes Risiko vollversichert 156 Sarcharluschmuggel aus Wien nach Belgrad. Aus Belgrad wird gemeldet: Die Polizei ist einer weitverzweigten Saccharin-Schmugglerbande auf die Spur gekommen. Die Führeritt der Bande ist eine elegante Dame, die das Saccharin aus Wien über Agram nach Belgrad zu schmuggeln pflegte. Sie hat in den genannten Städten unter verschiedenen Namen gelebt. Die Polizei -beschlagnahmte bei der Frau 22 Kilogramm Saccharin und verhaftete weitere fünf Personen, die der Schmugglerin Helferdienste geleistet hatten Strenge Maßnahmen gegen die ANmeuteverweigerer I« Polen. Varschau, 11. August. Bor Schluß der letzten Sejmsession bracyte eine Gruppe von w e i >b l i ch e n S e j m a b g e ö r d n e t e n einen interessanten Gesetzesantrag ein „über das Vergehen der Famrlienvevlasfun-g"' Für Ehegatten, die keine Alimente zahlen wollen, sollen Strafen von 100. bis 500 Zloty und sogar G efän g n i sst r afen. festgesetzt werden. Ferner sollen solche Personen ihrer' Familienrechte und sogar ihres Wahlrechtes für verlustig er'klärt werden. Besonderen Schütz will das Gesetz den Kinder angedeihen lassen. Dieser -Gesetzentwurf wird im September im Sejm beraten werden. Der russische Kapitän und die SpIelhSüe. Ar iden Panzerkreuzer Potemkin erinnert die sonderbare Geschich t, die sich noch unter dem alten Zarenreich ereignete und die die „Baseler- Nat:onal-Zeitun-g" ausgräbt:. Ein russisches Schlachtschiff hätte oor M o n t e Carlo Anker geworfen, der Kapitän, vom Spielteufel bes-cs'en, wie nur einer, war zum Tr-rnte et Quarante ans Land gegangen gewann zuerst 50.000 Franken, verspielte sie wieder und. in jctitem Fieber setzte er sogar die ganze Schiffskasse dran. Der Sold für t:e Mannschaft war vertan. Mit bleichen Wangen und übern 'chi.aen Augen kchrieer auf das Schiff zurück -und schloß sich in seiner Kajüte ein, wo er übet das Geschehene nachgrübelte. Er versäße einen Besohl an seinen ersten Offizier ,folgenden Wortlautes: „Heute nachmittag um 3 Uhr ist das Feuer aus schweren Geschützen und Mur-all,'cusen auf das Kasino in Monte Carlo -zu eröffnen, Nach Jersrürung der Spielhölle ist.mein weiterer Befehl alkzuwarten." Nachdem er t-en Be fehl kuvertiert und versiegelt hatte, versah er den Umschlag m. der Aufschrift: ,^Zu öffnen und auszufühven um 2 Uhr 55 Minuten." Hierauf übergab er den versiegelten Befehl persönlich seinem ersten Offizier, der ihn mit den Worten „Zu Besch!" m Empfang nahm. Der Kapiüan aber ließ sich zum Kasino hinübersetzen, berief den Direktor -und eröffnete dem Erstaunten folgendes: „Ich verspielte -be, Ihnen 90.000 Rubel, meine ganze Schiffskasse. Es bleib: mir nur noch übrig, mir eine Kugel in den Kopf ru schitzßen..." ,.Sc beruhigen Sie sich doch!" „Nein. nein, eine Kugel in den Kops, und dann werden Sie erleben -können, wie das Kricgslschrff meine Befehle ausführt" Tatiache ist, dgß - der Kapitän innerhalb zehn Minuten seine 90.0M Rubel wicher „gewann"... . . . Das Panzerschiff dampfe bald daraus ab. Erst viel später vernahm btt Zar die Geschichte, der Kapitän bekam seinen -Abschied, und -dem Fürsten von Monacco sollen auch -diplomatische Entschuldigungen gemacht worden sein. Helmsparlaffenverfichemng. Die StäbiMeruna der österreichischen Wäbrun-a bat es' mit sparkassen- oder Heimprämienversichemng oingesührt Dabei stellen die Anstalten ihren Versicherten kostenlos Heimisparkassen zur Verfügung und ermöglichen es ihnen, mit ganz kleinen Tagesraien (von 10 G. aufwärts) die Prämien emer Versichemng zu bestreiten, die wirklich allen Anforderungen gr-echt wird, indem sie eine Erläbs-, eine Ablebens- und eine Umfallpolizze m sich 'vereinigt. Die Polizze'des Phönix geiwährt überdies auch bei bleibender Invalidität durch Unfall beträchtl'che Enrschädigu ngszählunaen. D.e Versicherungen sind nach zweijährigem Bestände unvarfalllbar und rücktau-fsbcvechiigt. Wird die Prämienzahlung wann immer engestellt, so bleibt der Vertrag noch drei bis sechs Monate unverändert aufrecht; nach Ablauf dieser Zeit kann die Versicherung noch innerhalb weiterer sechs Monate durch Nachzahlung der rückständigen Prämien wer durch Verlängerung der Dauer d-'r Postzze wieder in Kraft geseyt werden, so daß einmal geleistete Pränr'enzchlungen den Versicherten, die sich innerhalb eines Jahres da-um bekümmern, niemals verlcren gehen können. Die geschilderte Versicherungsart hat beim Publikum großen Anklang gefunden und es sind im letzten Halbjahr be m Phönix alH-ni etwa 15.000 solcher Versicherungen abgeschlossen worden. Die Prämien für diese Bersichemng sind im Vechältnis zu den versicherten Kapiwlien sehr nledrig und die Polizze ist, wenngleich sie ohne, ärztliche Untevs-uchung abgeschlossen wivd^ für 1000 Schilling voni ersten Augenblick an für den Todesfall wirkiam. Diese Umstände — int Verein mit den früher erwähnten Unverfattbarkeitsbesümmungen — bedeuten emen sehr großen Fortirfmtt rto.ftonrit'hpr h» > 9lnlf«rw)rtiirf)primn irnie ft-p in 'hör 'Jtm'ifriPflÖWl! Wien. 16. August. Das Wetter. Gestern herrschte nach Nebel am Frümorgen schönes Hock)sommerwe:ter. Für heute ist Eintrübung und allgemeine Verschlechterung vorausgesagt. * Goldene Hochzeit. Freitag Werreichtv in Vertretung des Bürgermeisters Bezirksvorsteher Lahner den Ehepaaren Jakob und Charlotte Bauer, 9. Bezirk, Gechardusgasse 28, Heinrich und Friederike Kühner. 2. Bezirk, Maizgasse 1, Moritz und Joses ine O e l m a n n, 8. Bezirk, Langegasse 24, anläßlich ihrer goldenen Hochzeit die Ehren-gabe der Stadt -Wien. * Die Ausmusterung ln Enns. Gestern wurden in der Heeresschule Enns 46 Frequentanten als Leutnants oder Fähnriche ansgeumstert. Nach der Eidesleistung zagen die jungen Leute den Säbel mh dem 'Schwur: „2reu bis in den Tod!" Hoffentlich kommts nicht zur Probe. * Mutmaßlicher Kindesmord. Gestern früh um 7 Uhr wurde am linken Donaukanalufer der Frondenau die Leiche eines neugeborenen Knaiben ohne jede Umhüllung aus dem Wasser gezogen. Das Kind dürfte etwa zehn Tage im Wasser göiegen und mn:maßlich kurz nach der Geburt in das Wasser gewovfen worden sein. Offenbar liegt Kiudesmord vor. Die Staatsanwalischaf: tvurdr verständigt. * Die deutsche photographische Ausstellung wurde gestern in Frankfurt a. M. eröffnet. Sie wird bis zum 1. September dauern und ist von zirka 400 Plusstellern Ms Deut-schlan) und Oesterreich beschickt. Ischias-Schuellkure« (Italien. System) auch gegen Hexenschuss und Armneuralgien. Genen Rheumatismus und Cleht, Schlamm- und Moorbäder, Packungen Diathermie, Heissluft, Höhensonne, Kohiensäurebäder, Kaltwasserkuren, täglich 8 bis 6 Uhr im ,.Thermla‘'- Instltut, i. Bezirk, Franz Josefskai 1. Teephon Nr. 79»1>37. Eisenacher Neuland. Wir lesen im Berliner „Montag- Morgen": Neuerdings werden wieder Offensiven eröffnet gegen die nwdernen Tänze amerikanischer Herkunft. Im vorigen Sommer erregte ein von einem bayrischen Heimatsschutzverein in die Welt gesetztes Flugblatt allgemeine Heiterkeit, heu-er rumort es in Thüringen. Kürzlich zeterten die J-e'n a e r Damen gegen den Bubenkopf, jetzt har sich in Eisenach ein „Neuland-iFräuen- Kampsbund" gebildet, der den bösen Feind gründlich austveiben will. Die Eisenacher Neu'and-Damen sind für die Wiederbelebung alter Volks- und Reigentänze, insbesondere für den Schuhplattler' und für den westfälischen Widiwei (?). Sie sind gegen das „Vorsichherschieben der Dame", sie finden ,bas enge Aneinaivderpresien roh und der sinnlichen Erregung Vorschub leistend". Denn die Damen von Eisenach sind Menschen und wissen, daß die Fleischeslust vielfach Fallen' stellt und die Berührung durch ein Mannesbild Feuer entfacht, das kein Frauenberein löschen kann. Deshalb sind sie -fürs SchuiMatteln, diese exemplarische Manifestation bayerischer Sittlichkeit. Denn dieser Tanz/ ist von erprobter Ehrenfestigkeit, und die Burschen und Mädels springen, Hüpfen,^ jodeln nur aus reinem PfichtgefM und ohne jegliche Lust der Finne, gleichsam nur aus folk'oristischem Interesse. Daß auch diese traditionelle Köcherübung oft genpg aus dem Heuboden endet, das ist .nicht bis Eisenach gedrungen und wüche dort, höchst wahrscheinlich das Ver^znügen an der Pflege des alten Brauches verringern.. Unheimlich sinkt der Faß der Zinsen, Bald wird dem Borger drauf gezahlt l Urid schon um ein Gericht von Linsen Trinkt HÜBER«Liköre jung nnd alt, Ueberall erhältlich! 155 Die Aetherflasche in der Rocktasche. Auf dem Parkweg in der Nähe von Kopenhagen bemerkten kürzlich abends Passagiere, wie ein älterer Dännr.. der -später als der 80jähvige Öberin-tendant I ü r g e n s e n festg-estellt.wurde, plötzlich zu brennen begann. Vollkommen in Flammen gehüllt, versuchte er Mir, sich in ein Gebüsch Zn werlfen, siel jedoch tot zu Boden, bevor die an ihm emporlodernden Flammen gelöscht werden konnten. Wie die sofort angestellte Untersuchung ergab hatte Jürgensen in der Rocktasche eine Flasche Aether bei sich getragen, der wahrscheinlich durch einen Funken seiner Zigarre Fetter gefangen hatte. Jürgensen hatte ständig ein Fläschchen Aether bei sich,.an dvni er von Zeit zu Zeit zu riechen pflegte, um Schwächeansällen vorznbeugen. Der Magnet als Straßenfeger. Um die Automobilstmßen von allen die Bereifungen schäldilgenden Metallteilen, wie -Nägeln und dergleichen, gründlich zu säubern, hat man neuerdings in Amerika ein Verfahren erprobt, das sich als s-chr wirksam erwiesen h'ät. Ddan ließ einen Lastkmftwagen, an den: ein sogenannter Hubmagnet befestig: war, über AutomobWvahen fahren, wobei auf einer acht Kilometer langen Fahrt nicht weniger als 68 Kilogramm an Metallgegenständen von dem Magnet angezogen und bannt von der Straßebeseitigt wurden, während bei drei anderen Versuchsfahrten ans dieselbe Weise 271 Kilogramm M-etallteile ausgenommen wurden. Man host, durch die.Anwendung dieser Reinigung.die Beschädigungen der Automobilrädschläuche durch spitze Eisenteile, die oft so klein sinld, daß man sie au!' dem Boden kaum wahmümnt, schr zu vermindern, wenn nicht -gar völlig unmöglich zu machen. Aus dem brennenden Flugzeug entkommen. Der dänische Marindslieger Leutnant T o P s o e - I e n s e n, der mit einem Wasserflugzeug zu einem UeibungMng aufgestiegen war, bemerkte plötzlich in einer Höhe von etwa 800 Meter, daß aus dem Benz i n b e h ä l t e r des Flugzeuges Flammen, emporschlugen.' Um so schnell als möglich landen zu können. Rest-erte er aus dem Flugzeug heraus und-versuchte die Maschine von d^er linken Tragfläche aus zu steuern.- Es geliangihin catch, die rechte Tragfläche derart zu steuern, daß er innerhalb nicht aanz Avei Minuten bis auf 15 Meter herabgcjhen - konnte: Aus dieser Höhe stürzte sich Topsoe-Jenstn in den ' O eres und, wo er. von einem Zollboot ausgenommen wurde. Das Flugzeug wurde volllommen zevtvünmrert. Aurttttte aus dem gudentum. Liebling Wilhelm, geb. 21. Dezember 1900. Arichonstit, akowina, 16. Bez.. Fröbelgasse 9. Fried Anka geb. Mendel, geb. . März 1863, Wien. Private. 1. Bez.. Christinengasse 4. F e t» e « f o tt Dr. Max. geb. 9. Oktober 1876, Wilna, chem. Ing., Bez.. Kantgasse 1. H e r z - F r ä n k e l Dr. Wilhelm, geb. . O'tober 1816, RzeSzow. Zahnarzt. 1. Bez.. Graben 31. Sei* e r Artur geh. 9. Zunt 1895 Horo"enka, 2. Bez.. Aloisgasse 4. i m a n d Helene, geb. 14 Avril 190S, Wien, Beamtin. 3. Bez., ratrtxgasse 16 a. F e n d r i ch Margarete^ geb 13 April 1859. >en. Lehrerin. 3. Bez., Kegelgafse aO. Betgel Margarete, geb. Jänner 1900. Wien. Private. 3. Bez.. Hetzgasse 33. Beamt lice geb. 20. November 1904, Zwittaü. Malerin. 3. Bez Esteatz 8. T e l l e r Elisabeth, geb. 82 Mat 1909, Wien, Studentin, Bez. JauröSgasse 11 Stein Gustav, geb. 31. Juni 1887, Budsis. Werkmeister. 18. Bez., Schnlgaffe 71. M a l t es David geb. . Avril 1869, Wien. 19 Bez. Glatzgaffe 4. G r ü n Moraarete., b- 1 Yttober 1899, Wien, Journaltfttn, 18. Bez, Gersthoser-

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