Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2685 (14.8.1926)
- Date
- 1926-08-14
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 2685 Wien, Samstag Tagesbericht. Nie gvtzlle von «fevel. Zwanzig Kilometer von Budapest ist eine Mnnitions- . fabrik in die Lust geflogen. Ganze Straßenzttge in den benachbarten Ortschaften wurden in Trümmer gelegt. Ueber das Schicksal der Arbeiter, die sich im Augenblick der Katastrophe, die sich knapp vor Arbeitsschluß ereignete, ist nichts bekannt. Trotzdem erklärt die ungarische Regievung amtlich, es sei kein Opfer an Menschenleben zu beklagen und es seien im ganzen 32 Personen verletzt worden. Die Explosion habe 30.000 Kilogramm Schießpulver vernichtet. Es ist zwar nach dem Urteil aller Sachverständigen sicher, daß ein derartiges, verhältnismäßig geringes Quantum, keinen so ungeheuren Sachschaden anrichten kann. Aber da es nur einen einzigen Zeugen des Unglücks gibt, einen Wachposten, der vor Schreck die Sprache verloren hat. — sein Kamerad ist verschwunden —, so wird die volle Wahrheit wohl nie an den Tag kommen. Die Unglücksstätte ist seit gestern durch einen vierfachen Kordon abgvsperrt. Aber gerade diese rigorose Schönfärberei läßt erkennen, daß cs sich hier um einen Teil der von Ungarn bisher streng vbgelougneten geheimen Lager an Munition handelt. Es war ein offenes, nur den auswärtigen Kontrollorganen unbekanntes Geheimnis, daß die ungarische Revanchepolitik unter den verschiedensten Titeln Kriegsrüstnngen betrieben hat und daß sie geradezu riesige Mittel des Budgets gur Beschäftigung der Kriegsindustrie verwendet. Sie betreibt ihre Vorbereitungen natürlich untet -Ausschluß der Oesfentlichkeit und es nruh schon ein „Zufall von Selbstentzündung" dafür sorgen, daß man in diese Art von Industrieförderung tiefer Hineinblicken kann und daß man die Idylle voN.Csepel kennen lernt. Es ist nichts geschehen . . . Alle Nachrichten finö übertrieben . . . Nie Ehronik der Munitionrexviofionen Wurde durch die Csepelcr Katastrophe wieder uni einen furchtbaren Fall bereichert.'Genau vor einem Monat ereignete sich in New-Jersey die gewaltige, durch einen Blitzschlag hervorgerufene Explosion, die nahezu ein Sechstel des amerikanischen Munitionsvorrates vernichtete und mehrere Opfer forderte. Die Katastrophe von B o l e w i tz bei Pilsen, wo am 29. Mai 1917 in den Skoda-Werken 200 Menschen einer Explosion zum Opfer fielen, wird wohl auch noch in Erinnerung sein. Halb soviel waren am 13. Dezember in Le Havre in einem Pulverlager zerrissen worden. Im Juni 1917 forderte das Wolle r s d o r f e r Magazin zahlreiche. Opfer, nicht zum erstenmal. Und vier Jahre nach dem Krieg, im Mai 1922, tötete in B l u m a u eine Explosion 12 Menschen und zerstörte 40 Arbeit erhäuser. Im Februar 1926 explodierten bei Rio de Janairo 3000 Kisten Dynamit, 300 Arbeiter wurden getötet, 600 verletzt, viele Häuser zerstört. Prag war am 4. März d. I. der Schauplatz einer Handgranatenexplosion.während eines Transportes durch die Tischlergasse. Opfer: zwei Soldaten ein Zivilist. krvloston einer pyrotechnischen Fabrik kn Ztalien. Sieben Tote, vier Schwerverletzte. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitüng") Rom, 13. August. Aus Bari meldet der „Messaggero", daß eine pyrotechnische Fabrik in die Lust geflogen ist. Bis jetzt seien sieben Tote und vier Schwerverletzte aus den Trümmern gezogen worden. 3u Fuß durch die Saronebeue. Von Hans Amvor (Haifa). Zn beit schönsten und unbekanntesten Gebieten Palästinas gehört das Schomrongebiet, der Landstrich, der sich zwischen den Karmelabhängen und dem Meere ausdehnt. Es liegt abseits von den großen Landstraßen, die sonst alle Teile des Landes durchziehen. Wohl gibt es natürlich auch hier eine Straße, die von Haifa nach Jaffa führt, aber sie zählt zu den schlechtesten des Landes und ist daher wenig in Gebrauch. Ich unternahm, gemeinsam mit einem Freunde, eine Fußivanderung durch dieses ganze Gebiet, Von Haifa bis Jaffa, und wahrlich, ich bedaure es nicht. Unendlich viel Schönes sah ich und Neues. Neu vor. alleni war mir im Landschaftsbild Ercz Israels der Wald, 'das Grün, das man hier bei fast allen Siedlungen antrifft. Wir brachen eines Morgens um 4 Uhr früh von Haifa auf niid wanderten in der Richtung A t l i t h. Unterwegs besichtigten wir nur kurz Thy r a, eine ältere deutsche Ansiedlung, neben der jetzt auch eine junge jüdische Kwnzah liegt. Athlit selbst macht mit feinen Ruinen einen gewaltigen Eindruck. Die Gebäude, respektive deren Ueberreste sind aus mächtigen Sandsteinquadern erbaut und ragen herrlich aus dem tiefblauen Meere empor. Zwischen diesen Ruinen kauern elende Araberhütteu. Wir besichtigen das große Salzwerk der Pica, werden von der Arbeiterkwuzah freundlich eingeladen und verbringen hier auch den Mittag. Nur einige dreißig Arbeiter sind jetzt beschäftigt, in kurzer Zeit beginnt aber die neue Kampagne, die 250 bis 300 Arbeiter beschäftigen wird. Durch den Moschaw Athlit kehren wir am späten Nachmittag — da ein Wandern in der Mittagszeit der Hitze wegen ausgeschlossen ist — ans die Landstraße zurück und mavschieren nun in der Richtung auf Sichvon Jakob. Der erste Pavdeß (Weinberg) auf unserer Wanderung zeigt uns die Nähe der Siedlung an, es ist eine der Orangenpflanznngen des „Barons", respektive der Pica. Nun noch eine halbe Stunde bergauf und wir sind in der Moschawah Sichron Jakob. Die Siedlung liegt direkt auf dem Karmelplateau, inmitten von Eukalyptuswäldern, die hier allerdings nicht so _Wiener Moesen-etturig P«at««ge« über die Wische Nailonalanleihe. Jerusalem, 13. Ancust. (I. T. A.) „Palestine Bulletin" erfährt, im Zusammenhang mit dem Plan einer Nationala n l e i h e f ü r P a l ä st i n a, daß in der letzten Zeit zwischen Wirtschaftssachverständigen, prominenten Finanzlenten und Mitgliedern der vom 14. Zionistenkongreß ernannten Anleihekomm ission, die unter der Leitung von Dr. Artur Rn pp in steht, Beratungen abgehalten worden sind. Auch fanden inoffizielle Besprechungen mit Vertretern des Völkerbundes statt, um festzustellcn, ob der Völkerbund der Anleiheaktion seine moralische Unterstützung leihen wird. Man erhielt den Eindruck, daß der Völkerbund wohl die Anleihe stützen .rerde, wenn die Haltung der britischen Bert eter dem Plane günstig ist. Es wurde ein detailliertes Verzeichnis des jüdischen Eigentums in P a l ä st i u a angelegt und die Frage erörtert, wie weit dieses Eigentum als Unterlage für die Anleihe dienen könne. Die Höhe der Anleihe soll 12 Millionen ägyptische Pfund betragen. Demnächst wird eine Gruppe Bankiers Palästina besuchen, uni im Zusammenhang mit dem Anlciheplan die ökonomische Möglichkeit Palästinas zu studieren. Dom Rheinland nach Pommern. Gestern berichteten wir über die Skrupellosigkeit, mit der ein antisemitisches Blatt im Rheinland den mexikanischen Konflikt zu einer Iudenhetze auszubeuten trachtete. Wir sprachen die Vermutung aus, daß derselbe blühende Unsinn auch anderwärts gedeihen werde. Und schon erhalten wir die Bestätigung unserer Vermutung, und zwar aus — Pommern. In der Pommerschen Ortschaft Zlotow fand am 6. d. der Jahrmarkt statt, aus welchem Anlaß die Bauern aus der weiten Umgebung massenweise zum Markte strömten. Auch eine große Zahl jüdischer Händler und Käufer war nach Zlotow gekommen. Das Zusammenströmen von Bauern wurde von einer noch nicht genau festgestellten Stelle benützt, um durch antisemitische F l n g z e t t e l gegen die Juden zu hetzen. In deni Flugblatt wird der unwissenden Bevölkerung das „n e u e st e Verbrechendes Indent u m s" anfgetischt, daß der Bürgerkrieg in Mexiko durch jüdische Emissäre hervorgerufen worden sei. „Die Juden wollen", heißt es in denr Hetzblättchen, „die Christen, die in Mexiko 98 Prozent der Bevölkerung betragen, ausrotten. Die Juden haben das Interesse, alle Christen zu vernichten, denn sie haben, wie überall in der Welt, auch in Mexiko bereits die ganze Macht an sich gerissen und wollen nun alles, was ihnen im Wege ist, beseitigen." Der jüdische Nationalrat fordert die Ausforschung und Bestrafung der Urheber dieser Agitation, die zweifellos von einem bisher noch unbekannten Zentrum ans geleitet wird. Wenn der Freitag der Sreizehnte ist. Paris, 13. August. Nach einer Meldung aus Brest hat der Dampfer „I r o i f e", der heute früh mit der .deutschen Tauchermannschaft zur Hebung des mit der „Egypte" 'gesunkenen Goldschatzes auslaufen sollte, seine Ausfahrt ans m o r g e n v e r s ch j e >b eu. ü.ss e n, ■ weil, 'die: Mannschaft nicht an einem Freitag, und noch dazu an einem 13., in See gehen wollte. , ‘, j WH fei wasserj Heilwasser' M JL 1 natürlicher ikalKalischer SAUERBRUNN reich sind, wie zum Beispiel in Chederah. Bon Sehenswürdigkeiten sinid der schöne Tempel, die Villa Langer und ein herrlich angelegter Naturpark zu erwähnen, von welchem aus wir den Anblick eines wundervollen Sonnenunterganges genießen. Am nächsten Morgen wandern wir weiter, nach Benjamina. Diese erst zirka vier Jahre alte Siedlung hat bereits eine ganz bedeutende Entwicklung genommen. Erivähnenswert ist die Blumenzucht, die für die hier befindliche Parfümfabrik der Pica betrieben wird. Nun geht es wieder in der Richtung gegen das Meer, nach dem alten Caesarea. Beschwerlich ist der Weg durch die Sanddünen, man sinkt in den weichen Flugsand wie in Neuschnee ein. Doch Caesarea lohnt den beschwerlichen Marsch. Gewaltiger und imposanter noch als in Atlith ist der Anblick der Ruinen dieser einstigen römischen Siedlung. Teilweise sind die Ruinen schon unter Wasser und eine ganze Kolonne Säulen liegt, wie gefällt, nn Meere... Entlang des Strandes wandern wir iveiter, nach CHcfzibah, .heute nur eine kleine russische Kwnzah, welche in den Pardessim des Moschaw arbeitet. Von hier aus zogen einst die Mitglieder der Kwnzah Chefzibcch (jetzt in Beth Alpha angesiedelt) zur Mitverteidigung von Chederah aus, irr den Kampftagen des Mai 1920) Zwischen Chefgibah und Chederah liegt wieder die Sauddütte, -der aber durch Anbau neuer Padessim und neuer Eukalyptuspflanzungen innner mehr Boden abgewonnen wird. Bon ferne schon grüßt das freundliche Grün der Wälder Chederahs. Grün, frisches Grün und wirklicher Wald. Wir genießen in vollen Zügen den Gang im Schatten der Baumriesen, hier in Palästina ein leider nur zu seltener Genuß! Weit ausgedehnt ist die Kolonie und immer neue Orangengärten werden gepflanzt, ebenso neue Eukalypten zum Schutze der leider noch immer hier herrschenden Malaria. Man zeigt uns die „Historische" Mauer, von der ans die Verteidigung bei dem vorerwähnten Araberaufstand geleitet wurde, die Lage des Schützengrabens, in dem die Männer der Chefzibah lagen — bis zum Entsatz durch das englische Militär. Weit erstreckt sich diese Siedlnug und wohin man schaut, ist sie von Wäldern begrenzt. Wie wohl wirkt dies seltene Grün auf die Angen! 14. August 1926 > Sitte 3 Das reiche Amerika und dar der« armte Europa. Die Wanderung des Goldes. Daß sich sowohl der Goldbestand als auch her Geldumlauf der Weit in ihrer ganzen Ausdehnung niemals erfassen lassen, steht fest, jedoch ist man heute im Gegensatz zu früheren Jahren sehr wohl in der Lage, -wenigstens einigermaßen Zahlen anzugeben, die, wenn sie auch nur ans Schätzungen beruhen, doch den tatsächlichen Wrhä-ltnissen sehr nahe kommen. In erster Linie ist zu bemerken, daß man unter Goldbestand der Welt, wenn vom Geldumlauf die Rede ist, niemals die Uhren, Ringe und Geschmeide in Rechnung zieht, die in den Juweliergeschäften, in den Safes der Banken, in den Taschen oder an den Händen der Menschen glitzern, sondern daß es sich hier nur um Barren oder um gemünztes Gold handelt, das sich entweder in den Zentralnotenbanken als Deckung für ausgcgebcncs Papiergeld oder im Umlauf befindet. Ehemals war der Prozentsatz des als Deckung in Banken liegenden Goldes nicht erheblich höher als der des Umlanfgokdes, verhielt, sich zueinander etwa wie 60 zu 40. Ta nian nun im. Jahre 1914 den Gesanitgoldbestand der Welt auf 33 Milliaiden schätzte, so ergeben sich für Gold als Deckung 20 Milliarden, für Gold im Umlauf 13 Milliarden. Diese Zahlen sind na'chwe is l i ch falsch geiresen, obwohl sie 1914 als genaue Schätzungen allenthalben verbreitet wurden. Inzwischen hat sich nämlich herausgestellt, daß man danials schon viel mehr Gold besaß und daß sich der Goldbestand der Welt in den letzten, 14 Jahren nur um unerhebliche Beträge vergrößert hat. Bereits 1913 .raren 60 Milliarden Mark Papiergeld im.Umlauf, und da man sich danials ziemlich genau nach der vorhandenen Deckung richtete, schätzt man heute den damaligen Goldbestand der Erde aus 41 Milliarden, wovon 24 Milliarden aus die zentralen Goldbestände und 17 Milliarden auf Goldmünzen im Umlauf entfielen. Heute ist das Bild, wenigstens was die Goldbestände betrifft, nicht viel anders, denn Mitte des Jahres 1926 ist dieser auf 41,6 Milliarden geschätzt worden, demnach haben die Zentralnotenbanken in ihrer Gesamtheit die Bestände zur Deckung' der ausgegebenen Noten nicht oder nur kaum erhöht, dafür aber ist d e r Notenumlauf ins Gigantische gewachsen. Statt 60 Milliarden Papiemiark vor dein Kriege sind heute 79 Milliarden Mark in Umlauf, das bedeutet eine Steigerung um volle 30 Prozent, ohne daß dafür dieselbe Deckung vorhanden wäre als 1914. Die Steigerung ist darauf zurückzusühren, daß in fast allen Staaten der Erde die Lebenshaltung teurer geworden ist, ja daß sich das Preisniveau (wie auch bei uns) um fast 50 Prozent gehoben hat. Man braucht also mehr Zahlungsmittel, vor allem aber 'in Ländern, wo das Goldgeld als Zahlungsmittel nicht mehr in Betracht kommt. . . ., . Mas die Verteilungder Goldbestände betrifft, so hat Europa sehr schlecht abgeschnitten, ein weiterer Beweis, daß nicht bloß Mitteleuropa, sondern das ge.samte Europa den Krieg verloren hat. Während vor dem Kriege Europa allein 59 Prozent des Goldbestandes der Erde besaß, während die Vereinigten Staaten mit 19 Prozent ausgewiesen tvaren, während alle anderen Erdteile mit China, Japan, Indien, Australien und Südamerika nur 22 Prozent kontrollierten, hat man heute mit ganz anderen Zahlen zu rechnen. Die Vereinigten Staaten -haben fast die Hälfte des ganzen Goldes ausgespeichert, nicht weniger als 44,5 Prozent sind dort im Umlauf oder als Deckung 'in den Banktresors. Europa hat seinen Anteil von 59 auf 32 Prozent herabschrauben müssen, und der ungeheure Verlust, den es erlitt, Nach der Nächtigung in Chederah besuchen wir noch die Kwnzah Gan Schmnel. Nicht umsonst heißt die Siedlung ein harten". Sie liegt mit ihrem großen Gemeinschaftshaus, das von einem herrlichen Park und Pavdeß umgeben ist, wirklich wie ein Garten inmitten der weiten Felder. Freundlich werden wir empfangen und bewirtet, besichtigen die weilen Stallungen, den Park, in dem auf einer Wiese ein Prachtexemplar eines Zuchtstieres lagert, ldas Haus, den Orangengarten. Dann beginnt arabisches Gebiet, Tirl Kerem, KalMa bis Ras-el-Ain. Hier grüßt uns wieder ein Zeichen der Römerzeit, die Ruinen der ehemaligen Festung Antipatros, malerisch auf einem kleinen Hügel am Ufer des Jacken gelegen. Nach halbstündiger Gehzoit haben wir Ern-Gatt im, eine Vovsiedlung von Pet ach Tikwah, erreicht. Ununterbrochen geht es jetzt an weiten Orangengärten, die den Reichtum dieser Siedlung ausmachen, vorbei. Schiiver hat sie gearbeitet, sie war eine der ersten in Erez Israel, hat viel Krisen und viel Not, speziell rm Kriege, mitgemacht und ist heute -doch eine der reichsten und größten Gillungen des Landes. Wir treten in einen der Pardeffi-m ein und haben Glück. Der freundliche Besitzer zeigt uns gerne feinen Garten, sein Arbeitsfeld. Die ältesten, dreißigjährigen Bäume sind schwer von noch unreifer, grüner Frucht, und junge, noch ungepropfte, erst ein Jahr alte Bäumchen. Erklärt uns die Propfung, Veredlung der Pflanzen und ladet uns zunr Schluffe ein, uns soviel wir nur wollen, von den noch von der Vorjahrsernte auf den Bäumen hängenden Zitronen mitzunehmen. In einer kleinen, tschechoslowakischen Kwnzah, deren Haus idyllisch mitten im Walde gelegen ist, bleiben wir zur Nacht. In der Frühe geht es, noch vor Sonnenaufgang, nach guter Ruhe in der herrlichen Waldluft wieder frisch hinaus. Ein Wagenbefitzer nimmt uns freundlich bis Sarona mit, so daß wir die Siedlungen am Wege, Bne-Bevak, Magdil, Herzliah usw. nur von ferne begrüßen. In der deutschen Kolonie Sarona steigen wir ab und gehen von hier zu Fuß nach deni nahen Tel-Awiw, erfüllt von den Eindrücken dieser viertägigen Wanderung durch das grüne, waldige Schomvon und die reiche, weite Saronebene,