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Wiener Morgenzeitung · 1926-08-13 · Heft 2684 (13.8.1926) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2684 (13.8.1926)
Date
1926-08-13
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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wm 4 We«, Freitag MorgOnzettims 18. August 1926 Nr. 2684 Ser nöchfte ksperautokongretz In genitalem? Der 18. Internationale Gsperantokongreß, der in Edip« "bürg abgehalten worden ist, hat seine Tagung beendet. In der Schlußsitzung gab der jüdische Gelehrte Dr. Ohlschwanger, der bekanntlich für seine Esperantorede über eine Reise nach Palästtna den ersten Preis des Kongresses davontrug, die Anregung, den 19. Espernntokongretz im kommenden Jahre in Jerusalem abguhall-cn. Diese Anregung löste unter den i Deikegierten großen E nthnsiasmus rmd Zustimmung aus. Unter den Delegierten wurde eine Broschüre über den 'Keren Hajessod in Esperanto unter dem Titel „Novaj Homos, Novaj Bojoj" verbreitet; die Broschüre fand große Anerkennung. Sehr interessant war der Bericht des Kongrcßsekrotärs Warden (Edinbnrg) in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Bibolkommission über die Herstellung der vollständigen Bibel in Esperanto. der Wische Rationalsondr. 55.000 Dollar aus Amerika für Bodenkauf überwiesen. Wie mau uns aus I e r ü s a l e m berichtet, wurden vo.n New-Yorker Bureau des Keren Kajemeth wurden im I u l i und in denerstenTagen deSAugust drei telegraphische Geldüberweisungen a» das Hauptbureau in Jerusalem vorgenommen, und zwar 40.000 Pfund Sterling aus den gewöhnlichen Einnahmen des Landes und 15.000 Pfund Sterling, die MrS. L t n d h e t m für die Erlösung deS Bodens von P e k i i n aufgebracht hat. Sie Enthüllung de« Heine-Lenkmalr I« Hamburg. Heute wird in Hamburg das von Professor Lederer geschaffene Heine-Denkmal in Anwesenheit des Künstlers feierlich enthüllt und der Oeffenkkichkoit übergeben werden. Wie das .^Berliner Tageblatt" mitteilt, wird Mfred Kerr im Aufträge des Berliner Ausschusses für die Errichtung eines Heine-Denkmals das Denkmal übernehmen, das vom Hamburger Ausschuß mit einer Ansprache von Dr. Müller (Ravatt) dem Senat von Hamburg zur Obhut anvertraui werden wird. Dann wird Bürgermeister Dr. P e t e r s e n im Namen des Senats die nun endgültige öffentliche Aufstellung des Denkmals unter dem Protektorat der Hamburger Regierung bestätigen. Es wird dies das erste öffentliche Heinei Denk mal in Denkfchland sein. Lie Lstrauer Bandtten verhaftet. Im Laufe des gestrigen Tages gelang es,- tote das Frager Taghlatt" aus Mährisch-Ost rau meldet, die ".Banditen, die den Kaschauer Eisenbahnübersall ^tinfzenrert hatten, in Hast zu nehmen. Die Verbrecherjagd gestaltete sich äußerst schwierig und für die verfolgende Gendar- : merie I e b ensgefährlich, da die Banditen aus Rebolvern fenertem. Auch die Gendarmerie mußte von der Schußwaffe Gebrauch machen, wobei ein Bandit durch einen Herz schuß -tze töt e t wurde. Bei dem Neberfall war ein Reisender namens Kafka, der die Paffagiere vor den Banditen warnen -wollte, erschossen iwordw. Ein Mordproreb in Warschau. L. Warschau, 12. August. Vor dem Standgericht fand heuie die Verhanlckmg gegen Georg Wvonski statt, der vor einigen Wochen, wie gemeldet, den Taxichauffeur Kos- 'lowski ermordet hat. WronÄi gestand, daß er Koslowski, der ln seinen Mordplan eingeweiht war, aus Furcht vor Denunziation ermordet habe. Auf Antrag des Verteidigers wurde die Angelegenheit den ordentlichen Gerichten abgetreten. marsch-Nein, Freds, du darfst dem Pferde die Mähne nicht ausreißen. Wenn du nur wüßtest, wie dies schmerzt, wenn man jemanden so an den .Haaren reißt... Singen soll ich dir was? Gut, Fredl, ich singe: AM dunkeln Himmel glänzen keine Sterne, Finster der .Himmel, finster die Erde, Doch in weiten Fernen glänzt mir mein Land- Ta packte mich jemand an den Haaren, ein rotes Glicht legte sich auf meinen Mund, jemand riß mich zu sich und griff in meine Taschen... irgend jemand gab mehrere Revolverschüffe ab... man ließ mich los... mein lediger Bruder stand mit dem Rücken zur Wand, sicherlich gab er die Schüsse. Jetzt gingen sie alle auf ihn los, iwavfen ihn zu Boden, damit sie ihn in Stücke reißen. Ich rannte ans dem,Zimmer. Aus Fleisch sind die Sehnen und Nerven der Menschen nicht, sie sind aus Stahl, aus Feuer. Sie brüllten unten, ich lief hinaus, hinauf aus den Boden! Der Boden hatte eine eiserne Tür, die versperrte ich. Doch bald kamen sie brüllend hinauf. Nicht die, welche in der Wohnung mordeten, sondern andere. Bon ganz unten kamen sie, vom Parterre, von der Straße. Ihre Stimmen überschrien das Heulen und Gejammer, als würden sich fünf, acht Menschen unter tausenden unterscheiden. Fünf oder acht -brüllende Stimmen kamen den Weg hinauf, mit Keulen gingen sie gegen die Mauer, hüben die Eisentür aus, ich kroch aufs -Dach." „Gar kein Geld ist am Boden!", sagte der eine. „Gar keine Schätze!" „Gar keine Wertsachen!" „Zünde alles an," befahl einer unter ihnen. „Zum Teufel hinein! Nicht ein verfluchtes Zündholz habe ich bei mir. N.ur diese verdammte Taschenlampe da!" Acht waren sie und nicht einer unter ihnen hatte ein Streichholz." „Ha—ha—ha—ha! Nicht ein einziges Streichholz hatten sie." Doch das Feuer durchleuchtete alles, jemand von der Straße rief: ,Mne Katze ist am Dachl.Ein Weibchen!" Wen« »er gar I« die Sommeefrische reifte. Unter dem in letzter Zeit vom Moskauer Archiv veröffentlichten geheimen Aktenmaterial aus der Zeit der Zarenherrschaft befindet sich auch ein zeitgeschichtlich sehr interessanter Bericht über die Vorbereitung einer Sommerreise, die . Zar Alexander N. im Jahre 1880 in die Krim unternommen hat. Im Jahre 1880 wurde ans dem kaiserlichen Hof in Petersburg eine Anzahl Attentate unternommen, die rechtzeitig abgewehrt werden konnten. Die Ratgeber des Kaisers erklärten daher, daß sein Leben in der Residenz nicht mehr sicher sei und empfahlen daher dringendst, die Verlegung des SommersejourS in die K r i m. Die schwierige Frage war bloß, welche Sicherheitsmaßnahmen für das Leben Alexanders auf dem langen Weg ergriffen werden sollen. Einer der Borschläge der „Ueberängstlichen" lautete: 1. Zu beiden Seiten der Eisenbahnlinie Petersburg— Liwadia, das sind in der Länge zweitausend Kilometer, tiefe Kanäle anzulegen. 2. Alle Gebäude in der Nähe des Bahnkörpers sind zu e n teignen u n d nie derz.u reißen. Dieser Vorschlag wurde grundsätzlich gutgeheißen und nur, wie ausdrücklich betont wird, wegen der mit der Durchführung verbundenen ungeheuren Kosten nicht zur Ausführung gebracht. Schließlich einigte man sich auf den folgenden, „einfacheren" Vorschlag, der auch durchgeführt wurde: 1. Die ganze Bahnstrecke, einschließlich der Stationen, Tunnels, Kanäle und deren nächste Umgegend wurde einer eingehenden, strengen Untersuchung unterzogen; 2. wurden sämtliche Flüsse und sonstige Wasserläufe, sowie sämtliche Ueberbrückungen auf der ganzen Strecke nach etwa verborgenen Bomben und Explosivstoffen genau untersucht; 3. wurden alle längs der Strecke befindlichen Wasserleitungen und Gebäude einer eingehenden Untersuchung unterzogen und die Bewohner der Häuser strenge perlustriert und schließlich wurde 4. auf der ganzen Linie eine aus den verläßlichsten Personen der Gegend zusammengesetzte Wache von je zehn Mann für jeden Kilometer Bahnstrecke aufpostiert. Die Auswahl der Wachleute erfolgte durch die Bürgermeister und Polizeipräfckten und die Leute standen unter dem Befehl von Gendarmerieoffizieren. Die Bahnlinie erfreute sich demnach der Bewachung von einigen hunderttausend Mann. Ueberdies wurde den Bahntelegraphenstationen verboten, während der Reise des Zaren private Depeschen aufzunehmen und zu befördern. Dieser Sicherungsplan wurde dem Alexander CTvorgelegt, der ihn am 27. Juli 1880 mit seiner eigenhändigen Zustimmungsklausel versah. Auf dieser „Erholungsreise" ist Alexander llnichts Böses zugestoßen, aber sieben Monate später wurde er vor seinem Petersburger Palais ermordet. Höhenklima und Blutbildung. Die anregende Wirkung des Höhenklimas, wie von Arsenik und Eisen auf das Blutbild, war wohl schon längst bekannt. So haben schon französische Forscher unter Führung von Vionel im Jahre 1890 in den peruanischen Bergen in einer Höhe von 4000 Meter durch Beobachtungen an sich selbst die Zunahme des Hämoglobingehaltes (des sauerstoffhältigen Farbstoffes) und der Zahl der roten Blutkörperchen festgestellt. Doch war das ursächliche Moment bisher viel umstritten. Nun berichtet Dr. Lippmann aus dem schweizerischen Forschungsinstitut für Hochgebirgsphysiologie, an dessen Spitze der bekannte Professor Dr. Löwy steht, über Untersuchungen des Blutbildes bei Hochgebirgsbewohnern. Die Veränderungen, die bei Uebergang vorn Tiefland in das Hochgebirge bei Gesunden auftreten, sind bei Hochgebirgsbewohnern dauernd vorhanden. In einer Höhe von 1500 Meter findet sich eine 20prozentige Zunahme des Hämoglobins und eine mehr als 5prozentige Zunahme der Gesamtblutmenge. Schon bei Diese Stimmen sonderten sich von den Millionen Stimmen ab. In zwanzig, fünfundzwanzig Straßen tönten die vielen Stinnnen, doch diese übertönten die Millionen von Stimmen und kamen geradeaus zu mir. Jetzt fingen sie an, auf mich, wie aus e-in Ziel zu schießen. Sie schossen und lachten. Militär kam in die Straße: Puff, Puff, Puff. Doch nur in die Luft! Sie fingen an zu laufen, liefen über Tote und über die, welche noch nicht tot waren. Den sechzehnjährigen Sohn meines Bruders fand ich auf der Straße, die Brust und der Kops waren zerstampft, doch vorher hatte er mehrere Messerstiche bekommen ..." * „Fredl! Fredl! Was machst du denn Fredl! Fredl ich bitte dich, steche doch nicht die Augen den: Eichhörnchen aus dem Kopfe. Es ist schauderhaft. Fredl, wenn man jemanden! die Augen aus dem Kopf schlägt ... Du möchtest, ich soll .dir vom Wasserschloß erzählen? Unten, am Boden des großen Wassers stand das Wasserschloß. Das Wasser war gr^ß, sehr groß, hatte kein Ende. Das Wasser war tief, hatte kernen Boden. Und doch stand das Wasserschloß am Boden des großen Wassers. Na, und das Schloß, Fredl, wie Dar das aber wunderlich. Das glänzte immer. Glänzte aber aas Schloß, glänzte das Wasser noch viel mehr. Glänzte aber das Wasser noch mehr, so glänzte das Schloß noch.viel, viel mehr. Das war so ein glänzendes Glänzelk, daß kein Menschenauge diesen Glanz schauen konnte. Und in diesem Schloß wohnte der Wassevzwerg. Der ganze Zwerg war nicht größer, als dein Daumen, Fredl! . . ." „Eure ganz Familie blieb dort?" „Bis auf den letzten blieben sie dort . . ." „Und wirst du jetzt weiterlernen?" „Ich werde. weiterlernen-Ja, Fredl, ich erzähle dir weiter die schone Geschichte vom wunderlichen Masser- Mß . . vierwöchigem Aufenthalte im Hochgebirge stellt sich die günstige Berändernug des Blutbildes ein. Ob die starke Belichtung im Hochgebirge das entscheidende Moment abgibt, ist nicht geklärt. Das scheint deshalb nicht der Fall zu sein, weil Tiere, im Dunkeln in den Hochgebirgsregionr» gehalten, die gleichen Blutveränderungen aufweisen, ferner bei Bestrahlungen mit künstlicher Höhensonne bei Gesunden nicht die günstigen Folgen im Blute sich einstcllen. Es scheint, daß die Verminderung der Sauerstoffspaunung in der Atemluft der ursächliche Faktor ist. Es läßt sich nämlich die gleiche Steigerung der roten Blutkörperchen erzielen, wenn man Tiere längere Zeit verdünnte oder sauerstoffarme Lust einatmen läßt. Somit ist wissenschaftlich einwandfrei begründet, Blutarme, durch Blutverluste geschwächte Personen in höhere Regionen für längere Zeit zu bringen, um eine auregende Wirkung auf das Blut auszuüben. Dr. Sanel Beer. Wien, 13. August. * Das Wetter. Der gestrige Tag brachte das angekündigte Schlechtwetter. Nachmittags regnete es zei-tiwsise in Strömen. Die Voraussage lautet: Trüb, regnerisch, kühl. * Der Vater des Bundeskanzlers Dr. Ramek gestorben. Gestern früh vevschicd itt Loschen nach längerer Krankheit der Vater des Bundeskanzlers Dr. Ramek, Herr Eduard Ramek, im 75. Lebensjahre, nachdem er kurz vorher noch den Bosuch seines Sohnes empfangen hatte. * Selbstmörder. Geistern vormittags wurde der 48jährige Bundesangestellte Karl Ober in seiner von innen versperrten, mit Leuchtgas erfüllten Wobmmg in der Rossauerkaserne, leblos aufgefun>den. Er hatte sich mittels eines langen Gummischlauches das Gas vom Kocher bis in das Zimmer geleitet. Kränkung übr den auf gleiche Weise erfolgten Tod seiner Gattin ist die Ursache des Selbstmordes. — Der 29jährige Buchhalter Rudolf H i e r s chha l t e r, hat sich wegen Enttassurrg aus seiner Stellung durch Einatmung von Leuchtgas vergiftet. * Ertrunken oder gerettet? Der 21jährtge Franz Kramberger, Biriotgasse wohnhaft, Hai gvstern beim Sicherheitsbureau folgende Anzeige erstattet: Mittwoch zeitlich früh wollten er, sein Vater und der pensionierte Qberkontrollor der Justizwache Heinrich Krump mii einer Zille nach Angern an der March fahren. Sie starteten um halb 4 Uhr früh bei der Nußdovfer Schiffsftation. In der Nähe von .Hainburg geriet die Zille in einen Wirbel und kippte um. Alle drei Pevsonen fielen ins Wasser^ Kramberger konnte sich mit Mühe ans linke Ufer retten. Cs wurde ihm mitg-eteilt, daß auch die beiden Männer 1,6 Kilometer weiter gerettet lvurden. Der junge Mann wartete, doch es kam niemand. Entweder haben sich die Leute, die sie gesehen ha-ben wollen, geirrt, und die beiden sind doch ertrunken oder sie haben sich in den Auen bei Hainburg verirrt. Die Erhebungen sind eingeleitet. * Unter den Zug geworfen. Gestern hat sich in der Stattno Maria-Saal, nächst Klagenfurt, die Gattin des dortigen Bahn-Vorstandes Kando-l f unter den einfahren'den Zug geworfen. Sie wurde sofort getötet. * Der Mord in der Tabakregie. Die Erhebungen zur Ausforschung des Täters, der am 7. b. in den ersten Morgenstunden im Gebäude der Tabakregie den Nachtwächter Heinrich Ludwig evschoffen hat, werden mit größten: Eifer fortgesetzt. Die Perlustrievungen verdächtiger Elemente haben jedoch bisher kein stichhältiges Material ergeben. Auch die Mitteilungen aus deni Publikum, die noch weiter einlaufen, werden eingehend überprüft. Die Polizeidirektion hat für Angaben, die zur Eruierung der Täter führen, eine Belohnung von 50 0 Schilling ausgesetzt, deren Verteilung sich die Polizeidirektton nttt Aus-schluß des Rechtsweges Vorbehalt. * Aerztliche Nachricht. Primararzt Dr. Siegfried Boxer ist von seinem Urlaub zurückgekchrt und ordiniert wieder 3. Bez., Landstraße Hauptstraße 6. Amattenbad wurde gestern uni 4 Uhr nachmittagsl., eniat rdggd * Der hunderttausendste Badegast im Amalienbad. Gestern um 4 Uhr nachmittags wurde die 19jähvige Modistin Leopoldine B o s s u re k als hunderttmiisenidster Badegast feierlich empfangen und in die Betriebskanzlei geleitet, wo sie int Namen der Betriebsleitung Obevbauvat Ing. Barousch begrüßte und ihr eine Anweisung auf ein komplettes Badekoftüm enchändigte. * Die Zahl der herrenlosen und nicht vorschriftsmäßig gehaltenen Hunde in Men steigt. Wie aus dem Rathaus mitgeteilt )vird, wurden im Jahre 1913 bei 536 Stroiftliigen 344 Hunde ohne Maulkorb oder ohne gültige Marke ern-gefangen. Die Zahl der emgefanigenen Hunde im Vorjahre stieg um mehr als das Doppelte. Es wurden 1084 Streifungen vorgenommen und dabei 714 Hunde eingefangen. Bon diesen wurden 321 wieder ihren Besitzern zurückgMellt und 393 vertilgt. Sämtliche im Wiener Stadtgebiete gefallenen Tiere müssen raschssiens, nteift innerhalb weniger Stunden mit Automobilen vom Wasenmeister abgehalt werden. Die'Tiere iverden dann in die zur Wasenmvisterei gehörige thermochemische Fabrik nach K a i s e r - E b e r s d o r f gebracht 'und dort von Amtstterärzten seziert. Ferner werden die geisanlmetten tierischen Stoffe und Abfälle aus deu Schlachthäusern und den Bich- und Fleischhallen in verschlossenen vlechernen Kübeln ebenfalls in die Anstalt gebracht, dann das ganze Material der Verarbeitung zu technischen Oolcn, Fischfutte^ und Kunstdünger zilge-führt. * Der Spareinlagenzinsfuß im Dorotheum. Ans Anlaß der neuerlichen Herabsetzung der Bau-kr-ate wurde im Spareiulagenverkchr des Dorotheums eine Bewinsung von 4,5 Prozent fosige-setzt. Einlagen, welche auf Einlagebücher gegen ernmonatige Kündigung entgegengenoumten werden, werden mit 5,5 Prozent und solche, die gegen zweimonatige Kündigung entgegengenommen werde», wie bisher, mit 6 Prozent verzinst. Diese Verfügung tritt für Neueiiilagen sofort, für bereits bestc-hende Eiillagen und Nachlagen erst mit 12. September d. I. in Kraft. * Der reisende Käusminn. Wie schon berichtet, findet vonl 1. bis 6. September in Wien ein internationaler Kongreß der Bereinigllilgen reisender Kauflente statt. Bei dieser Gelegerrheit wird auch der 40jährige Bestand des Wiener Vereines reisender Kailfleute begangeii werden, der im Jahre 1886 gegrüirdet wurde. Der Kongreß wird die Frage der internationalen ZilsalilineiLarbeit der Relseiidenvereiniaungen lind die Stelluiig der Handelsvertreter im geltenden Recht behandeln und auch gegen die Aufrechterhaltung der Paßsrliraniken Stellung nehmen. Eine reich ausgestattete Festschrift, die dem Kongreß gewidmet ist, gibt ein anschauliches Bild der in vierzig Jahren vollzogenen Entwicklung des kausmänilischeil Berufes. * Was eilt das Bott, warurn drängt alles in das Haus 9. Bez., Porzellangasse 62? Die langerschnten Urlaubstage, die Badezeit sind gekommen und die Leute suchen das bestreuommierte SpeP-alhaus für Wirkwareu „Zum Löwen" auf, um dort ihren Bedarf an Badekostümen, Schwttrmchosen, Sweaters, Weste», Badehauben und allerlei Wirk- und Wollwaren zu decken. Da. mau beim „Löwen" nur erstklassige Qualitätsware zu fabölhaft bllltgeii Preisen erhält, bleibt jeder, der dort eimnal tauft, ständig Sunde. KeremsntÜMeder echÄten KoMrvabatt.

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