Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1926-08-13 · Heft 2684 (13.8.1926) · p. Seite 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2684 (13.8.1926)
Date
1926-08-13
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2979076-2981549-2981771--27298-3015218
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Nr. 2684 Bien, KreiWg WieMr MmMnzettung 13. ArWft 1666 Der Znkaffobeamte der Well. Die Suropareise de« amerikanischen SchatzsekretSr» Mellon. Kaller i« Semigotha. Ein Leser unseres Blattes macht uns ans die Behauptung der in Viersen im Rheinland erscheinenden „Vereinigten Dreisiädtezeiiung" anfmevksam, daß .der Präsident der Republik Mexiko, Calles, der jetzt seinen Kulturkampf mit der Kirche ausz-nsechten hat, Jude sei. Was sonst in denk Artikel sieht, braucht nicht erst gesagt werden. Calles.verfolgt die christliche Kirche, weil er Jude ist, tveil die Inden ja setzt keine anderer! Sorgen haben, als Kulturkämpfe anznzetteln; sie haben, schlau, wie sie einmal sind, sich für diesen Spaß ausgerechnet Mexiko ausgesucht, wo sie ihren Glaubens- und Standesbruder Calles guf den republikanischen Thron gesetzt haben. Wir sind durch diese vereinigte Dreistädteweisheit nicht .überrascht, wir haben sie vom ersten Tage des mexikanischen Streites erwartet; sie diivste ,tit anderen dunklen Redaktionsftuberr, die von den „Protokollen der Weisen von Zion" leben, gleichfalls entdeckt und dummen Lesern aufgetischt worden sein. Das paßt in die Ideologie der HohWpse, die, wenn sie im »eigenen engen Umkreis doch nicht täglich einen Fäll Haas konstruieren können, den Judenhaß aber unausgesetzt heizen muffen, sich aus Mexiko einen kivchenstiirmenden jüdischen Staatspräsidenten holen. Mexi>ko ist weit, der Horizont der von diesen geistigen Führern ge nasführten Leser ist eng und so entsteht die geistige Lügenbrücke zwischen den geschäftigen Hetzern!und der verhetzten Herde. Sv gelangt dann Calles in den Semigotha, und es wird fürderhin feinem Antisemiten mehr der neueste Beweis für die Lüge von der angeblichen Weltherrschaft der Inden auszutreiben sein. Calles kann nicht einmal unter dem Verdachte stehen, ijüdisches Marannenblnt in sich zu ha-ben, wie die katholischen -Könige von Spanien und Portugal. Er ist indianischer Abstammung und ist überhaupt ein Gegner jeder religiösen Uebermacht. Es ist vielleicht kein Zufall, daß gerade .in der letzten Zeit von den amerikanischen jüdischen Einwanderungshilssjgesellschaften auf Grund eingehender Studien in Mexiko selbst dringende Warnungen an die Juden der europäischen Auswanberungsländer gevichitet wurden, nicht nach Mexiko a,ustzuwandern. Noch vor einem Jahre hatte die Regierung Propaganda für eine jüdische Einwanderung betrieben und jetzt kommt die Warnung. Nein, Mexiko Ist kein Eldorado für Juden, und Präsident Calles ist höchstens für europäische VÄkisch-antisemitische Bedürfnisse der jüdische Popanz. Rew-Uork—Paris ohne zwischenlandung. Ein Rekordstugversuch. New-Iork, 12. August. Der französische Aviatiker Kapitän Rene ,F o n ck trifft Vorbereitungen für den von 'ihm geplanten direkten Flug N e w - 8) o r k—P aris ohne Zwischenlandung. Er dürfte, bei günstigen Witterungs- Verhältnissen, in den nach sten Tage n st a r t e n. Fonck benützteinen großen Sikorsky-Zwe ide cker .mit.. drei Gnom-Jupvter-Motoren von je 425 Pferdestärken. Das riesenhafte Flugzeug entwickelt eine Geschwindigkeit von 160 Kilometer in der Stunde, so daß die zirka' 6 0 00 Kilo m-eter il a nge Strecke von New-Aork Mch Paris über den Atlantischen Ozean 3 0 bis 3 6 Stunden in Anspruch nehmen dürfte.; .! ......; . . Sie Giftmischerin von Rimer begnadigt. Aus Paris wird uns gemeldet: Präsident Doumergue hat die Gistmischevin von Nimes, Antoinette Sierri, der sechs Gistmorde nachgewiesen werden konnten, die aber wahrscheinlich elf Morde begangen hat, begnadigt. Me Todesstrafe ist in lebenslängliches Zuchthaus umgewandelt worden.; .; Früher reisten wohl die Fürsten dieser Erde inkognito und eurrierten Bündnisse und .Heiraten. .Heute reisen die Geldmäuner inkognito und — managen große Affären. Strang, der Gebieter der Federal Reserve Bank, fuhr zweimal privat ausgerechnet in solche Weltstädte, wie London, Berlin und Paris; hony soit qui mal y pense, daß er sein Privatvergnügen bei der englischen Banksphynx Nor m a n, beim Reichsbanftiräsidenten Doktor S ch a ch t und dem Navigenr der Banque de France gefunden hat. Norman und Schacht machten private Gegenbesuche in New- Dork, deren Gleichzeitigkeit nur Zufall war. Purer Zufall ist es auch, daß Mellon ans der „Majestic" mit Morgan zusammen fuhr, der zwar keine verheirateten Töchter in Europa hat, immerhin aber mit „Marianne" über einen Pump von 60 Millionen Dollar verwandt ist... Daß Andrew Mellon unter der Feme der europäischen Schuldnerstaate». steht, ist durchaus begreiflich. Wenn man will, kann man ihn als größten Inkas so beamten aller Zeiten und Länder bezeichnen. Ihm blieb die Aufgabe Vorbehalten, die 10,3 Milliarden amerikanischer Kredite für europäische Regierungeu an Kriegs-, Wiederaufbau- und U n t e r st ü tz u n g s v o r s ch ü s s e n einzuziehen, oder besser gesagt: zu versuchen. Aus -dem monatelangen Schuldenlamento der Presse der betroffenen. Länder sind die Schwierigkeiten hinreichend bekannt, die Mellon zu überwinden hatte, um mit Amerikas Schuldnern für etwa 98 Prozent der ihnen gewährten Darlehen Regelungen zu treffen! lieber 9,974 Milliarden Dollar (unter Einschluß der 3340 Milliarden Dollar Frankreichs) sind unter Mellon Regelungen zustandegekommen. Das allein ist eine Arbeit gewesen, die nicht nur einen Finanzpolitiker von besonderem Kaliber, sondern auch einen politischen Strategen bedingte. Als Präsident .Havding den Pittsburger Mellon in 1921 mit dem Amte eines Schatzse-kretärs in seiner Regierung betraute, da war der neue Mann politisch nur den einflußreichsten Republikanern bekannt, aber im industriereichen Westen Pennsylvaniens galt sein Name, der mit ungezählten wirtschaftlichen Unternehmungen und Eigengründungen verbunden ist (Aluminiumtrust, Banken, Stahlgesellschasten), als der eines behrrschenden Organisators. Mellons Regime begann nach einer Zeit, die Amerika aus einem Geldborger, der Mit Pariser und Londoner Geldausnahmen seine Industrien und Bahnen finanziert halte, zu dem allmächtigen Geldleiher gemacht hatte, während die europäische Wirtschastsstruktur 'heftigsten Erschütterungen ausgesetzt war. In die Zeiten allgemeinen Wohlstandes und erhöhter Wirtschaftlichkeit warf Mellon seine anrtspolitische Weisheit: „Harte Arbeit, Sparen und gesunde Politik." Harte Arbeit und Sparen, — eine sonderbare Wirtschafts- Parole in einer Zeit, da Volks-Vermögen und Volkseinkommen .beharrlich nnd gleichmäßig stiegen! Da das Volksvermögen von den 186,3 Milliarden Dvllar in 1912 auf 366 Milliarden Dollar (337 Milliarden Vovkriegsdollar) in 1922 gestiegen war; es ist jetzt eben auf 550 Milliarden (345,4 Milliarden Borkriegswerte) angeschwollen. In einer Zeit, da das Volkseinkommen auf den Kopf von 354 Dollar in 1913 ans 606 Dollar in 1924 (450 am Friedens index gemessen) stieg. Aber Mellon machte die Rechnung des weisen Wirtschafters auf: daß der, der in Dagen. eigenen Wohlstandes und des Ringens anderer «M, Dmck arbeitet und spart, doppelt gewinnt und spart. Was Mellon unter Har ding nur langsam beykm« konnte, das setzte er unter Coolidge, dem „Schweiger van Vermont", im Großen dnrch. Coolidge erhob Mellon- MkMdüen des Sparens znm Hauptt-hcma. In Washington gab eS IUstanzen, die über dein Lparsamkeitörnmmel der Mellon-Coolidge die Hände rangen. Das letzte Jahr der Wilson-Verwaltung (1921) hatte noch RegierunysanSgabon von 5,536 Milliarden Dollar verlangt, das erste Jahr der Mellon- Mitwirkung schraubte sie schon ans 3,795 Milliarden herunter, 1924 waren es nur noch 3,6 Milliarden, und das lausende Budget wird mit den Einsparungen wohl unter 3 Milliarden bleiben. In vier Vevtvaltnngsjahren brachte Mellon die öffentliche Schuld um 4,969 Milliarden zurück, hat aber mit dieser Schuldeupost, die zurzeit bei 20,401 Milliarden steht, noch eine gute Arbeit vor sich. Seit Kriegsende sind ans diesen! Konto rund 6 Milliarden abgesch rieben worden, und ein gut Teil davon ist Mellons „harte Arbeit". Die glänzende Finanzlage der Bereinigten Staaten rechtfertigte Mellons Vorschlag des weiteren Abbaues der Stenern, was jetzt bei allen Em-kommcn unter 3000 Dollar einen Abstrich von 60 Prozent ansmachte! Mellon bescherte seinen Landsleuten den niedrigsten Einkommensteuerfatz der Welt. Gerade Mellons Steuerlehren sind sehr zu beachten, sie stellen die Weisheit des Praktikers nnd des Buisineßmannes dar, wie ihn in solcher Kapazität sich selten ein Land hat leisten können. Mellon ist Anwalt einer Steuerreform und einer Steuererleichterung; ausgehend von dem Fundament seiner Stenevweisheit, daß ,/die Macht der Besteuerung, die Macht der Zerstörung" ist (Kongreßbericht vom 4. Dezember 1924) ist Mellon ein scharfer Gegner von Theorien, die wirtschaftlichen Gesetzen Widerstreiten. Er sagt, daß die Erleichterung der Steuerlast, so gering die Ermäßigung auch gewesen sein möge, „viel fürs Busineß getan" habe, und er warnt ganz dringend davor, die Steuer „als ein Feld sozialistischer Experimente o«t>er als ein Mittel, den Erfolg zu bestrafen, zu benutzen"! Rötlicher Steuerweg aber sei, die Steuern für Handel und Industrie zu ermäßigen, anstatt ihr Lebensblut aibzuzi-ehen. Wenn Mellon jetzt „privat" in Europa weilt, dan-n wird er sicher in aller Verschwiegenheit auch in europäischer Stabilisierung privatisieren". Denn Mellon, der 1924 dem Kongreß gegenüber mit unverhohlener und berechtigter Befriedigung versichern konnte, daß Amerika das erste Land sei, das auch die Nachkriogsfolgon überwunden habe", weiß' auch, daß das ganze amerikanische Busineß an die Erweiterung der Absatzmärkte, das heißt an ein prosperierendes Europa gebunden ist. . Einer der größten Vorzüge Mellons ist es, daß er seine Busineß- und Amtsweisheiten in lapidare Sätze kleiden kann. Dieser ist kennzeichnend für seine Einstellung zur Schuldenfrage: „Das ganze Problem der ausländischen Schulden ist dem amerikanischen Volke in Dollar nnd Cents nicht so viel wert wie ein gedeihendes Europa als Verbraucher!" Europa ist nun einmal Amerikas größter Verbrauche r, und daher liegen Amerikas größte Interessen in einer europäischen Stabilisierung. Sie sind so groß, daß Andrew Mellon selbst auf eine private Europareife gegangen ist. Pogrom. Von Ludwig Barte. (Autorisierte Uebersetzung aus >dem Ungarischen von Grete Bauer.) „Nein, Fred!! Das darsst du nicht, -das schmerzt .doch den Teddybär." — „Doch die Füße ausdreh'n, das darf ich?" — „Drehst du ihn! die Füße aus, wird er lahm und nicht mehr in den Wald geh'n können. Grünen aber die Bäume, dann will der Teddy-bär unbedingt hin." (Schlvarze Angen hatte er, der Hofmeister, diese Schwarze saß in einen! wunderlich weißen Teich und schien, als berge sie unendliche Weiten: die Weiten von Jahrtausenden, von endlosen Erdslächeu.) „Und bekamst du hier sofort eine Stellung?" fragte sein Gast. „Undenkbar viel mußte ich Hangern, doch ich habe schon auf der Exportakademie 'inskribiert." — „Fredl, steche doch die Augen des Hampelmannes nicht aus! Der .Hampelmann pflegt ja zu tanzen; stichst du ihm aber die Augen aus, weiß er. nicht, wie er die Füße setzen soll. Bedenke nur, Fvedl: ein Rinder Mann, der tanzt!" * Woher nimmt er diese Ruhe, woher diese Sanftmut? Als waren sie der Hauch, lvelcher auf den endlosen Wiesen seiner Augen hausen. Diese Endlosigkeit ist über allem, über -dem schon Gewesenen und über dem Kmumenden. „Weißt du", sagte er zu seinem Gaste, „sie kamen am Abend. Wir schliefen schon. Vater sagte: sie kommen nicht! ■WCutter sagte: sie kommen! So zerrten wir uns zwischen zwei Ungewißheiten. Doch wir waren schon so zusammengobrochen, daß!vir trotzdem einschliesen. Wir -warteten vier Tage und vier Nächte unausgesetzt, vielleicht kommen sie, und schlossen kein Auge. Wir waren schon weich wie überkochte Kartoffel,, welche inan im Teller zerdrückt." „Du hast dich schon zurecht gefunden?" „Bei einer Exportfirma bin ich, schreibe polnische Briefe. Ja, aber ich ging fort, bevor" ... ,Ja, Fredl, lasse ich die Kugel über den Kanal lausen, so sängst du sie, läßt du's, so sauge ich. Gut, Fredl. Jetzt sänge ich. Schau, wie schön glatt sic läuft! Und welche Biegungen sie macht! Sic windet sich, windet sich immerfort, ganz, bis ich sie fangen kann. Sie nröchte sortlaufen, fort vom Zimmer, vom »Haus, fort aus der Stadt, möchte laufen auf die breite Landstraße, bis sie das Meer erreicht» Dann würde sie ins Meer springen. Und weißt du, wo jetzt >das Meer ist? Meine Hand, sie ist das Meer. Hier, da hast tat die Kugel. Last', Fredl, sie wieder im Meer verschwinden." ■ „Wieviel Stunden verbringst du bei dem B-n-ben?" ,^8ier Stunden täglich bin ich bei. dem Kleinen und habe hiefür meine Kost. Bormittags , kann ich auf die Akademie. Ich weiß nur nicht, wie ich mir das übrige beschaffen werde? Ich habe doch keine Menschenseele... Wie unberechenbar die Nerven der Menschen sind! Ta wir weder daran, daß sie kommst!, noch, daran, daß sie nicht kommen, glauben konnten, banden wir alles) was nur möglich mar, in Bündel. Nur in solch kleine Bündel, welche wir erschleppen konnten, ohne darunter zusammenzubrechen. Tenn mit einer Last laufen, das kann man nicht. Und wer konnte hoffen, einen Zug anzutreffen? In folcyen «Fällen, weißt du, geh'n keine Züge. In solchen Fällen wirst eine unsichtbare Hand alles um, reißt alles los und verursacht ein Drunter und Drüber, daß sich alles bewegt, alles in einem Chaos wirbelt, und doch: nichts geht, seinen Weg. Alles fiebert, brüllt und springt herum, und doch: nichts rührt sich von der Stelle. Und in diesem furchtbaren Sich-nicht-rühren konnte diese schreckliche Sache geschehen. Weshalb denn auch nicht? Was stört sie? Es bewegt sich doch alles, und rührt sich doch nicht, nur sie arbeiten!... Siehst du, auch wir waren wie gebannt! Und dann konnten wir uns nicht einmal bewegen. Wir blieben dort — — Nein, Fredl, ich setze mich nicht aus das Pferdchen, denn ich habe zu lange Füße. Doch setzt du dich draus, langen deine Füße genau bis zum Steigbügel!... Trapp—trapp! Trapp—trapp! Wie lustig das Pferdchen läuft!... Zuerst haben sie den Vater ermordet. Mit einem Eisen- 'kolben zerschlugen sie ihm den Kopf. Damals war noch Beleuch- 'tung, doch in wenigen Sekunden durchschnitten sie die Leitung. Eine schwarze Finsternis umhüllte alles. Sie brüllten hinein in die Finsternis. Dann wurde mit Fackeln Licht gemacht. Diese, welche Mutter ermordeten, hatten eine große Karbidlampe. Mutter -wollte eben durchs Fenster Prinzen, als ihr ein Mann von rückwärts einige Kugeln durch den Kopf jagte. Irgendwo ist ein Haus in Brand geraten und da wurde alles gelblich-rot. Gin großes Haus war es, hatte ein hohes Dach, brannte mit sehr großen Flammen-Sofort gebe ich deinem Pferd ein Stückchen Zucker. Ich will es glauben, daß dein Pferdchen nach so einem Galopp einen tüchtigen Hunger hat. Die Vögel ermüden nicht so rasch, die kleine Schwalbe kann zwei, drei Wochen fliegen, ununterbrochen fliegen. Ist es nicht so, Fredl, daß tat selbst >dos Pferdchen wärest? MW nicht du das Stückchen Zucker ha-ben? Ich sag' ja doch, daß du das Pferdchen bist... Ich eilte auch zum Fenster. Me Frau meines Bruders sprang eben gegenüber vom ersten Stock aus dem Fenster. Nur ein Hemd hatte sie an. Sie glaubten scheinbar daran, daß sie nicht kommen. Eine Kommission -war am NgHmttag bei der Polizei, dort sagte man, es wird gar nichts geschehen ... Eine Frau warf ihr das sechs Monat« alte Bubert nach. Sie wurden beide von der Menge zertreten. Taufende und aber Tausende waren da, sie wimmerten und stürmten loS, wie Ameisen in die Häuser und aus.den Häusern, hinunter, hinauf, sie waten wie toll... Nichts konnte ich vosteinander unterscheiden, nur zwei große, purpurne Gestalten nisteten sich für ewig in meine Augen ein. Sie waren $u Pferde, den Purpurstoff hatten sie irgendwo gestohlen, sie wickelten sich hinein, zogen ihn. auf der Erde schleppend, nach sich... auch ihre Pferde waren in Purpur gehüllt, und sie bliesen mit Trompete«, sie bliesen tzeu National-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.