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Wiener Morgenzeitung · 1926-08-12 · Heft 2683 (12.8.1926) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2683 (12.8.1926)
Date
1926-08-12
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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# Wiener Morsenzettnns 12. August 1926 5 iuf==ii f=tm HE* iaiimiimimaii I>L»IIZN»L»»MML Elltlsllll=IIII=llll=H il=iill=l!llgIHeiW Nus der jüdischen Welt llMWMMWU -er Kongreß der Wischen gugend in Paris. Der Kongreß der jüdischen Jugend in Poris, der sich vornehmlich aus Vertretern der Jugend der sephardischen jüdischen Gemeinden zusammensetzt, ist b c e it fc c t. In seinen letzten Sitzungen beschäftigte sich der Kongreß mit den Vorschlägen der Palästinakommission und der Kommission zur Vorbereitung eines Weltkongresses der jüdischen Jng-md. Die Beschlüsse werden demnächst bekanntgegeben werden. Der Delegierte des Lisfaboner Jugeirdvereines Hechawer, Herr Hill er, berichtete über die Lage der kleinen jüdischen Gemeinden in Portugal. Zwischen den A s ch k e n a s i m und den Sephardim besteht lerder k-.-nerlei Kontakt. In Portugal leben heute etwa 10.000 Marannen, unter welchen in starker jüdischer Gei st lebendig ist. Den älteren Marannen fehlt die Entschlußkraft, zum Judentum zurückzukehren. Der Jugendklub Hechawer steht in gutem Kontakt mit der Jugend der Marannen. Der frühere Vorsitzende der Organisation Hechawer in Rußland, W i l s k e r, berichtete über die Verfolgungen, denen die nationale jüdische Jugend in Rußland ausgesetzt ist. Doch wird die Arbeit weitergeführt. Dr. B a k i (Italien), berichtete über das italienische Judentum. Die ältere Generation ist fast der Assimilation verfallen, aber in der Jugend ist noch viel lebendiges Judentum. Der Kongreß hielt einen großen Propaganda abend ab, der sehr eindrucksvoll verlief. Es erschienen bekannte französische Politiker und ein Vertreter des Völkerbundes, die den Kongreß begrüßten. (I. T. A.) Wir berichteten, bereits kurz, daß der französische Unterrichtsminister Edouard Herriot den Kongreß der jüdischen Jugend in einem herzlichen Schreiben begrüßte. Nun liegt un8 der Wortlaut des Begrüßungsschreibens vor. Herriot schreibt: ,^Jch will mich, wenn nicht mit meiner Gegenwart, so doch mit meinen Gedanken der wundervollen Kundgebung anschließen, welche die Versammlung des ersten internationalen Kongresses des Weltverbandes der jüdischen Jugend bildet. Das Ideal, von dem ihre Mitglieder beseelt sind, ist mir bekannt und ich halte daran, Ihnen zu danken und Sie zu beglückwünschen für Ihre inenschenfreundliche Initiative, die die Verteidigung und die Verstärkung des Friedens anstrebt. Wie Jaures sagte: Das Antlitz der Menschheit ist noch feucht von vergossenem Blut und vergossenen Tränen. Es ist die Pficht der Männer, die guten Willens sind, diese Tränen zu trocknen und zu erwirken, daß kein Blut mehr vergossen werde. Dieses Werk fordert langaudauernde Hartnäckigkeit, von jedem fordert es menschenfreundliche Eigenschaften mtb eine jeder Prüfung gewachsene Duldsamkeit. Aber unter der Gewalt Ihrer schmerzvollen Vergangenheit werden Eure jungen Leute sicherlich dem Appell "derjenigen Folge leisten können, die von der Herrschaft der Vernunft und der Güte träumen." PilMskl und der Wische Fnvattde. Wir berichteten bereits ausführlich über die Feier der ehemaligen polnischen Legionäre, die vor einigen Tagen in Anwesenheit des Generalissimus Pilsudski in Kielce stattgesunden hat. Der Warschauer „Moment" erfährt von einer vielbeachteten, bezeichnenden Szene, die sich nach der Defilierung der Legionäre vor Pilsndski abgespielt habe. Während des Defiles, fiel Pilsndski ein junger Mann, ein Jude in Zivilkleidung m i t einem Bein, auf. Er ließ sich den Mann vorstellen und erfuhr von ihm, daß er in den ersten Legionenkämpfen sein Bein eingebüßt habe. Pilsndski drückte dem jüdischen Invaliden die Hand und verabschiedete sich von ihm mit einem K n ß a n f d i e S t i r n. Der überraschte Invalide brach vor Rührung in Tränen aus. Ir. 8. Tscherikower verlaßt Berlin. Herr Dr. Eliah Tscherikower, der bekannte Historiker und Publizist, verließ dieser Tage Berlin, wo er mehrere Jahre tätig war, um zunächst in Paris der Verteidigung Schalom Schwarzbarths zur Seite stehen. Herr Dr. E. Tscherikower hat sich als der Schöpfer des Archiv der Pogrome und als Mitbegründer und Förderer des Mischen wisienschaftlichen Instituts große Verdienste erworben. Mehrere feiner Freunde, jüdische Gelehrte, Journalisten und soziale Funktionäre, versammelten sich im Kulturklub Schalom Alejchem, um sich von ihm und seiner Gattin und Mitarbeiterin zu verabschieden. Herr Redakteur Kl in off, der die Veranstaltung leitete, erzählte von der seltenen Arbeitskraft Dscherikowers, der unter großen persönlichen Opfern, oft unter Lebensgefahr, die Materialien sammelte und das Archiv der Pogrome zusammenstellte. Dr. Jakob Lestschinsky verlas ein Schreiben von Prof. S. Dubnow an Herrn und Frau Tscherikower, in welchem der greise Historiker in bewegten Worten von seinen Mitarbeitern Abschied nimmt und ihnen zu ihrer weiteren Mission Erfolg wünscht. Der erste jüdische Minister der ukrainischen Republik Dr. Silberf a r b gab der Befürchtilng Ausdruck, daß man die Tat Schwarzbarths, die an sich menschlich begreiflich fei, zu einer allgemein jüdischen Angelegenheit macht, wodurch auch jene Krebse der Ukrainer abgestoßeu würden, mit denen man in Frieden leben könne. Und die Juden werden ja auch in Zukunft mit dem ukrainischen Volk Zusammenleben müssen. Herr Dr. Tscherikower erwiderte, das ukrainische Volk solle nicht beleidigt werden, aber den ukrainischen Parteien müsse man einen Spiegel vor Augen halten, da es sich leider gezeigt hat, daß sogar sozialistische und demokratische ukrainische Parteien versuchen, Petljura und sein Vlutregime reinzuwaschen. Noch heute sind die furchtbaren Pogrome, denen zehntauseude Juden zmn Opfer gefallen sind und die das ft'idische Wirtschaftsleben in der Ukraine vernichteten, der Welt nur als eine Legende bekannt. Der Pariser Prozeß soll den Vorhang vor der Tragödie lüsten und das Gewissen der Welt wachrusen. Der Oberrabbiner von Rom nach Alexandrien berufen. Die jüdische Gemeinde von Alexandrien hat den Oberrabbiner von Rom, Prof. Sacerdoti, eingeladen, als Nachfolger des Rabbiners de l a Pergola den Rabbinersitz von Alexandrien zu übernehmen. Prof, sacerdoti. hat geantwortet, er werde der ehrenvollen Berufung Folge leisten. Die jüdische Bevölkerung SowjetrußlandS. Nach Angabe): der Tageszeitung „Prozektor" leben in Zowjetrußland derzeit zirka 3,000,000 Juden. Hievon' sind zirka 1,000.000 Handwerker. 1,000,000 Geschäftsleute, 850.000 sind Mitglieoer der Fachverbände (Arbeiter und Personen mit sogenannten freien Berufen) und zirka 150.000 Lanvwirte. Wie dasselbe Blait erwähnt, sind , die Juden in Sowjetrußland besser in Fachverbänden organisiert, wil' die übrigen Nationen. 9t. am »tot, SMiutMae Stole -eftmSattoaea eines steirische« Landes- M WM, M M «M OwOwIMrll# 70.000 Schwing enAvrtckrt. Aus Graz wird gemeldet: Heute wurde der Adjunkt des |stchviEWen SandeSabgabenamteS Gottlieb Remschmidt ver. /haftet. Er gestand, seit mehreren Jahren in wiederholten An- : grtzßerr mit Helfe gefälschter Posterlagscheirre und falscher Stam- SaiddeSgelder im Betrage von 70.000 Schilling ent-! wadet zu haben. Seine Fälschungen reichen As auf das Jahr I1222 zmLck. Zur Durchführung seiner Betrügereien mietete Rem- ' schockt in der Schmiedgaste ein Zimmer und brachte an der Tür i eine Tafel mit der Firmenaufschrift „Neuländische Berstcherungs« '■ gesellschaft" an. Dorthin adrestierte er die falschen Posterlagscheine. ' Remschvttdt, der sich durch seine verschwenderische Lebenss wetse verdächtig machte, führte die Betrügereien mtt einem derartigen Raffinement durch, daß die Entdeckung der Malversationen nur schwer möglich war. Die Polizei hat auch di« G e l i e b t e des; Remschmidt, die von ihrem Manne geschiedene Inhaberin eines i Modesalons, Josefine Weißenböck, verhaftet, mit welcher Remschmidt im Juni dieses Jahres eine achttägige Autofahrt nach Italien unternommen hatte. Nabruch bei der Firma Aller Io der Maria« Merstrabe. 19.000 Schilling, Schmuck und Kleider gestohlen. . Mittwoch sind unbekannte Täter vom Kanal aus in das Haus Mariahilferstraße 22 eingedrungen. Sie hatten unterhalb der Geschäftsräume der Bckleidungsfirma und Uniformierungs-A.-G. T i l l e r die Kellerdecke durchbrochen und waren so in die Geschäftsräume gelangt. Hier haben sie zwei eiserne Kassen erbrochen. Die Täter erbeuteten, soweit bisher festgestellt werden : konnte, Bargeld und Effekten im Gesamtausmaß von etwa 19.000 Schilling, darunter 7100 Schilling Bargeld, ' die Hälfte davon in Silber, zwei Bankbücher der Kreditanstalt,! Eigentum des Buchhalters der Firma Ludwig Deutsch, ferner! aus dem in der Kassa verwahrten Eigentum des Angestellten , Alexander Rosen seid 1000 Stück Silberkronen, 126 Stück Silbcrgulden, 30 silberne Zweikronenstücke, 400 Kronen in Gold, weiters aus dem Besitz von Verwandten der leitenden Funktionäre in den Kassen aufbewahrte Juwelen, Anzüge. Uebcrzieher und Mäntel in noch unbekannter Höhe. Die Tater entkamen unbei merkt auf dem gleichen Wege. Wien, 12. August. * Das Wetter. Das spärlich bemessene Hochsommerwetter hielt gestern, bis in die Abendstunden an, woraus wieder ein kurzer Regen niederging. Die Voraussage lautet: Trüb, Regen, kühl, westliche Winde. * Ein Wiener Journalist in den Dolomiten tödlich verunglückt. Montag ereignete sich ans der Dolomitenstrecke zwischen Perra und Mazzln ein folgenschwerer Automobilzusammenstoß. bei dem der Redakteur der „Wiener Allgemeinen Zeitung", Haus Reinhold 2 t e r n b a ch, dm Tod gefunden hat. Der erst 28jährige, jung verheiratete Journalist hat mit seiner Frau den Urlaub in den Dolomiten verbracht und ist bei einer Vergnügungsfahrt auf -so schreckliche Weise ums Leben gekommen. Sternbach ist der Söhn des Wiener Zahnarztes Dr. Sternbach. Bei dem Autounfall soll auch der Sohn des italienischen Obersten S t e f a n e l l i ums Leben gekommen sein. * Nicht aufspringen! Nächst der Marienbrücke sprang gestern der 37jährige Beamte Siegfried Katz, Obere Donauftroße wohnhaft, auf einen fahrenden Straßcnbahnrug der Llm-e „O", stürzte ab und verletzte sich schwer. Die Rettungsgesellschaft brachte ihn in die Unfallstation. * Im Rausch die Geliebte angeschossen. Zu der im Hause 16. Bez., Arltgasse 40 wohnhaften, Handarbeiterin P ä u e r l ward gestern nachmittags ihre Freundin, die 22jährige Handarbeiterin Leopoldine F i e o e r m u tz zu Besuch gekommen und deren Geliebter, der 24jährige Hilfsarbeiter Richard I a n d a, war mitgekommen. Die drei Leute vertrieben sich die Ze:t mit — Biertrinken. Im Verlauf des Nachmittages sollen sie insgesamt zehn Liter Bier getrunken haben. Als das Bier ausgetrunken war, forderte Janda die Fioderumtz auf, ein Lied zu singen. Sie weigerte sich und darüber war Janda so erbost, daß er seine/: Revolver zog und mit denr Rufe: „Du mußt halt hin sein!" aus nächster Nähe gegen sie einen Schuß abgab. Die Kugel drang der Fiedernrutz an der rechten Brustseite ein, und die Getroffene stürzte zusammen. Janda lief ohne Hut, den Revolver in der Hand, aus oem Hanse und konnte nicht nrehr eingeholt werden. Auf der Unfallstation zeigte es sich, daß die Verletzung der Fiedermutz nicht schwer ist. Nach ambulatorischer Behandlung konnte sie entlassen werden. De Verfolgung des Janda wurde eingeleitt. * Ein betrogener Betrüger. Bei der Firma S. Gr ü n u. Komp., Grcldlerstvaße 4, war mau seit längerer Zeit Unregelmäßigkeiten auf die Spur gekommen. Im Laufe einiger Mottöte sind Darmsaiten im Werte von 11.460 Schilling gestohlen worden. Als Täter wurde der 23jährige Privatbeamte Hans Blaczek. der bei der Firma angestellt ist, verhaftet. Er gab zu, die Saitlinge büschelweise ans dem Betrieb getragen und sie dem 80jährigen Jnstallatenrgchilfen Josef Ga n gl, der wiederholt vorbestraft ist mib ihn zu den Diebstählen verleitet hat, gebracht 51t hoben. Gang! bat den Verkauf vermittelt. Wegen Hchleret wurden angezeigt: der 32jährlge Fleischhauer Rudolf S ch i l b e r g, der Fleiischhauergehilfe Karl Kafka, der Fletschhauergehilfe Karl Heitzer und der Kaufmann Paul Träger. Heitzer und Träger wurden dem Landesgericht eingoliofert. Drei Kaufleute wurden wegen bedenklichen Ankaufes angezeigt. Zustandegebracht wurde nichts, da^die Saitlinge schon durchwegs weiterverkauft waren, tziangl, Heitzer und Schilberg haben ihrerseits den Blaczek betrogen, indem sie das Geld für verkaufte Saitlinge an ihn nicht abgefichrt und ihr: bezüglich der Käufer irregeführt haben. * Verhaftung eines Postdesraudanten. Btitte Juli ist aus Amstetten der dem dortigen Bahnpostamt zugeteilte Postastistent Josef Steindl aas Wien geflüchtet, nachdem er aus einem Geldbrief 13.0 0 0 S ch i fl t n fl unterschlagen hatte. Die Unterschlagung wurde erst bei Einlagen des Briefes in seinen: Bestimmungsorte Höllenstein entdeckt. Steindl hatte statt des Geldes Papierschnitzel h:S Kuwert gellegt. Nun wurde das Sicherheftsbureau in Kenntnis gesetzt, daß Steindl in Waidhofen a. d. Pbbs verhaftet worden ist. * Scheidungsklage der Gattin des Dr. Ernst Froreich. Tie Ehegattin des wegen Ermordung seines Schwiegervaters zu acht Jahren schwerer: Kerkers verurteilten Dr. Ernst Froreich, Frau Dr. Ernst Froreich geborene Egtzedy, hat beim Budapester Zivilgericht gegen ihren Ehegatten, welcher sich bereits in der Steinainbrücker Strafanstalt befindet und dortselbst als Hilfslehrer fungiert, die Ehescheidungsklage eingebracht. Die Verhandlmrg hierüber wird schon in der allernächsten Zeit statt finden. * Bau der Brigittabrücke. Die Friedensbrücke, wie der Neubau der Brigittabrücke heißen wird, dürfte voraussichtlich Mitte September eröffnet werden. Die alte Brigittabrücke, die bekanntlich seinerzeit verschoben wurde, wird bei den städtischen Gaswerken in Simmering aufgestellt werden. * Mittelalter in Polen. Aus Lodz wird uns geschrieben: Im Dorf Gorka, im Lodzer Bezirk, wurde die 32jährige Antonia Mielczarkowa wegen angeblichen Behexens von Hühnern ermordet. De Polizei verhaftete drei Jnitiatioren der Mordhetze. * Das Sterzinger Haus abgebrannt. Wie die Innsbrucker Blätter aus Meran melden, ist das 2000 Meter hoch gelegene sogenannte Sterzinger Haus auf dem Jausen abgebrannt. E Reisebureau der Hamburg-Amerika-Linie. Verkauf }• von Schiffs-. Eisenbahn- und SäUanvageuknrle» >ur Zn- und Ausland, Flugscheine. Auskünfte über Hotels, fachmännische Veranstaltungen von Gesellschasts- und Vereiossahrlen. Geldwechsel. Bnreanstunden ununterbrochen von 9 bis 5 ttdr nachmittags (Samstag von 9 bis V Uhr). Wien 1 Bez. Kärutiierktroße 38 Talmnd-Thora, Misrachi. Die Einschreibungen finden täglich in der Zett non & bis 7 Um abends tm '.yimncl)»bi:u>au 2. Bez., Praterstraße 43, statt. Auskünfte, auch televhonisch, unter Nr. 49-8.11, Der Keren Kajemcth veranstaltet eine einmalige Aufführung des neuen PalästtnaitsM'l- „D a S a t t e u A D neue P n- I ä u t n a* * am Samstag den 14. d. um '/,10 ttbr abends im Zcntralkino in Baden bei Wien. Alle Gesinnungsgenossen werden er>uchr, an der Vorführung tetlzunehm:n. ~ An: Samstaa den 14. d tv:rd eine Aufführung des n e u e st e n Palast nafilms .Der jüdische Pionier in E r e z Israel" tm Z e nt r n l k i n 0 in B ö s l a u veranstaltet. Die!er Film bringt vorzügi'che und noch ganz unbesannte Au'nahmen. * Unersetzlich ist der Verlust Ihrer Zähne durch Schlechtwerden Sie verr.netbrn denselben brtm Gebiauch von D w erbt) s D e n t t f l 0 r e, 1 Bez.. Kohl ,n a r k t il * Ein sehr angenehn:es Erfrischmigs- und Tischgetränk ist in der heißen Jahreszet: oer rein natinltch^ .uroudotter -vauervumrr lowohl allein als mit Wein. Fruchtiäften oder Kognak gemischt. * Was eilt das Volk, lvarum drängt alles in das Hans 9. Bez., Porzellangasse 62? Die langersehnter: Urlaubstage, die Badezeit sind gekommen und die Leute suchen das bestrenomnrierte Spezmlhaus für Wirkwaren „Z>:m Löwen" ans, um dort ihren Bedarf an Äadekostürnen, Schwimmhosei:, Stueaters, Westen, Badehaubei: und allerlei Wirk- und Wvllwaren zu decken. Da man beim „Löwen" nuv erstklassige Qualitätsware zu fabechaft billigen Preisen erhält, bleibt jeder, der dort einmal kaust, ständig Kunde. Berernsmitglieder erhalten Sonderrabbatt. Sühne md Kunst. Hohe Warte und BoUro-er. Diesmal hatt der Wettergott Einsicht. Ein fast südlicher Sterneuhimmel wölbte sich über der weiten Arena, auf welcher ,,C a r m e n" ohne Zwischenfälle zur Aufführung gelangte, wenn man von den Rufen: „Eskimo", „Kaugummi" und „Lin:onade" der Verkäufer während der mit wahren: Figaro-Elan ge-spielien Ouvertüre absieht, oder von den Abendglocken, welche sich in die Instrumentation der „Habanera" einmischten. Die Carmen sang Frau Rose M a t h e, ungarisch in der Aussprache, wienerisch im nwderierten Te»:Perament, kein spanisches Vollblutweib, aber eine gesanglich tüchtige Salondame. Hingegen wußte Herr R i t t e r s h e i n: als Don Jose, was er den: Sportplätze schuldig ist. Sang er auch oft zu tief, so loderte doch sein Theatertemperament hoch empor. Weniger naturalistisch war Herr Geza B r a n d, ein wackerer, etwas bläßlicher Torreador, und Frau S t 0 t t e r bot eine ganz ansehnliche, lvarm en:pfin-ende Micaela mit volltönender Stinuue. Ganz famos spielte das von Robert 5k 0 l: 8 k 0 geleitete Orchester, in welchem wohl noch die ausgezeichnete Carmen-Einstudierung nachwirkte, mit der Leo Blech vor gerade einem Jahre eine neue Aera der Volksoper einge- (citet hatte. * Wer wird in der nächsten Vvlksopernära der verantwortliche Leiter des Instituts sein? Alle ntöglichen Namen schwirren umher; au erster Stelle der von Rainer Simons,.der seine Wirksantkeit an: Schönbrunner Schloßtheater mit großen Versprechungen begonr:en hatte und nur zu bald Fiasko machte. Auch jetzt spart er nicht mit leeren Versprechungen, so verspricht er, das Personal der Volksoper auf seiner heutigen.Höhe zu belasten, obwohl jeder Kenner der Verhältnisse und Rainer Simons als gewiegter Geschäftsmann an: besten weiß, daß die Volksoper ohne teilweisen Abba:: des viel zu großen Personals unuwglich weiter wirtschaften kann. Rainer Sinwns weist immer wieder auf seine früheren Erfolge an der Volksoper hin. Das ivar einmal! Seitden: ist er nicht n:ehr mU seiner Zeit gegangen, und hat sich in Schönbrmtn als rücksichtsloser Unternehmer erwiesen, der mit seinen wohlbekannten Praktiken nur zu bald das immechm noch *

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