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Wiener Morgenzeitung · 1926-08-12 · Heft 2683 (12.8.1926) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2683 (12.8.1926)
Date
1926-08-12
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Wien, Donnerstag Wiener Morgenzeltung Nr. 2688 12. August 1926 Anläßlich der beute stattfindenden Bermädlung deö Herrn Vr. Tullo Nussenblattmit Fri. Tamara Guttmann matulieren Bernhard Nueeenblati und Frau Alks di« scharf« Entgegnung Hörsings, weshalb er dann unbescholtene Menschen wegen Beihilfe zum Morde in Haft halte, fyate Kolling geantwortet: „Herr Oberpräsident, ich bin völlig durcheinander. Der Fall beschäftigte mich so, da ß ich nicht mehr schlafe. Nachts führe ich Selbstgespräche. Wenn bloß erst hier ein Ende wäre." Darauf habe ihm Hörsrng erwidert: ,M handelt sich um einen gemeinen Raubmord, den Schröder scheinbar allein in RottmerSleben begangen hat. Die Leiche Hellings ist dort im Keller vergraben. Bukborf wird, sobald er von seiner Fahrt nach 'Königsberg zurückgekehrt ist, erst eine Verhaftung vornchmen und dann die Leiche ausgraben." Darauf habe Kölling, a m g a n z e n Le i be z i t te r n d, geantwortet: „Das wäre ja sehr gut, aber es w.irdanders s e i n." Herr Kölling behielt recht. „Es kam anders." Zwei Tage später, während Busdorf noch in Königsberg war, gruben Ten Holt und Kölling am 14. Juli in dem von Büsdorf bezoichneten Hanse in Rottmersleben b -t c Leiche Hellings „eigenhändig" mit Schippe und Kelle aus; so schildert ein Reklamebericht diese „.Heldentat". I n sp i r -i e r t von Ten Holt undKölling greift die „Magdeburgische Zeitung".in einm langen Nachsatz zu jenem Bericht B u s d o r f und m.i ch ohne Grund und Ursache an und entfesselt damit den nun folgenden politischen Skandal mit all seinen erbärmlichen Folgen. Haffmann und Kölling solidarisch. Magdeburg, 11. August. Landgerichtsdirektor H o s s- ■monrt veröffentlicht in der „Magdeburger Tageszeitung" eine längere Erklärung gegen die Vorwürfe, die wegen seiner Haltung in der Moäaugelegenheit Helling gegen ihn in der Preffe erhoben worden sind. Es heißt darin unter anderem: Untersuchungsrichter Kölling sei wegen der ständigen Angriffe und des Presseseldguges gegen ihn stark erschüttert gewesen. Er (Hoffmann) habe ihm angesichts der ,/ungeheuren Rolle, die ihm tatsächlich zugesallen war" und der ein einzelner gar nicht gewachsen sein konnte, durch Handschlag seine Hilfe im Kampfe um die Freiheit der Ausübung der Rechtspflege angeboten. Kölling habe sie dankbar cmgenommen, indem er hervorhob, daß ihm vom Justizministerium nicht der geringste Schutz zuteil werde. Alles, was Kölling von da an zum Schutze der Untersuchung gegen weitere unzulässige Angriffe getan habe, sei in entscheidender Weise auf seinen .(Hoffmamls) Rat zurückzuführen. Bramschweigische Justiz. Dir Spaltung du Stahlhelm« Braunschweig, 11. August. Die S p a l t u n g i m S t a h lhelm ist nunmehr auch amtsg erichtli ch vollzogen. In das Bmunschiweiger Vereinsregister ist der „Stahlhelm Frontsoldatenbund Braunschweig mit dem Sitz in Braunschweig" eingetragen worden. Der bisherige Führer der Braunschweiger, Uhlenhaut, hat seine Festungsstrafe angetreten. Die Braunschweiger JustiMhörden find in diesem Falle sehr entgegenkommend. Uhlenhaut braucht nur seine Nachtruhe im Gefängnis zu verbringen, während er die Tagesstunden zu geschäftlichen Gängen ausnützen kann. Das ist ein Schritt vorwärts auf dem Wege zarm völkischen Strafvollzug. „Zedek schreitet ihm voran!"; bahnt ihnen gleichsam den Weg in die Welt der Ewigkeit. Die Voltspoesie hat die Zedakah mit einem Kranze wunderschöner Sagen und Märchen umgeben. Der Volksglaube meint, daß die Seelen derer, die den Armen hienieden viel Gutes getan haben, in der anderen Welt Gewänder bekommen, die aus Sonnenstrahlen gewoben sind. Im Traume erscheinen sie ihren Hinterbliebenen, angetan in diese leuchtende Zedakahkleiider (lebusche Zedakah di nehirin). Viele Sagen wissen von großen Sündern zu erzählen, denen es gegönnt war, durch eine einzige gute Tat zur rechten Zeit alles wieder gut zu machen und die Glückseligkeit der künftigen Welt zu verdienen. Andere berichten von solchen, die ihr ganzes Loben lang die Maske der Hartherzigkeit und des Geizes trugen, im Verborgenen aber unendlich viel Gutes taten, was jedoch erst nach ihrem Tode herauskam; sie verschmähten es also, bei Lebzeiten durch Ehren und Dankbarkeit entschädigt zu wevden und übten ihre Wohltätigkeit einzig und allein um Gottes Willen. „Wir sind verpflichtet, das Gebot der Zedakah viel strenger zu beobachten als alle anderen Gebote der Thora." Diese Worte stellt Maimuni an die Spitze des letzten, zusammenfassenden Kapitels seines Buches über die Wohltätigkeit. Das wurde den Juden seit der Zeit Mosis und der Propheten eingeprägt, und es hat sich bewährt. Noch heute kann man sehen, daß Juden, die alle Gebote abgestreift haben, an dem der Zedakah mit eiserner Zähigkeit festhalten. Häufig konzentriert sich die ganze religiöse Enregie auf dieses Gebot und gibt ihm einen Zug ins Großartige. Sogar bei getauften Juden, noch in der -ritten Generation, tritt dieser Arg als eine Art erfreulichen Atavismus an den Tag. Auch in die moderne, uniformierte, organisierte, reglementierte und kasernierte Wohltätigkeit bringen die Juden eine persönliche Note hinein. S i g m a. Eine schwere Aeschulvigmig gegen Sleichen'RvWukM. 'Der Urenkel Schillers wird des Betruges verdächtigt. Zahlreiche sozialdemokratische Blätter Bayerns erörtern seit einigen Tagen eine schon seit denk März spielende peinliche Affäre, in d-'ren Mittelpunkt der bekannte S ch r i f t st e tl c r Alexander Gle i che n - R u ßw u r m, ein Urenkel Schi llers, steht. Ter Schriftsteller, ein sechzigjähriger Mann, wurde im März in W ü r zbu r g auf Antrag der Staatsanwaltschaft verhaftet, da er an einer Versicherungsgesellschaft einen Betrug versucht hatte. Er wurde wieder a uf freien Fuß gesetzt, mußte jedoch den Vorsitz im Schutzverband der deutschen Schriftsteller niedcrlegeu. Die Affäre wird in der „Schwäbischen Bolkswacht" in folgender Weise dargestellt: Bald nach seinem 60. Geburtstag, der ihn: viele Ehrungen durch das literarische und offizielle Deutschland eintrug, soll Baron Gleichen-Nußwurm in finanziellcBedrängnis geraten sein und habe sich dieser durch einen mit naivem Raffinement ausgeklügelten Versicherungsbetrug größten Stils zu entwichen gesucht. Den Angaben der Presse zufolge verpackte und versiegelte er auf seinem Schloß in Gegenwart seines Gärtners ein außerordentlich h o ch v e r s i ch e rtes Perlenhalsband und ließ es durch den Gärtner bei der Post ausgeben. Als das Paket dann am Bestimmungsort geöffnet wurde, fand man nur eine tote Maus darin. Bei der Nachforschung wurde das Perlenhalsband noch im Besitz des Barons gefunden. Man schließt daraus, daß er heimlich eine Vertauschung zweier Pakete vorgenommen und in das zsveite eine lebende Maus oingesperrt habe, in der Annahme, daß das Tierchen sich unterwegs durch das P a k c t du r ch f r c s s e n und nur die leere Hülle am Bestimmungsort aukommen würde. Dadurch, daß die Maus vorzeitig erstickte, soll der Plan mißglückt sein. Außer seiner Münchener Wohnung in der Prinz-Regent- Straße besitzt Baron Glcicheu-Rußwurm das Schloß Greffenstein in Unterfranken und ein großes Hotel in Wasserburg crm Bcdensec. Sine fürchterliche Bluttat bei Graz. Eine gräßliche Bluttat hat sich gestern!n Dobl bei Graz zugetragen. Der 66jäh"ige Kunstmühlenbesitzer Josef Glawitsch schoß seine 23jät>rige Z i e h t o ch t e r Erna Aflenzer int Schlafe nieder Tonn trieb er leine Lebensgefährtin Elisabeth Aflenzer mit oe.r: Revolver in der Hand aus dem Hause, steckte die Mühle in Brand und entleibte sich selbst. Frau Aflenzer konnte sich vor Glawitsch retten, inrem sie in den Mühlbach sprang, aus dem sie später von einem Knecht gerettet wurde. Glawitsch hat die Tat wegen finanzieller Schwierigkeiten begangen. Er hätte gestern einen auf 4000 Schilling lautenden Wechsel einlösen sollen, hatte aber nicht das nötige Geld. _ eine mysteriöse Angelegenheit. Ein österreichischer Tourist in der Schweiz unter Mordverdacht verhaftet. Die „Baseler Nat.-Zeitung" meldet aus G e n f unterm 9. d: Dieser Tage machten zwei Oesterreicher eine Bergtour im Montblanegebiet, als einer der Bergsteiger an einer g eiährllchen Stelle ab stürzte. Der andere Tourist kehrte nach Chamonix zurück, meldete den Unfall aber erst eineuTag später, worauf eine Rettungskolonne abging und dieLeichedeS18Jahre alten Mannes am Fuße eines Felsens entdeckte. Der Tourist wurde wegen seines rätselhaftenBenehmens verhaftet. Eine U ntersuchung ist etngeleitet. An Wiener informierter Stelle ist bisher keine diesbezügliche Mitteilung eingelaufen. Sie Schiichsitzung des internationalen Fnrlstenkongreßes. Der internationale Juristenkongreß hat gestern seine Sitzungen beendet. Eine der wichtigsten legislatorischen Arbeiten wurde in der Sektion für internationales Privatrecht geleistet. Es wurde ein vollständiger Gesetzentwurf 'ür internationales Obligationenrecht fertiggestellt. Darin wird die schwierige Frage beantwortet, nach welchem Recht ein Vertrag, vornehmlich ein Kaufvertrag, zu beurteilen ist, wenn das Geschäft zwischen Inländern und Ausländern abgeschlossen wurde. Grundsätzlich soll nach dem Entwurf 2 das Recht des Verkäufers als maßgebend erklärt werden. Dies hat den Vorzug, daß nur ein einheitliches Recht diese Verträge beherrschen wird. Ferner sind Bestimmungen über Werkverträge und Dienstverträge festgelegt worden. Die Bestimmungen 'ollen dipositiver Natur sein, so daß sie durch besondere Vereinbarungen der vertragschließenden Teile außer Kraft gesetzt werden können. Für Dienstverträge gilt nach dem Entwurf das Recht des Landes, in dem der Dienst auszuführen ist, ebenso für Werkverträge. Für Untersuchungen und Mängel über gelieferte Waren oder Werke durch den Empfänger gilt das Recht des Landes, in dem die Untersuchung stattznfinden hat. Für Verkäufe unbeweglicher Sachen gilt das Recht des Landes der Liegenschaft. Auch Schiedsrichter haben die Bestimmungen dieses Abkommens anzuwenden. Ueber diesen Entwurf wurde eine Einigung erzielt und beschlossen, den Gesetzentwurf den diplomatischen Konferenzen — Genf oder Haag — zur Annahme vorzulegen und ans diese Weise den Eingang in die Gesetzgebungen der Staaten zu bewirken. Die Kommission für Sozialversicherungsrecht, die die Sozialversicherung auf internationale Basis zu stellen hat, 2 Werbet Abonnenten für die I . „Wiener Morgenzeitung" ' tagte unter dem Vorsitz des Präsidenten Lord P h i l l i m o r e, weil Bundeskanzler Dr. Ramek hatte absagen müssen. Den Bericht erstattete der bekannt« Sozialpolitik« Prof. Dr. Alfred Manes (Berlin). Der Referent wies auf die erfolgreiche Wirksamkeit des Internationalen Arbeitsamtes in Genf hin. Von besonderer Wichtigkeit ist die unerläßlich« Vereinfachung und Vereinheitlichung der komplizierten Sozialgesetzgebung. Prof. Manes beantragt deshalb einen Beschluß der Konferenz, daß auf künftigen Tagungen die Probleme des internationalen Sozialrechtes, insbesondere des internationalen Sozialversicheeungsrechtes, auf die Tagesordnung gestellt werden. Ein Sonderkomitee soll« sich nrit diesen Studien beschäftigen. Lord P h i l l i m o r e beantragt«, daß das Referat und die Anträge des Prof. Manes dem Völkerbund zu unterbreiten seien. Obergerichtsrat Dr. Weinberger (Wien) fügt hinzu, daß außer Juristen in das Komitee Personen des Wirtschaftslebens und Vertreter der Statistik zugezogen werden sollen. Referat und Anträge wurden einstimmig angenommen. Unter dem Vorsitz des Vizepräsidenten der Wiener Advokatenkammer, Dr. Paul Abel, hielt die Kommission für internationale Handelsschiedsgerichtsbarkeit ihr« Schlußsitzung. Das Referat erstattete Mr. Fraser (London), der auf die äußerst wertvolle Tätigkeit der internationalen Handelskammer in Paris hinwies, deren Schiedsgerichtskomitee über Ansuchen der Parteien einen Schiedsrichter aus einem neutralen Staat ernennt. Der englische Delegierte Sandemann Allen bezeichnete die internationale Handelskamm« als den Nerv der Volkswirtschaft aller Nationen. Dr. v. Auer (Budapest) betonte di« Notwendigkeit des Abschlusses von Staatsverträgen zum Zweck einer einheitlichen Praxis über die Exekution der von den Schiedsgerichten ausgehende Urteile. Die Sektion beschloß einstimmig, daß der Kongreß sich für die Einrichtung von ständigen Schiedsgerichten aussprechen solle. Me Sonderkomitees für Luftrecht, für unlauteren Wettbewerb, für Handels- und Schiffahrtsrecht und für Kodifikationen beendeten gleichfalls gestern ihre Beratungen. Nachmittags fand eine gemeinsame Sitzung aller Sektionen statt, die gleichzeitig die feierliche Schlußversammlung des Kongresses war. Ihr wohnte für die Regierung Vizekanzler Dr. W a b e r bei. Das Plenum nahnl sämtliche Bericht« der Sonderkommissionen entgegen und sprach sich für ihre Annahme aus. Es folgten sodann überaus herzliche Schlußreden, m denen die Gäste, insbesondere Lord Phillimore und Reichsgerichtspräsident Dr. Simon s, für die. Freundlichkeit ihres Empfanges in Wien dankten. Die Abschiedsrede hielt der Präsident des Kongresses, der Wiener Umversitätsprofessor Dr. Walker. Er betonte den ungeheuren W«t der Ergebnisse der Beratung sowohl für die Wissenschaft als auch für die Verständigung der Völker und schloß mit den Worten: „Die Arbeiten dieses Kongresses iverden sicher dazu beitragen, daß das Schreckensbild von dem Untergang des Abendlandes, das man uns zu malen versucht, sich nicht verwirklichen werde." Abends wurde im Sacher- Garten Abschied gefeiert. Heute erfolgt die Abreffe zn Schiff nach Budapest. '*•*$*'• a" - Ein Sonankroftwerk bei Men. Der Niederöfterreichischen Eskomptegesell* schaft ist eS im B«eine mit der Allgemeinen österreichischen Bodenkreditanstalt gelungen, eine amerikanische Finanzgruppe für die Verwirklichung eines schon seit längerer Zeit vom Ministerialrat Dr. Ing. Max Per nt ausgearibeiteten Projektes zur Errichtung eines DonaukraftweÄes im Wiener Becken zu gewinnen. Die Verwirklichung dieses Projektes ist bisher an der Schwierigkeit, die erforderlichen finanziellen Mittel, die sich aus mehrere 100 Milliarden Kronen belaufen würden, anfzubringen, gescheitert und aus diesem Grunde mußte auch die Elektrifizierung d« Bundesbahnen im Westen Oesterreichs begonnen wevden, so daß die Elektrifizierung der Linien, die von Wien ausgehen, bisher unterlassen wurde. Wie wir erfahren, würde das Bauwerk sich auf sine Ausdehnung von zirka 40 Kilometer, entlang der Donau von Korneuibuvg bis Schönau gegenüber Fischamend, erstrecken. Die Leistung des Donauwasserkraftwerkes wird auf zirka 310 Millionen Kilowatt st uuden berechnet, was hinreichen würde, um den wesentlichen Teil des Stromverbrauches der Gemeinde Wien zu decken. Dieser Bedarf beträgt 400 Millionen Kilowattstunden jährlich, davon liefert das Opponitzer Kraftwerk 45 Millionen, Gaming 35 Millionen, Partonstein 35 Millionen, der Rest wird durch Verwendung von Kohle gedeckt. Die Errichtung des Donaukrastwerkes würed die Elektrifizierung der von Wien ausgehenden Linien der Bundesbahnen tvesentlich erleichtern, und es tvürde in diesem Falle ein ZwischeMvevk bei Wels errichtet wevden. Die Errichtung eines solchen doppelten Donaukraftwerkes tvürde auch den Ausbau des schon längst geplanten Donau- Freihafens bei Wien erleichtern. Wien hätte dann insbesondere die große Chance, die Zentrale für den mitteleuropäischen Getreide Handel zu wevden. Die gänzliche Versorgung Wiens mit elektrischer Kraft, ohne daß der Bezug ausländischer Kohle notwendig wäre, wüvde die Zahlungsbilanz Oesterreichs gewaltig veribessern, allerdings müßte der durch das Dommkrastwevk gelieferte Strom sich billiger stellen als jetzt, da Kohle für die Stromerzeugung verwendet werden muß. In Fachkreisen wivd die Verbilligung des Strombezuges .nach Ausbau des Donaukrastwerkes bezweifelt, da die ungeheuren Kosten des Baues amortisiert werden und auch das amerltani-, che Konsortium, das sich zur Finanzierung bereit erklärt hat, die AmericanEuropaeanUtilitisCvrpo ro ration in New-Aor! dabei gleichfalls auf seine Rechnung kommen müßte. Aus diesem Grunde wird die Idee ettoas skeptisch beurteilt, um so mehr als dieselbe Gesellschaft schon vor einiger Zeit in Budapest mit einem ähnlichen Plan hervorgetreren ist, ohne daß die dort maßgebenden Faktoren darauf eingegangen wären.

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