Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2682 (11.8.1926)
- Date
- 1926-08-11
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. S682 Men, Mittwoch Wiener Morgenzettung 11. August 1866 Jette S Der za. Todestag Silo Menthal». us der jüdischen Welt WWNi-iiiWUZW trsiiiisrimstiiiaMiier iifsnniiiii ilJPiUJ MIWlAM' yHisL msmmKsrn. ktlZBWWZMZKIti Feinste Hmenamderobe «ach Matz >i«sert zu mäßigen-reisen tn tadellose« ««»sü-rung (auch aus Tellzahluug' Rudolf Solvstein. Zivil, und Uniformschneider Gegr. 1866 Wie», 2. vez., Laborstratze 84 Tel. 45-6-29 Kultus, und guftiz.raiare sowie Barette ,zs Letzte Nachrichten. Ser sugoslawW-bnlgarlsche KonstM. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung* *.) Belgrad, 10. August. Der jugoslawische Gesandte in Sofia, jRakic, wich voraussichtlich noch im Lauf« des heutigen Tages die Note seiner Regierung in Sofia übergeben. Wie die „Breme" erfährt, euchült die Note folgende Forderungen: 1. Die Auflösung des mazedonischen Komitees. 2. Auslieferung der Komitatschiführer. 3. Entschädigung an die Familien der-bei den jüngsten Grenzzwischenfällen ums Leben gekommenen Personen. Der freie Valutenverkehr in Polen wieder gestattet. ^Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung*.) I.. Warschau, 10. August. Finanzminister Klar«er hat bereits die neue Verordnung über den Balutenverkchr unterzeichnet. Demnach wird im Inland der freie Valuten verkehr wieder hergestellt. Eine, Ausnahme bildell nur Schecks und Einzahlungen für das Ausland. Die neue Verordnung wird mit 15. d. M. in Kraft treten. iDie amerikanischen Schulden der Bank Polski. l^. Warschau, 10. Augu st. Die B a n k Polski beabsichttigt, noch in den nächsten Tagen ihre Verbindlichkeiten gegen die Federal Reser/ve Bank in der Höhe von zehn tMill.ionen Dollar zu erfüllen. Auf diese Weise wird 6as polnische Geld, das in der Bank von England fest- Vehalten wurde, freigegeben werden. Neuregelung der Arbeitszeit in Polen. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) L. Warschau, 10. August. Aus den Kreisen des Handelsministeriums erfährt Ihr Korrsspondeut, daß in den nächsten Tagen eine Verordnung über die Regelung der A r b e i t s st u n d e n i in H a n d e I veröffentlicht werden wird. Demnach wird für Geschäfte ein Arbeitstag von 12 S t u n d e n ununterbrochen eingeführt. Außerdom soll den Munizipalbohövden das bisherige Recht der Regelung der Arbeitsstunden im Handel genommen werden. Der Passant kann folgende Beschreibung der Männer geben: der erste war etwa 80 Jahre alt, nntermittelgroß, bartlos, hatte derbe Gesichtszüge und etwas zerzauste Haare; er war ohne .Kopfbedeckung und trug graublaues Sacko, Hose mit lichten Streifen und defekte Schuhe. Der zweite war groß; er mag 176 bis 180 Zentimeter messen, war bavllos, hatte mageres Gesicht und trug vermutlich dunkelblauen Sackoanzug und dunkle Kappe. Von dem Dritten weiß der Passant nur anzugeben, daß er kleiner und schmächtiger als der Zweite war, auch keine Kopfbedeckung hatte, ein mehr lichtes Sacko, möglich mit Rückenspange und dunkle Hose trug. Als die drei Man? ner den Passanten erblickt hatten, entfernte sich der Große und der Erste schritt eiligst gegen den Althanplatz, während der Dritte gegen die Liechtensteinstraße davonlief. Es ist nicht ausgeschlossen, daß die Drei die Täter waren und nach lleberkletternng der Mauer des Liechtensteinparkes in die Alserhachstraße gotangt sind. Der berschwsodrne BLlkertrhrling Fritz Keller zurlllkkekehrt. Fm. Mai des vorigen Jahres erregte das Verschwinden ^des 10jährigen Bäckerlehrlings Fritz Keller, der aus seiner Arbeitsstätte hei dem Bäckermeister Klein in der Franzensbrückenstraße Plötzlich von der Arbeit weg verschwunden war, großes Aufsehen. Der junge Mann staminte aus* ehemals sehr reichem Hause, war der Enkel eines verstorbenen Großindustriellen und mußte, als sein Vater, der übrigens sein Vermögen verloren hatte, nach Scheidung von seiner Frau Selbstmord verübte, das Ghmnasialstudiunt aufgeben. Er lobte lange Zeit in Not, bis sich der Kanzleisekretär des Jugendgerichtes W a n e k seiner annahm und ihn zum Bäckermeister Klein in die Lehre brachte. Er war dort fleißig und mau war mit ihm zufrieden. Eines Tages kam es auch nichtiger Ursache zwischen ihm und einem Gehilfen 3U einer Auseinandersetzung. Gleich darauf wuvde er weggeschickt, um Bier zu holen; von diesem Wege war er bann nicht mehr znrückgekehrt. In seinem Arbeitsgewand, o h u e S ch u h e, o h n e Geld war er verschwunden. Es wurden alle nlöglichen Vermutungen bezüglich Kellers Verschwinden laut. Alle erwiesen sich als nnstichhältig. Dieser Tage erhielt Kellers Vormund, Herr Wanek ans Frankfurt a. M., von der Hand seines Mündels ein Schreiben. Der junge Mann hatte sich die ganze Zeit als Bäckergehilfe redlich fortgebracht und mußte nunmehr, wie er schrieb, auf Grund der deutschen Fremdengesetze seine Stellung verlassen. Vorgestern brachte ihn Herr Wanek nach Wien. Man war auf sämtlichen Arbeitsplätzen mit Keller zufrieden gewesen. Der Bäckermeister Frühbauer in der Praterstraße hat sich bereit erklärt, Keller bei sich aufzunehmen. Sine Sitzung de« vemallungsrater der tzedrililchen Univerfftöt. London, 5. August. (I. T. A.) In diesen Tagen wurde in London eine Beratung der Mitglieder des Berwaltungsrates der hebräischen Universität zu Jerusalem abgehalten. Anwesend waren der Präsident der Zionistischen Organisation Prof. Chaim W e i z m a n n, der Kanzler der Universität Dr. I. L. M a gn e s, der Dichter Ch. N. B i a l i k, der britische Reichsrabbiner Dr. Her tz, Baron James de Rothschild, Prof. Otto Marburg, Dr. Stephen S. W i s e, der Oberrabbiner von Wien Prof. Dr. Chase s, Dr. E d e r, Norman B c n t w i ch, Prof. S. B r o d e t s k y, Prof. L. S. O r n st e i n, Prof. I. H o r o w i h, Prof. H a d a m a r d, Prof. E. L a n V a u, Dr. R a t n o f f, Dr. K a l i s k i, Dr. M. S ch l o e s s i n g e r, Dr. E. L i b m a n, E Freedman, S. Ginsberg und L. Kohn. Der Kanzler der Universität Dr. I. L. M a g n e s erstattete den Tätigkeitsbericht, dem zu entnehmen ist, daß im abgelaufeuen Jahre an dem j u d a i st i s ch e n I n st i t u t historische unb philologische Hebungen über Mischna und Talmud stattgefnnden haben, sowie Vorlesungen über die Epoche der Gaonim, Geschichte der jüdischen Mystik, des jüdischen Zivilrechtes und über palästinensische Landeskunde abgchalten wurden. Die Zahl der ordentlichen Hörer an diesem Institut betrug 60. In der arabischen Abteilung des Orientalischen Instituts las Prof. H o r o w i tz im März d. I. über die Werke G'ahiz, sowie über ausgewählte Kapitel aus der Geschichte des Susismus. Im Sommersemester wurden Kurse und Seminarübungen über die islamische Philosophie, arabische Literatur, islamische Kunst und Archäologie abgehalten. Das chemische Institut konnte seine Forschungsarbeiten erfolgreich fortsetzen, wovon eine Anzahl Veröffentlichungen zeugen. Die neue Abteilung für Hygiene, die unter der Leitung von Dr. K l i g l e r steht, wird sich mit Forschungsarbeiten auf dem Gebiete des Epidenriewesens und der Hygiene abgeben und Kurse über Volksgesundheit abhalten. Die Einrichtung eines naturwissenschaftlichen Institutes ist in die Wege geleitet worden. Die Pläne für das Wattenberg-Gebäudc, in welchem das Balfonr-Elnstein-Jnstitnt für Mathematik und Physik untergcbracht sein wird, sind bereits ausgcarbeitet worden. Die Universitätsbibliothek hat im vergangenen Jahre, dank den in verschiedenen Ländern bestehenden Gesellschaften der Freunde der hebräischen Universität in Jerusalem, eine große Erweiterung und Bereicherung in allen ihren Abteilungen erfahren. Vor kurzem wurde der Grundstein für das neue Bibliotheksgebäude gelegt, das aus den Mitteln der W o l f f s o h n - S t i f t u n g erbaut wird; die Entwürfe stamnren von den Architekten der Universität. Es ist zu hoffen, daß in ganz kurzer Zeit die Vorbereitungen für die Errichtung eines Zentralgebäudes für die Universität beendet sein werden. Die Witwe des amerikanisch-jüdischen Philanthropen L. R o s e n b l o o m hat zum Andenken an ihren verstorbenen Gatten zugunsten der Universität eine Summe von 600.000 Dollar gespendet. Nach einer kurzen Debatte über den Bericht von Doktor Magnes, an der sich Dr. Weizmaniy Dr. Eder, Reichsrabbiner Hertz, Prof. Horowitz, Prof. Ornstein, Prof. Hadamar und Prof. Brodetsky beteiligten, wurde eine Kommission eingesetzt, die die im Verlauf der Diskussion zum Ausdruck gebrachten Wünsche Und Vorschläge zu prüfen haben wird. Wien, 11. August. * Das Wetter. Gestern war es endlich wieder hochsommerlich. Es gab eine warnte Sonne und blauen Himmel. Die Voraussage kündigt Verschlechterung an. * Selbstmord eines Fabrikanten. Der 41 jährige Inhaber der Maschinenfabrik Frendenberg-Behlitz u. Eo., der 41jährige Johann B e h t i tz - B a n z a l o w, Wollzeile 10, wohnhaft, hat sich gestern im Comptoir der Fabrik, 16. Bezirk, Speckoachergasse 28, mit Leuchtgas vergiftet. Er wurde tot aufgefunden. * Raubmord an einem Gastwirt im Bnrgenland. Aus Eisenstadt wird berichtet: Der Gastwirt Josef Mayer aus Giesing war seit dem 81. Juli abgängig Da er einen größeren Geldbetrag bei sich hatte, wurde vermutet, daß er einem Verbrechen zum Opfer gefallen sei. Der Verdacht richtete sich gegen den Vieytreiber Franz L a k a t o s. In die Enge getrieben, geftcntb Lakatos, den Gastwirt ermordet zu haben. Er hat ihn mit einer Hacke im Walde von' rückwärts niedergeschlagen, die Leiche in ein Gebüsch geschleppt und sie dort mit dem Mantel des Toten zngedeckt. Bei der Leiche will er etwas über fünf Millionen Kronen gefunden und an sich genommen haben. Die Leiche wurde bereits aufgefnnden. * Ueberfall anf eine Fahrpost in Bulgarien. Nach einer Mitteilung an das Sicherheitsbnrean wurde von unbekannten Tätern schon am 20. Jnni d. I. anf die Post zwischen Trojan und L o v e c in Bulgarien ein Ueberfall ansgeführt. Drei Wachleute, die die Post als Eskorte bewachten, wurden erschlagen. Die Täter raubten 450.000 Leva in Noten zu je 1000 Leva und entkamen. * Keine Pestfälle in Konstantinopel. Der gestern in Wiorr angekommene österreichische Konsul in Konstantinopel, Herr- Alfred Lozar, ersucht uns mitzuteilen, daß das Gerücht über angebliche Pestfätte in Konstant'nopel vollständig a n s der Luft gegriffen ist und die sanitären Verhältnisse in Konstantinopel derzeit die denkbar günstigsten ftnb. * Ablenkung der Bahnhofrundliuie. Wegen'Arbeiten an der Fahrleitung ans den» Margaretengürtel wird der Bahnhofrundverkehr in der Nacht von» Donnerstag ans Freilag zwischen dem Mariahilsergürtel und den» Mayleinsvorfer-Play über die Linie 6 geleitet. * „Für den allumfassenden Frieden? Wie uns mitgeteilt wird, wurde in Genf eine Organisation mit Namen ,,Für den a l l n m f a s s e n d e n Frieden" gegründet, die die Absicht verfolgt, nicht nur die Nationen, sondern auch die Religionen, Gemeinschaften, sowie die wissenschaftlichen nutz ethischen Gestllschaftett der Völker des Ostens und Westens z,i gemeinsamem Handeln zu vereinigen. .Mail beabsichtigt, oo» Zeit zu Zeit Konferenzen einznberuftn. Die Adresse der Veremigunn lautet: Madame Meyer-Stolte, 8. Chemin de lEscalade. Geneye--, Zur Erinnerung an Otto Lilienthal, dem die moderne Flugtechnik so viel verdankt, fand am 8. d. tn Lichterfelde, dem Geburtsort LilienthaiS, eine Erinnerungsfeier statt. Gestern, an dem eigentlichen Todestag Otto Lilienthals, veranstaltete der Aeroklub eine Gedächtnisfeier. In den Parkanlagen von Llchterfelde steht auch daS bekannte Denkmal Lilienthals. _ PMÄowsNs Bild von der Eröffnung der hebröitchen llntverfitiit. Zur Zeit der Tagung des Zionistischen Aktionskomitees fand im Atelier des in London lebenden jüdischen Malers L. P i l i ch o w s k i ein Empfangsabend statt, bei welchem Airlassc die Gäste Gelegenheit hatten, das der Vollendung nahe große Bild: „Die Eröffnung der hebräischen Universität in Jerusalem" in Augenschein zu nehmen. Selbst in dieser noch nicht vollendeten Form machte das grandiose Bildwerk des großen Künstlers einen überwältigenden Eindruck. Beim Empfang waren außer den Mitgliedern des Aktionskomitees auch zahlreiche Vertreter Londoner Kunst- und Literaturkreisc anwesend. Woher stammt die Familie zangwills? lieber die Herkunft der Familie Zangwills gehen die Angaben der Biographen des kürzlich verstorbenen jüdischen Dichters und Politikers stark auseinander. Wie uns aus Riga geschrieben wird, stammten die Eltern Israel Zangwills auZ' den: Städtchen R u b e n i s ch k i in Lettland, wo sie, bevor sie nach England auswanderten, ansässig waren. Israel Zangwill selbst, wurde bekanntlich schon in England geboren. In Rubenischki und D w i n s k leben heute noch Verwandte ches verstorbenen Dichters, mit dem Familiennamen „Zangwill". Dieser Name dürfte vom oft gebrauchten Vornamen „Sannzle", der in verschiedenen Gegenden Rußlands mit nasalem „ng" ausgeL sprachen wird, stammen. 1660 Valöftinaeinwanderer int Fuli. Jerusalem, 8. August. (I. T. A.) Die vom Einwandevungsamt anfangs mitgeteilte Zahl der Einwanderer im Monat Juli stellte sich als irrig heraus. In Wirklichkeit sind im Verlauf des Monats Juli nach den letzten Feststellungen 1060 Personen nach Palästina eingewandert. Der älteste' Rabiner von Litauen, Rabbi K a r k. ist, wie uns aus Kowno geschrieben wird, nach Palästina gegangen. Er wirkte seit 40 Jahren in Kowno. Ein jüdischer Kindcrgärtnerinnenkurs in Sofia In Sofia begann am 1. Juli ein sechsmonatlicher hebräischer Kindergä rt n e r i n n e nk u r s, der von vierzehn Mädchen ans verschiedenen Städten Bulgariens besucht wird. Der Kurs wird vom Konsistorium und von der „Wizo" unterstützt. Eine Dame vom Z. K. der „Wizo" ist Mitglied des Kuratoriunts. Dieser Kurs wurde von der jüdischnationälen Bevölkerung Bulgariens mit Freude begrüßt. * Die Blau-Weitzen in Südmähren. Aus Schaffe bei Znaim wird uns gchchr leben: Aus dem nahen Fr ei st ein, wo sie ihr Sommerlager aufgeschlagen haben, trafen am 7. d. eine größere Gruppe blau-weißer Waitdervögel, meist Hochschule^ aus Brünn und Wien, unter Führung des Studenten Spiel mann hier ein, um der hiesigen Knltnsgemeinde einen Besuch abzüstatten. Im Tempel hatten sich die Angehörigen -der Gemeinde tutd zahlreiche Sommergäste eingefnnden, um den instruktiven Vortrag Spiel m a n n s über „Ziele und Wege des Zionismus" anznhören. Der Referent, der vom Knltusvorsteher Siegfried Scheuer namens der Gemeinde begrüßt wurde, konnte den erfreulichen Erfolg seines Werbevortrages bald fest- [tcllen, indem der Knltusvorsteher mitteilte, daß die K u l t u sgemeinde einen Teil der Kultusstener dem jüdischen N a t i o n a l f o n d s zuwende. Außerdem wurde eine Sammlung unter den zahlreichen Sommergästen eingeleitet, wobei sich Frau Mälwine Kohn und Fräulein Frieda Kollmann an die Spitze dieser Aktion stellte. An den Vortrag schloß sich eine Diskussion, lvpranf die Gäste nach Anhören des Minchagebetes, das vom Nestor der Gemeinde, dem hochbetagteir Kantor Löwy vorgetragen wurde, im Gasthof Fürnberg bewirtet und dann eine kurze Strecke weit in ihr Sommerquartier heimbegleitet wurden. * Zeire Msrachi Wien. Donnerstag den 29. Juli fand die Generalversammlung stait. In den neuen Anstchntz wurden gewann die.Herren r Dr. Knovsmacber als Präsident. B. Tauber, M. Gerstel S. Scheuermann. Schlüssel. Scheder, S. Hochverger. Eine neue Weltsprache. Ein amerikanischer Geistlicher ans Wdst-Virgina, EMvorch Faste r, hat eine neue Weltsprache znsammen-gestellt, die seiner Meinung nach -viel einfacher im Erlernen und in lder Anwendemg -ist als Esperanto. Diese neue Wellfpr:ache heißt „Ro" und wird ans denkbarst wenigen Stammwörtern und Wortstämmen aufgebant. Das Prinzip dieser Weltsprache ist die Beifügung von Buchstaben an das StamMwort, die jegliche nähere Bestimmung und Differenzierung erlartben. So bedeutet zum Beispiel das Wort Aa den Zeitibogriff. Durch Anhängen von B wird die Sekunde, vorr C oie Minute, von D die Stunde ausgedvückt. Fester hat bereits ein Wörterbuch heransgegsben, ^das ö60y Worte enthält. vereine. Bortröge und Versammlungen. Zionistische Jugendgrupve Leopold» st a d t, 2. Bei, ZirkuSgasse 33. Heute um 8 Uhr abends Ptrnar- Versammlung mit Referat: „DasVerbältnts derjüdi» ichon Jugend zur Assimilationserschet'« u u n ü". Gäste herzlichst willkommen.