Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2681 (10.8.1926)
- Date
- 1926-08-10
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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0 Ne. 9681 Men, M-nSW _ Tagesbericht. -er Minoritiitenschutz auf dem internationalen Zuristenkongreß. Gestern ist -er Kongreß -er International Law Association m seiner Hauptkonimfsion in die Beratung der Frage des M i n o r i 1 ä t e n sch u tz e s eingetreten: daß dieser Programmpunkt einen der Höhepunkte des Kongresses bildet, zeigt sich an der sta r k e n Teilnahme, insbesondere-er aus den Nachfolgestaaten eingeiroffenenAb- Ordnungen, sowie aus den dem Kongresse vorgelegteu Vorarbeiten, den Entwürfen der nationalen Komitees schrie einzelner Gelehrten. Den Vorsitz in der Versammlung führt der Präsident -er Universität Manchester, Oberrichter Prof. Sir Alfred Hopt i n s, der in dem einleitenden Referat, auf Grund der Beratungen des Londoner Sonderkomitees das heutige Recht der Minoritäten nach den Friedensverträgen erörtert, die zwar die G l e i ch b e r c ch t i g u u g festsetzen, ihnen sogar die B ü r g- ' .h fl f t des Völkerbundes zusichern, ihnen aber die G e l t e n d m a ch u n g außerordentlich erschweren, weil die Klagen der Minderheiten nicht direkt an den Bölkerruiid gehen, sondern bloß an dessen Dreier-Ausschuß i >>.d .es von diesem abhängt, ob die Angelegenheit vor den!'erichtshof kommt oder nicht. K l a g s p a r t e i i st also u! ch t d i e u a t i o n a l e Minorität, w o h l a b e r d i e R eg i e ru n g, gegen die die Klage läuft, und dieser will der .Rat nicht gern unbequem werden. Prof. B r u n e t, der Präsident des französischen l: mitees, stellt an der Spitze seines Referates die Sätze: „Die g-ößte Gefahr des jetzigen Verfahrens ist seine Heimlich-! im 1. Wenn die Klage einmal eingebracht ist, erfährt die Minorität nichts mehr über deren weiteres Schicksal." Diesem unhaltbaren Geheimverfahren gegenüber verlangt Professor Vninet, daß b e i d e T e i l e als gleichberechtigte P r v z e ß p a r t e i e. n behandelt werden. Der Sekretär -r Wiener Völlerbuudliga. Kunverlangt für die nationalen '.'.'iinderheiten d«e Sicherstellung eines in jeder Beziehung -Neichen Wahlrechtes, eine gleiche Behandlung beim Besuch der U n i v e r s i t ä t e n (das heißt Abschaffung des l'-mN-u« clausus), ferner glei chartige B'. Handlung der Minori- : .teil bei der Bad nt r cf o rm. Für das Verfahren vor dem ü chiedSgericht ist Aichöruug beider Parteien vorzuschreiben. Die beideti Professoren Tr. Magyagy (Budapest) und Hofrat Rauchberg (Prag) legen den kodifizierten Entwurf enes Gesetzes über das Verfahren;ttt Prozeß wegen des :>'kinorltä!enschtrtzes vor. Als wichtigster Grundlsatz erscheint 1 rin die Prozeßfähi'gkeil der Minoritäten. Als K l ä g e r föuttcu A b g e o r d n e t e der Minorität, die Ver- 'reter mtfoitontcn Gebiete, die Behörden und Repräsentanten von Städten, aber a,nch von wirtschaftlichen, r e l ig lösen und w i s s e n s ch a f t l l ch c n Körperschastetl auflreten. Ein P e t i t i o n s r echt wird jedem Angehörigen der Viinorität zuerkannt. Wichtig ist, daß der Schiedsgerichtshof das Recht erhält, dreigliedrige Untersuchungskomntissionen in den Sitz der Parteien .zu -entsenden. In der NachmittagSsitznng wurde die Erörterung über >e Mlnar'läteiisrage fortgesetzt. Als erster Redner trat Pros. M a g y a g y für ' die O e f f e » t l i ch k'e i l d e s V a r- ' a h r e u s ein. All e Eingaben der M i n o r :: ä r e n 'cllen publzuri werden. Ebenso sollen die Antworten der meressierten Regiert,ngeu den Beschwerdeführern nutgctcilt werden. Analog den Beschlüssen der Konferenz von Stockholm 'o l jedes Mitglied das Recht haben, zu verlangen, daß die ein- ,'i. brachten Klagen'an den iillertiativit.tlen Gerichtshof geleitet werden. Niaitre Gaston B ru tt e t sprach sich dagegen ans, weil eine öffetttliche Erörterung die Konflikte verschärfen könnte. Tr. K im z (Wien), und Dr. L ö w e n fe l d (Berlin) begründ'ten die. tutbe-ingte Notwendigkeit der Anhörung der klagenden Minoritäten, die nach den Prozeßordnungen aller Staaten i'ne Selbstverständlichkeit, ist. Universitätsprostssor Ehrlich klärte, namens der Po l n i s ch e n Delegation, daß seine 0 nippe gerne bereit ist/an dem Werke des Mittoritätenschutzes c'!;nnehmen^ forderte jedoch, daß die Vertreter der interes- 'i.rlen Staate,» in -das Komitee gewählt werden.. Hierauf wurden die Resolutionen mit überwältige no r Ni c hrheit angenommen, und zwar die erste,, welche die ■ tt h ö r um g beider Parteien und die zweite, die -die e r ö f f e n t l: ch u n g aller Eingaben und D o k u- -n e n t e verlangt. Die weiteren Resolntionett, wonach der Jahresbericht des Völkerbundes die Minoritätenbeschwerden mt den Dokumenten und die Lösung der einzelnen Be-schwerde- > le enthalien solle, ferner daß der Völkerbundrat in Ablehnung er bisherigen Praxis die Meinungsverschiedenheiten über M chtsfragen iu Minoritätssachen regelmäßig des Gutachten des ''iudi'eu Gerichtshofes einzttholen habe, wurden ohne Disi u s s i o n e i n st i m m : g a n g e u o m m e n. Die Kommission, die sich mit der' E r r i cht u ng des nt t e-r national e n S t ra fg e r i cht s h of e s befaßt, hat e: n st i m m i g beschlösse n, daß der Gerichtshof sich aus e h n R i ch t e r n u n d f ü n f E r s a tz r i ch t c r n zuse mmertz-''etzen habe, die ohne Rücksicht auf ihre nationale Zugehörigkeit blondere Eignung in der Strafrechtspflege als Richter oder Anwälte bekundet haben. Gin« neue “ Paris, 9. August. Nach einer Meldung ans Calais hat der Kapitän F r e y b e r g, der gestern abends;n-m DnrchschtvinMeu des Kanals aufgeb rochen ist, \m\ Ziel erreicht. G _Merrer Morftenzertuna_ Set internationale Kongreß der Mldnngr« arbeitet. Am Montag um halb 11 Uhr vormittags wurde im Sitzung ssaale des Alten Rathattses der vierte internationale Kongreß der Internationale der B i l,d u n g sa rb e iter eröffnet. Eine bemerkenswerte Illustration der Zeitgeschichte Waren die von einander sehr abstechenden Heiligenbilder und religiösen Malereien auf den Glasscheiben der Fenster und Gesimsen einerseits und die großen Aufschriften und kommunistischen Zitate an den Wänden plakatiert, andererseits. Zwei Welten, die beide ihr Schild ckushängen. Zur Konferenz haben zahlreiche Lehrergewerkschaften aus den verschiedenen Län>dern ihre Vertreter entsandt. So ist unter anderem anwesend der Präsident der Internationale der Bildnngsarbeiter Clement ans Brüssel, der Generalsekretär V e r n o ch e t ans Paris. Am zahlreichsten ist England vertreten, das elf Delegierte sandle mit Redgrove an der Spitze. Ferner sind Vertreter aus Griechenland, Portugal, Bulgarien und Ingoslawien erschienen. Sogar aus Amerika ist speziell zu diesem Kongreß eine Vertreterin, Miß Dorothy Gary, gekommen. Präsident Clement gibt in seiner deutschen Eröffnungsansprache, die ins Französische und Englische übersetzt wird, eine kurze Darstellung des Wesens der Internationale der Bivdungsarbeiter , die im Jahre 1919 gegründet wurde, und bisher a ch t Lau de ssektionen umfaßt, die teils an die Amsterdamer und teils an die Dritte Internationale angeschlossen sind. Clement betonte, ^aß die Internationale der Bildungsarbeiter lediglich _ < ne gewerkschaftliche Einheitsinternationale ist, ohne ausgesprochene politische Bindung weder noch ^echts, noch nach links. Ferner erwähnt er, daß die österreichische Negierung russischen Delegierten die Einreise verweigert hat, indem sie das erteilte Visum im letzten Augenblick zurückgezogen hat. Der Kongreß nimmt in dieser Angelegenheit eine Protestresolution an, die an die maßgebenden Regierungsstellen weitergeleitet werden soll, um eventuell noch jetzt die Einreisebcwilligtlng für die russische Delegation zu erreichen. Ans der Reihe der Bc-grüßnngs-., und Entschuldigungsschreiben ist ein Schreiben bemerkenswert, in welchem -die freie L t h re r g e werkschaft Oesterreichs erklärt, an dem Kongreß nicht teilneh-men zu können, weil sie jede politische Bindung vermeiden wolle. Im Namen der der Internationale angcschlosieiien d e tr t s ch e n Lehrer, begrüßte die Konferenz Herr Ausländer und erzählte von der reaktionären Welle, die jetzt in Deutschland die Erziehung erfaßt hatte. Cr erwähnt unter anderem den Vorschlag im preußischen. Landtag, die Prügelstr.ife beizübehalten. Ein griechischer Vertreter schilderte den Schulterror unter dem Pangalos-Regime. In längeren, sehr interessanten Ausführungen skizzierte die Amerikanerin Dorothy Gary die Zustände in Amerika, die infolge des immer mehr erstarkenden Kapitalismus und Militarismus nur sehr langsam eine Besscrung erfahren können. Heftige Angriffe auf Voronoff auf dem Stockholmer Physiologenkongreß. In der letzten Sitzung des eben in Stockholm tagenden internationalen Physiologenkongresses kam es zu einem anfsebenecregenden Zwischenfall. Der durch seine Verjüngernn-gsoperattonen bekanntgewordene Dr. Voronoff vom College de France in Paris hielt einen Bortrag über seine V e r j ü n g u n g s m e t h o d e und die mit dieser bisher erzielten Erfolge, die er" durch Vorlage e i n e r A n z a h l Photographien zu beweisen sucht. Im Anschliiß hieran sprach Dr Voronoff über die Transplantation von Menschen auf Asse und teilte hiebei mit, er habe bei einem S ch i-m p a n s e n w e i-b ch e n das eine Ov.rrinnl heratrsgenonimen und dieses auf eine Frau übertragen. Später habe er vier Stücke eines menschlichen Ovarmms bei einer Schimpansin eingesetzt. Nrch einiger Zeit habe er die Schimpasin einer dritten Operation unterworfen, bei der er das zweite Ovarinm entfernt habe. Hiebei habe er beobachtet, daß drei voir den vier Stücken des menschlichen Ovariu-ms, die er ans den Affen übertragen hatte, a u f g e l ö st und v e rschwund-en waren, während — ,einer Ansicht nach — das vierte Stück weiterhin frnktioniere. Er habe daher der Schim- Pansin menschliches Soerma e'ngespritzt, und seit drei Monaten sei die Schimpansin — deren Name Nora ist — in anderen Umständen nnd werde ein Menschenkind gebäre tt. . Bei dieser Mitteilung des französischen Gelehrten erhob sich ent S t tt v m d e r E n t r tt st v tt g und Professor Carlsson von der Universität in Chikago protestierte ans das allereneiigtsche-ste dagegen, daß derartige Mitteilungen ans einem wissenschaftlichen Kongieß gcmachr werden nnd dieser damit in der ganzen Welt der Lächerlichkeit preisgegvben werde. Die PhUograPhien, die Dr. Voronoff vorgelegt habe, um den Erfolg seiner Berjüngnttgskttr d.trzutun, feien i-m übrigen nur genau dieselben, die er schon vor drei Jahren in Gdinbnrg gezeigt habe. Obwohl Vctonosf seiner Behauptung nach mehr als 1000 Personen „verjüngt" habe, habe man bisher n i r m a l s a it ’r? r e n l 3 dies e paar alten B il d e r zu sehen bekommen. Im übrigen stehe er gar nicht an, die angebliche Berjüttgttng als das Resultat geschickter Retuche seitens des Photographen zu erklären. .Auch der Vorsitzende der Sektion, Professor Biedl aus Prag, übte an den Mitteiluttgen Dr. Voronofss eine überaus scharfe Kritik. Bisher habe Dr. Voronoff gar nichts bewiesen, die von ihm vorgelegteu, schon seit drei Jahren bekannten paar Bildex 'könnten als Beweismatertal um so weniger angesehe-n werden, als Voronoff inzwischen seine Operation an 1100 Personen — davott nur 23 Frauen! — ausgeführt habe. ly. Augufl 1M6 Ssite 3 Der frühere Assistent Professor Steinachs, Dr. Wresn e r, aus BeEn hob hervor, daß bisher alle Versuch» aller Forscher, Organe von einem Tier ans ein anderes zu übertragen, mißglückt seien, soweit es sich nicht um eine nahestehende Tiergattung handle. Bereits nach ein paar Tagen sei das übertragene Organ zerfallen ttnd vollkommen verschwunden. In Erwiderung dieser Proteste gegen seine Ausführungen erklärte Dr. Voronoff, wenn er nicht in der Lage sei, neuere Photographien über die von ihm erzielten Verjüngungserfolge vorzttlegen, so liege dies nur daran, daß die Versuchsobjekte sich nicht photographieren lassen wollten. Im übrigen aber halte er seine Behauptung, daß der Affe Nora seinerzeit ein Menschenkind gebären und die merkwürdigste Person der ganzen Welt werden würde, vollkommen aufrecht. Professor Carls so n von Chikago bezeichnet diese Behauptung, die im übrigen nichts anderes als eine unbewiesene und u-nbeweisbare Annahme und Vermutung sei, als einen s ch l e ch t e n S ch e r z, der in keinem Falle im Kreise ernster Forscher gemacht werden dürfte. Mit dem Sohn ans dem Arm in den Tod. Eine Tragödie auf dem Krakauer Bahnhof. In Krakau hat sich am Freitag abettds der Eisettbahnbeamte Jan Poslowski mit seinem zweijährigen Sohn auf dem Ar-nt, unter die Räder eines Zuges geworfen. Beide waren sofort tot. Der Selbstmörder hinterließ zwei Briefe, einen a-n Marschall Pilsudski, in dem er ihm für die Befreiung Polens dankt, den anderen an den Pfarrer mit dem Ersuchen, ihm den letzten Dienst zu erweisen. Die Tat hat Poslowski wegen nnleidlicher Fanrilienverhältnisse begangen. Das Gifersnchtrdrnma im Schlafzimmer. In .der vergangenen Nacht spielte sich in Bn-dapest ein blutiges Eifersuchtsdrama ab. Der 36jährige Eisenarbeiter Ludwig Fülöp verdächtigte seit längerer Zeit seine junge Fr-a-u-, daß sie ttt unerlaubte Beziehungen zu dem 25jährigen Kesselschmied Anton Kuba getreten sei. Gestern abends entfernte sich Fülöp aus seiner Wohnung und sagte seiner Frau, «r habe in der Fabrik Nachtarbeit und werde erst in den Morgenstunden heimkchren. K -u r z nach Mitternacht k-am der Gatte in die Wohnung zurück und überraschte seine Fratt mit dem Kessslschmied im Schlafzimmer in einer jeden Zweifel ansfchließenden Situation. Fülöp -ergriff ein Küchenmesser und begann in blinder Wut ans seine Fra-u und deren Liebhaber loszustechen, worauf er davonlies. Fra-u Fülöp und Ku-da wurdett von der R-rittung-sgcfellschaft mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Spital überführt. Der eifersüchtige Gatte nnd Messerheld wurde gestern vormittags aus geforscht und verha-ftet. Die Berhafinng der Gattin des Bankiers Paisty. Budapest, 9. August. Wie -die Abendblätter zu der gestern in Siofok erfolgten Verhaftung der Gattin des geflohenen Bankiers Alexander Pal ff y ergänzend Mitteilen, erfolgte die Berhaftu-ng der Fra-t: Pal'ffy auf Grund einer Anzeige des Massev-erw-alters der Palsfy-Bank. Dieser entdeckte bei der Aufnahme des Inventars der zusammenge-brochenen Bank, daß eine große Menge von Wertgegenständen, die Palffy als Deckung'für gewährte Darlehen erhalten hatte, aus rätselhaste Art verschwunden waren. Die Polizei nahm Hausdurchsuchungen bei mchreren Freundinnen der Frau Palffy vor, in der Annahme, daß die Wertsachen dort versteckt sein köirnten. Tatsächlich wurden bei den Freundinnen der Frau Palffy Juwelen und S i l b e r w a r e n .gesttnden. In der Si-osoker Villa des geflüchteten Bankiers fand man ganze Kisten voll Juwelen und kostbarer Teppiche im Gesamtwert von einer Milliarde Kronen. Aus Grund dieses Tatbestandes verfügte der Untersuchungsrichter die Vevhaft-r.ng der Fratt Palffy wegen Mitschuld an den Betrügereien ihres Mannes. Sie befindet sich bereits im Gefängnis der Staatsanwaltschaft. Gegen mehrere Freundinnen der Bankiersgättin wurde das Str-afverfatzren wegen Vorschubleistung eingeleitet. Ausweisung de» Gsongrnder Bombenwerfers BZiönyi ans Ungarn. Wie Ms aus Szeged in berichtet wird, wurde'der int Cisongrader Boanbenprozeß gleich 'den übrigen Bombenwerfern von den Horchh-Richtern freigesprochene Bombemvevfer Nikolaus Bölönyi als lästiger Ausländer an die rumänische Grenze abg-eschoben. Wie erinnerlich, wurden alle des Bombenattentats gegen ein jüdisches Kränzchen ln Gfongrad augeklagten und übersührten Attentäter freigefprochen. B ö l ö n Y i war der Instruktor der Attentäter im Bombenwevsen. Soine Mitverbrecher, die Brüder Si nko und Proska, erhielten nach ihrem Freispruch von den Szegedmer Rass-enschützlern einträgliche Posten. Auch Bölönyi wtt-rde untergebracht, bekam es jedoch jede»! Augenblick mit der Polizei zu ktn. Da er nicht für Ungarn optiert, hatte, Vevfügte der Jnnewninifter seine Ausweifu-ng. Bölönyi lehnte die Kenntnisnahme der Msweisung entrüstet mit der Erklärung ah, daß der berüchtigte Pogrontführer Ivan H e j jas sein bester Freund sei und auch diese Sache in Ordnung bringen werde. Noch ehe Hejjas für seinen Schützling intervenieren konnte, lmrde Bölönyi au die rumänische Grenze gebracht. ' _ Berhafinng eines Bnnkdirettorr ln Bromberg. Bromberg, 9. August. Heute wurde auf Befehl des Untersuchungsrichters der Direktor der Diskontbairk m B r o m b e r g, Dr. Z a w i c k i, wegen großer Mißbräuche verhaftet. Zusammen mit ihm wurde der Agent aus Zoppot S a m b o r s k i. und em Mitgl-ied des Anssichtsrates verhüttet 0231009100010100