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Wiener Morgenzeitung · 1926-08-08 · Heft 2679 (8.8.1926) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2679 (8.8.1926)
Date
1926-08-08
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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\ wme s Die NIEDER0STERREICHISCHE MOLKEREI Wf«n, XX. Nechslädtpl««* 5 ist di« Zentralstelle von 136 Genossenschaften, deren Ge* barung unter der ständigen Kontrolle der landwirtschaftlichen Kammer steht von 100 eigene Filialen f Täglicher Absatz: 110.000 Lltct Feinste Teebutter, Yoghurt, Schlagobers, Ktndcrmilch ord im Seböude der Tabakregie. Sin Mchtee von Nnbttchern «schofie». Hitler will dra Gattermayer hinausschmeißen. Ans der nationalsozialistischen Porter. Der anfangs Juli in Weimar abgehaltene Parteitag der . Hitler-Leute hatte beschlossen, die Landesverbände zu einer unter : der Führung Hitlers stehenden einheitlich für daS ganze deutsche Sprachgebiet geltenden Organisation zu vereinigen. Ta die Ausführung dieses Beschlusses das Ende der österreichischen' H a k e n k r c u z l e r als einer selbständigen Partei bedeutete, also der Herrlichkeit der Gattcrmayer nnd Genossen ein Ende setzte, hat die Leitung der, österreichischen Gruppe den Beschlus; abgelehnt nnd ivill gemeinsam mit den Gesinnungsgenossen der Tschechoslowakci ans einem Vcrtreirrtog gegen die Weimarer Resolution Stellung nehme Bauer und Leidl. Am letzten Sonntag vormittags hat, wie angclüudigt, die Feier der Wiener Hakenkreuzler am Grabe des Turners Motz a p e l stattgefunden. Bei dieser Gelegenheit hielt ein gewisser Bauer, der als Iugendobmann bezeichnet wird, eine Rede, der wir die folgende Stelle entnehmen wollen: Licht- und Heilsbringer Christus ans Kreuz geschlagen; Hand angelegt an Josef Mohapcl hat einzig und allein jenes Volk Israel, dessen Kinder in ihrem Blutdurst seit jeher die Nevo- Iutfoncn schürten und die ihrer Zinsgeierart auch dann nicht Einhalt geboten, als die Völker im großen Weltenringen des Jahres 1014 ihr Leben dem Vaterlande weihten. Aus dein ehemaligen Volk der Denker und Dichter, ans den deutschen Träumern und Helden sind Sklaven und Gefangene fremder Herren . geworden. Ties aber alles war der Hebräermeuie zu wenig! Tenn noch war eine kleine Zahl Unentwegter vorhanden, die den deutschen Menschen noch in letzter Stunde zuriescn: Verzagt nicht, haltet durch, denkt an eure Kinder, denkt an die deutsche Zukunft! Nicht dahinnechen, nicht wehrlos verbluten wollen wir, sondern wenn uns schon Tod und Verderben winkt, dann soll aus ganz D e >t t s ch l a n d eine einzige W a l st a t t ,w e r d e n, e: n L e i ch e n f e l d, auf dem a u ch der deutsche Erbfeind — Inda begraben liegt. Und das Symbol dieser kleinen Gruppe war das Hc<enkreuz." Dieser Bai-cr ift ein Volksgenosse des besossenen Zuhälters Seidl, der den Mohapel erstochen hat. W: e n, 3. August. * Der Rachen der GrvWadk. Der Sommer öffnet der Großstadt den Nachen. Ten Racher: ihres Körpers. Ganze Straßen werden aufgerissen, die Gasrohren nicd elektrischen Kabel bloßgelegt, Maschinen rattern und .rumoren, halbnackte Arbeitcrgcstalten scheinen der keuchenden Erde entwachsen.'Brücken werden verbarrikadiert und nur ein jchm-.-^'r Gehsteig für eilige Passanten frei gelassen. Eine schon halb vergessene Selbstverständlichkeit ist es, daß man im Notfälle Brucken we Spielzeuge auch verschieben kann . . So. ganz einfach, nur einige Dezimeter. Mit einem Wort, das liebe Wien ist nicht zu erkennen. Man f braucht gar nicht ans Urlaub zu fahren und zurückznkehren, nein, j von Schnitter anläßlich "der "bevorstehenden" Trauung" die Ab In Nacht von Fr ei leg aus SamSag wurde im Gebäude der Tabakregie in der Porzellan gas je eine grauenhafte Bstuttat verübt. Kasseneinbrecher, die von einem Wächter der Wach- und -Schsießgesellschaft überrascht worden waren, Hetzen den Mann erschossen und sind dann gefluchtet. Das Opfer ist der 33jährige .Heinrich Ludwig, ein verheirateter Mann, der den-Dienst in der kritischen Nacht nur vertretungsweise für den ständigen Wächter Strobl versah. Der Schauplatz des Verbrechens sind die Zimmer der Hilssämterdjrektion der Tab'kregie. Sie liegen im H o chpartcrre des Gebäudes, die Fenster gehen in den Garten, der an den L; e ch t e n st e i n p a r k anschließt. Ter Wächter hat die Weisung bevor er die Zimmer betritt, im Falle verdächtiger Geräusche, den im Hause wohnenden Torwart Slama zu verständigen, dKnit dieser die Polizei rufe. An diese Weisung scheint sich Ludwig vielleicht aus Pflichteifer nicht gehalten zu haben. Er dürfte ein Geräusch gehört haben, diesem G r ratsch allein und dckbel von den Einbrecher« erschossen worden zu sein. Entdeckt wurde der Mord gestern früh durch Dlama. Dieser sah, als er seinen Dienst antrat, in den Zimmern der Hilssänlterdirektion des elektrische Licht brennen. In einem Zimmer lag neben einem Tisch vor deni Fenster Ludwig tot ans dem Beden, m't dem Ks)f in emw Vlnlla.ht. . Slama verständigte die Polizei, es ergab sich folsende Situation: Im Zimmer des Hilftämt-.'rd'rektors L.r>. »y steht eine eisern e K a s s c, an die sich die Einbrecher .schon zum Teil herangem'cht hatten. Neben der Kasse fand man eine Zeistnii vom 0. d., in dü> die Einbrecher ihre Werkzeuge ei »gewickelt laben dürfien. S'e wurden mitten in ihrer Arbeit gestört, ein Griff der Kasse war bereits abgcsprengt. Die Leiche Ludwigs lag vier Zimmer weit von diesem Raum entfernt. Die Täter dürsten 'hu gehört nnd ihm dann aufge lauert haben. Ludwig wurde actrosfen und suchte zu fliehen, darauf deuten Blutflecke in dem Zimmer hin. Die Bsutspn» führt bis zu dem Zimmer, in dem er zufammengebrcchen ist. Cs wurden drei abgeschcssene Nevolverpalronen gefunden. Der erschossene Wächter, der als einer der gLivi sfe nhafielt e n Kontrollore galt, hat einen Herzschuß, eine» Schuf ins Kinn nnd einen am.Halse erlitten. Nach der Tat haben du Mörder die Flucht ergriffen. Sie sind durch ein offenstehendes Fenster eingedrungen. Noch um halb 2 Ahr früh hat Ludwi: die Kontrolluhr abgestemPelt. Der Mord muf also später erfolgt sein. In der eisernen Kasse, auf die es di« Einbrecher abgesehen hatten, befand sich zurzeit der Ta! wenig Bargeld. Sie enthalt hauptsächlich dienstliche Urkunden. Bemerkenswert ist die Aussage der Frau des Generaldirektors der SaUnen, Frau Backhaus. Sie lag um Mitternacht in ihrem Zimmer, dar fast unmittelbar an die heimgesuchten Amtsräume grenzt, im Schlafe, als sie durch ein Geräusch erivachte, das vom Fenster zu kommen schien. Es war ihr, als ob jemand außen am Fenster tastete. Sie fiel in einen unruhigen Halbschlummer und dann später schien ihr, als ob ferner Donner rollte. Es ist möglich daß das Geräusch die Schüsse waren, die durch das Mauerwerk gedämpft wurden. Noch vom Tatorte aus wurden alle Maßnahmen getroffen, um eine energische Verfolgung der Verbrecher einzuleiten. Auch ein Polizeihund wurde an den To tost gebracht. Daß Kassenembrecher von Beruf die Tat verübt hüben, steht außer Zweifel. Der Einbruch war gut ansgekundschaftct; bei der Arbeit, die die Täter am Kassenschrauk geleistet haben, erkennt nun die Hand des „Fachmannes". Der Ermordete Ludwig versah den Nachtdienst ohne Masse. Nach den bisherigen Erhebungen dürfte die Tat zwischen 1 Uhr 40 Min. und 2 Uhr 5 Min. geschehen sein. Insgesamt dürfien fünf Schüsse auf den Wächter abgegeben worden sein. Das Todes röcheln des Opfers wurde über den Garten hinaus bis in eine Wohnung auf dem Althonplatz gehört. Mau mutmaßt, daß sich die Täter am Freitag um etwa halb 9 Uhr abends in den L i e ch t e n st e i n p a r k, der jetzt immer um halb 8 Uhr geschlossen zu werden Pflegt, geschlichen haben. * Eine ahnungslose Braut. Der abgebaute 22jährige Bank« kündigt,, sich nach dem Grunde. Ein Sergeant teilte chm darauf beamte Alexunoer Schnitter lernte vor drei Jahren die mit: ..Großes Schiff Tochter eines Privatöeamten in der Iosefstadt kennen und Verlobte sich bald darauf offiziell mit ihr. Kurze Zeit nachher wurde er abgebant und bemühte sich, allerdings vergeblich, <rine nene Stellung zu erlangen. Im Juli 1023 erzählte er seinen zukünftigen Schwiegereltern, daß er eine Stelle im $(cf:r&aumtnift£rium in Aussicht Hobe, j.'doch dazu eine Kanlion von 3000 Schilling benötige, über die er .nicht verfüge. Die Familie-.der. Braut, stellte ihm bereitwilligst diesen Betrag zur Verfügung: Schnitter trat den, wie sich später herausstellte, fingierten Posten an. Im April dieses Jahres überredete er die Frau des Hanfes, ihre.Ersparnisse in der „Kasfaabteilung des stckerbanministeriumS" nutzbringend und sicher cmzuleaen. Die D.amr übergab ih'.u zu diesem Zwecke 7000 Schilling und Schnitter brachte ihr darüber eine gefälschte „amtliche Vestätignng". Als der Termin der Hochzeit heranrückte, ging Schnitter ans die Wohnungssuche und kam bald mit der Nachvicht, daß er eine passende Wohnung gesunden habe und ließ sich 2700 Schilling für Ablöse und Möbel ausfolgen. Die Schwindeleien kamen dadurch auf, das; die zukünftige Schwiegermutter nur sich aus ein kleines Nachmitt.igsschläfchen niederlegen nnd dann vor das Hanswr zu treten . . . Schon erkennt man die „eigene" Gaffe nicht: rechts fehlt der zerbrochene Stein, an dem du vorige Woche gestolpert; fetzt fehlen schon einige hundert Steine und ein breites Brett guer über die Straße kündigt dro- -hend an: Wagenverkehr verboten! Gehst du links, schmückt bald weißer Mörtel deine ahnungslose Schulter . . . Die angenehme Aussicht auf ein verjüngtes Wien im Herbst muß eben, wie jede Verjüngungsoperation, mit Schmerzen, in diesem Falle nkit starkem Pech und brennendem Asphalt,zernch und herabfallendem Mörtel bezahlt werden. Ich glaube, das ärgste an der gewaltsamen Enthüllung des unterirdischen Wien ist die gefährliche Verbitterung der in der Stadt Zurückgebliebenen: die Urlauber werden bei ihrer Rückkehr die geliebte Stadt schon verjüngt vorfinden, ohne die Prozedur miiansc-hen zu müssen. * Das Wetter. Die Voraussage lautet: Vorwiegend trüb, Niederschläge, Temperaturabnahme. * Zunahme des Fremdenverkehrs im Juli. Im Juli d. I. weilten in Wien insgesamt 57.410 Fremde (gegenüber 41.573 im Juni d. I. und 51.579 im Jlltt v. I.). Nach der Stärke der Beteiligung der wichtigsten Herkunftsländer geordnet sind folgende Ziffern bemerkenswert: Oesterreich 18.409, Deutschland 12.21!, Tschechoslowakei 9729, Ungarn 0923, Amerika 8109, Jugoslawien 1910, Polen 1752. Die anläßlich der beiden großen Turnfest* im Juli hier Gewesenen sind von der Statistik ntcht ersaht. * Kasseneinbruch i« Mariahilf. Freitag nachts sind Schränker vom Kanal aus und durch den Keller in das Strümps- und . - . . a|T . dann Schmuck im Werte von 3000 Schilling gestohlen. Anßerdenl t fte ’ ' ' ' .. Paar nahmen sie noch einen braunen großen 'Lederkoff'er mit 33 Dutzend Strümpfe aus Seide im Werte von BÖQQ Schilling mit. Sie flüchteten wieder durch Keller urtb Kanal und ließen im Kanal noch einen mit Wirtwaren gefüllten Koffer, dessen Fortschaffung ihnen zu schwer war, zuruck. * Aenderung der Straßenbahnlinie 85. Wegen Geleisenmltzgung beim Matzleinsdorfer Südbahnviadnkt wird von Dienstag ab j>ie Straßbahnlinis 05 von und zur Stadt nicht über ' bis zur Leebd'er Gndrun- Verkehr der Linie 65 durch Pen- )elzüge aufrechterhalten. * Exkönig Ferdinand am Achensee. Wie die Korrespondenz Herzog aus Porti sau webet, ist der Exkönig von Bu.'carien ^aielbst zum Sommerau femhalte eingerrossen. die Triesterstraße, sondern über die Gudrunstraße gasse geführt. In der 'Triesterstraße zwischen straffe und Trostgasse wird der Verkehr der Linie oelzng 'sogar für einen Religionsbrauch: Eines Morgens hörte er aber seine schwarzen Rekruten auffällig lebhaft schwatzest. und er er-. Hebung der 7000 Schilling verlangte. Schnitter gebrauchte Ausflüchte nud wurde dadurch entlarvt. Nun wurde die polizeiliche Anzeige erstattet und Schnitter verhaftet. Die Erhebungen ergaben, daß er das Geld im Börsenspiel verloren hat. * Der Umbau des Innsbrucker Hauptbahnhofes ist beendet. Heute werden di» neu errichtete Halle unv die neuen Geleisanlagen in Betrieb genommen. * Eine Weltbrüderschaftskonferenz. Die europäische Konferenz des Weltbruderschaftsverbandes wird vonr 12. bis .14. d. iu Prag tagen. Der Verband, der seine Hauptstütze in England, Schottland, Kanada uitb den Vereinigten Staaten hat, gedenkt, bei d-rr Prager Konferenz seine organisatorische Tätigkeit anch auf Mitteleuropa auszndehneu. Die Bewegung erstrebt die praktische Annäherung der sozialen Klassen und der nationalen Gruppeir kraft des Gedankens der Bruderschaft aller Menschen ohne Unterschied der Nation nnd Religion. * 15. österreichische Klassenlotterie. Die Erneuerungsfrist für die dritte Klasse endet am Abend des 9. d. Die Ziehungen finden Dienstag den 17. und Donnerstag den 19. d. im. Ziehungssaal, Wien, 3. Bez., Marxcrgasse 1, ebenerdig, statt und beginnen um 3 Uhr nachmittags. * Hakelikrempropo,ganda 'auf Briefen unzulässig. Das, „Jsr. Familienblatt" teilt mit: Ein Hakenikreuzicr iu Großrohrsdorf sch rieb an die nationaisouialist'.sche Ortsgruppe Dresden einen Brief, den er mit folgender Marke versiegelte: „Man muß den Juden de» Handel verbieten, weil sie ihn mißbrauchen, wie man einem Goldschmied das Handwerk lcgt, ireiiu er falsches Gold verarbeitet. Sie haben die Leibe'genschasl ersetzt, sie' sind wahre Rckbenschwärme." Das -dortige Postamt ftellie den Brief wieder zurück mit dem amtlichen Vcrmerlk: ,Das Auskküeu der Zettel un zulässig. Zurück an den Abseu.ü-c.r! Postamt GroßröhrSdorf i. A. H-eße." * Die Trommelsprache der Neger. Wir lesen im .Kosmos": Welcher alte Asrlikaner (Schutziruppler) erinnert sich nicht des ewigen dumpfen Trommelp.etöses, dessen sich die Eiilgeborenen des schwarzen Erdteiles seit Urge-deukrn zur Nachrichteuver-breitung bedienen? Dies,' ei-gen-artige Sprache der primitiv gebauten Trommeln ist allen Schwarzen r-nd keinem Weißen verständlich, genau so wie inivgok-ehrt dom Weißen allein die Fmttsprllchwellen verständlich sind, dem Schwarzen sinnlos. Kapitän Reginald Haselde n. der Paläontologe des britischen Museums, der zivei Jahre lanzi in Zentralafrika Eingeborene sinn Kriegsdienst gegen Deutschland warb.' erzählt hierzu, ein Erlebnis ans der Kriegszeit. Er» war zu Jbadah in Nigcrien wohnhaft, einer Stadt, die zwar rttcht ans allen Landkarten zu finden ist, wiewdhl sitz mit 200.060 Einwohnern dort die größte Siedelung von Negern ist. Lkapitän Haselden wurde durch das ewige dümpfdurchdringeude Tafelwasser Tromnteln bei. Tag und Nacht zuletzt ganz newös. Er hielt es fohlen gegen die. Heiden des voir weißem .Manne -gesunken! Biele weiße Männer ertritnlfcn!" Der Kapitän legte dieser Nachricht lkein Gewicht bei. Als drei Tage später -eine durch Leitungsunterbrechung verzögerte Äraht/^.chricht kwer Sierra Leone von der Versenkung der „L u s i t a n i a" er,zählte, stützte er doch und -erfuhr, nun. daß die Negernachricht von Kairo aus un-mittelbar über den Erdteil weg nach Jbadah (3900 Kilometer Luftlinie) ^getrommelt" worden war. Und zwa-r durch Stämme hindurch, .hie ganz ver-; schiedene Sprachen sprechen, tei-lweise sogar gerade miteinander Krieg führten. * Nnssische Zollvorschriften. Das russische Handels-Volks» kommissariat verlsaulbart eben das Verzeichnis jener Gegenstände, die ein Nußlandbesucher' mit sich führen, da-vf. Man liest es nicht ohne Kopffchütt-eln, aber schließlich ist di-e Zollweisheit nichts von SoivjetrnUa-ud Ersonnenes, und -die Bedingungen -anderswo werben auch nicht gerade vernünftig sein. Das würde zur Unvernunft der Zollschikane auch schlecht -passen. Man liest da unter anderem, daß,. Männer drei Hemden mithaben, dürfen, Frauen keines. Also Hemden sind nnbelieht. -Mehr als ein Kopftuch davf die Frau icicht haben. Der Mann darf keirr-Puder besitzen, dagegen die Frau keinen Rasierapparat. Auf Verlobungsringe ist man besser zu sprechen: 2. Uber -die Bigamie geht der Kommunismus also aber doch nicht hinaus. Man darf (Mann wie Frau) der Liste zufolge, ein Paar Manschettenknöpfe einsühren. Wir möchten meinen: für die Fvau zu viel, sür den Mann zu wenig. E Reisebureau der Hamburg-Amerika-Linie. Verkauf von Schiffe-. Eisenbahn- und Schlafwagenkarten für In- und Ausland, Flugscheine. Auskünfte Über Hotels, fachmännische Veranstaltungen von Gesellschaftsnnd Verewsfahrten, Geldwechsel. Bureaustunden ununterbrochen von 9 bis S Uhr nachmittags (Samstag von 9 bis a Uhr). Wien. 1. Bez.. Kärntnerstraße 38. Ein erstklassiges Fabrikat. Es ist bereits allgentein bekannt ulid wird sowohl von der Kaufmannschaft als auch von: konsumierenden Pn-AiEuin an-evkannt. daß die renommierten „Öe§">, Strümpfe zu den vorzüglichsten Erzeugnissen der Strumpfwarensabrikation zählen. Der großen Nachfrage wegen mußt« auch in Wien eine eigene Vertricvsstelle errichtet werden. ,^es"-StrümPfe sind ans einem -erstklassigen, vierfach gedrehten amerikanischen Seldenslorgarn hergestellt, daher unverwüstlich, elegant, und trotz der Primagualität stau-nend billig. Man verlangt bereits überall nur „Les"-Strümpsrk Aentralvertvirlb: Leo Sußmann. Wien, 1. Bez., Schwertyasse 2. * MS eilt das Bott, warum drängt alles in das Haus 9. Bez., Porzellangasse 52? Die ilanigerseynten Urlaubs tage, die ichwimmhosenj, £ Badchauben und allerlei Wirk- und Wollwa-ren zu decken. Da man 'beim „Löwen" nur erstklassige Qualitätswaren zu sab-elhast billigen Preisen erhält, bleibt jeder, der dort einmal Lauft, ständig Kl-.nde. 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