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Wiener Morgenzeitung · 1926-08-07 · Heft 2678 (7.8.1926) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2678 (7.8.1926)
Date
1926-08-07
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Mett. Kani'Mg Nr. 267. Wletter Morsenzeliitk, US Ärr jüdischen >^»II^t»I^I!I>L>I»^l!! IIIl~fnt~llll—1111=114tlll=till=im=nii=iiir=m!3i5naSlaBnl:Hii=iiii=ini=!mx=iiii=mi5rimsiiisial=mi=iiiismia Seelenschacher mit der gndennot. Schamloser wurde noch nie die wirtschaftliche Notlage der 'Juden in Osteuropa für den Seeleufang durch christliche ‘Ui* issi 0 näre ausgebeutet, als es jetzt der „Verband der jüdischen C h r r st e n" in London zu tun versucht. Sie begnügen sich nicht mehr mit dem mühseligen Detailgeschäft in jüdischen Seelen in den Elendsvierteln der Großstädte; sie lechzen nach einem großen Ramsch, nach einem Seelengeschäft cn gros, sie möchten den zugrunde gegangenen jüdischen Mittelstand in Polen in Bausch und Bogen für die Kirche aufkaufen. Unter der Maske einer Nothilfe für die Juden in Polen erließ der Verband der getauften Juden, dessen Sitz in London ist, einen Ausruf, in welchem jeden polnischen Juden, der zum Christentum Übertritt, Geld und Arbeit, ja sogar eine eigene landwirtschaftliche „Kolonie der getauften Juden" versprachen wird. Das geschieht „im Namen der Menschlichkeit und des Mitleids für die notleidenden Juden . . ." Dieser Schacher mit der Not ist wohl eine der ekelhaftesten Erscheinungen der Zeit. Der Rabbiner von Baranowieze Gast des Marschalls Pil« sudski. Dieser Tage weilte der Rabbiner von Baranowieze, der ein persönlicher Freund des Marschalls Pilsudski ist, in Warschau. Der Marschall lud den Rabbiner zu sich ein und verbrachte mit ihm sieben Stunden, von 6 Uhr abends bis 1 Uhr nachts, im ttntiineu Gespräch. Die nächsten Freunde Pilsudskis, meist hohe Militärs, nahmen an der Unterhaltung teil. Das StaatSbürgerfchaftSgefetz in der Tschechoslowakei. Das soeben in Kraft getretene neue Staatsbürgerschaftsgesetz für Karpathornßland gibt vielen Hunderten jüdischen Familien, die bis jetzt als staatenlos galten, die Möglichkeit, die tschechoslowakische Staatsbürgerschaft zu erwerben. Zahlreiche 'üdische Kriegswitwcn, -Waisen und -Invaliden werden nunmehr taatlichc Unterstützung erhalten können. Teilnahme der prelttzischen Gemeindeverbände an der Verfassungsfeier. Die preußische Staatsregierung lud den preußischen Landesverband jüdlscher Gemeinden (Sitz Berlin) und den preußischen Landesverband gesetzestreuer Synagogengemeinden (Sitz >Halberstadt) zur Teilnahme an der preußischen Verfassnngsfeier, die an: 8. d., abgehalten wird, ein. Der Preußische Landesverband hat als seine Vertreter bei der Versassungsfeier die ^Herren Justizrat Lilienthal und Justizrat Sonnenfeld ttwminiert. Auch der Halberstädter Verband entsendet zwei Vertreter zu der Verfassungsfeier. Jüdische Preisträger. Die polnische Wirtschaftsbank hatte einen Wettbewerb über das Thema „Das Wirtschaftsprogramm Polens" ansgeschrielben. Vor einigen Tagen ist jdas betreffende Komitee zur Entscheidung zusammengetreten. ^Jm ganzen waren 94 Arbeiten eingelaufen. Der erste Preis in der Höhe von 10.000 Zloty wurde Dr. Ferdinand Zweig aus Krakau zugesprochen, den zweiten erhielt Wladhslaw Dia mand aus Warschau. Die preisgekrönten Arbeiten werden aus Kosten der Neichswirtschaftsbank gedruckt. I Die jüdische Bibliothekarin der indischen königlichen Bibliothek. Frau Susanne Karpeles wurde, wie uns aus Paris berichtet wird, zur Konservatorin der königlichen Bibliothek in P n 0 m p e n h in Hintcrindien ernannt. Frau Karpcles ist die erste Frau, die in die französische Schule des fernen Ostens geschickt wurve. Notlage der Abbrändler von Dünaburg. Bekanntlich wurde vor kurzem das jüdische Zentrum der Stadt Dünaburg durch Feuer vernichtet, wodurch zahlreiche jüdische Familien in eine schwere Notlage gerieten. Ein Komitee der durch den Brand zugrunde gerichteten Juden wandte sich an das Joint Distribution Committee um Hilfe. Aus einer Synagoge ein Feuerwehrdepot. Die Abwanderung der Juden ans den Landgemeinden in die Städte und damit das Absterben von jüdischen Gemeinden nimmt auch im Deutschen Reiche inrmer größere Dimensionen an. Dieses Schicksal hat auch, wie uns aus Breslau berichtet wird, die jüdische Gemeinde von Dyhernsurth in Oberschlesien ereilt.„Die Kehillah zieht vom Raw weg", sagt ein alter, jüdischer Bolkswitz. In diesem Falle zog die Kehillah von der Synagoge fort, über welche jetzt die Breslauer Synagoge als Rechtsnachfolgerin zu verfügen hat. Der Vorstand der Breslauer jüdischen Gemeinde beschloß, die Synagoge von Dyhernsurth zu verkaufen. Er stellt bloß die Bedingung, daß der Erwerber die Verpflichtung übernehme, die Mauer um den jüdischen Friedhof der verlassenen Judengemeinde dauernd zu erholten. Als ernstester Bewerber für den Ankauf der Synagoge kommt die Stadtgemeinde Dyhernsurth in Betracht, die die Synagoge zu einem Feüerwchrdepot umbauen will. Schemajuden und Hatikwahjuden. Aus London wird uns berichtet: Anläßlich der Emweihung der rekonstruierten Westernsynagoge hielt Chiefrabbi Dr. Hertz eine vielbesprochene Rede, in welcher er mit scharfen Worten gegen die von unverantwortlichen Kreisen propagierte Trennung zwischen Schemajnden und Hatikwahjnden Stellung nahm. Der aufrichtige Schemajude, wie sich die Trennuugsideologcu gerne nennen, sei immer von der Hoffnung auf ein dauernd untrennbares jüdisches Volk mit seiner ihm heiligen hebräischen Sprache und seinem eigenen „Heiligen Land" erfüllt gewesen. Es gebe nur eine denkbare Scheidung im Judentum: Juden, die entschlossen sind, für die Einheit des jüdischen Volkes zu leben und zu arbeiten, und Juden, die bereit sind, mit ihrer Vergangenheit zu brechen und die Zukunft ihres Volkes zu leugnen. Die Synagoge erfülle nur dann ihre Pflicht, wenn sie im Dienste der elfteren Kategorie steht. Die Asche in den Wind gestreut. In London starb dieser Tage Baronet Sir Herbert Leon, einer der reichsten Inden von London im Alter von 75 Jahren. Der Verstorbene, ein unentwegter Anhänger der liberalen Partei, gehörte in der Periode 1891 bis 1895 dem englischen Unterhaus als Abgeordneter an und war eine Zeitlang Miteigentümer der „Daily News". Er besaß eine der reichhaltigsten Bücher- und Kunstsammlungen. Entsprechend seiner letztwilligen Verfügung wurde sein Leichnam verbrannt uno die Asche nach einer kuHen Ansprache eines Freundes, des Sekretärs der „Nationalist Preß Association" C. T. G0rh am, unter den Klängen des Cyopinschen Trauermarsches nach allen Windrichtungen zerstreut. Sir Herbert war der Sohn des angesehenen Großkaufmannes George Jsaacs. Die Familie nahm später den Namen L e 0 n an. Die MinistemnNase gegen das Kabinett Ramel. Wie bekannt, haben die Sozialdemokaten gegen den Bundeskanzler Ramek und die übrigen Mitglieder der Bundesregierung im Nationalrat einen Antrag auf Erhebung der Anklage wegen Gesetzesverletzung in der Angelegenheit der Zentralbank gestellt. Der Verfassungsausschuß hat am 22. Juli 1926 diesen Antrag der Abgeordneten Sever und Genossen dem Abgeordneten Austerlitz zur Berichterstattung zugewissen. In der Sitzung am 27. Juli hat der Berichterstatter in seiner Begründung die Auffassung der Antragsteller vertreten. Nach ihm kam Bundeskanzler Dr. Ramek auf den Hauptpunkt der Anklage zu sprechen, daß er ohne Vorhandensein einer Notlage die Stützungsaktion für die Zentralbank der deutschen Sparkassen durchgeführt habe. Der Bundeskanzler wies darauf hin, daß nach dem Verwaltungsentlast u n g s g e s e tz e (Artikel 6, Punkt 13) die Regierung ausdrück. lich ermächtigt sei, bei Gefahr im Verzüge sofort gegen nachträgliche Einholung der verfassungsmäßigen Genehmigung Ausgaben zu vollziehen. Dieses Moment der Gefahr im Verzugs sei im vollen Umfange vorhanden gewesen, da durch einen Ru« aus d-c Zentralbank oder durch eine Schließung der Schalter eine in ihren Wirkungen nicht abzusehende Erschütterung der Volkswirtschaft eintreten mußte, die schließlich auch die Stabilität der Währung gefährdet hätte. Die Mehrheit des Ausschusses schloß sich dieser! Ausführungen des Bundeskanzlers an und lehnte den Antrag mit 13 gegen 10 Stimmen ab. Die sozialdenrokratlschon Mitglieder des Ausschusses meldeterr einen Minderheitsbericht au, dessen Berichterstattung sie deur Abgeordneten Austerlitz übertrugen. Dieser Mindert,eitLbericht wirft der Bundesregierung vor, daß sie ohne verfassungsmäßige Bewilligung geradezu hinter dein Rücken des NationalrateS aus dem BnndeSschatze der Zentralbank deutscher Sparkassen einen Betrag von 62,5 Millionen Schilling zur Verfügung gestellt, ausgefolgt und ihn geradezu uilkontrolliert auszugeben gelassen habe. Die Bundesregierung habe die Gesetzesverletzung, die in der Vorarrsgabnug einer so gewaltigen Summe ohne gesetzliche Bewilligung liegt, vorsätzlich begangen. Ihr fällt darum eine schuldhafte Gesetzesverletzung zur Last. Wien, 7. August. * Todesfall. In Karlsbad ist dieser Tage das dort zur Kur weilende Mitglied des Wiener Kultusvorstandes, Osias M ä r z, infolge Herzschlages im 48. Lebensjahre plötzlich gestorben. Die Leiche tvnrde nach Wien überführt und hier gestern vorrnittags unter starker Betsilignng bestattet. Osias März, Chef einer seit vielen Jahren in Wien bestehenden Textilfirma, genoß in kaufmännischen Kreisen einen guten Namen. Bei den letzten Kultuswahlen wurde er auf Grund des Verhältniswahlrechtes als Dritter der Wahlliste der Ayudah in den Kultusvorstand gewählt, wo er jedoch nur wenig hevvortrat, * Das Wetter. Gestern herrschte trübes, mitunter regnerisches Wetter. Dre Voraussage lautet: Wettercharakler unsicher. * NamenSgleichheit. Herr Ingenieur Otto Singer, Wien, 6. Bez, Esterhazygasse 28, ersucht uns um Feststellrmq, daß er mit dem in eine betrügerische Kauttonsarrgeleqenheit verwickelten, verhafteten Otto Singer weder identisch noch verwandt ist. — Herr Eugen Abraham, Äausmonn, Wien, 2. Bez., Sierneckplatz 8, ersucht uns, mitzutetlen, daß er mit dem wegen betrügerischer Machinationen verurteilten Ernst Abraham weder identisch noch verwandt ist * Wieder drei Personen vermißt. Der 16jährige Tischlerlehrling Otto Höffelmayer ist seit dem 28. v. M. aus der elterlichen Wohnung, 8. Bezirk, Blumauergasse 7, vermißt. Der Junge war sehr lebhaft und aufgeweckt und ein leidenschaftlicher Turner. Er gehörte einem Turnverein an, der seine Uebungcrr immer am Abend abhielt, so daß Otto öfters spät nach Hause kam, weshalb er Vorwürfe erhielt. Am 25. v. M. hat inan ihn zuletzt auf der Praterstraßee gesehen. — Seit dem 20. Juni dieses Jahres wird aus der Wohnung ihrer Mutter, 17. Bezirk, Lacknergasse 13, die 40jährige Auguste Schönthal unter seltsamen Umständen vermißt. Die Vermißte, die einzige Tochter einer alten Witwe, war schwermütig. Sonntag den 20.'Juni gingen Mutter und Tochter in die Stadt. Am Hof ging Auguste in die Kirche. Die Mutter wartete lange draußen, doch die Tochter kam nicht wieder und ist bis heute verschwunden. — Seit dem 2. d. ist der 18jährige Karl Kreindam ans der elterlichen Wohnung, Grinzinger Allee, vermißt. Kleindarn ist nrittelgroß, hat blondes, gewelltes Haar rrnd war mit dunkelgrünem Anzrrg bekleidet. * Die s,Perle" im Stundenhotel. Gestern wurde in der Leopoldstadt dre 21jährige Hausgehilfin Margarete R 0 m angehalten, als sie mit einem Herrn ein Stundenhotel arrssuchen wollte. Sie wird vom Konrnrissariat wegen Dienstdiebstabls gejucht. Sie gab zu, ihrem früheren Dlenstgeber Leo Frie 0 länder Schmrrcksachen im Werte von 1200 Schilling gestohlen zu haben. Die Juwelen hat sie zum Teil in Baderr bei Wien, znm Teil in Meidling versetzt. Die Pfandscheine sollen ihr in Klosterneuburg, wo sie interniert war, abhanden gekommen sein. Sie wurde dem Landesgericht eingelrefert. * Die Spareinlagenbewegung im Dorotheum. Jrn Monate Juli 19 ü wurde» 6,280 <iU3 üO S. cingeleyt und r,.lw >.64v'ö3 S. riickaezahlt. Mit Ende Juli 1926 betrug bet einer Einlegerzahl von 46.695 der Gesarnteinla-rerrstand 68.272 088 84 S. * Reklame für die nationalsozialistische Partei. Der 25jährige Privatbearnte und frühere Techniker Peter Herzog wurde am 3. d. wegen Schwindeleien, die er an der Sparkasse der Stadt Mödling mit einer Schadensumme von 2500 Schilling begangen hatte, verhaftet, als ihn der Direktor der Sparkasse zufällrg auf der Straße erkannte. Herzog ist bereits im Jahre 1924 mit zehn Monaten schweren Kerkers bestraft worden, weil er zwei ehemalige Barnbeamte, die in Wien ein Reklamebnreau gegründet hatten, um 400 Millionen Kronen betrogen hat. Er stellte den beiden, obwohl sie I » d e n waren, in Arrssicht, daß er ihnen die gesamte Renawepr 0 paganda fnr die nati0nalsozial i st i s ch e Partei m Oesterreich verschaffen werde, was ihnen einen großen Gewinn abwerfen sollte. Es wurde jedoch festgestellt, daß Herzog zu der Partei gar keine Beziehungen nnterhalten habe und das Geld für sich verlvendet hat. Herzog hat damals elmn gefälschten Vertrag vorgewiesen, der die Unterschriften der Häuptlinge der Partei enthielt, die aber gefälscht waren. 7. August IM Mbl Letzte Nachrichten. Bor «ilfttBstis Mcktrttt. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung*.) st. Warschau, 6. August. Das Amtsblatt wird morg» eine Verordnung des Staatspräsidenten über die Besetz»»g der höchsten m r l i tä r i s cll e n A e m t e t pltbWevW. Marschall Pilsudski wi.d ..r Beendigung der gegenwärtigen Legionärssestlichkei!:- .1 r inee i nispe kds.r ernannt werden. General NYü nt i gly, der als sein Nachfolger als Kricgsmrnister gerranntz war, hat es abg-elchnt, dieses Anrt zu übernehmen. Die Bedeutung des Handels ln Pol?' (Eigendienst der „Wiener Morgcrrzeitnng".) st. Warschau, 6. Angnst. Im Handelsministerium yar heute eine Pressekonstrenz statt gefunden, in welcher der Handelsrninifter Kwiatkowski ein umfangreiches Expose verlas, in welchem er die gegenwärtige ökonomische Lage Polens darlegtc und das Tättgt'eitsprogramnl der N.'g'ernng für die nächste Zukunft erläuterte. Der Minister unterstrich mit auffallender Wärme die Bedeutung des Handels für den Staat und erklärte, er sei dafür, daß die Frage der Arbeitsstuuden voil der sonstigen Arbeitsgesetzgebung zu trenrren sei, da man der Kausmarrnschaft freie Bahn für ihre Tätigkeit geben müsse. Ile Mißbräuche im polnischen Spiritusmonopvi. (Eigendienst der „Wiener Morgcrrzeitung".) st. Warschau, 6. August. Die Regierungskommission, welche zur Untersuchung der Vorgänge im staatlichen Spiritusmonopol eingesetzt war, hat in: Verlaufe ihrer Arbeiten gestellt, daß durch verschiedene Nnterschleife und Mißbräuche in der Lcitung des Monopols dem Staat ein Schaden von zirka 150 Millionen Zloty erwachsen ist. Im Zusammenhang mit diesen Konstatierungen wurden acht hche Beamte, darunter der Generaldirektor P 0 d k 0 m 0 r s k i. der strasgerichtlichen Untersurhu'ng überwiesen. > e und Sie Salzburger Festspiele. Das Programm der ersten Woche. Die Eröffnung der Räume des Festspielhauses und der Reitschule findet heute Samstag um 7*8 Uhr abends statt. Der Bevölkerung ist für eine Stunde der Zutritt freigegeben. Für 7,9 Uhr ist die m u s t k a l t s ch e E r ö f f n u n g s f e i e r angeletzt. Die Festspiele selbst beginnen heute Samstag mit einem Kirchenkonzert im Dom. Das weitere Programm der ersten Woche lautet: Sonntag den 8. d., 11 Uhr vormittags im Mozart-Haus: Rose-Quartett; 5 Uhr nachmittags bei schönem Wetter auf dem Domplatz »Jedermann", bei Regenwetter 7 Uhr abends im Festspielhaus. Montag den 9. d., 7-Nhr abends, Stadttheater r »Die Entführung aus dem. Serail". Dienstag den 10. d., 11 Uhr vormittags, Mozart-Haus: Einführungsvortrag des Universitätsdozenterr Dr. A. Oret: Mozart als Kulturerscheinung; 5 Uhr (beziehungsweise 7 Uhr abends), auf dem Domplatz. »Jedermann"; 7 Uh, abends, Stadttheater, »Don Juan". Mittwoch den 11. d., 5 Uhr nachmittags theziehnngSweise 7 Uhr abends), Domplatz, »Jedermann". 8 Uhr abends, Mozart-Haus. Vortrag des Pianisten Oska, Ziegler. Donnerstag den 12. d., 11 Uhr vormittags, EinführungSvortrag Prof. -Dr. Deefeh: Johann Strauß, der Zauberer des Wierrer Walzers; 5 Uhr nachmittags (beziehungsweise 7 Uhr-abends), Domvlatz, »Jedermann"; 7 Uhr abends, Stadttheater, »sts. ssrvs padrona" (Ballett). Fre tag den 13. d, 7 Uhr abends/Stadttheater „Fledermans"'; 8 Uhr abends, Mozart-HäuS, Roie-Quartett. . Aus de« Theatern. Jüdisches K ü n st l e r k a b a r e't t, 2. Bez., Praterstraße 60. Samstag gelangt „B a n k r 0 t t" zur Aufführung. Außerdem bunter Teil. Wiederauftreten von Paula D r e i b t a t t und Bernhard Mittler. _ Die Opernspiele auf der Hohen Warte. Da die Wetterprognose für die nächste Zeit den Beginn einer schöneren Wetter- Periode voraussieht, haben die Veranstalter der Operrrspiele auf ber Hohen Warte für Dienstag den 10. d. eine Aufführung von „Carmen" festgesetzt. Sollt Dienstag schlechtes Wetter sein, so findet die Vorstellung Mittwoch den 11. oder Donnerstag den 12. d. statt. Kartenverkauf ab Montag beu 9. d. an der Tageskasse der Bolksoper (Theatergebände), im Sekretariat des First Vienna Football Clnb, 9. Bez., Nußdorftrstraße 23, und an der Kongertkasse Gntmanir, 1. Bez., Kärntnerring 3, Bergelsohn übersiedelt nach Rußland. Einer Meldung der I. T. A. zufolge, ist der jiddische Dichter David Bergelsohn^ der in den letzten Jahrerr in Berlin gelebt hat, von Riga noch Rußland zu dauerndem Anfenthalt abgereist. Toscanini mutz die Scala verlassen. Toseamrü echielt von« italienischen Unterrichtsministerium die Mitteilung, daß sein« weitere Tätigkeit an der Scala nicht ertvüwscht sei. Toscanini hätti arrf einer Festvorstellung der Scala, der auch Mussolini beiwohner sollte, die Faszistenhynrrre „GiovinWa" dirigieren sollerr. Toscanini aber weigerte sich nkit der Begründung, er wolle jede! politische Moment ans der Scala fcrnhalten. Der KonMt endet« mit dem Weggang des Künstlers. 10,600 Dollar für einen Roma». Die cunerikanische Firsi National-Filrngesellschaft hat ornerl Preis für einen Ronran ausgeschrieben, der die hübsche Summe vor: 10.000 Dollar beträgt Die Manuskripte sollen einen ungefähren Umfang von 100.00k Worten haben und müssen in en-gl: scher Sprache und in doppelzeiliger Schreibmaschrnensckrift bis spätestens 28. Februar 1927 eingereicht tveroen, uno ztvar entweder an die genannt« Filnigesellschaft oder an das cunerikanische Magazin „Colleg, Hrunor". Drc Manrrskripte sind mit einem Kennwort zu verseher: Name und Adresse des Autors in einem beigegebenen Kuvert bo kanntzugeben. Es sind auch Preise zu je 1000 Dollar für weiter« Rornanwerke vorgesehen, welche die Filmgesellschaft zu erwerbe: sich vorbehält. Auch die Berliner Propagandazentrale der' Fanamet (Harrs am Tiergarten, Bellevrrestraße 11, Berlin W. 9) mnwtz Einsendungen für dieses Preisausschrewen entgegen. litt

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