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Wiener Morgenzeitung · 1926-08-04 · Heft 2675 (4.8.1926) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2675 (4.8.1926)
Date
1926-08-04
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Sette 4 Men, Mittwoch unfllff arilH!B»natinmw L Wtzch 1SS6 Oh. 2678 Hochwasser und Erdbeben. Ae Serie her Unwetterkatastrovhen. Ho'chwaffer tu &ct Slowakei. Die Donau ist im tschechoslotvakffchen Abschnitt bei einem Sran-e von 528 Zentimeter in Preßburg und 546 Zentimeter in K o m o r n im S t e i g e n. Die M a r ch ist in ihrem Ober- und Mittellauf starZ angeschwollen und hat gestern nachmittags in K r e m s i e r den Höchststand von 316 Zentimeter erreicht, das ist um einen Zentimeter niedriger als im Juli. Der Fluß ist in Rohatec bei einem Masierstande von 328 Zentimeter aus den Ufern getreten. Die Waag ist bei S i l l e i n auf 349 Zentimeter gestiegen. Aus T r e n t s ch i n wurde vorgestern ein Höchststand von 226 Zentimeter, gestern ein Rückgang auf 183 Zentimeter gemeldet. Bei den übrigen slowakischen Flüssen wird ein Steigen des Wassers bloß bei der N e u t r a um 17 Zentimeter auf 51 Zentimeter in Neuh ä » s l, bei der L a t o r i c a um 92 auf 206 Zentimeter in Tschop und dem Bodrog um 258 auf 398 Zentimeter in Bodrog-Scrdahcly gemeldet. 7>ie Donau füllt. Der Flutwellenscheitel der Donau hat gestern Wien erreicht. Der Höchststand der Welle beträgt am Reichs brückenpegel in Wien plus 392 Zentmreter. Der erwähnte Waflerstand dmierte mittags an, worauf ein sehr langsames Fallen eintrat. Früh wird bei der Reichsbriicke in Wien ein Wasserstand von plus 375 Zentimeter bei fortschreitender, stark fallender Tendenz erwartet. Ein nochmaliges Ansteigen der Donau ist voraussichtlich nicht zu gewärtigen, daher wird von der Ausgabe weiterer Verlautbarungen abgesehen. Drei Kiwder: vom Blitz getroffen. Graz, 2. August. Die „Tagespost" berichtet aus S P a la to: Ein schweres Gewitter, das sich über Spalato entlud, verursachte an Weingärten und Saaten ungeheuren Schaden. Während des Gewitters schlug ein Blitz in eine Baracke ein, in die sich eine große Anzahl badender Kinder geflüchtet hatte. Der .Blitz tötetedrei Kinder, eines wurde schwer verletzt. Neue Grvbeben in J«p«n. Tokio, 3. August. Heute früh um 7 Uhr wurde hier ein ttngewöhnlich schwerer Erdstoß verspürt. Die BeoMerung verließ die Häuser und flüchtete ins Freie. Der Erdstch wurde in einem weiten Umkreis wahrgenommen. Eine M der Nähe der .Hauptstadt im Bau befindliche Eisenbahn b r ü cke wurde b es chäd i gt. In I o k o h a m a sollen sich Erdrutsche ereignet haben. Die telephonischen Leitung.en sind unterbrochen. Die Prognose. Gestern vormittags trat Aufheiterung und Temperaturzunahme ein. Gegen 5 Uhr nachmittags ging ein heftiger Gewitterregen mit Hagelschlag nieder. Die Voraussage lautet: Nordalpen: Wechselnde, zunehmende Bewostung, Gewitterneigung, etwas warmer. Südalpen: Vorwiegend heiter, Gewitterneigung, wärmer. Radio und Wetter. Heber diases Thema hielt gestern der SÄreDr der Meteorologischen Zcntralanstalt Dr. Martin Ko fl er im Radio einen Vortrag. Er führte unter auderenr aus: Ist nach den in der Meteorologie geltenden Grundsätzen anzunehmen, daß den Radiowellen eine wetterverschlechternde Wirkung zuEommt? Ist aus der Wetterchronilk der letzten Jahrzehnte eine Aenderung im Wetterablauf zu erkennen, derart, daß seit Einführung des Radiodienstes das Wetter schlechter geworden tft, als cs früher war? Ober handelt es!sich etwa um Schwankungen des Wetters, wie sie zu allen Zeiten zur Beobachtung gelangten? Nach Erörterung der Entstehn ngsbedingungen der Ge Witter sagte der Vortragende: Wenn wir uns frage«, ob Radio wellen einen wetterverschlechterriden Einfluß ausüben können -müssen wir uns gestehen, daß uns bis heute keinerlei Eigenschaften der Radiowellen bekannt find, welche derartige Schlüsse rechtfertigen lassen. Auch merklich Druckwirkungen sind von den Radiowellen in der freien Atmosphäre nicht zu erwarten. Es verbleibt nur noch die Möglichkeit srPvächerer Elektrizitätsbildungen in der nächsten Nähe der Sendeantenne zur Zeit der Sendung. Diese Wirkung ist aber kurzlebig, örtlich wie zeitlich beschränkt und dürste nicht stärker sein als die Wirkung eines Wasserfalles oder einer Stromschnelle. Unsere wetteribestirnmenden Faktoren sind also und werden auch in Zukunft bleiben die Sonne Äs Hauptenergieqwelle der Erdatmosphäre und die Tiefe der sehr verschiedenen Bodengestaltung, Land- und Meerverteilung, Drehung der Erde um ihre Achse und ihre im Jahreslaufe wechselnde Stellung zur Sonne sowie schwer über schbare große Austauschstmöme zwischen Aequätor und Pol Wenn ein merklicher Einfluß -der Radiowellen auf Niederschläge und Gewitter zur Geltung kommen sollte, so müßten wir er warten, daß er mit zunehmender Entwicklung des Radio sich immer stärker geltend macht. Die letzten -fünf Jahve lassen eher eine Abnahme derGewittertättgkeii Feinste Herreogarderobe nach Matz a»k«t zu ««»«gm Preisen in tadelloser AuSsthnrng (auch auf T,Mahlung, fttttdlf Oot&fteitt, Zivil- und UniforrUschnetder Gegr. 1866 Me«, S. Dez.. Laborstkatze 84 Tel. 45.6.29 SttttHu« «ad Fitsttz.Tarare sowie Barette 135 erkennen in Gegensatz zu der geste igerten Entwicklung d e >r R a d i o s e n d u r * Set jüngste Rechenschaftsbericht des Keren Hajessod. Die Sorge um das nächste Budgetjahr. — Die Maierngänge. — Dev Keren Hajessod lindert die Krise durch Notstarrdsarbeiteu. — Die segensreiche Tätigkeit der Hadafsah für Juden und Nirchtjuden. — Errichtung eines pathologischen Zentvallaboratoriums in Jerusalem. Während das Zionistische Aktionskomitee die Berichte über die Arbeit in Palästina prüft, die im Verlaufe von neun Monaten geleistet wurde, und das Artbeitsprogramm für das neue Budgetjahr, welches am 1. Oktober beginnt, fefffetzt, legt das Direktorium des Keren -Hajessod der Oeffentlichkeit Rechnung über die Verwendung der Keren-Hajessod-Gelder in Erez Israel im Mo-nat Mai192 6. Im Hinblick auf die Beratungen des Aktionskomitees wird in dem. einleitenden Rundschreiben auf die her rschende Kr i s e hingewiesen, die nicht zuletzt aus die mangelhaften Eingänge dieses wichtigsten Finanzinstrumentes des Ausbaues zurückzuführen ist. Wir zitieren folgende bezeichnende Sätze: „Die Beratungen des Aktionskomitees, vor allem des Budgettomitees, sind noch nicht abgeschlossen. In einem Punkt ist jedoch absolute Uebereinstimmung vorhanden: in bezug auf die Unmöglichkeit, dre Arbeit im nächsten Jahr auf Grund der gleichen Eingänge des Keren Hajessod wie in diesem Jahr erfolgreich w e i t e r z u s ü h r e n. Die Ergebnisse der Arbeit für den Keren Hajessod in den nächsten zwei Monaten werden entscheiden, ob das gegenwärtige Budgetjahr ohne weitere Erhöhung des Defizits abschließen kann. Eine solche Erhöhung würde der Arbeit des nächsten Jahres eine außerordentlich gefährliche Last aufbürde n." Das Direktorium des Keren -Hajessod appelliert daher an alle Komitees mit der Losung: „Zahlet err re Verpflichtungen, u m Defizite z u v e r h i n d e r n". die angestrengtesten Beniühungen zu unternehmen, um die Eingänge zu erhöhen. Im Monat Mai hat der Keren -Hajessod der Palästinaexekutive auf Grund des regulären Budgets rund 21.200 Pfund überwiesen, ferner aus Grund einer Anleihe (bei der Jüdischen Kolonialhank) 15.000 Pfun). Hiezrl kommt eine spezielle Ueberweisung aus Anierika von rund 10.000 Pfund zur Linderung der Arbeitslosigkeit. Es ist interessant, zu erfahren. daß der Koren Hajessod durch eine Reihe von N o tstandsarbeiten der Mehrheit der Arbeitslosen wenig st ens zeitweilige Beschäftigung geben konnte. Im Mai war nämlich die Situation aus dem Arbeitsmar't Palästinas noch immer traurig. Die Zahl der! Arbeitslojen betrug Ende Mai 6153. Die Zahl! der Immigranten im Monat Mai betrug 1609. Der Rechen schaftsbericht enthält auch wichtige Dateu über das öffentliche Gesundheitswesen. Es wird der Bericht des Gesundheitsdepartements der Palästinaregierung zitiert, wonach die (vom Keren Hajessod teilweise erhaltene) Hadässah als die größte Sanitätsorganisation im Lande bezeichnet wird. Bemevkenttvert ist, daß rund 25 Prozent der in den Dorfkliniken der Hadassah behandelten Patienten Nichtjuden waren. In Jerusalem wurde im Hadassah-Haspital ein Pathologisches Zentrallaboratorium unter der Leitung eines Professors der Universität Bern eröffnet. Es ist das einzige seiner Art im ganzen Lande und steht natürlich allen ärztlichen Institutionen zur Berfügung. Die Hadassah unterhält gegenwärtig bereits 12 Kinderfürsorge st ationen und verschiedene Anstalten für Wöchnerinnen, ferner in Jerusalem und Haifa auch M i l chsta t i o n e n. Dieses Merk ist von größter Wichtigkeit in den orientalischen Quartieren von Jerusalem und Liberias und unter den Jemeniten, die meist gar keine Vorstellung von Hygiene haben. Der Erfolg zeigt sich in dem rapidenSinkendcrSterblichkeits zifser unter den Kindern i nt erstenLebensjahre. Für tag Gesundheitswesen verausgabte der Keren -Hajessod im Monat Mai rund 3440 Pfund. Allen, die sich am Palästinaausbau mitverantwortlich fühlen, muß vor Augen gehalten werden, daß sich das Defi des Palästinabudgets im Mai um 427 Pfund erhöht hat und bis einschließlich 31. Mai 1926 auf run-d 5 5.4 0 0 Pfund a n g e w a ch s e n i st. Wie berühmte Müaner arbeiteten. Jeder Mensch hat seine eigentümlichen Gewohnheiten beim Tagewerk; besonders der geistige Arbeiter bildet mit der Zeit ganz ausgeprägte Methoden aus, ohne die ihm schließlich ein Schaffen fast unmöglich erscheint. So erzählten die Schüler von Sokrates, daß er beim Nachdenken unbeweglich stehen blieb und sich, selbst wenn es Stunden dauerte, nicht vom Fleck rührte, bis er die Lösung des Problems gefunden hatte. Auch der weise Sen eca versenkte sich tief in seine Gedanken, wenn er ein Problem zu lösen versuchte, aber er tat es — im Bett, warm zugodeckts da er leicht fror und sich dann unbehaglich und unfähig zum freien Denken fühlte. Gemütliche Bettruhe brauchten auch Calvin und Rossini zu ihrem Arbeiten, und wenn Mark Twain arbeitete, lag er auch immer im Bett, wo ihm, wie er behauptete, die besten und lustigsten Gedanken kamen. In liegender Stellung pflegte ferner der im 16. Jahrhundert lebende berühmte Rechtslehrer C u j a c i u s zu arbeiten. Er lag jedoch dabei nicht im Bett, sondern am Boden auf einem weichen Teppich und zwar aus dem Bauch, was er als die behaglichste Stellung zum Denken und Schreiben empfand. Rings um ihn am Boden aufgestapelt mußten seilte Bücher liegen, so daß er sie immer gleich bei der Hand hatte. Ein Mensch, der überall mtb zu jeder Zeit straff arbeiten konnte, war Julius Cäsar. Wenn er auf dem Wege oder auf einer Reffe etwas aufzuschreiben hatte, tat er es sogleich, ob er nun zu Fuß ging oder ritt, allein war oder unter viewn Menschen. Ebenso darauf bedacht, jede seiner Ideen gleich niederzufchreiben, war auch Cicero; er besorgte jedoch das Schreiben nicht selbst, sondern ließ sich aus seinen Ausgängen stets von Schülern begleiten, die, mit Stift und Wachstafel ausgerüstet, jedes Wortes gewärtig waren, das er ihnen diktierte. Auf diese Weise ging nur selten ein Gedanke verloren, und der Weise selbst' wurde durch mechanffches Nicdevschreibcn nicht in seinen Gedankengängen gehemmt. Auch Kaiser A u g u st u s hatte eine eigenartige Avbeitsgewohnheit, lvenn er dichtete. Er konnte oder wollte nämlich imr dichten, wenn er im Bade saß. Er soll, von den wohlduftenden Wässern in seinen Bädern umspült, sogar zlvei Bändchen Gedichte verfaßt haben, doch haben sich diese Werke leider nicht erhalten. Von Goethe wissen wir, >daß er, während er seinem Schreiber diktierte, in seinem kleinen Arbeitszirmner auf und abging, wobei er gewöhnlich die Arme auf dem Rucken gekreuzt hielt. Noch bekannter ist die Vorliebe Schillers für den Geruch faulender Aepfel, durch den er sich zum Arbeiten angeregt fühlte, so -daß er in einem Schubfach seines Schreibtisches stets ein paar solcher Aepfel aufbewahrte. Auf Goethe machter dieser Geruch allerdings den entgegengesetzten Eindruck. Als er in Schillers Abwesenheit einmal vor desien Schreibtisch stand und den Duft der faulenden Aepfel einatmete, überkam ihn eine Uebelkeit, die ihn fast einer Ohnmacht nahebrachte. Manche Gciftesavbeiter glauben nur in der Nacht arbeiten zn können. Zu ihnen gehörte Richelieu, der abends zuerst drei Stunden schlief, dann aber wieder anfftand und die Nacht durcharbeitete, bis etwa neun Uhr früh, wo er sich zu Bett legte und bis zum Nachmittag schlief. Balzac pflegte bis Mitternacht zu schlafen und von foa ab ebenfalls bis zum Morgen zu arbeiten. Gluck dagegen machte sich, wenn er arbeitete, den Tag künstlich zur Nacht, indem er alle Fenster verhangen und einen großen Kronleuchter brennen /ließ, dessen Licht er zu seiner Arbeit bedurfte. Auf eine gaiuz eigenartige Weffe suchte die Schrfffftellerin Anna Radeliffe ihre Phantasie zu beflügeln. Da sie nämlich ausschließlich Räuber- und Gespenstergeschichten schrieb, mußte sie auch stets auf diesem Gebiet „arbeiten", dabei aber konn-te es Vorkommen, daß ihre Erfindungsgabe doch einmal versagte. Also aß sie, sofern sie neuen Stoff für einen ihrer Schauerromane brauchte, am Abend schwarze Rettiche, lvorauf sie prompt so schwer träumte, daß sie wieder genug der schönsten Stoffe zur Verfügung hatte. Gustav Lindt. Wie schlicht- Anekdote. Die Aburteiler des Judentums durchwühlen das jüdische Schrifttum nach Belegen für ihre Behauptung, das jüdische Sittengesetz gestatte dem Juden, seinen nichtjüdischen Neben« menschen zu übervorteilen. Nun wäre es nicht schwer, sich des Volksmundes als Advokaten für die gleichlautende Gegenklage zu bedienen. Nur, daß wir nicht geneigt sind, aus Märchen und VokkSsagen, in denen das Vergnügen, dem Juden eins aufs Zeug zu flicken, 'ich drastisch und humorvoll auslebt, auf die Moral eines Volkes, oder gar einer Religionsgemeinschaft zu schließen. Aber wie käme solcher Fund den ErsimM-n der famosen „Weisen von Zion" zustatten, wenn sie — mit entsprechender Abänderung -wr handelnden Personen— die nachstehende schlichte Anekdote im jüdischen Legendeuschatz fänden! Wir entnehmen re der jüngst bei Dicderichs (Jena 1926) erschienenen, vortrefflich redigierten Sammlung „Deutsche Märchen aus dem Donaulande", und zwar dom Abschnitt „Märchen aus Kärnten": D e>r' Soldat und de r Iud'. Gin Soldat fragt den Hauptmann, wo er halt nit ge- 'trast würde, wenn or einen Juden anschnriert. Der .Hauptmann agt, wenn er lei' ein' Juden anschmiert, kriegt er keine Strafe. Wie der Soldat -das gehört 'hat, geht er in einen Jndenladen, (Sauft sich da ein paar Kleinigkeiten und zahlt das, daß er hält ieht, wo's Geldlad'l is. Dann sagt er zunr Juden, ob or nil ein Meßmant'l hiatt'. Er hat einen Bruder, der is Pfarrer und den Nköcht er mit an Meßmant'l zan Namenstag gratulier'n. „Er i)at hisch mei' Greaß'." Dor Jrwe sagt: „Meßmant'l Han i Wohl." Er sucht die Meßmänwl hervor, und der Soldat sucht sich einen aus, legt ihn an und sagt: ,T)er Passat mir, ava i stach nit, wia a von hint'n steat." Ob nit er'n tat anlegen, daß er von hinten auch ieht, wie er steht. Natürlich der Jude tut alles nms Geld, er zieht seinen Janker ab und legt den Meßniantel an. Dar Soldat der wischt chnell 's Schublad'l, wo's Geld drin ist, und eilt schnell bei der Ladentür ausse ulld springt fort. Der Jud' hat ni-nuner Zeit gehabt, daß er hätt' seinen Meßmantel abgezogen und läuft mit dom Meßnrantel dem Soldaten nach, schreit: „Fang's ihn, äng's ihn, er hat gestohlen, er hat gestohlen!" Dor Soldat voran schreit: „Derwischt's 'n, damisch!" Jetzt haben sie halt den der Soldat mit denr Geldlad'l fort. derwffcht's 'n, der Jud' Jude»: devwischt, dettveil

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