Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2671 (31.7.1926)
- Date
- 1926-07-31
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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*T. Ml Wen, TomMg Mlener Morstenzettiina m. ^fun iMtz 5Äüe 8 1 HOTEL CENTRAL! Wltft* II« TAlinIrilli •« I Stadtzentrum . 150 neu eingeflehtete Ämcker » Zentral- I heizung, kdt- und wäMiflieasertdea Wässef, Telephone, Lift, ■ Cafe-Restaurant * Preise vöii 3 5.-* aufw., > aufleute 10°/A ■ Vo« »er SSitmntntinung. 3um echen Male nach Beendigung deß Weltkrieges sind nunmehr vergleichende Zahlen übet die Dölkerenlwicklnng in den ein- . zelnen Ländern aufgestellt worden, die einen interessante^ Einblick /in die Entwicklungsströmung der Völker gewähren. Besonderes Interesse erregen die Geburtenziffern. Zu :Deut schlau d ist die Geburtenziffer von 27,8 (auf MO Einwohner) int Fahre 1913 auf 20,4 tut Jahre 1924 gefunken. Das ist mit 26,8 Prozent Abnahme die größte Abnahnte her Geburtenziffer in den europäischen Ländern. Fast ebenso hoch ist die Geburienabnahmz in England und Schweden. Um etwa 15 Prozent hat die Geburtenziffer in der Schweiz, Norwegen, Dänemark und Finnland abgenommen, 11 bis 12 Prozem betrug di« Abnahme >n den Niederlanden, in Belgien und in Italien. Spanien hat keine Abnahme, Frankreich sogar eine kleine Zunahme. Die Ah n a h m e der Sterblichkeit ist verhältnismäßig gering in England und den skandinavischen Ländern. Sie war eben in diesen Ländern ohnehin schon gering, NRd ebenso wie bei der Geburtenziffer ist eine Abnahme immer langsamer, je mehr sich einm möglichen Minimum nähert. In Deutschland, der Schweiz, O e st e r r e i,h, den N t e d e r l ä n b k n und Jtolien hat die StestMMt bcrrächtlich abgenommen, wenig und gar nicht in Belgien, Spanien und Frankreich. Die wichtigste Ziffer ist die des Geburtenüberschusses das heißt des Ueber-wiegens der Geburtenziffer über die Sterbeziffer. Aus dem Geburtenüberschuß läßt sich, von Wanderungßve-Hältnissen abgesehen, die Zunahme einer Bevölkerung erkennen. De« größten Geburtenüberschuß haben in den letzten Jahren die N i e d e r l a N d e, Dänemark und Norwegen, in Deutschland IR,; er infolge des raschen Rückganges der Geburtenziffer bedeutend übgenümmen (von 12,8 aus 1000 Einwohner im Jahre 1913 aus 8,2). Er ist aber noch höher als in England (0,0), Belgien (6,7) und Schwede» (6,1) auch höher als in Oesterreich (0,6) und Ü uga r n (6,2). In cen R! cde r l a uden beträgt er dagegen 18,6, in Dänemark 10,6, in Norwegen 10,4. Ganz gering ist er in Frankreich, das mit 1.9 am unteren Ende der Skala steht. Beträchtlich ist der Geburtenüberschuß in- 'Italien, (12,1) und Spanien (0,8). In Spanien läßt eine hohe 2:erblichkcitsziffer die hohe Geburtenziffer nicht zur Auswirkung gelangen, Bon der Auswanderung trafen auf 1000 Einwohner im Jahre 1923 in Deutschland 1.8 Auswanderer, tu O e st e rr e i ch 2,4. in Belgien 1,1. in E n g l fl. lt ö 5,5. in Irland 0,6, in N o r w e g e n 0,7, in L ch W c t> c it 4,9, in Italien 6,2, in Span ic n ' 1,3 »Mofene ndtionoMiltMe Vsksammlung. Lir PüzroMhtztzLL an der NEU. Die Hakenlrenzpartei hatte für heute in den Saat „zur weißen Nass" im Prater eins Versammlung einberufen, welche als Gedenkfeier für den vor einem Jahrü von dem Zuhälter Seidl erstochenen Turner-Mw h ap l gedacht war. Dis Einladung zu der Versammlung trug rechts und links das Hakenkreuzzeichen und war an die „Antisemiten aller Parteien" und an das deutschchristliche Wien gerichtet. Die Einladung hat den folgenden Wortlaut: „Am l. August 1295 fiel als Opfer jüdischer Mordgier derdeutsche Durüer Josef Mohapl, Mitglied des Turnvereins Levpotostadt und Ehrenmitglied der Ortsgruppe Leopvldstadt der A. S. D. A. P., unter dein Mordstahl eines lum Juden bezahlten Henkersknechtes. Die N. K. D. A> P. betrachtet es als ihre Ehrenpflicht, am Jahrestage der Mordtat des unschuldigen Opfers zu gedenke», und ruft deshalb die deutschchristliche Bevölkerung Wiens zu der am Samstag den 31. Juli um 8 Uhr abends im Saale „zur weißen Rose , 2. Bez>, Prater, Atlsstellungsstraße, stattfinocnben Trauer- Versammlung, in welcher PUrtöiobmann Karl Schulz und Vertreter völkischer Verbände Wiens sprechen werden, sowie zu dem am Sonntag den 1. August stattsindettden Gang zitm Grabe Mohapls mit feierlicher Kranzniederlegung. Am Grave spricht Parteigenosse Major Derda. Treffpunkt 10 Uhr vormittags, Hanpttor des Zentralsriedhofes. Juden ist die Teilnahme verboten. Die Pvlizeidirektion hat nun vorgestern die Veranstaltung im Prater verboten, weil durch deren Abhaltung die öffeittliche Sicherheit und das öffentliche Wohl gefährdet erscheine. Diese Verfügung gründet sich — so heißt es in dem Polizeidekret weiter — auf die Erwägung, daß gegen die Versammlung, wie bereits bekamtt wurde, seitens eines großen Teiles der Bevölkerung des in Betracht kommenden Bezirksteiles Stellung geitonunen wird, so daß die begründete Besorgnis besteht, es werde ans Anlaß dieser Versammlung ztt Z n s a itt ntenstößen kommen, die die öffentliche Ordnung stören würden. Der Gang zum Grabe findet statt und der Major Derda wird demnach seine Rede halten könnet». Es ist des schlechtett Gedächtnisses wegen erwähnenswert, daß der Mörder Seidl der deutschen Nation angehört und katholischen Bekenntnisses ist. Ein politischer Zweck seiner Tat konnte nicht erwiesen werdett. Die „jüdische Mordgier" und der „von Judett bezahlte Henkersknecht" entstammen lediglich der nationalsozialistische» Phantasie, die von der Parole „Nur ruhig verleumden!" beherrscht wird. E. Wo es an gutem Trintwasser mangelt, schätzt man den rein natürlichen ttroudorser Sanerbrunn als Las von den Aerzten bestens empfohlene Tafel- und HeAwasser ersten Aattges, Berstcherungsbettug und Meuchelmord. Sin Vrama in den Bergen. Skis Salzburg wirb berichieir Die Behörden sind eifrig Mit der AuMrung des g e h e i m n i s v o l l e n Todes des Zdhnttchnikergehilifen Alldreos Berger, der am 13. Mai von der Kienbergjivand bei Gcharfling tödlich abgestürzt ist, beschäftigt. DüS Hanptvekdachtsmomcnt richtet sich bekanntlich gegen den 27 Iahte alwn Zahntechniker Karl Pährlcitner aus Mattighosen, der ebenso wie sein 21 Jahre alter Bruder Adalbert, die ehemalige zahn technische Assistentin Pahrleitners, WiMmine Z e ch n e r, und der 29 Jahre alte HandclsanMellte Kan Schlvarz aus Steyr, auf Grund der bisherigen Erhebungen in Haft genommen wurde. Am 12. Mai hatten die Brüder Payrleitner, Schwarz nnd Berger für den 13. Mai eine Tour in das S ch a s b e r ggebt e t verabredet und diese auch am 13. Mai angetrcten. Bor Antritt der Partie sollen sie ziemlich stark gezecht haben, wobei es Payrleitner augenscheinlich aus die Berauschung Bergers abgesehen haben dürfte. Man wollte angeblich Photograph i s ch e A u f n a h m c n machen, ging aber gerade an jener Stelle, die die bestgeeignete zum Photographieren war, Vorüber, wanderte weiter und gelangte an eine Stelle, wo eine 'Nasenkuppe, auf der knapp drei Personen Platz finden, etwa 66 Meter steil zum Bachbett absällt. Hier wurde gerastet und Karten gespielt. Hier'soll auch Payrlleistier den Berger animiert haben, photograMsch^ Aufnahmen zu ntachen. Zu diesem Zwecke begab sich Berger an den Rand der Kuppe, wo er a b ft ü r z t e. Wenige Tage später nun tauchte Karl Payrleitner in Wien >bei seiner im 18. Bezirk, Gentzgasse 99, wohnhaften ehemaligen Assistentin WilhÄmiue Zechner auf »Nh teilte ihr mit, daß sie nach dem verunglückten Berger auf eine Be r s i che r u n g sf n m m e rechnen dürfe tut) sich fünf Millionen verdienen könne, tveMi sie mit ihm zu der Bersicherungsgefellschaft gehe und sich dort als Braut des verunglückten Berger ausgebe. Die Versicherungsgesellschaft schöpfte Berdacht, dH Berger nicht eines natürlichen Todes gestorben lsei, und erstattete die Anzeige bei der Salzburger Staatsan>.vu..- Mst. UeBer 'äs Zustandekommen der Polizzen es handelt Pch unr eine Polizze atkf Erleben ran 30.000 Gaidkronett und eine Polizze auf Unfall mit ebenfalls 3 0.0 0 0 Go lö- 'krönen — ergaben die Erihebungen, daß Payrkitner dett Berger Amt Eingehen dieser Bersirhernttg unter der Vorspiegelung verleitet hatzr, er wolle damit ein außereheliches Kind versorgen. Berger brauche bloß seinen Namen herzttgebett. Tatsächlich tmrde die Polizze auf einen fremden Namen, und ztvar aus den Namen der Wilhelm ine Zechner ausgestellt, die aber erklärt, mit Berger 'nie in solchen Beziehttngen geskvttden ztt sein, aus denen sie eiwa eine Anwarifchäst auf eine Begünstignng dttrch die Versicherung von seiner Seite albleiten könnte. Alle Anzeichen weisen darauf hin, daß Payrleitner den verbrecherischen Plan angestlstet hat, um sich auf dem Unlweg über die Wilhelmine Zechner in den Besitz zumindest des größten Teiles der Versicheomtgssumme zu setzen. Als besonders schwerwiegendes Verdachtsmoment ergaben die bisherigen Erhebungen, daß die Touriistengesellschaft schott etwa 14 Tage früher den U n f a l l s o r t besucht hatte. Letzte Nachrichten. Die russische Pkozeninoim lebt wieder auf. Einschrättkung der jüdischen Industriearbeiter ln der Ukraine. Moskau, 29. Juli. Tie ukrainische Negierung hat dem höchstenvukrainischen' Wirtschaflsrat vorgeschlagen, einett Platt attsznarbeitcn, ttach dent matt die jüdische Bevölkerung in der Industrie beschäftigen könnte. Ter Entwurf wurde schon Vorbereitet und soll in der nächsten Zeit dem Rat der BoMoM- Missäre zur Beschlußfassung vvrgeiegt werden. Der Barsitz-ende des Wirtschafisrates hat aber erhärt, daß infolge der jetzigen Krise in der Jndtistrie und der Arbeitslosigkeit unter den nichtjüdischen Arbeitern die Zahl der jüdischett Arbeiter, die jetzt in den itldustriellen Bettiehen Aufnahme finden solleti. begrenzt wtrdett müssen. In der etsteü Zeit werten nur-600 Juden aufgetwnmten werdet! können. Ae Ssütsch-pvinWeu HünvrsrvsrsragrvnhoMüNA«. L. War'chüu. 30. Jttli. Auf Wunsch der deutschen Tele- Ö'laieit sind die deutsch-polnischen HandglkvertragsvetHandlungen, die am 7. August wieder ausgenommen hatten werdut sollen, hts aus Au sang Sepiemiber Vertagt woeden. Ar Steuern in Bolen. 1,. Wrschüv, 36. Juli. In den nächsten Tagmt wird eins Bkkmdnmtg des Jinanzministstks erscheinen,' in welcher Bestimnmngen über dte Annullierung der von salttien Schuldnern rückständigkn Steuern gelroßfen iverden. Ae Ätottttsflßtibetltttsi dtzk Äank st. Warschau, 90. Jttli. Tie Berätttttgen über die Aenderuüg der Bank Polski wurden heute fortgesetzt. Es handelt sich hirk-ei NM die Erhöhung des G r u N d k a p i t a l s, di4 B e r m e h r n n g der E tu i s s i 0 it itttbdie Aeud er 8 n g des E s k 0 m p t e s y st e Nt s. Itt Beriretung des amerikanischen Sachverständigen Professor KctntUerer ttahm Herr B r o d e r i ck an der Beratung teil küs vskniMe NndhözzchsmmKsbsr. tt. Warschau, 36. Juli. Ter DeimauSschuß für die llNtersttchung der Vorgänge int Züttdyölzchentttvnopol setzte hepte seine Berhandluttgeit fori. Es n itrdett n e n e U nr e g e l nt ä ß i g k e i t e n festgestellt uttb u. a. berichtet, daß in einer Fabrik auf 19 Beamte zwei Direktoren ctttfielen, von denen jeder mit 300 Dollar M onatsgehalt attgestellt war. Die Minderbettenronssrem irr Nsrrk. st. Warschau, 30. Jttli. Die Delegation des jüdischen Sesmklnbs auf der Kottferenz der nalionalett Minderheiten in Gettf wird atts den Herren Abg. G r ü n b a tt m, Doktor Itisler und Dr. Schipper bestehen. Wien, 31. Jttli. * Hofrat Dr. Adölf Schwatz. Wie mir erfahren, hat der Bundespräsivent dem Rektor der israelitisch-theologischen Lehranstalt ttt Wien, Professor Dr. Adolf Schwarz, den Titel eines Hosrates verliehett. * Prossssor Franz Heiderich gestorben. Der Prorektor der HrXhschnle für Melthandel, Hosrar Dr. Franz Heid er ich, ist ant Dt<nStag früh in Bad Gastein, wo er ztcr Kur weilte, plötzlich gestorben. Hofrat Hei'derich hatte seine Knr bereits beettdet und. war tm Begriffe, aus seine Besttznng in Schlitters im Zillertal zu übersiedeltt. Heidertch war einer der hervorragendstett Wirtschaftsaevgraphen. Er war ein gebürtiger Wiettcr und stand int 63. Lebensjahr. * Ein Soldat ertrunken. Ant 12. d. ist der Infanteriepicmier Stmotl Radovits l»ei einer Uebnng beim Zillenfahreit nt der Donau ertrunken. Seine Leiche wurde mm am 22. d. unterhalt, Hain bürg» aus dem Wasser gezogett. Radovits war der Lohn eines Landwirtes ans dem Bnrgstttand. * Auf der Arbeitsuche verschwnnben. Der 21jährige Buchbindergehilfe Paul I i l g, 18, Bez., Sternwartüstraße 4 wohnhaft gewesen, hat sich, nin Arbeit zu stlchen, am 13. März dieses Jahres nn'f die Wanderschaft begeben. Zuletzt hat er aus Graz am 28. Juni ttach Hause geschrieben. Seither fehlt von ihm jedes Lebenszeichen. * Berhaftungen. Der 34;ä >crge Handelsangesteltte Friedr. H a m b n r g e r wttrde, wie die .No"I:>;;t'"it; Wtlhe 1;:t berichtet, wegert bedenklichen Besitzes vor. SioZnr angehalten. Er behaupten', sie am 14. d. vott einem UNbeia-tuten geka.ttt ztt baden. Fesrgestellt wttrde, das; Sto'fe oon i-iticm Etubrnch h.'rtührcN, de^ aln 9. d. bei dent TiicOwacetihäi-Aer Jastb N n h r g, Herttalser Hauptstraße 78, v»..-i.N ivord ist und b.' dem Suffe im Wirrte von 19.000 S aestohl'-k wurden. Da gc»i.tt:ilrtzt w'.rd, daß Hamburger Mit oe». Einden h INI Znsämmcnvang i'.bt. w.irve er .ein Landesger« hl c-ing-urt. -- Tee :"tzabc'.g.' Privatbeamte Julitis Rogyak aus Oedcnburg, der VoM Strasgerichtshof in Budapest wegeit Verbrechens des Betruges steckbrieflich verfolgt ist, wurde ain 28. d. in etNtzM Hotel iw 2. Bezirk verhaftet. Er wird auch vom Strafbezirksgericht 1 itt Wien wegen ttebertrelttitg des Betruges gesucht, weil er im Hotel Müitchner- Ijof im Borjahre eilte Hvtelschuld vott 60 S. hinterlassett hat ttttd verschwtutden ist. * Der Defraudant mit der Katrülle. Eine hiesige MaschinenfaCnif hat gestern vormittags ihren Gsschäftsdiener, den 38jahrigeN Engelbert S o i k a, ztt Helenetttal bei Jylau geboren, nach Schleinbach znstätidig, zuletzt int 10. Bezirk wohnhaft, mit dent Auftrag weggeschickt, bei einer hiesigen Bank eilten Betrag von 23.000 S., die'zur Anszahltutg der Arbeiter am Lohntag öcfttmint waren, zu beheben. Soika hat"dos Cöeld tatsächlich um 11 Ul)t vormittags be-' hobett, ist aber iticht itt die Fabrik zttrückgekehrt, weshalb angenomtucti werdett lititf;, daß der Mann das Geld, unterschlagen uttb die Flucht ergriffen hat. Ei» besotchcres Kenttzeichett ist, daß Soika eine L n s t r ö h r e n k a n ü 11 e trägt, die er beim Sprechen zuhalten muß, und daß er infolge dessen mit heiserer Stimme spricht. * Ein Kautionsschwrndler. Am 28. d. wttrde der 26jährige Techniker Franz Rudis ans HäiUbm'g, Bez., Arbeitcrgassc 10 wohnhaft, vom Polizeikommissariat Landstraße wegen Beruittrenung dem Landesgericht eingeliesert. Rudis betrieb in der Hörncsgasse die Erzengnttg vott Motorrädern und hat im Laufe der lebten Monate ritte Anzahl vott Persvtten als Vertreter gegen Erlag recht ansehnlicher XVauiioneit vusgettommen. Er hat aber die Kautionett zittn Teile für dett Geschäftsbetrieb, zmn Teile für den ''igenen Unterhalt anfgebratlcht. Ats schließlich die aufgenoitlMenen Vertreter ihr Geld zUrückverlaNgtett, stellte sich heraus, datz Nudts -eitt Geld ntehr halte. Geschädigt sind drei abgebante Bankbeamte, rin Buchhalter uud ciu Vertreter um zusammeu 11.600 S.^ * 30 Typhuösnlle in St. Pölten. Ans St. Pölten witd berichtet: Dttrch die - ausgiebigen Aegeugüsse und das teilweise; ANstreten der Dräisen. wttrde» vor.gen Woche mehrere Häuster ti n t e r W a s s e r g e s e tz t. Dieser Häuserblock besitzt weder Kanalisation ttoth Wasserleitung, sondern N'.tr gewöynllche Brunnen. Daö Wasser dieser Brtntnett scheint nttn durchs die Ue bersch wem- Ntungen verseucht worden ztt feilt, betttt es ereigneten sich vorige Woche In de» erwähnten Hänserii eiitige T y p h u sf ä l l e, die schließlich voraestern die Zahl 80 erreichten. Die Kranken wurden in das Spital gebracht, dort geimpft und befinden sich noch mit zwei anderen Typhttsverdärhtigctt iiitk’t stäudiger Ueberwachung. * Ablenkung vün AUtobNsnachtlinlen. Wegen Geleise- und Straßeiiärbeiten tvird vott heute ab die AutobUsttachtlitiie vom Stephansplntz ttach Döbling über den Stephansplatz—Börse— Porzellangasse—Lichtensteinstraße—dtnßdorferstraße und normal weiter ttach Döblittg, Silbergasse, und die Linie StevbaNsvlatz— Südbahuhos über Stephansplatz—Oper—Panlanerkirche—Gußhansstraße— Argenttnierstraße — Theresinntgasse — Favoritenstraße unb normal weiter zum Südbahnhof geführt. * Der Verkauf von Neisepolstern im Südbahnuttb im Westbahnhof hat beim Publikum vollen Anklang gefnttden. Es wttrde daher der Verkatif auch im Ostbahtthofe aufgenommeu. Der Verkaufspreis der Polster beträgt 1 S. 70 G. * Wieder normaler Berkehr der Bahnhofrundlinie. Der Bahnhofrttndverkehr, der am 81. d. zwischen dem Mariahilfergnrtel und MatzleinSdorfer Platz abgolenkt werden mußte, wird ab heute wieder - hi beiden Fahrtrichtungen auf dieser Strecke über den Margaretengürtel geführt. * Das Ende des Kinostreiks in Warschau. Wie uns ans Warschau gemeldet wird, hat ore Regterunz eine 77prvzenttge Steuerermäßigung für a Rländische Filme bewilligt. Dantit ist der seit mehreren Wochen dauernde K'iwstre-! beendigt. * Die Pässe in Polen. Wie utts aus Warschau gemeldet wird, hat der Ministerpräsident Prof. Bartel an dett Ftnapzminister und an den Bttnister des Innern ein Schreiben gerichtet, itt welchem verlangt wird, daß die Schikanett bei der Ausfolgung der Pässe in Polen beseitigt werden sollen. Dies.'« Br'.es entspricht i eitler Intervention des Senators Dr. RiNgei.