Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2669 (29.7.1926)
- Date
- 1926-07-29
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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-ette 4 Mett, Kotttterswg Wiener Morsenzeituns 29. IM 1920 Rr. 2859 Srkane und Gewitter. Perwüftunge« an der Riviera. > Genua, 28. Juli. Ein gewaltiger Orkan, verbunden mit Hagelschlägen, wütete gestern an der Riviera. Genua war ilber eine Stunde ohne Beleuchtung. Ter Strahenbahnvcrkehr war durch falleirde Ziegelsteine und Glasscheiben außerordentlich behindert. Zahlreiche Bällme wurden entwurzelt. Im Hafen von Genua riß die Ankerkette eines Schiffes, wodurch schwerer Schaden angerichtet wurde. Anderen in der gleichen Lage befindlichen Schiefen im Vorhafen wurde durch Schleppdampfer Hilft geleistet. Zahlreiche Boote wurden losgerissen und vernichtet. Auf dem Comosee wütete gestern abends ebenfalls ein heftiger Sturm, der ein Boot zum Scheitern brachte, wobei zahlreiche Insassen ertranken. Rettungsversuche eines herbeigeeilten Dampfers mißlangen. Debreljin unter Master. Budapest, 28. Juli. Wie aus Debreezm gemeldet wird, ist dort heute Mitternacht ein furchtbarer Wolkenb r u ch niedergegangen, der zwei Stunden anhielt und mit einem Orkan verbunderr war. Die gewaltigen Wassermengen überschwemmten alsbald die Straßen, da die Kanäle nicht imstande waren, diese Wassermassen aufzunehmen. Das in die G a st- und Kaffeehäuser geflüchtete Publikum war gezwungen, bis in die Morgenstunden in den Barr» und Mortsou im Landesgericht. Tie beiden internationalen Hochstapler, die sich Robert iüiorijoit und Herbert Barry nennen, wurden gestern nachmittags dem Landesgericht eingeliefert, das sie so lange in Bcr- . Wahrung behalten wird, bis über die zu erwartendeu Auslieferungtzbcgehren entschieden sein wird. Sie machten in den Verhören neuerlich interessante Angaben. Der letzte Streich, der ‘ ihnen die 80.000 Mark eintrug, war der Berliner Betrug vom 17. d. Tanach trennten sie sich von einander, wie es nach vollbrachter Tat ihre Gewohnheit war, und gaben sich für den 19. d. .um die Mittagsstunde auf dem Stephans p'l atz in Wien Rendezvous. Tie Bekanntschaft der beiden soll aus dem Ausstellungs- orte 933 c nt b I c y herrühren. Dort hat Morison angeblich sechs Kojen mit etwa 30 Angestellteir gehabt. Seine Frau unterhielt auf der Ausstellung eine Art W u r st e l p r a t e r. Das Ehepaar soll aber vollkommen abgebrannt sein, weshalb Morison, weil er .für sechs Kinder zu sorgen habe, darauf verfallen sein will, einen von ihm schon vor etwa 20 Jahren angewende:en Trick wieder auszuführen. In Wembley will er auch die Bekanntschaft des Barry gemacht haben. Dieser war, wie er behauptet, in einer Druckerei angestellt, im Nebenamt will er S p o r t b e r i ch t e r st a t t e r für Fußball für ein kleines Provinzblatt gewesen sein. Mit einer gewissen Befriedigung gedenkt Barry noch der schönen Stunden, die er in einem hiesigen Vcrgnüg'.utgsetablisscment verbracht hat. Er will im Laufe der Nacht nicht weniger als 20 Pfund und 2000 bis 3000 Reichsmark verausgabt haben. Auf Grund der Aussagen Mvrisons wurde im Sicherheitsbureau in allen Aufzeichnungen nachgeschlagen. Es wurde festgestellt, das; in den Jahren 1909 und 1910 in Berlin, Köln und in vielen italienischen Städten zahlreiche Amerikaner das Opfer derartiger Gaunerstreiche wurden. Obwohl anzunehnien ist, daß Morison schon damals die Hand bei vielen Fällen im Spiele hatte, behauptet er, nicht dabei gewesen zu sein. Einige der Bilder der Verhafteten aus jener Zeit will er aber erkennen. Er bat, dan man seiner Familie in London von seinem Geldc eine llnterstütztrng zukommen lasse. Die Entscheidung darüber bleibt dem Gerichte überlassen. Eine Hotelsteuer in Belgien. Brüssel, 28. Juli. Die Regierung plant die Einführung einer l0- bis 20pro;entiaen F r e m d e n st e u e r auf die H o t e l r e ch n u ng e n, die jedoch mir Reisenden aus Ländern mit gesunder Valuta auferlegt werden soll. Ter belgische Hotelierverband hat für den 30. d. eine Versammlung in Brüssel einberusen, um zu diesem Steuerprojekt der Regierung, das in Hotelierkreisen skeptisch beurteilt wird. Stellung zu nehmen. Eine im Schneeftmm verirrte Patrouille. Ein Soldat an Erschöpfung gestorben. Salzburg, 28. Juli. Im Gletschergebiet des Kapruuer- 'kales verloren infolge eines heftigen Schneesturmes drei Ossiziere und sieben Mann des Infanterieregiments Nr. 3 die Orientierung. Ter Soldat Krestek stach infolge Erschöpfung. Die übrigen erreichten das Moserbcden-Hvlel, von dem eine Bergungsexpedition ^cs Bundesheeres in Salzburg verständigt wurde, die die Leiche Kröftels bergen und nach Kaprun bringen konnte. Die Brandstiftungen im Gaistal. Aus Klagenfurt wird berichtet: In der letzten Zeit wurde das G a i l t a l von zahlreichen Bränden heimgesucht. Es hat sich ergeben, daß es sich zum größten Teil um die Taten einer organisierten B r a n d st i f t e rb a n d e hanöelt. Um dieser Bande auf die Spur zu kommen, wurde in Nötsch ein Brandwächter angestellt, der jedoch nicht lange seines Amtes waltete, denn er wurde in der Nacht vom 25. auf den 26. d. -erschossen aufgefunden. Er ist vermutlich ein Opfer dieser Brandstisterbande geworden. E Neisebureau der Hamburg-Amerika-Linie. Verkauf von Schiffs-, Eisenbahnuuö Schlatwagenkarten riir In- und Ausland, Flugscheine Auskünfte über Hotels, fachmännische Veraustcltungeu von Gesellschafts, und Vereinssahneu. Geldwechsel. Vureaustunden ununterbrochen von 9 bis 5 Uhr nachmittags (Samstag von 9 bis L Uhr), Wien, 1. Bez., Kärntnerstraße 38. Lokalen zu verbleiben, da jeder Verkehr in den Straßen u nmögli ch war. Die Keller in den niedriger gelegenen Gassen wurden vom Wasser überschwemmt. Die Feuerwehr mußte in vielen Fälleit ansrücken, um Kellerwohnungen zu evakuieren. In mehrere Häuser schlug der Blitz ein. Erfreulicherweise sind Opfer an Menschenleben nicht zu beklagen. Stürme in stentralamerika. New-Aork, 28. Juli. Nach hier eingelangtcn Meldungen ist ein großer Teil der westindischen Inseln und der südlichen Staaten der Union von einem furchtbaren Orkan heimgesucht worden. Auf Haiti wurde die Stadt San Domingo besonders lzart mitgenommen. Die Zuckerplan tagen haben stark gelitten. In der Stadt Higuey sind tausend Familien obdachlos. 68 Prozent der Kaffeernte sind Vernicht c t. Biele Flüsse sind über die Ufer getreten. Der Schaden wird auf 5 Millionen Dollar geschätzt. In Florida hat der Sturm eine Stundengefchwindigkcit von 100 Kilometer erreicht. P a l m B e a ch hat besonders gelitten. Die Dächer zahlreicher Häuser wurden abgedeckt und viele Bäume entwurzelt. La» Wetter. Gestern herrschte kühles, regenfrcies Wetter. Die Voraussage lautet: Veränderlich, leichte Besserung, etwas wärmer. Letzte Nachrichten. Die Bank Pols». L. Warschau, 28. Juli. Am 2.^ August findet eine außerordentliche Sitzung des Berwaltungsratcs der Bank P o l s k i statte welche sich mit einer von Prof. Kemme rer vorgeschlagenen Statutenänderung befassen wird. Die Aender-ung betrifft hauptsächlich eine progressive Notenstmer, welche für den Fall vorgesehen wird, daß die Notenvermehrung ein Sinken der Deckung unter die gesetzliche Mindestgrenze von 30 Prozent bewirken sollte. Die dentschpslnischen Handelsvertragsverhandlungen. L. Warschau, 28. Juli. Von amtlicher polnischer Seite ivrrd die Nachricht der Berliner Blätter, daß die deutsch-polnischen Handelsvertragsverhandlungen gescheitert seien, dementiert. Es wird erklärt, daß bezüglich >der Frage der Nicderlassuüg der deutschen Kaust oute in Polen seitens der polnischen Delegation mitgeteilt wurde, daß in den nächsten Tagen eine diesbezügliche Verordnung evfcheinen werde, deren Inhalt abzuwarten sei. Die nächste Sitzung der für diese Frage eingesetzten Kommission wird am Montag stattfinden. Polen und der Zionismus. Warschau, 27. Juli. (I. T. A.) Der polnische Innenminister hat in einem Zirkular alle Moiwoden ausgefordert, der Arbeit der Zionistischen Organisation in Posen keinerlei Hindernisse in den Weg zu legen. In dem gleichen Zirkular wird vorgeschrieben, daß sich alle zionistischen Ortsgruppen innerhalb eines Monats bei der lokalen Behörde ihres Ortes zu registrieren haben. Im Zusammenhänge mit diesem Zirkular unterbreitete das z i o n i st i s ch e Z c n t r a l k o m i t c c dem Innenminister ein Statut der Zionistischen Organisation un) stellte das Ersuchen, daß nicht jede Lokalgruppe zur Registrierung gezwungen werden möge, sondern daß dem Zentralkomitee das Recht erteilt werde, in jedem Ovte Or t s g r u pp e n zu gründen. Wie der I. T. A.-Vertreter erfährt, hat sich der Innenminister mit Inhalt und Form des Statuts prinzipiell e i n v c r st a nd c n erklärt und wird cs dieser Tage bestätigen. Praktischer Patriotismus. Plauen, 28. Juli. (Wolfs.) Wegen Untreue in vie-r Fällen wurde der frühere Geschäftsführer der Voglländer Flughafengesellschaft, Leiser, zu einem Jahr drei Monaten Gefängnis und, drei Jahren Ehrenrechtsverlust verurteilt. Lester, der Leiter der Sammlung für die Zeppeliu-Eckener-Spende war, hatte unter anderem auch 3300 Mark von dieser Spende veruntreut. Aegypten und der Völkerbund. Bern, 28. Juli. (Schweiz. Tep.-Ag.) Die Blättermeldung, wonach K ö n i g Fuad in der nächsten Zeit in Genf die Frage des Eintrittes Aegyptens in den Völkerbund besprechen werde, ist unzulressend. Die zwischen London und Kairo gepflogenen Verhandlungen scheinen allerdings zu ergeben, daß sich England denr Beitritt 'Aegyptens zum Völkerbund nicht w i d e r f e tz t, doch dürfte dieser Beitritt in diesem Jahre n o ch n i ch t e r s o l g e n. Der Fnwelenröuber Frank entkomme«. Beim Lokalaugenschein geflüchtet. Stettin, 28. Juli. (Wolfs.) Im Walde bei B i n z sollte in GegeMvart des Juwelenräubors Frank ein neuer Lokaltermin stattfinden, da Frank eine neue Stelle bezeichnet hatte, an der die Juchelen vergraben sein sollten. Auf dem Wege durch den dichten Wald riß Frank, als der ihn begleitende Kriminalbeamte stürzte, sich von seiner Handfessel los und entfloh. Er konnte bisher nicht wieder aufgegriffen werden. W i e n, 29. Juli. * Die Weltorganisation zionistischer Frauen «Womenz International Zionist Organisation) teilt mit, daß sie ihr Burean nach Achad-Haam-Straße 39 in T e l - A w i w verlegt hat. Die Telegrammadresse lautet: Mizo, Tel Awiw. * Unfälle durch Automobile. Gestern vormittags wurde in der Unteren Augartenstraße der Private Sank Spiegler, Leopoldsgasse 2l, beim Passieren der Fahrbahn von einem Auto erfaßt und niedergestoßeu. Er erlitt einen Bruch des linken Schlüsselbeines und ntußte durch die Rettungsgesellschaft in das Spital der Barmherzigen Brüder gebracht werden. — Der 32jähriqe Straßenbahnschafsner Karl L i ch t e n st e i n e r ist in der Slnmleringer Hauptstraße beim Passieren des Fahrdammes von einem Automobil nredergcstoßen worden und erlitt Quetschnngen am Hinterhaupt: Er Mußte ins Rudolfsspttal gebracht werden. * Billige Kopfhörer. Seit Monaten fiel es der Firma Siemens u. Halske, 3. Beg., APostelgasse 10, auf, daß die von ihr erzeugten und zum Preise von 18 Schilling pro Paar in den Handel gesetzten Telefunkenhörer jit Schleuderpreisen gehandelt wurden. Durch die Erhebungen der Polizei wurde festgeftellt, daß der bei der Firma beoienstete 40jährige Mechaniker Josef Steyska l, soweit bisher festgestellt ist, 60 Paar Hörer gestohlen und sie durch den 31jährigen Ingenieur Wilhelm Tulach, .der von den Diebstählen des Steyskal wußte, und den 67sährigen Radiohändler Rudolf Erb st ein bei verschiedenen Radiohändlern abgesetzt hat. Steyskal und Tnlach wurden verhaftet und gestern den: Laudesgericht eingeliefert. Erbstein wurde der Staatsanwaltschaft angezeigt. * Unter dem Verdacht des Mordversuches. Am 23. d. hatte beim Polizeikommissariat Rudolfsheim die Friseurin Stephanie König, Jhering,gaste wohnhaft, die Anzeige erstattet, daß sie von ihrem Geliebten, dem 29jährigen Kellner Georg Schmidt aus Rupperstal, in einem Hotel'in der Josefstadt mit dem Erschießen bchroht worden fei. Sie gab in der Anzeige weiters an, daß ihr Geliebter überdies schon am 13. d. in Ruvperstal zurst in dem Gasthanse seines Vaters und dann im Hose seiner Schwester nach vorausgegangener Drohung mehrere Schüsse gege,r sie abgefeuert haben soll. Schmidt wurde verhaftet, bestritt jedoch, die ’ , gegen die er bereits am 21. d. eine Anzeige wegen Di eba§ von 200 Schilling erstattet hatte, bedroht zu haben, und nete die Anzeige der Geliebten als einen Racheakt. Der Mann wurde gestern wegen Verdachtes des Mordversuches und der gefährlichen Drohung denr Landesgericht erngeliofert. Die Angaben der König konnten bisher nicht weiter überprüft werden, da 'sie seither unauffindbar ist. Die Ausforschung der König, die sich bereits durch Monate in einer Nervenheilanstalt befunden hat und die in einem Schreiben Selbstmord ankündigt, ist eingeleitet. * Eröffnung zweier städtischer Wohnbauhäuser. Der Bürgermeister wird am Sonntag den 1. August. ‘I»ll Uhr vormittags, den städtischen WohnhauSbau in der Brigittenau, Denisgasse-Karl-Czerny-Gaise-Svaungasse, und um '/»12 Uhr vormittags dou .Wiedenhoferhof" in Hernals, Pretschgogasse-Zeilergasse-Beringgasse-Kongreßplatz, eröffnen. * Für-einen Eruw in Wien. Der Ausschuß des Witn^x Misrachi hat in seiner Sonntag den 25. d. stattgefundenen Sitzung einstimmig beschlossen, eine intensive Aktion für die Herstellung eines Eruw in Wien, durch den das Tragen am Sabbat rituell ermöglicht werden soll, zu unterstützen. Zu diesem Bchuife beschloß der Msrachiausschuß, mit allen in Betracht kommenden Faktoren in Fühlung zu treten. * Die. Vevölkerungszahl der Tschechoslowakei. Wie eine j Prager Lokalkorrespondenz meldet, betrug die BevöWerungsgcchl i der 'tschechosloloakischen Republik am 1. Jänner 1926 imr ganzen > Staatsa6bict 14,214.000 Personen. In den -letzten fünf Jahren i hat daher die Einwohnerzahl im Gebiet der tschechoslowcckstchen! Replchlik um 631.000 Personen gugenommen. Bühne nnd Kunst. Abschied Prof. Schorrs von Palästina. Aus T e l - A w i w wird uns geschrieben: Vor kurzem hat sich von der palästinensischen Bevölkerung Prof. S ch or r vom Moskauer Konservatorium verabschiedet. Prof. Schorr weilte ein Jahr im Lande und widmete sich der Verbreitung und Popularisierung der Musik unter der Arbeiterschaft. Es ist fein Verdienst, daß in einigen Kolonien, wie Ejn-Eharod, Daganiah und Afule, Klaviere und Klavierspieler vochanden sind. Prof. Schorr will nach seiner Rückkehr nach Palästina, die in kurzer Zeit erfolgen soll, ein Institut für die Verbreitung der Mnsik im Volk schaffen. Das Ju-stitut soll Jnftruktoren für Ainsik ausbilden, die dann in den einzelneil Siedlungen Orchester und Chöre schaffen, überhaupt die mnstkalische Kultur pflegen sollen. Lln der Abschiedsfeier für Prof. Schorr haben sich mehr als 3000 Arbeiter beteiligt. Die 2lbschiedsrede hielt Ben-Gurion. Aus den Aeatern. Raimund-Theater. Morgen, 8 Uhr abends, Erstaufführung des Schwankes .Liebe und Trompetenblasen" von HanS Sturm und Hans B a ch w i tz. Theater tn derJoiefsiadt. Heute, Vz8 Uhr abends, findet die 25. Aufführung des Schwankes „D e r I g e l" von Hans R e t m a n n und Toni Impekoven, bearbeitet von Hans S a ß m a n n, statt. R o l a n d b ü h n e. Morgen zum 25. Male „C a f 6 E l e k t r i k" von Felix Fischer. Sine Gedenktalef für Ferdinand Raimund. In Gaadep nächst der Hinterbrühl, wo Ferdinand Raimund in den Dreißigerjahren oft weilte und wo er sein Meisteolverk, den „Verschwender", zum großen Teil verfaßt hat, wird an dem Hau.se, in dem er geävohnt, anr 13. August eine Gedenktafel enthüllt werden, deren Kosten die Gaadener aufgebracht haben. Ant Tage der Tafelenchüllung sowie am Vorabend gelangt in Gaaden „Der Verschlvender" zur Aufführung. Die „Tannhäuser"-Vorstellung aus der Hohen Warte findet bei günstiger Witterung Sonntag den 1. Apgust statt. Sollte Sonntag abermals schlechte Witterung eintreteu, so wird die Aufführung aus Dienstag den 3. August verschöbe». Die bereits für Donnerstag den 22. d. gelösten Karten behalten für die Bovstellung (Sonntag oder Dienstag) ihre Gültigkeit. Wie sich Schumann in Gesellschaft benahm. Heute am 29. d. jährt sich zilnt 70. Male Robert Schumanns Todestag. Aus diesem Anlaß sei an eine Anekdote aus denr Leben des nicht gerade gesprächigen Tondichters erinnert. Man erzählt, daß er häufig so m Gedanken gewesen sei, daß er auch, wenn er in