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Wiener Morgenzeitung · 1926-07-25 · Heft 2665 (25.7.1926) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2665 (25.7.1926)
Date
1926-07-25
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 2663 Mn, Sonntag Wiener Morsenzetiirtt«* 25. Juli 1996 Seite 8 Möbelfabrik J. Spira Feine »n- Wohnungseinrlchtungen III. SitmsiNHIUI 1—2 (Ecke Karl-Sekwelckoter-OUM) SIEOM. KORNHEHL GROSSFLEISCHHAUEREt | Zentrale: IX. B«trk, B er ggastt Nr, 19, Telephon 17-3-99 und 19*9-34 Lieferant für Heilanstalten Abteilung für "flW3»Fleisch unter Aufsicht des Ehrwürdigen Rabbinats der Isr, Kultusgemeinde Wien IX., Berggasse 15 / XVIII., WÄhringerstr. 97 EiiiiiiiniiiuiiuiiuiuiinuiiiiiuiiuiiiiiiuMiiiuiiiiuiinatiiiimiuiiimiByiiwnHWtmiutyniyiiitmtiatitii^Hi^M 2 ÜBERALL ERHÄLTLICH Z Blaimscheins 1 s„,u PFLANZEN FETTs,.,u i NUSEROL 1 100 Prozont Fettgehalt "y TW j§§ ftrrww vviD w> n rwan am nrwn nnn) 1= Erzeugt unter Aufsicht Seiner Ehrwürden Herrn ü Oberrabbiner Jesafa Fürst (Adas lisroel) 1 Fabrik: Man. xw. Diefenbachgasse 59 KÜNSTMÖBELFABR1K Jon GRÜNWALD* WS I., Flefsdunarkt 17 I., WelhburggJUie 11 Vohnaagen, GeicbSiUokale, C4U1, Kinos, Theater, nach eigenen Entwerten. Siet« grosses, assortiertes Lager 520 Der jüdischen Volksbibliothek Zion ist es gelungen, zahlreiche neue, wertvolle Werke in hebräischer, jiddischer und deutscher Sprache zu erwerben. Die Biblimbek ist auch während der Fer>en geöffnet. Blblrotheksstuuven sind: Dienstag, Donnerstag von 6 bis L Uhr abends und Sonntag von halb 11 bis halb 1 Uhr mittags. Hebräischer Ferialknrs. Der Beth waad l'Lwrim eröffnet für die Sommermonate unter Leitung bewährter Pädagogen zwei Hebräischkurse für Anfänger und Fortgeschrittene und einen Kip- -derkurs. Die .Kurse werden im Saale der , Jüdischen Lese- und Redehalle, 9. Bez.: Türfenstraße 9, abgehalten, daselbst finden di? Einschreibungen täglich, mit Ausnahme von Samstag und Sonntag, von 5 b,is 7 Uhr statt. Ebenso werden Kurse im. Gebäude der Sozialen Hilfsgemeinschaft Änitta Müller. 2. Bez.. Untere Augartenstraße 8£, abgehalten, wo täglich Einschreibungen, mit Ausnahme von Samstag, von S bis 7 Uhr stattsin den. Die Woja-Mittelskandsküche. In der Woj,a-Küche wurde der Küchenbetrieb unter neuer Leitung einer gründlichen Re- Küche auch Speisen a la earie in reichlicher Auswahl zu den bil ligsten Preisen. Infolge ihrer zentralen Lage im ersten Bezirk, Griewengisse 3 (neben Cafe HabSburg in der Rotenturmstraße), ist diese einzige rituelle Mitlelstanvsküche der Staht von eminenter'Wichtigkeit für zahlreiche Angehörige des jüdischen Mittelstandes. Die Küchenleitung plant außerdem die Wiedereinführung der Rachtmahlausspeisung mit Fleisch- und Milchkühe und ersucht deshalb «Wecks Erfassung der voraussichtlichen Teilnehmerzah! alle jüdischen Mittclständler, welche hiervon Gebrauch machen wollen, um unverbindliche schriftliche Borainneldun' ' . Gerichtssaal. ■ Sffiger ttub gfionffenr. Die Verhandlung vertagt. Warschau, 23. Juli. Die Verhandlung gegen den -hauptmanu Pawlilkowski wurde über Antrag der Bertordigung zwecks Psychiatrierung des Angeklagten vertagt. Der Angeklagte wird durch Aerzte des Warschauer MilitärspjtalS untersucht werden. Wieviel Butter muß man verkaufen? Bor kurzem erschien eine Kunde i» einem GemMwarrnverschlelß. kaufte dort eine Semmel und verlangte zwei Decka Butter um damit die Semmel zu bestreichen. Der Grelsler erklärte, daß er zwei Deka Butter nicht abgeveu könne, weil sich diese geringe Quantität für ihn nicht verlohne, da er mehr Schaden hätte, iveil die Butter gefroren sei und aldrockte. Er solle fünf Deka kaufen. Die Kunde entfernte sich und erschien bald darauf mit einem Wachmann, vor welchem der Greisler wieder die Abgabe vo» zwei Deka Butter verweigerte. Darauf wurde beim Atraflbezirltzgericht 1 gegen den wu ’amci yriuuu.ji ipn, uuu u;iu vwi* . wurde, und von chm ein Kauf von mindestens fünf Deka begehrt wurde, Der Angeklagte hatte seine» Neffen als Zeugen geführt, drr angab. daß die Kundichaft nur Mi Deka verlangt habe, und daß es sich um einen Racheakt handle. Landesgerichtsrat Dr. Krummer verurteilte den Angeklagten zu fünf Schilling Geldstrafe, eventuell vt Stunden Arrest, da durch di« Zeugenaussage Mtche, daß drei Deka Butter verlangt wurden, ein« Quantität, die für ein Butterbrot mchr als hinreichend sei, und deren Berkauswerweigerung zweifellos die Uebertretung nach § 182 beinhalte, > Bolkrwitt Karopar finanzkelle Vnmßttdlgklt. s» ladt sich jetzt gut itt Frankreich für alle Fremden, di« mit stabiler Valuta zahlen können. Hier gibt's Bargcnns, billige Einkäufe, die durch die Spannung zwischen dem Inland. und Auslandswert des Franken ermöglicht werden. Die Spannung vergrößert sich von Tag zu Tag und mit ihr erweitert sich der Kreis -es Bargain. Die Gelegenheiten züm billigen Einkäufen sind schier unausfchopflich, und die Jnflationsreifenden haben gute Zeiten. Wer kennt sie nicht die Amjunkturritter einer zerfallenden Währung, die mit wenig Intelligenz beschwert, aber mit robustem Raffgeist ausgestattet, alles Strandgut au sich zu reihen vermögen? Sie haben nacheinander Oesterreich, Ungarn, Polen, Deutschland abgegrast, diese Länder von den durch jahrzehntelangen Spar- und Erwerbsfleiß angesammelten Vorräten kahl gefressen. Sie schufen sich Verbindungen zur „Gesellschaft" und zu regierenden Stellen, gelangten zu Rang und Ansehen und bewiesen, was man ohnehin wußte, daß man mit Geld, wenn man davon zur rechten Zeit etwas abzugeben versteht, alles, Ehren, Titel, Würden, Präsidentenstellen, erkaufen kann. Nur nicht Verstand, weil, wie der Moralist sogen würde, dieser bloß ein inneres Lebensgut ist. Und auch nicht echte Kultur, weil diese aus dem innersten Quell des Gemütes entspringend, traditioneller Wege bedarf, um sich in lebendige, schöne Formen umzusetzen. Geld ist etwas, was überall und zu jeder Zeit gleich gelten sollte. Darauf beruht seine Funktion als Wertmesser für alle Waren und Güter. Aber das Nationalgeld Frankreichs kann diese seine Bestimmung nicht mehr erfüllen. Darin besteht seine Krankheit, daß die Dimensionen des Wertmaßstabes im Inland über Gebühr vergrößert sind, während sie dem Auslände verkürzt erscheinen. Die innere Kaufkraft des Franken hat es bisher nicht vermocht, sich dem Auslandskurs anzupassen. Alle Preissteigerungen, soweit sie in den letzten Monaten vorgevommen sind, konnten die Spannung zwischen Innen- und Außenwert nicht vermindern. Die Ausländer, die mit guter Valuta nach Frankreich kommen, können daher in Frankreich alles unter dem wahren Wert erstehen. In Frankreich vollzieht sich jetzt ein Entgüterungsprozeß zum Vorteil des Auslandes, wie :nan ihn überall in den Ländern mit fallender Währung beobachten konnte, und zu verwundern ist nur, daß die inneren Widerstände dagegen sich höchstens soweit geltend machten, daß die Bavgains — so nennt der personifizierende Sprachgeist die fremden Aufkäufer — hie und da in Paris von der empörten Volksmenge belästigt werden. Dem Entgüterungsprozeß könnte nur dann Einhalt geboten werden, westn das Parlament sich zu einer umfassenden Samernngsaktion aufrafft, aber das scheiterte bisher daran, daß die eine Klaffe der Bevölkerung der anderen den Vorrang überlassen will, die notwendigen Opfer zugunsten einer Stabilisierung zu bringen. Der starke Mnisterverbrauch, den Frankreich seit Jahren anfzuweisen hat, erklärt sich nur aus dem Streit, auf wessen Kosten sich die Sanierung der Währung vollziehen soll. Eine Einigung wäre leicht zustande zu bringen, wenn sie auf Kosten 'der ausländischen Gläubiger Frankreichs geschehen könnte, aber dem widersetzen sich hartnäckig die Amerikaner und die Engländer. Und die Zahlungen Deutschlands auf Grund des Dawes-Planes sind zumindest unzureichend, um Ersatz für die Erfüllung der Verpflichtungen gegenüber den englisch-amerikanischen Gläubigern zu schaffen. Das äußert sich in einem unaufhaltsamen Rückgänge des Franken, und die Folge ist ein Umschichtungs- Prozeß in den Vermögensverhältnissen, dessen Kosten die 'ranzösischen Sparer und Rentner zu tragen haben. Der französische Rentner begreift es nicht mehr, wozu er die Bons der nationalen Verteidigung mit guten Franken bezahlt hat, wenn der Effekt der ist, daß der Realwert feiner Anleihetitres sich immer mehr vermindert. Er begreift cs ebensowenig wie der österreichische Kriegsanleihezeichner, dem der Staat die heiligsten Versprechungen hinsichtlich der Güte der Kriegsanleihe gegeben hat und dent er schließlich 5*/» Kronen an Zinsen bezahlt, 57» Kronen, die heute nach vollzogener Sanierung 'und Umstellung der Währung auf Schilling nicht mehr als 0,05*/» Groschen repräsentieren. Soweit ist es freilich in Frankreich noch nicht gekommen; noch repräsentiert der Franken ein Achtel des Gpltzwertes. Aber blbst die Franzosen dürften schon längst die Hoffnung aufgegeben haben, mehr als dieses Achtel aus den Trümmern des Weltkrieges und dem Wust der Inflation retten zu können. . ' Es soll die Aufgabe des MnisteriumS Poincare sein, eine weitere Entwertung des französischen Sparkapitals zu verhindern. Daß dies ohne eine vollständige Reorganisierung des sranzösischen Steuerweisens geschehen kann, ist völlig ausgeschlossen.. Sanieren bedeutet Steuerzahlen und je mehr diese unangenehme Pflicht hinausgeschoben wird, desto größer die Opfer, die später zu tragen fein werden. Daß aber eine radikale Operation möglichst lange hinansgoschoben ivivd, hat mannigfache Gründe. Die Völker lernen weder aus eigenen noch ans fremden Erfahrungen. Das ist umso erstaunlicher, als ja die Führer der französischen Wirtschaft wissen müßten, daß die Konjunktur, deren sich Frankreich n der Inflationszeit erfreute, nichts anderes ist als eine Scheinkonjunktur, hinter der sich nur Verluste vevbergon. Aber auch Völker leben gerne iu den Tag hinein. Der französische Unternehmer ist seit Jahren in der Lage, alle Ausandskonkurrenz zu schlagen und der französische Arbeiter ennt keine Arbeitslosigkeit, Der Arbeiter bezahlt zwar die Konkurrenzfähigkeit der französischen Industrie, indem er 'ich niedrigeren Lahn als seine Genossen in den anderen Ländern gefallen lassen muß, er fühlt jedoch diese schlechte Bezahlung nicht» da der Franken mir mühsam der Kst« Wertung des Auslandskurses folgt. Er mag über ttte täglichen Preissteigerungen klagen, sie sind jedoch noch nicht so weit fortgeschritten, um ihni auch sein Realeinkommen allzu stark zu schmälern. Aber nicht nur der Franzose versteht die neue Zeit nicht. DaS ganze kontinentale Europa hat die WandlMMU die es im Kriege und Nach dem Kriege durchgemacht hat, nicht verstanden. Sieben Jahre nach Beendigung des Weltkrieges lebt es immer in dem Wahne, daß es die Führung in der ganzen Welt behaupten müsse, daß es darauf wohkbegründeten Anspruch habe. Jeder Tag müßte ihm zum Bewußtsein bringen, daß dies eine Anmaßung ist, die durch die Tatsachen Lügen gestraft werden. Jeder Tag belehrt es, daß die Folgen von 1914 noch lange nicht zur Gänze in die Erscheinung getreten sind. Europa ist arm und ist auf finmtgicUc Unterstützung des reichen Amerika angewiesen, das die Bedingungen diktieren kann und tatsächlich diktiert. Politische Führung und finanzielle Abhängigkeit sind aber durchaus unvereinbar. Eine Anleihe von mehreren Millionen Dollar spielt heute eine Rolle, wie man sich solche vor zwölf Jahren nicht in den wüstesten Träumen vorgestellt hätte. Ein Land nach beut anderen mußte sich die Kontrolle gefallen lassen, wenn es nach flehentlichen Hilferufen zu einer Anleihe endlich gekommen ist. Gestern war es Oesterreich, vorgestern Deutschland, heute Bulgarien, morgen Polen oder Frankreich. Und die Geldgeber in England und Amerika zeigen verschlossene Hände, sie sind mißtrauisch, da die häudelsüchtigen Völker des Kontinents die ihnen vorgestreckten S".mmen für Rüstungen und sonstige Abenteuer verwenden könnten. Man setzt den Schuldner auf sehr knappe Nationen und bedingt sich Kvntrollmaßnahmen aus, die nicht ungerechtfertigt sind. So lange die Kontrolle aitfrecht erhalten wurde, hat beispielsweise Oesterreich, wie aus dem letzten Zimmerman-Bericht hervorgeht, ausgezeichnet gewirtschaftet und sogar einige hundert Millionen Goldkronen zu ersparen vermocht. Kaum war der gestrenge Herr abgereist, wurden in einer einzigen Nacht die Budgetüberschüsse im Betrage von 74 Millionen Schilling bis auf den letzten Nest von 13 Millionen verpulvert. Es müssen eben, wie das Beispiel der Zentralbank gelehrt hat, nicht gerade Kriegsabenteuer sein, die mit dem Gelde der Gläubiger oder der Steuerträger finanziert werden. Der Zentralbank sind die Sanierungsgelder nur darum so rasch zur Verfügung gestellt worden, weil die Mehrheitsparteien an dem Forchestande der Bank interessiert waren. Der Engländer und Amerikaner versteht solche Geschäfte nicht, der österreichische Steuerzahler ebensowenia aber er wird zahlen. Alle Völker Europas iverden früher oder später es am eigenen Leibe verspüren, welches Unheil ihre berufenen und unberufenen Lenker angerichtet haben, als sie sich aus das große Kriegsabenteuer eingelassen haben. Die Staa-tssorm hat sich da und dort geändert, der Geist ist geblieben. Das ersieht man aus der Haltung der Parteien jeder Frage gegenüber, die der Tag bringt. Indessen bereitet sich im Osten Asiens eine Wandlung vor, und es sind der Anzeichen genug vorhanden, daß der größte Kontinent des Uebermutes Europas überdrüssig geworden ist. Asien den Asiaten! ist die Losung und unter diesem Zeichen wird.am 1. August ein panasiatischer Kongreß tagen, den die Europäer vorläufig noch belächeln mögen, bis sie wohl zu spät erkennen werden, daß Europa ausgospielt hat. Die Sikhs und Gurkas,, die auf den Schlachtfeldern Flanderns für die „Freiheit" Ettropas gefachten haben» wissen heute, warum sie dies taten, vielmehr als der Alpenländler, ■ der an der Piave, oder der Sizilianer, der am Jsonzo gestanden hat. Die Afrikaner und Asiaten haben die Kultur - Europas aus der nächsten Nähe kennengelernt. Die moralische Autorität, auf die Europa Asien gegenüber pocht, ist geschlvunden, ihre letzten Reste zehrt es selbst rn den alten, unfruchtbaren Streitigkeiten um StaatSfavben oder um — den Juden auf. Der Papst sagt den Völkern, die Juden sind ein göttliches Volk, aber die ihn als geistliches Oberhaupt anzuerkennen borgieben, beweisen in ihren Zeitungen, daß er unrecht habe, und in ihren täglichen Handlungen, daß sie es mit der Maxime halten: „Und der Papst absolut, wenn er unseren Willen tut!" Der Rationalist beweist ihnen, daß es Wahnwitz sei, gegeneinander Barrieren aufzustellen, die Handel und Wandel mit unnützen Plackereien bedrängen, aber jeder Staat gebärdet sich so, als ob er auf niemand angewiesen wäre. Ihr aller Ideal ist die wirtschaftliche Autarkie, ein Ideal, das sie aus dem Kriege als einzige Errungenschaft heimgeführt haben. Volk und Individuum, die Masse tlnd der Einzelne, sie benehmen sich, wie ivenn sie Götter wären. Die Selbstvergöttlichung Europas — das ist der nie versiegende Quell des täglichen Haders, der sich von Zeit zu Zeit in gegenseitiger Zerfleischnng der Völker Luft macht. Und wenn sie einander zeitweilig eine Ruhepause gönnen, dann sind sie einig in dem Kanrpfe gegen die Juden, froh, daß sie einen Sünderl- Üoch für alles goflrnden haben. Etiglond und Amerika wenden sich mißmutig von solch unerfreulichem Anblick ab, und widmen sich ihren eigenen Angelegellheiten. England ist das Palästinamandat zugefallen, es benutzt es zur Stärkung seiner astatischen Jnteressetl, indes die Juden mit Bentfung cmf die ihnen vom Völkerbund garantierte nationale Heimstätte an der Erschließung der wirtschaftlichen Quellen des Landes in unermüdlicher Tätigkeit arbeiten. Während die europäischen Staaten vergeblich mit ihren: Budgetdefiziten ringen und des siegreichen Frankreich Finanzminister dieser Tage bekettnen mußte, daß in den Staatskassen nicht nrohr als 50 Millionen Franken vorhanden seien, war Palästina imstaude, englische Vorschüsse im Betrage von eineinhalb Millionen zurücktzuzahlen. Es hat diese Smnme aus laufenden Einnahmen aufgebracht, konnte da^:r leicht eil« neue Anleihe jm Betrage van viereinhalb Millionen Pstmd.von t 2160374137749764989838

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