Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2664 (24.7.1926)
- Date
- 1926-07-24
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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1h. SSS4 Wiener Morsenzeitnnu. 9»n im Sette S («ftinatMeM niwwiHtj, m aitoern S 2.60 und Tufclfl b 2.40, Frobetube S <-J90. zeichnet eich vöf anderen Zahnpasten dadurch aus, daß sie die Zlhne in knttef Zeit , _ . Blendend whb reimgt und garantiert n flieh 14 lieh ist. Dabei hat Twefdys Dentifiore einen höchst angenehmen erfrischenden Ueschmack. — Ueberail erhSltlkh. 144 ApeiNkB „»um gdfdaiten MlndiM11 tf*t W.Twerdy, Wlint I. Kohlmarkft Nr. 11 DeMenmg gegen «ege«. Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ' ist uns auch auf dem Gebiet der Versicherungen weit voraus Man kann sich drüben gegen alle möglichen Zufälle des Lebens versichern lassen. Nun scheint auch Europa in dieser Richtung hin etwas Fortschritte machen zu wollen. In Dänemark befaßt sich jetzt nämlich eine ÄersicherungS gesellschaft mit einer sehr zeitgemäßen Versicherung, mit der Versicherung g e g e n R e g e n. So hat erst kürzlich der Besitzer eines großen Sommerrestaurants in einem dänischen Grenzort diese Versicherung erprobt, als er ein großes Volks fest in seinem Gartenlokal abhalten wollte. Die Gesellschaft hatte sich verpfilchtet, dem Manne 1000 Kronen zu zahlen wenn an diesem Festtag mehr als 1,6 Millimeter Regen fielen. Der Wirt zahlte als Prämie 45 Kronen. Am Festtage aber goß eS in Strömen. Am nächsten Tage konnte der Lokal besitzer trotzdem 1000 Kronen einstreichen. Wien, 24. Juli. Extra hungariam . . . Tokayer, heiß« Augen, Zigeuner, weisen, kurz Wein, Weib, Gesang, hatten bas ungarische Spricht wort zur Folge: Extra hungariam non est vita (außerhalb Un> garns gibt es kein Leben). Jetzt, im Reich der „Erwachenden", gibt es in Ungarn kein Leben, aber das Wort „extra hungariam non est vita" behielt in einem traurigen Sinne seine Bedeutung. Schicksal eines Unbekannten, eines der Namenlosen, welche Hatz und Verfolgung unv Todesangst aus Ungarn in die Welt jagte. Zufällige Nachbarschaft in der Universitätsbibliothek führte mich mit ihm zusaminen. Er erzählte einem Bekannten, er habe in diesem Jahre maturiert — man schrieb das Jahr 1920 — und wolle in Wien Pharmazie studieren, da er in Budapest nicht auf genommen wurde. Der Unbekannte fügte noch manches hinzu. Aber Bemerkungen anderer Bibliotheksbesucher zwangen ihn, das Gespräch abzubrechen. Ich betrachtete ihn näher. Armselig ge kleidet, lebendige Augen, sein Wesen nicht ohne Humor. Der junge Pharmazeut besuchte fleißig die Bibliothek. Draußen im Gange hörte Id) ihn einmal lachen und dachte mir: Er wird sich durch setze». Zwar bemerkte ich beim trüben Lauipenlicht, daß er stets ungepflegter, abgerissener war und daß jetzt sein früher gesundes Gesicht Blässe bedeckt. — Dann traf ich ihn Wer dem Buche schlafend an. Stint wußte ich genug. Helfen? Er mied uns in weiten: Bogen, wenn er auch nur einen Annäherungsversuch bemerkte. Später, au einemsehr kalten Wintertage, begegnete ich ihn auf der Straße. Er kolportierte die NachmittagMätter. Diesmal wid) er mir nicht aus. Seine Wangen hatten sich gerötet, aber cs war weder cm Zeichen der Scham noch seiner besseren Lebenshaltung — das war bloß vom bitteren Frost. Vor kurzem unsere, letzte Begegnung. Zusammengeschrmnpft schleppte er sich durch..die Straßen. Die Füße waren ihm abgefroren und mußten entfernt werden. Nun wandelt er tatsächlich haltlos durchs Leben. Auf zwei Stöcken schleppt sich das NumerNs-clausus-Opfer. Er wird wohl kaum Magister der Pharmazie werden. In Ungarn durfte, außerhalb Ungarns konnte er nicht leben. Extra hun« gaviam ... T. N. * Das Wetter. Am gestrigen Tage war das kühlere Wetter noch anhaltend. Die Voraussage lautet: Aufheiterung, Tempcraturzunahme. * Tödlicher Absturz eines Wiener Touristen. Der Beamte der Länderbank, Karl K u t s ch e r a u e r aus Wien, der in den Dolomiten Touren nnietnehmeu wollte, wurde auf der Hochstadelwand bei Lienz, in der Nähe des Schutzhaufes, tot aufgefunden. Er ist abgestürzt. * Beleidigung jüdischer.Kriegsopfer. Ein gewisser Gustav Z i n s e r ln Stuttgart hatte über gefallene jüdische Feldzngsteiluchiner eine herabwürdigende Bemerkung gemacht. In dem hierauf gegen ihn eingeieiteten Strafverfahren hat er die nachstehende Ehrenerklärung abgegeben: „In der gegen mich anhängigen Strafsache wegen Beleidigung gebe ich folgende Erklärung ab: 1. Ich gebe zu, daß id) die den Gegenstand des EröffnuugSbeschlusses bildende Aeußerung: Auffallend viel L e v i und L e v i s o h u s i n d unter, den Kriegsgofallenen dabei. Die sind dock) alle hi nter der Front verreckt, die I n d e n g e se l l s ch a f t" selbst getan habe. Es ist nick)t wahr, daß ick) nur eine von einem Dritten getane Aeußerung dieses Inhalts bestätigt oder ihr nicht widersprochen habe. 2. Die von mir gemachte Aeußerung entbehrt jeder t a t s ä ch I i ck) c n Unterlag e. Ich nchine dieselbe unter dem Ausdruck des tiefsten Bedauerns zurück. 3. Ich übernehme die Kosten des Verfahrens einschließlich sämtlicher dem Nebenkläger erwachsenen notwendigen Anslagen." Daraufhin ist der gegen den Angeklagten gestellte Strafantrag znrückgenomen worden. * Aekztliche Pflichttreue. In einer Kinderklinik in Bordeaux rettete ein junger Arzt, Pi au, ein bereits aufgegobenes Kind durch oine rasche Operation vom Tode. In feinem Uebereifer schnitt er sich dabei in die Hand. Der Chirurg konnte sid) aber nicht um seine eigene Wunde kümmern, bevor sein kleiner Patient operiert war. Meid) nachher war aber seine Hand so angeschwollen, daß er stch schleunigst von seinen Kollegen behandeln lassen mußte. Noä) während das kranke Kind in Lebensgefahr schwebte, starb der pflichtgetrene Arzt an den Folgen seiner Blutvergiftung. Das Kind wird gesund. * Ein großer Brand in Pinkafeld. AuS Pinkafeld (Burgenland) tvird uns berichtet: Im Gebäude der hiesigen Kotzenfabrik L i r s ch brach wahrscheinlich durch S elbsten tzundüng ein Feuer ans, durch welches das Dach und der Dachst uhl des Lagerraumes vollständig eingeäschert wurden. Zahlreiche-Waren fielen dem Brande zum Opfer, so daß der Schaden 8 0.0 0 0 Schilling beträgt, welcher durch Versicherung gedeckt ist. * DaS neue Thermalstrandbad in Baden bei Wien. Heute Samstag wird in Baden bei Wien das neue Thermal- " " “r“ ' “ Miwärt von Mitgliedern der von Vertretern der in- und ftrand'bad, Heieuenstraße, in Gegenwart von Mitgliedern der Regierung und der Behörden sowie ~ ■ i=misii(i=irn=n(i=imsfius!iii=im=H!i=i!nstin=itii mmmwm Welk der arnaiia Sie jüdische« Znvaliden in Sesterreich. Wir haben kereits berichtet, daß vom 16. bis 17. Juli in Danzig eine Weltkonferenz jüdischer Kriegsinvalider getagt bat. Auf dieser Konferenz wurde u. a. mitaerent, daß es in Europa nicht weniger als 600.000 jüdische Kriegsbeschadiigte gibt, lieber die jüdischen Invaliden in Oesterreich erstattete Professor Benzion Lazar, der aende des Verbandes der jüdischen Kriegsigten in Oesterreich, ein sehr instruktives Referät, dem wir die folgenden Einzelheiten entnehmen: CS gibt in Oesterreich vier Gruppen von jüdischen Kriegsopfern: O e ft e r r e i ch e r n, f r e m d st a a t l i ch e, staatenlose und rentenlose Oesterreicher. Was die Oesterreicher selbst betrifft, so hat die österreichische Regierung entsprechend den verschiedenen Friedensverträgen eine große Zahl von Kriegsinvaliden, deren Versorgung anderen Staaten zur Last gefallen wäre, übernommen. Für die Schwerstinvaliden ist einigermaßen gesorgt, indem bis zu 75prozentiger Invalidität immerhin etwas geschieht. Von da abwärts aber sind die Invaliden in Oesterreich geradezu dem Hungertods preisgegeben. Ein öOprozentiger österreichischer Invalider erhält bloß sechs Schilling monatlich, ein 45prozentiger gar nur einen Schilling 20 Groschen. Zum Leben zu wenig, zum Sterben auch nicht zu viel, wie das bittere alte Wort von den Festbesoldeten sonst lautete. Darum sind gerade diese Invaliden, denen angesichts der herrschenden Wirtschaftsverhältnisse keinerlei bescheidene Beschäftigung offen steht, größtenteils auf die Wohltätigkeit der Gesellschaft angewiesen. Noch viel schlechter daran sind die jüdischen Invaliden in Oesterreich bei der Zuweisung von Monopolkonzessionen (Trasiken usw.). Selbst bei den Schwerstinvaliden wird ein Unterschied zwischen J uden und Nichtjud«n gemacht. Wenn zwischen zweien, sonst gleich qualifizierten Invaliden die Wahl zu treffen sei, so ist es immer der andere, der Nichtjude, dem der Vorzug gegeben wird. Die größte Zahl der fremdstaatlichen Invaliden in Oesterreich stammt aus Polen, das sich die Taktik zurechtgelegt habe, den im Auslande lebenden Invaliden keine Renten znzuweisen. Alle Vorstellungen, Bitten und Klagen sind vergeblich, Polen gibt keine Antwort oder speist die Invaliden mit Verprechungen ab. Selbst die Schwerstinvaliden, die bereits im Beitze' von polnischen Jnvalidenbüchern, also von Polen anerkannt sind, bekommen keine Rente. Die dritte Gruppe der jüdischen Kriegsinvaliden in Oesterreich, die der Staatenlosen, belastet wieder zum größten Teile Polen. Es sind dies jene Unglücklichen, welche im Jahre 1919 durch Staatsbürgerschaftserklärung Oosterrcicher geworden sind. Diese Erklärungen wurden später, wie bekannt, annulliert. Die Leute waren nicht Oesterreicher, wurden, aber wegen ihrer Erklärung von Polen aus seinem Staatsverband ausgeschlossen, obzwar auch Polen den Friedensvertrag nntersdirieben hat. Die vierte Gruppe, die der rentenlosen jüdischen Kriegsinvaliden in Oesterreich. besteht aus jenen, welche, um Oesterreicher werden zu können, die Erklärung abgeben mußten, an den österlchischen Staat k ei nerle ^Ansprüche zu stellen. In ihrer Sorge um das Heimatsrecht dachten die Armen offenbar nicht daran, daß damit auch ihre Invalidenrente gemeint sei. S'e wurden darüber von den berufenen Stellen nicht aufgeklärt und heute stehen sie völlig ratlos da. Darunter befinden sich beschäftigungslose Blinde, die weder Vau Oesterreich noch von Polen unterstützt werven, so das; man sowoyi 5>: bei* polnischen Regierung wie aud) beim Völkerh und in Gens wird intervenieren müssen. * Der Referent, Professor Lazar, teilt uns mit, daß der auf der Danziger Konferenz anwesende polnische Regierungs- Vertreter nach diesem Referat und nach den Ausführungen bei polnischen Delegierten Büchner in privater Aussprache ev klärte, man möge ihm eine Liste der in Oesterreich lebenden poln» schen Kriegsinvaliden übermitteln. Er hoffe, daß binnen kürzest« Frist die polnische Regierung den Invaliden in Oesterreich ihr» Hilfe angedeihen lassen werde. Gine Abordnung dev jüdischen KviegAinvalliden beim Ministerpräsidenten Bartel. Warschau, 21. Juli. Ans dem Rückweg vom Weltkongreß der jüdischen Kriegsinvaliden in Danzig hielt sich die Del« gation der jüdischen Invaliden in Warschau auf und fprack unter Führung der Abgeordneten Thon und Heller bein Ministerpräsidenten Bartel vor, dem sie die Forderungen der jüdisä)en Kriegsinvaliden, -Witwen und -Waisen vorlegte. Mi> nisterpräsident Bartel erklärte, daß „ausgestellte Wechsel eingelösi werden müssen" und versprach, sich mit den betreffenden Ministe, rien zwecks Erledigung der jüdischen Forderungen in Verbindung zu setzen. Er wird den untergebenen Behörden auftragen, dir jüdischen Invaliden nach den Grundsätzen der Gerechtigkeit obm nationale und religiöse Vorurteile zu behandeln. Aurgestaliung des Komitees der Wische« DelegaNonen. London, 23. Juli. (I. T. A.) Am Sonntag den 26. d. wird hier eine Beratung zwischen Mitgliedern der Exekutive des Amerikanisch-Jüdischen Kongresses und dem Präsidenten des Komitees der jüdischen Delegationen in Paris, Leo M o tz k i n, abgehakten werden. Gegenstand der Beratungen wird die Frage der Herbeiführung einet intimeren Zusammenarbeit zwischen den europäischen jüdischen Organisationen und deni Amerikanisch-Jüdischen Kongreß . in bezug auf die Wahruehniung der berechtigten Wünsche der jüdischen Minderheiten in verschiedenen Ländern bilden. Als Vertreter des Amerikanisch-Jüdischen Kongresses werden an den Beratungen tcilnehmen: Dr. Stephen S. Wise, der Präsident des Kongresses, sowie der Vizepräsident Archibald S i l ve r m a u und die Mitglieder der Exekutive Richter Hugo P a m, David S h a p i r o, Morris D u g l a f h und Doktor Josef T e n n e n b a u m. Die Beratungen werden wahrscheinlich zu dem Resultate führen, daß im Sommer kommenden Jahves eine repräsentative Konferenz in Europa stattfinden wird, auf der alle jüdisd)en Gemeinldevevbände durch gewählte Repräsentanten vertreten sein werden, die das Problem der Wahrung der j ü d i sch en Min d er heitsr echte und die Reorganisation des Komitees der jüdischen Delegationen zu behandeln haben wird. ZZjlkhrises FubUd'um der ersten deutschen Aerztin. Dieser Tage werden es 25 Jahre, seitdem zum ersten Male in Deutschland Frauen diemedizinische Staats- und Doktorprüfung gemacht haben. Die erste Aerztin war Frau Dr. Irma K l a u 8 n e r - C r o n h e i m, eine Jüdin, die eben das Jubiläum ihrer 25jahrigen ärztlichen Tätigkeit begeht. Not bricht Frömmigkeit Aus Krakau wird folgende sensationeller Selbstmord eines frommen Ehassid gemeldet. Bor einigen Tagen hat hi. Dembi a bei Krarau ein frommer Ghassid, Hersch Lehrer, seine Wohnung verlassen, wobei er seiner Familie sagte, daß er baden gehe. Seither war er verschollen. Alle Nachforschungen nützten nichts, man fand ihn nirgends. Erft nach einigen Tagen fand man die Leiche Lehrers am Feld, außerhalb der Stadt. Er hatte siä) mit einem Schlächtermesser den Hals durchschnitten. Die Ursache des Selbstmordes war materielle Not. Der Selbstmord des frommen Mannes hat hier großen Eindruck gemacht. Gesellschaft für jüdische Wissenschaft in Rumänien. In Bukarest wurde.eine Gesellschaft für jüdische Wisseiischaft begründet» an deren Spitze Senator Oberrab-biner Dr. Niemirower und eine Anzahl jüdischer Forscher auf dem Gebiete der jüdischen Wissenschaft, . wie M. Sd-warzfeld, M. Schweig, Herausgeber des „Cnrierul Jsrnelite", Dr. Bruker und Doktor Halevy stehen. Die Gesellsä-aft wird alle Zweige der jüdischen Wissenschaft pflegen und ein besonderes Augenmerk der Geschichte der Juden in Rumänien widmen. -— -.L nftm Ja Leiden darAtfimungfiorgöne, ^^desMaqansuxlRr Blase ärztlich bestem MnpfcMen. ausländischen Presse und der Gesellschaft eröffnet. Das neue Bad, das schon im Bauzustand durch seine großzügigen Anlagen auffiel, ist mit allem Komfort ausgeftattet. Die Wassertemi e r a t u r i st regulierbar. Für das Schwimnibecken ist eine Tvmperatur von 24 Grad Celsius, für das Strandbadbecken eine blche von 26 Grad Celsius vorgesehen. Die Preise sind sehr mäßig gehalten. * Waldbrände in Südkanada. Aus London wird gemeldet, daß in Südkanada infolge der schrecklichen Hitze die Wälder in ^lammen stehen. Das Feuer verbreitet fidr in blitzschnellem vinpo und der Schaden beträgt schon viele Millionen Dollar. * Triest—Palästina. Donnerstag den 29. d. um 18 Uhr Abfahrt von Triest mit dem Dampfer „Trento" des Lloyd Trivstino nack) Jaffa, Haifa. Äiädüte FGrt am Donnerstag den 5. August, 18 Uhr mit dem Danipfer „Cc >.arniolia". * Das englische Königspaar im Hause James de RothchildS. Mr. und Mrs. Jaines de Rothichild hatten am letzten Sonntag In ihrem Mm Waddesdon Manor" zu Bnckingshanihtre das englische Königspaar, das in Begleitung von Viscount und Visconnteß Lascelles erschienen war, zu Gast. * Dänemark ohne Thronfolger. Aus Kopenhagen wird gemeldet: In Kreisen, die dem Hofe nahestehen, verlautet, daß Kronprinz Fred er ik beabsichdigt, auf die dänische und die isländische Krone zu verzichten. Dem Gerüchte liegt oine Aeußerung des Kronprinzen in einem Privataespräd, zu Grunde. Deriinach will der Pvinz sich aus dem öffentlichen Leben zurückziehen, um sich ausschließlich feinen musikalischen Interessen zu widmen. Da der jüngere Bruder des Kronprinzen, Prinz Kund, kaum geneigt sein dürfte, die Stelle als Thronfolger anzunehmen, steht man im Fall der Bestätigung des Gerüchtes vor der Aufgabe, einen Thronfolger für Me Königreiche Dänemark und Island zu finden. blatt „Echo . . , weise dtvies Blattes hatte den Verein der Erfurter Presse zu der Erklärung veranlaßt, daß seine Mitglieder von einer solchen Art Journalistik entsd)ieden abrncken. * Ein humorvolles Testament. Der Großindustrielle James Dalton aus Winnipeg hinterlietz ein ebenso spaßiges wie kluges Testament. Es lautete folgendermaßen: Ich hinterlasse in völliger körperlicher und geistiger Gesundheit: 1. Meiner Frau ihren Liebhaber und die Versicherung, daß ich lange nicht so dumm bin, wie sie glaubt. Geld bekonnnt sie von mir nicht. Wenn ich and) zu meinen Lebzeiten von dein Vorhandensein eines Liebhabers anscheinend nichts wußte, so bedeutet doch meine Nichtbeachtung nicht, daß id) über den Tod hinaus Berzethung zu gewähren geneigt bin. 2. Meinem Sohn, oer bisher nichts getan hat und nur seinen Vergnügungen als Millionärserbe lebte, hinterlasse id) das Vergnügen, arbeiten zu dürfen. Er soll stch nun selbst über- " r ' " ':l m-' 'r' ' „ ien, daß beim Arbeiten viel Vergnügen nicht heraussieht, nachdem er sid) 26 Jahre lang eingebildet hat, ich arbeite zu meiner Privatpassion. 3. Meiner Tochter hinterlasse ich . . yr tat. 4. Meinem Chausfe sämtliche Autos. ^Er hat die Kraftwagen schon halb mag er!ompagnon wieder mit einem guten Kaufmann und vernünftigen Mensch zusammcnzutun, sonst kommt das Gssäiäft sid)er schon im nächsten Jahre unter Zwangsverwaltung. — Schade, daß man die Erben bei Berleiung des Testaments nicht im Lichtbild festgehalten hat, 567602