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Wiener Morgenzeitung · 1926-07-24 · Heft 2664 (24.7.1926) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2664 (24.7.1926)
Date
1926-07-24
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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M. 2664 Nie«, GsmSLc^ Wiener Morgenzettuns / Tagesbericht. --Lymonv Poincare, k>er neue sranzösische Ministerpräsident, wurde mit 20. August 1860 geboren. Nach absolviertem Jusstudium widmete er sich kurze Zeit dem Rechtsanwaltsberufe, bis er 1.887 in die Kammer gewählt wurde. Bon diesem Moment an wnrde er mit Leib und Seele Politiker. Als solcher tat er sich besonders als eifriger Gegner der Nationalisten und Kleriinlen hervor und seine glänzende, rhetorische Begabung lenkte die Aiifiijerksamkeit aller politischen Kreise auf sich. 1891 bis 1896 wurde er Minister des Unterrichts und der schönen Künste, nach seinem Rücktritt daun Vizepräsident der Kamurer, 1906 übernahm er das Finanzportefenille, 1912 bildete er sein erstes Kabinett. Von diesem Moment an trat er in den Brennpunkt der internationalen Politik. Er war ein eifriger Förderer des Entcntegedankens und bemühte sich insbesondere um die Festigung des Bündnisses mit Rußland. Die verhängnisvolle Rolle, die er und sein erster Mitarbeiter, der Moskauer Botschafter Delcasse, in dieser Hinsicht spielten, ist er in jüngster Zeit durch verschiedene Memoirenveröffentlichungen aufgedcckt worden. 191" zum Präsidenten der Republik gewählt, ging er, ein gebürtiger Lothringer, mit ganzer Kraft auf das Ziel der Wiedergewinnung Elsaß-Lothringens los. Seine Reise nach Petersburg war die Besieglung des Paktes mit Rußland, der Abschluß seiner Vorbercitungspolitik. Im Weltkrieg gehörte/ Poincare und sein Ministcrpräsidcut C l e m c n c e a u zu den Männern der schärfsten Tonart, zu den rücksichtslosesten Kricgführern, die in den unterschiedlichen Pariser Friedensvcrträgen ihre Macht besiegelten. Nach Ablauf seiner Amtsperiode übernahm er die Präsidentschaft der Neparationskommission, in welcher Stellung er auch weiterhin seine Gewaltpolitik fortsetzte. Im Mai 1921 legte er diesen Posten nieder und zog sich ganz in den Senat zurück, wo er der Führer der Rechten wurde. 1922 wurde er abermals Ministerpräsident und versuchte nun zwei Jahre hindurch, Deutschland gegenüber die Politik der starken Hand durchzusühren. Tie Kammer- Wahlen vom Mai 1924 fielen gegen ihn aus. Er trat zurück. Zwei Jahre mühte sich die Demokratie, die arg zerrüttete Wirtschaft ms Gleichgewicht zu bringen. Nun hat man wieder auf Poincare gegriffen. Sein extremer Nationalismus ist verflogen, er hat — die letzten politischen Debatten haben cs gezeigt — auf den Boden der Tatsachen zurückgesuüden. Sie hebräische UniNerWt. Am 1. August beginnt in London eine Beratung des Kuratoriums der hebräischen Universität. All der Sitzung wir) Professor E i n st e i n tciliichmrii. An dieser. Sitzung wird auch Oberrabbiner Professor Dr. C Hajes, der bereits zu Beginn dieser Woche, in. London, cingetrosfen war, teilnehmen. « Das slowakische Rote Kreuz — antisemitisch. Wie die „Jüdische Volkszeitung" meidet, hat in den letzten Wochen das Note Kreuz in der Slowakei massenhaft Broschüren und Flugblätter vebeitet, in denen Enthaltsamkeit im Aikcholgenuß gepredigt wird. In diesen Schriften wird v o n d e n Juden gesagt, sie seien die einzigen, die an der Bolksvers.nchnng d u r ch A l k oh o l die Schuld tragen; sie hassen die Arbeit und suchen leichten Erwerb durch Verkauf von Alkohol. Diese Schriften werden auch unter de n S ch n l k: n d e r n verbreitet, wodurch die antisemitische Saat in die Herzen der unreifen Jugend gestreut wir). (I. T. A.) I gniernationale Stnventenkonserenz. Teilnahme des Weltverbandes de« jüdischen Studentenschaft. Die fünfte Jahreskonferenz t-es Weltstudentenwerkcs (International Student Service) wird, wie wir erfahren, anr 25. d. in Ka rlovc i (Jugoslawien) eröffnet werden. Vertreter aus 36 Ländern werden an dieser Konferenz teilnehmen; bis jüdischen Studenten werden eine besondere Delegation bilden. Die Konferenz wird unter anderem folgende Fragen behandeln: 1. Studentische Selbsthilfe. 2. Tie zukünftigen Aufgaben „des Weltstudentenwerkes. 3. Das Problem „Ost und West". 4. Ist eine internationale Zusammenarbeit von Stud:nttn möglich? Die Konferenz wird mit einem Empfang der Belgrader Regierung un) Universität ihren Abschluß finden. * Das Weltstudententverk wurde int Jahre 1920, zur Zeit als die Studentenschaft Mitteleuropas große Not litt und rascher Hilfe bedurfte, begründet. Studenten in 40 rom E,lend verschonten Ländern haben ihre Kräfte vereint, um ihren Kollegen ihr Fortkomnien und Studium zu erleichtern. Während ker ersten fünf Jahre seines Bestehens hat das Weltstudentänwerk mehr als zwölf Millionen Schweizer Franken aufgebracht und unter bedürftige Studenten chne Unterschied der Volkszugehörigkeit verteilt. Mich die jüdische Studentenschaft wurde entsprechend bedacht. Tank der Unterstützung des International Student Service konnte die Studentenschaft ihre Selbsthilfeknstitutionen ausbanen. Das Weltstudentenwerk hat es sich überdies zur Mlfgabe gemacht, die Studenten aller Länder für eine gemeinsame Arbeit zu gewinnen nrid die in der studentischen Welt bestehenden Mistoerständnisse aufzuklären. Es hat vielfach gegen den Antisemitismus und insbesondere gegen den Numerus clausus entschlossen Stellung genommen. Die Mainummer seines Organes („Vox studentium") war der I u d e n f r a g e gewidmet; jüdische Schriftsteller und Studenten haben Beiträge geliefert. Im leitenden Artikel war den nationalen Bestrebungen des Judentums die Sympathie ausgesprochen worden. Katastrophales Unwetter in Amerika. Rekordhöhe und Gewitterstürme. — Viele Tote und Verletzte. (Eigcndienst der „Wiener Morgenzeitung".) New-Iork, 23. Juli. In vielen Städten der Oststaaten hat man eine Hitze von mehr als 40 Grad Celsius festgestcllt. Meist wurde die Hitze von G c w i t t e r st ü r m c n abgelöst, die großen Schaden dadurch verursachten, daß sie zahlreiche Dächer a b d e ck t e n und Bäunie und Trahtleitungen umwarfen. Die Zahl der vom Hitzschlag Getroffenen ist sehr g roß. und ebenso die Zahl der durch die Stürme Verunglückten. In der Nähe von New-L)ork wurde ein A u t ochu s durch den S t u r in vom Straß endamin herabgeschleudert, wobei zehn Frauen und Kinder getötet und über 3 0 M e n s ch e n s ch w c r v c r l e tz t wurden. Brand im Schnellzug. Zwei Waggons während der Fahrt in Brand geraten. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitnng".) London, 23. Juli. In der vergangenen Nacht brach in einem von London nach Penzance fahrenden Schnellzug bei R e a° ding aus bisher unbekannter Uriache Feuer aus. Ein Wagen HI. Klasse und der Geoäcksivagen wurden vollständig zerstört, doch k a m n i e m a n d z u Schaden. Die Reisenden konnten nach starker Verspätung die Fahrt foitsetzen. ' 24. Juki 1026 men Wer eile möglichen durchgomacht hat und trotz großer diätischer Ent* bchrungcn keine Gewichtsabnahme erzielen konnte, vergliche Dr. Hoffbauert Enlfetfim§t« (abletten, die vor allem keine Aendcrung der gewohnten Ltbensweise verlangen und ln kürzester Zeit Gewichtsverminderung bewirken. — Depot 1 Apotheke M. BAYER, Wollxelle Nr. 13 Mischung amerikanischer Patzvisa. Danzig, 23. Juli. Durch einen Zufall wurde hier eine große Emigrationsfälscheraffäre aufgedeckt. Es gelang einer größeren Anzahl von Personen, ans Grund falscher amerikanischer Pässe Schiffe zu besteigen, die nach Amerika abgehen. Das hiesige amerikanische Konsulat pflegt, um jeden Mißbrauch zu verhindern, den Schiffsgesellschaften die Namen aller Jnnnigranten, denen ein Visum erteilt wurde, und die Nummer des Visums bekanntzugcben. Auf noch nicht aufgeklärte Weise erfuhren nun die Fälscher die Namen und Nummern der vidierten Pässe und onnten so gleichsam „beglaubigte" Pässe fälschen. Die weitverzweigte Affäre wurde so entdeckt, daß auf einem Schiffe, zufällig zwei Passagiere waren mit einem Paß, der auf denselben Namen lautete, dieselbe Nummer des amerikanischen Visums auswies nn) mir zwei verschiedene Photographien hatte. Die auf dem Schiffe sofort durchgesührte strenge Untersuchung ergab, daß einer der Pässe falsch war, aber auch andere Passagiere falsche Pässe besaßen. Die Fälscher wurden sofort verhaftet und die polizeiliche Untersuchung führte ans die Spur von zwei Haupträdelsführern, von denen einer in Danzig und einer in Warschau wchnü Unter den falschen Jnnnigranten waren viele Männer in militärdienstpflichtigem Alter, die nach Amerika desertieren wollten. Die Mörder au» der Trebitscher Kohn-Mühle. Aus Jglau wird geschrieben: Die Trebitscher Massenmörder Josef F e j t a und das Ehepaar Dvoracek wußten bis zum letzten Samstag nicht, wie das Oberste Gericht in Brünn über ihr Schicksal entschieden hatte. Im Laufe des Nachmittags wurden die drei Verurteilten in die Gefängniskanzlei gerufen, wo ihnen vom Oberlandesgerichtsrat F i b i n g e r in Gegenwart des Schriftführers und des Direktors des Gefangenhcmses das Todesurteil verkündet wurde. Als Erster wurde Josef Fejta vorgeführt, welcher das Urteil im allgemeinen ruhig aufnahm, zu weinen begann, der unglücklichen Kinder gedachte und betonte, daß er eine derartige Strafe nicht erwartet hätte. Ferner betonte er, daß er die Brüder Policky nicht erschlagen hätte und berief sich auf die mildernden Umstände, weil er durch seine Aussagen eigentlich Licht in die Trebitscher Mordangelegenheit gebracht hätte. Nach ihm kam Karl Dvoracek an die Reihe. Er betonte, daß er vollständig unschuldig sei und erklärte zynisch, daß er, bevor er den Gnadenweg antreten und lange Jahre im Kerker schmachten sollte, lieber gleich den Strick wünsche. Als letzte wurde die D v o r a c e k vorgeführt. Als ihr Oberlandesgerichtsrat Fibingcr die Entscheidung des Obersten Gerichtshofes vorlas und sie fragte, ob sie alles richtig verstanven hätte, begann sie bitterlich zu weinen, rief die Muttergottes und alle Heiligen zu Zeugen an und betonte, daß sie unschuldig sei und daß ihre Unschuld bald ans Tageslicht kommen müsse. Als sie zu unterschreiben hatte, daß sie das Urteil zur Kenntnis genommen habe, und, da sie des Schreibens unkundig war, dies mit drei Krenzchen bestätigen sollte, zitterten ihr so die Hände, daß der Schriftführer ihr die Feder führen mußte. Zurück in die Zelle mußte die Dvoracek von zwei Gefängniswärtern. geführt Reb Sorechl und feine Tochter.*) Von Schcklom Alejchem. II. Deiwel, der Tausendsassa. . Hoch gewachsen, aber gekrümmt; ein löcheriges Gesicht, aber Hitmütige, graue Augen; ein junger Mensch, aber grauhaarig. Das äst das Bild des Feiwel, des fliegenden Händlers, oder, wie tyan ihn bei uns nannte, Feiwels des Tausendsassa. , Und man nannte ihn auch nicht umsonst Tausendsassa. Alan konnte bei ihm alles kunterbunt finden: Knöpfe und Knöpfchen, Nadeln und Nadcltäschchen; Maschen ans Seide und Bandstreisen und Hosenbänder und Faden; Zwirn, Kappen und Kleidchen und Seife aller Arten und noch viele andere Warensorten, die im Kopf zu behalten und zu nennen schwer fällt. Feiertag war cs für alle Frauen und Mädchen, wenn sie hörten, daß Feiwel der Tausendsassa gekommen sei. Für uns Ehederjungen, Lausbuben, war cs ein doppelter Feiertag: Erstens bedeutet Feiwel und sein Wagen schon an und für sich eine Freude und zweitens, sobald Feiwel der Tausendsassa da ist, erspart man das Lernen wenigstens für einige Stunden; man, wird „frei". Weshalb? Weil der Lehrer Reb Sorechl es liebt, Neuigkeiten zu hören. Und wer weist von -dem, was es auf der Welt gibt, so gut und so viel wie Feiwel der Tausendsassa, der mit seinem Kramwagen überall hinkommt, in jedes Mäuselech. . Neuigkeiten brachte Feiwel der Tausendsassa immer packweise mit, „Schätze an Neuigkeiten". Und nicht so sehr die Neuigkeiten selbst waren hörenswert wie die Art, in der sie erzählte. Wißt ihr, was ich euch sagen werde? Neuigkeiten erzählen, das muß inan verstehen. Und Feirvel der Tausendsassa verstau) es, zu erzählen. Ich glaube,, ich könnte ihm ewig zuhören, nicnials würde es mir langweilig werden. „Was es Neues gibt, fragt ihr? Oh, nichts Gutes hört man!" So pflegte Feiwel mit seinem Erguß zu beginnen intb *1 Siehe „Wiener Morgenzeitnng" vom 8. d. währenddessen die Waren in seinem Wagen zu sortieren und sie verkanfsbereit zu Wichten. „Nichts Gutes hört man von unseren Brüdern, den Kindern Israels . . . Ich komme gewde ans Schitomitz, nicht weit von. Schitomir; Tschidnew heißt das Städtchen, wenn ihr davon gehört habt, Tschidnew ... Da ist dieser Tschidnewer Raw, ein nnseriger, ein kleinrussischer, aus Kleinrußland ist er; Kleinrnßland, das ist nicht Litauen, in Kleinrußland gibt es nicht solche arme Teufel wie in Litauen. Gibt es bei uns einen armen Kerl, dann ist er eben „arm", aber bei euch in Litauen ist ein arnter Mensch, es gereiche euch nicht zur Schande, bettelarm. Ich bin solchen Armen wie bei euch in Litauen nirgendswo begegnet und ich habe schon ein Stück Welt hinter mir, ich war überall, in Litauen, in Polen, in Tiefpolen, in Radom und in Lodz und in Marschau. In Warschau! Warschau soll leben! Eine wunderbare Stadt, dieses Warschau! Und billig, aber billig! Dort bekommt ihr ein Mittagessen «nt 11 Groschen, und welch ein Mittagessen! Mit Semmeln aus griffigent Mehl, die im Mund wie Butter zerlaufen. Ich würde, glaube ich, ewig in Marschau wohnen, wenn nicht ihre Sprache wäre, die schwer zu fassen ist, weil sie sonderbar rasch sprechen, mit lauter A's und mit einer Melodie. Und alle heißen bei ihnen Jtsch-Mair, alle nach irgend einem fronnncn Juden Jtzin Meir. Genau so wie in Berditschew alle Lcwi Jizchik heißen nach Reb Lew! Jizchok, dem Berditschewer Raw, der ein Wnndermann war und von dem man sich viele schöne Geschichten erzählt, znm Beispiel ..." „Genug geredet!" unterbricht ihn gerade in der schönsten Mitte die Sovechelin, des Lehrers Frau. „Mas verlangt Ihr für ein Vierteldutzend weiße Knöpfe, diese da mit den harten Löchern?" Aber Feiwel den Tausendsassa stört es wenig, daß inan ihn unterbrochen hat. Er zeigt der Lehrersfrau allerlei Knöpfe, weiße un) anders gefärbte, mit harten und weichen Löchern, und spricht weiter, schüttelt die Worte wie aus einem Sack, sie ergießen sich wie aus einem Faß, sie schwimmen dahin ohne Rast und ohne Halt wie bei einem Schwarzkünstler, der aus dem Mund allerlei Bänder h'erauszieht, rote, grüne, gelbe, blaue, und man weiß nicht, wann die roten anfhören und die grünen beginnen. Es kommen immer neue Streifen, schimmernde Streifen, ganze Berge von Streifen und wieder Streifen . . . Da trug sich eines Tages folgendes zu: Feiwel der Tausendsassa rief den Lehrer zur 'Seite, um ihm ein Geheimnis zu verraten. Das dauerte zwei Stunden. Während des Gespräches wischte sich Feiivel die Stirne mit einem roten Tuch, der Schweiß rann ihm in Strömen herunter, und Reb Sorechl tvar sonderbar zerstreut, sehr aufgewühlt und nachdenklich, er hörte kaum, was man zu ihm sprach. Und als die Lehrersfrau vom Markt gekommen war, rief sie der Lehrer zur Seite, dorthin, wo er mit Feiwel das Geheimnis besprochen hatte, und es dauerte Vicht lange, da ließ sie ein Geschrei: „Das kann nicht sein!", hören. Das Gesicht der Lehrersfran war von einem sonderbaren Feuerchen überzogen, von einem Schein, den wir schon seit langem auf ihrem Gesicht nicht mehr gesehen hatten. „Heute laß ich euch frei! Heute wird nichts gelernt!" tat uns der Lehrer zu ivissen und entließ uns. Nur ich, des Lehrers Kostkind, bin zurück geblieben, und das ganze Chcder beneidete mich, weil ich dabei sein werde. Wobei, das wußte niemand. Aber man verstand, daß es da irgend eine Festlichkeit oder dergleichen geben werde, wo es wert ist, „dabei" gewesen zu sein. Und ich war dabei . . . Zuerst begann die Lehrersfran: „Ach, es gibt ja nicht einmal Kuchen!" Da antwortete ihr der Lehrer: „Na, und Schnaps ist auch nicht da!" Feiwel der Tausendsassa: „Das besorge ich!" Kurz, bald ivar Kuchen und Schnaps und „Zubeiß" da und gleich nach dein Mariwgebet kam aus dem Beth-Hamidrasch ein Minjan Juden, unter ihnen Reb Mofsche Schmuel. der Borbeter, Reb Hennvch, der Thoraschreiber, und Reb Oser, der Tempeldiener, und nian schrieb die Verlobungsurkmtde. (Aus dem Jiddischen übertragen von P. H.) SBBtali

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