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Wiener Morgenzeitung · 1926-07-22 · Heft 2662 (22.7.1926) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2662 (22.7.1926)
Date
1926-07-22
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Wiener Morsen-ettrrns Men, Donnerstag Nr. 2662 Meli «. Juli 1928 «ette 9 Las Haus der hebrIWe« NatlonalbibNothek l« Jerusalem. Wie die I. T. A. aus Jerusalem meldet, soll schon in sehr naher Zeit mit dem Bau des Hauses für die jüdische Nationalbibliothek zu Jerusalem begonnen werden. Die Pläne stammen von Prof. Patrick GaddeS, der bekanntlich auch die Entwürfe für das Gebäude der hebräischen Universität hergestellt hat. Die Bibliothek wird bei ihrer Unterbringung in dem neuen Hause etwa eine halbe Million Bände umfassen. Doch werden Räume für etwa eine Million Bände vorbereitet sein. Die Kosten für den Bau werden durch daS Kuratorium der David-Wolffsohn- Stiftung ausgebracht. Ser Antisemitismus ln Rußland. Ein Artikel KattninS. Der Vorsitzende des allgemeinen ZentralexekutivkomiteeS, M. Kalinin, veröffentlicht in einer der letzten Nummern der Moskauer Zeitschrift „I s w e st i j a" einen sehr interessanten Artikel über die jüdische Frage. Kalinin schrieb diesen Aussatz, um auf die vielen Briefe antisemitischen Inhalts, die er in der letzten Zeit erhalten hat, zu antworten. Charakteristisch stir die jetzt in der russischen Bevölkerung herrschenden Stimmungen sind die folgenden Worte Kalinins: „Ich erhalte während öffentlicher Versammlungen fast ständig zahlreiche Briefe, die sich mit der jüdischen Frage beschäftigen, und insbesondere mit der jüdischen Krimkolonisation. Manche diese? Briefe sind in einem st r e n g reaktionären und antisemitischen Geist verfaßt, andere dagegen bemühen sich, die jetzige Taktik der russischen Regierung im Verhältnis zur jüdischen Bevölkerung zu rechtfertigen." Die Ursachen der Erstarkung des Antisemitismus in Ruß« land sind, nach der Meinung Kalinins, in der A k t i v i t ä t d e r Juden zu suchen, die im Daseinskampf sehr oft viel mehr Gewandtheit zeigen als bie Russen. Die Lebensaktivität der Juden erklärt Kalinin aus historischen Tatsachen. Im weiteren Verlaufe seines Aufsatzes beweist Kalinin, daß die Sowjetregierung den Antisemitismus bekämpft, gleichzeitig aber lehnt Kalinin mit Entschiedenheit den Vorwurf ab, daß die Sowjetregierung eine jüdische Regierung sei. Gegenüber reichen Juden sind die Sowjets mü derselben Rücksichtslosigkeit aufgetreten wie gegen alle anderen Kapitalisten. „Wir, dir von den Antisemiten die Bertmdiger der Inden genannt werden, haben in erster Linie das jüdische Kapital ruiniert. (Ein trauriges Vordienst'. Die Red.) Bemerkenswert ist, daß ich als Vorsitzender des allgemeinen russischen ZentralexekutivkomiteeS oft gezwungen war, gegen die jüdische Jugend aufzutreteu, die nach dem Vorbild der russischen Jugend in den Synagogen kommunistische Klubs einrichten wollte." Ae Kon'erenz der Wische« Gemeinden in Bulgarien und das neue Konsistorium. Sämtliche Gemeinden zu Leistungen für den Keren Hajeffod verpflichtet. Wie schon kurz mitgeteilt, fand in Sofia am 4. und 5. d. eine Konferenz der jüdischen Gemeinden Bulgariens statt. Cs wohnten ihr 45 Delegierte bei, die als Vertreter der bulgarischen Judenschast und nicht als Vertreter der Gemeinden galten. Die Zahl der jüdischen Gemeinden in Bulgarien beträgt 88 bei einer Gesamtzahl von etwa 50.000 Juden. Die Konferenz faßte sehr wichtige Beschlüsse, von denen die wichtigsten sich auf die rechtliche Anerkennung der Organisation der Judenheit Bulgariens durch den Staat und die Entwicklung des jüdischen Schulwesens im Sinne der vollkommensten Hebraisierung beziehen. Ein weiterer Beschluß verpflichtet alle jüdischen Gemeinden Bulgariens, Beiträge für den Keren Hajessod zn leisten; die entsprechenden Beiträge dürfen als Ausgangsposten im Budget der Gemeinden vorgesehen sein. In der Frage der jüdischen nationalen Erziehung begrüßte die Konferenz die Initiative der jüdischen Gemeinde Sofia, ein Realgymnasium in Sofia zu errichten. Es sind schon alle Vorbereitungen getroffen worden, um mit Beginn des kommenden Schuljahres das Realgymnasium zu eröffnen. Die Konferenz wählte ein neues Konsistorium. Der permanente Teil deS Konsistoriums, der die Geschäftsführung innehat und dessen Sitz Sofia ist, besteht aus 7 Mitgliedern, von welchen 5 Mandatare der Zionistischen Organisation sind, eines von der B'nai B'rith-Loge herkommt und eines unabhängig ist. An der Spitze des Konsistoriums steht Herr A v r a m Tadjer, der Min Präsidenten des ZentralkonsistoriumS der Juden Bulgariens gewählt worden ist. Dieses Amt wurde bis jetzt von Herrn H. A. F a r ch Y bekleidet. (I. T. A.) Ser Kongreß der Wischen Jugend gugoslawiens. In Sarajevo, 25. bis 29. Juli. (Bon unserem Korrespondenten.) Am Sonntag den 25. d. wird in Sarajevo der siebente Jahreskongreß der jüdischen Jugend Jugoflawiens eröffnst werden Die Eröffnungsrede wird der verdienstvolle Jugendführer Dr. Zwi Rothmüller halten. Der Jugendkongreß wird vier Tage dauern. Die Tagung wird sich mit wichtigen Verbandspcoblemen befassen müssen. Die Arbeit deS Verbandes war in drr letzten Zeit dadurch stark beeinträchtigt, daß einige VecüandSführer im Ausland weilten. Der Jugendverband, in dem über 35 Vereine mit 1200 Mitgliedern organisiert sind, spielt in der zionistischen Bewegung des Landes eine bedeutende Rolle. Man bringt. daher eer Tagung großes Interesse entgegen. Nach dem Jugendkongreß wird im August in Skr ad der diesjährige Kamp der jüdischen Pfandfindrrorganisation Ächduth Hazosim abgehalten werden. F. A. ToderWe. Oberrabbiner Ehrenfeld gestorben. In M a t t e r 8 b u r a (Burgenland) verschied Sonntag früh Oberrabbiner Bernhard Ehren selb im 71. Lebensjahre. Der Verblichene entstammt einer berühmten Vreßburger Gelehrtenfamilie und wirkte durch 41 Jahre in der Gemeinde Mattersburg als Rabbiner. Sein Leichenbegängnis, welches Dienstag vormittags stattsand, war eine imposante Trauevkundgebung. Rabbiner Breuer in Frankfurt gestorben. Frankfurt a. M., 20. Juli. Hier ist der Rabbiner der orthodoxen jüdischen Gemeinde, Dr. Salomon Br'euer, ein Schwiegersohn des Gründers der Frankfurter orthodoxen Gemeinde, Simon Rafael Hirsch, im Alter von 70 Jahren gestorben. Eine jüdische Zarin. Die bulgarischen Geschichtsschreiber und nach ihiien der bulgarische Dichter 'Iwan Basov in einem seiner Romane, rennen eine jüdische Kaiserin unter dem Namen T a m a r a. Doch der französische Historiker Guerin S o n g e o n hat festgöstellt., daß die Tamara eigentlich Rebekka hieß und daß sie im vierzehnten Jahrhundert als Gemahlin des damals herrschenden Kaisers'Iwan Alexander kaiserliche Würden erlangte. Auf der. Höhe seines Ruhmes stehend, verliebte sich der schon verheiratete Bulgarenkönig Iwan Alexander in R«beMa. Ob der Vater Tamaras Arzt oder Kaufmann lwar, ist unbekannt. Rebekka wurde getauft und erhielt den Namen Theodora, als welche sie den Zarenthron Bulgariens bestieg. Sie fand sich rasch in ihre neue Rolle ein. Baitd nahm sie starken Einfluß aus die Staatsgeschäste und ließ ihren Sohn, obwohl der Zar aus der ersten We drei Söhne hatte, zum Thronfolger proklamieren. Im Jahre 1365 starb der Zar und dessen jüngster Sohn betrat als 'Iwan Schischnran der Dritte dm bulgarischen Thron, erwies sich aber als Schwächling. Er wurde nach Dielen politischen Fehlern von den Türken geschlagen und stavb im Jahre 1395. Seine Mutter lebte indesseil zurückgezogen und verstarb an einem nicht festgestellten Datum. In den bulgarischen Legenden aber lebt die jüdische Zarewna heute noch fort. . Jüdische Studenten — in französische Fabriken. Die jüdischen Hörer der Warschauer und Lemberger Technik erhielten für die Ferien die Möglichkeit, in französischen Fabriken ihre Studien praktisch zu vervollkommnen. Die polnischen Fabriken nehnien nämlich keine jüdischen Hörer auf. In bcn nächsten Tagen begeben sich zirka 20 jüdische Studenten in die großen Metallfabriken Frankreichs. Bühne und Kunst. Rablndranalh Lagore. las vorgestern zum zweiten Male aus seinen Werken. „%1\ Literatur kann die Gegensätze zwischen Ost und West klaren", sagte der Dichter in den eiitleitenden Worten. Und trug zart« Liebesgedichte und innige, mit Scherzen durchwirkte Kinderlieber vor. Nrtd ekstatische, von echtem Pathos getragene, religiöse Hymnen. Wiederum englisch und bengalisch. Wie nahe dresir bengalische Rhythmus den antiken Versmaßen ist! Man glaubt, nur Janrbeu zu hören. Viel bewundert wurde die klein«, wunderschöne Gattin des Sekretärs von Tagore. In indischer Nationaltracht, reich geschmückt, die Haarleilung karminrot gemalt, mit einem roten Punkt in der Mitte der Stirne. Tie exotische Mode rstrsed" die europäischen Damen in Entzücken. Aus den Theatern. B ü r g e r t b e a t e r. Heute, '/,8 Uhr abends. Premiere des Overettenfchwcnikes „D a 8 R a v i o m L d e l" von Paul Weiner. R e n a t < > a n c e b il ö lt c. Heute findet die letzte Vorstellung in dieser Sv'elzeit statt Tie neue Svielzett begi, nt F enag den 11. Auguit mit Dem Schauspiel „DaS Grabmal der unbekanntenSoldaten" von Paul Raynal. iDe Freilichtspiele auf der Hohen Warte beginnen heute um dreiviertel 6 Uhr mit einer Aufführung von „Ta n n hä u s er". Nach Schluß der Vorstellltng findet auf den Linien der Stadt- und Straßenbahn (18, G, 36 und 37) ein bedeutend erhöhter Zugsvcrkehr statt. Bei besonders ungünstiger Witterung wird die Vorstellung auf morgen verschoben. „Die Abenteuer des Herrn Meiermax" gingen am Raimund-Theater zum 25. Male in Szene. Zwei Hauptrollen sind jetzt mit Herrn Ehmann und Fräulein Wessely neu besetzt, die sich trefflich in das Ensemble fügerl. Das Publikum scheint mit dem Sommerschwank sehr zufrieden zu sein, fast die gesamte Kritik war es zu unserenl Erstaunen auch. So streichen wir denn die Segel lin,d beglückwünschen alle Beteiligten heute schon zur festlichen „Fünfzigsten". Die Selbstporträtgalerie der Uffizien. Wie der „Vosstschen Zeitung" aus Florenz mitgeteilt wird, hat die berühmte Sammlung von Selbstbildnissen großer Maler aller Völker und Zeiten, die der Ufsiziengalerie angegliodert ist, in jüngster Zeit interessante Bereicherungen erfahren. So finden sich unter den Neuerwerbungen Selbstporträts von Rosa Bonheur, James Enfor, Albin Egger-Linz und Jgnazio Zuloaga. Die Sammlung ist degenwärtig in der Palatina des Palazzo Pittr aufgestellt. Ihre Säle in den Uffizien werden zurzeit neu eingerichtet; sie sollen zum Herbst fertiggestellt sein. „Talmas Tod" nennt sich ein tragikomischer Einakter von Alfred Polgar und Armin F r i e d m a n n. Er behandelt die letzten Stunden des großen Komödianten, der Napoleon die berühmte Napoleongeste beibrachte (Hermann Bahr bringt die Unterrichsstun.dein seiner Komödie ,,Josefine" auf die Bühne). Talma Will nicht in Herzschwäche sterben, sondern an ~ ' ~ Aorta". In Frankfurt, in der P u h o y n n y s ch e als Marionettentheater grotesk-pathetisch gespielt, tiefe Wirkling. , (Sine Strindberg-Uraufführung in Nürnberg. Generalintendant Dr. Johannes Mau rach hat die Uraufführung von Strindbergs Regentendrama „Der I arl" in der Uebertragung Wilhelm Scherings den Stadttheatern Nürnberg-Fürth gesichert. Mussolini und Toscanini. Ueber einen Konflikt Mussolinis mit den: Dirigenten der Mailänder Scala, Toscanini, wird der „Züricher Post" berichtet. Nach diesen Mitteilungen hat Toscanini sich geweigert, bei einer Festaufführmtg, als Einlage die Faszistenhymne „Giovinezza" spielen zu lassen. Zur Erstaufführung von Puccinis „Turandot" habe Mussolini sein Erscheinen angekündigt gehabt, aber im letzten Augenblick unter irgend einem Vorwand auf die Teilnahme verzichtet. Toscanini soll dem Präsekten von Mailand geschrieben haben, Mussolini sei in der Scala willkommen, jedoch könne auf fein ent Fall die „Giovinezza" gespielt werden. Mussolini habe beanständet, daß auf dem Programm der Scala ausländische Werke bevorzugt würden, Toscanini habe jedoch jede Einmischung in die Anstellung seines Repertoires abgelehnt. n „geborstener n Kleinbühne übte der Einakter Vereine. Vortrüge und Versammlungen. Z i o n i st i s ch e Bezirkssektion Brigittenau. Heute findet um 8 Uhr abends im SektionSbeim. 20. Ber., Jägeistraße 30. ein Vortrag von Dr. I. H. K ö r n y r statt. Thema: „Die Juden in A m e r i k a." schüft sitzen, ohne daß eine Kunde zn sehen ist. Warum sie überhaupt offen halten? Vielleicht kommt doch jemand? (Freilich ist cs zumeist ein Besuch vom Steueramt oizer irgend ein strammer Herr, der Seipel-Plaketten offeriert anläßlich des 50. Geburtstages . . .) Die Pariser Kaufleute mögen sich trösten. Es wird liicht immer so bleiben. Erst bis sie in Frankreich so „saniert" sein werden wie wir, dann werden auch sie —- tagelang im Geschäft sitzen Mid keinen Kunden sehen und nur.ausharren, in der Meinung: Vielleicht kommt doch jemand. (U>id es wird einer konnnen mit einer Plakette von Poincare oder Elemencan oder so . . .) Oui, monsieur, c'est la die, c'est la guerre . . . Ali. * Das Wetter. In der Wetterlage ist wieder eine merkliche Verschlechterung eingetreten. Gestern war es kühl, zeitweise regnete es auch. Die Voraussage kündigt v e r ä n d e r l i ch e s Wetter an. * Verhaftungen. Wie die Korrespondenz Wilhelm meldet, wurde gestern der 39jährige. stellenlose Provisionsagent Leon Ellcnd, zu Tarnow geboren, Staudingergasse 9 wohnhaft, verhaftet und dem Lanvesgerichte eingeliefert/ weil er dem Wäscheerzeuger Ehajim Finkelm an n auf Grund gefälschter Aufträge Provisionen in der Höhe von 800 Schilling herausgelockt hat. — Der böjährige Kaufmann Emil Milchmann wurde, wie die genannte Korrespondeirz meldet, verhaftet, weil er vom Landesgerichte Wien wegen Betruges steckbrieflich verfolgt wird. Fischmann behauptet, sich keines Betruges bewußt zu sein. * Auffindung eine- Bermibteq. Wie seinerzeit berichtet, ist am 18. Mai l. I. der Friseurleyrling Franz Scheb'esta aus der elterlichen Wohnung in der Anaeliaass« verschwunden. An sein Verschwinden wurden die abenteuerlichsten Gerüchte geknüpft. Nun wurde das Sicherheitsbureau in Kenntnis gesetzt, vatz Kchebestg am 15. d. M. in Hermagor wegen Landstreicherei aufgegriffen worden ist. * Bei einer Rauferei verwundet. In Frankfurt a. M. wurde gestern nachts der Vorsitzende der Hakenkrenzlerortsgrnbpe, der Journalist Haselmeier, bei eurer Rauferei niedergeschlagen und durch einen Messerstich schwer verletzt. * Die Bluttat eines Viehhändlers. Aus Oedenburg wird rins berichtet: In der Gemeinde Salamonfa ereignete sich dieser Tage ein blutiger Vorfall. Der Büker Viehhändler Gabriel Eisenstein geriet mit dem Bieragenten Stephan F o l i in Streit, in dessen Verlauf Eisenstein das Taschenmesser zog und es dem Foli in die Brust stieß. Foli stürzte blutüberströmt zusammen und verlor die Besinnmig. Eisenstein ergriff die Flucht! Der Kutscher Josef Horvath nahm seine Verfolgung auf. Als er den Fliehenoeu erreichte, drehte sich. Eisenstein um, zog aus der Tasche einen Revolver und jagte dem Verfolger eine Kugel in die Brust. Horvath brach zusammen uitb mußte mit Foli in das Spital nach Steinamanger gebracht werden. Die Verletzungen der beiden sind schwer. Cisenstem wurde verhaftet. * Großseuer in Hietzing. Dienstag nachts entstand in einem dem Meiereibesitzer Josef Weiß, Bernbrunngässe 7, gehörigen' Heuschober durch S c l b st e n t z ü n d u n g des Heues ein Brand, der sehr rasch um sich griff und den Dachstuhl des Gebäudes und die gesamten Futtervorräte einäscherte. Die Feuerwehr hatte mehrstündiae Arbeit, l,m den Bratid zu löschen. Der Schaden beträgt rund «0.000 Schillitlg. Er ist durch Versicherung größtenteils gedeckt. E Reisebureau der Hamburg.Amerika-Linie. Verkauf von Schiffs-, Eiienbahn» und Schtmivngeukarleu für J:i- und Au;' land, Flugscheine Aü-künite Wer Hotels, fachmännische Veianstoltunaen von GeiellschaslS. und Aereo sfabrien. Geldwechsel. BureaustMiden ununterbrochen von 9 bis ä Uhr nachmittags (Samstag von 9 -t- 3 Uhr), Wien, 1. Be-., Kärutnerstraße 88. Der Hochstapler Uhrmann. ^)er Hochstapler Karl Uhv m a n n, über dessen letzten Streich im Franz-Josefs-Spital wir kürzlich berichtet haben, hatte sich gestern vor dem Bezirksrichter Dr. Kaltenbrunner zu verantworten. Uhrmann hat unter den verschiedensten Namen originelle Hochstapeleien ausgeführt. So stellte er sich im Jahre 1922 als Obmami der Aerztekammer Dr. Bernau vor, fuhr nach Steiermark uub hielt dort regelrechte Ordinationen ab. Ein anderes Aial intervenierte er bei einer Verhaftung als Mitglied der Reparationskommissio^ Mr. Urban begab sich auf die Polizekdirektiorl und legitimierte sich vor einem Hofrat mit einer Mitgliedskarte der Urania. In den Jähreil 1924 und 1925 tauchte Uhrmann in der Uniform eines schweizerischen Militärattaches in Wiener Nachtlokalen auf, gab sich dann wieder als Stadtrat Urban aus und machte Kassenreviftoncn. Unter dem dlamen Sektionschef Dr. G r i m m bestellre er bei der Firma ,,Olso" einen Akkumulator und holt« ihn auch ab. Schließlich dab sich Uhrmann noch als Präsident der „Ravag" aus. Der Beschuldigte verantwortete sich mit Ballt r unten» heit nnd damit, daß er in alkoholisiertem Zustand von Wahnvorstellungen verfolgt werde. Er glallve dann, diese oder jene Pe' X, Vflr c , H-rnhant, Sch»Men nab Wantn Kukiieol 'A—$IC'-Uli<lKiiu«fnftlen. MIlI!l>nen»>'<k,S,>vührt. m . _ . Packm,c, 8 1.25. — (JJrccit Brennen und Wundlaukru, guttrol.SMbad. Fackung

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