Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2661 (21.7.1926)
- Date
- 1926-07-21
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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Wfcirä* SW, MSS-P 26Bf US der ESiHili MZNIMNUMZMM ='lli5l[IIH!Hs!ll)stnig WNisZNZMZMZT UWNZWWMWMN WZW 600.000 Wische gnvMe. Der Danzlger Kongreß. .^ Wie schon mitgeteilt, wuride am 16. d. im Danzlger Schützenhaus der Weltkongreß der jüdischen Kriegsinvalrden, -Witwen und -Waisen eröffnet. Fast alle Konsuln sandten im Namen ihrer Regierungen Begrüßungsschreiben an den Kongreß. Nach der Eröffnungsrede des amerikanischen Delegierten Ziprinsy hielt der Abgeordnete des polnischen Sejm, Heller, eine großangelegte Rede, in der er ausführte, die Konferenz wolle nicht eine neue Almosenanstalt schaffen, sondern nach Mitteln für. konstruktive Hilfe suchen, da der Invalide, obwohl von schweren physischen Leiden heimgesucht, produktiv sein will. Noch immer glaubt die Welt, der Invalide müsse von Almosen leben. Damit will die Danziger Konferenz brechen und die neue Losung: Organisation der jüdischen Invaliden aller Länder zwecks Aufbauarbeit — proklamieren. Hierauf hielt der Krakauer Invalide Dr. Büchner eine Gedenkrede auf die im Weltkriege gefallenen jüdischen und nichtjüdi^ schen Soldaten, die der Kongreß stehend anhörte. In das Präsidium wurden sodann Dr. Bachner (Polen), Pojanoff (Bulgarien) und Ziprtnsky (Amerika), in das Sekretariat Blum (Rumänien) und Prof. Lasar (Oesterreich) gewählt. . Nach Eingehen in die Tagesordnung hielt ZiprinSky die Programmrede und führte unter anderem aus: Zwei Momente bewegen den jüdischen Soldaten: Die Hingabe an das Vaterland und die Ehre des jüdischen Volkes. Obwohl statistisch festgestellt worden ist, daß der Anteil der Juden an den Frontkämpfen verhältnismäßig höher war als der anderer Völker, verstummt nicht die antisemitische Infamie, die den Juden Laxheit im Kriege vorwirft. Zweck dieses Kongresses ist es, neben der Schaffung von Hilfsmitteln für den verelendeten jüdischen Invaliden, die Abwehr antisemitischer Verdächtigungen zu organisieren. Zu Beginn des zweiten Sitzungstages, am 16. Juli, führte Ziprinsky aus, in Amerika seien unter der Losung „Hilfe an d i e, K r i c g s o p fe t" Millionen gesammelt worden, die aber nicht dem wirklichen Kriegsinvaliden zugeführt worden sind. Auch das Joint-Com mittee hat in dieser Beziehung Fehler begangen. Er schlage vor, daß der Kongreß ein repräsentatives Organ für konstruktive JnvaMenhiilfe schaffen und proklamieren soll, daß nur dieses Organ für Gcldsammlungen zugunsten der Kriegsopfer legitimiert sei. Es folgten sodann Berichte aus den einzelnen Ländern. B o j a n o f f (Bulgarien) führte aus, in Bulgarien bestünden keinerlei politische, moralische und Materielle Unterschiede zwischen Inden und Nichtsudcn. Doch ist der Staat nicht in der Lage, die sehr zahlreichen Kriegsopfer Bulgariens zu versorgen, da das Land verarmt und das Staatsbudget stark belastet ist. Der j ü d is ch c I n v a l i d e n v e r e i n Bulgariens stellt sich dem Antisemitismus erfolgreich entgegen. Die jüdischen Gemeinden Bulgariens sind finanziell belastet durch die Pflicht, die zahlreich in das Land strömenden.j ü d i s ch e n Flüchtlinge ans Rußland und Thrazien zu unterstützen. Die bulgarische Negierung tut was sie kann, sie stützt das jüdische Waisenhaus in Sofia, usw. Unter den 50.000 bulgarischen Juden sind 1500 Kriegsvcrletzte. Der Antisemitismus, der a u 8 Deutschland importiert wurde, wird schließlich überwunden werden. Chadschi (Rumänien) berichtete, daß in Rumänien die Gleichberechtigung zwischen jüdischen und nichtjüdischen Invaliden nur auf dem Papiere steht. Nur in sehr seltenen Fällen erhält auch der jüdische Invalide irgend eine Monopolkonzcssion. Die Jnvalidenstütze ist miserabel. In der Bukowina allein befinden sich 1200 jüdische Invalide. Prof. Lasar (Wien) führte aus, die jüdischen Invaliden O e st e r r c i ch s werden gleich den nichtjüdischen vom Staate versorgt. Früher - gehörten die jüdischen Invaliden dem allgemeinen Verband der Kriegsopfer an, mußten aber infolge des V e r h a l t e n s d e r N i ch t j u d c n zur Bilduirg eines eigenen Verbandes schreiten. Es gibt in Oesterreich österreichische, fremdstaatliche (ehemals österreichische), staatenlose und rentenlose Invalide. Es sei notwendig, beim Völkerbund zu intervenieren, daß auch die staatenlosen Kriegsopfer eine Rente erhalten. Ain 17. Juli ging die Weltkonferenz zu Ende. Es wurden die folgenden Entschlüsse angenommen: Die vorn Kongreß gewählte Exekutive wird erntächtigt, Aktionen zur Aufbringung der nötigen Mittel ftir konstruktive H ilfo an die Invaliden zu nnternehmen. Der Kongreß wendet sich mit einem Aufruf an die jüdische Oeffentlichke.it, die Gemeinden rrnd Hilfsorganisationen, den jüdischen Kriegsinvaliden, -Witwen und -Waisen Hilfe angedeihen zu lassen. Der Kongreß stellt fest, daß in der: letzten Jahren unter der Parole der Jnvalidenhilfe Gelder gesammelt wurden, -»die anderen .als d e vi b e st i m mton Zwecke Angeführt wuvden. Die Exekutive wird dafür sorgen, daß in Zukunft Sammlungen für Jnvalidenhilfe nur durch die vom Welt- Verband jüdischer Invalider legitimierten Personen und Gruppen durchgeführt werden. Die jüdische Welt soll erfahren, daß der Verband etwa 600.000 jüdische Invalide, Witwen »nd Waisen repräsentiert. Der Kongreß bevollmächtigt die Exekutive, eine A b o r d n u n g n a ch A m orika zu entsenden, die die dortige jüdische Oessentllchkett über die wirkliche Lage der jüdischen Invaliden Mtfzttklären und die Geldsammlungen zu leite,r haben wird.Dver Kongreß wendet sich an die polnische Regierung mit der Bitte, auch für ihre ,Jnvaliden im Ausland, i n 8 be svnder in Wien, zugunsten der Versorgung der st a a t e n l o f e ii Invaliden zn intervenieren. Der Kongreß wählte eine zehngliederi ge Exekut ive bestehend ans den folgenden Herren:Aha. Heller (Wars ch a n), B a ch n e r (Krakau), Schwa r z (Lemberg), Pojan v f f (Sofia), Prof. Lasar (Wien), B l . »t m (Rumänien), Jvrnumnun (Maischau), Ziprinskh (Amerika), Doktor Schitlowskh (Rußland), Heine (Berlin). Hollywood-Star» in Warschau. Warschau, 18. Jult. Gestern ist hier das bekannte Filmschauspielerehepaar Mary P i ck f o r d und Douglas F a i r b a n k s, die jetzt nach Sowjetrußland reisen, eingetroffen. Die amerikanischen FilmkÜnskler reisen aus Paris mit einem besonderen Salonwagen, für den sie 1600 Dollar bezahlt haben. Die Künstler erteilten Vertretern der jüdischen Presse ein Interview, in dem sie erklärten, daß sie nach Rußland fahren, um die hochwertige Theater- Und Filmkunst Rußlands kennenzulernen. Ueber die jüdische Kunst befragt, sagte Mary P i ck f o r d, daß ihr von jüdischen Stücken am besten „Dybuk" und „Golem", die sie in Amerika sehen konnte, gefielen. Enthusiastisch sprach sie von der Schauspielerin Berta K a l i s ch. Das Künstlerpaar reist im nächsten Jahr nach Palästina, wo sie in einem palästinensischen Film Mitwirken werden. Hat die Wische Sprache in Amerika eine Sukunst? In der amerikanischen Zeitung,Mtion" in NekvGsrk veröffentlicht der bekannte Schriftsteller Alter Br ody einen Artikel über den nahen Untergang der jüdischen Sprache in Amerika. Die jüdische Sprache muß in Amerika sterben, weil sie eine kinderlofe Sprache ist, erklärt' Brody. In Amerika sprechen und schreiben jüdisch nur Erwachsene. Ten Kindern, die in Amerika geboren sind, ist die Mische Sprache fast ganz fremd. Die amerikanischen Kinder tönnen Jüdisch weder sprechen noch schreiben und eine Sprache, die die Kinder nicht sprechen, kinn sich auf die Dauer nicht halten. Nach einer gewissen Zeit werden doch die Erwachsenen den Weg alles Menschlichen gehen und mit ihnen wird auch die jüdische Spreche unterge'hen. Brody prophezeit, daß in zirka 20 Jahren die jüdische Sprache in Amerika ansgestorlben sein wird und die jüdischen Zeitungen sich in englische verwandeln werden. Feinste Herrengmderobe nach Maß Uosert zu MÄßißfn Pc»isei> »i tabellüfct AliNühninlj (auch auj LcilzaMug) otuvolf Solvsteln. Ziatl- und Uniftrmschntider Gegr. 1866 Wien. 8. Dez.. Talwrstratze öl Tel. 45-6-20 Kimrrr« irriv Justiz La are fowls Barette iss tlaiitftötttie Gedichte eines Misch-fpMsÄru ’ Sich!»«. Bor einigen Tagen haben wir über die Auffindung der bisher unbekanntst Gedichte des Don Todros A b u l a f i a H a I e v i aus S<villa berichtet. Tiefer dem 13. Jahrhundert entft.mmcudc „Diwan" war bisher unbekannt und läßt nun seinen Verfasser unter die ersten Dichter 'der sch'hardischen Glanze poche hiiwufvücken. Leider hat die Veröffentlichung, die bloß die photographische Wiedergabe einer späteren Handschrift enchält, in literavWüls Kreisen poulichstcs Aufsehen erregt, da der Herausgeber Doktor M. Gaster mit keinem Worte den Entdecker des „Diwans" nennt, bloß von viel Mühe und emsiger Forschung spricht, mit denen die Auffindung verbunden war und so die Vermutung aufkcmmen läßt, als ob er diesen Schatz hebräischer Dichtung der Vergessenheit entrissen hätte. Me nun Schriftsteller L. Bato mitteilt, — im übrig-en meist auch die jüngste Nummer des „Lariam" darauf'hin — ist der Entdecker des „Diwans" der Wiener Gelehrte Professor Dr. Semucl Krauß, der schon im Verjähre in einem Werke und in einem Aufsätze im „Haleam" auf die ihm geglückte Auffindung der Gedichte des To-ros Abulasia aufmerksam gemacht hat. Im übrigen plent Professor Krauß eine wissenschaftliche Hereusgabe des „Diwans"._ Eine Bäuerin raubt ein jüdisches Kind. Aus Lodz wird uns berichtet: Letzten Donnerstag wurde das fünf Monate alte Kind der jüdischen Familie SchaladiewSki aus Lodz, die auf Sommerfrische im Dorf Swobora bei Glowno weilte, geraubt. Die Eltern vermuteten, daß Zigeuner, die unmittelbar vor dem Verschwinden des Kindes durch das Dorf fuhren, das Kind gestohlen haben. Alle Nachforschungen der Polizei in dieser Richtung blieben aber ergebnislos. Mau glaubte schon das Kind verloren, denn auch von der Zigennerschar War keine Spur mehr vorhanden. Durch einen Znfall gelang aber doch die Auffindung des Kindes. Eine jüdische Milchfrau ans Glowno Hörle im Dorf Brotoszewicz, fünf Kilometer von Glowno entfernt, im Hof eines Bauernhauses das Wimmern eines Kindes. Die Milchfrau wußte, daß die Bäuerin kinderlos sei und die Sache kam ihr verdächtig vor. Sie erinnerte sich an das geraubte Kind und verständigte sofort Iran Schaladiewski. Die Mutter holte sofort einen Polizisten und man machte sich ans den Weg nach dem Nachbardorf. Die Eingangstür zum Bauernhaus war verschlossen. Die Mutter riß ein Fenster aus und man drang ein. Die Bäuerin war sehr wütend, daß mau sie als Wöchnerin so grausam störe. Der Polizist zwang sie aber das Kind zu zeigen und trotz, ihrer Beteuerungen, daß sie das Kind vor 111 Stunden geboren Hobe und trotz der gelben Färbung der Haare des Kindes, erkannte man den Schwindel. Die Bäuevin, die in ihrer sechzehnjährigen Ehe kinderlos war, und vor kurzen! erst ein totes Kind geboren hatte, fürchtete sich vor ihren Gatten, der ihr mit Scheidung drohte, wenn sie ihm kein Kind schenke« St . IM TM ' ... ~ S«Ws ‘ Bühne und Kunst. Sa» tzebMche Theater in PalWna. Tatsachen und Eindrücke. Von Dr. M. Robinson. Das jüdische Theater, das sich in der letzten Zeit in New. Nork und Warschau sehr stark entwickelt hat, besitzt bekanntlich nur ein fragwürdiges Repertoire. Scheinbar sind die Dramer jüdisch, der wesentliche Inhalt, die Ideen und die Gefühle sint aber meist einer fremden klassischen Welt entliehen. Shakespeare Ibsen, Hauptmann und viele andere sind hier jüdisch frisiert uni machen jüdische Gebärden. Mer auch ein echt jüdischer Dichter, wie Schalmn Alejchcm, konnte dem jüdischen Theater mir Kartküturen des Galuthlebens schenken und nur sehr wenig ganze unk natürliche Bilder jüdischen Denkens und Fühlens. Das hebräische Theater in Palästina, das sowohl in der Form als auch im Geist durchaus jüdisch sein will und sein muß, ist also ein vollkommen neues Wesen und muß von vorne beginnen. Einige Gruppen jüdischer Schauspieler unter der Leitung der begabten Künstler G n e s f i n und T e 0 m i arbeiten schon das zweite Jahr auf dem harten, steinigen Boden Palästinas, beseelt von Energie und Kunstfanatismus, die es ihnen ermöglichen, Wunder aus dem Nichts zu schaffen. Ihre erste Aufgabe, die sie sich stellten, war die Erziehung von Schauspielern mit einer natürlichen hebräischen Diktion und mit wirklich orientalischen Gebärden und Bewegungen. Unsere dramatischen Gruppen sammelten Splitter jüdischen theatralischen Schaffens aus allen Ländern der Galuth, um sie hier in einer neuen nationalen Form aufleben zu lasten. Begeistert von der Atmosphäre Palästinas und geleitet von ihrem Volksinstinkt gelang es diesen Künstlern wirklich, alle Stücke, die sie aufgeführt haben, mit einem originellen jüdischen Geist zu erfüllen. Im Laufe von einigen Monaten hat unser hebräisches Theater hier eine ganze Reihe von Dramen, phantastischen Bildern und Komödien von An—ski, Berger, Müszkiewiicz, Schalom A l e j ch e m, G 0 r d,i n, Möllere, Ibsen, S t r l n db e r g und viele andere aufgeführt. Einige Stücke haben einen großen Publikumserfolg gehabt und mußten; mehr als zwanzigmal ausgeführt werden. Auch Stücke, die einen fremden Inhalt haben, erhielten ihre besondere Färbung, als man sie hebräisch spielte; das allgemein menschliche Leiden und Streben bekam ht der biblischen Sprache prophetische Größe. Einen großen Eindruck übten die biblischen Dramen „Belsazar" und „Jaakobs Traum". Sie führten die Zuschauer in die Zcmberwelt einstiger königlicher Paläste in Persien und in die. babylonische Verbannung, cuthülltett vor ihnen eine Idylle patriarchalischen Lebens ans alter Bcvkerzeits da die Welt noch durchwebt war von Träumen und betreut von Engeln. Diese Dramen standen auch in Naher Beziehung zum Leben der Chaluzim, denn sic enthielten Ahnungen einer großen nationalen Zukunft. Dem Wanderer und Träumer Jaakob ward das gesegnete Land verheißen und die Juden in Babylonien sehnten sich Nach der Heimat... Man muß zugeben, daß nufer Theater trotz seiner beschränkten Mittel eine hohe Entwicklungsstufe erreicht hat. Die schärferen Formen der neuen Technik fanden auch hier durch symbolische Dekorationen, durch lebendige Bewegungen und durch eine gedrängte Sprache Eingang. Die Schauspieler und Schaüspiclerlnuen des Moskauer hebräischen Theaters Habima haben neue Elenrente mitgebracht. Einer von ihnen, Mosche Levi, gründete in Tel-Awiw ein ernstes dramatisches Studio „Haohel", in dem junge Arbeiter die Theaterkunst üben. In der großen Baracke „Haohcl", in der Hunderte Zuschauer Platz.finden, gibt es sehr oft literarische und künstlerische Abende. Eine herrliche Erscheinunglst das neue nationale Bület-t. Die Galuth hat bekanntlich ihren tiefsten Stempel den jüdischen Gebärden und Bewegungen .aufgedrückt; das härrfige Rückenbücke-n hat den Juden so verkrümmt, daß man sich jetzt sehr anstrengen muß, um ihm seine schlanke 'Gestalt und stolze Haltung wtederzugeben. Der jüdische Tanz, er ahmte fremde Bewegungen nach oder eignete sich eine unnatürliche Ekstase an. Nur hier in Palästina konnte daher unser graziöses orientalisches Ballett wieder aufleben. Eine Sängerin und Tänzerin, Sürakzina, schafft die leichtesten und graziösesten Korperrhythmen und erinnert an die biblische Gestalt der Sulamith. .Hervorragestist der junge Tänzer Baruch A g a d a t i. Seine Tänze „Rabbi Meir", „Abraham und die drei Engel" und „Die jemenitische Hochzeit" haben ein echt orientalisches Kolorit und eigenartigen Reiz. AUS allen Gegenden kommt man, ihn zu sehen. Das jüdische Theater in Palästina entbehrt, eines geeigneten Gebäudes, das die tausende Kunsthnngrigen aufnehmen könnte. Es entbehrt ferner der Theaterstücke aus dem neuen Leben im Lande. Das Theater dürfte in absehbarer Zeit zur Verfügung stehen. Es wurde in Tel Awtw bereits der. Grundstein für ein Thcatergebäude gelegt und auch ein namhafter Betrag für diesen Zweck gesammelt. Die Erfüllung der zweiten Forderung hangt von der Entwicklung des neuen Jischuw ab. Wenn das jüdische Leben im Lande seine eigene Physiognomie erhält, werden auch Dramatiker entstehe»,- deren Schaffen im nationalen Leben verwurzelt ist. Mau darf hoffeu, daß nufer hebräisches Theater mit der Zeit das vornehmste Borbild und der lebendigste Ausdruck bes netten jüdischen Menschen sein wird. Hier wird mau den künstlerischen Spiegel einer wirklich neuerstandenen Sprache und eines wiedergeborenen Volkes sehen können. Aus den Theatern. B ü r g e r t h e a t b r. Morgen, */?8 Uhr abend" a>ka gt der Ovorerteulchwank a s N a d i 0 m ä d c l" vu> P.m! Weiner zur Erstanfftthtuttg. Die Freilichtauffilhruugön üus der Hoheit Äütte. DvlmerS^ tag, Veit 22. d. „T ei n n häuf c r". Beginn präzise l>/,6 Uhr. — Als nächste Vorstellungen gehen in Szene Samstag, 'den 31. d. „Der Zigeunerbaron" mit Alvin Rittershvim als Bä« rinkay und Sonntag den 25. d. „C a r m e n" mit Rose Mathe itt der Titelpartie, — Es sind Beryandlnngen im Gange, die dahin zielen, Anfang August Doitos „N e r 0" in großartiger AustllachUtt-