Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2660 (20.7.1926)
- Date
- 1926-07-20
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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t Me«, DlenSttg Melker MorMkzrffE 8v. Fi»N IM M5W8S Ae Anleihe für Palästina. Die englische Regierung wird, wie wir bereits gemeldet haben, ckm Mttwoch im Unterhause eine Vorlage betreffend eine Anleihe in der Hohe von 4,5 Millionen Pfund filt Palästina erbringen. Formell wird England die Garantie für den Dienst der Anleihe übernehmen. Die Stimmung für die neue Palästinaanleihe ist jedenfalls günstig, da das Palästinabudget im letzten Jahre sogar Ueberfchüsse in der Ge samthöhe von 1,2 Millionen Pfund ergeben hat, so daß daraus die englischen Vorschüsse an Palästina rchrndiert werden konnten An einem Erfolg der Zeichnungen für die Anleihe ist daher nicht zu zweifeln, wohl aber muß schon jetzt die Forderung erhoben werden, daß die Anleihe nicht etwa für unproduktive Zwecke sondern ausschließlich für die wirtschaftliche Hebung des Landes verwendet werde. Gerade die Aktivität des Palästinabudgets würde solche Ansprüche durchaus rechtfertigen. Der Zionistischen Exekutive obliegt daher die Pflicht, darüber zu wachen, daß der Erlös der Anleihe tatsächlich der wirtschaftlichen Hebung des Landes im Sinne des nationalpolitischen Zweckes des Mandates dienstbar gemacht werde. Die wirtschaftliche Arbeit in Palästina lag bisher ausschließlich auf den Schultern der jüdischen Bevölkerung. Die Krise, die gegenwärtig in Palästina herrscht, ist nicht zuletzt auf die absolute Passivität der Administration zurückzuführen. Dine richtig verwendete Anleihe, das heißt, zu den im Mandate genau bczeichneten Zwecken der Errichtung der jüdischen nationalen Heimstätte, würde der Arbeitslosigkeit steuern, das Bauwesen beleben und würde in einem für die D erst5 rkung und Aufsaugung der jüdischen Einwanderung günstigem Sinne sich auswirken. Nur so ist der Zweck der Anleihe zu verstehen, die doch in letzter Linie unter den Auspizien des B ö l k e r b u n d e s zustande kommt. Es ist in diesem Zusammenhänge darauf hinzuwrisen, daß zu derselben Zeit, in der die Vorlage über die Palästinaanleihe im englischen Unterhause eingebracht wird, in London das Finanz komitee des Völkerbundes zusammengetreten ist, um über die Frage einer Flüchtlingsanleihean Bulgarien zu beraten. Für diese bulgarische Anleihe ist zwar auch da8 Terrain seit Monaten vorbereitet worden. Um die künftigen Gläubiger günstig zu stimmen, hat sich die bulgarische Regierung veranlaßt gesehen, in der Frage der Vorkriegsschulden den alten Gläubigern in weitestgehendem Maße entgc^nznkommen; sie hat zu diesem Zwecke eine Valorisierung der Vorkriegsanleihen bis zu 42 Pro zeut in Gold zugestanden, aber das Finanzkonfortrum, das sich zur Uebernahme der Anleihe nach Genehmigung durch den Völker bund bereit erklärt, bedingt sich bei der bulgarischen Regierung überdies auch noch, daß ihm das Monopol für die gesamte Wurst und Lebensmittelindustrie des Landes überlassen werde. Diese Be dingung hat in Bulgarien naturgemäß große Erregung hervorgernfen, so daß daraus für die bulgarische Regierung große inner poliiische Schwierigkeiten zu erwachsen drohen. Wenn es einer Regierung unter den heute besonders schwierigen Verhältnissen auf dem internationalen Geldmarkt gelingt, eine Ausländsanleihe zu erlangen, so kann das mit Recht als großer moralischer Erfolg gewertet werden, aber drückende Bedingungen, wie sie in Bulgarien gestellt werden,'sind geeignet, diesen Erfolg zunichte zu machen. Um so mehr müssen daher die Zionisten darüber wachen, daß die neue Palästinaanleihe nicht etwa Klauseln enthalte, die die jüdischen Interessen im Lande schädigen können. Das Zionistische Aktionskomitee, das am Donnerstag in London znsammentritt, sieht sich jedenfalls vor einer sehr bedeutsamen Tatsache. Es wird sich über den Gang der Verhandlungen, die zwischen der Exekutive und der britischen Regierung stattgefundrn haben, informieren und Kauteilen für eine zweckentsprechende Verwendung der Anleihe verlangen müssen. Eine Erklärung Llvskys gegen die Vehauälttngen de» „Soint". W. New Dort, 19. Juli. Auf die Beschuldigungen des „Joint" gegen die zionistische Organisation veröffentlicht Lipsky eine Erklärung, in der er die Behmrptung zurückweist, daß die Zionisten dem Elend der europäischen Juden-, heit gleichgültig gegenüberstanden. Lipskh erklärt: Die Zionisten unterstützten sämtliche Drives des „Joint", die 60 Millionen Dollar brachten, während 'für Palästina immer nur die Zionisten gesammelt haben. Lipsky.tadelt es, daß der Ausruf des „Joint" von keinem führenden M i t gl sied des „Joint" unterschrieben ist, und erklärt, daß es sich nur um Reklame handle. Er stellt fest, daß aus der Konvention in Buffalo nicht gegen die Kolonisation in Rußland protestiert wurde, sondern gegen die Art der Propaganda, bei welcher rings um daS Krimprojekt sich sämtliche aniizionistischen Elemente konzentriert haben. Ammer««« kommt «ach Me« rarilS. Wie die Korr. Herzog aus holländischen Kreisen erfährt, begibt sich der ehemalige Generalkommissär Zimmerman, der derzeit in Holland wAt, in den nächsten Tagen behufts Absolvierung einer " "stournee nach Amerika. Nach drei Monaten kehrt Zu..unan nach Europa zurück und hat die Absicht, als Privatm<ann in Wien zu leben. Mivifter a. D. Schneider — Landesschulinspeltor. Der frühere UnterrichtSmintstrr Dr. Schneider, der außer den Bezügen als Bunderrat nur «och de» mäßigen Gebalt e ner Gyrrmasialprofesivrs hat, ist nach feinem Ausscheiden aus dem Amt wieder tu den Schuldienst zurückgekehrt. AllerdtrrgS übt er nicht dar Gymnaflallehramt ans, sondern wurde -um La» d »L1 A ul i.a Jjt.e tij>x 4 Mj>x.ax J.B.«xm tnuma,», 3tt Seipels fünfzigstem Geburtstag. Der gewesene Bundeskanzler Dr. Ignaz Seipel ist gestern fünszig Jahre alt geworden. DaS ist für gewöhnlich kein besonderer Anlaß zu Betrachtungen. Aber die österreichische Oeffentlichkeit die so bettelarm ist an Individualitäten, sieht in Seipel einen Menschen von europäischem Format, einen Mann» den auch das Ausland als eine sichere, geschlossene Persönlichkeit respektiert Und alle in Oesterreich, wie immer sie zu dem politischen System und zu den Methoden Seipels stehen, anerkennen es gerne, daß in ihm ein Mann an die Leitung geschritten ist, der an Oester reich glaubt und der. die unselige, alle Tatkraft lähmende Hyp ncse von der Lebensunfclhigkeit dieser Republik überwunden hat Seipel hat hier wieder einen politischen Willen geschaffen, wie er denn auch selbst eine ganz und ausschließlich aus den Willen gestellte Persönlichkeit ist. Seipel ist zweimal in verhängnisvollen, schicksalsschweren Tagen im Vordergrund des Geschehens gestanden. Da8 erstemal, als er Minister deS letzten Kabinetts des Kaiserstaates war. Er konnte nichts mehr retten und trat vor der heveinstürzenden Re volution zurück. Dann, das zweitemal, war er Bundeskanzler und trat als beugter Sprecher seines Staates vor den Völkerbund, ans den Boden der großen Politik, die ihm ungleich vertrauter sein muß als die kleinen ,.nd engen Verhältnisse Oesterreichs. Seipel ist ein Würdenträger in der katholischen Hierarchie und er ge hört auch zu den wissenschaftlichen Verfechtern der römischen Kirche, ihrer Lchren und ihres Machtstrebens. Für ihn ist die Kirche ein Politischer Organismus, „ein Reich, das nicht von dieser Welt ist, doch in der Welt zu leben hat". Sie hat eine ge nan umschriebene, auf die ganze Menschheit sich erstreckende Mission, „feie Verbreitung un) Erhaltung der religiösen Wahr heit". Das gibt ihr den kämpferischen, offensiven Charakter und es ist, wie Seipel in einer seiner Roden sagt, nicht. Herrschsucht wenn sie ihre Mission auszunben bestrebt ist, sondern einfach ihr Leben, ihr Wille. Ein Vollstrecker ihres Willens ist Seipel und viel von seinen unleugbaren Erfolgen, die er nach außen hin er rungen hat, ist dem Umstand znzuschreiben, daß die reich: Macht der Kirche hinter ihm gestanden ist. In seiner politischen Methode ist er immer der Mann der Kirche, jener Institution, die klug und kühl über die Menschen und die Zeiten schaut und mit einer in Jahrhunderten erprobten Geschmeidigkeit an ihren Zielen arbeitet. Sie hm neben ihrem Herrschastsstreben kein Prinzip, sie findet sich mit allen Wechselsällen und Evolutioncichasen, ja auch mit der sozialen Revolution a>b. Sie ist da und tvartet und tritt dann hervor. Sie zieht alle Dinge an sich heran und meistert die Seelen. Und das Geheimnis ihrer Kunst ist doch nür die innere Sicherheit, die Organisation uud der unermüdliche Fleiß Die Kirche beherrscht die Seelen, also verfügt sie über die geistige und materielle Kraft der Menschen. Jede Idee, die eine Mensch heitsgruppe erfassen und erfüllen will, muß von dem Beispiel des römischen Apparates lernen. Nach innen ist Seipel von viel Mißgeschick heimgesucht worden. Die sozialen und finanziellen Krisen fees Staates konnte er mit der Stabilisierung der Währung bekämpfen. Aber an ihre Stelle trat die Krise der privaten Wirtschaft, verschlimmert durch Partcigeist und Parteilorniption. Seipel, der selbst das Wort von der Sanierung der Seelen in die Debatte geworfen hat, ist als Jnnenpolrtiker von seiner großen Konzeption des Pazifismus und der Versöhnung abgewichen. Gerade unter ihm hat sich der Chauvinismus im Verwaltungsapparat eingenistet, gerade unter Seipel ist die Bureankratie zur Allmacht gekommen, unter'ihm sind in der Rechtssprechung, in der Schule und iit allen Verzweigungen des öffentlichen Lebens die bedenklichsten Symptome der kranken Moral hevvorgetreten.. Nirgends hat sich diese. Verschlimmerung so gezeigt wie in der Behandlung der Mischen Fragen, in der sich eine tiefgehende Vergiftung des Verhältnisses eingestellt hat. In die Zeit Seipels fallen die ärgsten ndministrativen und illegalen Exzesse und' ihr Msgangspnnkt war die Sanierungsrede des Bundeskanzllers, in der er alle Wohltat der Gesundung nur für das bodenständige chrilsttichdeutsche Volk gelten lassen wollte. Dieses Wort hat viel Unheil angerichtet und von hier aus ist die, Krankheit über den ganzen Staat gegangen. Das Organ Seipels war Führer in dem giftigen Kampf, der Oesterreichs gutem Namen kaum übersehbaren Schaden getan hat. Seipel hat persönlich ein gutes Verhältnis Ml den Juden, freilich nur zu den reichen Juden gesucht, deren Weitläufigkeit er ür seine politischen Plälle benützte. Er hat sich als guter Schüler Noms auch zu den Strömungen im Judentum in Relation geetzt, hat dm ihm. seelisch nahestehenden Agudahkongreß begrüßt und dem Zionismus in Zeitungsinterviews einige freundliche Worte gewidmet, letzthin in Amerika, weil dort der Zionismus ehr stark ist. Im ganzen aber steht Seipel der jüdischen Frage mit den Empfindungen des Vatikans gegenüber, der ein geknechtetes Judentum gerne steht uud es sogar hin und wieder zu Propagandazwecken in seinen Schutz nimmt, der aber ein ireies, zum vollen nationalen Bewußtsein erwachtes jüdisches Bol? niemals wünschen wird. Unverkennbar herrscht bei den Regierungsparteien eine gewisse Parlamentsverdrossenheit, die in den letzten Tagen in gleichem Maße unter den Nachwirkungen der Hochsommerhitze wie der aus der Zentralbankvffäre noch zu erwartenden Folgen eine Verstärkung erftthr. Bor allem besteht die Beachtung, daß die Sozialdemokraten ihre Kenntnisse, die sie m Zen-tkalbankttntevsnchungsansschuß schöpfen könnten, dazu äuSnützeN würden, um sich nach dem berühmten Muster: „Salt, kauf dir ein neues Kleid! Ich weiß was auf wen", hr Stillschweigen sehr teuer abkmfeu zu lassen. Man spricht >ävon, daß eines dieser Zugeständnisse die kurzfristige Verlängerung des geltenden Arbeitslosenversicherungsgesetzes sein werde. ÄuS diesem Grunde will man so rasch als möglich in hie Ferien Men Tapeten Wallis Wien, I, Wippilngerstrasse 15 // Tel. 67307, 69292 und nur einige sehr dringliche Vorlagen, wie z. B. das handelspolitische Ermächtigungsgesetz, eventuell auch einige nicht wenig umstrittene Positionen des neuen Zolltarifes in Kraft setzen. Heute tritt der Nationalrat wieder zusammen. Nach der Haussi'tzung hält der parlamentarische Untersuchungsausschuß, dem die Zentralbankaffäre zur Begutachtung zugewiesen worden ist, seine erste meritorische Sitzung ab. Es besteht die Absicht, zunächst zu ermitteln, wer und unter welchem Rechtstitcl ans den vor: der Regierung zur Verfügung gestellten 600 Milliarden Rückzahlungen erhalten hat. Da die Gehoben der Sparkassen keine 81 Milliarden betrugen und auch diese nicht zur Gänze gekündigt wurden, erwartet man einige Überraschungen. Das E i rrlagenfondssicher nngsge setz wird Wohl vor den Ferien nicht mehr erledigt werden, dagegen wird sich die n a chträgliche Jndemnitatserteilung für die nun schon einmal der Zentralbank zur Versiignng gestellten 600 Milliarden nicht umgehen lassen. Irgendwie muß dieser Betrag im Budget untergebracht werden. Für die laufende Woche hat Nnterrichtsminister Dr. R i n t e l e n neue Verhandlungen über die S ch u l f r a g e anberaumt. Es soll gesondert über den neuen Bolksschullehrplan und über die definitive Einführung der neuen Mittelschultypen beraten werden. Diese Angelegenheit muh jedenfalls noch vor dem Beginn des neuen Schuljahres geordnet werden, da sowohl der Schulerlaß des Ministers Schneider suspendiert als auch der Erlaß des Wiener Stadtschulratpräsidenten Glöckel vom Jahre 1920 nicht prolongiert worden ist. Alle übrigen parlamentarischen Streitfragen will man womöglich auf den Herbst verschieben. Die Parlamentarier sind sehr urlaubsbedürftig, obwohl die letzten sechs Monate über der Nationalrat ein sehr beschauliches Dasein führte. Der Führer der Großdeutschen, Präsident Dr. Dinghofer hat den Beginn der offiziellen Ferien erst gar nicht abgewartet und ist bereits nach Karlsbad zum Kurgebrauche gereist. Die Vorgänge i» der volnischen ziimistWrn Srgauisatio». Ein Aufruf des Obersten RatO in Warschau. Der Oberste Rat der zionistischen Organisation in Polen veröffentlicht in der Warschauer Presse einen Aufruf, in dem zu der Spaltung innerhalb der zionistischen Organisation in Polen Stellung genommen wird. Diese Spaltung -war nach den Maiereignissen eingetreten, als der Oberste Rat sich als die oberste jüdische Instanz für die Durchführung der Wahlen erklärte. Im der bezügliche» Sitzung hatten die Vertreter der zionistischen Organisation Ostgaliziens unter Führung des Abg. Dr. - N e ich diese Kompetenz bestritten. Als man trotzdem fcen: angefochtenen Beschluß faßte, trat diese Gruppe aus dem Obersten Rate aus. Die westgalizifcheu Zionisten unter Führung des Abg. Dr. Thon traten ebenfalls aus zum Zeichen des Protestes gegen die Wahl des Abg. Grün bäum zum Präfix deuten. Wie bekannt, hat der Parteirat der ostgalizischen Zionisten den Standpunkt seiner Vertreter gutgecheißen. In seinem Ausruf fordert nun der Oberste Rai alle Zionisten Polens und alle Landesorganisationen zur Wiederherstellung und Einhaltung der Einheit der Organ i- 'ation auf/ Der Oberste Rat habe unmittelbar nach der Spaltung öffentlich keine Stellung nehmen wollen, in der Erwartung, daß der Lembevger Parteirat die Vertreter der ostgalizischen Landesorganisation zur Einkehr bewegen werde. Da diese Hoffnungen leider nicht i n Erfüllung gegangen sind und der Parteirat Oftgaliziens vielmehr den Standpunkt seiner Vertreter m Obersten Rat bestätigt hat, ieht sich die oberste zionistische Bchövde in Warschau geztvungen, die Schuld für die Spaltung einzig und allein der galizischen Landesorganisation zuzu-schreiben. In dem Ausruf wird erklärt, daß es den Vertretern der Zionisten Kleinpolens nicht um die sachlichen Differenzen, andern um rein persönliche Antipathien gegen den Abg. Grünbanm ging, der zum Präsidenten des Obersten Rates gewählt wurde. Der Aufruf schließt -mit eiuem Appell, die zionistische Organisation vpm Weg des Partiularismus zurück zur Einheit und Stärkung zu sichren. Die Zahrllkonferenz der Hadassah. Buffalo, 17. Juli. Hier fand die Jahreskonferenz dev Hadassah, der zionistischen Frauenorganisation in Amerika, statt. Das Eröffn»ugsreferat hielt Miß Henriette S z o l d, die Präsidentin der Organisation. Sie schilderte die Leistungen der Or-'' ganisation aus sanitären: Gebiete in Palästina. Miß Szold betonte die Wichtigkeit dieser Arbeit fiir den Aufbau Palästinas und forderte die Aufbringung von 1 Million Do llar für. die hygienische Arbeit in Palästina und für den Ban notier Spitäler. Das Referat empfichlt auch die Unterstützung d e r knl t u r e llen A rb e i te n in Palästina, so unter anderem die finanzielle Hilfe fiir die hebräische literarische Monats- 'chvift „Haschiloach". Ueber feie Bedeutung der Hadassah innerhalb der Zionistischen Organisation sprachen dann Louis Lipsky und Emanuel Newman. Ferner wrirden Referate ^'halten über die Junior Hadassah. Ans dem Referat des Mitgliedes der Exekutive Miß Ruch Cohen geht hewor, daß die Hadassah! etzt 30.614 Mi Meder zählt und alleiu im letzten Jahre 700 neue Mitglieder geworben hat. Jnl letzten Jahre sind 31 neue Malen gegründet worden. Mß Levkowitsch hat ^richtet, daß in den letzten vier Jahren die Hadassah in Palästina U& Agnune tm 1,320.588 Dollar apsMchon hat.