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Wiener Morgenzeitung · 1926-07-19 · Heft 2659 (19.7.1926) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2659 (19.7.1926)
Date
1926-07-19
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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WM» «Mit, fw«w| Re Urtertvirrdimg der Krisis in ßrez Israel. Don M. Do«»e (Tel-Awiw). Die KeW in Palästina hat ihren Höhepunkt erreicht. Nun ist ein Stillstand eingetreten. Die einzige Ursache» auf die man diesen Stillstand -urücksühren könnte» ist der Geldmangel und der schwache Zu. sluß von National« als auch Privat-apital ins Land. Diesen Stillstand spürt man am stärksten in Tel-Mvlw, wo sich der Bau« prozeß bis zur letzten. Zeit lebhaft entwickelt hatte und nun beinahe gänzlich aufhörte. Einige Fabriken haben ihre Tätigkeit zeitweilig eingestellt; manch« haben ihre Arbeitsstunden eingeschränkt; andere wieder arbeiten wenige Tage in der Woche. (In Jerusalem und Haifa ist diese Krisis allerdings etwas weniger bemerkbar.) « <- Die alten Kolonien haben dieses Jahr mit Erfolg ihre Erzeugnisse im Ausland verkauft. Dadurch sind neue Kapitalien dem Lande zugeflossen, welche jedoch sehr schwach in Palästina zirkulieren und schwerlich in jüdische Hände zuriicklehren. Der neue Siedler und die ne »gegründeten Kolonien leiden sehr an Geldmangel. Sie können sich das für ihre Wirtschaft notwendige lebendige unb tote Inventar nicht anschaffcn; moderne Gebäude für ihr Vieh und Geflügel nicht errichten; sic sinnicht imstande» die Felder mit größeren Wassermengen und Dünger zu versehen» um ihre Wirtschaft zu intensivieren. Es fehlt ihnen der .Hauptnerv in der Kolonisation — bares Geld und Kredit. Die Einwanderung nach Palästina schreitet ohne Unterbrechung fort und besteht hauptsächlich aus mittellosen Elementen, die für den hiesigen Geldmarkt fast nicht in Betracht kommen, zu» mal sie als Konsumenten nicht bares Geld verwenden, sondern nur mit dem Küchlein" in die Greislereien, Institute und Restaurationen gehen können. Beinahe alle sind schon am Tag nach der Ausschiffung im Arbeitsvermittlungsbureau anzutreffen, wo sie sich als Arbeitslose einschrciben lassen. Man kann ihnen nur vorübergehende Arbeit geben, welche einen oder höchsten zwei Tage in der Woche dauert. In jedem Winkel des Landes sind energiestrotzende Elemente anzutreffen, welche bereit sind, die schwerste physische Arbeit zu leisten. Der Boden oder das gesunde Objekt müßten jedoch vorhanden sein, um ihnen Arbeit und zu gleicher Zeit auch Cxistenzmöglichkeit zu bieten. . Ans den Gesprächen, welche zwischen der alten und jungen Generation in den Städten Tel-Awiw und Haifa, wo die Einwanderer am meisten konzentriert sind, geführt werden, kann man reichlich den Wunsch und die Sehnsucht, sich am Boden anz u siedeln, heraushören. Es ist nicht so sehr „Romantik", als das wirtschaftliche Interesse, der Wille, zu existieren, und jedes Hindernis, das am Wege zum Ziel liegt, zu beseitigen. Wir müssen die Losungen, die jetzt in Tel-Awiw hörbar werden: „Zur Landwirtschaft! Von Tel-Awiw nach Hcrzlia, von der Greislerei zum Ackerbau!" in die Tat umsetzen. Hilfe leisten können: 1. Die zwei Kongreßinstitutionen Keren Hajessod und Keren Kajemeth. 2. Verschiedene nationalwirtschaftliche Institutionen, wie Joint, Hias, Board of Depnties, Ukrainer Hilfsorganisation, Hilfskonferenz und andere verschiedene Emigrations- und Hilssinstitutionen in Amerika, Europa und den übrigen Weltteilen, welche sich jetzt nicht nur damit befassen sollten, den Leuten zeitweilig ihren Lebensunterhalt zu beschaffen, sondern ihnen eine konstruktive Hilfe angedeihen zu lassen, nämlich ihnen zu verhelfen, sich endgültig auf eigene Füße zu stellen. Z. Privatpersonen, die, wenn sie für sich oder ihre Verwandten Existenzmöglichkeiten suchen, in Palästina Boden oder eine Farm zwecks Ansiedlung kaufen. Aus dieser Krisis wird 'bestimmt eine neue Epoche in unserer Kolonisationstätigkeit entstehen; nach allen Erfahrungen müssen wir unsere ganze Aufmerksamkeit auf die landwirtschaftliche Kolonisation lenken. Sie ist schwierig. In jeder Hinsicht. Nicht bloß in Palästina, auch in der übrigen Welt. Besonders schwer aber ist der Uebergang von der Maklerei, Greislerei und Krämerei zur Landwirtschaft. Tie Tätigkeit einer der angesehensten und populärsten Kolonisationsinstitutionen Palästinas scheint mir richtunggebend für den Weg in eine bessere Zukunft. Cs ist dies die amerikanische Kolonisationsgesell,schaft American Zion Commonwealth. Ihr Kolonisationsprogramm besteht in folgendem: a) Sie wird eine Bovenstrecke erstehen; d) dort sämtliche Erschlleßungsarbeiten durchführen, nämlich Drainiernng, Amelioration, Wasserversorgung- und -Leitung, Wege und Chausseen, als auch die Verbindung mit einer Nervchaussee oder Eisenbahnstation; c) die Siedlung mit folgenden öffentlichen Gebäuden versehen: Schule und Kindergarten, Synagoge, Spital, Bad und Mikwah, und die Gegend mit Bäumen bepflanzen; d) sie wird in der betreffenden Gegend das Kolonisationsprogramm ausarbeiten, nämlich die landwirtschaftliche Bebannngsform bestimmen, ob exstensiv, intensiv oder halb extensiv und halb intensiv, was von den vorhandenen Wassermengen abhängig ist; e) sie wird durch ihre Agronomen und Oekonomiften feststellen, welche Kulturen für den betreffenden Boden und den nächsten Markt am geeignetesten sind; f) sie wird die minimalsten Farinparzellen bestimnien, welche genügen sollen, um eine Familie zu erhalten, die ausschließlich mit eigeneil Kräften arbeitet; g) sie wird für jede in der betreffenden Gegend anzusiedelnde Fanrilie ein individuelles Kolonisationsprogramm ausarbeiteu; h) sie wird keilten Boden verkaufen, ohne vorher in der betreffenden Gegend sämtliche obenerwähnten Erschließnngsarbeiten streng im Sinne der im Kontrakt angeführten Punkte ausgcarbeitet zu Haben; i) die Crschließungsarbeiten werden im Bodenpreis bereits mitinbegriffen sein; j) in jeder Kolonie wird durch die A. Z. C., und zwar auf Rechnung der Kolonie ein erfahrener Agronom angestellt, der den Siedlern die notwendigen Anleitungen geben soll; k) die A. Z. C. wird jeden Interessenten mit dem reichsten Jnformattonsmatcrial über Jüa Lir ihn in ffUlxadü /.amu in tu .(MnAtnh üijtfchnn OTTvnft •** Die American Zion Commonwealth hat dieses Kolonisationsprogramm auf Grund ihrer beim Errichten von Herzlia und Balfouria gewonnenen Erfahrungen auSgearbeitet. Diese zwei Kolonien haben sich Nicht nur in Palästina, sondern bereits in der ganzen Welt einen schönen Ruf erworben. Ein wirklicher Erfolg, glaube ich, wird in Zu« kunst nur durch Anwendung eines derartigen KokonisativnsprogtammS, mit Hilfe solcher organisatorischer KolontsationSkrSste ans ge« arbeitet, erzielt werden. Eine Kolonssotion auf Grund eines solchen gesunden Pro» grammes wird dazu beitragen, den Prozeß der Kolonisation von Juden ans dem Boden Palästinas zu beschleunigen, neue Arbeits- Möglichkeiten im Lande zu schaffen, einen Strom von frischem Kapital dem Lande zuzuziehen und somit den N ebergang vom jetzigen Still st and in eine neue Arbeitsepoche zu bewerft eiligen. Sie Krimkolonisation. Noite MeLdungen -aus Nutzlawd. lieber die Einzelheiten des so viel erörterten Planes der. russisch-ikotttmunsstischen ' Jowsektia, eine geschlossene jüdische Siedlung in der Krim anzulcgcn, herrscht bisher eine Unlllürheit, deren Ausrechterhaltnng wohl im Interesse der Sowjetregiernng liegt. Zisfernmaterial, aus dem allein sich Schlüsse auf die materielle Fundierung des Unternehmens zieheu ließen, Wird nur höchst dürftig und vage be launige ge den. Was die politische Grundlage betrifft, sg sieht man woh! schon etwas klarer. Das ganze Unter nahmen verträgt keine Kritik. Die jüdische Kolonisation ist geyen Rückschläge, die sich aus der Stimmung der Umgebung ergaben können, vollkommen ungesichert. Mit Fug und Recht lehnt die unbeeinflußte jüdische Oefsentlichkeit den ganzen Plan ab, der lediglich ein zu politischen Zwecken ersonnenes Konkurrenzunternehmen gegen den palästinensischen Heimstätte»',gedanken darstcllt. Alle Verschleierung jedoch, die in Rußland mit großer Virtuosität betrieben wird, kann cs nicht verhindern, daß hin und wieder doch Nachrichten Durchsickern, aus denen mau die Hohlheit des Planes erkennt. Man hat erst vor wenigon Tagen eine unwillige Aeußevuu.'g M e r e s ch i n s, desbekannten führenden jüdischen Kommunisten gehört, daß die Juden schlechtes Land '.erhalten haben. Diese Aeußerung hat insbesondere in der amerikanischen jüdischen Oessenlilichkcit zu einer erregten Debatte -geführt, in deren Verlauf nun Einzelheiten bekannt werden, die die Erbitterung Mereschins nach mehr a-ls einer Richtung erklärlich erscheinen lassen. Bon einer mit den Verhältnissen vertrauten Persönlichkeit, die eben aus Rußland znrückgcchrt ist, wird uns zu diesem um die Behauptungen Mereschins cnisponnenen Streit das folgende »nit-geteilt: Der für die jüdische Kolcuisation zur Verfügung gestellte Raum aus der Krim um'saßr insgesamt GÖ.OCO T-eßjalinen (eine T-eßjatine gleich etwas über ein Hektar). Ter Boden entbehrt der ausreichenden W a s -s e r v e r s o r g u n >g, was sich insbesondere in dem Winkel von Jewpatoria geltend macht, wo aus einem Raum von 12.000 Deßjatincn eine geschlossene Sicdllung entstehen soll. Durch die Notwendigkeit, in dieser Gegend Brunnen gu graben, entstehen außerordentlich große Koste n, die die Unznsricdeuheit der Kolonisten erregt haben. Der Kolonisation sichen nur sehr geringe Geldmittel zur Verfügung, was sich wchl daraus erklärt, daß idle russische Regierung aus eigenem nichts gibt und alle Kosten aus Samm- Ilungen bei der jüdischen Oessetttlichjkoit des Auslandes decken will. Die Mißstimmung unter den Kolonisten hatte im Winter dazu .geführt, daß die meisten das Land verließen. Im Frühjahr verabsäumten es die Verwaltungsbehörden, die Ausstellungen der zu ikolonisierenden Familien rechtzeitig zu publizieren. Es trat also in dem Kolonisationswerk eine Verzögerung ein, die noch durch die allgemeine Entwicklung beeinflußt wurde. Obzwar gcgeniwärtig eine kleine Besserung zu verzeichnen ist, verschärft sich Doch die Situation Durch die antisemitische Gegenftrömung in der Bauernschaft, die auch noch durch das Verhallten der staatlichen Organe gestärkt wurde. Eine geregelte, mit großen Mitteln und mit der Unterstützung Des Staatsapparates ins Merk gesetzte Kolonisation könnte fr-oilich so manches schaffen. Die jüdischen Kolonien sind teilweise in Ordnung, und Der Unterschied Zwischen ihnen und den christlichen Anstellungen >ist so in die Augen fallend, daß selbst Die Sowjetorganc ihre Zufriedenheit aussprcch-en mußten. Darin ließt aber eben — und das ist bezeichnend für die Entartung der Verhältnisse — eine sehr große Gesa h r. Es werden 'bereits Stimmen kaut, Daß man die Gegnerschaft der Bauern abkaus-en müsse, urcd zwar auf die Weise, daß die gut funktionierenden jüdischen Institutionen auch die Besorgung der christlichen Nachbarn aus sich nehmen sollen. Das wäre ein Rückfall in die Sitten der zaristischen iZeit, in der jüdische Gutsbesitzer auf ihre Kosten christliche Kinder studiere»» lassen mußten, um die für die Ausbildung des eigenen Sohnes notwendigen Prozentverhältuisse an den Mittelschulen zu erreichen. Bisher wird dir Kolonisation im großen und ganzen vom „Joint" kontrolliert vis aus den schon erwähnten Winkel von Jewpatoria, wo die Wirtschaft und ihre Leitung in den Händen Des .„Oget" liegt. Die Jewsektia hat nur schweren Herzens darein gebilligt, Dem „Joint" die notwendigen Befugnisse zu erteilen. Diese Selbstcntdigkeit würde natürlich in Frage gestellt werden» wenn die jüdischen Organisationen sich mit nichtjüdischen Angelegenheiten befassen würden. (Tatsächlich hat auch der „Joint", wie wir Meldeten, die Subventionierung russischer Dauern ins Auge fassen müssen. Die Red.) Eine wichtige Rolle in dieser gaitizen Frage spielt auch der Anteil der Chaluzim. Die Anzahl der Chaluzim beträgt in Rußland schätzungsweise 16.000 Mann. Sie alle wollen nach Palästina, stoßen aber deshalb aus den schärfsten Widerstand txt Scwseibehörden. Er äußert sich teils durch bitelfte Der- IrLäutui unk!ÜM.tträ)Xft(funA LMtix, hia bau Leitung" wiederholt berichtet wurde) ad« auch in der Ber» schärfuug der Paßvorschriften, welche jede AuSwanderung unmöglich machen. Jeder Auswanderer im Mer von »Wer' sechzehn Jahren muß einen eigenen Paß haben, der 100 Dollar! kostet. Das verhindert eine Auswanderung in größerem Stil und , Die Jewstktia will von einer ausreichenden Milderung der Vorschriften nichts wissen, Die Bewegung Der Chaluzim wird mit allen Mitteln unwrdrückt. Und obzwar seit einiger Zeit aus verständlichen Gründen alle aufsehenerregenden Prozesse unterbleibe«, so finden sich Doch Mittel und Wege, den Zionismus zu schädigen. Wenn sie sich nicht finden, so wird alles Notwendige von der G. P. N. (Der früheren Tscheka) im Geheimen besorgt. Wenn es aber jemandem gelingt, bis an die Grenze zu kommen, bann warten seiner die Gewehre der Wache. Bor weni'gm Tagen wurde eine Gruppe von zwanzig Chaluzim, die über den Dnfestr nach Rumänien gelangen wollte, von den Grenzposten ang-chalten. . Ein Mann wurde erschossen, mehrere verwundet. Das ganze Problem des jüdischen Lebens in Rußland befindet sich bereit in einem chaotischen Zustand, der nur mit Den Verhältnissen zur Zeit des militärischen Kommunisurus zu vergleichen ist, als Rußland noch strenger von Der ganzen Welt abgeschlossen war. , , Sie Zuden im amerikanischen lina&ÜMafeiMam&fe. Eine Rode des Präsidenten Coolrdge. Der Präsident der Vereinigten Staaten, Calvin Coolidge, hielt bei der Einweihung des Jcwi'h Centre in Washington eine große Rede, in welcher er auch des Urteils gedachtes den dav amerikanische Judentum an -der siegreichen Durchführung Der UneHängiakeitttkämpfe vor 150 Jahren genommen hat. Der Präsiden: sagt unter anderem: „Ich erinnere mich in den Schriften des HistoriLr Lecky die Bemerkung gelesen zu haben, Daß „hebräischer Mörtel die Grundlagen der amerikanischen Demokratie zementiert" habe. Lecky hat dabei gewiß der große Einfluß der Bibel vorgcschwebt, der die Gefühle und Sympathie der weit von einander zerstreuten Gemeinwesen zusammenknüpsen konnte. In einer nicht zu mißverstchenden Weise mahnt Lecky andie Schuld, welche die amerikanische Nation den heiligen Schriften schuldet, welche das israelitische Volk der Welt gegeben hat. Der biblische Einfluß war ausfallend stark in allen Kolonien New-Engtlands. In dem Maße, wie sie sich auf das si-llliche und administvative System, welches von hebräischen Gesetzgebern niedergelegt wurde, gestützt haben, in demselben Maße wuchs auch ihre Ucbcrzeugung, daß die hebräische Sprache und Literatur allen Leuten so vertraut als möglich gemacht werden müsse. So kam es, Daß John Davenport in den ersten Volksschulen von Ncw-Havcn Den Unterricht Der 'hebräischen Sprache ein-gefüthrt hat. Und die Juden selbst, die bereits in größerer Anzahl in deir Kolonien verbreitet-waren, blieben den Lehren -ihrer Propheten treu. .; i | \ : Der jMche GlafÄ: ist dorhrwschrnL ver (8toföe an FM-rit.' Vom BtHinne des Konfliktes zwischen den Kolonien und Dem Mutterland waren sie in überwiegender Weise ander Seite der ansteigenden Revolution. Die werden ja die Namen kennen, die -ich verlese, mnige wenige von den Kausleuten, Die ohne Zögern Dre 1766er Resolution der Nichteinfuhr unterschrieben^ haben: Isaak Moses, Benjamin Levy, Samson Levy, David Franks, Josef Jacob s, Heyman Levy jun., Matthias B u s h, Michael G r a tz, Bernüid G r a tz, Isaak Franks, Moses M o rd ecai, Benjamin I acobs, Samuel Lyon urrd Mayuel Mokdechai N o a.; i Die Koloniakjulden haben nicht allein sich frühzeitig < und en'.husiastisch dem Non-Jntercourse-.ProgramüN angeschlossen, sondern haben auch, als die Zeit zur Schaffung und Erhaltung einer Armee kam, gerne Dienste getan, wo sie nur von Nöten waren. Es. liegt viel Romantisches in der Geschichte des C h a j ä m S a l o m o n, des polnischen Juden, dev die Revolution finanzierte: Geboren in Polen, wurde er von den britischen Dtreitkräfren in New-Aork geifangengknommen, und als er erritwichen war, ging er ans Geschäft in Philadelphia. Er unterhandelte für Robert Morris bei allen Anleihen, die in Frankreich und Holland gemacht wurden,;! gab ein enormes Vermögen her -! : j und streckte bedeutende Summen vor Männern, wie James M ad i s o n, Themas I e f f e r so n, Baron S t e u b e n, General; St. Clair und manchem andern patriotischen Führer, die bezeugt' haben, daß sie ohne seine Hilfe die Sache nicht weiter hätten führen können. ' i : . . i i i | . Eine beträchtliche Anzahl von Inden wurden Offiziere der festländischen Streitkräste. Die Listen weisen zumindest vier Juden auf, Die Leutnanis-Koloneils gewesen sind, Drei waren Majore und sechs, wahrscheinlich mehr, Kapitäne. Major Benjamin Nones. wird - ■; . der Mische Lafayette genannt. Er kam 1777 aus Frankreich, ließ sich bei den Kontinentalen als Freiwilliger eiureihon, diente nn Stabe des Washington und Lafayette und wurde später dem .Komnrando des Baron de Ka lb zngeteilt, wo es eine Anzahl von Juden gab. Als Baron De Kalb im dichtestell Gefechte in der Schlacht von Cainden tödlich verwundet wurde, waren drei Offiziere bei der Hand, ihn vmn Felde zu tragen, Major Nones, Capitnin de la Motta und Eapitain Jakob de Leon; sämtlich waren Juden. Ein Jnsanteriekorps in Charleston S. C. war vorwiegend von Inden gebildet und diese haben sich in den Gefechten jener Sektion gläri-zend bewährt. Es ist leicht zu begreifen, warum ein «BoE von einem geschichtlichen Hi-Nt-evgrunD wie dje Juderi sich i-n so überwältigender Weise stets mit der Sache der FveiM verbündet hat. Sott den frühesten Zeiten des Koloniialwesens war M-evika für diese so lange

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