Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2658 (18.7.1926)
- Date
- 1926-07-18
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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«vre», «öttrrttg Wiener MorsenzeUn«^ Seite 7 vn. «pv ■HiilüpiMifla MTW MÄMmWMMW «IM Nus der MiMn Welt lllMtMtM! fil: HIISHII: :ini^l|12||l|S(!ll**(«3lW! I sri 111 ts: m 11 tr u 11 sr 1111 i ** i rr>r >WM««M>iUWUWWU MDWWWV mmm^hrnw VAM8W MMWtl! iimgintfinitliHiimtgürtliH Perez nnf dem Ander. Oder Betz bleibt Betz. Wie in jeder litauischen Stadt, gibt es auch in Belz ein Neins Zimmerchen, in dem bis jetzt die Beizer Traditionen noch nicht recht zum Ansdruck gekommen waren. Bisher war cs nur ein schönes Zimmer, das jedem Juden, jedem Zionisten offen stand. Alles hat aber seine Grenzen. Bald hatten die Belzer Chassid:m in Erfahrung gebracht, daß einige der Besucher ihres kleinen BethaufeS die große Todsünde begehen, daß ffie die Perez-Bibliothck besuchen. Die frommen Chassidim griffen, in der Erkenntnis, daß Toberanz gefährlich ist, sofort zu energischen Maßnahmen. Eines schönen Morgens fanden die Besucher folgende Ankündigung an den Minden des Bethanses: »Juden! Jedermann von uns kennt die Sünde der Abtrünnigkeit, über die cS heißt: „Alle, die es tun, werden verdammt." In unserer Mitte gibt cs nun einige junge Männer, die die P e r e z - B i b l i o t h e k besuchen und seine Werke lesen. Es ist ja jedem bekannt, welch ein Abtrünniger c r w a r. Dort wird auch der Sabbat geschändet. Wir dürfen daher nicht schweigen und müssen sehr um unsere Kinder fürchten. Be! uns im Bethans können wir ja alles durchsetzen. Schweigen wir also nicht und erlauben wir ihnen nicht, zu beten, bis sie uns versichern, daß sie in die Bibliothek nicht mehr gehen werden. Es ist die Pflichtjedes en n z e l n e n, das Feuer zu löschen, so lange es möglich ist. Bon mir, der mit Zustinlmung aller hiesigen Ghassidim schreibt. Der gehorchen wird, der wird gesegnet." Ob dieser Aufruf gewirkt hat, ist nebensächlich. Wichtig ist, daß die Betstnbe in Belz ihre Tradition toahrt und daß der Abtrünnige Peroz nicht gelesen werde! ... „Wir können ja alles durchsetzen..." Sie erste Welttonferenz Wischer Znvawer. Danzig, - Io. Juli (I. T. A.) Im D a n z i g e r Schützenhaus wurde heute die erste Weltkottferenz jüdischer Kriegsi nv al i d er eröffnet. Erschienen waren mehr als 60 Delegierte aus vielen Ländern. Mehrere der Delegierten sind selbst Schwerkriegsverlctzie, man bemerkt unter ihnen B o l l b l i n d c, B e inlose und ähnliche Invalide. Der Delegierte ans Amerika Ziprinsky eröffnete die Konferenz mit einer Ansprache, in der er darauf hinwies, daß schon im Jahre 1924 die Idee der Schaffung eines Weltverba'ndcs jüdischer Invalider reif gewesen war, noch aber g'ab man sich der Hoffnung hin, daß die jüdischen sozialen Institutionen der Lage der unglücklichen jüdischen Kriegsopfer .da8 gebührende Interesse 'zuwenden werden, Diese Hoffnung hat getrogen, die jüdischen Invaliden aller Länder müssen zur Selbsthilfe greifen und sich zu einem starken Verband vereinigen. Der Antisemitismus macht keineswegs vor dem jüdischen Invaliden halt, insbesondere hat der j ü d i s ch e Invalide unter dem offiziellen Antisemitismus in vielen Ländern zu leiden. Oft wird er gegenüber dom nichtjüdischen Invaliden in krassester Weise z u rü ckg e setz t. Die Konferenz würde von einem Vertreter der Danziger Regierung, von mehreren ausländischen diplomatischen Persönlichkeiten Und von allen'öffentlichen jüdischen Institutionen Danzigs begrüßt. Die! Konferenz-wird Sonntag zu Ende gehen. Den Beratungen wind sich'- eine öffentliche Kundgebung und ein Demonst r at i o n s z u g durch die Straßen von Danzig und Zoppot anfchließen. -! Milderung des Sonntagsruhegesetzes in Karpathorußland. Unter Führung von Oberrabbiner Dr. Brody erschien eine Abordnung karpathorussischer Juden beim Handelsminlster und klagte über dre Härten des neuen- Sonnt agsr-u hegesetz es, durch das die durchwegs gesetzestreu gesinnten Inden gezwungen werden, zwei Tage in der Woche zu feiern. Der Handelsminlster anerkannte die Gerechtigkeit der Forderung und versprach die EurchführungLbcstimmungeii zu mildern. SrschlSffe der polnische» Pagfifte» r«r Anden« Nage. Warschau, 15. Juli. (I. T. A.) Die polnische pazifistische Gesellschaft hat nach Besprechungen mit repräsentativen jüdischen Persönlichkeiten, wie Nahnm S o k o l o w, Oberrabbiner Prof. Dr. S ch o r, Prof. B a l a b a n, die Abgeordneten G r ü n b a u nt, Hartglas, Farbstei n, die Senatoren T r u s k er, Körner, S ch e r e s ch e w ö l y u. a. m. eine Reihe Entschlüsse gefaßt, die besagen: Die Regierung hat die Pflicht, den Juden volle Gleichberechtigung zu gewähren, zumal die Inden erklären, sie seien loyale Bürger des polnischen Staates und stehen der Idee der Schaffung eines Judäa-Polen, wie die Judenfeinde von ihnen behaupten, vollkommen fern. Die Juden wie die Angehörigen der anderen Nationalitäten haben das Recht, Organisationen zu schassen, zwecks Entwicklung ihrer nationalen und sozial-kulturellen Bestrebungen. Als die Nationalsprache der Juden muß Hebräisch gelten, dabei muß das Jüdische Vollständig toleriert werden. Jeder antijüdische Boykott nmß mit allen jüdischen Mitteln bekämpft, die polnischen Knltnrinstitutionen müssen den Juden offen stehen. Die Assimilation einzelner Inden darf weder von polnischer itoch von jüdischer Seite boykottiert werden, doch haben die Affimilanten kein Recht, im Namen des jüdischen Volkes zu sprechen. Das Gvab von Heinrich Heines Großmutter. Der älteste jüdische Friedhof D üs sc l d o'rf 8 hm tu .der'Gegend der heurigen Kersernenstraße gelegen. Er hat bis ungefähr zum' Jahre 1788 seinen Zwecken gedient. Damals wurde «der jüdischen Gemeinde ein neuer Degräbnisplatz von der Kurfürstlichen Bergischen Hoffammer unentgeltlich angewiesen. Von dem Men Friedhof, der m das damalige Festungsgehjet nachgerade einbesogen wurde, durften die exhumierten Gebeine und die Grabsteine ans den neuen Friedhofe übergefü'hrt werden. Das geschah aber nicht bei allen, weil die Bebauung des neuen.Kasernenlciles sehr rasche Fortschritte machte. Ein Teil der Gräber liegt noch heute unter der Straße. Als im Jahre '1.884 ans der Kaserueirstraße Kaitalisatiansarbeiten ansgesührt wurden, .konnte die Grabstätte von «Heinrich .Heines Großmutter, der Frau Doktor van Geldern, geh. Bock, ausfindig gemacht und nachdem nei.cn Friedhof verbracht werden. Daß gerade eurem Mitgliade der Familie van Geldern ein solches Mißgeschick hatte widerfahren können, spricht für das unerwartet rasche. Fortschveiten der Bebauung .des alten Friedhofes. Gerade dieser Familie hatte die jüdische Gemeinde viel zu verdanken gehabt. Im Jahre 1712 hatte der Hoskammeragent van Geldern der Gemeinde sogar neben feinem n-euerrichteten Hause an der Neuster Straße die erste Synagoge erbaut. Kurfürst Johann Wilhelm hatte — die Urkunde ist noch'erhalten — dem Ersuchen -des „Hostammer-Agentcn Joseph Jacobes Ban Geldern" znm Bau „dergleichen Schutt Mt statt gegeben". Dieses Gclderusche Haus ging später in den Besitz des katholischen Hubertusstiftes über.und.in den Räumen des früheren israelitischen Tempels fanden dann Arme und Kranke Düsseldorfs Aufnahme und Pflege. Ausflug Debrecziner jüdischer Schüler nach Wien. Die Schüler des Debrecziner j ii Id i s ch <c n R ealg y in u a- .sittms, vierzig an der Zahl, unternahmen jungst mit ihren Professoren einen Ausflug nach Wien, um die Sehenswürdigkeiten dieser 'Stadt, insbesondere - auch das jüdische Wien kennen-- zulernen. Die Wiener israelitische Kultrisgemeinde hatte den Leiter des Jugendrefcrates damit betraut, sich .den jugendlichen Gästen zu widmen. Anläßlich des Empfanges der Schillerschar im Sitzungssaale der Kniltusgemeiude wurde jedem Ausflügler das von der Kultusgcmeinde anläßlich der Jahrhundertfeier herausgckbelte'Jtlgendbuch „Geschichte der Wiener Juden" überreicht. Bor der Abreise fand in dcu Räumen der Einheit, in welcher die Schüler' wahrend ihres Wiener An'scn'khaltes verköstigt wurden, eine AbMiodsfeier statt. Uebersiedlung der Düsseldorfer „Hygiene der Inden" nach Dresden. In Dresden wird ans dem 1L0.lX)0 Quadratmeter umfassenden Gelände des Prinzengartens demnächst mit Hilfe van Reich ilnd Laiid der bereits seit über zwölf Jahren geplante Bau des D e u t s ch e ii H y g i e n e m u s e u m s errichtet werden. Darin dürfte die auf brr „Gesolei" gezeigte Sonderansstellnng „Hygiene der Juden" in wesentlich erweitertem Umfang einen dauernden Platz siiiden. BWe md Kunst. Schnridrrhn« — Srneraldirrvor der »nndestSraier. Minister für Unterricht Dr. Rinielvu Hai gestern den Generaffonstll'Schn erde rh an zum Generaldirektor der Bundestheater ernannt. Sektivusches Dr. Präger tviivde gleichzeitig von der Leitzing der Dundestheafer enthoben und kehrt auj fernen Posten in das Unterrichtsnckplfteriimt Zurück. Bei diesem Anlässe hat ihm die Bundesregierung für seine wertvollen, unter schwierigen' Verhältnissen geleisteten Dienste Dank-und Anerkennung ausgesprochen. Was in Amerika als „tstdisches MS" Srsaig hat. Welche literarische Kost dem amerikanischen Publikum, gaiiz ohne Unterschied der Religsyn, mundet, baiveist die falgendc echt'amerikanische RekorÄZeschrchte: - Eine christliche Schriftstellerin schrieb e!>i „Misches" Theaterstück. Anna Nichosie heißt die Glückliche, beten- Stück bisher 17S0nlgl ähWDHrt wuche. Nach dop glsgemenren Meinung der Fachkreise soll vas nur ein bescheidener Arrfarig sein. Jetzt erst beginnt -der'.Erfolg. .? Hier her l.iepffniiioc* Inhalt des „jüdischen Kunftü'evkes": Ahrahchn, ein Schn schr chrisamcr, sehr frommer jüdischer Ettern, verliehtsich indie Christin Nysä, die Tochter -sehr ehrsamer, sehr frommer christlichst Eltern. Selvstvevständlich sind die belderseitigell Eltern radikale Gegner des uilsrommen Ehebundcs. Das Melodrant und,ditz' Äentiurentalität^ treten in ihre Rechte. Oalid aber legen sich di« Bekannten iw ditz Mitte und es konrmt Hvifchen den seinhlühen Elttzr» W- - eirrem'''Ävmjjsrmv-iß. - Man wird einfach Kvei Hochzeiten ftiW; dix eime wird Her Wöbltzier MalW; die aMre dex Metzer zelebrieren. Kann man cs sich einfacher, unamerikanischer denken? Was wird aber mit den Nachkommen geschehen? Auch dafür weiß die Dichtevin eine Lösuirg. Wird es ein Mädel, dann werderr alle späteren Kinder Juden. Wird es ein Bub, sollen die Nachkomnten Christeri -weiden. Beide Seilen sind mit diesem -salomonischen Urteil silwerstanden. Aber cfft der dritte Akt bringt die dramatische Spannung. Die junge Frau gebärt oben im anstoßenden Zimmer. Allgemeine Spannung. Wird's ein Mädel oder ein Bub? „Ein Mädel", flüstcril mit frommem Augeiiaufschlag Abrahams Elteru. „Ein Bub", bekreuzigt sich der katholische Pater. Nach langer Erwartung. — endlich,: Cv sind Zwillinge, ein Bub und ein Mädel. Der Vorhang sällt und das ganze Publikum ist begeistert. Die Novität hat 'der Schriststelleriii bis' jetzt über 5 Millionen Dollar an Tantiemen eingetragen. Und der Goldstrom fließt ltveiter, aus Nordamerika, aus Südamerika und sogar aus Australien. Das Stück haben bisher zirka vicr Millioneil Menschen gesehen. Die Kasse des NÄv-Borker Theaters, in dem cs gespielt wird, verzeichnet täglich 10.000 bis 12.600 Dollar an Einnahmen und solche Summen werden auch täglich ans Philadelphia, Chikago und San Franziska genrelvet. Fünf Tttlppen spielen die Komödie in Nordamerika. Mir diesen Zweck allein lvurde eine Mtiengcsellfchast mit einem Grundkapital von Ü Millionen Dollar gegründet. Bis jetzt ivurdeü „nur" 80.000 Dollar >für Reklame aus gegeben und die Kleinigkeit von 2 Millionen Dollar hat die Gesellschaft bisher an ihr technisches Personal ausgrzahlt. - Aber jetzt erst beginnt der Erfolg des Stückes «sich auszuwlrketi. Die Rechnung ist einfach:?lmerlka zählt 16g Millloneii Einwohner und das Stück haibsu erst 4 Mlllioncn Menschen gesehen. Katt» man die geniale „jüdische Pieec" den restlichen VÜllioneu vorenthal'ten? Außerdem schreibt die Autovin schon die Fortsetzung unter dem Titel: .Mrahams Kinder". Dann folgen wahrscheinlich di« Eickel, 11 reute! und so zeugt fich die große jüdische Kunst in Amerita fort , , , 13. $titi 19W >8P unSGPG SömmsP •^r^- Vot*kau£ lautet einstimmig^ um*hoP$i QshaH&n schon £sax>d&n Pp®m Schuh: Preis Zffio- UranWhmng einer Sprr in WilMan. An der Warschauer Oper gelangte Szhma nowskis Oper „König Roger" zur Uranssühmiig. Eine edle und ernste Tondichtung, die insbesondere im ersten Akt das Schönste und Tiefft-r bringt, was die neuere polnische Musik bisher hervorgebracht hat. Die Hanolung spielt int 12. Jahrhundert und ist mehr lyrisch als dramatisch. In die Mystik der kacholischen Glaubensatm-ostchare dringt der Lichttraum der Griechenwelt, und der heidnische Traum siegt über das Dogma der .Kirche. Trotz der sichtlichen Einflüsse der Musik von Richard Straus; und Dcb-ussy Hat diese neue polnische Tondichtung Eigenart und hohes Niveau. Unter den Mckvirkenden ragten insbesondere die Gattin des Komponisten, Fr-an Szhma« n-owsk.a, und der Tenor Dobosz lzervor. Aus den Theatem. B u r g g a r t e n - B ü h n e. Montafl r Tanzabend der Gruppe Bodenwieser. Dierti»tagr Bunter A b e n d. Nittttooch: Oper: «Das Nachtlager von Granada" < Dirigent F. Grube r). Donnerstag: Anton- B r u ck n e r - A h e n d. Freitag: S y m v li o n i s k o n z e r t (Dirigent Otto E q g e r). SamSragr Svmvboniekonzert tDirtgent M. S p ö r x). Sonntag: „D e r B a j a z z o" — ,Ca* valleria rusticana“. Bolksoper. Heute, 8 Nhr abends, gelaugt zugunsten der Spitalshilfe Wild enbruch S- Schauchiel »Di e Tochter des E r a s m u zur Slufführung. In den Hauptrollen sind beschäftigt : Alice Lach, Eugcir I e n s e n und Theo S h a l l. Bürgertheater. Die Operette ,D e r O r l o w* gelangt nur nrehr bis inklusioe 21. d. zur Aufführung. Donnerstag den 22. d findet die Premiere des Operertenschivankes a s N a d i oin ä b e l" von Paul W e i n o r statt. Sänrjliche Mitglieder der Badener Arena mit 31. August gekündigt. Aus Baden, bei Wien wird uns'gome.det: Seitens der Theaterdirektion Uvuwe allen Düh ne n mi tp liebe r>n soUvie dem gesamm t eu Personal mitgeteilt, daß der bis 31. August lausende Vertrag nicht mehr verlängert werden kann. Mit 31. August endet also die Spielzeit in der shivsitzen Arena. Mo, wann und in welcher Form das Theater wieder in Betrieb gesetzt werden wirs, werden die Verhandlungen ergeben, die die Gemoinde nach verschiedenen Seiten pflegt.' „Hamlet" in hebräischer Uebersetznng. Der bökannte hebräisch; -Dchriflsteller Chaim Jechiel Börnste in hat vor kurzem.eine hebräische llebersetzung des Sh.ckesprarschen „Hamlet" mit erläuternden Bomerkun.aen heransgegebe». Bornftein hat an der Uebersetzung einige Jahre gearbeitet. Berurteilmtg dort Mitarbeitern des „Sruchlizisfimus". Wie aus Berlin gemeldet wird, verurteilte das Stuttgarter Große 'Schösstngericht wegen Herstellung und Berbreitung unzüchtiger A blb i ld u „ ge n i m „S impli zis s i ntu s" den Schriftsteller S ch e r und den Verlagsleiter Dr. S i" n s h e i m e r zu 560, Professor Zille zu 150 Mid den Buchdrnckereibesttzer Stecker zu 50 Mart Geldstrafe. Kleine Knnstnachrichten. Die Handschrift von Gottfried August Bürgers bevühmter, nur leider zu oft deklamierten Ballade eu ore" war eine Zeitlang verschollen, bis sie.im Jahre 1924 in einem Wiener Antiquariat austauchte. Die llniversitätsbibliothok zu Gott kn g e n hat jetzt die Reliquie von einer Prager BuchhüMnng für den Preis von 5oQ9 Mark evivorben. — In Franks» r t a. M. fiirdet im Monat September eine ün t e rlt a t io ual e P laka t a u sst ek ln na statt. Nebst einer Sammlung deutscher Plakate, welche ciuen Ueverblick über die Entwicklung des Plakats in Deutschland seit dem Jahre 1800 gibt, sind große Sanunlungen des Auslandes angemeldet. — In Mamcheim sand die EistauMnung von Sternheims „Kandidat", einer Nachdichtung ver Mauberilscheil Satire, statt. Sternheim hat die Unterlage, die ihm die Komüdie Fla,tberts bot, überarbeitet, ohne daß man von einer schöpferischen Nach- und Umdichtung sprechen könnte. — Die Salzburger Festspiele beginnen am 7. August um 11 Uhr vmwittags nrit einem Kirchenkonzert, bei welchem u. a. Mozarts ^lkrönungSmesse" zur AuMhrung gelangt, kl RMndvanach Tagore liest Dienstag den 20. d., abends 8 Uhr im mittleren ÄouzerthmtLsaol aus eigenen Werken, u. a.: Bengalische Gvdichte in der Ursprache. Auch für diesen Alxmv ist der größte Teil der Plötze bereits vergriffen. Restliche Karlen ut der Hellevschen Buchlhandiung ^ukrtm A.-G.), 1. Bezirk, Bauern- WÄ S,