Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1926-07-17 · Heft 2657 (17.7.1926) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2657 (17.7.1926)
Date
1926-07-17
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2979076-2981549-2981744--27063-3014956
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Nr. 2887 , Men, SsmSisg Neue Niadesnorde in Breslau. Zwei Geschwister von einem LustmSrder zrrstiickekt. . Aus Breslau wird uns gemeldet: Zu den drei bisher noch unaufgeklärten Kindesmorden ist nun ein n e u e r D o p p e lkindesmord dazugekommen, der die Stadt in ungeheure Aufregung versetzt hat. Am vergar^genen Samstag wurde der e l fein halbjährige Otto Fehfe in Begleitung seiner achtjährigen Schwester Erika von der Mutter beauftragt, auf dem Paketpostamte nach einem Paket zu fragen. Beide Kinder find von diesem Gange nicht mehr zur ück gekehrt. Noch am gleichen Tage gegen halb 11 Uhr nachts wurde an der Umfassungsmauer der Technischen Hochschule an der Uferzeile ein Paket gefunden, daß d.e Leiche des Mädchen - und den Kopf des Knaben enthielt. Ebenso waren die .Kleider in dem Paket enthalten. Ein zweites Paket wurde am Montag auf einem Fahrweg gefunden, in dem der mit Sackleinwand umhüllte Rumpf des Knaben gefunden wurde. Auf postalischem Wege wurden die restlichen Körperteile der beiden unglücklichen Kinder dem Großvater zugcstellt. Wie die Untersuchung ergab, war daß Mädchen durch H a l s s ch n i t t getötet und der Körper in drei Teile zerlegt worden. Beide Handgelenke wiesen Spuren von Fesselung auf. Der Knabe scheint durch E r st i ck e n getötet worden zu sein. An seinen beiden Handgelenken zeigen sich wie bei dem Mädchen Spuren von Fesselung. Die Nachforschungen nach dem Lu stmörder werden von der Polizei mit allem Flachdruck geführt. Je« Bat« ermordet und beraubt. Aus Königsberg wird uns 'gemeldet: In der Nacht #nm Fre tag wurde ein Landwirt, als er den Erlös seines am Vortage verkauften B e s i tz t u m S in der DarlehenStaffe in Jurg a t t s ch e n einzahlen wollte, von feinen Söhne nund derenFreuud überfallen. Man fand ihn am nächsten Tage als Leiche in fürchterlichem Zustand im Straßengraben. Der ältere der beiden Söhne wurde verb a f t e t, von den übrigen Tätern fehlt jede Spur. zwölf Fahre in einem Stall elagejprrrt. Die Tragödie eines Mädchens. Aus Paris wird uns gemeldet: In Plouay, einem kleinen Ort in der Bretagne, kam dieser Tage die Polizei einer grauenvollen Tat auf die Spur. Bor etwa zwölf Jahren war die jetzt 28jährige Tochter Annemarie des Bauers C r e n n krank geworden, und von diesem Tage an hatte sie ihr Vater in einem dunklen Stalleeingeschlossen und ihr die allernötigsten Dinge zum Leben fast vollständig versagt. Die Polizei fand das Mädchen nacktau fein emHaufenverfaultenStrohs liegen, Arme und Beine beinahe gelähmt und den ganzen Körper voll Ungeziefer. Ein Leintuch hatte man der Unglücklichen seit Jahren nicht mehr gegeben, aus Furcht, sie könne es beschmutzen. Die Magd des Bauernhofes erklärte der Polizei, daß die Aermste selbst während des letzten Winters ohne jegliche Kleidung in dem kalten Raume gelassen worden war. Der Grund zu dieser grauenvollen Handlungsweise soll in dem unglaublichen Geizder Familie liegen, die hoffte, das Mädchen werde bald sterben und damit sein mütterliches Erbteil den andern überlasten. Der Tod wäre wohl auch schon längst eingetreten, wenn nicht eine S ch w e st e r der Unglücklichen heimlich, um vom Vater nicht gescholten zu werden, Lebensmittel gebracht hätte. Der Vater wurde verhaftet und das Mädchen in ein Spital gebracht. Maffenansbrvch aus einem GesSngnls Sieben Schwerverbrecher geflüchtet. Aus Berlin wird berichtet: Heute früh ist aus dem Zuchthaus in N a u g a r d' ein Massenausbruch erfolgt. Sieben Schwerverbrecher durchsägten die e i s e r n e n G i t t e r st ä b e des gemeinsamen Schlafzimmers und flüchteten, nur. mit dem Hemd bekleidet, m i t Hilfe einer Strickleiter über die Zuchthausmauer. Drei der Geflüchteten konnten bereits heute wieder eingefangen werden, den übrigen vieren ist man auf der Spur. _ Sie Warschauer Universität soll geschloffen werden? Warschau, 16. Juli. Der Senat der Warschauer Unidcifität hat iielchlosscn. na h den Sommerserien die Vorlesungen nicht mehr zu beginnen. Der Senat führt als Grund dieses Beschlusses die Verordnungen des gewesenen ll n t e r r t ch t S m l n t st e r S G r a b S k i an, die es der Universität unmöglich machen, ihre Pflichten gegenüber den Hörern und Professoren voll zu erfüllen. Man hofft, daß es der Regierung gelingen werde, die Angelegenheit zu ordnen _ Spiritus aus Sögemehl. Die Erfindung eines deutschen Chemikers. Aus Berlin wird uns gemeldet: Wie das „Berliner Tageblatt" aus Aachen meldet, ist es Prof. Dr. Classen gelungeii, sein Verfahren zur Herstellung von Spiritus aus S ä g e nc e h l und sonstiger Zellulose (Gärung) derart zu verbesseru, daß der Preis dieses wichtigsten Jndustrieartikels nur ucd) einen Bruchteil der heutigen Marktpreise beträgt. Das Verfahren wurde so verbessert, daß die Rentabilität desselben gesichert ist. Die Erfindung Prof. Classens ist vor allem für die Papier- und K n n st s e i d e n i nd n st r i e von besonderer Bedeutung. Sie kennzeichnt sich dadurch, daß andern zellstosshaltigen Material die Zellulose durch ein Lösungsmittel herausgelöst wird. £Heitt£ Moesenzertrm« Danksagung Alfen» dfe uns in diesen schweren Tagen nach dem «o plötzlichen Ableben unseres teuren Sohnes und Bruders» des Herrn Redakteurs Dr. Max Rosenberg beigestanden sind, danken auf d'esem "Wege aus tiefstem Herren Die Hinterbliebenen Warum macht schwarze Kleidung schlank? Dem aufmerksamen Beobachter wird es nicht entgehen, daß wohlbeleibte Damen in einem schwarzen oder dunklen Kleide bedeutend schlanker erscheinen als in einem weißen. In derselben Weise lasten weiße Handschuhe die Hände und helle Schuhe die Füße größer erscheinen, als wenn sie dunkel bekleidet sind. Diese eigentümliche Tatsache beruht auf den optischen Fe h l e r n des Auges, die zusammen die sogenannte Irradiation bewirken. Diese besteht darin, daß im Bewußtsein Helle Flächen größer erscheinen als gleichgroße dunkle. Diese durch „ungenaue Konstruktion" des Auges hervorgerufene Jrradation bewirkt nämlich, daß im Bild ans der Netzhaut das Licht des Hellen Gegenstandes etwas über die dunkle Umgebung hinausgreift. Dadurch erscheint der Helle Gegenstand auf Kosten seiner dunkleren Umgebung etwas vergrößert. Wer also seine etwas übermäßige Körperfülle ein wenig verbergen will, meide unbedingt zu Helle Kleidung. Sie macht ihn in unseren Augen noch stärker! Dke größte Eisenbahn der Welt. Unter der „größten" Eisenbahn der Welt ist hier diejenige verstanden, die den größten Bcrkrhr aufzuweisen hat. Diese Eiscnbahn die alle anderen der Erve we.it überlrisst, ist nicht, wie man allgemein annimmt, eine der großen Cxpreßbahnen Amerikas, sondern die New-Dorker Untergrundbahn. Von der Größe dieses Unternehmens kann man sich eine Vorstellung machen, wenn man erfährt, daß in der New-Dorker Untergrundbahn an einem Tage im Turchschnnt nicht weniger als zwei Milionen F a h r g ä st e befördert werden. Da die Untergrundbahn Tag unb1 Nacht ununterbrochen verkehrt, jo bedeutet das eine regelmäßige Beförderung von rnnd 88.060 Fahrgästen in der Stunde oder es müssen ununterbrochen während des ganzen Jahres in jeder Minute im Durchschnitt 1400 Fahrgäste in diese Bahn cinstcigen. Es ist selbstverständlich, daß ein so ungeheuerer Betrieb aufs genaueste geregelt sein muß, wenn Zugsverspätungen und damit nich: nur große Versäumnissr, sondern auch unabsehbare Gefahren für Tausende von Menschen verhütet werden sollen. Be! einer regelmäßigen Zugfolge im Abstand von «anderthalb Minuten auf jeder Strecke ist der Verkehr aufs genaueste geregelt, sowohl was die Zählung der Einsteigen,den als «uch der Aussteigenden an berrisift. Der Aufenthalt eines jeden Zuges ist aus jeder Station und zu den verschiedenen Zeiten verschieden, da der Verkehr gegen Morgen und gegen Abend besonders stark anschwillt, so daß in diesen Zeiten gesteigerten Verkehrs in scder Minute 1800 bis 1600 Menschen in die Bahnen einsteigen — von der Zahl der Aussteigenden wird dabei völlig abgesehen —, während zu.anderen Zeiten nur mehrere hundert Fahrgäste in «der Mnute gezählt werden. Bemerkenswert ist die Tatsache, daß der durchschnittliche Verkehr auf .denselben Haltestellen und zu denselben Stunden sich ziemlich gleich bleibt, so daß die Leitung der 'Untergrundbahn mit festen Ziffern rechnen kann. Der gesamte Schienenweg des Untcrnchmens hat die für eine Stadtbahn ziemlich beträchtliche Länge von rund 220 Kilometer. Die Private Emilie des Essarts, Compiegne (Oise) in Frankreich wohnhaft, verständigte gestern die Wiener Polizeidirektion, daß ihr bei ihrer Abfahrt vom Wiener Westbahnhof im Gedränge von einenr verwegenen Dieb ihre Handtasche geöffnet und daraus ein Scheck auf 5000 Dollar, zahlbar in Paris beim Credit Lhonais, und zahlreiche Sch mnckgegen stände im Werte von 30.000 Franken gestohlen wurden. Tie Erhebungen zur Ausforschung des Täters sind eingeleitet. Lad nach dem Genuß von Fruchteis? Donnerstag gegen halb 2 Uhr früh wurde der Gymnasiast Martin L o u r i c, Nedcrgasse 21, mit S ch l u ck l ü h m u n g in das Allgenieine Krankenhaus gebracht, wo er nach wenigen Stunden starb. Der Knabe hatte am 11. d. bereits über Unterleibsschmerzen geklagt und wurde von drei zu Rate gezogenen Aerzten behandelt. Sein Zustand verschlimmerte sich jedoch. Es wurde festgestellt, daß er den Aerzten angegeben hatte, er hätte am 10. oder 11. b. von einem unbekannten G e f r o r n c s v e r k ä u f e r Eis gekauft und genossen. Die gerichtliche Obduktion wurde beantragt. Es ist aber nicht ausgeschlossen, daß der Junge von einem abladenden Eiswagen ein Stück K r i st a l l e i s an sich genommn und dieses genossen hat, wodurch er sich eine Infektion zuzog. Die Erhebungen werden fortgesetzt. Tchulnachricht. KönigSborascheS Israelitisches Mädchen-ErziehnngSinstitttt, Wien, 2. Bez.. BöckUnstratze 89 (Prater-Villa). Sorgfältige Erziehung, Fortbildungs», Sprachen- und Musikunterricht. Prospekt kostenlos . ... ... - iVi, Arm 198Ö -*«-■ u ■ - --- - - >. |ij "■ — mmutimmm Wie«, 17. Juli. * Das Weiter. Gestern ist die angekündlgte Wettervrr« schlechternng cingetreten. Vormittags und abends regnete es ausgiebig. Die Voraussage lautet: Zeitweise regnerisch, kühl, nördliche Winde. * Todesfälle. In Berlin ist am 12. d. Herr Ingenieur Srwin Reichma n n gestorben. Ter Verstorbene war ein guter, aufrechter Zionist, der seinerzeit an der Gründung der zionistlschen Ortsgruppe in Boskowitz (Mähren) regen Anteil genommen hat. Auch in Wien und Berlin hat er sich stets an den Arbeiten für den Zionismus beteiligt. — Der bekannte Sportjournalist fyeltje Berda ch, der am 10. d. ans der Straße von Wolkersdorsi bei feinem Motorrad bewußtlos anfgefnndcn wurde. ist in der Nacht aus gestern seinen Verletzungen erlegen. Er war während des Krieges an sämtlichen Fronten als Artillerieoffizier tätig. Berdach war Mitglied der jüdisch akademischen Verbindung Barissia zu Wien. * Leichenbegängnis. Am 16. d. fand in Eisen stadt das Begräbnis des langjährigen Gemeindevorstandcs und Bürgermeisters von Unterberg Eisenstadt. Herrn Siegmund Brey er, unter großer Beteiligung der dortigen Bevölkerung statt. Er hat sich durch sein Wirken um die israelitische Gemeinde große Verdienste erworben. * Selbstmord. Gestern mittags wurde der n-ljährigr Handelsagent Wilhelm R e i ch m a n n, Strozzigasfe 30, in seinem mit Leuchtgas erfüllten Wohnzimmer leblos ansgesnnden. Arbeitslosigkeit ist die Ursache der Tat. * Trauung. Dienstag den 27. d. um halb 1 Uhr nachmittags findet im Tempel, 1. Bez., Seiteustetteugasse -!, die Trauung der Tochter des Herrn Rabbiners Dr. David Fenchtwang, Hcnny F c u ch t w a n g mit Herrn Dr. Heinrich Feuchtw a n g e r statt. * Aushebung eines Diebskonsortinms. Am 14. d. haben Kriminalbeamte in den ersten Morgenstunden im Hause 2. Bez., Wolfgang-Schmälzl-Gasse 14, ein Konsortium berüchtigter Taschendiebe ausgehoben, die wiederholt vorbestraft und ans Oesterreich abgeschafft sind. Sie haben sich in den: Hallst teils unter falschem Namen, teils unangemeldet anfgehalteu. Sie wurden als der Spcditeltrgehilfe Stephan Kalmar, die Modistin Jolan Berger, Ladislaus La enger, der Monteur Franz B alint und der Fleifchhauergehilfe Miletic I e l i c erkannt und dem Landesgericht emgeliestrt. * Wieder ein Kasieneinbruch in Preßburg. In der Nacht von Donnerstag ans Freitag wurde in Preßburg in den Räumen der Firma Schenker u. Co., Größlinggasse 4, nach Durchbrechlmg einer Seitennlauer ein Kasieneinbruch verübt. Es wurde Bargeld in verschiedenen Valnteit in beträchtlicher Höhe geraubt. Die Täter flüchteteu. Es ist dies seit wenigen Wochen der sechste Einbruch mit Anfbrcchen von Kassen in Preßburg. * In Wien steigt die Arbeitslosenzisser. Der Stand der Arbeitslosen in Wien ist in der zweiten Hälfte des Monats Juli um 1110 auf 76.603 gestiegen. In diesen Ziffern ist die Zahl der im Bezüge der außerordentlichen Beihilfe stehenden Arbeitslosen, die um 956 auf 7203 zu rück gegangen ist, nicht eingeschlossen. Die Zahl der im Bezüge oer Arbeitslosenunterstützung Stehenden ist um 11.837, die Zahl der im Bezüge der außerordentlichen Beihilfe Stehenden um 3538 höher als im Vorjahre. Die Zahl der unterstützten Angestellten ist um 609 ans 11.897 g estiegen. Nach dem letzten Quartalsende sind etwa 2000 Neuanmeldnngcn zu verzeichnen gewesen, doch hat sich in der letzten Zeit die Vcrmittlungstcitigkeit des Arbeitsnachweises ziemlich gehoben. * Oesterreichische Arbeiter nach Frankreich. Bor wenigen Tagen -ist auf Grund eines neuen Uebereinkommens zwischen dem österreichischen Wanderungsamt und dem Einwanderungscrmt für ausländische Arbeiter in Paris die erste Gruppe von über hundert Arbeiter nach Frankreich abgegangcn, in den nächsten Tagen folgen weitere. Wenn die Zahl nicht größer ist, so ist es daraus zurückzuführen, daß Familienerhalter, die ihren zurückbleibenden Angehörigen etwas von den im Auslande gemachten Ersparnissen in die Heimatsenden wollen, von dieser Arbeitsgelegenheit in Frankreich keinen Gebrauch machen können, solange sich nicht die Lohne den Preisen der Lebens- und Bedarfsartikel völlig angepaßt haben. * „Bretteldors" überschwemmt. Im Vorjahr hat um die wilde Siedlung im „Bretteldors" im Jnnundationsgebiet ein grimmiger Kamps getobt. Die Gemeinde Wien wollte die Siedlung aus hygienischen Gründen abbrechen lassen, iveil keine Kanalisation vorhanden war. Nach langwierigen Arbeiten gelang es, das „Dorf" halbwegs wohnbar zu machen. Nun ist es zum größten Teil dem jetzt herrschenden Hochwasser zum Opfer gefallen. Die mciftcit Häuser stehen unter Wasser, so daß die Siedler von der Gemeinde anderweitig untergebracht werden müssen. Es besteht keine Allssicht, das Gebiet wieder bewohnbar zu machen, so daß mit der Abtragung der kleinen Häuschen gerechnet wird. * Kein Straßcnbahnverkehr über die Schwedenbrücke. Vom Montag angefangen werden wegen Sperrung der Schwedenbrücke die Linie O über die Marienbrücke und die Linien A, Ak, B, Bk über die Aspernbrücke geleitet. * Hebräische Ferinlkurse. Der Beth Waad l'iwrim eröffnet für die Sommermonate zwei Hebräischkurse für Anfänger und Fortgeschrittene sowie einen Kinderkurs. Die Leitung der Kurst ist in -en Händen erprobter Pädagogen. Als Lehrziel erstrebt die Leitung Aneignung der Grundkenntnisie für Anfänger und der Konversation für Fortgeschrittene. Die Kurse werden im Gebäude der Sozialen Hilfsgememschaft Anitta Müller, 2. Bez., Untere Augartenstraße 35, avgehalten. Die Einschreibungen finden täglich, mit Ausnahme von Samstag, zwischen 5 und 7 Uhr statt. * Jüdische Volksbibliothek Zion. Die Generalversammlung der Volksbibliothek Zion, welche Ende Juni stattfand, nahm den Bericht des abtretenden Ausschusses nach einer kurzen Debatte zur Kenntnis und sprach einstimmig dem abtretenden Ausschuß und dem Abmann, Herrn - Saul W e i n r e b, ihren Dank aus. Es wurde ferner folgender Beschluß gefaßt: Die Generalversammlung erklärt, daß die Jüdische Volksbibliothek Zion eine zionistische Kulturinstittttion ist und keiner zionistischen Gruppe besonders unterstellt ist. — In den neuen Ausschuß wurden gewählt: Herr Dr. Ehann Tartakower als Obmann, ferner die Herren Friedlander, Gelander, Holpern, Landau, Löwensohn, Popper, Rosenblnin Solomon, Rostnblum David, Rosler, Silber, Silberherz, Stich, Weinreb und die Damen Fisch, Gottesmann und Retter. Bei der ersten Ausschutzsitzung konstituierte sich der Ausschuß wie folgt: Bizeobmann: Holpern; Schriftführer: Popper; Kassier: Frl. Retter. Vereine. Borttöne «nd Versammlungen. Z i o n i st i s ch e S e k t t o n Z w i s ch e n b r ü ck e n. Morgen (bei schönem Wetter) gemeinsamer Ausflug per Autobus nach Burg K r e u z e n st e i n. Fahrpreis stir Erwachsene 1 Schilling, für Jugendliche 50 Groschen, Kinder frei. Anmeldungen und Einzahlungen bei Herrn D. K o f f I e r, 20 Bez. Allerheiligenvlatz 12. Abfahrt um 10 Uhr 4ö Mln vormittags (Treffpunkt 20. Bez.. Eugelsplatz). Rückfahrt 7 Uhr abends. — L e s eunb Redehalle jüdischer Hochschüler. Sonntag Ausflug nach Baden. Treffpunkt 10 Uhr am Südbahnbof. (Fahrpreis ermäßigt.) — Zionistische Kulturg r u p V e XX Karl-Meißl-Straße 5/1. Heute, :/*8 Uhr abends, im zionistischen Heim. 20. Bez.. Jiigerstraße 80. Heimabend mir reichhaltigem Programm. Sonntag unr 8 Uhr früh Fußballt r a i n t it fl Um '/,2 Uhr Ausflug. (Fkyrung Silverbujch.) Eingeführte Gäste herzlich willkommen!

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.