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Wiener Morgenzeitung · 1926-07-16 · Heft 2656 (16.7.1926) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2656 (16.7.1926)
Date
1926-07-16
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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fette 4 Wie«, Freitag ©fett«t MorOeAzett«»s 16. IM 1926 Nr. 2656 ItarrischeS Treiben von sich reden. Er besuchte die Börse, ständig begleitet von vier Sekretären und acht Schreibmaschinendamen. Jeder der Sekretäre verfügte über ein eigenes Automobil. Das Personal des kaiserlichen Hofes erhielt jeden Zlbend fein Gehalt in klingender Münze; ein Diener hatte die Aufgabe, das Gold sorgfältig zu putzen, damit es blitzblank sei. Die Kellner in seinen Hotels — er hatte stets drei Zimmer in drei verschiedenen Häusern gleichzeitig — mußten sich vor ihm bis auf die Erde neigen. Lange noch zehrten die Witzblätter von seiner komischen Erscheinung mit dem abgenutzten Zylinderhut und dem dicken .Provinzlerschirm. Sein Dasein» das er als Romantikern leben wollte, fand plötzlich ein bürgerliches Ende. Er wurde im Jahre 1919 von seiner Frau in Amerika aus angeblicher Notwehr erschossen. Und wenn heute die letzten Reste seiner irdischen Herrlichkeit unter den Hammer des Auktionators kommen, geht vielleicht manchen, der Gedanke durch den Sinn, ob Jacques Ledaudys Saharatraum wirklich nur das Narrengespinst eines Größenwahnsinnigen war . . . . Die HSllenmaschim in der UnIvrrfitSt. Nach einer Meldung des „New'Aork Herald" ans Santiago (Chile) hat sich in der dortigen Universität eine E xp l o s i o n ereignet. Man nimmt an, daß sie durch eine Höllenmaschine hervorgerufen wurde, die von Studenten, die mit dem Regime der Universität nicht zufrieden waren, dort aufgestellt worden war. Sichtbarmachung der Gallenblase. Den Bemühungen deS amerikanischen Forschers Graham 'ist es gelungen, die menschliche Gallenblase im Röntgenbilde sich:bar zu machen, eine Kunst, die bisher noch keinem geglückt war. Er entdeckte eine Anzahl von Phthalien- Verbindungen, die nach Einverleibung in den Körper von der Leber elektiv in den Gallensast ausgeschieden werden unh in der Gallenblase im Röntgenbilde einen Schatten geben, da diese Substanzen die Röntgenstrahlen ausgezeichnet absorbieren. In Deutschland werden je.it kurzem ebenfalls zwei derartige „schatrengebende" Mittel hergestellt, und zwar das Tetrabromphenolphthalien und das Terrojodphenolphthalein. Damit können nun nach Berücksichtigung einiger Erfahrungsmomente gut normale, verlagerte, deformierte und steingeMte Gallenblasen demonstriert werden. Bunte Toilettenneuheiten. Das neueste Modebulletin aus Paris lautet: Einige Modenhäuser beginnen das Geheimnis ihrer Kollektionen zu nisten. Wenn sie auch nicht ihren ganzen Reichtum offenbaren, so geben sie dennoch einige Anregungen, die auf die Entwicklung der kommenden Mode schließen lassen. Zweifellos beschäftigt man sich eingehend mit dem Thema: Kostüm. Ebenso wie man sich im Frühjahr für das kombinierte K o st ü m interessierte, findet diese Idee auch jetzt Anklang. Sehr beliebt sind gemusterte Röcke mit einfarbigen Samtjacken in S m o k i n g f o r m. Ta 'Samt im Augenblick viel verarbeitet wird, ist es nicht erstaunlich, daß auch diese Verbindung Beifall findet, und zwar kapriziert man sich nicht nur auf schwarze Jacken, fondorn findet großen Gefallen an farbigen Kombi na ti onen. Die Smokingsamtjacke soll, einem on dit zufolge, viel zum Nachmittagstee getragen werden. Man bevorzugt rötliche Rodierröcke und trägt dazu rubinrote S a m t j a cke n. Zu diesem Anzug gehört eine rote Crepe-de-Chine-Bluse. Die farbigen Crepede-Chine-Blusen, die diese Zusammenstellungen ergänzen, komplettieren häufig in Gemeinschaft mit aparten Westen das elegante Nachmittagskleid. Die Anzüge dieser Art bilden jenes Genre, das eine Verbindung zwischen dem femininen und maskulinen Stil illustrieren soll. Allem Anschein nach wird Samt viel getragen werden, denn auch die eleganten Nachmittagsmäntel, die zu den neuen Kleidern geschaffen werden, sind aus Samt in aparten Farben hergestellt. Fürs erste werden Samtjacken und -mäntel ohne Pelz gearbeitet, während bei Mänteln aus Seide und Wollstoffen reiche Pelzvorwendung stattfindet. ' Die Glocke als Schleppe. Tie amerikanischen Modeschöpfer haben eine neueSensation geschaffen: die Glocke als Schleppe. Ta sich on den modernen Abendkleidern durchaus nicht eine derartig große Schleppe anbringen läßt, daß der Aktionsradius der Toilette wesentlich vergrößert werden kann, ist man auf den Gedanken gelominen, an einem jdjmalen Seidenzipfel cm silbernes oder goldenes Glöckchen anstatt der Schleppe zu tragen, das bei jeder Bewegung läutet. Diese Erfindung, heute nur kapriziös, hätte, bei der alten langen Schleppe^angebracht, wenigstens den Nutzen gehabt, daß sich die lange Schleppe aus dem Fußbcden bemerkbar gemacht hätte und vor unachtsamen Fußtritten betvahrt worden wäre. Die Pariser Tagung der Radiounion. Die neuen Wellenlängen. In der Jeii vom 2. bis 6. d. tagt« in Paris die Union ,JnLernalional de Rabiophome, in der die bedeutendsten europäischen Rundspruchgeseltschaften vertreten sind. Es wurde der Beschluß gefaßt, am 15. September d. I. die neue Wellenverteilung in Kraft treten zu lassen. Außer mit diesen Fragen befaßte sich die Konferenz entgehend mit dem Problem des Urheberrechtes, mi: den Bezichungen zur Künstlerschaft und nichreren anderen, für die Programmblldung und die Erweiterung des Wirkungsbereiches der Union wichtigen Fragen. Zionistisch« Ortsgruppe Baden. Die zionistische Ortsgruppe Baden ladet hiemit alle in Baden bei Wien als Kurgäste weilenden Zionisten ein, an einer Zusammenkunft teilzunehmen, welche Donnerstag den 22. d. um 8 Uhr abends im L-itzuugssaale der .israoktifchen Kultusgemeinde Baden, Grabengafse 14, stattfindet. Der Kataftrophensommer. Wolkenbrüche. — Blitzschläge. — Abnormale Hitze. Der Wechsel des Wettercharakters danert in ganz Europa an. Kein Tag vergeht, an dem die Witterung einen einheitlichen Verlauf genommen hätte. Das Zeichen des heurigen Sommers sind kurze Wetterperioden, wie sie sich in solcher Vielfältigkeit und Abwechslung schon Jahre nicht mehr ereignet haben. Jeder, auch der schönste Tag, bringt Gewitter und Niederschläge in solchem Ausmaß, daß das Jahr 1926 den traurigen Ruhm eines RekordjahreS beanspruchen kann. Kain Tag vergeht, ohne daß der Draht von irgend woher eine Meldung von Tötungen von Menschen durch Blitzschläge, Ueberschwemmungen und nun auch durch Hitzschläge bringt. In vielen Gegenden Europas ist ein großer Teil der Ernte vernichtet. Es ist ein Kataftrophensommer . . . Die Wetterprognose für heute. Vorwiegend trübes und kühles Wetter, zei tw e i s e R e g c n. WolkeUbrÜche und Ueberschwemmungen in Steiermark. Graz, 15. Juli. Aus ganz Steiermark werden starke Wolkenbrüche und gewaltige Ueberschwemmungen gemeldet. Ueber die Seetaler Alpen und das S t u b a l p e ng e b i e t gingen gestern schwere Gewitter nieder. Der Lobminger Bach bedrohte die an den Ufern liegenden Gebäude und Sägewerke. Die Seitenbäche schwemmten große Holzmassen in das Tal. Viele Brücken wurden weggerissen. In Groß-Lobm i n g wurde eine Wirtschaft überschwemmt, so daß die Betten in den Zimmern und die Einrichtungsgegenstände in der Küche herumschwammen. Bei einer im Bau begriffenen Säge wurde das Rohmaterial zum Teil fortgeschwcmmt, und etwa 3500 Kilogramm Zement vernichtet. Einige Häuser von Groß- Lobming wurden überschwemmt. Aus Sulzgraben wurden mehr als 100 Raummeter Brennholz weggetragen. Der Tagbau des Kohlenwerkes in Lankowitz wurde überschwemmt. In Graz ist der Pegelstand der Mur vom Hochwasserstand noch entfernt. In Judenburg drang das Wasser des Reiflingbaches in die Häuser eilt. Aus den: w e st st e i r i s ch e n I ndu st riegebiet werden ebenfalls schwere Wasserschäden gemeldet. Große Neberrchwemmungen^n Ungarn. Budapest, 15. Juli. Die Donau hat heute mittags in Budapest mit 610 Z e n t i m e t e r ihren H ö ch st st a n d erreicht. An beiden Donauufern stehen seit drei Wochen weite Strecken Ackerland unter Wasser, so daß die Ernteaussich t e n in diesen Gebieten sehr beeinträchtigt sind. Im Uebcrschwemmungsgebiet sind Hunderttausende von Fröschen und ungeheure M ü ck e n s ch w ä r m e aufgetreten. Biele Personen sind bereits an Malaria erkrankt. Gestern sind in ganz Ungarn neuerlich schwere Wolkenbrüche niedergegangen, durch die der Eisenbahnverkehr vielfach l a h m g e l e g t wurde. Aus der Strecke Budapest—Fiume konnten die Züge zehn Stunden lang nicht verkehren, weil das Hochwasser den Eisenbahndamm unterspült hatte. mn Hagelschrag In Prag. Prag, 15. Juli. Bei 48 Grad Hitze ging heute nachmittags über Prag ein furchtbares Unwetter nieder. Nach einem wolkenbrnchartigen Regen setzte ein Hagels ch lag von größter Heftigkeit ein, der großen Schaden verursachte. Jir manchen Stadtteilen wurden die tiefer gelegenen Wohnungen ü e r s ch w e m m t. Der Blitz schlug in einem Kandelaber der Straßenbahn ein, so das; diese eine halbe Stunde unterbrochen war. Sechs Hitzschläge in Börlin. Berlin, 15. Juli. Infolge der anhaltenden Hitze — in den Mittagsstunden wurden 32 Grad Celsius gemessen — erlitten heute sechs Personen Hitzschläge und mußten die städtische Rettungsstelle in 'Anspruch nehmen. Tödliche Hitzschläge in London. London, 15. Juli. Der gestrige Tag war in England der bisher heißesteTagin diesem Jahre mit 85 G r a d F a h r e nh e i t (gleich 29,4 Grad Celsius) im Schatten. In L o n d o lt sind infolge der Hitze drei Personen gestorben. Heute ist eine beträchtliche Abkühlung eingetreten. Schreckliches Unwetter In England. London, 15. Juli. In den letzten Tagen sind über Mittel- und Nordengland schreckliche Unwetter niedergegangen. die in den meisten Ortschaften schwere Verheerungen anrichteten. In Manchester riß der Sturm von zahlreichen Häusern die Dächer weg, woraus der wolkcnbruchartige Regen mit solcher Vehemenz in die Baulichkeiten eindrang, daß die Bewohner der Häuser schleunig st evakuiert werden mußten. Charakteristisch für die Wetterlage sind die vielen und außerordentlich st a r! e n Gewitter, die fast täglich auftreten und stets von zündenden Blitzschlägen begleitet sind. In der Stadt Leeds sind am letzten Montag f ü nsPe rsonen durch Blitzschläge getötet worden. In den Badeorten an der Küste ist es bereits einigemal vorgekommen, daß der Blitz in die B a d e h ü t t c n am Strande cingefchlagen hat, weshalb neuerdings die Badegäste bei Herannahen eines Gewitters durch laute Sirenen aufgefordert werden, den Strand zu verlassen. Aus G l o u c e st e r Wunde gestern die seltene Erscheinung eines Kugelblitzes gemeldet, dev auf der Straße zwei Pferde tötete und die Grundmauern einer Kirche stark beschädigte. In B r i st o l hat der Blitz in einer chemischen F a« brik große Verwüstungen angcrichtet, mehrere Holzgebäudc gerieten in Brand, bei den Löscharbeiten wurden zwei Feuerwehrleute vom B l i tz e g c st r e i f t und mit schweren Verwundungen vorn Platze getragen. . 1l)Ü Watdvrände in Amerika. Seattle, 15. Juli. In den letzten Tagen sind infolge der Hitze und der damit verbundenen Gewitter in den Staaten Idaho und Washington gegen hundert Waldbrände ansgebrochen. Frauen, die mit ihren Kindern in Automobilen flüchten wollten, wurden von den Flammen überholt und kamen darin um. gatob Feuerstein gestorben. Jakob Feuerstein ist am 12. d. in Karlsbad gestorben. Mit ihm wird ein Stück jüdischer Geschichte Galiziens aus der Zeit des Aufstieges der zionistischen Bewegung zu Grabe getragen. Jankiel Feuerstein war ein Typus. Reich, ungebildet, den jeweiligen polnischen Machthabern des Landes ergeben, Präsident der Kultusgemeinde von Drohobycz, Gemeinderat; selbst im primitiven Judentum wurzelnd, kaum die polnische Sprache auch nur im Wort beherrschend, verdammte er alles Zionistische, Jüdischnationale. Mit der ganzen Kraft seines Einflusses stellte er sich der jüdischen Bewegung in der Drohobyezer Judengasse in den Weg. Im Jahre 1907 wurde mit Hilfe seiner Kunststücke, die er aus allen Registern spielen ließ, gegen Gerschon Zipper Nathan L ö w e n st e i n gewählt. Im Jahre 1911 genügten auch diese Praktiken nicht mehr. Militär mußte aufmarschieren, in die jüdischen Massen wurde geschossen, dem Willen Jankiel Feuersteins und Nutka Löwensteins fielen Menschenleben zum Opfer. Löwenstein und Feilerstein flüchteten nach Wien... Doch auch diese Gewalttat konnte den Siegeszug des Zionismus nicht mehr allshalten. Als nach bent Jahre 1918 der Zionismus in Polen die Assimilation zur Strecke brachte, war die Zeit Feuersteins endgültig vorbei. Er kehrte aus Wien, wo er während des Krieges gelebt hatte, nicht mehr nach Drohobycz zurück. Zll verhaßt war ihm die Umwälzung, die inzwischen in der jüdischen Gasse vor sich gegangen war. Ein politisch längst Toter wird heute zur ewigen Ruhe bestattet. Das jüdische Volk wird ihn zu denen zählen, die es knechten wollten. _ Set gnuendhekmvetwaltet als Brttstger und Heiralsfchwinbler. Dienstag wurde der ehemalige Verwalter des städtischen Jugendheimes Baumgarten, der Buchbinder Franz Emil Huber, Linzerstraße 299 wohnhaft, unter dem Verdachte des Betruges durch Kautionsschwindeleien verhaftet. Im Zuge der Amtshandlung wurde auch ermittelt, daß der Verhaftete im Hause Bcheirngasse 61, wo er eine Garage gemietet hatte» ein Autounternehmen gegründet hatte, für das er auf Grund von Inseraten fünf Leute angelockt hatte, die er gegen Erlag vonz Kautionen als „B e t r i e b s l e i t e r" anstellte. Er gab sich ihnen als Beamter des Magistrats, der Polizei oder des Gerichtes aus. Er erzählte ihnen, daß er zwei Autos besitze, die für die Gemeinde Wien fahren. Einer dieser fünf „Leiter" schöpfte jedoch Verdacht, erstattete die Anzeige und der Schwindel kam auf. Es stellte sich heraus, daß Huber, der den fünf Personen 1950 Schilling als Kaution entlockt hatte, bereits in früheren Jahren, als er noch ein Buchbindergeschäft in der Urbangasse betrieb, sich an verschiedene Frauen herangemacht und ihnen Darlehen entlockt hatte, die mehr als 6000 Schilling betrugen. Huber hat sich auch als Heiratsschwindler betätigt, obwohl er verheiratet ist. Seine Gattin hat sich auch teilweise an den Betrügereien beteiligt. Beide wurden gestern dem Landesgerichte oingeliefert. Wien, 16. Juli. * Das grüne Buch. Icon Paul meint über Bücher: Wenn sie auch nicht gut oder schlecht machen, besser oder schlechter machen sie bestimmt. Er kannte nicht das Telephonbuch. Bon diesem Buche kann nur. gesagt werden, daß es nervös oder nervöser macht, manchmal sogar zur Verzweiflung bringt. Das Tolephonbuch ist eines der perbreitelsten Bücher unserer Zeit, es bleibt das interessante Produkt unserer Zivilisation. Sokrates ahnte cs voraus, wenn er meinte, die Welt bestehe aus Zahlen. Ziffern und Zahlen in unerschöpfter Variation füllen das Telophorrbuch. Die Zahlen sind neutraler denn 'die Nanien, demokratischer und Praktischer. Nicht das Maß: schön oder unschön., arisch oder semitisch vertraget: die Zählen. Einfach unb mitunter boshaft sind sie. Ein eingefleisch- 1er Antisemit rangiert einige Zahlen hinter einem rituellen Restaurant. — Das Ersetzen des Namens durch eine Zahl war der Tylorisnlus vor Tylor. Man ersetzte den Namen dttrch eitle Zahl. Mein Freund heißt einfach 18.706. Bei vielen Bekannten wundere ich mich, daß die Bruchform außer Gebrauch gekommen ist. Das Telephonbuch, sogusagm das große Epos der Nettzeit, ist zlvar ein langweiliges Buch, wirst aber dennoch mitunter recht aufregend, besonders wenn es mangelhaft ist und vier falsche Zahlet: anst'chrt. Ist schon das Telephonbuch an sich rricht wenig tückisch. wenn es statt des gewünschten Schuhgeschäftes die Lelcheubestattung anführt, steigert unsere VerOoeiflung das Telephoubuch durch sein grausiges Spiel mit den Nerve». Was HW es. daß der Mensch Vergeltung übt und die Seiten des Telephonbitches in Stücke reißt. Ist ein Buch unangenehm. wirft man es einfach in den Korb, >mit dem Telephonbuch fanu man also nicht verfahren, man braucht es ja später wiederum. Sv mißhandelt man es und es bleibt in den Telephonzelleu zerschundeu liegen. So schaut auch das letzte Tclaphonbuch in Oesterreich aus. In die Bestandteile »zerfallen, zerrissen — eilt Jammer. — Gestern nun sah ich, wie ein Wagen die Telephonbücherleichen absammvlte und sie durch neue, schmucke Exemplare ersetzte. Cs übevtam mich ein Göfi'chl des Behagens. Die neuen Tclephonbücher mit grüner Einbanddecke ve>r> sitzen Hoffnung. Habent sua fata lilbelli —- Bücher haben ihve /

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