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Wiener Morgenzeitung · 1926-07-16 · Heft 2656 (16.7.1926) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2656 (16.7.1926)
Date
1926-07-16
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Veite S Men, Freitag Die Verschuldung der Uugeboreuen. Zum französischen Nationalfeiertag, dem 14. Juli, wurden dem Bürger zwei hübsche Dinge serviert, derer er sich freuen konnte. Das französisch-spanische Abkommen wurde unterzeichnet und Eaillaux, der Finanzdiktator, brachte aus London die Einigung über die Regelung der Schulden. Paris hatte Fahnenschmuck angelegt. Den Triumph in Marokko symbolisierte der Sultan, der mit seiner schwarzen Garde erschienen war. Der spattische Ministerpräsident war höchstpersönlich nach Paris gekommen. Sein Enrpfang war nicht sehr freundlich; aber darauf kanr es nicht weiter an. Die Offiziellen nahnten ihn gerne auf, weil seine Anwesenheit das Ende einer drückenden Periode voll Sorgen und Aufregungen zu besiegeln scheint. Abd el Krim wird verbannt und der vielgerühmten Verbreiterttng der zivilisatorischen Mission steht einstweilen kein ernster Widerstand im Wege. Madrid und Paris haben sich geeinigt, das Land zuerst vollständig militärisch zu pazifizieren. Das ist scheinbar ein Widerspruch in sich. Aber die Kolonialpolitik kann sich den Frieden nur hinter marschierenden Bajonetten vorstellen. Zwar machte Italien Schwierigkeiten und forderte Berücksichtigung seiner Interessen in der Verwaltung der internationalisierten Tangerzotte. Da es aber zur gleichen Zeit auch Appetit auf Abessynien zeigt (mit dein es noch die Rechnung von Adria auszutragen hat), so war der Ausgleich nicht schwer zu finden. Frankreichs Einspruch gegen die Aufrollung der abessynischen Frage wurde zurückgezogen. Die Nachbarn kompensieren einander mit fremdem Land. Abessynien, das Mitglied des Völkerbundes ist, wird im September in Genf Protestieren, falls es nicht inzwischen von England wohlwollende Versicherungen erhält. In Paris war für alle Fälle der Jubel groß. Caillaux hatte ja in London gesiegt und ein schon stilisiertes Comnmnique teilte dem Zeitungsleser mit, daß sich die Regierung auf der Höhe der Situation befinde. Aus London wurde dies bestätigt, und.Lord Churchill erklärte als Schatzkanzler im Unterhaus, man habe dem treuen Verbündeten alles Entgegenkommen beweisen müssen. Paris illuminierte. Die Vastille war wieder gefallen. Der Sieg über London müßte sich nun logischerweise auch in Washington' auswirken. Sieht man aber dieses Londoner Dokument schärfer an, so ergibt sich ein sehr trübes Bild. Die französische Schuld wird auf 62 Jahresraten zu je 12,5 Maronen Pfund aufgeteilt. Außerdem aber bleibt ein weiteres englisches Guthaben in der Hohe von 53 Millionen Pfunv bestehen, zu dessen Tilgung England das seinerzeit deponierte französische Gold in der gleichen Höhe als Garantie zurückbehält. Wenn Frankreich diese Summe zurück haben will, so muß es seine 62 Annuitäten um den entsprechenden Betrag, also um etwa 850.000 Pfund jährlich erhöhen. Frankreich würde demnach Jahr für Jahr die Riesensumme von 13,35 Millionen Pfund bloß für den englischen Gläubiger aus seiner Wirtschaft, entweder in Geld oder in Warenleistungen herausziehen müssen und das für 62 Jahre, also für die nächsten dre.i Generationen. Nun ist noch Amerika ausständig. Aus dieser Sachlage ergibt sich zunächst die Aussicht auf eine ganze Reihe von Regierungskrisen in Frankreich. Es ergibt sich weiter, daß der vor zwölf Jahren begonnene und vor sechs Jahren angeblich beendigte Krieg zu einer furchtbaren Erbschaft für noch nicht geborene Menschen sich auswächst. Drittens aber ist zu erkennen, daß die weltpolitische Position Frankreichs abgeschwächt worden ist und daß sich für den September, wenn der Völkerbund wieder Zusammentritt, allerlei Neuauflagen der kaum überwundenen Schwierigkeiten vorbereiten. Man toirb um die Verteilung der Ratssitze streiten, in Wirklichkeit aber wird es sich um eine breite Neuorientierung gegenüber Frankreich handeln. Das gibt keine guten Aussichten für die Befestigung des Friedens. Shne Kontrolle. Es gibt Dinge, über die in der österreichischen Oeffentkichkeit nie gesprochen wird, für die sozusagen ein patriotisches Schweigegebot statuiert worden ist. Man steckt -dabei wie der Vogel Strauß den Kopf in den Sand und bildet sich em, wenn in der österreichischen Öffentlichkeit nichts von solchen Dingen gesprochen und in den österreichischen Zeitungen nichts über sie geschrieben wir), das Ausland, oder, besser gesagt, jene ausländischen Kreise, die ein Interesse an diesem Staate genommen haben, in Irrtum zu führen oder in Unkenntnis belassen zu können. Es wurde als eine Art Hochverrat hingestellt, die Schwierigkeiten der Zentralbank d e u tsch e r SParka s s e n publik zu machen. Als dann der Skandal der AustveNdung ungeheurer Mittel des Bundes für die in Schwierigkeiten geraiene Bank in osstner Parlamentssitzung besprochen werden mußte, wurde nirgends die einzig richtige Schlußfolgerung gezogen, daß keine der Kontrollstellen der staatlichen Gebarung in der Schreckensnacht, in der sich das Ministerium etttschoß, alle staatlichen Geldreserven ohne alle Sicherungen dem verkrachten Institut zur Verfügung zu stellen, funktioniert l>at. Das geschah, wohlgemerkt, einen Tag, nachdem der vom Völkerbund bestellte Generalkommissär Dr. Z i m m c rrn a n Wien endgültig verlassen hat. Den Kreditgebern Oesterreichs schien es immer, als ob man nicht genügend Sicherheiten aufrichten könne, um die Negierung zur Gebarung eines sorgsanlen und redlichen Kaufmannes zu verhalten. Darum wuchs der Generalkommissär mit sehr weitgehenden Vollmachten eingesetzt. Wer erinnert sich nicht daran, welches Zetergeschrei jedesmal erhoben wirrw, wenn der jeweilige Kanzler aus Genf zurücktehrte mit dem , Auftrag, von der Prüksvertretuna neue Sichern »Lev be- Wiener Morsenzetturrs schließen zu lassen, die je.de unzweckmäßige Gebarung mit den Staatsgeldern hintanhallen sollten. In die Nationalbarck wurde ein ausländischer Berater gesetzt, dem Obersten Rechnungshof ein verschärftes Kontrollrecht gegeben, und mit der Handhabung der eingeschränkten Bölkerkundkontrolle nach dem Abgänge Dr. Zimmcrmans Tr. N o st betraut. Alle diese Instanzen erwiesen sich als nicht widerstandsfähig genug. Für das laufend« Jahr gilt doch wchl noch das in Genf eingebrachte N o r ma l bu dg e t. Es mnß jetzt uin mindestens 50 Millionen Schilling auf der Ausgabenseite überschritten »verden, oder aber die für d'e Zentralbank anfgewendeten Beträge werden im Bum desvoranschlag so untergebracht werden müssen, daß alle für den Jahrcsrcst noch in Aussicht genommenen Sachaus Wendungen gestrichen werden. Dazu kommt noch, daß niemand angeben kann, ob die Haftungserklärnng der Regierung nicht schon weit mehr als diese 50 Millionen Schilling gekostet hat. Man spricht bereits von 60 Millionen Schilling und sagt das so, als ob diese 600 Milliarrru ein Pappensplel wären. Mich helle Entrüstung klang doch immer aus der alljährlichen Konstatierung der unentwegten Anhänger einer unkontrollierten Wirtschaft in Oesterreich heraus, daß die Völkerbundkontrolle, oder, wie es für den Gebrauch des kleinen Mannes nmnbgerecht gemacht wurde, der Dr. Zimmerman, auf vier Milliarden Pro Jahr das arme Oesterreich zu stehen komme! Es rvar wirklich recht billig, denn diese vier Milliarden sind nicht einmal 0,7 Prozent der Jahreszinsen jener 600 Milliarden, welche die eine konkrollose Nacht die österreichischen Steuerzahler kostet. Es wird ja Leute geben, die sich mit dem Gedanken beruhiget! werden, einmal sei keinmal, aber gerade die Tatsache, daß trotz der vorn Völkerbund belassenen Kontrollmaßnahmen eine Österreichische Regierung mit einem Federstrich so ungeheure Beträge für einen mit der staatlichen Gebarung durchaus nicht in Zusammenhang stehenden Zweck hin werfen konnte, ruuß zur Uebcrlegung führen, daß das, was in «der Nacht vont 30. Juni zum 1. Juli geschehen ist, jede österreichische Regierung wird irgend einmal wiederholen können, wenn sie nur über unkontrollierte Gelder verfügt. Man könnte cs ganz gut verstehen, wenn die Gläubiger O e st e r r e i ch s, die ihr gutes Geld zur Wicderausrichtung dieses Staates hergegeben haben, sich ans die Zweckwidmung berufen, die in den Prospekten den Zeichnern der Bölkrrbundanlcihe zugesagt worden ist. Gewiß ist die Verzinsung und Tilgung dieser Anleihe durch die Eingänge des Zollgcfällcs und der Tabakregie in unzweifelhafter Weise gesichert. Aber es war wohl nicht der Zweck der großen Vökerbundaktion, daß kaum, daß das Budget der Republik ziffernmäßig in Ordnung gebracht worden ist, mit den staatlichen Geldern wahllos und k o n t r o l l o s nmgesprungen wird. Diese Wirtschaft hat vor Jahr und Tag dazu geführt, daß man hier keinen anderen Ausweg sah, as sich freiwillig unter o:i.’ Vormundschaft des Völkerbundes zu stellen und die Kontrolle herbeizurusen. Wer immer im September für das mt-.'.reichische Kabi tc»i nach Genf reisen w'.td wird dort den rr'tm großen finanzwil-.i Staatsakt nach A»ifi..eb'mß der Kontrolle v'ranip orten müss n. Verwunderlich' wäre es daün allerdings nicht, wenn man es in Genf-für notwendig hieltej di^ österreichischen Empfmdlichkeiie weniger zu respektieren, als dies bisher geschhen ist> und der sei. 30. Juni gemilderten Kontrolle eine Form zu geben, die eine Wiederholung des Husarenstückchens der Nacht zum 1. Juli zum mindesten für die Dauer der Rückstellung der Reparationsrechte, das ist also fiir weitere siebzehn Jahre, ausschließt. Aus krez Fsrael. BevSIIerrungKftirtLMk von Del-Awiw und Jsff«. Im Monat Jjar wurden in Tel-Ämiw und Jaffa 85 Knaben und 70 Mädchen, zusammen 155 Kinder, geboren, gegenüber 87 im Jjar des vorigen Jahres. Die Zahl der Eheschließungen betrug 75, die Zahl der Todesfälle 46. Sanitäre Fürsorge in Let-Awiw. Die Vereinigung der Aerzte der Kupath Cholim in Del- Alpiwchat die Einrichtung .eines neuen Krankenhauses-,für' E 'ü.t-. bindungen und Frauenkrankheiten beschlossen, das voraussichtlich Noch im Juli eröffnet werden wird. Am 13. Juni wurde in Tel-Awiw in Gegenwart von Frau und Fräulein N o-r d a u und der Vertreter des Magistrats der Grundstein zu einem Säuglingsheim gelegt, das den Namen von Dr. Max Nordau tragen soll. Das Säuglingsheim wird 50 Säuglinge aufnehmen können. Bei der Grundsteinlegung hielt Fräulein Maxa Nordau eine Ansprache und fiihrte die ersten .Hammerschläge. Die. hebräische Universitätsbibliothek. In! Monat Siwan wurde die hebräische Univevsitäts- und Nationalbibliothek von insgesamt 5504 Personen benützt. Es wurden insgesamt 3180 Bücher ausgelichen, davon 1450 hebräische, 653 deutsche, 374 russische, 284 englische, 185 jiddische, 123 französische und 111 in anderen Sprachen. Neu katalogisiert wurden 2064 Werke mit 2717 Bänden. Gin neues Postgebäude in Haifa. Am 30. Juni 'mu-rde in Haifa in Anwesenheit des High Commissioners Lord Plumer das neue Postgebäude eröffnet. Neue Druckereien in Tel-Alvttv. In den letzten drei Monaten sind in Tel-Awiilv sechs neue Druckereien eröffnet worden. Die Wasserversorgung in Safeb. Die Wasserversorgung in Safed ist in diesem Jahre durch Herbeisichrung von Wasser aus der Quelle von Kfar Biri besonders befriedigend gelöst worden. Die Zapfhähne in der StM sind den ganzen Tag und auch in einigen Nachtstunden geöffnet, so daß voraussichtlich divses Jahr ein Wassermangel nicht eintreten wird. 16. Full 1626 Nr. 2856 Grunbsternlrgung der neuen Girdlnng Kfar Aharon. Am 1. Juli fand die GrundsteinlegutH fiir die zweite Kolonie der B n e J8 ensa m i n, die nach Aron A r o n s o h n den Namen Kfar Aharon führen soll, statt. Die neue Kolonie ist 15 Minuten von bet Kolonie N e ß Zi ona entfernt. Ar Hitler-Matte km Thüringer Landtag. K. Weimar, 15. Juli. Im Thüringer Landtag wurde heute die Hitler-Debatte zum. Abschluß gebracht. Zu Beginn der Sitzung berichtete der Abg. M o o g (Demokrat) als Mitglied des Stadtrates und als Augenzeuge über den Verlauf der stürmischen Tage. Er erzählte, daß er selbst Zeuge war, wie ein Zahnarzt als Jude beschimpft wurde. Nachdem sich die Angreifer hatten überzeugen lasien, daß er ein Deutscher sei, entschuldigte sich einer aus dieser Gruppe, während ein anderer den Angegviffenen bat, ihm eine Mark zu s ch e>n k e n, weil er aus Regensdurg ohne Mittel hergekommen sei. Auch in mehreren anderen Fällen wurden harmlose Leute als Juden angegriffen. Die Debatte endigte damit, daß sämtliche Mitzbilligungsantrage der Linken von der Regierungsmehrheit abgelehnt wurden. Redmiekung drs konfessionellen Mat» in Litauen. K. Kowno, 15. Juli. Als Sparmahregel beschloß die litauische Regierung, die Ausgaben für religiöse Angelegenheiten von 4 Millionen Lit auf 1 Million herabz u s e tz e n. Dieser Beschluß trifft auch die jüdische Gemeinde, die bisher einen bestimmten Zuschuß erhalten hatte. So» dolnische zlluWljchenmauopül. L. Warschau, 15. Juli. Der Landtagsausschuß, der sich mit der Frage des Zündhölzchenmonopols zu befassen hat, gelangte heute zu der Feststellung, daß der Staat durch das U e h e r e i«f o m m c n m i t dem schwedischen Konsortium schwer geschädigt worden ist. Zwischen dem heutigen Wert der Fabriken und dem Preis, zu.welchem der Staat die Fabriken zurückkaufen soll, besteht eine Differenz von zwei Millionen Dollar. Sie Frage der Samstagnihe kn Polen. Warschau, 14. Juli. Gestern wurden Vertreter jüdischer Berufsgcnosseuschaften ins Arbeitsministerium geladen. ES wnrche ihnen bekanntgegeben, daß. die Negierung die Arbeitszeit 4M .Handel an Samstagen zu verlänger n beabsichtige und zu diesem Zweck die Ansicht der jüdischen BerufsgenosseNschüften kennen lernen möchte. Die jüdischen Vertreter.sprachen sich für freie Wahl (Samstag oder Sonntag) aus, worauf ihnen jedoch erklärt wurde, daß von einer Arbeit am Sonntag keine Rede sein könne. Die Anklage gegen Malezewslk. L. Warschau, 15. Juli. Der Anklageakt gegen den. ehemaligen Minister für Heerwesen General Malczewski, der bekanntlich während der Maiereignisse verhaftet wurde, lautet auf tätliche Jnsultierung der gefangenen Offiziere und Beleidigung der staatlichen Embleme, welche Delikte sich der ehemalige .Minister dadurch zuschulden kommen ließ, daß er den gefangenen Offizieren und Soldaten die Adler von den Kappen herunter ritz. Ein Gegner Pilsudski» Kommandant der dolnischen Sssiziersschule. L. Warfchmr, 15. Juli. In den politischen Kreisen erregt es das größte Aufsehen, daß General Kukiel zum Kommaw danken der Offiziersschule- .ernannt worden . ist. General Kukiel gilt als einer der schärfsten Gegner des Kriegsministers Marschall Pilsudski._ Absturz eines dolnischen MMiiksliegers. Warschau, 13. Juli. Gestern startete um 6 Uhr nachmittags vom Flugfeld in Lida im einsitzigen Aeroplan der Oberst und bekannte Pilot Adam Zaleski. Den Apparat erfaßte ein scharfer Wirbelwind und -warf ihn auf die Erde hinab. Der Aeroplan wurde vollkommen zertrümmert. Der Oberst war sofort tot. Wieder ein Lustmord in Deutschland. Berlin, 15. Juli. Wie die Morgenblätter melden, wurde bk 7jährige Grete Napolowski in Erle bei Gelsenkirchen seit einigen Tagen vermißt. Gestern entdeckte die Poizei auf dem Boden des Hauses Me schrecklich zugerichtete Leiche des Kindes, die Spuren eines Lustmordes verriet. Die Entdeckung des Verbrechens hat in der StM furchtbare Aufregung hervorgerufen. Die Kleine hatte aus dem Flur des elterlichen Hauses gespielt und war mit einem Male spurlos verschwunden. Da sie das Haus nicht verlassen haben konnte, suchte man dieses vom Eödgeschoß bis zum Dachboden ab und fand schließlich eine Blutspur, die auf die verschlosiene Bodenkammer führte. Unter altem Gerümpel fand nmn die Leiche des unglücklichen Kindes auf. Der Körper war durch Messerstiche geradezu zerfleischt. Die ärztliche Untersuchung bestätigte, daß an dem bedauernswerten Kind ein a b s ch e u l i ch e s S i t t l i ch k e i t sverbrechen begangen woredn war, worauf cs unter dem Messer des. Unholdes v e r b l u t e t e. Der ganzen Stadt bemächtigte sich eine schrecklickze Aufregung und eine dichte Menschenmenge saminelte sich vor dem Unglückshause an. Die Kriminalpolizei nahm sofort umfassende Ermittlungen auf, die zu einem überraschenden Ergebnis führten. Zwei in dem Hause wohnende Personen, Vater und Sohn,, wurden unter bfrm Verdachte der gemeinsamen Täterschaft verhaftet. Beide leugnen bisher die Tat, doch liegen gegen jie fchtzverP g^rrd-izreq, vor.

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