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Wiener Morgenzeitung · 1926-07-14 · Heft 2654 (14.7.1926) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2654 (14.7.1926)
Date
1926-07-14
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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/ TeSe l ... Merk, MttWoff .? Wiener Morsen-ettrrrrs ~ 14. gbfi «faft_ Nr. 2684 sich um Petljura jene Elemente, Lenen der Judenpogrom ein natürliches Bedürfnis war. In dem vorhin zitierten Ausspruch PetljuraS spiegelt sich seine ganze teuflische politische Berechnung. Im Kopf des Oberatamans bildete sich die manische Uoberzeugung, daß, wenn er ernstlich versuchen wollte, seine Soldaten an den Pogromen zu hindern, er niemanden hätte, „mit dem er sich an den Tisch setzen sollte". Er war nicht begeistert für die Pogrome, aber als sie doch ausbrachen, berechnete er mit einer verbrecherischen Verblendung und Ruhe, daß ihn diese Wellen zur Macht führen werden. (Hn SRoffenmtetinfi der Prorkarawrr Sands« Mannschaft in Rew-Dork. W. New-Hork, 13. Juli. Die Proskurower Landsmannschaft hat vor einigen Tagen ein Meeting abgehalten, welches von vielen Tausenden Personen besucht war. Es wurde in einer Resolution beschlossen, sich aktiv an der Vorbereitung des Schwarzbarth-Prozesses zu beteiligen. Eine zweite Resolution geht dahin, es seien Schritte cinzuleiten, um gegen alle in Europa lebenden ukrainischen B a n d e n f ü h r e r, die sich der Teilnahme oder Anstiftung von Pogromen schuldig gemacht haben, die Anklage zu erheben. Die Landsmannschaft richtet an die ganze jüdische Oeffentlichkcit und Presse den Appell, an dieser Angelegenheit mitzuwirken. ginüfrfn über gnterferenzerscheinuiigen. In der Preußischen Akademie der Wissenschaften sprach Prof. Einstein über die Jnterferenzeigenschasten des Lurch Kanalstrahlen emittierten Lichtes. Unter der Voraussetzung, daß das von einer ausgedehnten Lichtquelle emittierte Licht Eigenschaften zeigt, die von der Entfernung der Lichtquelle vom Beobachtungsapparat unabhängig sind, zeigte er, Laß die an Kanalstrahlenlicht beobachteten Jnterferenzerscheinungen der elektromagnetischen Theorie genau entsprechen müssen. Es kann nicht erwartet werden, daß sich die Qnantennatur der Ausstrahlung bei diesen Erscheinungen äußert. Brbeilsiosen-Ansschrellungen in Berlin. Zehn Verletzte. Berlin,. 13. Juli. Bor dem städtischen Arbeitsnachweis kam eS heute zu schweren Ausschreitungen von Arbeitslosen. A>S einige Arbeitslose wegen renitenten Benehmens aus dem Hofe gewiesen wurden, griff die Menge die Polizeibeamtenan und mißhandeltestnenPo« ltzeihauptmann schwer. Bei der Säuberung desPlatzes wurden zehnPersonen verletzt. Flucht eines berüchtigten ßlnbrechers. Berlin, 13. Juli. In der vergangenen Nacht ist es bem berüch-iigten Einbrecher Bruno Schulz, der an dem seinerzeitigen, im Tempelhofer Bezirksamt verübten Geldschrankeinbruch beteiligt war, gelungen, aus dem Tegeler Strafgefängnis aus zu brechen, Schulz, der wegen des Tempelhofer Einbruches fünf Jahre Zuchthaus erhalten hvtte, hatte noch eine dreijährige Re st st r a f e abzusitzen, da er kurz vor dem Einbruch in Berlin aus dem Brandettburggefängnis ausgebrachen war. Sie Pest in Minsk. Wilna, 12. Juli. Aus Minsk wird über zwei Fälle k> o-n P e st. die tödlich verlaufen sind, berichket. Feiner werden einige sehr verdächtige Erkrankungen verzeichnet. Die Kranken wurden isoliert. Man vermutet, daß die Krankheit auSdem Wolgagebiet eittgeschleppt wurde. Das Unwetter. Große Hochwassergefahr in gnsaflawlen. Belgrad, 13. Juli. Infolge der fortwährenden wolkenürnchartigen Regengüsse wächst die Hochwassergefahr unausgesetzt, so daß eine allgemeine Katastrophe befürchtet wird. Besonders kritisch ist die Lage bei B e r zd a n und A p a d i n, wo die bei früheren Hochwässern beschädigten Dämme kaum standhalten können. Bei Apadin wird ein Wasserstand von 796 Zentimeter erwartet, wahrend die Dämme, selbst wenn sie durchhalten, nur 780 Zentimeter Wasser zurückhalten können. Die Stadt Zansor würde bei einer Fortdauer des Hochwassers ebenfalls vollständig unter Wasser geraten. Auch bei Neusatz ist die Lage sehr kritisch. Gvohe Schäden in Agram. Aus Agram wich gemeldet: In der Nacht auf Montag ging über die Stadt ein W o l k e n b r u ch nieder. Das Wasser hat an vielen Stellen auch das Straßenpflaster weggeschwemmt. Einige Personen wurden verletzt. Die Save ist sprungweise um zwei Meter g e st i e g e n. Die Dran ist bei Warasdiu 210 Zentinreter hoch. Bei Obrionic ist der Flnß ans den Ufern getreten und hat 300 Häuser zerstört. Stach die Eisenbahnbrücke ist zusainmengebwchen, nachdem zehn Minuten vocher der Agramer Personenzug darüber hinweggefahren war. Karlsstadt ist teilweise überschwemmt. Mehrere Häuser sind eingestürzt. Schwere Gewitter in Italien. Rom, 13. Juli. Ueber Italien sind in verschiedenen Gegenden abermals schwere Gewitter niedergegangen. Ueber N e a p e l ging nach der „Tribuna" in der letzten Nacht ein heftiges Gewitter mit wolkenbruchartigem Regen nieder. Verschiedene Straßen wurden überschwemmt. Das Wasser drang in einige Häuser ein, die von den Bewohnern geräumt werden mußten. In der Nahe van Pozzuoli zerstörte ein Erdrutsch die Eisenbahnstrecke. Aus Massa Marittima wird von einem starken Gewitter berichtet. Sturzbäche haben die Felder überschwemmt und einen Teil des aufgespeicherten Getreides mit fortgerissen. Sowohl in Florenz wie in Nom ist nach der starken .Hitze die Temperatur plötzlich gesunken. Starke Regen fälle sind in Latium und Toscana niedergegangen. In Salmio bei Udine wurde ein alter Mann vom Blitze erschlagen. Sie Krdloüonskatnftrovße ln Amerika. Eine weitere Pulverfabrik in die Luft geflogen. Rew-Aork, 13. Juli. In D o v e r ist eine weitere Pulverfabrik in die Luft geflogen. Von dem Flammenmeer sind noch 14 Pulvermagazine unmittelbar bedroht. Alle Dörfer der Umgebung wurden geräumt. Die Zahl der Toten konnte noch immer nicht genau ermittelt werden, da man noch nicht an die Unglücksstätte herankommen kann. Bis jetzt wurden 18 Leichen geborgen. Sin Pnrir-Prng'FIngzens verunglückt. Fürth, 13. Juli. Heute nachmittags um 6 Uhr ging auf dem Flugplatz Fürth ein französisches Großflugzeug der iteuefteit Type „A. S. D." nieder, das seinen ersten Passagierflug von Paris nach Prag durchführen wollte. Gegen halb 7 Uhr stieg dad Flugzeug wieder auf, geriet aber in einer Höhe von 100 Meter aus bisher unbekannter Ursache in Brand. Der Pilot versuchte eine Notlandung. Zwei Passagiere konnten sich durch Abspringen retten, während der Pilot und ein Werkmontcnr verbrannten. Das Flugzeug ist stark beschädigt. Die zwei Geretteten haben sich beim Abspringen derart verletzt, daß sie in das Krankenhaus gebracht werden mußten. ©ine neue PressenWre. Die Vorgänge bei der „Stunde". Wie schon berickM, wurde vorgestern der Direktor des Jnseratenbureans und Verwaltungsrat des Verlages „Kronos", welcher die „Stunde", die „Börse" und die „Bühne" herausgibt, Eugen Forda, über Requisition des Landesgerichtes in-Strafsachen 1 wegen Verdachtes der Erpressung verhaftet und dem genannten Gericht eingeliefert. Die Untersuchung führt Dberlandesgerichtrat Tr. Kat lein, der seinerzeit die Untersuchung gegen Alexander Weis; geleitet hat. Die Anschuldigung gegen Direktor Forda steht in Zusammenhang mit dem Prozeß gegen den gleichfalls beim Kronos-Verlag angestellten Administrationsbramtcn Harry Weller O'B r i e n. Diesem wurde zur Last gelegt, daß er im August 1924 an den Leiter der Nordisch-Oesterreichischen Bank Otto Waldegg und im Oktober desselben Jahres an einem anderen Funktionär dieses Institutes, dem Holländer Ban Rohen, Erpressungen begangen habe. O'Brien hatte von Waldegg die Erneuerung eines Jnscratenauftragcs mit der Drehung begehrt, daß sonst die „Stunde" ungünstige Aufsätze über das Unternehmen bringen werde. Ende Juli hatte der Prozeß vor einem Schöffensenat begonnen, war aber nicht. zum Abschluß gebracht worden, da eine neue Anzeige wegen Erpressung gegen O'Brien «ingelaufen war. Dieses neue Faktum war, wie nun bekannt wird, die Anzeige von einer angeblich an einem bekannten Spiritusindustriellen. begangenen Erpressung. Der Akt wurde nun zum Untersuchungsrichter zurückgeleitet. Im Verlaufe der Verhöre verdichtete sich immer mehr der Verdacht, daß Eugen . Forda der .Hauptschuldige an dem neuen Faktum sei. Staatsanwalt Dr. Schwartz setzte sich Montag um drei Viertel 9 Uhr früh mit dem Untersuchungsrichter Dr. K a tl e i n ins Einvernehmen, nachdem er mit dem Chef der Staatsanwaltschaft, Hofrat Dr. I m m e n d ö r f e r, Rücksprache gepflogen hatte, worauf im Wege der Polizeidircktiou die Verhaftung des Direktors Forda erfolgte. Die „Stunde" veröffentlicht eine Erklärung des Re- Laktionsausschusses, in der mitgeteilt wird, daß der Chefredakteur Karl Tschuppik aus dem Rcdaktionsverbaud ausgetreten ist. Weiters heißt cs: . „Angesichts der neuen Ereignisse hat der Redaktionsausschuß und Betriebsrat sich an een auf Krankenurlaub im Ausland weilenden Herausgeber der „Stunde", .Herrn Emmerich B e k e s s y, mit .per Aufforderung gewendet, zu den neuen Tatsachen u n v e r; ü g l i ch Stellung zu nehmen. Der Redaktionsausschuß wird daun über sein weiteres Verhalten schlüssig werden." 8» ist kein Wunder. daß das glänzende Renonunee des Warenhauses Brüder Schilf- Mann, 2. Bezirk, Taborstraße 48, täglich neue Kunden anzieyt. Reelle Billigkeit ist der Grund des ungewöhnlich starken Erfolges. Der Konsuln machts. Einer sagts dem anderen, daß man nur bei Brüder Schiffmann verläßlich gute Qualitätswaren in geschmackvoller reicher Auswahl zu konkurrenzlos billigen Preisen bekommt. Dank der amerikanischen Gefchästsmehode: „Größter Umsatz — kleinster Nutzen" hat sich die Knndenfrequenz des Kaufhauses so gesteigert, daß Brüder Schiffmann im Lause von wenigen Monaten dreimal genötigt waren, ihre Verkaufsräume zu vergrößern, um den gesteigerten Anforderungen entsprechen zu können. Dieser in Anbetracht der allgemeinen schlechten Geschäftslage besonders bemerkenswerte Aufschwung des führenden Leopoldstädter Warenhauses ist ein unwiderleglicher Beweis dafür, daß Geschäftserfolge nur durch stetig steigende Leistungsfähigkeit zu erzielen find. Gegenwärtig findet aus Anlaß der Vergrößerung und des Umbaues der Verkaufsräume ein außerordentlicher Sommerräumungsverkauf statt. Wir empfehlen unseren Lesern die Besichtigung der reizend arrangierten Schaufenster. Tschechoslowakische Paßstelle für Kriegs invalide., Die vor einigen Tagen erössnetc Pag-Salmnelstelle der tschechoslowakischen Kriegsinvaliden erteilt jedermann tschechische Visa ans österreichische l.nd ausländische Pässe, mit Ausschluß von tschechischen Pässen. Die Bnreaustunden werden von halb 8 Uhr früh bis 7 Uhr abends abgehalten. Auskünfte werden unter der Tel.-Rr. 53-085 und nach 6 Uhr abends Nr. 23-087, 4. Bez., fflotajajic 7. erteilt. ' . Dien, 14. Juli. * DaS Wetkor. Gestern war es heiter und schwül. Um 6 Uhr ging ein kurzer Gewitterregen über Wien nieder. Die Voraussage lautet: Vorwiegend h-eit er. Lokalgcwittrr nicht ausgeschlossen'. * von einem Auls gtttttet. Gestern gegen 9 Uhr abends hat sich auf der Mariahilfersiraße ein Antonnsatt ereignet, der ein Todesopfer befördert hat. Um die genannte Zeit wollte eine zirka 70jährigc unbekannte, ärmlich gekleidete Frau die Mariahilferstraße überqueren und wurde von dem eben daherkommenden Autotaxi A XVIH 435, das der Chauffeur Ferdinand Kreuzer lenkte, erfaßt, zu Boden geschleudert und überfahren. Die Unglückliche erlitt eine Zerquetschung des Brustkorbes, mit mehrfachen Brüchen beider Schlüsselbeine, fast sämtlicher Rippen, des Schädeldaches und andere schwere Verletzungen und verschied noch vor Eintreffen der berufenen Nettnugsaesellschast. Die Erhebungen zur Feststellung der Identität der Toten und zur Aufklärung der Schuldfrage sind emgeleitek. * von einem Auto ersaßt. Am 12. d. wurde die Private Regine Hermann, Kleine Pfarrgasse 1, in der Taborstraße beim Passieren der Fahrbahn von dem Auto, das der Chauffeur Alois Blankowitsch lenkte, niedergestoßen und erheblich verletzt. Frau Hermann konnte in häuslicher Pflege belassen werden. Nach Zeugenaussagen soll den Lenker die Schuld an den: Unfall treffen. Die Amtshandlung ist eingeleitet. * Tödlich- LKtchigaSvergiftunge«. Gestern nachts wurde dis 70jäihrige Private Rosina Weiner, Skodagasse 17, in ihrer Wohnung in dem mit Leuchtgas erfüllten Zimmer leblos aufgefunden. — Gestern vormittags wurde die 79jährrge Pfründnerin Anna Ludwig, Maergasse 4, in der Küche ihrer Dehnung bei geöffnetem Gashahn leblos aufgeifunden. In beiden Fällen ist es noch nicht aufgeklärt, ob es sich um einen Unfall handelt. -- Gestern vormittags wollte die Ibjühvige Näherin Josefin-e Neubauer, Ezerningasse 4, einen Gasofen anzünden. Dabei erfolgte plötzlich eine heftige mit einer Stichflamme verbundene Explosion, durch die die Kleider des Mädchens Feuer singen und dieses mit schweren Brandwunden auf die Klinik. Riehl gebracht werden mußte. * Ein vermißter Förster. Seit dem 6. Juni ist der henlstonierte 76jährige Förster Mois N uo, Pointenaassc 22, abKngig. Ez wird vermutet, daß er vielleicht infolge eines SchlaganlfaM in einer entlegenen Gegend verunglückt oder ins Wasser goshrungen ist. > * Der Schuß in der Rächt. Montag asgen i .Ahr HÄH horte der Feinmechaniikergehilfe Frann Schüller, als er mit seiner Begleiterin durch die Schopenhcruerstraße ging, «ms der, Richtung der Leitermeiergasse einen Knall. Zirka 200 Schritte weiter sahen die beiden auf dem Gehsteig vor dem Hause Leitermeiergasse 31 einen Mann bewußtlos am Boden liegen. Er wies eine Schußwunde i n d e r Herzgegend aus. Neben seiner, Hand lag eine S tey r e rp ist o le, aus der «in Schuß abgegeben,, war. Ter Schwerverletzte starb im Spital. Er ist der 39jährige Billeteur Emil Hudecek. Karl-Beck-Gasse 37 wohnhaft. Dw näheren Umstände seines Todes sind noch tit a^uf (fcJiÄärf, Die Heiden Passanten haben in der Nähe der Unfallstelle niemanden gesehen. Der Tatbestand spricht für die Annahme eines mordes, der jedoch von - Verwandten und, Freunden Hudeceks als ausgeschlossen bezeichnet Wird. Sie glauben unbedingt, daß sin Verbrechen vorliegen müsse. Es wird erzählt, daß Hudecek Beziehungen zu verheirateten Frauen hatte, was ihm Auseinandersetzungen und Drehungen seitens der Ehemänner vingetrageü haben soll. > * > * Mordversuch lau der Geliebten Oege» verschmähter Liebe. Aus Wiener-Neustadt, 18. d., wird uns telegraphiert: Der jährige Schuhmacher Kader in Brei-tenau bei Neunkirchen verfolgte die 25jährige Hilssarlbeiberm Moisia Hollgs chwa nd t ne r schon seit'Jahren mit Lietbesanträgen, ohne daß 'ihm das Mädchen Gehör geschenkt hätte. Kader, welcher sich durch die Abweisungen des Mädchens gekränkt fühlte, lockte das Mädchen in feine Wchnung, zog plötzlich einen Schusterhammer ^hervor und schlug blindlings auf den Kopf des Mädchens ein. Sie hatte Uoch so viel Kraft, um Hilfe zu rufen, so daß sie auf der Straße von Vorübcrgeihenden gehört wurde. Die Lettte erbrachen sofort die Bodendür und hinderten den Kader, sein Mordwerk fortzuführen. Die Hollgschwandtner wurde mit schweren Verletzungen am Kopfe rn das Neunkirchner Kranikenhaus überfuhrt. Kader verhaftet^ und den: hiesigen Kreisaenchte eingeuefert. Cr leugnet, die Absicht gehabt zu haben, das Mädchen zu töten, doch hüllt er sich über das eigentliche Mottv der Tat noch m Schweigen. * Krieg im Frieden. Der beim MnierbataMon Nr. 1 in Klosterneuburg zur Pionierausbildung. kommandierte Gefreite Simon R a t o wir des selbständigen Jnsanteriebatattlons Nr. 1 ist gstern früh bei einer Uebung im Zillenfahren ertrunken. Die Zille, in der sich Gefreiter Ratbwik mit einem zweiten Soldaten befand, ist entgegen-'den Weisungen des Uebungsleiters zu wett vom Ufer wegWcchren. hiebei an einem im Wasser sichenden Reibstock angefahren und gekentert. Der zweite Soldat konnte sich retten. Die Leiche des Gefreiten Ratowik konnte bis jetzt nicht geborgen werden. , . * Ginlieferung Johann Mmpassingers. Gestern im Laufe des Vormittags wurde der Selchergcihiffe Johann Wimpassinaer dom Landesgerichte eingeuefert. Die Untersuchung beglich des Verschwindens der Karoliue Spießlechner, seiner außerchelichen Tochter, wird fortgesührt. * Verein der Freunde der „Wiemr Morgonzeitung". Am 8. d. fand unter sehr starker Beteiligung die konstituierende, Generalversammlung des Vereines der Freunde der „Wiener Morgenzeitung" statt. Es lauen ZustimMltngskundgebungen und BeitrittserKäriingen aus den Nachfolgostaaten, ferner aus Deutschland, Frankreich, Belgien. Bulgarieir, Holland. Litauen und England vor, ein Belveis für die große interterritoriale Verbreitung der „Wiener Morgeuzeitung" und für die große Zahl ihrer An- Hanger. Die Einberufer. Herr Gemeiiidemt Dr. Plaschkes und Herr Dr. Israel Waldmantt, entwickelten das Pwgramm dieses Vereines, welcher eine engere Fühlungnahme der Leser mit ihrem Organ sbivie die tatlkräftige Mitwirkung der jüdischen Leserschaft an dem weiteren Ausbau dieses einzigen jüdischen Tagblattes in deutscher Sprache bezweckt. Die Idee oer Förvernug eines Blattes durch GvÜiidnng eines Vereines der Lejer und Anhänger sei keinesfalls neu. Insbesondere wurde aus eine ähnliche Institution, nämlich den V-erein der sozialistischen Monatshefte in Berlin, hingewiesen. Nach einer längeren Debatte wurde der Ausschuß des Vereines gebildet. * Exportkveditversichernug. Im Ministerium für Handel und Verkehr haben in den letzten Wochen Bosprechungeii mit den Vertretern der Handels- und Arbeiterkanunern sowie der wirtschaftlichen Hauptköperschaften und in der Folge engere Beratungen mit den Vertretern der Versicherungsanstalten und des Ban'ten- Verbandes über die Einführung einer Kreditversicherung, insbesondere einer Exp or tkr ed i tve rsi ch e r u n g, statt,gesunden. Diese Besprechungen führten zr. dein Ergebnisse, daß der Verband der Versicherungsangestellteii unter B-erücksichtignug der gepflogenen Beratungen einen konkreten Vorschlag für die Organisation und die Durchführung der Kreditversicherung aus., arbeiten wird. Aus.Grund dieses Bovschluges wird das Bundes- Niinisteriums für Handel und Verkehr weitere Verhandlungen mit den beteiligten amtlichen Stellen und den Vertretern der Interessenten Pflegen. i

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