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Wiener Morgenzeitung · 1926-07-09 · Heft 2649 (9.7.1926) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2649 (9.7.1926)
Date
1926-07-09
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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menet % Mk ISA 4 Das Unwetter. Mette SnglSckrWe in all« Seit «ßwaitinr Wtrschwemmnngtn nnd Srdrutsche In Java». 8 Tote, lyg Verletzte, 3860 Hauser eingestürzt. Tskts, 8. Juli. Ein durch 24 <§tunben wütendes Unwetter hat Mischen O s a k o und S i m o n o s e k i so g e w a U ttge Uebers chwemmnngen »nd Erdrutsche verursacht, daß größte Verheerungen angerichtet wurden. Dreitausend Hauser nnd eine Anzahl Brücken sind e i n g e st ü r * t. wsbri a ch t Menschen getötet nnd 7 y n «r l e tz t wurden. Die Eisenbahnverbindungen mit Tokis sind unterbrachen. Durch Entgleisung eines ExpreßzugeS wurden SOPerssnenverletzt. Schwere« Unwetter in der Achechoslowalei. Fünf Todesopfer in NordbShmen. Prag, 8. Juli. "Wie die „B »Henris" meldet, ist in der Nacht auf DienSiag über das nökdltche Gebiet Böhmens ein wolkenbruchartiger Regen niede-gegangen, der n ng e h e u r 's n S ch a d e n a n F e l d e r » und a n Baulichkeiten anrtchtete und Opfer an Menschenleben forderte. Am allerschwersten hat unter dieser Katastrophe Aussig mit den umliegenden Ortschaften gelitten. In den dem Gebirge zn liegenven Ortschaften P o k a u, G a r t t tz. Pvstttz.IohnSv o r f und T r o s ch i tz hat der Regen die gesamte Heuernte fortgeschwemmt oder so mit Schlamm verwaschen, daß das Hru unbrauchbar ist. Insgesamt find in den obzenannten Ortschaften bisher f tt n f T o 1 e zu verzeichnen. Schwere WetterschSVen in ganz Sefterreich. De aus allen Teilen deS gesamten Bundesgebietes einlangenden Meldungen ermöglichen eS allmählich den amtlichen Stellen, den llmfangder großen Schäden, welche die Unwetter burd) einen ganzen Monat hindurch verursacht haben, zu erkennen. Die Bert hie aus K ä r n t e n, O b e r ö st e r r e i ch, dem Burgenland uiw besagen, daß durch das U n w e t t e r. die Ueberschwemmungen und Haaelschläge viele Landwirte um einen Großteil ihrerErnte getomder Mauer eine Dachtraufe, vor allem aber der Blitzableiter entlang läuft. Völlig zwecklos ist es dagegen, zum Schutz gegen den Blitz das Fen st erzuschließen. Mutz es nicht des Regens oder Stlrrmes wegen zugemacht werden, so kann man die reine, abgekühlte Lust getrost einstromen lassen. Im übrigen ist die Zahl d-r Todesfälle durch Blitzschlag weit geringer als gewöhnlich angenommen wird. Es hat sich ergeben, daß in den letzten dreitzig Jahren sowohl relativ wie absolut die Zahl der Tötung durch Blitz abgenommen hat. Dazu hat zweifellos die durch fortgesetzte Belehrung vermehrte Einsicht der Bevölkerung beigetragen, und die Zahl dieser Todesfälle würde gewiß noch ungleich geringer sein, wenn jedermann stets die einfachsten und selbstverständlichsten Gebote der Vorsicht beachten würde, .was auf dem platten Lande leider noch allzu oft nicht geschieht. Denn die meisten Blitzopser stellen Landarbeiter, die auf freiem Felde vom Gewitter überrascht werden, und die es unterlassen, sich flach aus den Erdboden zu legen, bis sich die Elemente ausgetobt haben. m e n find, daß sch w e r e Schäden in Pi*@i f*|«H verursacht wurden «nd daher Notstands attions« fs»sh* seitens der Landtage als auch seitens des Bundes erforderlich find. SchneeMe in Stallen. Aus Novara wird gemeldet, daß im Tale von F o t* mazza in großer Menge Neuschnee gefallen ist. I« den Bergen hat der Schnee die Höhe von 59 Zentimeter dis 2 Meter erreicht. Hagelschläge haben in dar Umgebung von P i a c e n z a großen Schaden angerichtet. Die Temperatur ist stark gesunken. Ans Oberitalien werden S ch n e e f ä l l e über Demo-Thessela und im A-ddatal ge meldet Wirdrr eine Sinftnritatnftrophe. Vierzehn vor einem Gewitter Flüchtende schwer verletzt. Nürnberg, 8. Juli. Wie der „Augsburger Lokalanzeiger" melvst, suchten vor einem Gewitterregen gestern nachmittags in Bern st ein amWalde etwa vierzig Personen Schutz und flüchteten in eine leerstehendeTnrnballe. Jnfolae ameS Blitzschlages stürzte die G i e b e l m a u e r der Turnhalle ein und begrub die Schutzsuchenden untersich. Vierzehn Personen wurden dmch hei ab' stürzende Mauerstücke schwerverletzt. tzin gesunder Magen. Au? Frankfurt a. M. wird uns berichtet r Im hiesigen i s r a e l t t i s ch e » K r a n k e n h a u S war ein Maie« erschienen, weil ihn heftige Magenbesch.werden plagten. Er wurde durchleuchtet und bei der Operation wmden folgende Gegenstände gesunden: 233 Dr»:ht nägel. 1273 Stecknadeln, 15 Münzen, eme zwei Meter lauge Kette' und eine MengefetnerGlaLsplitter. Das Ganze hatte ein Gewicht von 440 Gramm nnd der Mann hotte es volle sechs M o « a t e mit sich herumqefchleppt. Er stammt aus Oberschlesien, w:r als Akrobat nach Parts gekommen dort füc d'e Fremdenlegion angewovbeu worden »nd hotte aus Verzweiflungin Marokko alle htese Gegen ständeverschluckt. Sobham setzt seinen AuftraUenslag fort. London, 8. Juli. Der Flieger Eobham wird, nachdem der aus England berufene Mechaniker eingetroffen sein wird seinen Flug nach Australien fortsetzen. Baroß wird dirzipiiuiert. Budapest, 8. Juli/ Wie „Ujzag" meldet, wird der .Ge-» neraldirektor der Postsparkasse Gabriel Baroß aus Grund der gegen ihn durchgeführten Disziplinaruntersuchung in den Ruhestand versetzt werden. Für die Rückzahlung der N a d o s s y widerrechtlich gewährten 400 Millionen soll Baroß persönlich haftbar gemacht werden. LemMon de« Lberftnatranwatte« Malis«. ll. Warschau, 8. Juli. Der Justizmiurster Professor Makowski hat heute das Demifsiousgefuch des aus dem Steiger-Prozeß bekannten Lemberger Oberstaatsanwaltes M a l i n a unterzeichnet. Ärmm , . * mm, Tagesbericht. Kann man sich vor dem Mtz schützen? Die Blitzschlagkatastrsphe in Woltersdorf bei Berlin, die . 13 Sonntagsausflüglern den Tod, einer noch weit größeren Zahl von Personen mehr oder'weniger schwere Verletzungen gebracht hat, gehört zu den Unglückssällen, die sich in gewissen Abstanden immer wiederholen, gegen die der Mensch machtlos ist und die sich auch durch die größte Vorsicht nicht verhüten lassen. Die Binsenweisheit, daß man besser daran tut, sich lieber bis ans die Haut dnrchnässen zu lassen, als unter Bäumen den ohnehin fragwürdigen Schutz vor dem Gewitterregen zu suchen, ist so alt und selbstverständlich, daß sie keiner besonderen Erwähnung mehr bedarf. Man soll sich auch nicht darauf verlassen, daß angeblich gewisse Baumarten seltener vom Blitze getroffen werden als andere. Selbst wenn, was noch keineswegs sicher ist, beispielsweise Buchen, wie man glaubt, seltener vom Blitz getroffen werden sollten wie Eichen, Fichten oder Weiden, so kann man doch nie wissen, ob sich nicht doch dieser angeblich seltene Fall ereignet, wenn man unter der Buche sicht. Vermutlich rührt die Annahme der Forstleute von dem relativen Schutz der Buche vor Blitzschlägen nur daher, daß sich an der glatten Buchenrinde die Spuren des Einschlags nicht so leicht erkennen lasten wie an Bäumen mit rauherer und ristigerer Borke. Die Blitzgefahr unter Bäumen ist übrigens um so geringer, je größer deren Zahl ist. In einem ausgedehnten Wald hat man, wenn man sich nicht gerade unter einem besonders hohen Stamm aufhält, wenig zu befürchten; am gefährdeften sind selbstverständlich einzelne, freistehende Bäume jeder Art; sie brauchen keineswegs besonders hoch zu sein. Aber natürlich werden sehr hohe Bäume, wie alte Eichen und Pappeln, mehr der Blitzgefahr auSgesetzt sein als niedrige Stämme. Heutzutage weiß jedes Schulkind, daß es bei einem Gewitter nicht unter Bäumen Schutz suchen darf. Aber selbst Erwachsene begeben sich allzu oft gedankenlos dadurch in viel größere Gefahr, daß sie sich beim Gewitter in unmittelbarerNähe von Metalleitungen anfhalten. Das brauchen keineswegs Licht-, Kraft- und Telephonleitimgen zu sein; jeder Eisendraht ist gefahrbringend; ja, er ist gefährlicher als eine vorschriftsmäßig verlegte elektrische Leitung, weil er nicht geerdet ist, und weil der Blitz infolgedessen, wenn er in einen solchen Draht schlägt, leicht an irgendeiner Stelle auf die Nachbarschaft überspringt. Der menschliche Körper ist aber ein guter Leiter, um so mehr, wenn die Kleidung vom Regen bereits durchnäßt ist. Bei großen Menschenansammlungen kommt gefahrerhöhend hinzu, daß die einzelnen. Personen fast stets in ziemlich enger Berührung miteinander stehen werden, und daß die meisten Leute durch den Körper schweiß gute Leiter bilden. So weit man sich in solchen, Fällen also überhaupt vor dem Blitz schützen kann, wird dies, sofern es überhaupt möglich ist,, am besten in der Vermeidung eines Zufluchtsortes geschehen, der sihon sehr zahlreichen Personen Aufenthalt bietet. Wer diese Vorsichtsmaßregel beobachtet und sich außerdem vor der Nachbarschaft metallener Leitungen hütet, der wird sich nur in seltenen Fällen in unmittelbare Blitzgefahr begeben. Am sicherston ist man in größeren Gebäuden, sofern man die einfache Vorsicht gebraucht, sich nicht in der Nähe des Telephons, des Radioapparats mit Dachantenne, der Gas¬ oder Wasserleitung, unter einem metallenen Kronleuchter mit elektrischem Anschluß oder nahe einem eisernen Ofen aüfzuhalten. Gefährdet ist man auch in der Nähe der Stelle, an der außerhalb Arthur Schnitzler« neueste Bühnendichtung. Schnitzlers neues dvamatifches Werk heißt „Der Gang zum Weihe r"*). Dieser Weiher ist > ein grüner, verborgener Waldteich, nicht weit von einem schönen gepflegten Herrengut gelogen und schwer zugänglich. In Schnitzlers Drama kommt man auch nicht leicht dahin. Man muß zwei recht langwierige und umständliche Akte überwinden, bis dieser Weiher — wenn er auch nicht auf die Szene gebracht wird — doch in den Mittelpunkt der Begebenheiten rückt, wie es der Titel des Werkes ankündigt. Int nächtlichen Dunkel dieses Weihers geistern Jbsensche Symbole. Nur für Augenblicke. Schnitzlers ureigenes Probleni, das erotische, behält die Ob-erhand. *. Schloß des Freiherrn Albrecht von Wkayenan, gewesenen Kanzlers, Mitte des 18. Jahrhunderts. Hier haust der abgedankte Kanzler und diktiert seine Memoiren. Seine unvermählte Schwester Anselma und seine Tochter Leonilda, die Neunzehnjährige, teilen die friedliche Einsamkeit. Sie ist nicht ganz so friedlich. SUfom erwartet einen Jugendfreund des Freihernn, den Dichter Silvester Thorn, und Leonilda schmückt das Turmgemach für ihn mit frischem Flieder. Bei Tag. Bei Nacht aber — Tante Anselma hat es entdeckt — unternimmt sie den Gang zum Weiher, entkleidet sich,, taucht in das kühle Wasser und verrichtet dann vor einem uralten beinosten Opfersteiik eine Art heidnischer Zeremonie der Hingabe. „Denn anders nicht, als wär's ein Heiligtum, so schreitet sie verzückten Angesichts Dem Steinblock zu mit hochgehob'nen Händen Und nun langsam zuerst, dann rasch und rascher, In Wirbelkreisen, daß die Haare flattern, Dreht sie sich um den Stein." Die Vermutung, daß späterhin Leonilda bei .diesen» Weiher nicht bloß einen leblosen Stein umarmen wird, ist begründet. Nur darf man nicht auf den von ihr so freudig erwarteten (schon recht angegrauten) Silvester Thorn typen. Man ginge fehl. Jetzt sind einige allerdings recht komplizierte Vorgänge zu berichten, die in aller Klarheit wieder- *) „Der Gang zum Weiher", dramatische Dichtung von Artur Schnitzler, S; Fischer Verlag, Berlin 1926. zugeben mir kaum gelingen wird. Ich kann mich damit rechtfertigen, daß es einem der Dichter nicht leicht macht. Thorn, ein Poet und unsteter Geist, kam nur auf Schloß Mahenau, um hier ein Tagebuch, das er in des Freundes Händen znrückließ, nochmals zu lesen und dann zu verbrennen. Es wird ein Autodafe seiner Jugend sein und ein Abbruch der Brücken zur Vergangenheit. Im übrigen will Thorn nach Erledigung dieses Geschäftes zu einer Frau zurück, die stündlich niederkommen soll und mit der er vereinigt fürderhin ein bürgerliches Familienleben zu führen gedenkt. Nur daß er, daß Schloß bereits verlassend, von Leonilda „gestellt" wird. Das Mädchen ist empört, den verehrten Mann im Familienleben sich verlieren zu sehen. Seinen Hinweis auf das Schicksal jener Frau, die sich Stunde in Wehen windet, läßt sie nicht gelten: „Auch einer, die dich liebte, gönnt' ich Leid, Erwuchs' aus ■ ihrem Leiden dir ein Glück." Das schöne und angenehme Wort hat auf Silvester Thorn überraschend gewirkt. Zwischen Tür und. Angel, richtiger zwischen Schloßtor und Gartentür, hält er beim Freiherr»» um die Hand seiner Tochter an. Es folgt eine längere bewegte Auseinandersetzung über Altersunterschied und unglaubliche Sprunghaftigkeit der Empfindungen bei eine»» Manne solchen Alters, sowie eine ernstliche Mahnung an die Pflicht jener anderen Frau gegenüber und dem zu erwartenden Kinde. Die beiden kornmen schließlich dahin überein, daß Thorn zunächst zu der anderen eile, ihr in der schweren Stunde beistehe und wenn er auch dann entschlossen sei, u»n Leonilda zu werben, wüvde inan darüber we'ttersprechen. Nicht nur in dieser Affäre erweist sich der Freiherr als Diplomat. Noch ein anderer Besuch ist ans Schloß Mayeuan zn verzeichnen. Der junge, forsche Konrad kam nach scharfern Ritt von der Landesgrenze. Mit einer Forderung ganz anderer Art. Der Freiherr möge zum Kaiser, der tvieder dringend seines alten Kanzlers bedürfe, und möge den Zauderer veranlassen, daß endlich losgeschlagen werden dürfe. Tatsächlich reist der Freiherr in die Residenz, freilich nm das Gegenteil zu erwirken. Als friedliebender Staatsmann. Als Vater aber läßt er den jungen, temperamentvollen Offizier mit Leonilda allen» auf denr Schloß zurück. Es ist eine Kuppelei und sie glückt. Ort der Begebenheit .ist —. du 'hast es bestimmt schon, erraten jener romantische Weiher. Freilich: der Genius loci Halls erwirkt. Und Konrad fühlte es: „. . . Gib mit Gewähr, daß nicht in einer anderen Nacht ein anderer dich hell dem dunklen Teich entsteigen sah." Leonilda, die man jetzt deutlich als r':t Geschöpf Schnitzlers erkennt, antwortet ihn»: „. . . Hab' ich in dem Augenblick, Da wir verzaubert meinanderglitten, Zum Herrn dich über mich gesetzt? Gab nh Mit meinem Heut mein Gestern nnd mein Morgen — Ja — weißt du nur, ob ich mich selbst dir gab? . .. Noch schlechter schneidet der unglückliche Thorn ab. Di», andere starb an dem Kinde, das Kind starb mit ihr. Nun kommt er (nach jener vollzogenen Tatsache beim Weiher), um .sich Leonilda zu holen. Heiß wie ein Jüngling, verzweifelt j n ie einer, der sein letztes Glück entschwinden fühlt, wirbt er um Leonilda und ist ihr jetzt doch, als Mann, Hekuba. Da macht er Schluß. Im Weiher. Und Konrad von Urscnbeck geht an die Front, ohne vorher d?n Wunsch des fürsorglichen Vaters zu erfüllen mrd Leonilda in aller Form zu heiraten. Dagegen hätte sie selbst sichsehr ernstlich gewehrt: „Frei zieh' er hin. Ich bleibe £et zurück. Wie und — ob wir einander wiedersinden, Weiß nur der Gott, vor dem wir uns vermählt . . ." Schwerfällig, matt ist diese neue dramatische Dichtung Schnitzlers. Ob sie sich ans der Szene behaupten wird? Seine (bisher) vorletzte Bühnenschöpfung, die „Komödie der Verführung" (an» Burgtheater recht verunglückt), ist ein herrliches Buchdrama, der Dialog elastisch, scharf geschliffen, aus edlen» Stoff geschmiedet, eine Damaszenerklinge in der Hand des überlegenen Meisters. Diesmal wälzt sich die Masse der Verse träge durch fünf lange Akte. Und bis auf eine prächtig NN» risse ne bizarre Episodenfignr, den Sekretär, verschwimmen die Linien der Gestalten. Schade. Es ist ja doch eilte echte Dichtung. Ihr Herzstück ist die Tragödie des alternden Mannes, in gewissem Sinne die Fortsetzung der beiden Schnitzler-Werke '„Der einsame Weg" und „Das weite Land". Verhalten, aber eindringlich klingt dre Klage aus dem Wort des Freiherrn an den Freund Silvester Thorn: „Schlimmer als alt, wir beide, — nicht mehr jung-." Und grausam saßt der Ruf eines Jünglings den alternden Männern dieses Dramas ans Herz: „Vergiftet ist die Welt van Greifenatem" .. .. ..

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