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Wiener Morgenzeitung · 1926-07-08 · Heft 2648 (8.7.1926) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2648 (8.7.1926)
Date
1926-07-08
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Jtfbl GK«, DSMerSW i tgtm tm fit. zm Sas größte Vad des Kontinents. Me Eröffnung -es Amattenvni-es. Heute wird durch den Bürgermeister das größte und schönste Gades Kontinents, vielleicht auch der ganzen Welt, eröffnet. Das Ämalienbad — genannt nach der verstorbenen sozialdemokratischen Gemeinderätin Amalie Pölzer — auf dem Reumann- Platz, früher Bttrgerplatz im 10. Bezirk. Der prächtige Bau, an dein drei Jahre lang gearbeitet wurde, macht auf den Beschauer trotz seiner Einfachheit einen überwältigenden Eindruck. Durch eine modern gehaltene, mit Mosaik ausgelegte Vorhalle gelangt mau in das Innere des Bades, das mit dem modernsten Komfort, mit den neuesten Errungenschaften der Technik, aber auch mit einem weit über den Rahmen des Zweckdienlichen hinausgchenden Luxus ausgestattet ist. Das Bad spricht, wie Stadtrat S i e g l sich bei der gestrigen Prcsscbesichtigung äußerte, alle Sprachen. Schwimmbäder, Wannenbäder, Brausebäder, Dampfbäder, Sonnenbäder und Medizinalbäder können gleichzeitig von 1300 Personen benützt werden. Die Schwimmhalle allein besitzt für mebr als 500 Personen Raum. Im Untergeschoß sind die Schlammbäder, die elektrischen Bäder, Sole- und andere Zusatzbäder sowie Gasbäder, Kohlensäure-, Sauerstoff- und Lnstperlbäder untcrgebracht. Im Erdgeschoß befinden sich die Kassenlokale, ärztliche Untersuchungsräume und die Dienstzimmer. Ferner sind dort noch untergebracht zwei Sloieilungen des römisch-irischen Bades fiir Männer und Frauen. In den einzelnen Stockwerken befinden sich die verschiedenen Bade- und Umkleidegelegenheiten. Im fünften Stock sind die Sonnen- und Luftbadeabteilungen untergebracht. Die Terrassen sind mit ' Grasflächen ausgestattet. Das Gebäude wird durch einen Turm gekrönt, der das siebente und achte Stockwerk mit den Warm- und Kaltwasserbehältcrn enthält. Eine Sehenswürdigkeit ist die Schwimmhalle. Der Plan für diese Halle ist mit besonderer Rücksicht auf ihre V e rwe nd u n g zu spor t lichen Zwecken ausgearbeitct worden. Es ist die erste Schwimmhalle mit eingebauten Tribünen für die Zuschauer. Diese Tribünen erheben sich an den beiden Längsseiten durch einen zwei Meter breiten Gang vom Schwimmbassin getrennt und sind in einer Länge von 33 Meter stufenförnlig in Etagen aufgebaut. Sie bieten Platz zur Aufstellung von Bänkep, die durch eigene Oeffnungen in die unter den Tribünen liegenden Kellern gebracht werden können. Auch auf den zwei Galerien können sich Zuschauer aufhalten. Das Schwimmbassin ist '12,5 Meter breit und 33*/, Meter lang und bis zu 1,30 Meter tief. Die Schwimmhalle ist nur durch Fußbassins zu erreichen. Unabhängig vom Bassin ist ein Kinderb ad errichtet worden. Tie ganze Schwimmhalle ist durch ein Glasdach eingedeckt, das bei schönem Wetter geöffnet werden kann. Das Oesfnen des Daches erfolgt mit elekrischer Kraft und dauert nur drei Minuten. Besonders hervorzuheben ist die Sprunganlage, die federnde Bretter in ein und drei Meter Höhe, Plattformen in sieben und zehn Meter Höhe aufweist. Diese Schwimmhalle, die auch Goalvorrichtungen für Wasserbqllspiele enthält, wird sicherlich einen Anziehungspunkt für sportliche Wettkämpfe bilden. Heute werden dort im Rahmen des Arbeiter-Turn- und Sportfestes Konkurrenzen ansgetragen. Der Bau dieses Bades ist ein technische Glanzleistung. Die Entwürfe wurden vom Wiener Stadtbauamt verfaßt. Von dem Umfang der Anlage bekommt man erst eine Vorstellung, wenn man erfährt, daß der Gesamtinhalt der Badebassins ungefähr 1500 Kubikmeter beträgt, daß die Ventilatoren stündlich eine Leistung von 200.000 Kubikmeter vollbringen und 4atz 35 Kilometer an Rohrleitungen für Dampf, Wasser, und Abwasser vorhanden sind. Die Kesselheizfläche beträgt fast tausend Quadratmeter. Zur Versorgung der Baderqume mit frischer Luft ist eine eigen? Lüftungsanlage vorhanden, durch die die Frischluft von einem Luftzufuhrkanal aus dem im Park des Reumann-Platzes (estudlicben Lufteinfallschacht zugeführt wird. Unter der Schwimmhalle ist eine Filtrier- und Chlorisierungsanlage für das Schwimmbeckenwasser eingebaut. In den Warteräumen sind Radiolautsprecher angebracht. * Die Kosten des Bades belaufen sich ans rund zehn Millionen Schilling oder hundert Milliarden Kronen, eine immense Summe, die durch die Steuerpraxis , des städtischen Finanzgewaltigen B r e i t n e r aus der steuerzahlenden Bevölkerung herausgepreßt wurde. Wir haben immer dagegen angekämpft, daß derartige Investitionen, deren Berechtigung wir voll anerkennen, aus der laufenden Gebarung bestritten werden. Das Amalienbad soll von Generationen benützt werben. Es. ist nicht einzusehen, warum inan gerade während der schwersten Krise den Wienern 100 Milliarden für ein Bad abpreßt, das Kindern und Kindeskiudern noch zugute kommen soll. Der Gemeinde Wien, die auf dem Anleihemarkt gut akkreditiert ist, wäre es gewiß nicht schwer gefallen, zu günstigen Bedingungen einen Jnvestitionskredit für den Ban dieses Bades aufzubringen, dessen Zinsendienst und Amortisation die Bevölkerung nicht derart belasten würde wie eine einmalige Ausgabe von 100 Milliarden. Stadtrat Breitner betont fast in jeder tzlpologetik seines Finanzsystems, daß die Gemeinde Wien arm sei. Wie läßt sich das mit der Errichtung dieses Prunkbades in Einklang bringen, das in eine andere Zeit, die über andere Mittel verfügte, transponiert, etwa mit den Thermen eines Caracalla zu vergleichen ist. Es ist vorauszusehen, daß das Bad fiir die nächste Zeit aus Gemeindemitteln wird subventioniert werden müssen, weil die Preise für die Verabfolgung der einzelnen Bäder sehr niedrig gehalten sind. Die Prioatbadeanstallen haben bereits dagegen Protest eingelegt, daß das Amalienbad -.djip paradox es auch klingt — ihnen Schmutzkonkurreu; macht. Tic Gemeindeverwaltung steht hingegen auf den- Siandpnnkt, daß Mittel der Allgemeinheit für einen dwerngen gesundhs':ssördcrnden Zweck herangezogen w'rden müffcst. Di, G.'l.-rc werden zum größten Teil d."-l arg daniedsrl'-umudest Handel und Gewerbe entzogen. Die Kapazität der steuerzahlendrn Drvökekrnng ist aber erschöpft. Man wird gyt daran tun, die eingeschlagene Methode nicht b'6 zu,» Paroxismus zu treiben. Die Reaktion macht sich schon deutlich fühlbar. Ile Halenkreuzlerkrawalle fo Weimar. Weimar, 7. Juli. (Wolfs.) Der Weimarer Stodfrat hat ein« Entschließung angenommen, worin die thüringische Regierung ersucht wird, Nationalsozialisten in Zukunft die Abhaltung von Parteitagen tu Weimar zu verbieten. Im thüringischen Landtag erklärt heute Abg. Fröhlich namens der sozialdemokratischen Fraktion, d'e thürin gische Landesregierung habe dnrch die Ntchtbeantwortung dersozialdemokratischen Anfrage über die Vor gänge und Ausschreitungen beim nationalsozialistischen Parteitag zu erkennen gegeben, daß sie n i ch t g e w i l l t sek, der Oeffentlichkeit Aufschluß zu geben. Die sozialdemokratische Fraktion werde sich deshalb an dieReichSregiernugwenden. Roßbach kommt vovs Reichsgericht. Schwerin, 7. Juli. (Wolfs.) Das Schöffengericht hat in der Verhandlung gegen den Oberleutnant Gerhard R o ß b a ch wegen Fahnenflucht beschlossen, den Prozeß dem Reichsgericht zuüberwetsen. Die Fememorde sind kein Hochverrat. Berlin, 7. Juli. (Wolfs.) Entsprechend dem Antrag des Oberreich? anwaltes hat der zweite Strafsenat des Reichsgerichtes die Uebernahme der schwebenden Fememordprozesse abgelehnt, da ein Zusammenhang dieser Straftaten nist Verbrechen d eS Hochverrates nicht uachz uw eisen sei. YMamr Sitte abgebrochen. Der Pilot von einem Araber erschossen. London, 7. Juli. Nach einer Meldung aus B a s r a ist der Pilot Cobhams-Elltott seinen Verletzungen erlegen. Man erfährt jetzt, daß der Pilot durch einen G ewehrschuß eines feindlich gesinntenAraberS verletzt worden sei. Der Ftugnach A u st r a l i e n mußte abgebrochen werden. _ Schwere WMenbrLche in Fabm. 30 Toto, 4500 Häuser zerstört. New-Aork, 7. Juli. Nach einer Meldung der „Assoeieted Preß" aus Tokio ist Japan yon schweren Molkenb r n ch e n heimgesiicht woroen. Dreißig Personen sind ertrunken, llngesähr 4500Häuser sind zerstört, worden. _ Sie amerikanische Laote. New-Aork, 6. Juli. Das Visumbureau des Staatsdepartements der Vereinigten Staaten teilt mit, daß die Zahl der bei den amerikanischen Konsulaten in Europa öingclansenen Einwanderungsgesuche die zulässige Öl u o t e bereits um eine Million überschreite. So erliegen beim amerikanischen Einwanderungsamt infolge des K o h l e starb e i t e r st r e i k s nicht weniger als 93.000 Gesuche britischer Staatsangehöriger, von denen nur 34.000 berücksichtigt werden können. Sie Bedeutung der Messe in Tel-Nwiw. Erklärungen des Mcsstvertreters. Gestern fand unter dem Vorsitz des Kommerzialrates Herrn Max Klein, Chef der Firma Beka, im Hotel Metropole eine Pressekonferenz statt, in welcher der Delegierte der Messe in Tel-Awiw Ing. Bravermapn in Anwesenheit der Vertreter der Wiener Industrie- und Handelskreisc über die Bedeutung der Messe referierte. . Er führte u. a. aus: „Die neue Ordnung der Friedensverträge hat im nahen Osten eine Reihe selbständiger und durch die Kricgsereignisse sehr erstarkter Wirtschaftsgebiete geschaffen. Die Mandatsläiider haben neue Handels Wege erschlossen upd das Zentrum des persischen und innerasiatischen Handels, Bagdad, ist durch die Automobilljnien Haifa-—Bagdad Europa näher gerückt, als man es sich vor dem Kriege hätte denken können. Zwischen Syrien und Palästina knüpfen sich neue Han-elsperbjndungen, begünstigt dadurch, daß der Zwischenzoll zwischen diesen beiden Ländern auf ein Minimum herabgesetzt wurde. Einige Ziffern mögen , die EtstwicklNstg der letzte» Jahre vor Augen halten und die Bedeutung Palästinas für die europäische Wirtschaft versinnbildlichen. Tie jüdische Einwanderung betrug im Jahre 1925 50.000 Menschen, insgesamt seit dem Waffenstillstand 150.000 Personen. Im Jahre 1914 gab es ein einziges Automobil in Palästina. Heute lausen 2000 Magen und ihre Zahl ist im ständigen Steigen begriffen. Vor dem Kriege gab es keine Telephonverbindung in Palästina. Heute bestehen mehr qls 2000 Stationen und der Nachfrage nach neuem Stationen kann kaum nachgekommen werden. In der I n d u st r i c wurden in 150 neuen Gewerbebetrieben 1,200.000 Pfund für Maschinen investiert. Seit 1920 wurden 12.000 neue Gebäude mit einem Kostenaufwand von 3 Millionen Pfund errichtet, wovon die Hälfte auf Tel-Awiw allein entfällt. Im Jahre 1925 wstrden in Pajsäiinumiimiini'itmiiHMi WWW «MN .iwnuiniiiimii»» Verein der Freunde der „Wiener «yrgemeitmrg" Wh des Pereiinsr Wien, 1. Bez., RMhaussleaße Nr. 8. Die konstituiersude Generalversammlung findet Donnerstag den 8. d. in den Klnbrämnen des Cafe Atlashof statt. Beginn präzise halb 9 Uhr abends. Für das vorbereitende Komitee: Gmeinderat Dr. Plaschkes. Dr. Israel BMmann. Möbelfabrik JACQUES WALLIS Wien, l, WollzeiU 21 Wohnungseinrichtungen bis tum feinsten Genre, reichhaltiges Lager in fünf Stockwerken stina 3 Millionen Pfund im Häuserbau investiert. Vor dem Kriege gab es in Palästina keine einzige elektrische Anlage, heute bestehen drei große Stationen mit 10.000 indizierten Pferdekräften. Mit dem Ausbau des größten Wasserkraftwerkes des nahen Ostens wird nunmehr, nachdem die Konzessionsschwierigkeiten über» wunden sind, in kürzester Zeit begonnen werden. Der Kostena n f w a n d wixd vpn Sachverständigen auf eineinhalb Millionen Pfund geschätzt, wovon der größte Teil auf die Anschaffung der Maschinen und Ausbau des Leitungsnetzes eirtfallen wird. Die Elektrizitätsindustrie jeder Art wird in Palästina ein dankenswertes Betätigungsfeld finden. Aste Vertreter des europäischen und amerikanischen Wirtschaftslebens, welche Palästina besucht haben, beurteilen die Zukunft Palästinas optimistisch. Die mitteleuropäischen Wirtschaftskreise müssen die Augen offen halten und die Bedürfnisse der Bevölkerung an Ort und Stelle studieren, um für die Entwicklung gerüstet zu sein und den Markt beherrschen zu können. Die Messe des neuen Ostens gibt Gelegenheit, auf die rationellste Weise diesen für den Erzeuger und Händler heute so notwendigen Kontakt mit der Kundschaft aufrecht erhalten zu können, die wirtschaftlichen Möglichkeiten an Ort und Stelle zu kontrollieren und Beziehungen anzuknüpfen." In der darauffolgenden Diskussion regte Herr Cohen zur Hebung des österreichischen Importes nach Palästina an, daß innerhalb der Ausstellung in Tel-Awiw ein ständiger Pavillon für Musterkollektionen österreichischer Waren eingerichtet werde. Im Namen der Leitung erklärte Ing. Braver mann, daß sich dieser Gedanke, vorausgesetzt, daß die Waren öfters gewechselt werden, sicherlich mit Erfolg verwirklichen ließe. Ier Zillertaler Aua und die abgebauten Peosessaren. Im Ausschuß für soziale Verwaltung, wo die Sozialdemokraten die Novelle zum Arbeitslosenversicherungsgesetz unentwegt obstruieren, kam es gestern zu einer lebhaften Auseinandersetzung zwischen den Obstruktionsrednern und dem christlichsozialen Abgeordneten N i e d r i st. Niedrist machte den Zwischenruf: „E i n Z i l l e r t a l e r B u a, der lesen und schreiben kann und über 14 Jahre alt ist, findet sein Brot; der geht nach Australien oder nach Klondyke, aber Beamte, Doktoren oder Professoren, die abgebaut werden, finden kein Brot!" Die Sozialdemokraten fielen mm über Niedrift hrr, der weiter behauptetedaß jeder, der arbeiten wolle, auch Arbeit finde. Dr. Bauet meinte, nun sei ad oculos demonstriert, daß bei uns Industrie- und Wirtschaftspolitik von Leuten gemacht werde, die ein Industriegebiet noch nie gesehen haben. W i e n, 8. Juli. * Das Wetter. Das sommerliche Schönwetter hat in Wien auch gestern angehalten. Die Voraussage lautet: Vorwiegsnd heiter, warm, lokale Gewitter. * Sterbefgll. Vorgestern früh ist hier der Ledevivare»> fabrikant, Herr. Oskar F i ch m a n n, nach kurzem Leiden verschiedest. In ihm verliert unser Mitarbeiter Herr Emil Fichmann seinen Vater. Das Leichenbegängnis findet heute um 10 Uhr vormittags vom Zentralfriedhof (3. Tor) aus statt. * Riefenschmuckdiebstahl in Karlsbad. Sonntag wurde in Karlsbad der Fesdmarschalleutnantswitwe A n t o n i n o aus Wien eine Handtasche gestohlen, in der sich Juwelen im Gesamtwerte von 16.000 Schilling befanden. * Ein falscher Polizeikommissär. Von der Polizei wurde gestern der wegen Betruges vorbestrafte Privatbeamte Karl Uhr mann, Laxenburgerstraße 90 wohnhaft, verhaftet, weil er sich wiederholt als Polizeikommissär oder Amtsarzt ausgab und so die unglaublichsten Betrügereien ausführte. Den Chauffeur Ludwig Franz, den er zu einer dienstlichen Fahrt aufnahm, prellte er um 30 Schilling, und den Gastwirt Johann Cz e r n o ch, dein er ich als Polizeikommissär Dr. Ul l mann vorstellte» ebenfalls nm einen größeren Geldbetrag. Uhrmaun hat auf bett Namen von Funktionären der Wiener Polizeidirektion verschiedenen Leuten eldbeträge entlockt. Im Vorjahre hat er sich au einen kroatischen Auswanderer herangemacht und ihm als Polizeikommissär 200 Lire, die er als gefälscht bezeichnet hatte, konfisziert. Ein anderes Mal hat er einen Zug aufgchalten, um nach Einbrechern zu 'uchen. Uhrinann wird dem Landesgericht cingcfiefert. * Die deutsrhnationalen Juden haben ein Plakat affichieren lassen, das angeblich, die Juden, in Wirklichkeit aber die Hakenkreuzler gegen die Palästinafonds mobil machen will. Das Gesudel ist keiner Besprechccng wert, es sei denn, die deutschnationalen Juden Hornik und Rosenzweig (der letztere ist Bundesangestellter in der Breitenseer Kavalleriekäserne) würden sich in einer öffentlichen Versammlung [teilen. Es sei hier nur vermerkt, daß diese Juden, die, ihrem Namen nach zu schließen, nicht aus dem Teutobicrger Walde stammen, sich unterstehen, gegen „Ostjuden und andere Fremde" zn hetzen. * Das Jüdische Museum, Wien, 2. Bez., Malzgasse 16, ist Ur den öffentlichen Besuch ab 11. Juli bis 15. September gechlossen. Fremde, die gelegentlich ihre: Anwesenheit in Wien )as Museum besichtigen wollen, mögen sich während dieser Zeit an den Hauswart wenden. f Arbejtskiihilckeit im Aster sichern Sie sich dnrch Vorbeugung der Arterienverkalkung. Ein ärzlich erprobtes und empfohlenes Mittel dazu ist Radiosklcrin, welches die.Blutzirkulation in den Schlagrmd Prclsadern fördert, das Blut verdürmt, die Adern elastisch macht und dadurch den Kalkablagerungeu und astefl dgmit zusammenhängenden Alterserscheinungeu vorbeugt, bezw. die geistige stnd körperliche Arbeitsfähigkeit aussrischt und erhalt. Die frei verkäuflichen, radiumhastigen Radiosrlerin-Tabletten sind auch als Linderungsnikttel bewährt und ervrM. Hauptdepot: Apotheke Bayer, Wien, 1. Bez., Wollzeile 13. E Reisebureau der Hamburg-Amerika-Linie. Verkauf von Schiffs-, Eisenpahist stnd Schlafivagenkarlen für In- und Ausland, Flstgschejne. AOkslstsje über Hotels, fachmännische Vcrantaltungen von Gesellschafts, und Vereinsfahrten. Geldwechsel. Bureaustnnden unuicterbrochen von 9 bis 5 Uhr rcnchmittags (Samstag von 9 hiS 2 Uhr). Wien 1. Bez., Kürntnerstraßs 38.

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