Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2644 (4.7.1926)
- Date
- 1926-07-04
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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» ü mm, kWkV llfl i>m E M. » «Mü i» der ^W>W EMO^^RW DtzMM ^8WR48M»D>MMM mmm V%l|U|W^Wvll Wl «vlljlll 811 VlviPuf DttHMMiiAl-Paffinger ist» soweit es sich um die ._u»d Zerstückelung feiner Fmu handelt» durch SGefkLniMrS des Täters restlos aufgeklärt. Bezüglich deS r^chwkM-enS der unehelichen Lochter VeS MMPaMnger, der im Jänner 1W6 in Dien geborenen zhkwoRne Äpießlechner» werden noch eingehende Er- -Wnugen gepflogen. Sie hat ihren Vater erst i m I a h r e rSÄ kennen gelernt und auf feine Vermittlung erhielt sie einen Posten als Hausgehilfin Sei der Fleischhauerin Anna Jarolimet in der Märzstraße, wv sie bis zum Februar 1935 blieb. Dann zog ste zum Vater, Ser damals in der PazManitengasft 14 wohnte» zu einer Zeit, wo die ernwrdete Marie Wimpassinger eine einmonatige Kerterstr»fe abzuSühen hatte. Dann trat fie in den D-kch der Privaten ftiu# in der Motzen Mattgaste, van m fie nach dtti Wochen am Abend des 27. März 1938 fpnrloS verschwand. Sie hatte sich gut angMeSet aus der Wohnung entifttnt. Die StzAßkechner soll sich des öfteren geäußert haben, daß ste das Leben nicht freue. Cs haben sich Zeugen gemeldet, die angaben, die Ermordete hätte ihrem Gatten wiederholt zugernfen, er sei ein Mörder und sie weide ihn in das Kriminal bringen. Dimpafstnger erklärte auch gestern entschieden, er habe seiner Tochter nichts zu Leide getan und wisse von den Beweggründen ihres Verschwindens nichts. In der Wohnung in der Volkertstraße wurden u. a. auch zehn Ringe und verschiedene miuderwertige Schmucksachen gefunden. Die Fleischhaueriu Jarolimek hat auf der Polizei, wo die Schmucksachen ausgebreitet lagen, gewisse Gtüae' davon als Eigyilnm der Vermißten agnosziert. Der Mörder sowie auch fein älterer Sohn erklaren mit Bestimmtheit, daß keiner der Gegenstände aus dem Besitz der Spichlechner stammt. Wimpassinger erklärt den Besitz dieser Pretiosen damit, daß seine Frau sie vott den Unterrnieterinnen an Zahlungsstatt oder als Pfand, das nicht ausgelöst wurde, erhalten hat. Die Erhebungen werden fort gefetzt. * SLSSl.! i e n, 4. Juli. ÄttKWtt »MmttiSE. Wir sW.au das autiseMi- Me Schkagwvrk gewöhxrt. Cs kehrt in uuMtgen Variationen wieder. Seine Dechchter huldigen dem altechrobten Grfa-rungssatz: Andaciter calummare, sernper aliquid hattet (unentwegt verlemuden, stets bleibt was häriAm). ES muß nicht immer -so Mt hetaas heißen: Kr «W ist schuld^, Man kann ja, wenn man gute aMematische Schule hat, dieses ,Jud'" goschickl uWchen. Dwflr Art des verkappten Antisemitismus kann man ^. ^O^^3,beaegnen, zumat ste eventuell yuf die Gefolg- Mft btt JMM sM nicht m veytchten braucht. Es fei hier solcher tzaS bttiMt. In Deutschland wurde vor einiger Zeit Ä^?ch^^Wer-^rba^ gegründet, der sich, zum Ml« gösttzt hat, <ckle Besitzer von Borlrxegsnoten der Reichsbank zu um eine Aufwertung ihres Gelbes durchzusetzen. Die » dwser AElegenheit soll uns hier nicht weiter 'beschäft^en^G^en «inen kleinen Beitrag kann man Mitglied dieses werden, der Briefe an seine Mitglieder und naren) für i« tausend Ma^. sichergestellt. Die M a^Äf&ÄeÄ.6| jtn L$ f ft nshuxtbert ReNktien der Reichsbank über J Großkapitals (Menbekst * 'mvtv?—'aDemgegenüber muß der Besitzer e,Ner Ta« sendmat knote noch imittet mr> betteln!" (Die Unterstreichungen enKrechen dein «ns vorliegenden Original.) Man fleht, wohin Düs Gvoßkavitandas jüdische, hat M M,'diesen Worten an der beUtMn Inflation bereichert. G» LhM«x«Ntar ist füst überflüffig. Reben Rothschild und Es in Deutschland gute arische Groß- und Aj^MrotzramraMeN. Zu den durch m Mattentwertung GesMAE/l gchor«r stbr viele. Juden in Polen, denen die deutsche LMatwN Kr« Mark zurückgolassen Hütte. Diese mögen sich hüben» Jftpi _ ReiHsbankglaÜbiaex-VerbaNd bsizutveten. ujä ...Vegen. Gestern dorimttags sah es hoffmmgSdvu^, aüs. .MaMssHtittÜrel Md Söttttettscheiri gäbest neuen Mut. Aon Mstch am Rachrruttag M« wichtt Rögen ein, der ****** nur.HM-kurzer Dauer War) gegen 6 Uhr sedoch ging ein lÄSfiil'i *ܧder, Me. Donau ist S*«UiEt,,d0ß der beMmte jranzösstche Psychophyt EmileHu'e" I« ÄÄlf&WÄ UZ?Ur9er,Äfe‘Ii8ct^Ä^^ljchEr und der lljahrjg» Bürgerschüler ch Di« Suche nach den Jungen, die ,ch vielteichk am Lattve Herumtreiben. H eingMtej, * JubÄare der Ehe. In Vertretung des Burgermsiisters Erreichte,gestern mpt-Krender Stadtrat. Richter bem Che- ^rr LMmg uG Ros« Neufeld anläßM ihrer goldenen Hochjettsfeier dre Ehtsstgabö her Gemeinde Men. ° * bMW hat scheinet Gaste*« nachmittags fand im kachaus di>e Trauung des StadtratöS Hugo Bretttt«r mit irniengasse g, verübtsn Einbruch, Ai dem Leder im Werte von 1700 Schilling gestohlen wurde, begangen, «t haben, di- Hj-llf-- xrlberter Josef Kadaretz. Josef Gebest«, Heknvich Znck lud Felix Hyka.verhaftet. Unter dem Bewacht dar Hehlerei ourde tue Küchatina Barten Verhaftet. Einige Loderfachen ourden zustandegebracht, die ans der Deute ftanmrten. Die Barten tat auch nüch Art der Ringwevfer an einer HMaribertevin einen Setwg begangen Und ihr dadurch 00 GchxMftg herausgelockt. SäiMicke Perfortkn wurden dem LandMerichi «ingsliefert. %nS5^« in„ Ottakrina.Jn derNachtzum S. d. ist Zkätr y ’ÄÄ k »ettt Bettgeher, LudwigH arger, mit dem er am Abend vorher em«n Streit hatte, imAwrtwechssl durch einen Messerstich in den Oberarm und einen Messerstich in den Bauch ledensMShrlich versetzt worden. Der Täter wurde noch in der aleichen Rächt deryafttt. Heimert ist im Lause des geMgen Nachmittags gestorben, pargner wurde dem Landesgerichte wegen Totschlages eingeliesert. * Der SW« der ^yrochesenatzheittr beendet. Nach zweifchan den Arbeitern und Unternehmern Reilertdott im Hinblick darauf, daß die Bahnverwaltrlng für Mse aepäck mit mit bem für ein Kilogramm jetveilS festgesetzten Höchstbetraa haftet, besonders aufmerksam gemacht. * Bereiniachuug der Eiureichttüg der kschechoslawakischkn gegenzukommen, verfilgt, daß die Einreichntw der Päffe zur Bisa vesorguttg. ununterbrochen in der Zeit van 1 Uhr früh bis 7 Uhr abends erfolgen kann. Die Pätzausgabe erfaßt in der Regel täglich von halb 8 bis halb 2 Uhr uitb von 4 Uhr nachmittags bxS * Eine Filiale deS Dorotheums im 8. Bezirk. Am 1. Angust d. I. eröffnet das Dorotheunx eine neue große Zweiganstalt im S. Bezirk, Bacherplatz 5, welche in einer vor kurzen! zu diesem Zwecks erworbenen Fabriksrealität nach erfolgtem Umbau. uNterasbracht ist. Bei der Umgestaltung des Hauses wurde ein vollständig nettes und modernes System, das bei großer PersoNalnnd Raumersparnis die rascheste Abfertigung der Darlehensnehmer iM PfaNdgeschäste ermöglicht, angeweildet. Diese Anstalt wird einem dringenden Bedürfnis der Bevölkerung des fünften und der angrenzenden Gemeindebezirke in der Welse äbhelfen, daß'dort nicht nur das PreiioseNbelehNNngs- und Spareinlagengeschäft betrieben, sondern auch die Belehnung vott Gebrauchsgegenständen jeder Art erfolgen wird. Weiters kann jetzt schon xmtgeteilt werden, daß es dem Dorotheum gelungen ist. mit der GeMeirtde Wien eine Bereinbarung dahin zu treffen, daß ne dem DoröchSuM ein Grlurdstitck auf der Schmelz im 16. Äez., Schanzstraße, nächst der Hüttoldorfetsttaße, im Tauschwege zur Errichtung einer großen Zweiganstalt überlassen bat.. Bei den! Neubau, der iR Herbst begonnen wird, werden alle ErsühtüMeN des Dorö- §euM8 verwertet werben, um diese Filiale in betriebstechnische inficht modernst auszugestülten. 9Ü Ärschwerdrti schivLrllen Fälle», sowie Frostbeule«, VewächsmW «chwitlenltilvttim werdtii uiltte dgk-uii« ln der seit 30 Jahren mit den modelnstm niisemitteln eingerichictrii orthopädischen Men- und Schuhanställ Ändeea- Rti«. tt Bezirk- Maria- ■ ,. LilferstEe 1«8, behoben. Di'ste Spejiallst arbeilet sür gesunde Füße nicht. wöchigem flaw^tn St« ö. Bkzm. die bskanmlich die Ürregslnvaliden beMrt, würden «ÜE« ÄereltcharüstgEü tttielt, so baß von morgen sto in allen Bezirken die Arbeit wieder mpgenommen wird. * Festbeleuchünm des ^uchtbrunnens. Anläßlich der in-terlationalen Sportwoche wird der Lenchthrunnen auf dem vchwa^nhrvgplatz am Moirtag und Donnerstag von l bis 9 Uhr abends festlich HÄeuchA werden. Die ssssartsdfcjrsa.^, ä ^verbilligt worden. Durch die Perfich EisMtyAg' rverdW Lik ... „.samte jsen all auch für * Ein Schachturnier in der Slowakei. In Bad Bartfeld in der Slowakei findet in der Zeit vom 17. bis 30. d. ein Schachturnier mit zwölf Teilnehmern statt. Anmeldungen nimmt bis 13. d« Dr. Zoltan Becsey, Prag 2., Herrngasse 12-3, entgegen. Dre Teilnehmer erhalten während des Turniers volle Pension für 30 tschech. I. pro Tag. . , * Das Warenhaus Brüder Schiffmann hat eine zweite Jern-sprechstelle eingeleitet. Die Anrufe lauten: ChefzimMtt UNd Lager: Tel. 47-1-79; Buchhaltung: Tel. 43-4-08. * Konflikt zwischen dem rumänischen Premier und den Journalisten. Die Berichterstatter der rumänischen Kammer beschlössen, die Namen der Mehrheitsredner und der Minister in ihren Berichten zu boykottieren uitb nicht in den Berichten zu nennen, da aus Anordnung des Genec.ils A v e r e s c u den Berichterstattern der Zutritt zu den Couloirs streng Verboten worden ist. Alle Berichterstatter der rrrmänischen Blätter werden bis auf weiteres die Redner der Mohrheitsparteken Nicht mehr erwähnen. *,Abenteuer des „Joint"-De!egierten in Grodno. Ans Warfchätl wird' uns berichtet: Letzten Montag kam der Vertreter des Ameeritan Joint Distribution Committee iind Mitglied des jüdischen Waifennnterftützungsverbandes in Polen, L. Neustadt, in Bealeitung mehrerer Herren zrtr Inspizierung des jüdifchen WaisenyanfeS und der Sommerkolonie für schivachliche Kinder nach Grodno. H^rr Neustadt stieg im Hotel „Handlowy" ab, wo er derschriftsmäßig setneil Paß hinterlegte. Eine Stunde später erschien Polizei im Hotel und erklärte Mr. Neustadt für verhaftet. Ans der Polizeiwurde ihm mitgeteilt, daß er schon seit längerer Zeit steckbriefuckverfolgt werde, er sei jener Leib Neustadt, der vor mehreren Monaten durch seine räuberischen Ueberfälle die Pose n er Ge g e n d unsicher machte. Mr. Nenftadt wurde trotz seiner Proteste, nachdem er photographiert, daktyloskopiert xisw. worden War,-in den Arrest abgeführt. In der Stadt machte der Mißgriff der Polizei nngehcures Äuffchen, und es gelang schließlich, Mister Nexlstaot äiis seiner peinlichen Lage zu befreien. * Sin gefährliches Schuhputzmittel. In der jüngsten Num n o G t l b e r s ch u y e, -da« in Boston, xn den Bereinigten Staart, hergestellt wird. Weder auf dem Karton, in dem die Flasche vechackt ist, noch in der beigegebenen GebrauchsaMveisung wird aus das Gift dieses Piltzmittels anfmerksaln gemacht. Die Flüssigkeit hat den süßlich-bttxtten Geruch von bitteren Mattdeln ttnd enthält ziemlich viel Zyankali. Da eine Flasche 35 Gramm enthält, sind in ihr etwa 0,25 Gramm Zyankali enthalten, eine Menge, die wohl genügt, mehrere Melrschen ums Leben zu bringen. Es besteht die Einatnrungsmöglichkeit der Blausäure, die Beschmutzung der Finger, das Eindringen in Hailtwunden beim Tragen der Schuhe sowie an den Händert beim Reinigetr der Schuhe. Dr. Ullmann fordert, daß die Einführung dieses giftigen Bntzmittels sofort verboten, daß die voryaxldenen Bestände beschlagnahmt und das Publikum eiltsprechend aufgeklärt werde. , * Kongreß des zionistischen Landesverbandes in Jugö, flawlsN. Die Exekutive des jiiaoslawtschen zivNistischsn Landesverbandts hat beschlössen, den JayreskoxMetz im Oltob-e^r ab- * Zionistisches Lanveskomttee für Oesterreich. Partei, stener, Vll. Aueweie. Dr. Josef Auerbach. Dr. Joachim Auerbach. Adolf Böhm. S. Branntweiner. Oberrabbtner Dr. H. P. ChajeS, Walter Fischt. Josef Hutterer, Sal. Körner. Dr. Max Kiews. Sam. Metzger, Dr. David Taubes, Bezirksrat I. H. Waltuch. Heinrich Weiß. Ew. Wttthsimer, durch Zionistische Bezirkssektion Landstraße i Johanna Birsen. Ing. Viktor Gehler. Max Kohtt. durch Zionistische BSzlrtSsektion lX r Betty Sußmann. Julie Lewinsohn. Mole» Weiner, Revekk Weiner, Heinrich Keßler, Maria Horowitz. Dr. Max Körner, durch ^Theodor Herzl" r Adolf Deutsch, Adolf Engel, Eduard Erber, Bernhard HanSnrr, Benzion Paßweg. Philipp Tropvet, Josef SoSzezyn, durch »Bar-Kochba" r Setdmann, Boxer, Pahmer, Täufer, Nevmann, Ing. Weinberger, Wieselberg. * »Mjaih Sepher". Soeben erschien das erste Hest des dritten Jahrganges der von >der Nationaluitb Universitätsbibliothek Jerusalem yerausgegobenen biWoqrapihrschen Bierteljahrsschrifr ,-Kirjcrth Sepher". Das neue Heft enthält ^diesmal eine besonders reiche biblivgraphllsche Abteilung, in welcher 486 neue Bücher ans dem Gebiete -der Judaistik und Palästinadrucke verzeichnet styd. Insbesondere sind neue, in Rußland erschienene Bücher ausgenoniMen wowdön. Außerdem enthält das Heft einen Artikel vo,x Michael Wilenski über grammatikalische Merke des Abraham Jbn Gsra und mchrere Bemerkungen. AboNnenrentspreis 10 S. Adresse: Krrjaih, Sepher", Jerusalem, Meah Schoarim, P. O. B. 36. Bunte Welt. Die opportunistische Spieluhr. Im Spaski-Turm de- Moskauer Kremls befindet sich eine Spieluhr, die von Peter Antonius S o l a r i u s im Jahre 1491 in Mailand konstruiert wor-- hen ist. Im Jahre 1628 würbe die Uhr von dem Holländer Clarius Fremus umgäbaut. Peter der Große sah die Uhr in Mailäxtb itkid erwarb sie sür Rußland. Die Uhr spielte damals holländische Volkslieder. Im 18. Jahchundert mußte die Uhr von deutschen Meistern repariert werden. Die Uhr spielte seiDem das Liedchen „O du lieber A u g u st i n". Zur Zeit der Negierung des Zaren Nikolaus des Ersten wurde die Uhr so geändert, daß sie einen russischen Militärmarsch spielen konnte, während Alexander der Zweite die Uhr zum Spielen eines geistlichen Liedes einrichten ließ. Während der Revolution schtvieg die Spieluhr und erst jetzt ist sie wieder so unrgearbeitet worden, daß sie die Internationale zilM Losten gibt. Welches Lied wird nun im Repertoire dieser Uhr folgen? Die AVgeordneteuschadel sollen vermessen werden. Moderne Arbeitgeber suchen'unter den zahllosen Arbeitskräften, die sich anbieten, mit Hilfe der Graphologie, der Physiognomik unö anderer jungen Wissenschaften, die geeignetsten Bewerber aus; warum füll man dort, wo es auf Intelligenz besonders ankommen sollte, nämlich in den Parlamenten, dieser ErungeNschaften entraien? Bahnbrechexrd für die Hebung des parlamentarischen Niveaus wirkt Amerika, wo dem Senat und dem Repräsentantenhaus soeben zwei Entschließungen zugegangen sind, in denen verlangt wjrd, daß „jeder Volksvertreter eine wissenschaftliche Prüfung seiäer Kopfbildung" durchmachen foll. Das „Hirn des Kongresses" soll auf diese Weife graphisch „erfaßt" werden, damit die Bevölkerxmg die Schwierigkeiten des parlamentarischen Betriebes besser würdigen lerne. Wenn dieses Gesetz angenommen worden sollte, wer-« den sich also die Abgeordneten künftig einer eingehenden phrenologischext und psychologischen Begutachtung zu mxterwerfen haben. Ihr gesamtes geistiges Gepäck, das sie in ihrem Kopf tragen, wird aus den Linien urrd Bildungen erkannt und dokumentarisch ftstgehalten werden. Die Befürtvorter des Gesetzes erhoffen von dieser Neuerung, daß die „graphische Darstellung des Parlamentshftnes" allen Kritikern endgültig das Wasser abgraor'n wedre. Oder wird vielleicht das Gegenteil der.Fall sein? Ein alter Hochstaplertrick. Zwei internationale Hochstapler' haben in München einen Fabrikanten aus Chikago, der - nritseiner Frau eine Europareise machte, um 6000 Dollar und Schmncksachen im Werte von 1700 Dollar geprellt, und zwar durch einen Trick, xnit dem sie trotz seiner Plxrmpheit auch in Berlin und- Hamburg bereits Erfolg hatten. Der eine von ihnen freundete sichbei einer Fremdellrundfahrt mit dem amerikanischen Ehepaar gn^ Bei einem Spaziergang machten sie dann die Bekanntschaft eixve^ würdigen älteren Herrn. Dieser hätte, vor den Dreien einherwcm-- delnd, einen Beutel verloren, der hilfsbereite Schwindler haste'' ihn aufgehoben und dem Verlierer zurückgegoben. Offenbar &=* rührt von dieser Ehrlichkeit lud der alte Herr alle drei in st« Weinhaus ein und versprach hier sür die Armen aus einer Millionenerbschaft, die er gemacht habe, mehtere tausend Dollar zu stiften.. Zum Beweise des beiderseitigen Vertrauens schlug er dem Chi-, kagoer Fremden vor, ste wollten ihre Wertsachen auf kurze Zeit austaufchen. Der Mann aus dem Wchen ging, wohl unter dev Einwirkung des ungewohnten Alkohols, tatsächlich zur Bank, hob dort sein Depotfamt seinen Schmucksachen ab und übergab beides denx edlen Spender, der ihm dafür einen Handkoffer mit der Millionenerbschaft anshändigte. Auch der chrliche Finder gab feine; Wertsachen her. Bald darauf verschwanden die beiden Gauner uu-1 auffällig nacheinander. Dcr-Handkoffer war vollständig leer. Was eilt das Volk, warum drängt alles in das Haus 9. Bezirk. Porzellangasse 62? Die langersehnten Uvlaubstage, die adezest sind gekommen und die Lextte suchen das bvstrenommiertsr peztalhaus für WirAvaren „Zum Löwen" auf, um dort ihren' Bedarf in Badekoftümen, Schwimmhofen, Sweaters. Westen, BadehaUben und allerlei Wirk- und WolVvare» zu decken. Da man beim ,Löwen" nur erstklassige Qualitätswaren zu fabelhaftbilligen Preisen erhält, bleibt jeder, der dort einmal kauft, ständig Kuxwe. VereinSmitglteder erhalte« Sonderrabatt. LissianÄY-Schnhe, Sommer-RSumungAverkauf: Braun? evreau, Spangm und Paviser, framöstsche Mätze 17.60 S., Kqttw-Crab». 44^-4^^.Sstmk. *