Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2641 (1.7.1926)
- Date
- 1926-07-01
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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£Hfe 4 Meri, Donnerstag Wiener Mor^enzeitunn 1. Kaki 1926 Nr. 2841 Versichert Eure Wohnungen gegen Feuer und Einbruchdiebstahl nur bei der fe;ilisiig$3lleiiuii9ilesf(erei)»3jeiii8tl)ceSiL Wien, 1. Bez., Kärntnerstraße 28 Telephon 77-4-85 Telephon 77-4-86 Versichert Eure Wohnungen gegen Feuer und Einbruchdiebstahl nur bei der Wien, /. Bez., Kärninerstraße 28 Telephon 77-4-85 Telephon 77-4-86 Oestenoidi Katastrophaler Unfall eines Polnischen Regimentes. 4ö Tote, 30 Schwerverletzte. Warschau, -'>0. x>.tni. Die polnische Armee ist heule nachmittag dun einem scchoerei, Massennnglück belrossen worden. Bei einer U:enng des 15. Infanterieregimentes in Iowore 1 bei Kotvel .rplodierete plötzlich ein 18 Zentimeter Anilleriegeschoß, Suir feit dem Aöelckrieg in der Erde gesteckt war. -t 5 Mann der Koinpagui: nennden. ans der 2t:lle .:o r 5 : c t, darunter I Ossizier. 3 0 eOkann wurden scheuer v e r.' e tz L darunter 1 T'sizier. der >a!d daraus i:u Spinal seinen Verietzunacn erlag. Weitere 11 Mann der Kompaanie wurden leicht verletz:. RsZosip läßt sich scheiden. Er wird der Schwager des Mörders Dr. Froreich. Wie nu« au-7 Budape st gemeldet wird, läßt sich der ehemalige Polizeiches N a d o s s y, der sich wegen seiner Beteilig u n g a n der F r a n k e n f ä l s ch u n g s a f s ä r e c erteil im Gefängnis befindet, von seiner Frau scheiden. Er bat die Absicht, die ebenfalls g e t ch i e d e n e F r a u V u k, mit der er seit längerer Zeit befreundet ist, zu beiraten. Frau Buk ist eine geborene Egedb und eine Schwägerin des wegen der Ermordung seines Schwiegervaters vor kurrem vernrle lten Doktor Frorei ch. Somit wird der einstige Polizcigewaltige N a d o s s y der Schwager emes cktzörders . . . , Lulns Freund. Harcmsfrmden in Budapest. Budapest, 30. Juni. Das Mitglied des ehemaligen rürkiataisorhauü's, Prinz A b d u l K a d i r, dessen Liedes-, Ebennnd Ohrfeigenasfären in Budapest schon wiederholt von sich rcik'it mochten, hotte gestern abermals ein peinliches Erle, Neben seiner legitimen türkischen Gattin, die dem Prinzen vor einigen Monaten mit dem Sekretär durchgebrannt war, aber mittlerweile wieder zu Abd ul Kadir zurückackehrt ist. hat der kaiserliche Prinz in Budapest mach eine zweite Haremsdame, die aus den Namen Lu lu hört und nicht ans der fernen Türkei, sondern aus Budapest stammt. Lnln leistete sich gestern in der Wohnung des Prinzen eine Ertratour, indem sie einen stiitgen Universttälshörer zu fichindie W o h n u n g n a h nr tind mir ihm nicht weniger als sechs Flaschen Ehampaaner leerte. Prinz Add ul Kadir überraschte seine Favoritin im zärtlichen Tete-a-lete un) wollte den Studenten zur Tür hinausbefördern. Der Student erwies sich jedoch als der Stärkere, rockte den rüriYcfcn Prinzen und warf ihn die Stiege hinunter. Prinz Abd ul Kadir lief zur Polizei und erstattete die Anzeige gegen den Störer seines öaremsfriedens wegen schwerer körperlicher Beschädigung, die ihm durch den Polizeiarzt attestiert wurde. Ein grausiger Fun Unter eer Re.cbsarücke ans einem Gcslmse zwischen dem ersten nur zweiten Brückenpfeiler würbe gestern nachmittags ein grausiger Fund gemacht, der ans ein gräßliches Vervrec'oen schlieszen läßp AlS mn 3 iu>v nachmittags der Perionendampser „Prob" per Donau Dampfschiffahrtsgesettsrbasi stromabwärts tenmienp die Brücke passierte, entdeckte de: Kapitän des Schisses beim Nieser lassen des Rauchs.anges an der bm.eichu.'ten Stelle ein nacktes m e n j ch. l i ch e s Bein. Ans das Aviw des Kapitäns wurde die Sicherh e:: s w a eb e nn? dann die Fenerinebr verstliuviai, die «den Fund einhoite. Es wurde festgrstellt. das; es sich um das linke Bein, Oberschenkel, llnterschenkZ und Fnsz einer F. nnensperjon mit deren Alters handle. Der Dderscheuke! war nn oberen Drille! anscheinend glatt mit einem iehr scharfen Instnunenl von, s\- ö r p r ab ge trennt oder ab g e sä gi worden. Aus den, Beine war in den Schnittflächen noch g a n z frisch e s B! n . wahrznnchmeii, so dasz die Vermutung besieh!, das, das Bein erst vor kurzer Zeit vom Mörpe.r, der noch gelebt habe» muh, abgeerenni worben ist. Die Schnittfläche selbst war in ein d.sek:es dunkelarancs Kinderjäckchen gehüllt. '.'loch Professor Bader da vom gerichtlichen .neviz'niicheir Institut gab sein Gutachten dahin ab, dasz die Abtrennung vom lebenden Körper munnaszlich u o ch i m L a u s e de s a e st r i a e n Tages erfolg: war. Der Täter muß das Berbrühen erst gestern vollbracht und d:e Frechhei: besessen Heven, gen Leichenioil, der noch warm gewesen sein dürste, am htliichtcn Tape von dein Geländer der Reichsbrücke hinabznmerjen. Aach dem bisherigen Sachverhalte schein: cs sich zweifellos uni einen M o r d zo. handeln mii nachträglicher Zerstückelung der Leiche. Die Erhckonnaen werden mit den, größten Nachdruck wrigesühn. Die Polizei ersucht Z,engen, die bedenklsthen Posiamen aus der Reichsariicke eomerk: haben, mn ziveckdicnttche Anacwen. Ne Lorgllnge bekm Mener KonwWrrcm. Die Einleger fordern stürmisch ihr Geld. Die Situo.tion des Wiener Konsumvereins bat in den Ici.uou zwei Tagen eine bedenrende B e r s ch ä r s n n g erfahren, da die finanzielle Lage des ttniernehinens nie, ungünstiger ist, als ursprünglich angeitoutiuen wurde. Die En tlassnng von Angestellten hat die Erregung gesteigert. Die Lädeti werden von Verlust tnismäßig wenig Lentert ausgesncht, da die .Knuden sich in der letzten Zeit verlaufen haben. Die öffentliche Diskussion über die Schmierigleiten des .Konsumvereins hatte zur Folge, daß die Mitglieder, welche ihre Einlagen dein Be reine zur Berfügnng gestellt haben, dieselben nunmehr stürmisch znrüccfordern. Die großen Abhebungen erschweren selbstverständlich die Situation des Utttcruehnicus. Die Einleger oetommen vorlänfig nur bis zu 50 Schilling ausbezahtt. Ae? Biktorka-Randal in Rndapeft. Tie Regierung hat 100 Milliarden in den Konzern gesteckt. Budapest, 30. Juni. Die Affäre des Viktoria-Konzernsi kam heule auch im 33er Ausschitß der Nationalversammlung I zur Sprache. Abg. Rupert beschuldigte in diesem Zusammenhang die Regierung der u n g e t r e u e n l'ö eb a r u n g nt i t Staatsgeldern. Tie 200 Milliarden, die die Regierung in die geplante Sanierung des Viktoria- Konzerns lüneingesteckr hat, hätten besser zur Tilgung anderer Verpflichtungen des Staates verwendet werden sollen. Ftnauzuttnister B u d, der an der Sitzung des Ausschusses teilnahm, erwiderte, die Regierung habe beim Zui fammenbrnch des Viktoria-Mühlenkonzcrns nur 24 Stunden j Zeit gehabt, um einen zur Verteidigung des ungarischen Kredites notwendigen Beschluß zu fassen. Nebrigens habe derF Staat für die Sanierung des Mühlenkonzerns nur 100 M i 1liar d c n zur Verfügung gestellt, die restlichen 100 Milliarden habe die Privatwirtschaft aufgebracht. Aus P e; e m y s l wird ums geschrieben: Der aus dem Steiger-Prozeß bekannte Rechtsanwalt Tr. Leib Landau begib: sich Ende dieses Monats nach Berlin, um bei dem B a r nt a t H-P r o.z e ß als Verteidiger zu fungieren. Grgtzer Brand in Klagenfnrt. 300.000 Schilling Schaden. Kiagenfurt, 30. 3uni. Gestern abends brach im Magazin der Landwirtschaftlichen Genossenschaft ein Brand uns, der das 130 Meter lange Gebäude eiuäscherte. Es verbrannten groge Mengen Heu und Getreide und mehrere hundert landwirtschaftliche Maschinen. Die Feuerwehren von Klagensurt und den Gemeinden der Umgbnng hatten alle Mühe, das angrenzende Acagazctl der S i r i u s - Z ü n dw a r e n A.-li)., in ioelcher m e hrere hundert .K i st e n Z ü n d w n r e n lagerten, sowie Baracken mit Benzins a s s e r n ttnd Stallungen, in denen Pferde, Rinder und Kleintic": untergebrachr find, vor denl Uebergreifen des stfeners zu schützen. Der Schaden wird aus 300.000 2 ch i ll i n g geschätzt. Große Mawersationen Sei Der Mardnrger Jparreße. Anläßlich der Un'ersnchnng der Gebarung der M a rburger Sparkasse tvnrden wettere große P'cißstände aufgedeckt. Der Direktor hat Darlehen bis 1 Millionen z insenf r e i und nur gegen eine V i e r t e 1 d e ck n n g geioährt. wobei die Tarleyeitsnehtner in Konkurs gegangen sind. Untergeordnete Drgane der Sparkasse hoben ans eigene Faust ebenfalls ungedeckte Darlehen gelvährt. Es tvnrden auch Fndnstriebeteilignngen von der Sparkasse, n. a. an einer Druckerei um 3 Nllitlionen Dinar, gekauft, ohne daß die Berechtigung hiezu vorlaa. Die Vorgänge ziehen innner weitere Kreise. W i e n, 1. Znu. -- Nekrolog. Heute teilt ihre Todeserklärung urkundlich in Kraft. Am i. Fuli verschtviud.n die österreichische Krone endgültig aus dem Verkehr und aus den kaufmännischen Büchern. Einst war sie, die Krone, «vertooll und Vertraueustvürdig, geriet aber langsanr ins Schwanken. Ter österreichische Umsturz begann nicht au dein Tage, an welchem die Kaiserkrone ins Rollen kam, er setzte i» Testerreich richtig mit der» Sturze der Valntakrone ein. Politisch verspätet, war die Inflation in Testerreich damals gleichwohl originell. „A-htria erit in orbe nltinta" tvnrde an de»l öfter reichischeit Zahlmtgsmittel znscha'.tden. Diese österreichische Krone war die erste auf der Welt, die den Totentanz der allgemein heranschleichenden Fnslation begatt». Sie kümmerte sich tticht um Exposes unb Stützuirgsaktiotteu, um zertrümmerte Nerven und Fensterscheiben. Es tarn die cklevolntion der Nnllen. Die Zahlen tvnrden irrationell und neben Dollar und Franken lautete die Devise: Nicht-Zahleu! Da begarm die Sanierung. Dieser witrde am Abschluß als Krone der Schilliitg aufgesetzt. Schilling optls eoronat! Der Ilebergang von der Krone znm Schilling glich in Testerreich einem staltdgerichtlichen Verfahren. Wie Deserteui'c im Krieg Ivuilcu die Kronenutassen dezimiert. Eitt trauriges Gericht! Doch der österreichische Währuugslegitimisntus: „Krone ist Krone" blieb itvch lange in Kraft. Bis der Schilling die Krone aus dem breite» Strvnt des tvirischaftlichen Verkehres vertrieb. Ein ktriner Schalter bei der Nativnalbank tourde ihre letzte Ruhestatt. — Nun ist die Neuordnung urkttnolich besiegelt. Hoffentlich findet man mit Schilling mtb Groschen in Testerreich dos Ailsizlonge,' tn. H: Höflich, aber bcftimwtt. In einem großen Haudelshause in einer süddeutsche» Stadt, die vvrznasweise mit Hopsen Handel!, ist e.s natürlich, daß von NMgeus bis atwuds unzählige Reisende versuche», ihre Erzeuglusse au den Bcanu p, bring-.ui. Fu eilten, preßen Handelshause ist es außerdem üblich und natürlich, daß man een Strom der Reisenden gleich beim Betreten des Haujes höflich von der Tür an ampfäugt und geleitet, bis ihre ROssiou hoher lausutanniscln'r Bedeut«,ng im Innern des Hauses or'.edi-gr ist. Au einem der erste» Hovseuhäuser der Stad: in Süddeutschia>id steht also sreundlicl) willkommen heißend an einer nicht allzulleitieu Tür „Hier nur für Hop se ttrc ise u de". Freudig aneehcwielt betritt der sonst andere Behandlung gewohnte Jünger Merkurs das Haus, zehn Stufen führen ib» empor, „gehoben" lüsl er eine Tafel mit eurem dicken, meterlangen Pfeil „Hier nur fitr Hogseurusendc", bic :hu zu einer scharfeit Rechtsschwenkung veranlaßt. Ein Gang, eine neue Treppe uebmeu den Hvhseumaiiu ans. N'achdeu, er aus diese Wei>e zwölf verschiedenen Schildern „Fiir Hoprenreisendc" Gehorsam geleistet bat, sühn ihn. der in nimuiermüde» Eifer durch das ganze Haus gestapft ist, eine „schiefe,, Ebe>:e, sanft geneigt, zu,einer »-'«ceu, aeheiinitisvvllen Tür, an der noch cnuiml, nid» mißzuversteheu, verheißungsvoll autsch rieben fleht: „Hier nur ssür Hopfcnretsendc". Er öffnet'zögernd, daun rafft er sich emf, er reiß! die Tür fast aus den Angeln,'um forsch vor den Chef zu kommen — und ist wiederum auf der Straße, im Freien. * Das Wetter. Die Wetterlage hat sich wieder ercheblich verschlechtert. Gestern regnete es von Mittag an ohne Unterlaß in Strömen. Die Temperatur ist stark gesunken. Die Voraussage lautet: Ostalpen vorwiegend trüb, Niederschläge, Westalpen kühles, unsicheres Wetter. * Die Lebensmüden. Der Friseur Rudolf Schambera hat sich gestern nachts ans unbekannter Ursache erhängt. - Von der Landstraßer Seite des Gasstegcs hat, sich gestern nachts ein zirka ööjähriger, linbekannter, dem Arbeiterstande ailgehörender Mann in den Donankanal gestürzt. Er konnte nur mehr als Leiche geborgen werden. — Der Mjährige Schneider Anton Hrdlicka hat sich gestern nachts in seiner Wohnung erhängt. — Gestern wurde in der Freudenau, nächst der Ueberfuhr am Donankanal, die Leiche einer zirka 35jährigen nnbekannteu Frauensperson, mittelgroß, kräftig, mit rötlichblvndem, langem Haar geborgen. * Todesfall. Llach kurzem, sckstverem Leiden ist hier Herr Rechtsanwalt Dr. Jakob Schaechter verschieden. Das Leichenbegängnis findet heute um 12 Uhr mittags vom Zentralfriedhaf tdrittes Torf ans statt. * Selbstmord oder v.irgüückssall? Amtlich wird gemeldett .Ktsanierist Johann Burda des Iusatttericregimenls Nr. i ist beim Baden ini Winterhafen ertrunken. Die Leiche konnte geborgen werden. * Vermißt. Seit dem 20. Juni ist der Lviter der Bozener Filiale der Fnnsbrttckcr Banmaterialieusirma Vollandt n. Er b, der 31jährige Dr. Oskar L e i t k e p, der in Wien in der Nelkengasse wohnte, verschwunden. Zuletzt wurde er auf einem Ausflug, den er allein unternalM, geschert. Er dürfte einem Unfall znm Tvfer gefallen sein. * Im Rausch anaeschossen. Fn der Nacht zum 30. Juni wurde eine Frau, deren Identität bisher nach tticht festgestelll werden tonnte, mit einer Kopsschtjßverletzung in eine hiesige Krankenanstalt gebracht. Sie hat sich vorher in der Wöhnnng des Schriftstellers Karl Pracht am?cenbangürtel ansgehalten. Bei der Einvernahme gab der Schriftsteller au, daß es sich um einen Unfall handle, der dadurch entstanden sei, daß die Frau, die in angeheiterter Stimmung war, für die am Nacht kästchcn liegende Pistole Fzntercsse zeigte. Er nahm die Pistole und probierte, m der Meinung, sie sei gesichert. Plötzlich ging ein Schuß los und das Projektil drang der Unglücklichen durch die Stirne in den Kops. Ter Schriftsteller erklärte, daß er sich,an die näheren Details infolge des übermäßig genossenen Alkohols nicht mehr erinnern könne. Die Verletzung der Frau ist nicht lebensgefährlich. * Ein Taschendieb verhaftet. Am 8. Inn-i, gegen halb 8 Uhr abends, tvnrde bei den Schaubuden im Prater der tviederholk wegen Diebstahls vorbestrafte postenlose Mecbanikergehilse Artur Ban mg arten bei denl Versuche, einen Taschendiebstahl zu verüben, verhaftet. Banmgarten, der zur Verbüßung einer IKmonatigen Diebstahlsstrafe gesucht wird, wurde dem Landesgerichte eingelicfert. * Die Gesandtschaft der tschechoslowakischen Republik in Wien und das (steneraltvnsnlat machen darauf aufmerksam, daß am 5. und «!. d. bei de» tschechoslowakischen Vertrelnngsbehörden mit tziücksicht ans die tschechoslowak.ischen Feiertage nicht amtiert tvird. Pässe und Bisa tverden mir in den dringendsten Fällen, wie Todesfall, Krankheir nstv., erteilt. * Heinl — Präsident der Ravag. Tie Radioverkehrs A. G. teilt uns mit: Infolge seiner Wahl znm Bnndesmitckstcr für Unterricht hat Minister Tr. Rin l eleu seine Stelle als Präsident der Oesterreichischen Radioverkehrs A.-G. niedergelegt. Bei der Verwaltungsratssitznng wurde Minister a. D. Nakionalrat Eduard Heinl einstimmig znm Präsidenlen der Ravag gewählt. Zu Vizepräsidenten tvnrden B! i niste cp a. D. Dr. Ferdinand Grimm und Hofrat Georg Stern wiedergewählt. * Ein neues Werk des Roten Kreuzes. Am kommenden Samsrag findet in Neilnt'ircheu die feierliche Eröffnung der neuen Ttiberklilosenfürsorgestelle und Tagesheimstätte durch den Landeshauvkmann Tr. Karl B u r c s ch statt. Das Institut ist vom Lanoesverein vom Roten Kreltz geschaffen worden. * Aendernng des Krüftstellwagen-Nachtverkehrcs. Die Linie Tt e p ha n s p l a tz — 2 i l v e r g a ss c wird von nun ad über die P o r z e l l a n g a s s e—F r anz - I o s c s s b a h n h o f— A l s e r b a ch st r a ß e geführt. * Die zionistische Bezirkssektion Landstraße hat für die Zeit bis 15. August 1020 Frau Blaula Schwitzer, 3. Bez., Rennweg 47, die Leitung der Sektion anvertrant unb sind abfällige Zuschriften an obige Adresse zu richten. E Kuranstalt Helios bei Bad Ischl bietet modernsten Komfort, warmes und kaltes fließendes Wasser, erstklassige Küche. Vollpension ab 12 Schilliitg. Diät, Mast- und Badekuren. Kein Kurzwang. * Telephondienst in Hebrotr, Berseba und Gaza. Ter Generatpostmeister von Palästina teilt mit, daß seit 23. Ackri ein ständiger ösfentlicher Telesihondienst in Hebron, Verseba und Gaza eingerichtet wurde, der permanent Tag unb Nacht dnrchgcführt tvird. E Reiseburean der Hamburg-Amerika-Lime. Verkauf von Schiffs-, Eisenbahn- und Schlazu-ageutärten für In- und Ausland, Flugscheine Auskünfte über Hotels, fachmännische Veranstaltungen von Gesellschasts- und Beretnssahrren, Geldwechsel. Bureaustunden untliiterbrochen von 0 bis 5 Uhr ltachmittags (Samsckag von 9 bis 2 Uhr), Wien, 1. Bez., Kärninerstraße 36.