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Wiener Morgenzeitung · 1926-06-30 · Heft 2640 (30.6.1926) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2640 (30.6.1926)
Date
1926-06-30
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Wie«» Mittwoch_ Tagesbericht. Ae ««ruhige Ade. -btMchmWM der Züricher EMOemmte. Zürich, 29, Juni. Nach den Aufzeichnungen der hiesigen ErdöebeAvarte Hai das Erdbeben von gestern abends seinen Herd i» der Gegenvon Freiberg j. Br. Dem Hauptstoß gingen Mehrere schwächere Erdstöße voran. Außerdem registrierte \ bic Züricher Sternwarte gegen 10 Uhr abends ein Nahtbeben in etwa 310 Kilometer Entfernung, wahrscheinlich in ILM«, nnL heute früh ein Fernbeben in etwa!3310 Kilometer EntferMng. schwere Hebmfttchun« Mekrafiens. Angara, 29. Juni. Das westlich« Kleinafien ist durch ein Erdbeben schwer heimgesucht worden. In FethreL wurden zehn Häuser und eine Moschee vollkommen s zerstört. _ 8ta Autobus in eine Schlucht gestürzt. Zehn Lot«, zehn Berletzte. ' Belgrad, 29. Juni, (AvaLa.) Auf der Straße von Cetinje nach N t « g u s ch stürzte ein A u t o b u 8, in dem sich 2 0 R e i- >seu d o befanden, in eine Schlucht», wobei 10 P e r-! sonengetötet und zehn verletzt wurden. An dem Unj glück dürfte der Autoleuker 'Schuld tragen. Acht Personen ertrunken. Ein Unglücksfall auf dem Pruth. Aus Äolomea wird gemeldet: Auf dem Pruth ^eignete .'sich eine furchtbare Katastrophe. Infolge der letzten Ueberschwommungen unterhielt ein Boot den Verkehr zwischen den beiden 'Ufern. Das mit elf Personen besetzte Boot kippte um, wobei .acht Personen den Tod fanden. Der Anostreik kn Warschau. Im Warschauer Kinostreik, der bereits volle drei Wochen dauert, ist' jetzt die Regierung um ein Eingreifen ersucht worden. Die Kinos hatten geschlossen, weil die städtische Steuer -von 100 Prozent bei der heutigen allgemeinen Notlage den Beltrieb nicht nrehr ermöglicht. Die Stadt hat jetzt nach langen Veri Handlungen die Steuer auf 75 Prozent herabgesetzt. Anch das er- > 'Karen die Kinoinhaber, für unmöglich. Ein noch ernsterer Schaden als der Kinostreik droht Warschau: die Gefahr, daß die Oper geschlossen werden muß. Der von der Stadt verlangten Reduzierung des Orchesters von 78 auf 60 Mann nnd der Reduzierung der Gehälter widersetzt sich die Orchesterveroinigung solidarisch. Da keine Einigung zu erzielen war, hat die Stadt dem Opernpersonal die Kündigung zugchen! Lagen, _ , Sultans Bevölkerung. ' 83,5 Millionen Menschen. | Aus D ok i o wird berichtet: Nach her Volkszählung vom 4. Oktober 1925 betrug die Gesamtein w ohne r >s ch a f t des japanischen Reiches 83,454.371 Einwohner gegenüber rund . 77 Millionen im Jahre 1980. Die Zunahme beträgt .8,4 Prozent im ganzen oder 1,3 Millionen pro Jahr. Bon der! Gesamtzahl entfallen 69,7 Millionen auf das eigentliche Japun, 19^ Millionen auf Korea, 4 Millionen auf Taiwan (Formosa)! Rubin, ein valMnensischrr Maler. Als Gott die Welt erschaffen hatte, sah er alles noch? | mals an und fand, es sei vortrefflich. Die Juden aus Palästina, die jungen wenigstens, hegen ihrer Heimat gegenüber einen ähnlichen. - liebevollen und selbstzufriedenen Optimismus. Alles, was im' Lande entsteht, ja eigentlich überhaupt; aßcS, was dort besteht, betrachten sie . als ihr Werk, denn, wenn nichts anderes, so doch jedenfalls durch warme Teilnahme haben sie fein Werden gefördert. So hängen sie auchan allem mit Schopferstolz und Freude. Die Straßen, die 1 Häuser, das Theater, die Autos — an die neue Laterne in Tel- , Awiw nicht zu vergessen — kurz, was sich in Palästina be-! findet, ist gut und bester als sonst in der West.! Im Maler Rubin, wohl dem ersten palästinensischen Plastiker, den man ernst nehmen kann, hat diese glückliche und beglückende Stimmung ihren Ausdruck gefunden. In Rui mänien geboren, hat er schon in früher Jugend, trotz erheblicher Erfolge, das Land verlassen und ist in die Welt gezogen. Sein erstes Ziel war Paris, die hohe Schule der Malerei. Dann ging er nach Amerika, wo er eine Heimat zu finden hoffte, und schließlich von dort nach Palästina. Nach so vielen Enttäuschungen ivar auch diese Reise als Probe gemeint. Doch ist sie dermaßen Erfüllung geworden, daß Rubin seither anderswo nicht loben kann. Nicht einmal kurze Wochen, nicht einmal in Paris. Die Aufforderung, hier auch nur ein Bild zu malen, weist er entsetzt zurück: „Ich kann nicht. Ich führe hier nur ein Scheinloben, es geht mich hier eigentlich nichts an, und fo fühle ich auch keine Veranlassung, mich an die Staffelet zu stellen. In Palästina — das ist was anderes. Da bin ich so glücklich, daß ich an der Freude vergehen müßte, i könnte ich sie nicht objektivieren. So male ich auch dort viel nnd aus vollem Herzen." j Die Wandlung, die Rubins Kunst in Palästina, durch- , gemacht, ist ganz eigenartig. Schon durch ihre Plötzlichkeit. Er zog wirklich, als er diesen heimatlichen. Boden berührte, den alten Adam aus und einen neuen an. Wer den Umschwung an seinen Werken beobachtet, ist versucht, an Jungbrunnen nnd VobenSelixrere zu denken.! Vor jener Schicksalsstunde malte Rubin nur Menschen. kPorträts nnd Kompositionen, voll Trauer nnd Tragik. Sich [,**& der Nstzw aHzugsben« SondMjten oder gar KtUeben zu. _Wiener Morgenzeiturra_ gm—mm Wieder eröffnet! aHas Hotel National Wien, IL Taborsfrasse 18 Telephon 4t*5-93 Vollständig neu eingerichtet, eentrale Lage, 200 Zimmer mit Messendem kalten u. warmen Wasser, Bäder, Zentral* heteung, Lift Kaffeehaus und Restaurant im Hausei Hlult« Preise) Nene Lelittai) und 200.000 auf Sachalin. Die Bevölkerungsdichte beträgt 157 Einwohner pro Quadratkilometer und steht nur hinter England, Holland, Belgien und Java zurück. Dies gi'bt eine genügende Erklärung zum japanischen Expansionsbedürfnis. Das G e s ch l e ch 1 s v e r h ä l t n i 8 ist ziemlich ausgeglichen; auf 100 männliche Personen kommen 99 weibliche. In den 22 Großstädten leben 14,8 Prozent der Gesamteinwohnerschast. Mit Ausnahme von Tokio und Yokohama, die infolge 'des Erdbebens von 1988 Bevölkerungs-Verluste erlitten; haben alle Städte erheblich zugenommen. Nur die beiden Städte Osaka und Tokio sind Millionenstädte, drei weitere haben mehr .als eine halbe Million, Aokohama hat Über 400.000 und 16 Städte haben zwischen 100.000 und 2M.000 Einwohner. Sierft Romanelli schreibt seine Memairea. Der italienische Oberst R o m a n e l l i, der bekanntlich der Leiter der nach dem Zusammenbruch nach Budapest entsendeten interalliierten Militärkvntrollkommission war und diese Funktion auch während der Rätohertzschaft innehaltc, arbeitet jetzt, wie er einem ungarischen Journalisten gegenüber erklärte, an seinen Memoiren über seine Bndapesler Amtstätigkeit. Romanelli nennt seine Arbeit den „Roman Ungarns, die Geschichte des Zusammenbruches, der Errichtung der kommunistischen Herrschaft und ihren Nn-derbruch". Oberst Romanelli,. der «»zwischen in den Ruhestand getreten ist. lebt jetzr in Mailand, wo ihm sein gewesener Adjutant, Kapitän Francesco Corbone, der gleichfalls ein Tagebuch über die Dudapester Vorgänge im Jahre 1918 führte, bei der Arbeit hilft. ____ Pros. Mar Pomeranz gestorben. Im 07. Lebensjahre ist der cherricilige Ordinarius für Chemie der Universität Czernowitz, Prof. Dr., Casar Paine r a n z, verschiede,«. Prof. Pomeranz. Schüler und langjähriger erster Assistent Adolf Liebe ns, erreichte erst nach vielen dornen-- reicheu Privatdozenteujahren, nachdem er wiederholt den Titel eines Extraordinarius abgelehnt hatte, in vorgerückten Jahren ein wirkliches Extraordinariar an der Wiener Universität. Als ordaurUcher Professor nach Czernowitz berufen, wirkte er dort bis zum Kriegsausbruch irnd war eine.Zierde der östlichsten Hochschule d.w Monarchie. Nach dem Zusannnenbruch blieb'er in Wien und wurde vor einiger Zeit zum Borstand der Lehrkanzel für Exv'wiu'.enialchemie und Agrikulturchenrie an der Hochschule für Bodenkultur berufen. Mit ihn» ist ein unermüdliche^' ivissenschustlicher Arbeiter und Forscher, ein grnndgutiger bescheidener M-msch rahin.tz'g mg-ir. dem >-ur nnes s'hlrc. in ein ganz großer Meister seiner Disjipün zu werden — das Glück. schaffdn, wäre ihm damals nicht eingefallen. Bäume und Blumen, nein, das sagte dem pathetischen, intellektualistischön Städter, der er damals war, rein gar nichts. Auch Farbenfreude war nicht seine Sache. Grau, schwermütig waren alle seine Werke. Und lieber noch als malen Mochte er bildhauern. Denn er glaubte, inr spröderen Material durch das leidenschaftliche Spiel der gewaltsam gefurchten Flächen die Zerquältheit und Unrast seiner Seele besser ausdviicken zu können. Nichts von alledem ist in den Bildern zu merken, die in Palästina entstanden sind. Die Mollstimmung hat gänzlich aufgehört und nun ist alles in tapferen Durtonarien abgefaßt. Es -ist micht nur keine Spur von Leiden mehr zu sehen, nicht nur keine Sehnsucht mehr zu spüren, ja, auch jeder Zusammenhang Mit diesen Gefühlen fehlt. Auch überschwengliche Freude über das Aufhören der Qual, oder jenes müde, tränenvolle Glück der Soebenerlösten, die, wundge.laufen, endlich, endlich am Ziele angelangt sind—auch diese ersten Empfindungen des Heimgekohrten sind hier nicht vorhanden. Wie durch ein Wunder ist die Vergangenheit vollständig ausgelöscht. Sie sind nicht im alten, ewig-ehrwürdigen Jerusalem gemalt; sondern im neuen, sonnigen Tel-Awiw, und handeln nicht vom heiligen Land unserer Väter, sondern vom geliebten Heim unserer Kinder. Und so sind sie anch lebensbejahend und wirklichkoitsfroh. Durch und durch heiter und fröhlich. .. . * , Liebe zur Landschaft und allem, was in ihr ist, spricht nun aus den-Pilheru. Es gibt jetzt keine einzige Komposition und gar kM Portrat, das nicht in Gottes herrlicher Natur mit Baum und Tier hineingestellt wäre. Es gibt kein so geringfügiges Sujet, das nicht wert wäre, gemalt zu werden. Nicht aus reiner Lust ant Malen oder jener Einstellung, die im Bilde eines Spargelbundes oder alter Schule eine ganze Mist ausdrücken will Und kann. Hier ist Lust und Liebe zum konkreten Gegenstand fühlbar: Zu diesem bestimmten Tisch, der auf dem Balkon steht, und auf dem die grüne Schachtel mit der hevrärschen Inschrift liegt. Und vom Balkon ist das Meer, zu sehen und auf dem Meer sind viele Schiffe. Und da jetzt Mittagszeit ist und die Sonne heiß glüht, so ruhen auf der Straße, die zum Hafen zieht, kniend die Kamele. Anekdotisch und weitschweifig sind jetzt die Bilder. Bon Bildhauerei kann natürlich bei dieser Fabulierluft, die den Künstler ergriffen hat, keine Rede fern, Wohl aber erinnern nun seine Werke an alte Ghro- ). Juni 1926 SeNk<O Rn Land ohne «anNers. Der Wiener Konsul der Republik Ekuador, Herr Ing. I. Rose «stock, schretbt uns: In der Nummer 2635 vom 25. d. Ihres geschätzten Blattes erschien unter dem Titel „Ein Land ohne Bankiers" eine Notiz, welche geeignet ist, im Publikum eine unrichtige Vorstellung von den wirtschaftlichen und politischen Zuständen in der Republik Ekuador hervorzurufen. Von ungefähr 20 Banken des Landes sind sechs Emissionsbanken, welche auf Grund des bestehenden Bankgesetzes Noten ausgeben, deren Wert das Doppelte der Golddeckung nicht übersteigen soll. Bei einer vor mehreren Monaten von den Bankkommissären der Regierung vorgenommenen Revision hat es sich herausgestellt, daß eine von den sechs Banken die gesetzliche Emissionsgrenze überschritten hatte, und es wurde daher über diese Bank eine größere Geldstrafe verhängt und einer von den Bankleitern des Landes verwiesen. — Die Banken waren an keinem Koinplott gegen die Regierung beteiligt, eine Ausgabe falscher Banknoten hat nicht stattgefunden, und wurde auch sonst kein Bankier eingesperrt. Das wirtschaftliche Leben in der Republik Ekuador wickelt sich auf fast normalen Bahnen ab und die Kakaopreise haben in der letzten Zeit eine Höhe erreicht, die schon seit Jahren, nicht zu verzeichnen war. Wir haben die hier richtiggestelltc Mitteilung der Londoner „Morning Post" entnommen. Wien, 30. Juni. * Valencia ohne Valencia. Nach Montevideo, Rio de Janeiro, Kordova kam die Reihe an Valencia. In den Bars und aus den Grammophontrichitern, überall hört man Valencia. Tos Publikum tanzt zu den Klängen von Valencia und in Paris kreierte in eigenster Auffassung die Mistinguettie den Valencia. Wo mag es denn liegen? Vielleicht in Nirgendwo. Das Wort selbst erinnert an südliche Stimmung und sonnige Gemütlichkeit. Valencia übernahm die Diiktattur über die tanzlustige Schar beider Kontinente. Da ans einmal verbreitet sich funikschnell die Nachricht von einem Ausruhr in Valencia. Dieses Valencia kam an die Reihe nach Warschau und Angora. Die Jntoniermrg dieses Valencia ist schauriger. Menschen, die noch gestern beim Valencia tanzten im Glauben, es sei ein Märchen, wissen heute: Valencia liegt in Spanien und ist der Sitz einer aufrührerischen Bewegung. Ucker Nacht schwand das Märchen und so geschieht es miit jedem Märchen. Und wenn man sich überall noch weiter bei Balenci.> Klangen unterhält, in Valencia selibst bestimmt nicht. Das ist eine der neuzeitlichen Grotesken: Königreiche ohne einen König, Republiken ohne Republikaner, Valencia ohne Valencia, t. n.' * Grazer akademische Freiheit. Die Grazer wehrhaften Studenten haben am Samstag wieder einmal demonstriert. Sie hüben den Dekan Beitzke, der den■ Ausschluß der katholischen Hörer von einer äkadenrischen Feier nicht duilden will, Mores gelehrt und ihn durch Lärm Mwirngen, seine Vorlesung über pachoilogische Anatomie abzubrechöri. Ganz so wie in Hannover und nicht selten auch in Wen. Die Wchrhasten fühlen sich immer bedroht und Provoziert. Zehnmal ^dUrch Juden und einmal durch KaithMen. Me streiten eben für die Freiheit der Lehre, nämlich der Lehre, die sie vertreten, der vorn Terror. Es . ist nur bitter für die katholische Studentenschast, daß sie solche Erfahrungen machen muß. Sie hat sich immer den Wehrhaften a-Ngeb-iedert und mit ihnen gemeinsam für den Numerus clauifus gestritten. Sie ist als Kampstruppe stets willkommen, wem: sie aber einutal sich als gleichberechtigt stihlen will, dann wird ihr der Herr gezeigt. niken, in denen naive Seelen gerne nnd viel erzählen. Ganz einfache Begebenheiten. Ein Jude, lustig Zekleidet, pfückt Obst und läßt einstweilen seine Ziege es ruhig an der anderen Seite des Bauntes herunterfresien. Wege schlängeln sich längs bebauter Felder und blühender Bänme; flötend reitet eine Araberin auf einenr Esel. Mit Frau und Kind zieht vergnügt, ohne Hast, ein Jude des Weges. Es sind Idyllen. Rührend durch ihre Anspruchslosigkeit. Beglückend, wie wenn sie den Anbruch jener Zeiten künden würden, da jedermann an seinem Weinberg Und an seiner Palme zieht nnd es keinen gibt, der ihn aufschreckt. Die Farben sind dttrchwegs licht. HeÜrost,, hellgrün,, hellgelb, hellgrau und außerdem noch blau nnd braun. Dies die Skala, So wird der Orient hier nicht imrch glühendes Kolorit vergegenwärtigt, sondern durch übergroße Helligkeit. Dadurch wie auch dmch die Art der Stilisierung, die er in seinen dekorativ gehaltenen Bildern anwertdei, lehnt sich Rubin deutlich an die Kunst der persischen Miniaturmaler an. Erinnerungen an Rousseau, den unbeholfenen, wirklich naiven Meister, an Matisse, der sich aus komplizierter Kultur heraus einfach zu sein bemüht, und an Chagall, den jüdischen Naiven in der Malerei, sind unverkennbar. Mt ihrer Hilfe bestrebt sich Rubin, das Problem zu lösen, das er sich als palästinensischer Maler, der er ist und sein will, vielleicht allzu bewußt stellte. Einen Stil zu finden, in dem Palästina, dies malerische Neuland, adäguat wiedergegebeir werden könnte. Tradition, an die er füglich anknüpfen müßte, gibt es hier keine, wohl aber strnst einen überreichen Bestand au Kttvstformen, der schwer vergesieir oder übersehen werden kann. So wählte sich Rubi« aus ihm seine Bausteine. Trotz ihrer Berschiedenartigkeit kommt es dank dem großen Talent des Künstlers in manchen Werken zu einem einheitlichen Ausdruck. Manchmal aber klaffen die Riste zu weit, die zusammen-» gesetzte Form, die ihrem Inhalt ohnehin nie vollständig ge-, messen war, fällt auseinander, und wir werden daran er-» innert, daß es Dinge gibt, die man nicht machen, auch nicht erschaffen kann. Die langsam wachsen und werden müsten. Ein Stil ist nun eines dieser unbottnäßigen Geschöpfe. Rubins Bemühungen bergen geiviß zukunftsreiche Ansätze «ndso heißt es warten. Paris. Dr. Anreki-e Got^li^h.

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