Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2639 (29.6.1926)
- Date
- 1926-06-29
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Wen, NenSiag Wimtt Morgertzettu«s__29, Juni INS_ Lr. SW Der Lerfaffuugskampf in Pole«. Sorialiftlsche Versammlungskampagne. — ««ruhe« i» guawrarla«. Warschau, 28. Juni. In ganz Polen fanden gestern sozialistifche Versammlungen statt, die ge^n die geplanten Verfassungsänderungen und vor allem gegen eine Aenderungder Wahlordnung protestierten und die sofortiges uflösungdeSSejm tmd baldige Neuwahlen forderten. Die Regierung wurde aufgefordert, einen energischen Kampf gegen Teuerung und Arbeitslosigkeit anfzunehmen, anstatt die Zeit mit Debatten über die Verfassungsänderungen zu verlieren. In Warschau versuchten kommunistische Gruppen, sozialistische Vcrsaimnlungen zu stören. Es fam dabei zu Zusammenstößen zwischen Sozialisten und Kommunisten. Die sozialistischen Protestkundgebungen scheinen, überall in Ruhe verlaufen zu sein; nur in In ow rac law (Hahensalza) versuchte die Polizei, einen Demonstrationszug zu verhindern. Sie wurde von den Demonstranten attackiert. Die Polizei feuerte auf die Menge; es gab drei Tote und 14 Vörwundete. Abba« der Minister ln Pole«. Warschau, 27. Juni. Im Miuisterral fand heute eine Konferenz statt, die sich mit der Frage der Aufhebung des RessortS für öffentliche Arbeiten und feiner Eingliederung als Departement in das Eisenbahnmimfterium befaßt hat. Ser Wische öejmklnb «egen die oWrlle Steuerpolitil. Warschau, 27. Juni. In der Sejmdebatte über das Budgetprovisorium am Freitag sprach im Namen des jüdischen Sejmklubs der Abgeordnete W i s l i c k i, der die Wirtschaftspolitik der Negierung einer sachlichen und zugleich temperamentvollen Kritik unterzog. Er polemisierte in erster Linie gegen die Finanzpolitik der Regierung, die insbesondere die städtischeBevölkerung belastet, die doch nicht alle Staatslasten tragen kann. „Wir bekämpfen die zehnprozentige Erhöhung der Steuern. Das vorgelegte Budget ist irreal, denn es umfaßt die Steuerschulden der Großindustrie, der Landwirtschaft, des Handels und des Gewerbes. Die Regierung wird aber sicherlich die Werkzeuge der Fabriken nicht pfänden, sondern sie wird sich am Handel und an der Klei ni n d u st r i e ausleben. Es ist schon an der Zeit, der Methode ein Ende zu setzen, ins Budget Positionen einzustellen, die man dann nicht eintreiben kann, denn sie betreffen oft Schulden von Firmen, die nicht mehr existieren, oder von längst Toten. Die Juden werden aber doch für das Budgetprovisorium stimmen und der Regierung das Vertrauen kreditieren, denn wie immer müssen auch diesmal die Juden kreditieren." Während der Plenarsitzung fand auf Verlangen des Abgeordneten Dr." Reich eine Sitzung des jüdischen Sejmkluibs statt, um den Beschluß des Klubs betreffs der Stellungnahme des Budgetprovisoriums zu revidieren. Der Abgeordnete Dr. Reich beantragte, daß der Klub gegen das Bu^etproviforium stimmen solle. Ihm schlossen sich die Abgeordneten Hartglas und Grün bäum an, der es begrüßte, daß Dr. Reich jetzt sein treuer Schüler sei. Der Abgeordnete Weinzieher stellte den Antrag, der jüdische Sejmklub möge der Negierung das Budgetprovisorium doch bewilligen. Die Abgeordneten Kirsch braun und Rosenblatt traten für Stimmenenthaltung ein. Es wurde beschlossen, die Stellungnahme des jüdischen Sejmklubs von gewissen Ae n der ungen im Entwurf abhängig zu machen. Der jüdische Scjmklub wivd sich der Stimme enthalten, wenn die Regierung diese Acnderungen nicht annimmt, und wivd auf alle Falle gegen die zehnprozentige Steuererhöhung stimmen. Im Plenum wurde das Budgetprovisorium, wie schon berichtet, angenommen. Der jüdische Klub stimmte gegen den zehnprozentigen Steuerzuschlag und enthielt sich bei dm Wrt gen Anträgen der Abstimmung. Die Abgeordneten Rosmarin und WiSlicK legten dem Finanzmtnrster Klarner auf sein Ersuchen dv Forderungen der jüdischen Bevölkerung vor. Die Abgeord neten lenkten die Aufmerksamkeit des Ministers auf die Uw Möglichkeit der gleichzeitigen Einziehung der Steuern für dazweite Halbjahr 1926 und für das Jahr 1926 und ersuchter ihn, die Berzugsstrafe von 4 Prozmt aus 2 Prozent zu er, mäßigen. Der Minister sagte zu, diese Forderungen im Rah., men des StaatsinterefseS zu berücksichtigen. Senirtor Könner gegen die Stoue rzu sch läge. Warschau, 18. Juni. In der heutigen Sitzung der Budget, kommission des Senats sprach Senator Körner vom jüdischen Klub sehr scharf gegen den lOprozentigen Steuerzulschlag. Et schiDerte die kritische Lage des jüdischen Kaufmannes, der gänzlich ruiniert sei und auch die normalen Steuern nicht mehl bezahlen könne. Die Rede des Senators machte tiefen Eindruck Seitamneflie für Steuerschuiden. Warschau, 26. Juni. Im Finanzministerium beab. sichtigt man, eine Verordnung vorzubereiten, auf Grund deren alle Steuerschulden für das Jahr 1924, bezw. da? Jahr 1925 für diejenigen annulliert werden, die alle Steuerschulden für das Jahr 1926 bis zum ° 1. August bezahl haben werden.. Bor der Ankunst Kemmerers in Warschau. Warschau, 26. Juni. Die amerikanische Sachvevständi. genkommission unter Führung Prof. Kemmerers, die di« wirtschaftlichen Verhältnisse Polens studieren soll, trifft in der ersten Tagen der nächsten Woche in Warschau ein. Im Fi. nanzministerimn werden für die Ankunft der Amerikaner eifrig Vorbereitungen getroffen. Reorganisation des polnischen Verkehr». Ministeriums. Wttrfchct», 28. Juni. Die polnische Negierung hat beschlossen, in der nächsten Zeit Sachverständige aus dem Aus. lande zur Reform des Berkehrsministeviums und der pol Nischen Eisenbahnen zu berufen. Ein Hilfervs der englischen Bergarbeiter. In der Hauptversammlung der Angestellten der sozialen Vcchcherungsiustitutc wurde gestern von einem Schreiben Mit. ieilung genN'cht, das der Sekretär der englischen Bergarbeiter- Organisation, C o o k, -dem Reichsverein zugesandt hat. In dem Schreiben wird um Hilfe für die Streikenden gebeten .und an die Solidarität aller Länder appelliert. Es heißt darin weiter) ,Menn unsere Löhne gekürzt werden, werden auch die eungev gekürzt -werden. Wenn.wir gezwungen werden, mehr Stunden zu arbeiten, wird haSfe lbe Schi ckfa l a. uch e rrch besstllen. Der britische Premierminister, das Oberhaupt der höchsten Negierung des britischen Weltreiches, ' das ein Viertel der ganzen Menschheit umfaßt, erklärte sich am 15. d. ganz entschieden und.c ndgült ig für die Verlängerung der Arbeitszeit und die Herabsetzung der Löhne. One öffentliche Erklärung dieser Art wird auch ln allen anderen Ländern widerhallen." Eook verlangt dringend finanzielle Unterstützung und fordert gleichzeitig aus, jegliche Vorkehrung, Streik, Boykott uftv. zu treffen, um den Transport und die Verschiffung von Kohle nach England zu verhindern. Aus Antrag drs ZentraLvorstandes beM-oß die Tagung, der englischen BeMvbeiterorganisatwn eine finanziell« Uni erstütz-nug zukommen zn lvssen. 7 Veite 2 Ae jMche Hochfinanz und die PalWuaanleihe. KWl OtmulPt anXuJMH Jjtnfgö* Am 88. Juki sollen in London in der Sitzung des Zionistischen Aktionskomitees seitens der'vom Kongreß eingesetzten Kom- Missiove« die Berichte erstattet werde«. Unter diesen ist wohl sdie Aukeihekommiffion die wichtigste, da sie als Studienkonrmission ^die vorbereitenden Schritte zu unternehmen hatte, welche zur Realisierung des Gedankens einer Palästinaaiiluhe in der Höhe ^on zehn Millionen Pfund sichren sollen. Es scheint leider, daß ider Bericht, ier nach Maus von elf Monaten erstattet werden '.soll, nicht sehr inhaltsreich fein wird, soweit es sich um Tatsachen rund nm konkrete Schritte handelt. Ob die Ursache darin liegt, 'baß die Mitglieder der Anleihekommisston Tausende von Kilometer voneinander entfernt wohnen oder in dem verhältnismäßig geringe« Interesse, welches in weiten zionistischen Kr. '7it noch dafür herrscht, oder ob die Gründe wo anders liegen — dies alles ändert nichts an der Tatsache, daß seit dem Kongreßbeschluß nicht viel aus diesem Gebiet geschchen ist. * Wie erinnerlich, gaben zum Kongreßbeschlnß zwei Tatsachen den Anstoß. Die eine war die Erkenntnis, daß man mit freiwilligen Spenden eines Volles, von dem die zwei Drittel, die in Mittel- und Lfiteuropa wohnen, ganz verarmt sind, keinen Staat und nicht einmal eine Heimstätte farueit kann. Die zweite Tatsache bildeten die gegluckten Finanzoperationen . für öffentliche Zwecke, welche unter der moralischen Patronanz des Völkerbundes durchgeführt wurden. Und zwar war es außer ' der Sanierung Oesterreichs und Ungarns, welche für unsere Zwecke als Analogie weniger in Betracht kommen — haupt- - sächlich die Anleihe für Griechenland in der Hohe von sechs, beziehungsweise zehn Millionen Pfund, welche zu dem Zwecke -emittiert wurde, um anderthalb Millionen, Griechen, die aus Kleinasien flüchten mußten, nach Griechenland gu überführen pund dort anzusiedeln. Wir sagten uns: Wenn für Griechenland, sbezichungsweise für die Frage der griechischen Flüchtlinge sich 7 so viel Eifer und guter Wille bei den Völkerbundkommiffionen! und -Komitees gefunden haben, um wieviel mehr müßte sich dies (bei einem Problem zeigen, wo cs sich um die Repatriierung eines i ganzen Volkes handelt, das in einem überwiegenden Teil aus > Millionen von Flüchtlingen besteht, aus Flüchtlingen von heute s oder solchen von morgen, und in einem Lande, welches dem j.Völkcrbundrat ganz besonders nahestehen soll, über dessen Aus- I gaben er die vollste Kontrolle hat, .so daß ihm die Verwendung I eines jeden Pfundes von seiten der englischen Administration; oder der Zionistischen Organisation auf das genaueste schon heute s bekannt ist. Der Schwerpunkt der Realisierung, dieses Planes i liegt bei drei Faktoren, und zwar beim Völkerbund, bei der! Mandatsrcgierung und bei einer dritten Großmacht, und dies j ist i—. die jüdische Hochfinanz. Von Herzl angefangen, versuchten die-Führer der Mischen -Renaissancebewegung schon dreißig Jahre lang —..mit geringem! Erfolg diese Kreise für eine großzügige Mitarbeit zu gei Winnen. Herzls Pläne nnt der Türkei scheiterten zum großen! Teil an dem passiven Widerstand der Mischen Hochfinanz. Seither ist viel Wasser von der Themse und von der Spree, von i der Seine und der Donau ins Meer geflossen. Die Zionistische Organisation ist zu einem realen politischen Faktor, der jüdische; Ausbau in Palästina zu einer realen Tatsache geworden, mit! welcher auch nichtjüdische Politiker und Finanziers in steigenj dem Maße zu rechnen beginnen. Vor dreißig Jahren träumte! Herzl von der Möglichkeit einer Konferenz und einer breiten > Aussprache mit der in der Familie Rothschild personifizierten j Mischen Hochfinanz. Diese Aussprache koch nicht zustande, lVielleicht gelingt es uns jedoch, nach dreißig Jahren diesen! Kreis zu einer solchen Aussprache in einer gemeinsamen Kon-; ferenz „von Angesicht zu Angesicht" zu bewegen.,. Bei allen i anderen Böllern fühlt die Hochfinanz, daß n-icht nur die Parole i gilt: Noblesse oblige, sondern heute in unserem demokratischen! und plutokratischen Zeitalter an noch höherem Maße: Dichesse -oblige. 7 Wir müssen den Aufbau in beschleunigtem Tempo durchsführen. Dazu zwingen uns zwei Tatsachen: Erstens als vis a i tergo (Anstoß von rückvärts) die steigende Not in den Auswan- > dcrungsländern der Galuth und in noch stärkerem Maße der mit dem Wachsen der Bildung und des Selbstbewußtseins stei-; gende Widerstand der Araber gegen die wachse rrde Kolonisation i der Juden. Dazu kommt die wachsende Schwierigkeit des Boden-! erwerbes. Wir müssen uns daher beeilen, sehr stark -beeilen. ■ Und nun haben -wir weder ein Zwangsrecht, Steuern bei -'den Juden einzutreiben, noch eigene Zolle, die verpfändet wer- 'den können, noch Staatsländereien, die als -Hypothek dienen könnten. Es bleibt uns nur der i« eine ohne Beispiel dastehende 'Aufbauarbeit umgesetzte Enthusiasmus der jüdischen Arbeiterbataillone, die freiwilligen Spenden der Masse und die abseits -stehende Mische Hochfinanz. In Griechenland haben die in diesem Lande und noch mehr die in der Tüickei wohnenden reichen Griechen durch Millionenstistungen dem armen Mutterlande Hilfe geleistet. Der eine baute ein Museum, der zweite stiftet Universitätsfakuttäten, der dritte baute sogar ein Panzerschiff (Averos). Dieselbe grandiose Geste sehen wir auch in anderen Ländern. Bei der jüdischen Hochfinanz ist davon mit ganz verschwindenden Ausnahmen in dem letzten halben Jahrhundert wenig zu spüren. Wohl sehen wir, daß der Millionär Deutsch de la Meurthe ^eine ganze Stadt für Studenten baut, aber dies geschieht für idie Parsser Sorbonne. Wchl wird von einem Mitglied der Fa- 'milie Rothschild (Salomon) ein Museum samt Palais gestiftet, aber für den französischen Ämt. Wohl hören wir von großen Spenden amerikanischer Millionäre, aber höchstens für -Spitäler oder Synagogen. Wir fragen uns aber, was hat hie jüdische Hochfinanz bisher für den Aufbau des jüdischen Keims in Palästina in (den letztM FGren gestPet^ •„ 77 w C 7/ 7 Wir verlangen ja keine Spenden. Wir wollen nur, daß uns diese Hochfinanz hilft, an Stelle der Staatsgarantie für die Palästinaanleihe ein Surrogat zu schaffen. Wir wollen eine Anleihe emittieren, die durchgeführt werden soll, nicht unter Verzicht auf Sicherheiten, sondern unter Verzicht auf die f ch ab l o n e nm Ü ß i g e Form der bisherigen Sicherheiten, die bei der Begebung von Anleihen verlangt werden. Was wir den Völlerbundkreiseu und der englischen Regierung weniger zumuten können, das dürfen wir mit vollem Recht von der Hochfinanz, die unsere m Volk entstammt, verlangen, nämlich, >^>aß sie in ihr Kalkül der Sicherheiten nicht nur das „tote Inventar" in Palästina hineinuinrmt, derm es gibt für weitblickende Fmanzmänner auch — „lebende Sicherheiten", die in noch höherem Maße die Anleihe garantieren. Das -ist der Enthrlsiasnrus in der Aufbauarbeit, das Pflichtgefühl, die 'Liebe zum Lande und die Opferwilligkeit der unteren Massen und des Mittelstandes. Für alle diese Imponderabilien gibt es ja heute glücklicherweise schon Gradmesser in Ziffern. Das sind zum Beispiel die freiwilligen Spenden, welche die von uns geschaffenen Organismen aufgebracht haben. Der KerZn Hajessod hat in diesen fünf Jahren 2,300.006 Pfund ausgebracht, der Nationalsonds auch eine ganz ansehnliche Smnnre. Wir wollen nun, daß die jüdische Hochfinanz nicht nur durch platonische Koniplünente und Sympathieerklärungen, sondern durch Taten den Betveis erbringe — dem jüdischen Volk und den ch r i st l i ch e n Staaten gegenüber —, daß sie Vertrauen hat zum jüdischen Volk und zur Zukunft Paiästinasl Wenigstens so viel Vertrauen, wie znnl griechischen Staate, in joelchem, ohrre ihm nähetreten zu wollen, seit hundert Jahren die Revolution eine „stabile Staatseinrichtung" ist. Der Weg, den Herzl versucht hat ~ die Gewinnung der einzelnen Finanziers — erscheint heute überholt. Wir haben jetzt wohl Autorität genug) um mit der versammeltzn Hoch« finanz als Ganzem, und zwar als Gleiche mit Gleichen am grünen Tffch zu verhandeln. Wir wollen, daß das Mische Volk, repräsentiert durch sein völkerrechtlich anerkanntes Organ, die Jewish Agench und das jüdische Volkskapital — das kleine jüdische Vollskapital repräsentiert durch die Jüdische KoloniaMank und die beiden Fonds, Keren Kajemeth und Keren -hajessod — die jMsche Hochfinanz einer Konferenz einladen, ihr den Plan der Anleihe und die Sichecheiten, die wir geben können, darstellen und klare Arüwort verlangen. Als vor 22 Jahren die Frage der jüdischen Auswanderer und die Zrrstände in Rußlarrd zu einer allgemein empfundenen Kalamität wurden, lud das damalige Mtionskomitee unter SB# sohn die großen jüdischen Hilfsorganisationen zu einer Konferenz nach Bviissel ein. Diese wurde sabotiert und blieb erfolglos. Ohne übertriebenen Optinrismus. glaube ich, daß eine Finanzkonferenz, einbevufen von der Jewish Agench und dem I. C. Theu-t e, wo ein französischer Generalgouverneur in einer zionistischen Versamntlung Worte des höchsten Lobes über das AufbauweÄ in Palästina spricht, wo Präsidenten großer Republikeit an der Spitze von prozionistischen Vereinen stehen und große christliche und jüdische Ge fiter dem jüdischen Aufbauwerk höchstes Lob zollen, Wohl Aussicht auf Erfolg hätte. Heute wird der m o r a l t s ch e D r u ck auf die jüdische Hochfinanz wchl stark genug sein, um sie zu einer positiven Stellungnahnre zur Palästinaanleihe zu bringen, um so mehr, als wir doch bei einzelne jüdischen Finanziers in Amerika und Deüfichland in der letzten Zeit denn doch ein tvachsendes Verständnis für Palästina und unsere dortige Arbeit fffchen. Dechalb glaube ich, haß das Aktionskomitee, beziehttrigstvefie die Anleihekonmtission beschließe» wivd, einerseits politMze Schritte m Genf uni) London zur Vovbereitmrg der Anleihe zu nnternchmen, zu gleicher Zeit jedoch eine Finanzkonfo, r enz mit der jüdischen Kochfinang einzuberufen. -